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Regeln, Philosophie: Beschränkungen eines Auswahlbereichs von Möglichkeiten für Subjekte, Gemeinschaften oder Funktionsträger bzw. allgemein für handelnde Individuen oder Gruppen. Regeln können implizit oder explizit sein und durch Verordnung oder durch gemeinsames Entwickeln gleichberechtigter Teilnehmer z.B. in einem Diskurs etabliert werden. In einem anderen Sinn können Regeln als tatsächliche Regelmäßigkeiten verstanden werden, die durch Beobachtung entdeckt werden können. Diese Regeln können nicht nur im Handeln sondern auch in der Beschaffenheit von Gegenständen wie sprachlichen Strukturen entdeckt werden. Siehe auch Normen, Werte, Regelfolgen, Privatsprache, Sprachregeln, Diskurs, Ethik, Moral, Kognitivismus, Intuitionismus, Gesellschaft, Praxis.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Adam Smith über Regeln – Lexikon der Argumente

Otteson I 26
Regeln/Adam Smith/Otteson: „Die Regeln der Gerechtigkeit können mit den Regeln der Grammatik verglichen werden; die Regeln der anderen Tugenden mit den Regeln, die die Kritiker aufstellen, um das Erhabene und Elegante in der Komposition zu erreichen. Die einen sind präzise, genau und unerlässlich. Die anderen sind locker, vage und unbestimmt und geben uns eher eine allgemeine Vorstellung von der Vollkommenheit, die wir anstreben sollten, als dass sie uns eine sichere und unfehlbare Anleitung zu ihrer Erlangung geben“ (TMS(1): 175-6).
Otteson: Wir können nun die einzelnen Elemente von Smiths Modell zum Verständnis der menschlichen sozialen Institution der Moral (...). Es hat sechs Elemente: motivierender Wunsch, Markt, Wettbewerb, entwickelte Regeln, daraus resultierende „spontane Ordnung“ und Objektivität.
Otteson: Hier ist, wie ich glaube, wie Smith diese sechs Elemente einsetzt und versteht.
1. Motivierender Wunsch: der „Wunsch nach gegenseitiger Sympathie der Gefühle“, den nach Smiths Ansicht alle Menschen von Natur aus haben.
2. Markt: Was ausgetauscht wird, sind unsere persönlichen Empfindungen und moralischen Urteile.
3. Wettbewerb: Da wir alle gegenseitige Sympathie der Gefühle wünschen, aber nicht alle mit den Gefühlen aller sympathisieren können, wird gegenseitige Sympathie zu einer begehrten knappen Ressource.
4. Es entwickelten sich Regeln: Normen für die moralische Beurteilung und Regeln, die bestimmen, was Smith „Anstand“ und „Verdienst“ nennt - oder was wir Tugend und Laster, gutes und schlechtes Verhalten usw. nennen könnten. Einige dieser Regeln sind relativ fest, wie die Regeln der Gerechtigkeit, während andere, wie die Wohltätigkeit, eher variabel sind.
5. Daraus resultierende „spontane“ Ordnung: gemeinsam geteilte Normen der Moral, des moralischen Urteils, der Umgangsformen und der Etikette.
6. Objektivität: das Urteil des unparteiischen Betrachters, das induktiv auf der Grundlage der gelebten Erfahrung der Menschen mit anderen konstruiert wird.

1. Smith, Adam (1982) [1759]. The Theory of Moral Sentiments. D. D. Raphael and A. L. Macfie, eds. Liberty Fund.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Otteson I
James R. Otteson
The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018

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