Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
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Prädikation Geach I 52
Zwei-Namen-Theorie/ZNT/GeachVsAristoteles: falsche Angleichung von Prädikation und Benennen: als ob Prädikate (komplexe) Namen wären: "auf der Matte". - Bsp (s) "Der Erstecher-von-Cäsar erstach den von Brutus erstochenen" - Geach: außerdem würde noch ein Bindeglied gebraucht - Zwei-Namen-Theorie: "Sokrates ist Philosoph" soll wahr sein, weil dieselbe Sache benannt wird - Vs: "Philosoph" (allg Term) ist kein Name für "alle (oder jeden) Philosophen".
I 70
kontradiktorische Prädikationen wie "Fa" und "~Fa" beziehen sich auf ein gemeinsames Subjekt - keine "kontradiktorischen Subjekte".
I 252
Prädikation/Geach: kann ohne Benennen geschehen: in einem Wenn-dass-Satz oder in einem Oder-Satz kann ein Term P von einem Ding prädiziert werden, ohne das Ding damit "P" zu nennen - Bsp "Wenn das, was der Polizist gesagt hat, wahr ist, dann ist er schneller als 60 gefahren". Das nennt den Satz des Polizisten nicht wahr. - (> Konditional). - Prädikation/Benennen: jahrhundertealter Fehler: dass das Prädikat vom Ding ausgesagt wird - Frege: Unterschied Behauptung/Prädikation: um ein Ding "P" zu nennen, muss ein Satz behauptet werden! Aber eine Eigenschaft wird auch in einem nicht-behauptenden Nebensatz (Teilsatz) prädiziert. - Daher muss Benennen durch Prädikation erklärt werden, nicht umgekehrt.
I 290
Prädikation/Geach: falsch: "SiP" zu lesen als "ein Ding ist ein Prädikat" - (Ursprung: "Zwei-Namen-Theorie, Aristoteles) ein Subjekt kann nicht negiert werden - Satznegation: Negation des Prädikats -
I 291
GeachVsAristoteles: Vs " href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/suche.php?volltext=Zwei-Namen-Theorie&x=10&y=10">Zwei-Namen-Theorie"/ZNT: verwechselt Relation von Namen zu Benanntem mit Relation des Prädikats zu dem, wovon es ausgesagt wird. - > Falsche Lehre der Dreifaltigkeit.
I 295
Prädikation/Theologie/Thomas v. Aquin: Ausdruck nach "als" ist prädikativ: Bsp "Christus insofern er Mensch ist" - Unterscheidung zwischen Subjekt und Prädikat, VsZwei-Namen-Theorie - falsch: Zwei-Namen-Theorie: Bsp "seine götliche Natur ist unsterblich, seine menschliche sterblich" - Aquin: kann unterscheiden: "Christus als Mensch ist Gott": falsch. - Zwei-Namen-Theorie: kann das nicht, weil "Mensch" und "Gott" bloß zwei Namen - VsOckham: Bsp bei ihm ist "humanitas" nicht mehr als "Majestät": ein verkleideter Name für ein konkretes Ding. - Problem: für Ockham ist das Menschliche nicht länger menschlich, wenn es als Gottes Sohn betrachtet wird. - VsOckham: weil es nicht echt abstrakt ist, wird Bsp das Bürgermeisteramt zum Bürgermeister.
I 300
Prädikation/Thomas von Aquin/Geach: Subjekt: bezieht sich auf ein suppositum (ein "Angenommenes") - Prädikat: bezieht sich auf eine Form oder Natur. - Prädikation: ungleich Benennen: Bsp "Der Premierminister wurde Premierminister" - Unsinn: "Welcher Premierminister?".

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Relationen Geach I 217
Relation/Geach: statt Klasse: Lösung für Probleme: eine Klasse darf kein Objekt sein (> Paradoxien). Relation: Bsp Messer/Teller: neben jeden Teller wird ein Messer gelegt, ohne die Teller oder die Messer zu zählen. Es werden keine Klassen verglichen. - Bsp Vater-Sohn-Enkel: gleiche Relation, aber kein gemeinsamer Gegenstand - (Mengen dürfen nicht als Objekt behandelt werden).
I 249
Relation/Geach: "höher" ist logisch dieselbe Relation ob man Häuser oder Töne meint; aber das heißt nicht, dass wir nur eine Relation zu lernen haben.
I 294
Relation/GeachVs Zwei-Namen-Theorie/ZNT: für sie gibt es keine Relationen > Ockham: daher gibt es für ihn nur relative Termini: als Namen der Dinge: Problem: "Vater von Salomo", "Sohn von Isaak": wie würde sich das unterscheiden von "Vater des Isaak", "Sohn des Salomo"? - Dreifaltigkeit: weil er Relationen in rebus ablehnt, kann Ockham nichts dagegen tun, dass es widersprüchlich ist, dass ein Ding zugleich eins und drei ist. - Thomas von AquinVsOckham: Thomas kann das wohl: für ihn ist "res" transzendental (kategorienübergreifend): zugleich res absoluta und auf Relationen anwendbar.
I 318f
Thomas von Aquin: hat klar den Unterschied gesehen: a) zu sagen, dass ein wahrer Gedanke nicht notwendig so sein muss, wie die Situation ist - und
b) zu sagen, dass ein wahrer Gedanke nicht eine Situation so repräsentieren muss wie diese Situation ist.

Relation/relationale Sätze/Geach: es ist falsch zu behaupten, dass solche Sätze nicht nach Subjekt/Prädikat analysiert werden könnten - als ob keine Prädikation gemacht würde, sondern nur eine Relation zwischen A und B gezeigt würde. - Dann könnte man die beiden Sätze a) und b) von Thomas nicht unterscheiden. - Geach: das zeigt, dass Zugang zu Relationen nicht über das Wort "zwischen" hergestellt werden kann.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Terminologien Geach I 52
Zwei-Namen-Theorie/ZNT/GeachVsAristoteles: falsche Angleichung von Prädikation und Benennen: als ob Prädikate (komplexe) Namen wären: "auf der Matte" - ((s) Bsp "Der Erstecher-von-Cäsar erstach den von Brutus erstochenen"). - Geach: außerdem würde noch ein Bindeglied gebraucht. - Zwei-Namen-Theorie: Bsp "Sokrates ist Philosoph" soll wahr sein, weil dieselbe Sache benannt wird - Vs: "Philosoph" (allgemeiner Term) ist kein Name für "alle (oder jeden) Philosophen".
I 54
Zwei-Klassen-Theorie/ZKT/GeachVs: ist noch schlimmer als die Zwei-Namen-Theorie: der allgemeine Term "Philosoph" bezeichne die "Klasse der Philosophen". - Sokrates ist dann nur einen Teil der Klasse. Vs: Die Elementrelation ist ganz anders als die Teilklassen-Relation: Bsp Ein Parlamentsauschuss ist kein Mitglied des Parlaments. - Aber: "ist ein Philosoph" bedeutet in beiden Anwendungen genau dasselbe.
Kopula: Fehlschluss der Teilung: als ob es zwei Sorten "ist" gäbe: eins für "ist Philosoph" und eins für "ist Element der Klasse der Philosophen". - Geach: äquivalente Sätze müssen nicht in äquivalente Teilsätze aufgeteilt werden können - "jeder Logiker" ist nicht äquivalent zu "Klasse der Logiker".
I 122
Lateinsatztheorie/latin prose theory/Geach: das Relativpronomen wird als Verbindung eines Bindeworts mit einem gebundenen Pronomen behandelt: "der" wird übersetzt mit "damit": Bsp Der König schickte Abgesandte, damit sie Frieden erbäten. - Bsp (>Bach-Peters-Sätze) Lösung: Ein Junge küßte ein Mädchen, und sie liebte ihn wirklich, aber er machte ihr nur etwas vor (das ist immer noch zweideutig) - wohl aber Lösung: Bsp Jeder wahre Engländer verehrt __ vor allen... und __ ist seine Königin.
I 239
Prädikat/Terminologie/Geach: Prädikate nenne ich nur so, wenn sie als Hauptfunktor in einer Proposition gebraucht werden, sonst "predicables". I-Prädikablen/I-Prädikat/Geach: (s): diejenigen Prädikate, in Hinblick auf die zwei Gegenstände in einer gegebenen Theorie ununterscheidbar sind - wenn in einer erweiterten Theorie Unterscheidungen getroffen werden können, dann ändert das I-Prädikat nicht seine Bedeutung, es ist nur kein I-Prädikat mehr. - Bsp "gleichförmig" für (verschiedene, aber noch gar nicht unterschiedene) Tokens von Wörtern, später werden Tokens erst unterschieden, aber immer noch "gleichförmig".
I 245
"Zumensch"/"surman"/Geach: (sollen identisch sein, wenn sie den gleichen Familiennamen haben) werden nicht doppelt gezählt - weil in verschiedenen Theorien anders mit Prädikaten versehen - und also verschieden gezählt. - ((s) Durch Theorie als verschieden identifiziert.) - Bsp mit demselben Recht im Universum anwendbar: "ist dasselbe Token wie...", "ist derselbe Typ wie...," "ist derselbe Lexikoneintrag wie...".
I 250
Zuschreibungstheorie/Geach: Vs "Willensakte": Zuschreibung von Verantwortung statt Kausalität (GeachVs) - Oxford: zu sagen, eine Handlung sei willentlich, ist keine Beschreibung der Handlung, sondern eine Zuschreibung.
I 291
GeachVsAristoteles: Vs "Zwei-Namen-Theorie"/ZNT: verwechselt die Relation von Namen zu Benanntem mit der Relation des Prädikats zu dem, wovon es ausgesagt wird. - > falsche Lehre der Dreifaltigkeit.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972