Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bivalenz Quine II 48
Bivalenz/Dummett: nach Dummett ist die Zweiwertigkeit das Kennzeichen des Realismus. Quine: mir liegt nicht sehr viel an der Zweiwertigkeit, hauptsächlich ist sie zur Vereinfachung gut. Neben den unentscheidbaren Tatsachen der Realisten in Bezug auf physikalische Gegenstände, ist die Vagheit der Termini in Rechnung zu stellen. Auch hier ergeben sich Probleme durch Zweiwertigkeit:
Sorites: Bsp Wenn nach Entfernung eines einzigen Korns von einem Sandhaufen immer ein Haufen übrigbleibt, folgt mittels vollständiger Induktion, dass bei Entfernung sämtlicher Körner ein Haufen übrigbleibt. Die Zweiwertigkeit besiegelt das Paradox, da sie verlangt, dass der Haufen in jeder Phase entweder wahr oder falsch sein müsse. Lösung: Das Paradox wird generell durch vage Termini herbeigeführt. >Paradoxien/Quine.
II 50
Zu denken, als ob unsere Termini präzise wären, scheint nicht weiter kompliziert zu sein, solange wir sehen, dass sie durch willkürliche Festsetzungen präzisiert werden können.
II 52
Zweiwertigkeit: Dennoch ist Bivalenz ein Grundzug unserer naturwissenschaftlichen Welt. Im liberalen Sinn ist das kein Problem. Frege: behauptet, jeder allgemeine Term trifft entweder zu oder nicht. Alle Termini sind vage durch Ostension. >Ostension/Quine. Es geht dabei nicht um Konvention, auch nicht um unerforschliche, wohl aber um objektive Tatsachen. Trotzdem kommen wir nicht umhin, den Tisch als einen und nicht einen anderen aufzufassen. So ist es mit der Zweiwertigkeit.
II 53
Die Zweiwertigkeit ist ein Grundzug unserer klassischen naturwissenschaftlichen Theorien. In Einklang mit unseren naturwissenschaftlichen Theorien betrachten wir alle derartigen Sätze so, als hätten sie einen tatsachenbezogenen Inhalt. Und sei er noch so weit von der Beobachtung entfernt. Damit ist der Einfachheit gedient.
II 54
Der Begriff des physikalischen Gegenstands im liberalen Sinn bringt keine Verlegenheit mit sich, da er alle Anwärter unterschiedslos als "Tisch" erfasst.
X 115
Dreiwertige Logik: hebt die klassische Bivalenz auf. Negation/mehrwertige Logik/Quine: könnten wir die mehrwertige Logik verteidigen, indem wir sie so definieren, dass sie genau dann wahr ist, wenn der negierte Satz nicht wahr ist? >Negation/Quine.
Vs: das verleiht ihr zwar die gewünschte Bedeutung, beruht aber auf einem Zirkel: wir verwenden bei der Definition das klassische „nicht“, das der Abweichler ablehnt.
X 115
Bivalenz/mehrwertige Logik/Quine: die Zweifel an der Zweiwertigkeit sind oft schwach begründet. 1. Vs Satz vom ausgeschlossenen Dritten/VsSaD: die schlechteste Begründung: ist, dass es immer Zwischenstufen gäbe.
2. VsSaD: besagt, dass es sonst angeblich eine Verwechslung von Wissen und Wahrheit gäbe:
X 116 >Satz vom ausgeschlossenen Dritten/Quine.
Quine pro extremer Realismus: wir können uns auf den Standpunkt stellen, dass jeder der Sätze, von denen wir die Antwort nicht kennen, entweder wahr oder falsch ist.
3. VsSaD: ist ernster zu nehmen: die Begründung stammt aus den Antinomien der Mengenlehre und der Semantik:
Russellsche Antinomie/Bovcar: (1939): mittlerer Wahrheitswert für „~(x e x)“.
QuineVs: das verstößt gegen das „Prinzip der Minimalen Verstümmelung“: die Antinomien stammen aus der Mengenlehre und der Semantik, versuchen wir, sie dort zu lösen, und nicht die funktionierende vollständige Logik lahmzulegen.
4. QuantenmechanikVsSaD: beschäftigt sich mit der Unschärferelation. Bestimmte Größen können nicht gleichzeitig gemessen werden. Damit scheint es überflüssig und irreführend, den klassischen logischen Apparat aufrecht zu erhalten.
Birkhoff/v.Neumann: (1936): abgeschwächter Ersatz für die wahrheitsfunktionale Logik, ist keine mehrwertige Logik, sondern eine nicht wahrheitsfunktionale Logik. >Logik/Quine.
PopperVs: behauptet, dass das nicht leistet, was es leisten soll.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Metaphysik Fodor IV 107
Metaphysisch: ist die Annahme: dass, wenn es eine Tatsache über den intentionalen Zustand gibt, dann ist es diese Tatsache die es macht, ob die Zuschreibung am besten auf die physikalischen Fakten passt.
IV 110
Metaphysisch/Fodor/Lepore: Bsp nicht metaphysisch: ist die Feststellung, dass eine passende Eigenschaft als definierend angenommen wird. - Bsp metaphysisch: die Annahme, dass Rationalität konstituierend für Intentionalität ist. - Bsp dass Erklärungskraft und Einfachheit konstitutiv für Nomologisches ist, ist transzendental. Bsp Davidsons Annahme: das Prinzip der Nachsicht soll in der epistemischen Situation des Interpreten begründet sein. - LewisVsDavidson: intentionale Zuschreibung muss nicht mit Bezug auf die epistemische Situation des Radikalen Interpreten verstanden werden. - Lewis stattdessen: das Prinzip der Nachsicht ist Teil unseres Begriffs der Person.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Notwendigkeit Quine I 344/45
Eigenschaften/Quine: wir lassen keine notwendigen oder kontingenten Eigenschaften zu.(VsModallogik) - nur wichtige und weniger wichtige Eigenschaften.
II 143 ff
"notw" Prädikat in Gesetzen, extensional, kein Zitat, aber unklar - "Q" (Funktor) Modallogik, intensional de re: außerhalb der Reichweite: x = Planeten, x = 9, 9 ungerade - Prädikat trifft auf Wert der Variablen zu, nicht auf den Namen! - de re: bezugnehmende Position!
de dicto: der gemeinte Terminus steht in dem Satz: "notw" Planeten ungerade: falsch!
de re: Bsp Ein Spion zu sein soll eine wesentliche Eigenschaft sein (falsch). - Kein Glauben de re!(> wesentliche Eigenschaften).
Modallogik/Quine: gesamte ML kontextabhängig - welche Rolle spielt jemand oder etwas? - gleiche Stufe wie wesentliche Eigenschaften.
Notwendigkeit/(Quine: der ganze Begriff ist nur im Kontext sinnvoll!
Propositionale Einstellungen/Quine: bleiben erhalten! - Aber nicht de re!

VII (h) 152
Notwendigkeit/Quine: geht nur für intensionale Objekte, die sollen notwendig so oder so sein. ((s) begrifflich).
X 133
Notwendigkeit/Prinzip/Quine: das Prinzip der minimalen Verstümmelung ist es, was der logischen Notwendigkeit zugrunde liegt: Es kann die Art der Notwendigkeit erklären, die mit der logischen und der mathematischen Wahrheit verbunden ist. - ((s) >Einfachheit, >Prinzipen/Quine).
Rorty IV 60
Notwendig/kontingent/Quine: es gibt keine Unterscheidung zwischen notwendigen und kontingenten Wahrheiten.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Physisch/Psychisch Chalmers I 42
Psychisch/physisch/Gesetze/Gesetzesartigkeit/Chalmers: These: es ist natürlich anzunehmen, dass meine Prinzipien der Kohärenz zwischen Bewusstsein und Aufmerksamkeit (awareness) d.h. dass Bewusstsein immer von Aufmerksamkeit belgeitet ist und umgekehrt, in allen menschlichen Organismen dieselben sind und daher eine gesetzesartige Korrelation sind. Wir können die These aufstellen, dass diese Kohärenz ein Naturgesetz ist. D.h. dass es für alle Systeme gilt. ((s) Wenn ein System überhaupt so etwas wie Bewusstsein hat). Chalmers: das gilt auch für die bemerkenswerte Korrelation zwischen der Struktur von Bewusstsein und der Struktur von Aufmerksamkeit. Sie ist zu spezifisch, um ein Zufall sein zu können.
I 243
Chalmers These: für jedes System irgendwo wird die Struktur des Bewusstseins ((s) phänomenal) von der Struktur der Bewusstheit, (Aufmerksamkeit, psychologisch) gespiegelt werden und umgekehrt. Dann können wir sagen, dass Bewusstsein aus der funktionalen Organisation eines Systems entsteht, die für Aufmerksamkeit notwendig ist. Dann ist die Struktur des Bewusstseins bestimmt durch die Struktur der Aufmerksamkeit (psychologischen Bewusstheit, awareness).
Das ist natürlich kein fundamentales psychophysisches Gesetz. Das müsste grundlegendere Strukturen verknüpfen als so etwas wie „Bewusstheit“.
I 244
Können wir ausschließen, dass es noch irgendeinen zusätzlichen X-Faktor geben muss, damit wir von Bewusstsein reden können?
I 245
Lösung/Chalmers: wenn wir Bewusstsein als zusätzliche nichtphysikalische Tatsache - zusätzlich zum Physischen - annehmen sowie unabhängige psychophysische Gesetze, wird ein wie auch immer gearteter „X-Faktor“ überflüssig.
I 246
Beste Erklärung/Einfachheit/Chalmers: mein Ansatz ist der einfachste und daher ein Schluss auf die Beste Erklärung, wie er oft in physikalischen Theorien praktiziert wird.
I 276
Psychisch/physisch/Chalmers: wie einfach kann die Organisation eines Systems mit bewussten Erlebnissen werden, bevor Erfahrung verschwindet?
I 277
Wir werden eine Menge von psycho-physikalischen Gesetzen brauchen.
I 284
Physisch/psychisch/Information/Chalmers: wann immer wir eine phänomenale Information erhalten, werden wir dieselbe Information auch physikalisch realisiert finden:
I 285
Wir wissen nicht genau, wie die phänomenale Information kodiert ist, daher wissen wir auch nicht genau, wie der Informationsraum physikalisch realisiert ist, aber wir wissen, dass er realisiert sein muss. Die physikalische Information muss dabei nicht lokal realisiert sein. Psychologisch/phänomenal/Chalmers: es ist natürlich anzunehmen, dass dieses Doppelleben von Informationsräumen einer Dualität auf einer tieferen Ebene entspricht. Wir könnten sogar annehmen, dass diese doppelte Realisation der Schlüssel zu einer grundlegenden Verbindung zwischen physikalischen Prozessen
I 286
und bewussten Erlebnissen. Wir brauchen hier eine Art von Konstrukt und Information scheint dafür so gut geeignet zu sein wie irgendetwas. These: Es könnte sein, dass Prinzipien der doppelten Realisation von Information zu einem System grundlegender Gesetze für eine Verbindung des physikalischen und des phänomenalen Bereichs ausgebaut werden können.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Präsentismus Parfit Norgaard I 339
(Def) Präsentismus/Politische Philosophie: Der Präsentismus ist ein moralischer Rahmen, der implizit von Klimaökonomen wie Manne (1995)(1), Nordhaus (1992(2), 2008)(3) und Anthoff et al. (2009b)(4) übernommen wird. In dieser Hinsicht sollten politische Entscheidungen strikt auf den Präferenzen der gegenwärtigen Generation beruhen, ohne dass Mitgliedern künftiger Generationen eine explizite moralische Stellung eingeräumt wird. Der Knackpunkt ist, dass Präsentismus impliziert, dass das
Norgaard I 340
Gewicht, das dem Wohlergehen künftiger Generationen beigemessen wird, strikt auf dem Grad des Altruismus basieren sollte, den Menschen durch ihre privaten Entscheidungen zeigen (Arrow et al. 1996)(5). Die Befürworter des Präsentismus messen der Marktrendite von Kapitalanlagen besondere Bedeutung bei, was ihrer Meinung nach die Bereitschaft der Menschen zeigt, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Vorteile um ihrer Kinder und Enkelkinder willen aufzugeben (Goulder und Stavins 2002)(6).
Pro Präsentismus/Nordhaus: Nordhaus (1992(7), 2008(3)) plädiert zum Beispiel seit langem für einen präsentistischen Ansatz, bei dem wesentliche Reduzierungen der Treibhausgasemissionen auf lange Sicht verschoben werden sollten. In der Analyse von Nordhaus sind die zukünftigen Vorteile der Klimastabilisierung zu gering, um angesichts des Grades an intergenerationellem Altruismus, den Menschen durch ihre privaten Entscheidungen zeigen, erhebliche kurzfristige Kosten zu rechtfertigen.
VsPräsentismus: Eine Richtung der Kritik argumentiert, dass die Marktrendite von Kapitalanlagen die Präferenzen offenbart, die Menschen in Bezug auf ihr eigenes gegenwärtiges und zukünftiges Wohlergehen haben, nicht die konzeptionell unterschiedlichen Werte, die sie in Bezug auf die angemessene Lösung intergenerationeller Konflikte haben (Burton 1993)(8). In den von Präsentisten verwendeten ökonomischen Modellen werden diese beiden Verhaltensmotive aus Gründen der Nachvollziehbarkeit und Einfachheit typischerweise auf einen einzigen Parameter reduziert.
VsVs: Autoren wie Howarth und Norgaard (1992)(9) argumentieren jedoch, dass dieser Modellierungsansatz theoretisch ungesund ist und dass neue Erkenntnisse durch den Einsatz von Modellen entstehen, die zwischen persönlicher Zeitpräferenz und intergenerationeller Ethik unterscheiden.
VsPräsentismus: (...) Kritiker werfen auch vor, dass der Präsentismus die ungerechte Behandlung der Nachwelt beinhaltet, weil er den Grundsatz leugnet, dass alle Menschen - auch Angehörige künftiger Generationen - einen vollen und gleichen moralischen Status haben sollten (Broome 2008)(10). In diesem Sinne argumentiert Singer (2002: 26)(11), dass die moralische Bedeutung von Auswirkungen wie "Leiden und Tod oder das Aussterben von Arten" im Laufe der Zeit nicht abnimmt. In ähnlicher Weise argumentiert Ramsey (1928)(12), dass die Bevorzugung der Interessen der heutigen Generation gegenüber zukünftigen Generationen eine "ethisch unvertretbare Praxis ist, die lediglich aus der Schwäche der Phantasie entsteht".
PräsentismusVsVsVs: Die Befürworter des Präsentismus widersprechen jedoch, dass die Stärke des intergenerationellen Altruismus ausreichend war, um sicherzustellen, dass sich die Lebensqualität in den Jahrhunderten nach der industriellen Revolution stetig verbessert hat. Wenn man davon ausgeht, dass das Wirtschaftswachstum
Norgaard I 341
für einige Zeit wachsen wird, folgt daraus, dass unsere Nachkommen in zukünftigen Generationen wahrscheinlich wesentlich reicher sein werden als wir es heute sind. VsPräsentismus: (...) Die Klimaauswirkungen können schwerwiegend genug sein, um die Nachhaltigkeit und Produktivität der Wirtschaftstätigkeit zu gefährden (Hoel und Sterner 2007)(13). Diese Sichtweise wird durch die Ergebnisse von Woodward and Bishop (1997)(14), Weitzman (2009)(15) und Gerst et al. (2010)(16) gestützt.
Pro Präsentismus/Parfit: Noch radikaler stellen Autoren wie Parfit (1983a)(17) die Vorstellung in Frage, dass heutige Entscheidungsträger gegenüber zukünftigen Generationen Verpflichtungen haben, abgesehen davon, dass sie sicherstellen, dass zukünftige Menschen ein Leben führen, das nur minimal lebenswert ist. (...) nehmen wir an, dass ganz andere Gruppen von potenziellen Personen darin leben würden: (a) eine Zukunft mit niedrigem Einkommen, die durch eine verschlechterte natürliche Umwelt gekennzeichnet ist; und (b) eine Zukunft mit hohem Einkommen, die durch eine florierende Umwelt gekennzeichnet ist. Parfits Argument ist, dass die Individuen, die in einer geschädigten Welt leben, dankbar dafür wären, dass die gegenwärtigen Entscheidungen die notwendigen Bedingungen für ihre Entstehung geschaffen haben. Schritte zur Stabilisierung des Klimas würden (...) zu einer anderen Welt führen, in der sie nie geboren werden würden.
VsParfit: "Unsere Verpflichtungen gegenüber zukünftigen Generationen ergeben sich aus dem Gefühl einer Gemeinschaft, die sich über Generationen und in die Zukunft erstreckt ... Wenn man die Idee einer Gemeinschaft in einer Generation akzeptiert, einschließlich des Prinzips, dass dies bestimmte Verpflichtungen gegenüber anderen Mitgliedern mit sich bringt, dann sollte man die Idee einer transgenerierten Gemeinschaft akzeptieren, die sich in die Zukunft erstreckt und damit Verpflichtungen gegenüber zukünftigen Generationen anerkennt". (De-Shalit 1995: 14-15)(18)
VsParfit/VsPräsentismus: Alternativ stellt Gosseries (2008)(19) fest, dass Parfits Argument von einer Schlüsselfrage der menschlichen Demographie abstrahiert: Zu jedem Zeitpunkt überschneidet sich die aktuelle Generation der Erwachsenen mit ihren Kindern und Enkeln, deren Existenz und Identität vollständig festgelegt sind. Akzeptiert man die plausible Prämisse, dass jede Generation von Erwachsenen verbindliche Pflichten gegenüber ihren Nachkommen aus Fleisch und Blut hat, so wird eine "Kette von Verpflichtungen" zwischen den gegenwärtigen Entscheidungsträgern und den ungeborenen Mitgliedern entfernterer Generationen gebildet (Howarth 1992)(20). >Generationengerechtigkeit, >Klimawandel/Utilitarismus.



1. Manne, A. S. 1995. The rate of time preference: Implications for the greenhouse debate. Energy Policy 23: 391–4.
2. Nordhaus, W. D. 1992. An optimal transition path for controlling greenhouse gases. Science 258: 1315–19.
3. Nordhaus, W. 2008. A Question of Balance: Weighting the Options on Global Warming Policies. New Haven: Yale University Press.
4. Anthoff, D. Tol, R. S. J. and Yohe, G. W. 2009b. Risk aversion, time preference, and the social cost of carbon. Environmental Research Letters 4: 1–7.
5. Arrow, K. J., Cline, W. R., Mäler, K. G., Munasinghe, R., Squitieri, R., and Stiglitz, J. E. 1996. Intertemporal equity, discounting, and economic efficiency. In J. P. Bruce, H. Lee, and E. F. Haites (eds.), Climate Change 1995: Economic and Social Dimensions of Climate Change. Cambridge: Cambridge University Press.
6. Goulder, L. H., and Stavins, R. N. 2002. An eye on the future. Nature 419: 673–4.
7. Nordhaus, W. D. 1992. An optimal transition path for controlling greenhouse gases. Science 258: 1315–19.
8. Burton, P. S. 1993. Intertemporal preferences and intergenerational equity considerations in optimal resource harvesting. Journal of Environmental Economics and Management 24: 119–32.
9. Howarth, R.B. and Norgaard, R. B. 1992. Environmental valuation under sustainable development. American Economic Review 80: 473–7.
10. Broome, J. 2008. The ethics of climate change. Scientific American 298: 97–102.
11. Singer, P. 2002. One World: The Ethics of Globalization. New Haven: Yale University Press.
12. Ramsey, F. 1928. A mathematical theory of saving. Economic Journal 38: 543–59.
13. Hoel, M., and Sterner, T. 2007. Discounting and relative prices. Climatic Change 84: 265–80.
14. Woodward, R. T., and Bishop, R. C. 1997. How to decide when experts disagree: Uncertainty‐based choice rules in environmental policy. Land Economics 73: 492–507.
15. Weitzman, M. L. 2009. On modeling and interpreting the economics of catastrophic climate change. Review of Economics and Statistics 91: 1–19.
16. Gerst, M., Howarth, R. B., and Borsuk, M. E. 2010. Accounting for the risk of extreme outcomes in an integrated assessment of climate change. Energy Policy 38: 4540–8.
17. Parfit, D. 1983a. Energy policy and the further future: The identity problem. In D. MacLean and P. G. Brown (eds.), Energy and the Future. Totowa, NJ: Rowman & Littlefield. Pp. 166–179.
18. De‐Shalit, A. 1995. Why Posterity Matters: Environmental Policies and Future Generations. London: Routledge.
19. Gosseries, A. 2008. On future generations' rights. Journal of Political Philosophy 16: 446–74.
20. Howarth, R. B. 1992. Intergenerational justice and the chain of obligation. Environmental Values 1: 133–40.



Howarth, Richard: “Intergenerational Justice”, In: John S. Dryzek, Richard B. Norgaard, David Schlosberg (eds.) (2011): The Oxford Handbook of Climate Change and Society. Oxford: Oxford University Press.

Parf I
D. Parfit
Reasons and Persons Oxford 1986

Parf II
Derekt Parfit
On what matters Oxford 2011

Norgaard I
Richard Norgaard
John S. Dryzek
The Oxford Handbook of Climate Change and Society Oxford 2011
Prinzipien Quine VII (f) 107f
Prinzipien/Quine: werden z.B. in folgender Form gegeben: (1) [(x)(Fx > Gx) . (Ex)Fx] > (Ex)Gx.
"Fx" könnte sein: "x schwimmt" oder "x ist ein Wal" (allgemeiner Term). - Die Form (1) und ähnliche können einfach als Schemata angesehen werden, die die Form verschiedener wahrer Aussagen verkörpern -Bsp x hat Masse > x ist ausgedehnt ... - Es ist nicht notwendig anzunehmen, dass "hat Masse" usw. Namen von Klassen oder irgend etwas sonst sind. - Genauso wenig muss man "F" und "G" usw. aus (1) so ansehen, dass sie für Klassen oder irgend etwas anderes als Werte stehen.

IX 119
Ersetzungsprinzip/Quine: garantiert uns die Existenz aller Klassen, die gleich groß wie eine Ordinalzahl sind.
X 90
Prinzip/Quine: Bsp "Ausschöpfung aller Möglichkeiten".
X 133
Notwendigkeit/Prinzip/Quine: das Prinzip der minimalen Verstümmelung ist es, was der logischen Notwendigkeit zugrunde liegt: es kann die Art der Notwendigkeit erklären, die mit der logischen und der mathematischen Wahrheit verbunden ist. - ((s) >Einfachheit).

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Regularität Lewis II 198
Regularität: es gibt immer eine alternative Regularität, die dieselbe Funktion hätte erfüllen können, wenn der ganze Prozess nur anders begonnen hätte.
II 224
Regularität/Lewis: Regeln der Syntax und der Semantik sind nicht einmal Regularitäten.
II 234
Kommunikation hängt nicht nur von Wahrhaftigkeit ab, sondern auch von Nützlichkeits- und Relevanzprinzipien ab. Diese Regularitäten sind jedoch keine unabhängigen Sprachkonventionen. Sie sind Nebenprodukte.
V XI
Naturgesetze/Lewis: sie sind wenigstens ausnahmslose Regularitäten. Nicht alle Regularitäten sind natürlich Gesetze. Def Naturgesetze/Ramsey: Gesetze sind die, die in die Wahrheitssysteme eingehen (buy into) die in Strenge und Einfachheit unübertroffen sind. Das genügt für die Humesche Supervenienz.
Einfachheit/Lewis: was einfach ist, ist sicher nichtkontingent. Und was es an Regularitäten gibt (oder Kandidaten für Wahrheitssysteme), superveniert wohl auf dem Arrangement von Qualitäten.

V XIII
Wahrscheinlichkeit/Lewis: Wahrscheinlichkeiten sind von Anfang an im Spiel. Wenn Ramsey sagt, dass Gesetze Regularitäten sind, die in die besten Systeme eintreten, dann ist die Frage: welche Art von Systemen?

V 70
Zeit/Lewis: im Leben der normalen Menschen gibt es eine Regularität: Bsp Haar wächst, und zwar relativ zur externen Zeit. Zeitreisender: keine Regularität zur externen Zeit, aber es gibt eine Weise, Koordinaten seiner Reisestadien zuzuweisen und zwar nur eine, so dass die Regularitäten, so wie sie seiner Zuschreibung entsprechen, mit denen zusammenpassen, wie sie normalerweise in Bezug auf die externe Zeit angenommen werden:
Das ist die persönliche Zeit des Zeitreisenden: Bsp auch sein Haar wächst usw. aber es ist nicht wirklich Zeit, es spielt nur dieselbe Rolle in seinem Leben, wie die Rolle, die es im Leben eines normalen Menschen spielt. (Funktional, nicht operational).

V 122
Gesetz/Naturgesetze/NG/Lewis: das ist eine Art Regularitätstheorie der Gesetzesartigkeit, aber eine kollektive und zugleich selektive: kollektiv: weil Regularitäten ihren Status als Gesetz nicht aus sich selbst erwerben, sondern durch ein System, innerhalb dessen sie entweder Axiome oder Theoreme sind,
selektiv: weil nicht jede Regularität es wert ist, ein Gesetz genannt zu werden.
Gesetze müssten mindestens folgende Eigenschaften haben (angesichts des Zufalls).
V 123
(1) Einfachheit, Strenge und deren Balance können nur angesichts konkurrierender Hypothesen bestimmt werden. Aber ich will Gesetzesartigkeit nicht von der Art des Zugangs abhängig machen! Dennoch: unsere Gesetze wären anders, wenn unser Zugang anders wäre, zumindest in dem Sinn, dass wir unsere Standards fixiert halten können und fragen können, wie die Gesetze in kontrafaktischen Situationen wären. (2) Bei diesem Zugang kann man nicht sagen, ob bestimmte Verallgemeinerungen gesetzesartig sind, ob sie wahr oder falsch sind, und ob die Gesetze gerade die wahren gesetzesartigen sind.
Drei Möglichkeiten: etwas kann falsch, zufällig wahr, oder gesetzesartig wahr sein.
(3) Ich sage nicht, dass die konkurrierenden Systeme von Wahrheiten vollständig aus Regularitäten bestehen müssen. Dennoch sollten die Regularitäten in den besten Systemen ((s) > Beste Erklärung) Gesetze sein.
Gesetze: sollten Einzeldinge nicht erwähnen, selbst nicht den Urknall, aber solche Gesetze sollten auch nicht a priori ausgeschlossen sein.
(4) Einfachheit: um sie vergleichen zu können dürfen wir unseren Theorien nicht erlauben, einfach mit besonders trivialen Begriffen formuliert zu werden.
V 124
D.h. dass die Theorie nicht alle Eigenschaften gleich machen darf! Echt einfache Systeme dürfen nur solche genannt werden, die wirkliche natürliche Eigenschaften möglichst einfach integrieren. Dann ist es aber auch nutzlos zu sagen, dass natürliche Eigenschaften solche sind, die in Gesetzen vorkommen ((s) zirkulär).
(5) Wie steht es mit einer Regularität, die in einigen, aber nicht allen Systemen vorkommt? Drei Möglichkeiten:
1. Es ist kein Gesetz,( Man kann den Durchschnitt nehmen)
2. Es ist ein Gesetz (Vereinigung),
3. Es ist unbestimmt ob es ein Gesetz ist.
Lewis pro 1. Ich hoffe aber, dass die Natur so gütig ist, uns letztlich das richtige System zu zeigen.
Ich hoffe auch, dass einige Systeme völlig außerhalb der Diskussion liegen. Dann wird es auch keine Rolle spielen, ob die Standards selbst unbegründet sind.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Einfachheit Prinzip Fraassen Vs Beste Erklärung Field I 15
Prinzp der Besten Erklärung/Field: Angenommen, wir haben a) bestimmte Glaubenseinstellungen über die "Phänomene", die wir nicht aufgeben wollen b) diese Klasse von Phänomenen ist groß und komplex
c) wir haben eine ziemlich gute (einfache) Erklärung, die nicht ad hoc ist, aus der die Phänomene folgen
d) eine der Annahmen in der Erklärung ist Behauptung S und wir sind sicher, daß keine Erklärung ohne S möglich ist.
Beste Erklärung: dann haben wir einen starken Grund, S zu glauben.
Falsch: "Die Phänomene sind wie sie wären, wenn Erklärung E korrekt wäre":
als ob/Field: Als ob Behauptungen, die Huckepack auf echten Erklärungen reisen, dürfen nicht selbst als Erklärungen konstruiert werden (jedenfalls nicht ad hoc).
Dann ist das Prinzip nicht leer: es schließt aus, daß wir eine große und komplexe Menge der Phänomene als nackte Tatsache akzeptieren.
(van FraassenVsBeste Erklärung: 1980)
Beste Erklärung/BE/Field: die BE führt oft dazu, daß wir etwas glauben, das wir auch unabhängig, durch Beobachtung testen könnten, aber auch zu Glauben über Unbeobachtbares, oder nicht beobachtungsmäßigen Glauben über Beobachtbares.
Beobachtung: sollte hier keinen Unterschied machen! In jedem Fall geht unser Glauben über das Beobachtete hinaus.
I 16
Pointe: wenn kein Test gemacht wurde, sollte es keinen Unterschied machen im Status der Evidenz zwischen Fällen, wo eine Beobachtung möglich ist und solchen, wo keine Beobachtung möglich ist! Ein stärkeres Prinzip der BE könnte auf beobachtbare Fälle von Glauben beschränkt werden.
FieldVs: das würde aber unsere Glaubenseinstellungen über Beobachtbares verkrüppeln und wäre völlig ad hoc.
Unbeobachtetes: man könnte auch ein Prinzip formulieren, das den Schluß auf Beobachtbares aber bisher Unbeobachtetes! zuließe, wobei man die Erklärungen selbst nicht glaubt (!).
FieldVs: das wäre noch mehr ad hoc!
I 25
VsBenacerraf: stützt sich auf eine veraltete Kausatheorie des Wissens.
I 90
Theorie/Eigenschaften/Fraassen: Theorien haben drei Arten von Eigenschaften: 1. rein interne, logische: Axiomatisierbarkeit, Konsistenz, verschiedene Arten von Vollständigkeit.
Problem: es ist nicht gelungen, Einfachheit hier unterzubringen. Einige Autoren haben suggeriert, dass Einfache Theorie wahrscheinlicher wahr seien.
FraassenVsEinfachheit: es ist absurd anzunehmen, dass es wahrscheinlicher sei, die Welt sei einfach, als dass sie kompliziert sei. Aber das ist Metaphysik.
2. semantische Eigenschaften: und Relationen: betreffen die Relation der Theorie zur Welt. Bzw. der Tatsachen in der Welt, von denen die Theorie handelt. Haupteigenschaften: Wahrheit und empirische Adäquatheit.
3. pragmatische: gibt es welche, die philosophisch relevant sind? Natürlich ist die Sprache der Wissenschaft kontextabhängig, aber ist das pragmatisch?
I 91
Kontext-abhängig/kontext-unabhängig/Theorie/Wissenschaft/Fraassen: Theorien können auch in einer kontext-unabhängigen Sprache formuliert werden, was Quine Def „externe Sätze“/Quine nennt. Daher scheint es, dass wir die Pragmatik nicht brauchen, um Wissenschaft zu interpretieren. Vs: das man für Theorien gelten, aber nicht für andere Teile der wissenschaftlichen Aktivität:
kontext-abhängig/Fraassen: sind
a) Bewertung von Theorien, insbesondere ist der Begriff „erklärt“ (Erklärung) radikal kontext-abhängig.
b) die Sprache des Gebrauchs (Einsatzes) von Theorien, um Phänomene zu erklären, ist radikal kontext-abhängig.
Unterschied:
a) zu behaupten, dass Newtons Theorie Ebbe und Flut erklärt ((s) Erwähnung).
b) Ebbe und Flut mit Newtons Theorie erklären. (Gebrauch) . Hier gebrauchen wir nicht das Wort „erklärt“.
Pragmatisch: ist auch die „Versenkung“ (immersion) in ein theoretisches Weltbild, der Wissenschaft. Grundbestandteile: Sprecher, Hörer, syntaktische Einheit (Satz oder Menge von Sätzen), Umstände.
Pointe: hier kann es ein stillschweigendes Einverständnis geben, sich bei Schlüssen von etwas leiten zu lassen, das über bloße Logik hinausgeht.
I 92
Stalnaker/Terminologie: dieses stillschweigende Einverständnis nennt er „pragmatische Präsupposition“. (FraassenVsErklärung als überragendes Ziel).
I 197
Realität/Korrespondenz/aktual/real/modal/Fraassen: entsprechen die Substrukturen von Phasenräumen oder Ergebnis-Folgen in Wschk-Räumen etwas, was in einer realen aber nicht aktualen Situation passiert? ((s) Unterscheidung Realität/Aktualität?) Fraassen: es mag unfair sein, das so zu formulieren. Einige philosophische Positionen bejahen es dennoch.
Modalität/Metaphysik/Fraassen: pro Modalität (modale Interpretation von Häufigkeit) aber das legt mich nicht auf eine metaphysische Position fest. FraassenVsMetaphysik.
I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These: die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Einfachheit Prinzip Stroud Vs Carnap, R. I 182
Extern/intern/Carnap/Quine/Stroud: Quine scheint Carnap so zu interpretieren. Dass der Unterscheidung die zwischen "Kategorien-Fragen" und "Teilmengen-Fragen" entspricht. Extern/QuineVsCarnap: das ist nichts anderes als zwei Weisen der Formalisierung der Sprache. Wenn wir nur eine Art gebundene Variable für alle Dinge haben, wird es eine externe Frage sein: "gibt es so und so?" wenn die Variable über den ganzen Bereich geht. (Kategorien-Frage).
Intern: wenn es für jede Art Ding eine Variable gibt, wird es eine Teilmengen-Frage sein. Dann bezieht sich die Frage nicht auf alle Dinge, die es geben kann.
I 183
Philosophie/QuineVsCarnap: unterscheidet sich von den Wissenschaften nur in der Breite ihrer Kategorien. (Quine, Wort und Gegenstand, S. 275). Extern/intern/QuineVsCarnap: Kategorien-Fragen unterscheiden sich von internen Fragen nur in ihrer Allgemeinheit von Teilmengen-Fragen. Wir können zur Allgemeinheit kommen, indem wir eine Art Variable über alle Dinge gehen lassen.
I 191
StroudVsCarnap: das führt ein "wir" ein, und etwas, das uns zustößt, das "Erfahrung" genannt wird. Dass wir existieren und Erfahrungen haben, kann nicht einfach als eine "interne" Wahrheit der Dingsprache angesehen werden.
Man kann die Sinngebung der Erfahrung dann auch nicht als gemeinsames Ziel aller "echten Alternativen" ansehen, weil dann vorausgesetzt wird, dass es äußere Dinge gibt.
Problem: die Frage des gemeinsamen Ziels aller echten Alternativen kann auch nicht als externe Frage aller Bezugssysteme angesehen werden, weil sie dann sinnlos wird.
Wenn sie aber "intern" wäre, was wäre dann der Unterschied, wenn man von einem Bezugssystem in ein anderes wechselt, das dieses Ziel gar nicht enthält?
Das beantwortet Carnap nicht.
I 192
Das macht es schwer, seinen positiven Ansatz zu erfassen. CarnapVsSkeptizismus: missversteht die Relation zwischen linguistischem Rahmen der Ausdrucksweise über äußere Gegenstände und den Wahrheiten, die innerhalb dieses Bezugssystems ausgedrückt werden.
StroudVsCarnap: aber was ist genau sein eigener nicht-skeptischer Zugang zu dieser Relation?
1. zu welchem System gehört Carnaps These, dass Existenzbehauptungen in der Dingsprache weder wahr noch falsch sind?
2. was drückt die These dann überhaupt aus?
Wissen/intern/Carnap: Bsp der Geometer in Afrika kommt wirklich zu Wissen über den Berg.
StroudVsCarnap: aber was bedeutet es zusätzlich dazu, dass dies keine Wahrheit ist, die unabhängig von einem Bezugssystem gilt?
Angenommen, wir hätten aus irgendeinem Grund nicht die Dingsprache und könnten eine andere Sprache frei wählen. Folgt daraus, dass Bsp der Satz über den Berg in Afrika nicht mehr wahr wäre?
Sicher würden wir in einer völlig anderen Sprache ohne Ding-Ausdrücke etwas ganz anderes ausdrücken. Aber wäre der Satz, den wir jetzt bilden können, in dieser anderen Sprache nicht mehr wahr?
I 193
Und könnte er niemals wahr sein, wenn wir zufällig die Dingsprache niemals angenommen hätten. Existenz/Sprache/Skeptizismus/StroudVsCarnap: das kann nicht richtig sein und es führt zu einem extremen Idealismus, den Carnap gerade ablehnt. Es ist deswegen absurd, weil wir schon genug über Berge wissen, um zu sehen, dass sie nicht durch eine gewählte Sprache beeinflusst werden.
Sprache/Gegenstand/Stroud: die Dinge waren schon lange da, bevor Sprache in der Welt entstand. Und das ist wiederum etwas, was wir "intern" in der Dingsprache wissen.
StroudVsCarnap: dann ist seine These, verstanden als der Sprache "intern", falsch. Sie widerspricht dem, was wir schon als Wissen über uns und die äußeren Dinge annehmen.
Empirisch genommen, führt sie zum Idealismus, der den gewussten Tatsachen widerspricht.
CarnapVsVs: würde sagen, dass man seine These natürlich nicht "empirisch" und nicht der Dingsprache "intern" auffassen darf.
StroudVsCarnap: aber innerhalb irgendeines Bezugssystems muss sie intern sein, sonst ist sie sinnlos.
Problem: das ist aber eine Aussage über die Relation zwischen einem gewählten Rahmen und den internen Aussagen innerhalb dieses Rahmens. Und wenn das impliziert, dass diese internen Aussagen weder wahr noch falsch gewesen wären, wenn ein anderes Bezugssystem gewählt worden wäre, ist das immer noch Idealismus, ob empirischer oder nichtempirischer Idealismus.
Wahrheitswert/WW/Konvention/StroudVsCarnap: die WW der internen Sätzen wären abhängig von der Wahl der Sprache (des Bezugssystems).
I 194
StroudVsCarnap: es ist wichtig zu sehen, dass wenn das nicht folgen würde, Carnaps These nicht vom traditionellen Skeptizismus unterschieden wäre! Es wäre dann Raum für die Möglichkeit, dass Aussagen über Dinge wahr blieben, selbst wenn wir die Dingsprache aufgeben und Wahrheit wiederum sprachunabhängig wäre. Problem: das würde wieder dazu führen, dass unsere Wahl eines linguistischen Rahmens nur deshalb notwendig wäre, um etwas zu formulieren oder zu erkennen, das unabhängig von diesem Rahmen sowieso wahr wäre ((s) > metaphysischer Realismus).
theoretisch: das wäre nach Carnap dann eine "theoretische" Frage über die Akzeptabilität der Dingsprache als Ganzes. Aber in Bezug auf eine Objektivität, die wir dann voraussetzen.
CarnapVsTradition: es ist gerade die Unverständlichkeit solcher theoretischer Fragen, die wichtig bei Carnap ist. Denn
Problem: dann könnte es sein, dass selbst wenn wir unsere besten Prozeduren (> Beste Erklärung) sorgfältig anwenden, die Dinge immer noch anders sein könnten als wir denken, sie wären". Das entspricht dem Skeptizismus.
"Konditionale Korrektheit"/Skeptizismus/Carnap/Stroud: Carnap akzeptiert, was ich die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus genannt haben: wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, würde er sich durchsetzen.
StroudVsCarnap: wenn er nun nicht leugnen würde, dass die „internen“ Sätze wahr oder falsch bleiben, beim Wechsel des Bezugssystems, würde sein Ansatz genauso tolerant gegenüber dem Skeptizismus wie die Tradition. ((s) Sowohl das Leugnen als auch das Nichtleugnen würde also zum Problem.)
Kant/Stroud: auch er akzeptiert die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn Descartes Beschreibung der Erfahrung und ihrer Relation zu den äußeren Dingen richtig wäre, könnten wir nie etwas über diese Dinge wissen.
Carnap/Stroud: seine These ist eine Version der „Kopernikanischen Wende“ von Kant. Und er erlangt sie aus denselben Gründen wie Kant: ohne sie hätten wir keine Erklärung, wie ist’s möglich, dass wir überhaupt etwas wissen.
Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: es öffnet sich eine Lücke zwischen dem Rahmen und dem, was unabhängig von ihm wahr ist. ((s) Wenn eine Wahl zwischen verschiedenen Rahmen möglich sein soll).
StroudVsCarnap: in dieser Hinsicht ist Carnaps Ansatz ganz Kantianisch.
I 196
Und er erbt auch die ganze Obskurität und den Idealismus von Kant. Es gibt überall Parallelen: für beide kann es eine Art Distanzierung von unserem Glauben geben. Wir können eine philosophische Untersuchung des Alltagslebens durchführen, (was die Bedingungen des Wissens betrifft).
I 197
Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: zu welchem Rahmen gehört Carnaps These, dass keine Sätze über äußere Gegenstände wahr oder falsch unabhängig von der Wahl eines Bezugssystems (Sprache) sind? Und ist diese These - analytisch oder nicht – selbst „intern“ in irgendeinem Rahmen? Und ob sie es ist oder nicht, ist sie nicht bloß ein Ausdruck des Kantianischen Transzendentalen Idealismus? Skeptizismus/StroudVsCarnap: der Grundfehler ist, überhaupt eine konkurrierende Theorie zur Tradition zu entwickeln.
I 198
Ein rein negativer Ansatz oder deflationärer Gebrauch des Verifikationsprinzips würde den Skeptizismus einfach als sinnlos eliminieren. Wenn das ginge, brauchte man den Skeptizismus gar nicht mehr zu unterminieren. Aber: VerifikationsPrinzip/StroudVsCarnap: Problem: der Status des VerifikationsPrinzips selbst, bzw. seine Akzeptabilität. Wir können es nur dann gebrauchen um Descartes zu widerlegen, wenn wir einen guten Grund haben, es als notwendig anzunehmen. Aber das hängt davon ab, wie es eingeführt wird.
Es sollte dazu dienen, die Auswüchse sinnloser philosophischer Spekulation zu verhindern.
StroudVsCarnap: 1. Dann können wir nur noch zuschauen und sehen, wie weit das Prinzip zu einer Unterscheidung taugt, die wir vorher schon getroffen haben! Der einzige Test wären Sätze, die wir schon vorher als sinnlos erkannt hätten!
2. Aber selbst angenommen, das Prinzip wäre als extensional und deskriptiv adäquat erwiesen, d.h. es würde so zwischen sinnvoll und sinnlos unterscheiden, wie wir das tun,
I 199
es würde uns nicht ermöglichen, etwas als sinnlos auszuscheiden, das wir nicht auf anderem Wege schon als sinnlos erkannt hätten. VerifikationsPrinzip/StroudVsCarnap: wurde falsch eingeführt ((s) mit dem Hintergedanken, ein Resultat zu liefern, das vorher schon in Gänze bekannt war). Frühe Skizzen Carnaps zeigen, dass zunächst auch fälschlicherweise allgemeine Naturgesetze ausgeschlossen worden wären.
VerifikationsPrinzip/StroudVsCarnap: eine richtige Einführung würde ein starkes destruktives Instrument liefern, das schon Kant suchte: sie müsste erklären, warum das VP korrekt ist. Das wäre wahrscheinlich identisch mit einer Erklärung, wie Wissen von äußeren Dingen möglich ist.
VerifikationsPrinzip/Hempel/Carnap/Stroud: die frühen Vertreter hatten im Sinn, dass
1. Ein Satz nur dann bedeutungsvoll ist, wenn er einen „tatsächlichen Inhalt“ ausdrückt,
2. Dass Verstehen eines Satzes bedeutet zu wissen, was der Fall wäre, wenn der Satz wahr wäre.
Verifikationismus/Stroud: an diesem Ansatz ist zunächst nichts besonders originelles. Was ihm den verifikationistischen Dreh gibt ist die Idee, dass wir nichts auch nur verstehen können, das nicht als wahr oder falsch gewusst werden kann oder
schwächer: zumindest als rationaler zu glauben als sein Gegenteil.
StroudVsCarnap: das schlug fehl, sogar als Versuch, die empirisch überprüfbaren Sätze herauszugreifen.
I 205
SkeptizismusVsVerifikationismus/StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: selbst wenn der Verifikationismus wahr ist, brauchen wir immer noch eine Erklärung, wie und warum die traditionelle philosophische ((s) nicht-empirische) Untersuchung scheitert. ((s) soll hier dem Skeptizismus entsprechen). (>Warum-Frage).
I 207
StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap/StroudVsHempel: es ist plausibler, das Verifikationsprinzip ((s) > empiristisches Sinnkriterium) zurückzuweisen, als zu behaupten, dass Descartes niemals etwas sinnvolles gesagt hätte. StroudVsVerifikationsPrinzip: es wird solange unplausibel bleiben, wie nicht verstanden ist, warum die traditionelle Unterscheidung innen/außen nicht korrekt sein soll.

I 214
formalen Redeweise: ""Wombat" trifft zu (ist wahr-von) einigen Lebewesen in Tasmanien". QuineVsCarnap: missversteht den semantischen Aufstieg, wenn er von externen Fragen spricht. Damit wird aber nicht Carnaps pragmatischer Ansatz zurückgewiesen, der sich auf Einfachheit und Fruchtbarkeit von Theorien bezieht.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Einfachheit Prinzip Quine Vs Eigenschaften I 215
Wir haben gesehen, dass das Auftreten von abstrakten sing Term nicht von dem abstrakter allg Term zu trennen ist ("Tugend ist selten"). Bereits ein Massenterminus hat so etwas wie das hybride Aussehen des abstrakten singulären Terminus. Bsp "Wasser" benennt eher
1. eine gemeinsame Eigenschaft der verschiedenen Pfützen und Glasfüllungen als
2. einen verstreuten Bestandteil der Welt, der aus jenen Pfützen besteht.
I 216
Massentermini sind archaische Überbleibsel aus der ersten Phase des Spracherwerbs, Vorformen der abstrakten singulären Termini. Der Unterschied des "rot" das von Äpfeln ausgesagt wird und dem "rot" das von ihrer Außenseite ausgesagt wird, hat noch keine Bedeutung. "Rot" wird zum Namen für eine Eigenschaft, die nicht nur Klumpen und Tropfen homogenen Stoffs, sondern auch Äpfeln gemeinsam ist.
Dieser abstrakte Gegenstand lässt sich nun nicht mehr so leicht beiseite schieben, wie die Wasser Eigenschaft beiseite geschoben wurde, indem man 2. (Gemeinsamkeit) den Vorzug vor 1. (Verstreutheit) gab.
I 217
Denn selbst, wenn wir Wasser als einen verteilten konkreten Gegenstand aufzufassen gelernt haben, neigen wir dazu, zusätzlich einen abstrakten Gegenstand wie "die Röte" zuzulassen. Diese Analogie breitet sich dann über die Massentermini hinaus aus, bis hin zu Termini mit strengstens geteiltem Bezug. Daher Rundheit und Kugelförmigkeit. Jeder allgemeine Terminus liefert einen abstrakten singulären Terminus.
Die Nützlichkeit abstrakter Termini liegt größtenteils in der Abkürzung von Querverweisen: Bsp "Dasselbe gilt für Churchill", "Beide Pflanzen habe folgende Eigenschaft gemeinsam". Nur bezieht sich der Querverweis in solchen Fällen bloß auf Wortgebilde. Wir tendieren aber hartnäckig dazu, das Gesagte noch einmal zu vergegenständlichen indem wir eine Eigenschaft setzen, anstatt nur von Wörtern zu reden.
QuineVsEigenschaften: Viele gedankenlose Menschen bestehen aus keinem anderen Grund auf der Realität von Eigenschaften als dem, dass beide Pflanzen (bzw. Eisenhower und Churchill) "zugegebenermaßen etwas gemeinsam haben müssen"!
I 218
Eigenschaften: Insofern die Rede von Eigenschaften ihren Ursprung in solchen abgekürzten Querverweisen hat, entsprechen die vermeintlichen Eigenschaften wahrscheinlich nicht einfachen abstrakten Termini, sondern längeren Ausdrücken. Bsp "mit Stacheln in Büscheln zu je fünf versehen sein". Eigenschaften: Cassirer: "Eigenschaften sind Überbleibsel der Nebengottheiten eines ausgedienten Glaubens".

X 94
Eigenschaften/Prädikate/Propositionen/Individuation/QuineVsFrege: auch die Auffassung des ersten Logikers ist nicht haltbar: Eigenschaften verhalten sich genauso wie Propositionen.
X 95
Eigenschaften/Quine: verhalten sich zu Prädikaten oder offenen Sätzen wie Propositionen zu Sätzen. Man kann nicht, ebenso wenig wie bei den Propositionen, einzelne Eigenschaften unterscheiden. Mengen: kann man unterscheiden aufgrund des ExtensionalitätsPrinzips.
ExtensionalitätsPrinzip: zwei Mengen sind identisch, wenn sie dieselben Elemente haben.
Offene Sätze, die auf dieselben Gegenstände zutreffen, bestimmen niemals zwei verschiedene Mengen, aber es können ihnen zwei verschiedene Eigenschaften zugrunde liegen.
Eigenschaften/Identität: damit zwei Eigenschaften identisch sind, müssen die entsprechenden offenen Sätze synonym sein,. Und das ist wegen Unklarheit nicht möglich.
Lösung/einige Autoren: Mengen als Werte von „F“.
Quine: dennoch sollte man Prädikat Schemabuchstaben nicht als quantifizierbare Variablen auffassen.
Prädikat/Quine: Prädikate haben Eigenschaften als ihre „Intensionen“ oder Bedeutungen (oder hätten sie, wenn es Eigenschaften gäbe) und sie haben Mengen als ihre Extensionen. Aber sie sind weder Namen des einen noch des anderen.
Intension: eines Prädikats: Eigenschaft
Extension: eines Prädikats: Menge.
Name: ein Prädikat ist niemals Name, weder seiner Intension (Eigenschaft) noch seiner Extension (Menge).
Variable/Quine: quantifizierbare Variablen gehören daher nicht an Prädikat-Stellen, sondern an Namen-Stellen.

V 189
Theorie/Ontologie/Quine: wie sollte eine wissenschaftliche Theorie am besten aussehen? Wir möchten möglichst viele und gute Voraussagen. Leitgrundsätze: Einfachheit und Konservativität.
V 190
Beide stehen in einem dialektischen Verhältnis! (Um einen Ausdruck meiner Studenten zu verwenden). Eine starke Vereinfachung kann eine relativ große Abweichung rechtfertigen. Zwischen beidem brauchen wir einen Kompromiss.
Konservativismus/Quine: unter anderem durch unseren Mangel an Phantasie. Aber auch kluge Vorsicht gegenüber Hypothesen.
Einfachheit/Konservativität: beide sind schon beim Sprachlernen am Werke.
Sprachlernen/Quine: geht in Sprünge vor sich,. Ist immer an Ähnlichkeiten und Analogien orientiert.
V 191
Kurze Schritte sind konservativ. Sie sind vom relativen Empirismus geleitet. Def relativer Empirismus/Quine: wage dich nicht weiter von den Sinnesdaten weg als nötig. Quine pro: das hält die Theorieänderungen gering.
QuineVs radikaler Empirismus: ihn haben wir aufgegeben, als wir die Hoffnung aufgaben, die Rede von Körper auf die Rede von Sinnesdaten zu reduzieren.
Pointe: das verlangt, bei der substitutionalen Quantifikation über abstrakte Gegenstände zu bleiben. Das spricht das nominalistische Gemüt an. Es äußert sich im relativen Empirismus, denn beide sind dasselbe.
Nominalismus: darf aber die ontologische Harmlosigkeit der Variablen der sQ nicht überschätzen. Im allgemeinen kann man sagen, die Werte der Variablen machen die ganze Ontologie aus, wenn wir nur Gegenstands Variablen, Wahrheitsfunktionen und Prädikate haben.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Einfachheit Prinzip Verschiedene Vs Extensionalismus Lewis IV 256
Lewis: ich weiß wirklich nicht, was der Intensionalist (I) VsExtensionalismus (E) sagen soll! Ich kenne mehrere unbefriedigende Argumente. ("I" im englischen Text auch für "ich, Lewis") (vergeblich) VsExtensionalismus: 1. man könnte sagen, der Extensionalismus ist komplizierter. Er braucht zwei Kategorien mehr und einen Lexikon Gegenstand mehr.
VsVs: das ist aus zwei Gründen schlecht:
a) Extensionalität selbst ist allgemein als wichtige Dimension von Einfachheit angesehen.
b) ich stimme mit E überein, dass ein vollständiger Zugang auch die Pause des Sprechers am Anfang des Satzes berücksichtigen muss. Das hat E bereits mit seiner Syntax und Semantik getan! Der Intensionalist muss dafür noch einen Platz finden.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 2. man könnte einwenden, dass es gegen unser Paradigma geht, dass Extensionen geteilt werden müssen: Bsp "Boston" benennt einfach Boston und nicht statt dessen eine Funktion von Indices.
Problem: dieses Paradigma gilt für Englisch, Polnisch, Deutsch, usw. aber nicht unbedingt für unerforschte Eingeborenensprachen.
Selbst wenn der Intensionalist vermutete, dass die Sprache sehr verwandt mit unserer ist, kann man nicht erwarten, dass E zustimmt, dass die Paradigmen anwendbar sind! Denn E und I sind sich nicht einig, welche Sprache die ihre ist!
Tarskis Konvention W: hilft hier nicht: denn die Eingeborenensprache entspricht ja nun mal nicht - übrigens nicht unkontrovers - unserer Metasprache ihrer Sprache. Daher sind die einzigen Versionen dieser Prinzipien die anwendbar sind, in Übersetzungen dieser Begriffe konstatiert.
Bsp E und I können übereinstimmen, dass ein metasprachlicher Satz der Form
"... benennt ... in ihrer Sprache" oder
IV 256/257
"... ist ein Name, der ... als Extension in ihrer Sprache hat" wahr sein sollte, wann immer die erste Leerstelle mit einem Namen (in unserer Sprache) mit einem Namen  der Eingeborenensprache gefüllt wird und die zweite mit einer Übersetzung von  in unsere Sprache.
Aber das führt uns nirgends hin, weil wir uns überhaupt nicht über Namen einig sind und darüber, was ihre korrekten Übersetzungen sind!
(vergeblich) VsExtensionalismus: 3. ich könnte einzuwenden versuchen, dass die Eingeborenensprache nicht extensional sein kann, weil in ihr einige Schlussfolgerungsmuster ungültig sind, die in jeder extensionalen Sprache gültig sind.
Bsp Identität: Inferenzen mit Leibniz’scher Identität (Leibniz’ Gesetz) oder Existenzgeneralisation führen in der Eingeborenensprache von wahren Prämissen zu falschen Konklusionen.
Extensionalist/VsLewis: sollte zustimmten, dass Leibniz’ Gesetz in jeder extensionalen Sprache Wahrheit erhält und dass sie nicht in meinen Gegenbeispielen (welchen?) bewahrt wird.
Aber er sollte nicht zustimmen, dass solche Inferenzen Fälle von Leibniz‘scher Identität sind!
Identität/Leibniz/Lewis: eine Inferenz mit Leibniz’ Gesetz braucht eine Identitätsprämisse und wie soll man die identifizieren? Nicht indem man drei oder vier horizontale Linien betrachtet!
semantisch: ein Ausdruck mit zwei Lücken drückt Identität aus, dann und nur dann, wenn 1. das Ergebnis des Einsetzens von Namen in die Lücken ein Satz ist,
2. der so gebildete Satz wahr ist, wenn die Namen koextensiv sind, sonst falsch.
Def Identitätsprämisse: ist ein Satz, der so gebildet wird.
Problem: da E und I nicht einig sind darüber, welches die koextensiven Namen sind, sind sie sich auch nicht einig darüber, welches die Ausdrücke sind, die Identität ausdrücken, welche Sätze die Identitätsprämissen sind und welche Inferenzen echte Instanzen von Leibniz’ Gesetz sind.
Wir ignorieren hier die Meinungsverschiedenheit, ob ein Satz S von einer Pause  eingeleitet werden muss, um überhaupt ein Satz zu sein. Genau gesagt, wenn " ,/also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Li ist, dann ist " ,/ also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Le. Die Originalversion ohne  ist überhaupt keine Inferenz in Le, weil ihre "Prämissen" und "Konklusionen" S Namen sind und keine Sätze.
((s) extensionale Sprache/(s): wie ist sie überhaupt möglich, wenn keine Prädikate (Eigenschaften) zugelassen sind - fällt dann nicht die Form Subjekt Prädikat überhaupt aus?)
Vs: die Form ist dann: a ist ein Element der Menge B.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 4. ich könnte ad hominem argumentieren, dass E der Intensionalität nicht wirklich entronnen ist, weil die Dinge, die er als Extensionen nimmt, intensionale Entitäten sind.
Funktionen von Indizes zu Wahrheitswerten (WW) werden normalerweise mit Propositionen identifiziert (besonders, wenn die Indizes aus möglichen Welten und wenig mehr bestehen).
Und diese Funktionen werden gleichermaßen mit Individualbegriffen identifiziert. Wie können solche intensionale Entitäten dann Extensionen sein?
LewisVsVs: das ist nur eine Verwechslung! Intensionshaftigkeit ist relational!
((s) Es hängt von der Betrachtung ab, ob etwas eine Intension oder Extension ist).
Intensionen sind Dinge ((s) Entitäten), die eine bestimmte Rolle in der Semantik spielen und nicht Dinge einer bestimmten Sorte.
E und I stimmen darin überein, dass in einer geeigneten Sprache dasselbe Ding, das die Intension eines Ausdrucks ist, auch die Extension eines anderen ist.
Bsp wenn wir in einem Fragment von technischem Englisch sprechen, das als Metametasprache eines kleineren Fragments geeignet ist, stimmen wir darin überein, dass ein und dasselbe Ding beides ist, die Intension des Ausdrucks in der Objektsprache "mein Hut"
IV 258
und die Extension des metasprachlichen Ausdrucks "Intension von "mein Hut" ". ((s) Dasselbe Ding, nicht derselbe Ausdruck).
Lewis: das Ding selbst ist weder Extension noch Intension.
Wahr ist, dass einige Entitäten nur als Extensionen dienen können, während andere Funktionen von Indices z.B. als beides dienen können.
Aber es gibt kein Ding, das von sich aus ungeeignet wäre, eine Extension zu sein.
Ontologie/ (vergeblich) VsExtensionalismus: 5. man könnte meinen, dass der Extensionalist den Eingeborenen eine extravagante Ontologie zuschreibt:
Bsp wenn der Intensionalist sagt, ein Wort der Eingeborenen benennt einen konkreten materiellen Berg, dann sagt E, er benenne etwas mehr esoterisches: ein mengentheoretisches Objekt, gebildet aus einem Bereich von Individuen, der unverwirklichte Möglichkeiten einschließt.
Aber auch E und I glauben an esoterische Dinge, wenn sie sich nicht selbst widersprechen wollen. Wir zweifeln nicht daran, dass wir sie benennen können.
Wir sind uns nämlich einig, dass die Eingeborenen Namen für noch weiter hergeholte Dinge wie z.B. Götter (gemäß dem Intensionalisten) oder Funktionen von Indices auf solche Götter (gemäß dem Extensionalisten) haben.
Ontologie/VsExtensionalismus: ich sollte vielleicht besser argumentieren, dass bestimmte unesoterische Dinge fehlen!
Ontologie/Kripke: (gesprächsweise, 1972): es ist falsch, jemand eine Ontologie zuzuschreiben, die Mengen ohne Elemente enthält oder Funktionen ohne Argumente und Werte usw.
LewisVsVs: das ist ein plausibles Prinzip. Aber hat E es verletzt wenn er sagt, die Namen der Eingeborenen seien Funktionen von Indices und keine Namen von konkreten Dingen? Ich denke nicht.
Die zugeschriebene Ontologie ist nicht dasselbe wie die zugeschriebene Menge der Namens Träger. Bsp wenn unserer Sprache eine Ontologie zugeschrieben wird, enthält sie alle natürlichen Zahlen, nicht nur die kleine Minderheit von ihnen, die tatsächlich Namen tragen!
Es ist nicht signifikant, dass die Menge der Namen Träger Kripkes Schliessungs-Prinzip (closure) verletzt, außer wenn gezeigt werden kann, dass das die Gesamtheit der zugeschriebenen Ontologie ist. Aber es ist schwer zu sagen, welche Ontologie, wenn überhaupt eine, durch den Gebrauch von Le zugeschrieben wird.
Man sollte sich den Bereich der Quantoren anschauen, aber Le hat überhaupt keine Quantoren!
Quantoren: bilden Sätze. Aber in Le macht das nur das Prädikat  und das ist kein Quantor.
Anders die Transformation Lp von Parsons: sie hat einen Bereich. Die Menge D, so dass wir intendierte Wahrheitsbedingungen für die Sätze von Lp bekommen, die die Sätze von Li transformieren, dann und nur dann, wenn D eingeschlossen ist im Bereich der gebundenen Variablen.
(Das setzt voraus, dass die Prädikate von Lp intendierte Interpretationen haben).
Die Menge D ist dieselbe wie die Menge der Extensionen von Ausdrücken in Le. Sie verletzt Kripkes Schliessungs-Prinzip ((s) dass keine leeren Mengen zugeschrieben werden sollen, s.o.), deswegen kann sie niemand als Ontologie zugeschrieben werden. ((s) weil es eben in Le keine gebunden Variablen gibt.).
D.h. wenn ein Extensionalist behauptet, der Eingeborene spräche Lp, verschleiert durch Transformationen, haben wir ein Mittel gegen ihn.
Aber E selbst vertritt das nicht!
Vielleicht kann man zeigen, dass, wenn es schlecht ist, den Gebrauch von Lp zuzuschreiben,
IV 259
dass es dann auch schlecht ist, den Gebrauch von Le zuzuschreiben? Aber das sehe ich noch nicht.





Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Gavagai Quine, W.V.O. IV 425
Das Gavagaiï·"Bsp dient gerade dazu, den Mythos vom Museum, die Legende von irgendwo festliegenden Bedeutungen (Etiketten) zu widerlegen. Die These von der Unbestimmtheit der Übersetzung besagt nicht, es gebe überhaupt keine Gesichtspunkte: es gibt die Prinzipien der Einfachheit, der Kürze und das Prinzip der Nachsicht. (Sie sind allerdings empirisch nicht ausweisbar).
VI 73
Quine: ironischerweise hatte ich damals noch nicht die Übersetzungsunbestimmtheit im starken Sinne gemeint: Diese sollte damit gerade nicht illustriert werden, denn "Gavagai" ist ja ein Beobachtungssatz dessen Übersetzung mit "Schau, ein Kaninchen" bestens gesichert ist. Was dieser Übersetzung allerdings nicht gelingen kann, ist die Festlegung des Bezugs! Diese These war die eigentliche Pointe des Beispiels. Nur war der Term hier mit dem Satzganzen identisch, so daß es keine Kompensierungsmöglichkeit gab.