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Indirekter Tausch: Indirekter Tausch bezeichnet in der Wirtschaft den Prozess des Handels mit Waren oder Dienstleistungen über einen Vermittler, in der Regel Geld, und nicht durch direkten Tauschhandel. Dieses System ermöglicht es Einzelpersonen, effizienter zu handeln, indem sie ein weithin akzeptiertes Tauschmittel verwenden, was die Marktliquidität erhöht und die Transaktionen im Vergleich zum Tauschhandel, bei dem die Waren direkt getauscht werden, vereinfacht.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Indirekter Tausch – Lexikon der Argumente

Rothbard III 187
Indirekter Tausch/Rothbard: (...) Der einzige Tausch, der bisher erörtert wurde, (...) war der direkte Tausch oder Tauschhandel - der Tausch eines nützlichen Gutes gegen ein anderes, jeweils zum Zwecke des direkten Gebrauchs durch die Tauschpartei.
>Tausch/Rothbard
.
Direkter Tausch: Obwohl eine Behandlung des direkten Tauschs für die wirtschaftliche Analyse wichtig ist, ist der Spielraum für den direkten Tausch in der Gesellschaft äußerst begrenzt. In einer sehr primitiven Gesellschaft könnte Crusoe zum Beispiel Jackson als Arbeitskraft auf seiner Farm beschäftigen und dafür einen Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse erhalten. In einer Gesellschaft mit direktem Austausch könnte es jedoch kein fortgeschrittenes Produktionssystem und keine Kapitalakkumulation in höheren Produktionsstufen geben - ja überhaupt keine Produktion jenseits der primitivsten Stufe. [Das Problem der fehlenden „Koinzidenz der Bedürfnisse“ gilt selbst für den einfachen, direkten Austausch von Konsumgütern, zusätzlich zu dem unlösbaren Problem der Produktion. Damit jemand die einfachste Ware verkaufen kann, muss er nicht nur jemanden finden, der sie kaufen will, sondern auch jemanden, der eine Ware zu verkaufen hat, die er erwerben will. Der Markt für jedermanns Waren ist daher äußerst begrenzt, der Umfang des Marktes für ein beliebiges Produkt ist sehr klein, und der Spielraum für Arbeitsteilung ist vernachlässigbar.
>Tauschwirtschaft.
Rothbard III 188
Indirekter Tausch: Die ungeheuren Schwierigkeiten des direkten Tausches können nur durch den indirekten Tausch überwunden werden, bei dem ein Individuum eine Ware im Tausch kauft, nicht als Konsumgut zur direkten Befriedigung seiner Bedürfnisse oder zur Produktion eines Konsumgutes, sondern einfach, um sie wieder gegen eine andere Ware einzutauschen, die es für den Konsum oder die Produktion erfordert.
Rothbard III 191
Geld/Tauschmittel: Eine Ware, die als Tauschmittel in allgemeinen Gebrauch kommt, wird als Geld definiert. Es ist offensichtlich, dass der Begriff „Tauschmittel“ ein präziser Begriff ist, und zwar ein indirekter Tausch.
Rothbard III 192
Der Punkt, an dem ein Tauschmittel in „gemeinsamen“ oder „allgemeinen“ Gebrauch kommt, ist nicht streng definierbar, und ob ein Mittel ein Geld ist oder nicht, kann nur durch historische Untersuchung und das Urteil des Historikers entschieden werden.
>Geld/Rothbard.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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