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| Erwartungen: Erwartungen sind kognitive Vorwegnahmen zukünftiger Ereignisse oder Ergebnisse, die die Wahrnehmung und das Verhalten beeinflussen. Sie prägen individuelle Erfahrungen, indem sie die Aufmerksamkeit, die Interpretation und die emotionalen Reaktionen steuern. Erwartungen können durch frühere Erfahrungen, soziale Einflüsse und kognitive Prozesse geformt werden und sich auf die Entscheidungsfindung und das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Siehe auch Erfahrung, Wahrnehmung, Verhalten, Entscheidungen._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Geoffrey C. Harcourt über Erwartung (Wirtschaft) – Lexikon der Argumente
Harcourt I 57 Erwartungen/Produktion/Harcourt: (...) wir betrachten perfekte Wettbewerber, die Preise annehmen. Im langfristigen Wettbewerbsgleichgewicht, in dem es keine Unsicherheit und kein Risiko gibt und die Erwartungen erfüllt werden, hat die gewählte Technik einen (maximalen) Gegenwartswert von Null. >Ökonmische Modelle, >Idealisierung. (Die Werte aller anderen Techniken sind negativ.) In einer Ungleichgewichtssituation, bei Eintritt von Risiko und Unsicherheit oder in einer unvollkommenen Wettbewerbssituation kann der maximale erwartete Gegenwartswert der tatsächlich gewählten Technik jedoch durchaus positiv sein. Wenn man davon ausgeht, dass Risiko und Ungewissheit auf sehr einfache Weise berücksichtigt werden, übersteigt in diesen Situationen die als Abzinsungsfaktor verwendete Gewinnrate ebenfalls den Zinssatz. Harcourt I 58 Sobald wir von den einfachen Annahmen abweichen, dass alle Maschinen die gleiche Lebensdauer haben und dass Löhne und Preise während dieser Lebensdauer konstant bleiben - und zwar auf dem gegenwärtigen Niveau -, d.h. statische Erwartungen, sind diese einfachen Ergebnisse nicht mehr gültig. Wir können dies anhand des folgenden Modells veranschaulichen (siehe Harcourt [1968a(1), 1968b(2)]). Idealisierung: Nehmen wir an, dass die Unternehmer bei ihren Investitionsentscheidungen davon ausgehen, dass die Preise ihrer Produkte und die Lohnsätze ihrer Arbeitskräfte mit konstanten Raten steigen, die den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit entsprechen. Es wird erwartet, dass die Löhne schneller steigen als die Preise, weil man davon ausgeht, dass die Löhne den Anstieg der Preise und der Gesamtproduktivität widerspiegeln - die einfachste plausible Annahme über die Erwartungen, die wir machen können. Das heißt, die Unternehmer erwarten, dass die Reallöhne in Bezug auf ihr Produkt im Laufe der Zeit steigen werden. Ex-ante-Produktionsfunktion: Kombiniert man diese Erwartungen mit der Ex-ante-Produktionsfunktion l = f(i) und nimmt weiter an, dass die Unternehmer erwarten, ihre Maschinen so lange in Betrieb zu halten, wie sie positive Quasi-Renten „erwirtschaften“ (was leider nur für perfekte Konkurrenten gilt, siehe Nuti [1969](3), Robinson [1969c](4)), so ist die erwartete Lebensdauer jeder Maschine an dem Punkt gegeben, an dem ihre erwartete Quasi-Rente auf Null fällt, d.h. an dem der erwartete Produktpreis den erwarteten Lohnkosten pro Produktionseinheit entspricht. Außerdem besteht unter unseren Annahmen ein negativer Zusammenhang zwischen der Arbeitsintensität der Techniken und ihrer erwarteten Lebensdauer (...). Harcourt I 60 (...) es ist offensichtlich, dass nicht-statische Erwartungen zur Wahl der investitionsintensiveren Technik führen. Dies ist kaum überraschend, denn die Erwartung steigender Löhne über die Lebensdauer der Maschinen ist natürlich gleichbedeutend mit der Erwartung eines durchschnittlichen Lohnniveaus über die Lebensdauer der Maschinen, das höher ist als das derzeitige Niveau. >Technischer Fortschritt/Harcourt. 1. Harcourt, G. C. [1968a] 'Investment-Decision Criteria, Capital-Intensity and the Choice of Techniques', Czechoslovak Economic Papers, ix, pp. 65-91. 2. Harcourt, G. C. [1968b] 'Investment-Decision Criteria, Investment Incentives and the Choice of Technique', Economic Journal, LXXVIII, pp. 77-95. 3. Nuti, D. M. [1969] 'The Degree of Monopoly in the Kaldor-Mirrlees Growth Model', Review of Economic Studies, xxxvi, pp. 257-60 4. Robinson, Joan [1969c] 'A Further Note', Review of Economic Studies, xxxvi, pp. 260-2._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Harcourt I Geoffrey C. Harcourt Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972 |
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