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Kollektive Entscheidungen: Die kollektive Wahl bezieht sich in den Wirtschaftswissenschaften auf Entscheidungsprozesse, bei denen Gruppen und nicht Einzelpersonen Entscheidungen treffen - in der Regel durch Abstimmungen oder politische Mechanismen. Es wird untersucht, wie Präferenzen aggregiert werden, um öffentliche Maßnahmen, Gesetze oder Ressourcenzuweisungen zu bestimmen, und ist ein zentraler Bestandteil der Public-Choice-Theorie. Siehe auch Gruppenverhalten, Abstimmungen, Public Choice, Rational Choice, Individualismus, Kommunitarismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

James M. Buchanan über Kollektive Entscheidungen – Lexikon der Argumente

Boudreaux I 34
Kollektive Entscheidungen/Buchanan/Boudreaux/Holcombe: Da nur Individuen Entscheidungen treffen, entstehen auch nur Individuen Kosten, und zwar nur denjenigen, die die Entscheidungen treffen, die die Kosten verursachen. Aber wie bereits erwähnt, kann selbst das Individuum, das Kosten verursacht, indem es sich für Option A und nicht für Option B entscheidet, nie mit Sicherheit wissen, ob es sich gelohnt hat, die Kosten zu tragen. Da Option B jedoch für immer verloren ist, kann diese Person nicht objektiv wissen, welchen Nutzen sie gehabt hätte, wenn sie stattdessen Option B gewählt hätte.
Gruppenverhalten: Von Gruppen kann man sagen, dass sie kollektive Entscheidungen treffen - zum Beispiel durch Abstimmungen. Aber die Gruppe als solche, die Gruppe als Einheit, trifft keine Entscheidungen, denn die Gruppe als solche - wir sagen es noch einmal - hat kein Gehirn. Die kollektive Entscheidung kommt dadurch zustande, dass jeder Einzelne in der Gruppe abstimmt und diese Stimmen dann durch eine Abstimmungsregel zu einem Ergebnis verarbeitet werden. Die kollektive Entscheidung wird durch die Aggregation der individuellen Entscheidungen bestimmt. Gruppen werden nicht aktiv. Nur Individuen tun dies - eine Tatsache, die sich nicht ändert, wenn sich Individuen zu einer Gruppe zusammenschließen.
>Entscheidungsprozesse/Buchanan
, >Kosten/Buchanan.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconBuchan I
James M. Buchanan
Politics as Public Choice Carmel, IN 2000

Boudreaux I
Donald J. Boudreaux
Randall G. Holcombe
The Essential James Buchanan Vancouver: The Fraser Institute 2021

Boudreaux II
Donald J. Boudreaux
The Essential Hayek Vancouver: Fraser Institute 2014

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