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Körperschaften: Körperschaften sind juristische Personen, die unabhängig von ihren Mitgliedern rechtlich handeln können. Sie können Eigentum besitzen, Verträge abschließen und Verbindlichkeiten eingehen. Beispiele sind Unternehmen, Vereine oder Gemeinden. Mitglieder haften in der Regel nur begrenzt. Körperschaften dienen verschiedenen Zwecken, wie wirtschaftlichen Aktivitäten, gemeinnütziger Arbeit oder der öffentlichen Verwaltung. Siehe auch Unternehmen, Wirtschaft.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Körperschaften – Lexikon der Argumente

Rothbard III 642
Körperschaften/Kapitalgesellschaften/Rothbard: Was geschieht, wenn eine Personen- oder Kapitalgesellschaft gegründet wird? Einzelpersonen vereinbaren, ihr Vermögen in einer zentralen Verwaltung zusammenzulegen, wobei diese zentrale Leitung die Richtlinien für die Eigentümer festlegt und die Geldgewinne unter ihnen aufteilt. In beiden Fällen erfolgen die Zusammenlegung, die Zuständigkeiten und die Aufteilung des Geldgewinns nach Regeln, auf die sich alle von Anfang an geeinigt haben. Es gibt daher keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem Kartell und einer gewöhnlichen Kapital- oder Personengesellschaft. Man könnte einwenden, dass eine gewöhnliche Kapital- oder Personengesellschaft nur ein einziges Unternehmen umfasst, während ein Kartell einen ganzen „Wirtschaftszweig“ (d.h. alle Unternehmen, die ein bestimmtes Produkt herstellen) einschließt. Eine solche Unterscheidung ist jedoch nicht unbedingt zutreffend. Verschiedene Unternehmen können sich weigern, einem Kartell beizutreten, während andererseits ein einziges Unternehmen durchaus ein „Monopolist“ für den Verkauf seines speziellen, einzigartigen Produkts sein kann und daher auch einen ganzen „Wirtschaftszweig“ umfassen kann.
Der Unterschied zwischen einer kooperativen Personen- oder Kapitalgesellschaft - die im Allgemeinen nicht als verwerflich angesehen wird - und einem Kartell wird noch deutlicher, wenn wir den Fall einer Fusion verschiedener Unternehmen betrachten. Fusionen wurden als „monopolistisch“ angeprangert, aber nicht annähernd so vehement wie Kartelle.
>Fusionen/Rothbard
, >Kartelle/Rothbard, >Kartelle/Mises, >Monopole/Rothbard.
Rothbard III 644
Fusion/Kartell/Rothbard: Eine branchenweite Fusion ist in der Tat ein dauerhaftes Kartell, eine dauerhafte Kombination und Fusion. Auf der anderen Seite ist ein Kartell, das durch eine freiwillige Vereinbarung die getrennte Identität jedes Unternehmens aufrechterhält, von Natur aus eine höchst vorübergehende und flüchtige Vereinbarung und neigt im Allgemeinen dazu, auf dem Markt zu zerfallen. In vielen Fällen ist ein Kartell lediglich ein erster Schritt auf dem Weg zu einem dauerhaften Zusammenschluss. Und wie wir gesehen haben, unterscheiden sich eine Fusion und die ursprüngliche Gründung eines Unternehmens nicht wesentlich. Bei der ersten handelt es sich um eine Anpassung der Größe und Anzahl der Unternehmen einer Branche an neue Bedingungen oder um die Korrektur eines früheren Prognosefehlers. Letztere ist ein neuer Versuch, sich an die gegenwärtigen und zukünftigen Marktbedingungen anzupassen.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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