Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor/Ismus
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Literatur
Literatur
Bestätigung Armstrong III 42/43
Bestätigung/Armstrong: Bestätigung von alle F sind G: die Widerlegung der Konverse (a)Ga & Fa durch ~Fa & Ga ist keine Bestätigung des Gesetzes. - Tooley: von "es ist ein Gesetz, dass Fs Gs sind" auf: " es ist ein Gesetz, daß ~Gs ~Fs sind"? ((s) Kontraposition) - Armstrong: nur: "Es ist der Fall...": es gibt keine negativen Universalien - Bestätigung/Dretske: Konverse einer Erklärung.
III 46
Konjunktion von zwei Eigenschaften ist nur in positiven Fällen eine Bestätigung des Gesetzes - negative Fälle: bloß Bestätigung für Humesche Gleichförmigkeit. D.h. eine Konsequenz des Gesetzes, aber nicht das Gesetz selbst.
III 102
Bestätigung/Armstrong: kein Zirkel: wenn das Gesetz gilt, ist die Beobachtung erklärt. - Also bestätigt die Beobachtung die Existenz des Gesetzes - Problem: ~G"s, die ~F"s sind. - Es ist unklar, ob sie Bestätigungskraft haben. Vorschlag: Bestätigung 2. Grades.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Erfahrung Genz II 304
Erfahrung/Hume/Genz: These: Die Verlässlichkeit der Erfahrung (die auf Gleichförmigkeit beruht) kann nicht theoretisch begründet werden, weil sie wiederum nur durch Erfahrung begründet werden kann (zirkulär). >Regularität/Hume, >Verlässlichkeit.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Geist/ Geistzustand Hume Deleuze I 7
Geist/Hume: Geist hat selbst keine Konstanz - nur Psychologie der Affektionen bzw. der Affekt ist möglich. Der Geist muss affiziert werden.
I 9
Geist/Hume: Der Geist ist identisch mit der Einbildungskraft und Vorstellung. Er ist kein Vermögen, sondern eine Sammlung ohne Gleichförmigkeit.
I 14
Geist/Hume: Der Geist bleibt immer passiv und ist nicht bestimmend, sondern wird bestimmt. Der Akt des Geistes ist aktiviert, nicht aktiv.
I 7ff
Geist/Hume: Der Geist ist passiv, leer, gefüllt durch Eindrücke (nicht Vorstellungen) und geordnet durch Prinzipien: Assoziation, Kontiguität, Kausalität. Der (innere) Eindruck entspricht der Selbstwahrnehmung, daraus entsteht das Subjekt. Vorstellungen sind atomistisch.
I 61
Geist/Hume: neu: In dem Maße, wie die Prinzipien der Moral und der Affekte auf ihn einwirken, hört er auf, Phantasie zu sein und wird fixiert als Teil der menschlichen Natur (komplexe statt einfacher Wirkung ist die Unterscheidung Kultur/Natur). Tier: Ein Tier kennt nur einfache Wirkungen und keine überschreitenden Regeln.
I 105
Geist/Hume: Der Geist ist mit der Vorstellung identisch und kein Subjekt. Er bedarf auch keines Subjekts und repräsentiert auch nicht die Natur. Perzeptionen sind die einzigen Gegenstände. Jede Vorstellung kann verschwinden.
I 108
Der Geist ist daher quantitativ, nicht qualitativ (Invariante). Die "kleinste Vorstellung": Bsp Ich habe eine Vorstellung vom Teil eines Sandkorns, aber die Bilder davon sind alle gleich. Def "Moment des Geistes": ist eine Berufung auf eine kleinste Vorstellung, die aber sinnlich ist.
I 120
Der Geist transformiert sich zum Subjekt nach den beiden Prinzipien des Affekt und der Assoziation.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Geisteswissenschaften Mill Gadamer I 9
Geisteswissenschaften/Mill/Gadamer: Das Wort „Geisteswissenschaften« hat sich vor allem durch den Übersetzer von John Stuart Mills Logik(1) eingebürgert. Mill sucht in seinem Werk anhangsweise die Möglichkeiten zu skizzieren, die die Anwendung der Induktionslogik auf die moral sciences besitze. Gadamer: Schon aus dem Zusammenhang der Millschen Logik geht hervor, daß es sich gar nicht darum handelt, eine eigene Logik der Geisteswissenschaften anzuerkennen, sondern im Gegenteil zu zeigen, daß es die aller Erfahrungswissenschaft zugrunde liegende induktive Methode sei, die auch auf diesem Gebiete allein gelte. Mill steht damit in einer englischen Tradition, deren
wirksamste Formulierung Hume in seiner Einleitung zum "Treatise" gegeben hat(2). Auch in der Moralwissenschaft komme es darauf an, Gleichförmigkeiten, Regelhaftigkeiten, Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, die die einzelnen Erscheinungen und Abläufe voraussagbar machten.
VsMill, VsHume: >Geisteswissenschaften/Gadamer.


1. J. St. Mill, System der deduktiven und induktiven Logik, übertragen von Schiel, 18632, 6. Buch »Von der Logik der Geisteswissenschaften oder moralischen Wissen-
schaften«.
2. David Hume, Treatise on Human Nature, Introduction.

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Implikation Armstrong III 42
Materiale Implikation/Armstrong: beseitigt Hempels Paradox: (W-Tabelle): einfach alle Kombinationen: (x)(x Rabe u schwarz) v (~R u schwarz) v (~R u ~schwarz) - VsRegularitätstheorie/Problem: Asymmetrie zwischen "Es ist eine Humesche Gleichförmigkeit, dass Fs Gs sind" und "Es ist ein Gesetz,...".

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Induktion Genz II 303
Gleichförmigkeit/Hume: Wir unterstellen eine Gleichförmigkeit von Vergangenheit und Zukunft. Physik/Theorie/Erklärung/Genz: Wir nehmen aber mehr als bloße Gleichförmigkeit an, wenn wir Warum-Erklärungen geben.
Die Physik hofft auch auf einen bestimmten Ausgang von Experimenten, die noch nie angestellt wurden. Bloße Gleichförmigkeit reicht da nicht.
Erwartung/Genz: Erwartung wird durch Verständnis der Vergangenheit begründet. Besser als durch Regelmäßigkeiten. Daher gibt es auch kein "Problem der Induktion".
II 304
Induktion/GenzVsPopper: Es gibt kein „Problem der Induktion“, Verständnis ist die Lösung statt der Annahme von Regularitäten. Prinzip/Genz: Die verschleierte Realität der Naturgesetze ist so beschaffen, dass wir sie durch Prinzipien verstehen können.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Rationalismus Chisholm II 36f
RationalismusVsBerkeley: wir glauben von Anfang an an die Außenwelt, es gibt gar keine Entscheidungssituation, ähnlich Hume, aber sehr bescheidene Position Methodik/Wissenschaften: Strategie: besser Beibehalten als Wechseln: - >Glaube an die Gleichförmigkeit der Welt.
II 39
Rationalismus/Rutte: Vernunft appelliert stets an schon vorhandene Glaubensmehrheiten - Vernunft: Strategie: Haltung beibehalten, wenn ist Wechsel nicht attraktiver. Das gilt auch für Unentschiedenheit - Realismus beibehalten: attraktiver - Solipsismus: beibehalten: weniger attraktiv.

Rutte, Heiner. Mitteilungen über Wahrheit und Basis empirischer Erkenntnis, mit besonderer Berücksichtigung des Wahrnehmungs- und Außenweltproblems. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986


II 76
KantVsRationalismus: bloße Widerspruchsfreiheit soll Existenz unterschieben. - > Field: Widerspruchsfreiheit = logische Möglichkeit.

Sauer, W. Über das Analytische und das synthetische Apriori bei Chisholm. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Regularität Chisholm II 42/43
Gleichförmigkeit/Hume: Gleichförmigkeit der Welt: sowohl der Glaube an eine gleichförmige als auch der an eine ungleichförmige Welt (in der die Prognosen nicht eintreffen) beziehen sich auf einen kontingenten Tatbestand der Wirklichkeit - daher kein logischer Nachweis - Empirie, setzt wiederum Gleichförmigkeit schon voraus - für die Gleichförmigkeitsthese selbst lässt sich also nie feststellen, ob sie zu Erfolg oder Misserfolg führt. - Rutte: wer an universale Gleichförmigkeit glaubt, muss durch Raten vorgehen, wer rät, glaubt nicht an Gleichförmigkeit aber an eine Methode für den Erfolg - Widerspruch.
II 45
Gleichförmigkeit der Welt/Rutte: ein Glaube an sie sollte beibehalten werden - ein Übergang zu ihr ist allerdings methodisch nicht zu rechtfertigen.

Rutte, Heiner. Mitteilungen über Wahrheit und Basis empirischer Erkenntnis, mit besonderer Berücksichtigung des Wahrnehmungs- und Außenweltproblems. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Regularität Genz II 303
Gleichförmigkeit/Hume: Wir unterstellen eine Gleichförmigkeit von Vergangenheit und Zukunft. Physik/Theorie/Erklärung/Genz: Wir nehmen aber mehr als bloße Gleichförmigkeit an, wenn wir Warum-Erklärungen geben.
Die Physik hofft auch auf einen bestimmten Ausgang von Experimenten, die noch nie angestellt wurden. Bloße Gleichförmigkeit reicht da nicht.
Erwartung/Genz: Erwartung wird durch Verständnis der Vergangenheit begründet. Besser als durch Regelmäßigkeiten. Daher gibt es auch kein "Problem der Induktion".

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Terminologien Hume Deleuze I 7
Affektion/Hume: Es gibt 1. Affektivität (über die Sinneseindrücke) und 2. das Soziale (über den Verstand).
I 23
Affekt/Affektion/Hume: 1. Effekte der Assoziation: bringt Allgemeinheit, Regel,
2. Effekte des Affekts: verleiht Inhalt, ermöglicht praktisches und moralisches Handeln.
Affekt ist keine Repräsentation. Vernunft bestimmt nicht das Handeln, aber Affekt bestimmt das Handeln.
I 31
Sympathie/Hume: Sympathie veranlasst uns, von unseren Interessen abzusehen. Sie ist die Grundlage der Moral, aber nur in Bezug auf Nahestehende, Verwandte. > Parteilichkeit. Der Mensch ist weniger egoistisch als parteiisch. So geht die Sympathie doch nicht über das Einzelinteresse oder den Affekt hinaus. Mensch/Hume: Der Mensch ist von Natur aus egoistisch. Moral/Hume: Moral ist nicht vom Instinkt abhängig.
I 49
Lebendigkeit/Hume: Problem: Die allgemeine Regel kennt keinen Besitzer, sie ist abstrakt. Gleichförmigkeit des wahren moralischen Urteils: ist nicht lebendig.
I 56
Allgemeine Regel: Die Einheit einer Reflexion und einer Extension ist hier immer Ausweitung. Der Affekt greift über sich hinaus, weil er sich reflektiert. Die allgemeine Regel ist der in der Einbildungskraft reflektierte Affekt.
I 66
Affekt/Einbildungskraft/Hume: Problem: Wie ist ihre Beziehung, die den Affekt befähigt, eine komplexe Wirkung zu entfalten?
I 67
Lösung: Die Prinzipien des Affekts übersteigen den Geist (wie die Prinzipien der Assoziation). Bsp Die Einbildungskraft geht leicht vom Entferntesten zum Nächsten über, aber nicht umgekehrt, Bsp vom Bruder zum Ich, aber nicht umgekehrt. Affekt: Der Affekt verleiht diesen Verbindungen einen Sinn.
I 71f
Gewohnheit/Hume: Paradox: Die Gewohnheit bildet sich stufenweise aus und ist zugleich ein Prinzip der menschlichen Natur. Ein Prinzip ist die Gewohnheit, Gewohnheiten anzunehmen. So ist die Herausbildung selbst ein Prinzip (= Erfahrung).
I 89
Def Finalität/purpose/Hume/Deleuze: Die Finalität wird gedacht und nicht erkannt als die ursprüngliche Übereinstimmung der Prinzipien der menschlichen Natur mit der Natur selbst. Sie ist die Einheit des Ursprungs und der qualitativen Bestimmtheit. Es gibt vier Prinzipien: Vernunft, Instinkt, Zeugung, Wachstum.
I 118
Affekt/Hume: Der Affekt wird vom Körper produziert: a) unmittelbar aus sich selbst: Bsp Hunger oder b) mit anderen Ursachen: Freude, stolz, Demut usw. Die Natur hat auch dem Geist gewisse Triebe verliehen.
I 139f
Transzendenz/Kant/Deleuze: Das Denken geht über die Einbildungskraft hinaus, ohne sich von ihr zu lösen. Das Transzendentale macht die Transzendenz immanent. Etwas = X. HumeVsKant: Bei Kant ist dies nichts Transzendentales. Stattdessen: Finalität: ist die Übereinstimmung des Subjekts mit dem Gegebenen (nicht zufällig). (Die Übereinstimmung setzt eine Verbindung der Momente des Subjekts voraus.)
I 160
Lebhaftigkeit/lebhaft/vivacity/Hume: Lebhaftigkeit ist der Ursprung des Geistes. Sie ist das Grundmerkmal des Eindrucks und kein Produkt der Prinzipien.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Wahrmacher Armstrong Place I 21
Wahrmacher: Problem: kontrafaktische Konditionale weisen auf etwas, das nicht existiert: ein "kontrafaktischer Zustand" kann kein Wahrmacher sein. - Es gibt keine kontrafaktischen Zustände -(s) s.u. wohl aber kontrafaktische Tatsachen (als Annahmen). >Kontrafaktisches Konditional.
Place II 66
Wahrmacher/kontrafaktisches Konditional/Place: besondere Disposition, zeitlich begrenzt (wie Goodman, Nominalist). ArmstrongVsPlace: der Wahrmacher ist das Gesetz, zeitlich unbegrenzt.

II (c) 92
Wahrmacher/Armstrong: sind auch für die wahre Zuschreibung von unmanifestierten Dispositionen notwendig - aber nicht-dispositionale Eigenschaften plus Naturgesetz sind hinreichend. - Bsp Zwei nichteintretende gleichwahrscheinliche Ereignisse: haben keine Tatsachen als Wahrmacher. - Gleicher Fall: Bsp (von Martin) Entfernte Elementarteilchen, die niemals reagieren, würden sich idiosynkratisch verhalten: hier gibt es keinen Wahrmacher, keine bestimmte Weise, dennoch: das kontrafaktische Konditional gilt: wenn sie zusammengekommen wären, hätten sie sich idiosynkratisch verhalten.
II (c) 99
Gesetz/Armstrong: Wahrmacher für Gesetzesaussagen. - Atomarer Zustand: Relation höher Ordnung zwischen Universalien; die Anzahl der Instantiation ist irrelevant, alle sind identisch, daher aus a ist F deduzierbar: a ist G. Hume: molekularer Zustand, Gleichförmigkeit.
Armstrong: hier erweitern die vielen Fälle nur das Gesetz und sind keine Rechtfertigung für Deduktion von Unbeobachtetem.

Place III 121
Wahrmacher/Armstrong: ein einzelnes Naturgesetz macht eine universale Gesetzesaussagen wahr und deckt alle Instantiierungen ab. PlaceVsArmstrong: einzelne Wahrmacher sind nötig.

Place IV 156
Wahrmacher/Place: es ist verlockend anzunehmen, dass der Zustand, der das kontrafaktische Konditional wahr macht derselbe ist, der die kausale Gesetzesaussagen wahr macht, von dem es epistemisch abgeleitet ist. - (Vs "kontrafaktische Tatsachen"). PlaceVs, Vs "allgemeine Tatsache" - VsArmstrong, Vs denkunabhängige Naturgesetze als Wahrmacher. - > II 176

Martin III 175f
Wahrmacher/MartinVsArmstrong: Es ist noch immer unklar, ob seine Anrufung von Gesetzen stark genug ist, das volle ontologische Gewicht als Wahrmacher für die Lösbarkeit des Salzes zu leisten, das nicht in Wasser gestreut wurde.
Martin III 176
Welche [Gesetze] auch immer er anführt, sie scheinen falsch für die Situation zu sein, nämlich ausschließlich für die Situation der Verbindung, d.h. der tatsächlichen Manifestation.
Martin III 182 f
Abwesenheit/Mangel/Löcher/MartinVsLewis: Abwesenheiten sind doch als Wahrmacher geeignet: Zustand. - Problem: ein Zustand ist bloß "allgemeine Tatsache" (Russell) (>allgemeiner Term). - Tatsache/Situation/David Lewis: "wie es ist", "wie die Dinge sind" darf nicht einfach alles abdecken, was durch Dinge erfüllt wird, sonst trivial.
Lewis: Wahrheit superveniert darauf, was für Dinge es gibt und welche Eigenschaften und Relationen sie instantiieren.
MartinVsLewis: "wie das Universum ist" ist ein allgemeiner Term, aber immer noch 1. Ordnung! - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestierung.
Existenzsatz/Martin: egal ob positiv oder negativ: die Welt ist am anderen Ende und nicht vergebens.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place II
U. T. Place
A Conceptualist Ontology
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place III
U. T. Place
Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both?
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place IV
U. T. Place
Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Gleichförmigkeit Hume Chisholm Vs Berkeley, G. II 33
Def Immanenzprinzip/Rutte: Bsp Berkeley: der Begriff des realen Außendings sei absurd, weil dies bedeuten würde, den Gedanken an ein von niemandem gedachtes Ding fassen zu wollen. (Widerspruch). VsBerkeley: Verwechslung von "nicht gedacht" mit "denkunabhängig".
Realität/Überprüfung/Berkeley: die Erlebnisse und ihre Verläufe geben Überprüfungsinstanzen für die Annahme von Außendingen ab. Es gibt keine spezifischen Erlebnisse für solche Überprüfungen.
Wir können dieselben Prognosen machen, wenn die die Außenwelt leugnen.
Wir können uns auf keine andere Instanz als unsere Erlebnisordnung berufen.
II 34
Um zu zeigen, daß die Dinge Verursacher sind, müßten wir zeigen können, daß wir eine Erfahrung von den Außendingen ohne unsere Erlebnisse haben könnten. Das ist aber unmöglich. Dieselbe Erlebnisordnung könnte bestehen, wenn es gar keine Außendinge gäbe.
BerkeleyVsRealismus: damit ist der Realismus überflüssig!
VsBerkeley: dasselbe gilt nun aber auch von Spiritualismus, was Berkeley nicht zu sehen scheint! (Daß er überflüssig ist wie der Realismus).
II 35
analytische Philosophie/Sprachphilosophie/Rutte: das sprachanalytische Pendant zum Realismus ist die Annahme, daß wir anhand von Kriterien gelernt haben, Wahrnehmung von Täuschung zu unterscheiden: ohne Kriterien könnten wir es nicht erlernen. BerkeleyVs: solche Kriterien gibt es nicht!
VsBerkeley: dann können wir nicht einmal den Begriffen nach die Unterscheidung zwischen einer Wahrnehmung von Außendingen und einer totalen Halluzination machen!
Berkeley selbst setzt diese begriffliche Unterscheidung aber bereits voraus! ((s) Wieso?).
(Rutte: andernorts sieht Berkeley den Begriff des Außendings bereits als absurd an, hier jedoch nicht).
Berkeley: braucht aber gar keine Kriterien, da wir sowieso niemals diese Unterscheidung erlernen.
VsBerkeley: dennoch kann diese Unterscheidung sinnvoll gedacht werden. Die Begriffe "Erlebnis" und "subjektunabhängig" stehen jedermann zur Verfügung. Sie können expliziert werden, ohne auf eine konkrete Wahrnehmungssituation zu verweisen.
III 36
RationalismusVsBerkeley/Rutte: der Vertreter der Vernunft kann darauf verweisen, daß de facto eine solche Entscheidungssituation nicht besteht: wir glauben von Anfang an an die Außenwelt. Hume: hat auf einen ähnlichen natürlichen Glauben angesichts der noch fundamentaleren Frage nach der Gleichförmigkeit der Welt verwiesen.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Gleichförmigkeit Hume Sellars Vs Hume, D. Hume I 9
Einbildung/Hume: die Ansammlung von Vorstellungen heißt Einbildung, sie ist kein Vermögen, sondern ein Reservoir, eine Sammlung ohne Sammelalbum, ein Theater ohne Bühne, ein "Fluss von Perzeptionen". (SellarsVsHume). Der Ort ist nicht vom Geschehen verschieden, das sich in ihm abspielt, die Vorstellung wird nicht in einem Subjekt gegeben.
I 10
Die Einbildungskraft ist kein Faktor, kein Vermittler, keine bestimmende Bestimmung. Nichts geschieht durch, alles geschieht in der Einbildung.
Sellars II 327
Hume/Sellars: unsere "Wahrnehmungen" sind "Bilder" von Sachverhalten in einer allgemeinen raumzeitlichen Welt. Die Gleichförmigkeiten natürlicher Ereignisse tendieren dazu, sich auch in unseren "Vorstellungen" als Gleichförmigkeiten widerzuspiegeln. Der Unterschied zwischen Denkakten und dem Blitzen verwischt.
SellarsVsHume: er hat Schwierigkeiten, die Referenzbeziehung zwischen einer gegenwärtigen Vorstellung und einem früheren Ereignis zu erklären.
II 328
Er beachtet die propositionale Form seiner "Vorstellungen" nicht genügend und verbaut sich damit den Weg zu einer expliziten Erklärung des Unterschiedes zwischen den Folgerungen Jetzt Blitz, also demnächst Donner und: Gestern um 10:00 Blitz, also gestern um 10:01 Donner.
SellarsVsHume: weil er nicht klar zwischen Gedanken und Eindrücken unterscheidet, kann er annehmen, dass einer natürlichen Ableitung nicht nur eine logische, sondern auch eine zeitliche Abfolge entspricht. Seine Theorie muss so erweitert werden, dass sie auch Fälle wie den obigen umfasst oder auch rückwärts:
Jetzt Donner, also vor einem Moment Blitz.
Wahrnehmung/Komplex/SellarsVsHume: er macht nicht explizit, dass die Wahrnehmung einer Konfiguration ihrerseits eine Konfiguration von Wahrnehmungen ist! Obwohl das im Prinzip im Kern zutrifft, die bisher Schwierigkeiten, wenn man „Wahrnehmungen“ im Sinne von "Sinnesempfindung oder Eindruck" versteht.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Identitätstheorie Armstrong III 105
VsInduktion/VsBeste Erklärung/BE: der induktive Skeptizismus könnte bezweifeln, dass es wirklich die beste Erklärung wäre, fundamentaler: warum sollten die Gleichförmigkeiten (GF) der Welt überhaupt eine Erklärung haben? Gleichförmigkeit/Berkeley: durch Gott. Dieser könnte die "Naturgesetze" auch morgen abschaffen.
Berkeley/Armstrong: darauf zu antworten heißt schon, die Möglichkeit zuzugestehen. Wir haben keine Garantie, dass die Beste erklärung das beste Schema ist. Aber es ist informativ.

Armstrong III 53
Induktion/ArmstrongVsRegularitätstheorie: 1. Induktion ist rational. Wir bewältigen mit ihr unser Leben. Der Schluss ist formal ungültig, und es ist ausgesprochen schwierig, ihn zu formalisieren. HumeVsInduktion: mit seinem Skeptizismus gegen Induktion hat er einen Grundpfeiler unseres Lebens in Frage gestellt. (Viel schlimmer als Skeptizismus in Bezug auf Gott).
Moore: verteidigte Induktion wegen des common sense. Armstrong pro.
III 54
Das beste, was der Skeptiker VsInduktion erhoffen kann, ist einige unserer am besten begründeten (induktiv gewonnenen) Alltagsgewissheiten gegeneinander auszuspielen. VsVs: es ist ein kohärentes System, daß unsere Alltagsgewissheiten (Glauben) ein kohärentes System bilden. Anwendung auf sich selbst.
Hume: der Zweifel daran beinhalten ein Quantum an mauvaise foi. (Armstrong dito).
Er bleibt nur während seiner Studien Skeptiker und verwirft den Skeptizismus im Alltag.
VsRegth: es ist daher ein schwerer Vorwurf gegen eine philosophische Theorie, wenn sie auf den Skeptizismus VsInduktion verpflichtet ist.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Lewis, David Armstrong III 70
Def Naturgesetz/NG/Lewis: dann und nur dann, wenn es als Theorem (oder Axiom) in jedem der wahren deduktiven Systeme auftritt, das die beste Kombination von Einfachheit und Stärke vereinigt. Armstrong: "jedes" ist wichtig: angenommen, wir hätten L3 und L4 (s.o. Bsp), beide als Gesetze, aber beide unterstützen inkompatible kontrafaktische Konditionale.
Lewis: dann gibt es kein drittes Gesetz.
ArmstrongVsLewis: das scheint falsch.
III 71
Das geringste Übel wäre zu sagen, dass eine willkürliche Wahl getroffen werden muss, zwischen L3 oder L4 als drittem Gesetz. Der Preis dafür ist die Entdeckung, dass in einigen möglichen Situationen die Sicht von Ramsey Lewis keine nichtwillkürliche Antwort liefert. Für Lewis mag das kein Problem sein:
Gesetz/Lewis: „vager und schwieriger Begriff".
ArmstrongVsLewis: wenn man nicht die Regularitätstheorie voraussetzt, gibt es eine präzise Unterscheidung zwischen Gesetzen und Nicht Gesetzen.
Vs systematischer Ansatz/VsRamsey/VsLewis: pro: es ist, wie sie sagen, dass die Manifestationen von NG aus den Humeschen Gleichförmigkeiten herausgegriffen werden können. Aber:
Das ist keine notwendige Wahrheit. Ihr Kriterium ist nicht Teil unseres Begriffs von NG.
ArmstrongVsLewis: es ist logisch möglich, dass die Gleichförmigkeiten (GF) in einer beliebig gewählten Teilklasse Manifestationen von NG sind, während die GF in der Restklasse rein zufällige GF sind. Es ist logisch möglich, dass jede HG die Manifestation eines NG ist, daß keine eine ist, oder dass jede andere Teilklasse diese Klasse der Manifestationen von NG ist.

Schwarz I 94
Def Eigenschaften/Lewis: eine Eigenschaft zu haben, heißt, Element einer Klasse sein. ArmstrongVsLewis/Problem/Schwarz: man kann „rot“ nicht dadurch erklären, dass man sagt, dass sein Träger Element der und der Klasse ist. ((s) Entweder, es ist zirkulär, oder es verfehlt die Eigenschaft, weil der Gegenstand (Träger) auch zu anderen Klassen gehören kann. Bsp Dass die Tomate rot ist, liegt nicht daran, dass sie Element der Klasse der roten Dinge ist, sondern umgekehrt.) Armstrong 1978a(1),§2,5,§2,7)
Schwarz I 95
LewisVsVs: Lewis will, anders als andere Vertreter der Universalientheorie, gar nicht erklären, was es heißt oder woran es liegt, dass Dinge die Eigenschaften haben, die sie haben. Erklärung/Lewis: bei richtigen Erklärungen ist von Elementschaft nicht die Rede. (1997c(2),1980b(3)). Es kann aber keine allgemeine Erklärung des Habens von Eigenschaften oder von Prädikation geben! Weil in der Erklärung wieder Prädikate vorkommen müssen, wäre sie zirkulär. Daher ist „Haben einer Eigenschaft“ keine Relation. Aber mehr kann man auch nicht darüber sagen. (2002a(4),6,1983c(5):20 24,1998b(6),219). Bsp „A ist F“ sei generell wahr, weil A in der und der Beziehung zur Eigenschaft F steht: hier müsste „A steht in der und der Beziehung zur Eigenschaft F“ wiederum wahr sein, weil A und F in der und der Beziehung zur Relation „in der und der Beziehung stehen“ stehen usw.


1. David M. Armstrong [1978a]: Universals and Scientific Realism I: Nominalism & Realism. Cambridge: Cambridge University Press
2. David Lewis [1997c]: “Naming the Colours”. Australasian Journal of Philosophy, 75: 325–342.
3. David Lewis [1980b]: “Mad Pain andMartian Pain”. In Ned Block (ed.), Readings in the Philosophy of
Psychology Bd.1, Cambridge (Mass.): Harvard University Press, 216–222
4. David Lewis [2002a]: “Tensing the Copula”. Mind, 111: 1–13
5. David Lewis [1983d]: Philosophical Papers I . New York, Oxford: Oxford University Press
6. David Lewis [1998b]: “A World of Truthmakers?” Times Literary Supplement , 4950: 30.


Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Luhmann, Niklas Arm III 50
Induktion/Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Regularitätstheorie/Mackie: wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass alle Fs Gs sind, und wir ein a betrachten, von dem wir glauben oder wissen, dass es kein F ist oder daß es nicht existiert: Unter der Annahme, daß a ein F ist, ist es induktiv dennoch sehr wahrscheinlich, dass a ein G ist. Daher sind wir berechtigt zu dem
KoKo: wenn a ein F wäre, würde es ein G sein.
Armstrong: das ist in sich neutral und kann jetzt benutzt werden um zu zeigen, da auch Humesche Gleichförmigkeiten KoKo unterstützen könnten. Und zwar einfach wegen der Induktion. Dann ist das KoKo gerechtfertigt.
III 51
Vs: 1. dann muss es möglich sein, das Problem der Induktion zu lösen, auch wenn man annimmt, dass Naturgesetze (NG) bloße NG sein. Ich glaube aber, dass die Regth auf Skeptizismus in Bezug auf Induktion (s.o.) verpflichtet ist.
Vs: 2. a) Wenn Gesetzesaussagen KoKo unterstützen, dann müssten sie auch die Unsicherheit der Induktion erben! Bsp angenommen, alle Fs sind Gs, aber es gibt Zweifel, ob das ein Gesetz ist, Dann sind die Belege wahrscheinlich, aber nicht sicher. Das entsprechende
KoKo: wenn a ein F wäre, wäre es sehr wahrscheinlich, dass es ein G wäre.
Das Konsequens des KoKo wäre eine Wahrscheinlichkeitsaussage.
ArmstrongVsMackie: aber wir würden dieses KoKo nicht aufstellen. Entweder es ist ein Gesetz daß Fs Gs sind oder nicht. Wenn nicht, daß ist das KoKo einfach falsch.
b) es scheint logisch möglich, daß ein Wesen den Inhalt aller Gesetze kennen könnte, aber dieses Wissen oder Glaube ist nicht induktiv erworben. Könnte nicht dieses Wesen GA genauso wie wir benutzen, um KoKo zu unterstützen? Das scheint möglich.
Dennoch: wie wäre das dann möglich, wenn die Behauptung von KoKo sich auf eine induktive Inferenz vom Antezedens zum Konsequens stützen sollte? (Wie Mackie fordert).

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Regularitätstheorie Armstrong III 13
ArmstrongVsRegularitätstheorie: 1. extensionale Probleme: A.
Humesche Gleichförmigkeit: es scheint welche zu geben, die keine Naturgesetze sind sind. (HG = Humesche Gleichförmigkeit).
D.h. eine HG zu sein, ist nicht hinreichend dafür, ein NG zu sein.
B.
NG: es könnte welche geben, die nicht universell in Zeit und Raum gelten. Es gibt auch Wahrscheinlichkeitsgesetze (WschkG).
Keine dieser beiden wären Humesche Gleichförmigkeiten (HG).
D.h. eine HG zu sein, ist nicht notwendig dafür, ein NG zu sein.
2. "intensionale" Probleme: angenommen, es gibt eine HG, der ein NG entspricht, und der Inhalt dieser Gleichförmigkeit ist derselbe wie der des Gesetzes.
Selbst dann gibt es Gründe anzunehmen, dass das Gesetz und die Gleichförmigkeit nicht identisch sind.
Arm III 25
TooleyVsArmstrong: (s.u.): Naturgesetze, die wesentlich Einzeldinge involvieren, müssen als logisch möglich zugelassen werden. Dann muss es erlaubt sein, dass sich Gesetze von einer komischer Epoche zur nächsten ändern. TooleyVsRegularitätstheorie: für sie ist es ein Problem, dass nur eine schmale begriffliche Lücke die kosmischen Epochen (d.h. HG) von einfach nur sehr groß ausgedehnten Gleichförmigkeiten trennt, die nicht mehr kosmisch sind.,
Angenommen, es gäbe keine kosmischen Gleichförmigkeiten (GF), aber wohl die ausgedehnten, dann ist das logisch kompatibel mit all unseren Beobachtungen.
VsRegth: wie soll sie die Situation beschreiben, dass es
a) keine Gesetze gibt aber ausgedehnte Gleichförmigkeiten? oder
b) dass es Gesetze gibt, aber diese nicht kosmische Reichweite haben? Dem Geist der Regth entspricht eher letzteres.
III 27
VsRegth: sie kann nicht behaupten, dass jede lokale GF ein Gesetz ist.
III 52
ArmstrongVsRegth: macht Induktion irrational.
Arm III 159
ArmstrongVsIdealismus: zur Annahme eines unerklärten Absoluten gezwungen, wegen der Vorraussetzung der Notwendigkeit der Existenz. Es gibt keine Prinzipien der Deduktion vom Absoluten abwärts. Es hat nie eine ernsthafte solche Deduktion gegeben.
Erklärung/Armstrong: wenn aber die Erklärung kurz vor dem Absoluten halten muss, dann muss auch der Idealismus Kontingenz akzeptieren. An welchem Punkt sollten wir die Kontingenz akzeptieren?
ArmstrongVsRegularitätstheorie: diese gibt zu früh auf.
Universalientheorie: können die atomaren Verbindungen von Universalien die wir für die molekularen Gleichförmigkeiten angenommen haben, erklärt werden?
Notwendigkeit/Armstrong: kann immer nur behauptet werden, sie kann nicht gezeigt werden oder auch nur plausibel gemacht werden.

Arm III 53
Induktion/ArmstrongVsRegularitätstheorie: 1. Induktion ist rational. Wir bewältigen mit ihr unser Leben. Der Schluss ist formal ungültig, und es ist ausgesprochen schwierig, ihn zu formalisieren. HumeVsInduktion: mit seinem Skeptizismus gegen Induktion hat er einen Grundpfeiler unseres Lebens in Frage gestellt. (Viel schlimmer als Skeptizismus in Bezug auf Gott).
Moore: verteidigte Induktion wegen des common sense. Armstrong pro.
III 54
Das beste, was der Skeptiker VsInduktion erhoffen kann, ist einige unserer am besten begründeten (induktiv gewonnenen) Alltagsgewissheiten gegeneinander auszuspielen. VsVs: es ist ein kohärentes System, dass unsere Alltagsgewissheiten (Glauben) ein kohärentes System bilden. Anwendung auf sich selbst.
Hume: der Zweifel daran beinhalten ein Quantum an mauvaise foi. (Armstrong dito).
Er bleibt nur während seiner Studien Skeptiker und verwirft den Skeptizismus im Alltag.
VsRegth: es ist daher ein schwerer Vorwurf gegen eine philosophische Theorie, wenn sie auf den Skeptizismus VsInduktion verpflichtet ist.

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Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
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Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
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Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

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Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Skyrms, B. Arm III 36
Regularitätstheorie/Armstrong: wenn wir nun die begleitenden Umstände variieren, dann wird der Grenzwert der relativen Häufigkeit in jeder Klasse von Begleitumständen aufrechterhalten. (Wahrheitsbedingungen/Gesetzesaussagen/Resilienz: die Resilienz wirft aber kein Licht auf die WB für Gesetzesaussagen, wie der Text suggerieren könnte.)
Beschreibungsabhängigkeit/Resilienz/ArmstrongVsSkyrms/ArmstrongVsMackie: das führt ein beträchtliches Element von Willkür bzw. Konvention ein. Die Gesetzesaussage schreibt eine präzise Wahrscheinlichkeit für Fs zu, Gs zu sein.
Es verdeckt, daß es entscheidungsabhängig ist, wie man die Tatsachen beschreibt. Mackie und Skyrms sind ehrlich genug, das nicht zu verdecken:
Zufall/physikalischer Zufall/Skyrms: ist nicht absolut! (Tatsachen beschreibungsabhängig).
Standards für Resilienz entwickeln sich zusammen mit physikalischen Theorien.
Resilienz/Armstrong: der Begriff ist hilfreich, wenn wir objektive Tests entwickeln wollen.
NG/ArmstrongVsSkyrms: man sollte von Gesetzen nie mehr verlangen als dies: sie sollten potentiell resilient sein. Die Wahrscheinlichkeit, ein G zusein, haben die Fs immer unter allen nomisch möglichen Umständen.
III 37
Aber daß diese Umstände vorliegen, ist kontingent! Wir erwarten, dass einige niemals vorliegen. Skyrms: ist Anhänger der Regth.

Arm III 65
Resilienz/Naturgesetze/Regularitätstheorie/Armstrong: Bsp es ei eine Humesche Gleichförmigkeit, dass Fs Gs sind. Welche zusätzliche Bedingung würde daraus ein Gesetz machen? Wir wollen, daß die Fs resilient Gs sind, d.h. unter jedem nomisch möglichen Umstand. Das kann natürlich nicht absolut erfüllt sein. Aber relative Resilienz: Bsp es kann Fs geben, die Hs sind, die Js sind, die Ks sind...wo die Klasse der Faktoren {H,K,J...} einen weiten Bereich geeigneter Umstände abdeckt. Dann und nur dann ist die GF ein Gesetz.
Wie weit muß der Bereich sein, damit die Faktoren geeignet sind? Intuitiv so, daß wenn viele Faktoren da sind, daß es im Test nomisch möglich ist, ein F, das ein ~G ist, zu produzieren.
Bsp Smith’ Garten (s.o.). Die Verallgemeinerung ist hier hoch resilient denn es gibt eine große Breite von Umständen, die es falsifizieren könnten, wenn es falsifizierbar ist.
VsResilienz/VsSkyrms: warum sollte es nicht Gesetze geben, die nichtresilient sind?
Gesetz: wenn es ein Gesetz ist, daß die Fs Gs sind, dann ist s per definitionem potentiell resilient. Es ist physikalisch nicht möglich, daß ein F, das ein K ist, kein G ist. Aber warum sollte die Natur so zuvorkommend sein, uns mit Gründen zu versorgen anzunehmen, dass es kein solches K gibt? Warum sollte es Fs geben, die von Faktoren begleitet sind, die plausible Kandidaten für Ks sind, es aber zufällig nicht sind?
Bsp warum sollte Smith’ Garten nicht irgendwo existieren, aber ohne Früchte, und es dennoch ein Gesetz sein, daß er nichts als Äpfel enthält? Das könnte nur ein vulgärer Positivismus verbieten.
ArmstrongVsResilienz/ArmstrongVsSkyrms: das ist der Grund, warum die Verfeinerung der Regth durch Resilienz abgelehnt werden muß. Das drängt zur systematischen Lösung.
Wie kann der Resilienztheoretiker angeben, was ein echter Faktor für einen Test zu sein hat?
III 66
Nur indem er die nomisch signifikanten Faktoren herausfiltert. Er braucht ein kohärentes System. Daher sind Probleme des systematischen Ansatz auch Probleme des Resilienz Ansatzes.

Armstrong I
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Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
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Dispositions as Categorical States
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Dispositions, Tim Crane London New York 1996

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Dispositions, Tim Crane London New York 1996

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Reply to Martin
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What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Gleichförmigkeit Hume Armstrong Vs Tooley, M. III 104
Tooley: wenn Relation zwischen Universalien Wahrmacher sind, dann sine diese "atomare Tatsachen". dann könnten die Standardprinzipien der Bestätigungstheorie eine Wahrscheinlichkeit > 0 zuschreiben.
III 105
ArmstrongVsTooley: das ist eine Anfangsmöglichkeit oder logische Möglichkeit einer Tautologie. da sollten Empiriker Zweifel haben. ForrestVsTooley: es könnte unendlich viele mögliche Universalien geben. Wäre dann die zuschreibbaren Anfangswahrscheinlichkeiten nicht infinitesimal klein? Das wäre keine Rechtfertigung für die Induktion.
VsInduktion/VsBeste Erklärung: der induktive Skeptizismus könnte bezweifeln, daß es wirklich die beste Erklärung wäre, fundamentaler: warum sollten die Gleichförmigkeiten (GF) der Welt überhaupt eine Erklärung haben?
GF/Berkeley: durch Gott. Dieser könnte die "Naturgesetze" auch morgen abschaffen.
Berkeley/Armstrong: darauf zu antworten heißt schon, die Möglichkeit zuzugestehen. Wir haben keine Garantie, daß die Beste Erklärung das beste Schema ist. Aber es ist informativ.

Arm III 120
Dann wären alle Universalen nur Substanzen im Humeschen Sinn: d.h. etwas, das logisch möglicherweise eine unabhängige Existenz hat.
III 121
ArmstrongVsHume/ArmstronVsTooley: es ist falsch, sich Universalien so vorzustellen. Dann gibt es Probleme, wie Universalien mit ihren Einzeldingen (ED) zusammenhängen sollen. Bsp wenn eine Rel zwischen ED a und b etwas ist, was einer unabhängigen Existenz fähig ist , ohne a und b, und irgendwelcher anderer ED, wird es dann nicht wenigstens eine weitere Rel geben müssen, um sie mit a und b in Verbindungen zu bringen?
Und wenn diese Rel. nun selbst uninstantiiert sein kann, (z.B. in einem Universum mit Monaden!) dann steht diese Rel genauso in Frage usw. ad infinitum. (Bradleyscher Regreß).
Dem kann man nur entgehen, wenn Universalien bloß abstrakte Faktoren von Zuständen sind (aber real).

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
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Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
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Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
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Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
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Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983