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Institutional and Organizational Economics (IOE): Die Institutionen- und Organisationsökonomik (IOE) untersucht, wie Institutionen (Regeln, Normen) und Organisationen das wirtschaftliche Verhalten und die Ergebnisse beeinflussen. Es wird untersucht, wie Strukturen wie Unternehmen, Märkte und Regierungen Aktivitäten koordinieren, Unsicherheiten reduzieren und Anreize beeinflussen. IOE integriert Erkenntnisse aus den Bereichen Wirtschaft, Recht und Soziologie, um die Wirtschaftsleistung und den institutionellen Wandel zu verstehen. Institutionen, Verhaltensökonomie, Organisationen, Unternehmen, Märkte, Regierungspolitik, Anreize, Recht, Soziologie, Normen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Wirtschaftstheorien über Institutional and Organizational Economics (IOE) - Lexikon der Argumente

Kiesling I 13
Institutionen- und Organisationsökonomik (IOE)/Ökonomische Theorien/Kiesling: [Ronald Coases Einführung von Transaktionskosten und Organisation in die Unternehmenstheorie gab den Anstoß zu neuen Arbeiten auf dem Gebiet der industriellen Organisation, die zu neuen Bereichen der Transaktionskostenökonomie (TCE), der Organisationsökonomie und der neuen Institutionenökonomie führten, die heute allgemein als Institutionen- und Organisationsökonomie (IOE) bezeichnet werden.) Die IOE konzentriert sich auf Governance-Institutionen und ihre Vielfalt bei der Organisation von Produktionsbeziehungen, die es Organisationen ermöglichen, sich an unbekannte und sich ändernde Bedingungen anzupassen, ihre Investitionen in Vermögenswerte, die für diese Beziehung spezifisch sind, zu schützen und die Interessen der Parteien in der Beziehung zu harmonisieren.
>Firmen/Coase
, >Transaktionskosten/Coase.
Die auf Coase (1937)(1) aufbauende IOE-Forschung hat die Analyse hybrider Organisationsmethoden über langfristige Verträge hinaus auf relationale Verträge ausgeweitet, bei denen es sich um informelle Beziehungen handelt, die durch die Erwartung künftiger Werte zusammengehalten werden, sowie auf andere Formen hybrider Eigentums- und Kontrollverhältnisse.
Kiesling I 14
Seit den 1970er Jahren hat die Forschung des TCE/IOE zu Governance-Institutionen in einer Vielzahl von Bereichen zugenommen. Ein grundlegendes Forschungsthema in diesem Bereich ist die „Make or Buy“-Entscheidung. Sollte ein Unternehmen seine eigenen Inputs herstellen oder sie von einem spezialisierten externen Anbieter kaufen? Diese Frage ist in einer Vielzahl von Branchen und Anwendungen relevant, von der Lkw-Herstellung über die Informationstechnologie bis hin zur Weinherstellung (und sogar Eisdielen). Die Make-or-Buy-Entscheidung ist eine Entscheidung über den Grad der vertikalen Integration in der Struktur eines Unternehmens. Warum integrieren sich einige Unternehmen vertikal, während andere dies nicht tun, selbst in derselben Branche? In Anlehnung an Coase (1937)(1) ist der Kompromiss zwischen Transaktionskosten und Organisationskosten der Ausgangspunkt für derartige Untersuchungen. Vertikale Integration ist ein Mittel zur Koordinierung der Produktion, aber es gibt auch institutionelle Alternativen, wie z. B. langfristige Verträge oder andere hybride Formen der Organisation. Diese Literatur hat sich eingehend mit diesen Alternativen befasst (Klein, 2005)(2).
>Transaktionskostenökonomie (TCE).

1. Coase, Ronald H. (1937). The Nature of the Firm. Economica 4, 16: 386-405.
2. Klein, Peter G. (2005). The Make-or-Buy Decision: Lessons from Empirical Studies. In Claude Ménard and Mary Shirley (eds.), Handbook of New Institutional Economics. Springer: 435-464.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.


Wirtschaftstheorien

Kiesling I
L. Lynne Kiesling
The Essential Ronald Coase Vancouver: Fraser Institute. 2021

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