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Monetarisierung von Schulden: Eine Monetarisierung von Schulden liegt vor, wenn eine Zentralbank Staatsschulden, wie z. B. Anleihen, kauft, um öffentliche Ausgaben zu finanzieren. Dies erhöht die Geldmenge und ermöglicht es der Regierung, Defizite zu finanzieren, ohne die Steuern zu erhöhen oder Kredite auf den privaten Märkten aufzunehmen. Während dies das Wirtschaftswachstum fördern kann, birgt eine übermäßige Monetarisierung das Risiko einer Inflation oder eines Verlusts der Glaubwürdigkeit der Geldpolitik. Siehe auch Kredit, Geldmenge, Zentralbanken, Staatsverschuldung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Murray N. Rothbard über Monetarisierung von Schulden – Lexikon der Argumente

Rothbard III 807
Monetarisierung von Schulden/Rothbard:
[Szenario A] Die „Lagerscheine“ ((s) Anführungszeichen hinzugefügt) funktionieren und tauschen als Geldersatz und ersetzen das in der Bank gelagerte Gold, anstatt es zu ergänzen. Alle Lagerscheine sind Geldzertifikate, eine 100-prozentige Reserve wurde aufrechterhalten, und es hat kein Eingriff in den freien Markt stattgefunden. Die Lagerscheine können die Form von gedruckten Scheinen (Banknoten) oder von Buchguthaben (Sichteinlagen) haben, die durch einen schriftlichen Auftrag oder „Scheck“ übertragbar sind. Beide sind wirtschaftlich identisch.
>Geld-Substitute/Rothbard
, >Banken/Rothbard.
[Szenario B] (...) nehmen wir an, dass die Strafverfolgung lax ist und die Bank sieht, dass sie leicht Geld verdienen kann, indem sie Betrug begeht, d. h. indem sie einen Teil des Goldes der Einleger an Leute verleiht (oder besser gesagt, Pseudo-Lagerscheine für nicht existierendes Gold ausstellt und diese verleiht), die es ausleihen wollen.(1)
Rothbard III 808
Die Lagerscheine funktionieren immer noch als Geldersatz auf dem Markt. Und wir sehen, dass neues Geld von der Bank wie von Geisterhand aus dem Nichts erschaffen worden ist. Dieser Prozess der Geldschöpfung wird auch als „Monetarisierung von Schulden“ bezeichnet, ein treffender Begriff, da er den einzigen Fall beschreibt, in dem eine Verbindlichkeit in Geld - das höchste Gut - umgewandelt werden kann. Es liegt auf der Hand, dass die Bank umso mehr Gewinn macht, je mehr Geld sie erschafft, denn jedes Einkommen, das mit neu geschaffenem Geld erzielt wird, ist ein reiner, ungetrübter Gewinn. Der Bank ist es gelungen, die Bedingungen des freien Marktsystems zu ändern, in dem Geld nur durch Kauf, Schürfen oder Schenken erworben werden kann. Bei jedem dieser Wege war eine produktive Leistung (...) notwendig, um Geld zu erhalten. Die inflationäre Intervention der Banken hat einen weiteren Weg zu Geld geschaffen: die Schöpfung von neuem Geld aus dem Nichts, indem sie Quittungen für nicht existierendes Gold ausstellen.(2),(3).
>Mindestreserve/Mises, >Geldmarkt/Rothbard, >Banken/Rothbard.

1. Man könnte fragen, warum die Eigentümer der Bank nicht wirklich die Beute ernten und das Geld an sich selbst verleihen. Die Antwort ist, dass sie dies einst ausgiebig taten, wie die Geschichte des frühen amerikanischen Bankwesens zeigt. Gesetzliche Vorschriften zwangen die Banken, diese Praxis aufzugeben.
2. Diese Diskussion soll nicht bedeuten, dass Banker, insbesondere in der heutigen Zeit, immer wissentlich betrügerische Praktiken anwenden. Diese Praktiken sind in der Tat so fest verankert, und zwar immer mit der Sanktionierung durch das Gesetz sowie durch ausgeklügelte, aber falsche ökonomische Lehren, dass es zweifellos ein seltener Banker ist, der sein berufliches Standardverfahren als betrügerisch betrachtet.
3. Eine brillante Erörterung des Mindestreserve-Bankgeschäfts findet sich in Amasa Walker, The Science of Wealth (3. Aufl.; Boston: Little, Brown & Co., 1867), S. 138-68, 184-232.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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