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| Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt. _____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Geoffrey C. Harcourt über Terminologien – Lexikon der Argumente
Harcourt I 8 Terminologie/Harcourt: Def „Double-switching“ ist die Möglichkeit, dass ein und dieselbe Technik bei zwei oder mehr voneinander getrennten Werten der Gewinnrate die rentabelste aller möglichen Techniken ist, obwohl andere Techniken bei dazwischen liegenden Gewinnraten am rentabelsten waren. Def „Kapitalumkehr“ ist die Möglichkeit einer positiven Beziehung zwischen dem Wert des Kapitals und der Profitrate. Es wird argumentiert (...), dass die Kapitalumkehr ebenso wie das Double-Switching selbst die Grundlagen aller Versionen der neoklassischen Verteilungstheorie angreift, sei es in einer aggregierten Produktionsform oder im Sinne eines Angebots- und Nachfrageansatzes auf Makro- oder Mikroebene. Harcourt I 66 Terminologie/Harcourt: (...) [wir unterscheiden] zwischen der Welt des formbaren Kapitals, in der der technische Fortschritt „entkörperlicht“ ist ((s) z.B. Wissen), und der Welt der Maschinen, Waren oder Güter, in der er verkörpert ist (...). >Ökonomische Modelle, >Technischer Fortschritt. Harcourt I 72 Def Rein kapitalerhöhender technischer Fortschritt: bedeutet, dass nur die Kapitalproduktivität im Lauf der Zeit zunimmt; Harcourt I 73 Def rein arbeitsfördernd: bedeutet genau das Gegenteil - dass die Arbeit allein behandelt wird. Def Hicks neutral: bedeutet, dass die Faktorproduktivitäten mit der gleichen Rate wachsen, so dass die Grenzraten der Substitution bei gegebenen Faktorverhältnissen unverändert bleiben. (Im Falle des „Quickening“, bei dem jeweils nur ein Verhältnis der Faktoren relevant ist, bedeutet Hicks-neutraler technischer Fortschritt jedoch, dass das Verhältnis gleich bleibt, weil die absoluten Beträge der Faktorinputs pro Produktionseinheit in gleichem Maße sinken). Harcourt I 128 Terminologie/Harcourt: Def Ruth Cohen curiosum: Damit ist die Möglichkeit gemeint, dass die Produzenten bei einer Änderung des Zinssatzes den Produktionsprozess von a auf ft umstellen, aber bei einer weiteren Änderung in dieselbe Richtung wieder zu a zurückkehren. >Reswitching, >Kapitalumkehrung. Harcourt I 129 Dies hätte leider zur Folge, dass man nicht mehr sagen könnte, dass die Senkung des Zinssatzes einen Prozess der „Vertiefung“ nach sich zieht und jeder Prozess kapitalintensiver ist als seine Vorgänger. Harcourt I 130 Dieses Kuriosum wird auch von Piero Sraffa in Kapitel 12 seines Buches(1) erörtert. Er zeigt, dass die Produzenten von einer Tätigkeit zur anderen wechseln können, wenn sich der Zinssatz ändert, aber zur ersten Tätigkeit zurückkehren, wenn sich der Zinssatz weiter in dieselbe Richtung ändert. Dieses Phänomen lässt sich in der Tat bei der Produktion eines einzelnen Gutes beobachtet werden. Aber (...) bei der gesamten Produktionsbasis ist es unmöglich. 1. Sraffa, P. (1960) Production of Commodities by Means of Commodities. Prelude to a Critique of Economic Theory (Cambridge: Cambridge University Press)._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Harcourt I Geoffrey C. Harcourt Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972 |
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