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| Fusionen: Unter Fusionen versteht man in der Wirtschaft den Zusammenschluss von zwei oder mehr Unternehmen zu einer einzigen Einheit, um Synergien zu erzielen, den Wettbewerb zu verringern oder den Marktanteil zu vergrößern. Sie können horizontal (gleiche Branche), vertikal (verschiedene Stufen der Lieferkette) oder konglomerat (nicht miteinander verbundene Unternehmen) sein. Fusionen zielen darauf ab, die Effizienz, die Rentabilität oder die strategischen Vorteile auf dem Markt zu erhöhen. Siehe auch Monopole, Oligopole, Wettbewerb, Effizienz, Rentabilität._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Fusionen – Lexikon der Argumente
Rothbard III 643 Fusionen/Rothbard: Fusionen sind als „monopolistisch“ angeprangert worden, aber nicht annähernd so vehement wie Kartelle. Fusionen sind als „monopolistisch“ angeprangert worden, aber nicht annähernd so vehement wie Kartelle. Die fusionierenden Unternehmen legen ihr Kapitalvermögen zusammen, und die Eigentümer der einzelnen Unternehmen werden nun zu Miteigentümern des fusionierten Unternehmens. Sie einigen sich auf Regeln für das Umtauschverhältnis der Aktien der verschiedenen Unternehmen. Wenn die fusionierenden Unternehmen den gesamten Wirtschaftszweig umfassen, ist eine Fusion einfach eine dauerhafte Form eines Kartells. >Kartelle/Rothbard, >Monopole. Der einzige Unterschied zwischen einer Fusion und der ursprünglichen Gründung einer einzigen Gesellschaft besteht jedoch eindeutig darin, dass bei der Fusion das vorhandene Kapitalvermögen zusammengelegt wird, während bei der ursprünglichen Gründung einer Gesellschaft das Geldvermögen zusammengelegt wird. Es ist klar, dass es wirtschaftlich kaum einen Unterschied zwischen den beiden gibt. Eine Fusion ist die Aktion von Individuen mit einer bestimmten Menge an bereits produzierten Kapitalgütern, die sich durch kooperative Zusammenlegung von Vermögenswerten an ihre gegenwärtigen und erwarteten zukünftigen Bedingungen anpassen. Die Gründung eines neuen Unternehmens ist eine Anpassung an die erwarteten zukünftigen Bedingungen (bevor irgendeine spezifische Investition in Kapitalgüter getätigt wurde) durch kooperative Zusammenlegung von Vermögenswerten. Die wesentliche Ähnlichkeit liegt in der freiwilligen Zusammenlegung von Vermögenswerten in einer stärker zentralisierten Organisation zum Zwecke der Erhöhung des Geldeinkommens. Die Theoretiker, die Kartelle und Monopole angreifen, erkennen die Identität der beiden Handlungen nicht an. >Körperschaften/Rothbard. Rothbard III 644 Fusion/Kartell/Rothbard: Eine branchenweite Fusion ist in der Tat ein dauerhaftes Kartell, eine dauerhafte Kombination und Fusion. Auf der anderen Seite ist ein Kartell, das durch eine freiwillige Vereinbarung die getrennte Identität jedes Unternehmens aufrechterhält, von Natur aus eine höchst vorübergehende und flüchtige Vereinbarung und neigt (…) im Allgemeinen dazu, auf dem Markt zu zerfallen. In vielen Fällen ist ein Kartell lediglich ein erster Schritt auf dem Weg zu einem dauerhaften Zusammenschluss. Und wie wir gesehen haben, unterscheiden sich eine Fusion und die ursprüngliche Gründung eines Unternehmens nicht wesentlich. Bei der ersten handelt es sich um eine Anpassung der Größe und Anzahl der Unternehmen einer Branche an neue Bedingungen oder um die Korrektur eines früheren Prognosefehlers. Letztere ist ein neuer Versuch, sich an die gegenwärtigen und zukünftigen Marktbedingungen anzupassen._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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