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| Wohltätigkeit: In der Wirtschaftswissenschaft bezieht sich Wohltätigkeit auf den freiwilligen Transfer von Ressourcen - wie Geld, Waren oder Dienstleistungen - von Einzelpersonen oder Organisationen an Bedürftige, ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird. Sie spielt eine Rolle bei der Behebung von Marktversagen, der Verringerung von Ungleichheit und der Unterstützung der Wohlfahrt außerhalb staatlicher Interventionen. Siehe auch Wohlfahrtsstaat, Marktversagen._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Adam Smith über Wohltätigkeit – Lexikon der Argumente
Otteson I 20 Wohltätigkeit/Adam Smith/Otteson: Wohltätigkeit umfasst für Smith Dinge wie Nächstenliebe, Großzügigkeit und Freundschaft, Dinge, die bei den Nutznießern unserer Handlungen Dankbarkeit hervorrufen. Um unsere Wohltätigkeitsverpflichtungen zu erfüllen - und wir haben tatsächlich Wohltätigkeitspflichten, so Smith - müssen wir positive Maßnahmen ergreifen, um die Situation anderer zu verbessern. Eltern haben zum Beispiel Wohltätigkeitspflichten gegenüber ihren Kindern, Freunde haben Pflichten untereinander und so weiter. >Pflichten, >Verpflichtung. Kosten: Um jedoch als Wohltätigkeit zu gelten und nicht als bloßes Wohlwollen (letzteres bedeutet „einem anderen Gutes zu wünschen“, ersteres hingegen „einem anderen zu nützen“), muss eine Handlung nicht nur tatsächlich die Situation eines anderen verbessern, sondern auch mit gewissen Kosten für uns verbunden sein - sie muss uns etwas an Geld, Zeit oder anderen Ressourcen kosten. Smith macht jedoch einige Einschränkungen bezüglich der Wohltätigkeit. (1) Erstens sagt er, dass „Wohltätigkeit immer frei ist, sie kann nicht mit Gewalt erzwungen werden“ (TMS(1): 78). Warum? Erstens: „Der bloße Mangel an Wohltätigkeit richtet kein wirkliches positives Übel an“ (TMS(1): 78). Wenn ich Ihnen nichts Gutes tue, auch wenn Sie es gehofft oder erwartet haben, mache ich Sie nicht schlechter: Ich lasse Sie einfach so, wie Sie waren. Smith argumentiert, dass Gewalt nur angewandt werden darf, um tatsächlichen Schaden zu verhindern oder zu beheben. Wenn ich mich Ihnen gegenüber jedoch ungerecht verhalte, verschlimmere ich Ihre Situation tatsächlich. (2) Und zweitens ist echte Wohltätigkeit in der Tat erstaunlich schwierig. Es ist oft sehr schwer zu wissen, was eine echte Hilfe für eine andere Person darstellt. Otteson I 21 (...) Wohltätigkeit „kann nicht mit Gewalt erzwungen werden“: Wir bekommen keine moralische Anerkennung dafür, dass wir einem anderen helfen, wenn wir dazu gezwungen werden. Damit etwas als moralische Handlung gilt, muss es frei gewählt sein. „Was Freundschaft, was Großzügigkeit, was Nächstenliebe uns veranlassen würde, mit allgemeiner Billigung zu tun, ist noch freier und kann noch weniger mit Gewalt erpresst werden als die Pflichten der Dankbarkeit“ (TMS(1): 79). Damit eine Handlung als moralisch - und damit als tugendhaft oder lasterhaft - gilt, muss man die Möglichkeit gehabt haben, sich anders zu entscheiden, was auch immer der Fall ist. >Moral/Adam Smith, >Gemeinschaft/Adam Smith. Regeln: Smith nennt die Regeln der Gerechtigkeit „heilig“, was ein seltsam starkes Wort für eine Darstellung sein mag die behauptet, dass moralische Tugenden auf der Grundlage von Erfahrungen und Interaktionen zwischen Individuen entstehen. Warum sollte er die Gerechtigkeit „heilig“ nennen? Gerechtigkeit: Die Antwort ist, dass Smith glaubt, dass sich die Regeln der Gerechtigkeit als notwendig für das Bestehen jeder Gesellschaft erweisen. Vgl. >Gerechtigkeit/Adam Smith. Er nennt sie „das Fundament, das das Gebäude stützt“, das die Gesellschaft ist, während er die Wohltätigkeit „das Ornament, das die Gesellschaft verschönert“ nennt (TMS(1): 86). Eine Gesellschaft, in der es Menschen gibt, die die Regeln der Gerechtigkeit perfekt erfüllen - die also niemals andere an ihrer Person, ihrem Eigentum oder ihren Versprechungen verletzen -, die aber keine wohltätigen Handlungen aneinander vornehmen, ist vielleicht nicht die einladendste Gesellschaft, in der man leben kann. Aber sie kann überleben. 1. Smith, Adam (1982) [1759]. The Theory of Moral Sentiments. D. D. Raphael and A. L. Macfie, eds. Liberty Fund._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
EconSmith I Adam Smith The Theory of Moral Sentiments London 2010 EconSmithV I Vernon L. Smith Rationality in Economics: Constructivist and Ecological Forms Cambridge 2009 Otteson I James R. Otteson The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018 |
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