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Indifferenzkurve: Eine Indifferenzkurve in den Wirtschaftswissenschaften ist ein Diagramm, das verschiedene Kombinationen von zwei Gütern zeigt, die einem Verbraucher die gleiche Zufriedenheit oder den gleichen Nutzen bieten. Die Kurve veranschaulicht die Verbraucherpräferenzen, wobei jeder Punkt auf der Kurve einen Kompromiss zwischen den Gütern darstellt. Indifferenzkurven helfen bei der Analyse von Verbraucherverhalten und -entscheidungen im Hinblick auf Substitution und Nutzenmaximierung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Indifferenzkurve – Lexikon der Argumente

Rothbard III 306
Indifferenzkurve/Rothbard: Die Tendenz, Probleme des menschlichen Handelns in Begriffen der Nutzensgleichheit und der unendlich kleinen Schritte zu behandeln, zeigt sich auch in neueren Schriften über „Indifferenzkarten“. ((s) Rothbard schrieb im Jahr 1962). Fast das gesamte Gebäude der zeitgenössischen mathematischen Ökonomie in der Konsumtheorie wurde auf der „Indifferenz“-Annahme aufgebaut. Ihre Grundlage ist die Behandlung großer Klassen von Zweierkombinationen von Gütern, zwischen denen das Individuum in seinen Bewertungen indifferent ist.
in seinen Bewertungen indifferent ist. Außerdem sind die Unterschiede zwischen ihnen unendlich klein, so dass glatte Linien und Tangenten gezogen werden können.
VsINdifferenzkurve: Der entscheidende Trugschluss besteht darin, dass „Gleichgültigkeit“ keine Grundlage für Handeln sein kann. (RothbardVsIndifferenzkurve).
>Handeln/Rothbard
.
Wäre ein Mensch wirklich indifferent zwischen zwei Alternativen, könnte er keine Wahl zwischen ihnen treffen, und daher könnte sich die Wahl nicht im Handeln zeigen. Wir sind daran interessiert, das menschliche Handeln zu analysieren. Jede Handlung zeigt eine Entscheidung, die auf einer Präferenz beruht: die Bevorzugung einer Alternative gegenüber anderen. Das Konzept der Gleichgültigkeit spielt daher weder in der Ökonomie noch in einer anderen praxeologischen Wissenschaft eine Rolle. Wenn es für einen Menschen gleichgültig ist, ob er z.B. 5,1 oder 5,2 Unzen Butter verwendet, weil die Einheit für ihn zu klein ist, um sie zu berücksichtigen, dann gibt es für ihn keinen Anlass, nach dieser Alternative zu handeln. Er wird Butter in Unzeneinheiten verwenden, anstelle von Zehntel-Unzen. Aus demselben Grund gibt es im menschlichen Handeln auch keine unendlich kleinen Schritte. Schritte sind nur solche, die für den Menschen von Bedeutung sind; daher werden sie immer endlich und diskret sein.
>Grenznutzen/Rothbard, >Nutzen/Rothbard, >Wert/Rothbard, >Praxeologie/Rothbard.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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