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Dienstleistung: In der Wirtschaft ist eine Dienstleistung ein immaterielles Produkt, das ein Bedürfnis oder einen Wunsch befriedigt, z. B. Gesundheitsversorgung, Bildung oder Unterhaltung. Im Gegensatz zu Waren werden Dienstleistungen nicht physisch konsumiert, sondern durch menschliche oder technologische Anstrengungen erbracht. Sie sind in modernen Volkswirtschaften unverzichtbar und tragen zum BIP, zur Beschäftigung und zum allgemeinen Wirtschaftswachstum bei.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Dienstleistung – Lexikon der Argumente

Rothbard III 200
Dienstleistung/freier Markt/Rothbard: So wie die Verbraucher im Allgemeinen keine kurzlebigen, nicht dauerhaften Güter mieten können, so können die Produzenten auch keine Kapitalgüter mieten, die als „Rohmaterial“ oder „Inventar“ bezeichnet werden und die im Produktionsprozess schnell verbraucht werden. Auf einem freien Markt können sie Arbeitsleistungen nicht direkt kaufen, (...). Da der persönliche Wille des Menschen unveräußerlich ist, kann er in einer freiwilligen Gesellschaft nicht gezwungen werden, gegen seinen gegenwärtigen Willen für einen anderen zu arbeiten, und daher können keine Verträge über den Kauf seines zukünftigen Willens geschlossen werden. Arbeitsleistungen können daher nur „gemietet“ werden, auf einer „Pay-as-you-go“-Basis.
>Freier Markt/Rothbard
, >Geld/Rothbard; zur Unveräußerlichkeit siehe >Güter/Rothbard, >Unveräußerliches Gut.
Rothbard III 406
Dienstleistung/Rothbard: Arbeitsdienstleistungen sind wahrscheinlich auch unelastisch in Bezug auf den Zinsabschlag, aber wahrscheinlich weniger als Land, da Arbeit eine Reservierungsnachfrage hat, einen subjektiven Nutzwert, sogar auf dem Gesamtarbeitsmarkt. Diese besondere Reservierungsnachfrage ergibt sich aus dem Wert der Freizeit als Konsumgut. Höhere Preise für Arbeitsleistungen veranlassen mehr Arbeitseinheiten dazu, auf den Markt zu gehen, während niedrigere Preise die relativen Vorteile der Freizeit erhöhen. Aber auch hier ist der Unterschied, den relativ große Änderungen des Zinssatzes bewirken, nicht sehr groß, so dass die Gesamtkurve des Arbeitsangebots (oder vielmehr Kurven, eine für jeden homogenen Faktor Arbeit) tendenziell unelastisch in Bezug auf den Zinssatz ist.
>Elastizität, >Produktionsfaktoren/Rothbard, >Zinssätze/Rothbard.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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> Gegenargumente zu Dienstleistung

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