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| Cambridge-Kapital-Kontroverse: Die Cambridge Capital Controversy war eine Debatte zwischen Ökonomen aus Cambridge (UK) (z. B. Joan Robinson, Piero Sraffa) und Cambridge (USA) (z. B. Paul Samuelson) in den 1950er und 1970er Jahren. Sie stellte das neoklassische Konzept des Gesamtkapitals in Frage, indem sie Themen wie Reswitching und Kapitalumkehr hervorhob und schließlich die Gültigkeit der Theorie der Grenzproduktivität bei der Bestimmung der Einkommensverteilung in Frage stellte. Siehe auch Kapitaltheorie, Kapitalstruktur, Grenzprodukt, Neo-Keynesianismus, Neo-Neoklassiker._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Geoffrey C. Harcourt über Kapitalkontroverse – Lexikon der Argumente
Harcourt I 119 Kapitalkontroverse/Cambridge Capital Controversy/Harcourt: (...) [die] Diskussionen, (...), beziehen sich technisch auf einfache (!) Fragen wie: 'Können sich Faktorpreisgrenzen mehr als einmal kreuzen?' und 'Wie ist die Form der Faktorpreisgrenze?' (...) >Faktorpreisgrenze, >Neoklassiker, >Neo-Keynesianismus, >Produktionsfunktion, >Aggregate production function, >R.M. Solow, >Joan Robinson. Harcourt: Die Kontroversen entstehen aufgrund politischer und ideologischer Differenzen zwischen den beiden Seiten, Differenzen, die scharf hervortreten, wenn die Implikationen der Ergebnisse bestimmter logischer Übungen deutlich werden. Neoklassiker/Keynesianer: Beide Seiten der Debatte haben sich mit heterogenen Kapital-Güter Modelle untersucht, in denen eine bestimmte Produktionstechnik keine Substitution zwischen den Faktoren zulässt, d. h. es herrschen feste Input-Output-Koeffizienten vor, und die Anteile der Faktoren können sich nur durch den Übergang zu einer anderen Technik infolge veränderter Faktorpreise ändern.* Die Gegenstände der Untersuchungen unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen. Harcourt I 120 Neo-Keynesianismus: Für die Neokeynesianer stellen sie einen Angriff auf die marginalistische Methode dar, einen Angriff, der, jedenfalls im Geiste, von Sraffa geführt wurde, der (...) sein Buch(1) mit dem Untertitel „Prelude to a Critique of Economic Theory“ versah, womit er die marginalistische Theorie meinte. >Marginalismus, >Piero Sraffa. Neo-Neoklassiker: Auf der anderen Seite ging es darum, die neoklassischen marginalistischen Verfahren zu rechtfertigen, ein Ziel, das nicht identisch ist mit einer rigorosen Verteidigung der Konzepte einer aggregierten Produktionsfunktion und des damit verbundenen „Kapitaleinsatzes“. Idealisierung/Vereinfachung/ökonomische Modelle: Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Geschichten, die mit glatten Ein-Waren- und formbaren Kapitalmodellen verbunden sind, als Analogien für Vergleiche mit diesen „realistischeren“ Modellen „einspringen“ können. Die aggregierte Produktionsfunktion muss sich nun auf die Beziehung zwischen dem Wertkapital und anderen Variablen innerhalb des gesamten Satzes von Techniken beziehen (obwohl Bruno, Burmeister und Sheshinski [1968](2) kürzlich argumentiert haben, dass der Begriff „Produktionsfunktion“ auf die technischen Aspekte der einzelnen Techniken beschränkt werden sollte, was mir im Nachhinein als Fauxpas erscheint). Wenn die neoklassischen Geschichten, wie sie z. B. von Swan [1956](5) und Solow [1957(4)] erzählt werden, tatsächlich für heterogene Kapitalgütermodelle gelten, wäre dies eine enorme Vereinfachung sowohl für die Wirtschaftstheorie als auch für die ökonometrische Spezifikation (siehe Brown [1968(6), 1969(7)]). An diese Frage richtet sich insbesondere die Double-Switching-Debatte. >Reswitching, >Ökonomische Modelle, >Idealisierung. 1. Sraffa, Piero[1960] Production of Commodities by Means of Commodities. Prelude to a Critique of Economic Theory (Cambridge: Cambridge University Press). 2. Bruno, M., Burmeister, E. and Sheshinski, E. [1966] 'Nature and Implications of the Reswitching of Techniques', Quarterly Journal of Economics, LXXX, S. 526-53. 3. Swan, T. W. [1956] 'Economic Growth and Capital Accumulation', Economic Record, xxxn, S. 334-61. 4. Solow, R. M. [1957] 'Technical Change and the Aggregate Production Function', Review of economics and Statistics, xxxix, S. 312-20. 5. Swan, T. W. [1956] 'Economic Growth and Capital Accumulation', Economic Record, xxxn, pp. 334-61. 6. Brown, Murray [1968] 'A Respecification of the Neoclassical Production Model in the Heterogeneous Capital Case', Discussion Paper No. 29, State University of New York at Buffalo. 7. Brown, Murray [1969] 'Substitution-Composition Effects, Capital Intensity Uniqueness and Growth', Economic Journal, LXXIX, S. 334-47._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Harcourt I Geoffrey C. Harcourt Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972 |
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