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Wirtschaftliche Kalkulation: Ökonomische Kalkulation ist der Prozess der effizienten Ressourcenzuteilung durch den Vergleich von Kosten und Nutzen, häufig unter Verwendung von Geldpreisen. Es hilft dabei, die effektivste Nutzung knapper Ressourcen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zu bestimmen. Dieses Konzept ist von zentraler Bedeutung für die Entscheidungsfindung in Marktwirtschaften und für die Kritik an zentraler Planung, wobei die Rolle von Preissignalen bei der Koordinierung der Wirtschaftstätigkeit betont wird. Siehe auch Planung, Wirtschaft, Kostenrechnung, Preis, Nutzen, Kosten.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Kalkulation – Lexikon der Argumente

Rothbard III 609
Wirtschaftliche Kalkulation/Rothbard:
Vertikale Integration: Vertikale Integration liegt vor, wenn ein Unternehmen nicht nur auf einer Produktionsstufe, sondern auf zwei oder mehr Stufen produziert. Zum Beispiel wird ein Unternehmen so groß, dass es Arbeit, Land und Kapitalgüter fünfter Ordnung kauft, dann an diesen Kapitalgütern arbeitet und andere Kapitalgüter vierter Ordnung produziert.(1)
Rothbard III 612
Externer Markt: Wenn es keinen Markt für ein Produkt gäbe und alle seine Tauschvorgänge intern wären, gäbe es keine Möglichkeit für ein Unternehmen oder für irgendjemand anderen, einen Preis für das Gut zu bestimmen. Ein Unternehmen kann einen impliziten Preis schätzen, wenn es einen externen Markt gibt; wenn es aber keinen Markt gibt, kann das Gut keinen Preis haben, weder implizit noch explizit. Jede Zahl könnte nur ein willkürliches Symbol sein. Da das Unternehmen nicht in der Lage ist, einen Preis zu berechnen, kann es keine rationale Allokation von Faktoren und Ressourcen von einer Stufe zur anderen vornehmen.
(...) Eine vollständige vertikale Integration für ein Kapitalgüterprodukt kann auf dem freien Markt (oberhalb der primitiven Stufe) niemals erreicht werden. Für jedes Kapitalgut muss es einen bestimmten Markt geben, auf dem die Unternehmen dieses Gut kaufen und verkaufen.
>Coase-Theorem
, >Kartelle.
Rothbard III 613
Ökonomisches Kalkül wird immer wichtiger, wenn sich die Marktwirtschaft entwickelt und fortschreitet, wenn die Stufen und die Komplexität von Art und Vielfalt der Kapitalgüter zunehmen. Immer wichtiger für die Aufrechterhaltung einer fortgeschrittenen Wirtschaft ist daher die Erhaltung von Märkten für alle Kapital- und anderen Produktionsgüter.
Der Sozialismus: Unsere Analyse dient dazu, die berühmte Diskussion über die Möglichkeit wirtschaftlicher Kalkulation im Sozialismus zu erweitern, die von Professor Ludwig von Mises (...) angestoßen wurde.(2) Mises, (...) hat unwiderlegbar nachgewiesen, dass ein sozialistisches Wirtschaftssystem nicht kalkulieren kann, da ihm ein Markt und damit Preise für Produzenten- und insbesondere für Kapitalgüter fehlen. Nun sehen wir, dass der Grund, warum eine sozialistische Wirtschaft nicht kalkulieren kann, paradoxerweise gerade nicht darin liegt, dass sie sozialistisch ist! Der Sozialismus ist das System, in dem der Staat gewaltsam die Kontrolle über alle Produktionsmittel der Wirtschaft an sich reißt. Der Grund für die Unmöglichkeit des Rechnens im Sozialismus liegt darin, dass ein Akteur alle Ressourcen in der Wirtschaft besitzt oder deren Verwendung bestimmt. Es sollte klar sein, dass es keinen Unterschied macht, ob dieser eine Akteur der Staat oder eine Privatperson oder ein privates Kartell ist. In jedem Fall gibt es nirgendwo in der Produktionsstruktur die Möglichkeit der Berechnung, da die Produktionsprozesse nur intern und ohne Märkte ablaufen würden.
>Sozialismus.

1. Vertikale Integration, so könnte man anmerken, neigt dazu, die Nachfrage nach Geld zu verringern (auf verschiedenen Stufen „umzuschlagen“) und dadurch die Kaufkraft der Geldeinheit zu senken. Zu den Auswirkungen der vertikalen Integration auf die Analyse der Investitionen und der Produktionsstruktur siehe Hayek, Preise und Produktion, S. 62-68.
2. Siehe die klassische Darstellung der Position in Ludwig von Mises, „Economic Calculation in the Socialist Commonwealth“, abgedruckt in F.A. Hayek, Hrsg., Collectivist Economic Planning (London: George Routledge & Sons, 193 5), S. 8 7-130. Siehe in dem Hayek-Band auch die anderen Aufsätze von Hayek, Pierson und Halm. Mises führte seine Argumentation in Socialism (2. Aufl.; New Haven: Yale University Press, 1951), S. 135-63, fort und widerlegt neuere Kritiken in Human Action, New Haven, Conn.: Yale University Press, 1949. Nachdruck Ludwig von Mises Institut, 1998. S. 694-711. Abgesehen von diesen Werken ist das beste Buch zum Thema wirtschaftliches Kalkül im Sozialismus Trygve J.B. Hoff, Economic Calculation in the socialist Society (London: William Hodge, 1949). Siehe auch F.A. Hayek, „Socialist Calculation III, the Competitive ‚Solution‘“ in Individualism and the Economic Order, S. 181-208, und Henry Hazlitts bemerkenswerter Essay in fiktionaler Form, The Great Idea (New York: Appleton-Century-Crofts, 1951).

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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