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Transaction Cost Economics (TCE): Die Transaktionskostenökonomie (TCE) untersucht die Kosten des Austauschs von Waren oder Dienstleistungen, einschließlich Suche, Verhandlung und Durchsetzung. Sie erklärt, warum Unternehmen existieren um diese Kosten im Vergleich zur Nutzung von Märkten zu minimieren. TCE hilft bei der Analyse von Entscheidungen wie Outsourcing oder Eigenproduktion auf der Grundlage von Effizienz und Vertragskomplexität. Siehe auch Verhandlung, Märkte, Dienstleistung, Unternehmen, Transaktionskosten.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Wirtschaftstheorien über Transaction Cost Economics (TCE) - Lexikon der Argumente

Kiesling I 13
Transaktionskostenökonomie (TCE)/Wirtschaftstheorien/Kiesling: [Die Einführung der Transaktionskosten(1) und der Organisation in die Unternehmenstheorie durch Ronald Coase gab den Anstoß zu neuen Arbeiten auf dem Gebiet der industriellen Organisation, die zu neuen Bereichen der Transaktionskostenökonomie (TCE), der Organisationsökonomie und der neuen Institutionenökonomie führten, die heute allgemein als Institutionen- und Organisationsökonomie (IOE) bezeichnet wird.) Die IOE konzentriert sich auf Governance-Institutionen und ihre Vielfalt bei der Organisation von Produktionsbeziehungen, die es Organisationen ermöglichen, sich an unbekannte und sich ändernde Bedingungen anzupassen, ihre Investitionen in Vermögenswerte, die für diese Beziehung spezifisch sind, zu schützen und die Interessen der Parteien in der Beziehung zu harmonisieren.
>Firmen/Coase
, >Transaktionskosten/Coase, >Institutionen- und Organisationsökonomie (IOE).
Kiesling I 14
TCE-Theorien zur vertikalen Integration und zur Make-or-Buy-Entscheidung stützen sich stark auf die Arbeit von Oliver Williamson, der 2009 den Nobelpreis für seine Pionierarbeit bei der Entwicklung von TCE in den 1970er und 1980er Jahren erhielt. Williamson vertrat die Auffassung, dass die neoklassische Unternehmenstheorie das Unternehmen als eine Blackbox behandelte, eine Beobachtung, die mit den früheren Arbeiten von Coase übereinstimmt. Williamson öffnete diese Blackbox und schuf die TCE, indem er die Governance innerhalb des Unternehmens als Thema der wirtschaftlichen Analyse einführte (Tadelis, 2010)(2).
>Oliver Williamson.
Diese Forschung beginnt mit der Beantwortung der Frage, welche Transaktionen innerhalb von Unternehmen und welche innerhalb von Märkten stattfinden. Governance in Unternehmen ist mit Hierarchie, erhöhter Komplexität und Kontrolle verbunden, so dass Transaktionen innerhalb von Unternehmen diejenigen sind, die am Rande von zusätzlicher Kontrolle profitieren.
Kiesling I 15
Eine solche Governance kann in zwei allgemeinen Kategorien Vorteile bringen - sie kann Menschen in Produktionsbeziehungen in die Lage versetzen, sich angesichts unvollkommener Voraussicht besser anzupassen, und sie kann sie in die Lage versetzen, längerfristige Verpflichtungen in Bezug auf beziehungsspezifische Vermögenswerte einzugehen, die sie sonst vielleicht nicht eingehen würden. Bei der Analyse von Governance-Institutionen wird davon ausgegangen, dass unvollständige Verträge allgegenwärtig und unvermeidlich sind, und es wird untersucht, wie Menschen mit dieser Unvollständigkeit umgehen. Sogar Marktverträge können komplex sein, wobei kurzfristige und langfristige Verträge unterschiedliche Ziele verfolgen, so dass die Untersuchung von Governance-Institutionen auch für Marktbeziehungen gilt. Beziehungsspezifische Vermögenswerte, auch Vermögensspezifität genannt, spielen in der TCE-Forschung eine große Rolle. Nehmen wir zum Beispiel an, dass (...) die Besitzer einer Eisdiele eine bestimmte Form der Eiswaffel als ihr Markenzeichen haben wollen, auf der ihr Logo eingeprägt ist.
Die Make-or-Buy-Entscheidung besteht darin, ob sie die Tüten selbst herstellen oder die Tütenproduktion an einen Zulieferer vergeben. Wenn sie den Auftrag vergeben, stellen sie dann die Maschinen für die Herstellung der mit dem Logo versehenen Tüten zur Verfügung, oder kauft der Lieferant die Anlage? Wenn der Lieferant die Maschinen kauft und sie teuer sind und nur für die Herstellung von Tüten für dieses eine Unternehmen verwendet werden können, wird er einen langfristigen Vertrag abschließen wollen, um sicherzustellen, dass er eine ausreichende Rendite für seine Investition erzielt, da er die Maschinen nicht für andere Produktionsbeziehungen verwenden kann. Die Besitzer der Eisdiele sind jedoch besorgt, dass der Lieferant, der weiß, wie wichtig seine Arbeit für das Unternehmen ist, einen größeren Anteil am wirtschaftlichen Kuchen, der sich aus den Tütenverkäufen ergibt, fordern könnte (auch bekannt als „Holdup-Problem“). Da Verträge unvollständig sind, könnte es schwierig sein, einen langfristigen Vertrag zu schreiben, der eine für beide Seiten vorteilhafte Aufteilung dieser Renten aushandelt (mit anderen Worten, es bestehen Transaktionskosten).
>Transaktionskosten, >Firmen/Coase.

1. Coase, Ronald H. (1937). The Nature of the Firm. Economica 4, 16: 386-405.
2. Tadelis, Steven (2010). A Tribute to Oliver Williamson: Williamson’s Contribution and Its Relevance to 21st Century Capitalism. California Management Review 52, 2: 159-166.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.


Wirtschaftstheorien

Kiesling I
L. Lynne Kiesling
The Essential Ronald Coase Vancouver: Fraser Institute. 2021

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