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Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Adam Smith über Verstehen – Lexikon der Argumente

Otteson I 15
Verstehen/Adam Smith/Otteson: Die Fehleinschätzung, mit der wir oft von tatsächlichen Zuschauern konfrontiert werden, kann (…) auch in die andere Richtung gehen. Während Menschen, die uns nicht kennen, oft nicht bereit sind, sich die Mühe zu machen, unsere Situation vollständig zu verstehen, sind unsere Familie und Freunde oft zu voreingenommen uns gegenüber.
Weil sie uns lieben oder mögen, sind sie vielleicht zu nachsichtig, wenn sie unser Verhalten beurteilen. In solchen Fällen ist ihr Feedback nicht das, was wir brauchen, denn es gibt uns keine guten Informationen darüber, wie Menschen außerhalb unseres engen Familien- und Freundeskreises uns beurteilen würden.
Auch hier kann die Frage, was ein vollständig informierter, aber unbeteiligter und unparteiischer Zuschauer von unserem Verhalten halten würde, dazu beitragen, die voreingenommenen und unvollständigen Informationen zu korrigieren, die wir von tatsächlichen Zuschauern erhalten.
So wird Smiths „Verfahren des unparteiischen Zuschauers“ zu dem Prozess, mit dem wir unser eigenes Verhalten genauer beurteilen können, und es dient als heuristisches Hilfsmittel, das wir immer dann einsetzen können, wenn wir etwas tun wollen und uns fragen, ob wir es tun sollten.
>Idealer Beobachter/Adam Smith
, >Intersubjektivität, >Objektivität.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Otteson I
James R. Otteson
The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018

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