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Tauschwert: Der Tauschwert in den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich auf den Wert einer Ware oder Dienstleistung im Verhältnis zu anderen Waren oder Dienstleistungen auf einem Markt. Er wird durch Faktoren wie Angebot, Nachfrage und Nutzen bestimmt. Der Tauschwert spiegelt den Preis wider, zu dem eine Ware auf einem wettbewerbsorientierten Markt gegen eine andere getauscht werden kann.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Tauschwert – Lexikon der Argumente

Rothbard III 85
Tauschwert/Ökonomie/Rothbard: Die wichtigste Form der freiwilligen Interaktion ist der freiwillige zwischenmenschliche Austausch. A gibt ein Gut an B ab im Austausch für ein Gut, das B an A abgibt. Das Wesen des Tauschs besteht darin, dass beide Personen ihn vornehmen, weil sie erwarten, dass er ihnen nützt; andernfalls hätten sie dem Tausch nicht zugestimmt. Eine notwendige Bedingung für das Zustandekommen eines Tausches ist, dass die beiden Güter auf der jeweiligen Werteskala der beiden Tauschparteien einen umgekehrten Wert haben.
>Tausch/Rothbard
.
Rothbard III 88
Es ist fast unmöglich, die Bedeutung des Austauschs in einem entwickelten Wirtschaftssystem zu überschätzen. Der zwischenmenschliche Austausch hat einen enormen Einfluss auf die produktiven Aktivitäten. Ihre Existenz bedeutet, dass Waren und Wareneinheiten nicht nur einen direkten Gebrauchswert für den Produzenten haben, sondern auch einen Tauschwert.
Vgl. >Gebrauchswert.
Mit anderen Worten: Güter können nun gegen andere Güter mit größerem Nutzen für den Akteur getauscht werden. Ein Mensch wird eine Einheit einer Ware so lange tauschen, wie die Ware, die er im Tausch erhalten kann, für ihn einen höheren Wert hat als der Wert, den sie im direkten Gebrauch hatte, d. h. solange ihr Tauschwert größer ist als ihr direkter Gebrauchswert. Andererseits hatten ihre jeweiligen Güter fortan für ihre Besitzer einen größeren Gebrauchswert als einen Tauschwert.(1)
Markt/Tauschwert/Rothbard: Die Existenz und die Möglichkeiten des Tauschs eröffnen den Produzenten die Möglichkeit, für einen „Markt“ und nicht für sich selbst zu produzieren. Anstatt zu versuchen, sein Produkt isoliert zu maximieren, indem er Waren nur für seinen eigenen Gebrauch produziert, kann jeder Mensch nun Waren in Erwartung ihres Tauschwertes produzieren und diese Waren gegen andere, für ihn wertvollere, eintauschen. Es liegt auf der Hand, dass jeder Mensch seine Produktivität steigern kann, da sich dadurch ein neuer Weg für den Nutzen der Güter eröffnet.
Praxeologie: Durch die Praxeologie wissen wir also, dass jeder Tauschteilnehmer nur Gewinne erzielen kann und dass jeder von der Transaktion profitieren muss, sonst würde er sich nicht darauf einlassen. Empirisch wissen wir, dass die Tauschwirtschaft einen enormen Produktivitäts- und Zufriedenheitszuwachs für alle Beteiligten ermöglicht hat.
>Praxeologie/Rothbard.
Rothbard III 89
(...) der Tauschwert von Gütern kann sinken, was ihre Besitzer dazu veranlasst, sie direkt zu nutzen, anstatt sie zu tauschen. Einer der wichtigsten Faktoren, die eine Veränderung des Verhältnisses zwischen direktem Gebrauchswert und Tauschwert bewirken, ist eine Zunahme der Anzahl der verfügbaren Einheiten eines Angebots. Aus dem Gesetz des Grenznutzens wissen wir, dass eine Zunahme des verfügbaren Angebots eines Gutes den Grenznutzen des Angebots für den direkten Gebrauch verringert.
Rothbard III 90
Je mehr Einheiten eines Angebots verfügbar sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Tauschwert der marginalen Einheit größer ist als ihr Wert bei direkter Verwendung, und desto wahrscheinlicher ist es, dass ihr Besitzer sie tauscht.
>Tausch/Rothbard, >Markt/Rothbard, >Eigentum/Rothbard.

1. Zum Gebrauchswert und zum Tauschwert siehe Menger, Principles of Economics, pp. 226–35.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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