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| Infant Industry: Eine junge Industrie ist eine neue Industrie in einem frühen Entwicklungsstadium, die noch nicht mit etablierten ausländischen Industrien wettbewerbsfähig ist. Befürworter des Arguments der „jungen Industrie“ behaupten, dass solche Industrien einen vorübergehenden staatlichen Schutz (z. B. Zölle, Subventionen) benötigen, damit sie reifen, Größenvorteile erzielen und schließlich ohne Unterstützung weltweit konkurrieren können. Siehe auch Subventionen, Zölle._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Robert C. Feenstra über Infant Industry – Lexikon der Argumente
Feenstra I 7-43 Infant industry/Schutz/Feenstra: Unsere Diskussion über (...) Zölle (...) deutet auf einen Fall hin, in dem der Schutz der heimischen Industrie den Konkurs verhindern konnte. >Zölle, >Dumping. Ohne zu behaupten, dass dies definitiv der Fall war, wollen wir dies als ein mögliches Beispiel für den Schutz von jungen Industrien verwenden. Theoretisch wird von einem Schutz für junge Industrien gesprochen, wenn ein Zoll in einer Periode zu einem ausreichenden Anstieg der Produktion und damit zu einer Senkung der künftigen Kosten führt, so dass das Unternehmen überlebt, während es andernfalls nicht überleben würde. Dies ist eine sehr alte Idee, die auf Hamilton (1791)(1), List (1856)(2) und Mill (1909)(3) zurückgeht.* >J. St. Mill, >F. List. Eine wesentliche Annahme des Arguments der jungen Industrie ist, dass das Unternehmen in jeder Periode positive Gewinne erwirtschaften muss, um einen Konkurs zu vermeiden. Das heißt, es muss einen Grund dafür geben, dass der Kapitalmarkt es der Branche nicht erlaubt, aktuelle Verluste durch Kreditaufnahme gegen zukünftige Gewinne zu decken. Ein Modell für den Schutz junger Unternehmen wurde von Dasgupta und Stiglitz (1988)(4) entwickelt, und eine neuere Darstellung findet sich in Melitz (2002)(5). Ein historisches Beispiel für die amerikanische Stahlindustrie findet sich bei Head (1994)(6). Grenzkosten: Eine junge Industrie ist ein Beispiel für sinkende Grenzkosten, d. h. wenn die künftigen Grenzkosten eine abnehmende Funktion der aktuellen Produktion sind. Wenn die Grenzkosten jedoch rückläufig sind, kann es zusätzlichen Spielraum für „strategische“ Handelspolitiken geben. Feenstra I 7-44 Krugman (1984)(7) verwendet ein Modell sinkender Grenzkosten, um zu argumentieren, dass Importförderung wie Exportförderung wirken könnte: dass der Schutz einer Importindustrie heute sie morgen in eine Exportindustrie verwandeln könnte. Diese faszinierende Idee wird von Baldwin und Krugman (1988a)(8) für die Produktion von Speicherchips mit wahlfreiem Zugriff untersucht, (...). Vgl. >Dumping/Feenstra. 1. Hamilton, Alexander, 1791. Report on Manufactures. Reprinted in U.S. Senate Documents, vol. XXII, no. 172. Washington: Congress, 1913. 2. List, F., 1856. National System of Political Economy. Translated by G.A. Matile. Philadelphia: Lippincott. 3. Mill, John Stuart, 1909. The Principles of Political Economy. London: Longmans, Green. 4. Dasgupta, P. and Joseph Stiglitz, 1988, “Learning-by-doing, Market Structure andIndustrial and Trade Policies,” Oxford Economic Papers, 40, 246-268. 5. Melitz, Marc, 2002, “The Impact of Trade on Intra-Industry Reallocations and Aggregate Industry Productivity,” NBER working paper no. 8881. 6. Head, Keith C., 1994, “Infant Industry Protection in the Steel Rail Industry,” Journal of International Economics, 37(3/4), November, 141-166. 7. Krugman, Paul R., 1984, “Import Protection as Export Promotion: International Competition in the Presence of Oligopoly and Economics of Scale,” in Henryk Kierzkowski, ed. Monopolistic Competition and International Trade. Oxford: Oxford University Press. Reprinted as chapter 4 in Gene M. Grossman, 1992, Imperfect Competition and International Trade. Cambridge: MIT Press. 75-86. 8. Baldwin, Richard E. and Paul R. Krugman, 1988a, “Market Access and International Competition: A Simulation Study of 16K Random Access Memories,” in Robert C. Feenstra, ed. Empirical Methods for International Trade. Cambridge: MIT Press. Reprinted as chapter 10 in Gene M. Grossman, 1992, Imperfect Competition and International Trade. Cambridge: MIT Press, 177-200._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Feenstra I Robert C. Feenstra Advanced International Trade University of California, Davis and National Bureau of Economic Research 2002 |
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