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Gerechtigkeit: Gerechtigkeit kann als die faire und unparteiische Behandlung aller Menschen verstanden werden. Sie wird oft mit dem Gesetz in Verbindung gebracht. Einige Schlüsselelemente sind Fairness, Gleichheit, Verhältnismäßigkeit und Verantwortlichkeit. Siehe auch Recht, Rechte, Gleichheit, Unparteilichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Adam Smith über Gerechtigkeit – Lexikon der Argumente

Otteson I 20
Gerechtigkeit/Adam Smith/Otteson: In seiner Theorie der moralischen Gefühle von 1759(1) unterteilt Adam Smith moralische Tugenden in zwei große Kategorien: „Gerechtigkeit“ und ‚Wohltätigkeit‘. Smith beschreibt die „Gerechtigkeit“ als eine „negative“ Tugend, was bedeutet, dass wir, um sie zu erfüllen, lediglich davon absehen müssen, andere zu verletzen. Im Gegensatz dazu ist „Wohltätigkeit“ eine „positive“ Tugend, d. h., um sie zu erfüllen, müssen wir positive Maßnahmen ergreifen, um die Situation anderer zu verbessern.
Wohltätigkeit beinhaltet für Smith Dinge wie Nächstenliebe, Großzügigkeit und Freundschaft, Dinge, die bei den Nutznießern unserer Handlungen Dankbarkeit hervorrufen.
Gerechtigkeit hingegen verlangt, dass wir anderen nicht schaden oder sie verletzen; wenn wir gegen die Gerechtigkeit verstoßen, wecken wir bei denen, die wir verletzen, Ressentiments.
Smith argumentiert, dass es nur drei Regeln der Gerechtigkeit gibt:
(1) die Regel, „das Leben und die
Leben und die Person unseres Nächsten“;
(2) das Gebot, „das Eigentum und den Besitz [unseres Nächsten] zu schützen“; und
(3) die Regel, „das zu schützen, was man die persönlichen Rechte [unseres Nächsten] nennt, oder das, was ihm
was ihm aufgrund der Versprechen anderer zusteht“ (TMS(1): 84).
Smith argumentiert, dass wir, wenn wir andere nicht töten, versklaven oder belästigen, wenn wir das Eigentum anderer nicht bestehlen, unbefugt betreten oder beschädigen und wenn wir freiwillige Verträge oder Versprechen, die wir gemacht haben, nicht brechen, dann haben wir anderen gegenüber gerecht gehandelt. Der Gerechte ist also derjenige, der, was auch immer er sonst tut, anderen keinen Schaden zufügt (...).
Wie Smith es treffend formuliert: „Wir können oft alle Regeln der Gerechtigkeit erfüllen, indem wir stillsitzen und nichts tun“ (TMS(1): 82).
>Wohltätigkeit/Adam Smith
, >Moral/Adam Smith, >Gemeinschaft/Adam Smith.
Otteson I 21
Regeln: Smith nennt die Regeln der Gerechtigkeit „heilig“, was ein seltsam starkes Wort für eine Darstellung sein mag die behauptet, dass moralische Tugenden auf der Grundlage von Erfahrungen und Interaktionen zwischen Individuen entstehen. Warum nennt er die Gerechtigkeit „heilig“? Die Antwort ist, dass Smith glaubt, dass sich die Regeln der Gerechtigkeit als notwendig für das Bestehen jeder Gesellschaft erweisen.
Er nennt sie „das Fundament, das das Gebäude“, also die Gesellschaft, stützt, während er die Wohltätigkeit als „das Ornament, das die Gesellschaft verschönert“ bezeichnet (TMS(1): 86). Eine Gesellschaft, in der es Menschen gibt, die die Regeln der Gerechtigkeit perfekt erfüllen - die also anderen weder an ihrer Person noch an ihrem Eigentum noch an ihren Versprechungen Schaden zufügen -, die aber keine wohltätigen Handlungen aneinander vornehmen, ist vielleicht nicht die einladendste Gesellschaft, in der man leben kann. Aber sie kann überleben.
>Gerechtigkeit/SingerVsSmith.
Regierung/Lösung/Adam SmithVsSinger: (...) die Regierung mag die Aufgabe haben, Gerechtigkeit durchzusetzen, aber (...) das Handeln mit und die Durchsetzung von angemessener Wohltätigkeit muss Individuen und privaten Parteien überlassen werden.
>Wohltätigkeit/Adam Smith, >Gerechtigkeit/Adam Smith.

1. Smith, Adam (1982) [1759]. The Theory of Moral Sentiments. D. D. Raphael and A. L. Macfie, eds. Liberty Fund.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Otteson I
James R. Otteson
The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018

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