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Kapitalstruktur: In den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich die Kapitalstruktur auf die Mischung aus Schulden, Eigenkapital und anderen Finanzierungsquellen, die ein Unternehmen zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit und seines Wachstums nutzt. Sie beeinflusst die finanzielle Stabilität, die Kapitalkosten und das Risikoprofil eines Unternehmens und schafft ein Gleichgewicht zwischen den Renditen für die Investoren und der Fähigkeit, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Kapitalstruktur – Lexikon der Argumente

Rothbard III 401
Kapitalstruktur/Rothbard: (...) Es gibt keinen großen Unterschied zwischen langlebigem und weniger langlebigem Kapital. Beide werden im Laufe des Produktionsprozesses verbraucht, und beide müssen aus dem Bruttoeinkommen und den Bruttoersparnissen der Kapitalisten der unteren Ordnung bezahlt werden.
>Produktionsstruktur/Rothbard
.
Bei der Bewertung der Zahlungsströme der Produktionsstruktur ist es daher unzulässig, den Verbrauch von nicht dauerhaften Kapitalgütern Kapitalgütern aus dem Investitionsbild herauszulassen. Es ist völlig unlogisch, die langlebigen Güter herauszunehmen, die selbst nur eine diskontierte Verkörperung ihrer nicht-haltbaren Dienstleistungen sind und sich daher nicht von den nicht-haltbaren Gütern unterscheiden.
>Dauerhafte Güter/Rothbard, >Dienstleistung/Rothbard, >Produktion/Rothbard, >Kapital/Rothbard.
Die Vorstellung, dass die Kapitalstruktur ohne Ersparnis gleichsam automatisch intakt bleibt, wird durch die Verwendung des „Netto“-Ansatzes gefördert. Wenn sogar eine Ersparnis von Null ausreicht, um das Kapital zu erhalten, dann scheint es, als ob der Gesamtwert des Kapitals eine permanente Einheit ist, die nicht verringert werden kann.
Rothbard III 402
Diese Vorstellung von der Permanenz des Kapitals hat die Wirtschaftstheorie durchdrungen, insbesondere durch die Schriften von J.B. Clark und Frank H. Knight, und hat durch den Einfluss des letzteren die aktuelle „neoklassische“ Wirtschaftstheorie in Amerika geprägt. Um diese Doktrin aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, die Stufenanalyse der Produktion und sogar den Einfluss der Zeit in der Produktion selbst zu leugnen.(1)
>Zinsen/Rothbard, >Produktionsfaktoren/Rothbard.
Produktion/Zeit/Rothbard: Der alles durchdringende Einfluss der Zeit wird im Konzept der Produktionsperiode und bei der Bestimmung des Zinssatzes und des Investitions-Konsum-Verhältnisses durch individuelle Zeitpräferenzpläne betont.
Frank H. Knight/RothbardVsKnight: Die Knight-Doktrin leugnet jede Rolle der Zeit in der Produktion und behauptet, dass die Produktion „jetzt“ (in einer modernen, komplexen Wirtschaft) zeitlos ist und dass die Zeitpräferenz keinen Einfluss auf den Zinssatz hat. Diese Doktrin ist treffend als „Mythologie des Kapitals“ bezeichnet worden.
>Zeitpräferenz.
RothbardVsKnight: Neben anderen Irrtümern führt sie zu dem Glauben, dass es kein wirtschaftliches Problem gibt, das mit dem Ersatz und der Erhaltung von Kapital verbunden ist.(2,3)
Rothbard III 407
Jeder Kapitalist verlangt auf jeder Stufe (...) Waren, die weiter in der Zukunft liegen als das Produkt, das er liefert, und er liefert gegenwärtige Waren für die Dauer der Produktionsstufe, bis dieses Produkt gebildet ist. Er ist also ein Nettolieferant von gegenwärtigen Gütern und ein Nettonachfrager von zukünftigen Gütern.

1. Wenn man dem mythischen Wesen, dem Gesamtwert des Kapitals, Dauerhaftigkeit zuschreibt, wird es neben der Arbeit zu einem eigenständigen Produktionsfaktor und bringt Zinsen ein.
2. Der Irrtum der „Netto“-Betrachtung des Kapitals ist mindestens so alt wie Adam Smith und setzt sich bis in die Gegenwart fort. Siehe Hayek, Preise und Produktion, S. 37-49. Dieses Buch ist ein hervorragender Beitrag zur Analyse der Produktionsstruktur, der Bruttosparen und des Konsums und in Anwendung auf den Konjunkturzyklus, basierend auf den Produktions- und Konjunkturtheorien von Böhm-Bawerk bzw. Mises. Siehe auch Hayek, „The Mythology of Capital“ in W. Fellner und B.F. Haley, Hrsg., Readings in the Theory of Income Distribution (Philadelphia: Blakiston, 1946), S. 355-83; idem, Profits, Interest, and Investment, passim.
3. Für eine Kritik an den analogen Ansichten von J.B. Clark siehe Frank A. Fetter, „Recent Discussions of the Capital Concept“, Quarterly Journal of Economics, November 1900, S. 1-14. Fetter kritisiert kurz und bündig Clarks Versäumnis, die Zinsen auf Konsumgüter zu erklären, seine Annahme eines permanenten Kapitalfonds und seine Annahme der „Synchronisation“ in der Produktion.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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