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Entwicklungsphasen: In der Psychologie sind die Entwicklungsstadien das Säuglingsalter (0-2 Jahre), die frühe Kindheit (2-6), die mittlere Kindheit (6-12) und die Adoleszenz (12-18). Die Theorie von Erik Erikson zählt 8 Stufen, z. B. Vertrauen vs. Misstrauen, Autonomie, Identität). Die Theorie von Jean Piaget umfasst 4 Stufen (sensomotorisch, präoperational, konkret und formal-operational), die die Entwicklung der Denkfähigkeiten in der Kindheit beschreiben. Siehe auch Entwicklungspsychologie, J. Piaget, E. Erikson.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Adam Smith über Entwicklungsphasen – Lexikon der Argumente

Otteson I 15
Entwicklungsstadien/Adam Smith/Otteson: Wenn wir jung sind, besteht unser erster Schritt auf dem Weg zur moralischen Reife darin, dass wir uns fragen, wie andere Menschen um uns herum unser Verhalten wahrnehmen werden - was wir tun und was nicht, was wir sagen und was nicht, und so weiter.
Auf der Grundlage unserer bisherigen Erfahrungen entwickeln wir die Fähigkeit, vorherzusagen, wie andere auf künftige Fälle reagieren, antworten oder urteilen werden. Je mehr Erfahrung wir haben, desto besser werden unsere Vorhersagen. Aber eine Erfahrung, die wir alle unweigerlich machen, ist, dass wir von anderen falsch beurteilt werden.
>Urteile/Adam Smith
.
Vielleicht kennen sie nicht alle Umstände unserer Situation, oder sie machen sich nicht einmal die Mühe, sich in unsere Lage zu versetzen. In diesen Fällen erreichen wir keine gegenseitige Sympathie der Gefühle - wir haben stattdessen eine „Antipathie“ der moralischen Gefühle - und das ist emotional unangenehm.
>Emotion.
Es ist wie in dem Fall, in dem wir unseren Freunden einen Witz erzählt haben, den wir lustig fanden, über den aber niemand gelacht hat. Diese Unbeholfenheit erzeugt ein unangenehmes Gefühl in uns, das uns hilft, unser Urteilsvermögen für die Zukunft zu schärfen. Wenn wir jedoch falsch eingeschätzt werden, glauben wir manchmal, dass die Leute, wenn sie nur die ganze Geschichte kennen würden oder sich die Zeit nehmen würden, unsere Situation vollständig zu betrachten, mit unseren moralischen Gefühlen sympathisieren würden - auch wenn sie in Wirklichkeit kein Mitgefühl haben.
>Sympathie/Adam Smith.
Intersubjektivität: Solche unangenehmen Erfahrungen veranlassen uns, meint Smith, nicht zu überlegen, wie die tatsächlichen Zuschauer unseres Verhaltens über uns urteilen - Zuschauer, die schließlich oft voreingenommen, uninformiert oder einfach anderweitig beschäftigt sind -, sondern uns stattdessen zu fragen, wie ein vollständig informierter und unparteiischer Zuschauer, wäre eine solche Person anwesend, über uns urteilen würde.
Dies ist die Perspektive des „unparteiischen Zuschauers“. Der moralisch reife Mensch, so Smith, wird sich selbst nach dieser imaginären und idealisierten Perspektive beurteilen, die uns eine zuverlässigere Orientierung bietet als die oft voreingenommenen tatsächlichen Zuschauer um uns herum.
>Idealer Beobachter/Adam Smith, >Unparteilichkeit, >Moral, >Ethik.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

EconSmith I
Adam Smith
The Theory of Moral Sentiments London 2010

EconSmithV I
Vernon L. Smith
Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009

Otteson I
James R. Otteson
The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018

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