Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ethik Nozick II 17
Ethik/Nozick: es gibt kein Argument, dem Hitler sich beugen musste. - Das führt dazu, dass wir Ethik nicht als absolut betrachten können aber: Bsp Heimson: bringt nicht in gleicher Weise unser Überzeugungssystem über personale Identität in Gefahr. - Wir haben eher eine Wie-ist’s-möglich-Frage über Ethik als über personale Identität. erklärung/(s):
Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> J. Perry I 17 > "Mad Heimson", D. Lewis IV 141, 151)
II 118
Kategorischer Imperativ/Kant/Nozick: wenn der Inhalt aus der Form gewonnen werden könnte, wäre er keine "nackte Tatsache" (brute fact) mehr. - Er ergäbe sich notwendig aus der Form.
II 570
Ethik/Nozick: wie wichtig ist sie überhaupt? - Solange die Bedeutung unseres Lebens nicht gezeigt ist, scheinen Ethik und Werte bedeutungslos zu sein.
II 631
Ethik/Moral/Reduktion/Reduktionismus/Nozick: VsReduktionismus: verletze das Prinzip, dass alles einen Wert in sich habe. - NozickVsVs: das ist nicht nur theoretisch falsch, sondern auch moralisch falsch.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Glauben Lewis IV 151
Glauben/Perry: hat immer zwei Objekte. 1. Objekt: Paar aus Individuum und Eigenschaft - (propositionaler Glauben: wäre eine null-stellige Relation).
Glauben/Perry: Überzeugungen sind nicht im Kopf - Die mentalen Zustände von Heimson und Hume sind gleich. - Es sind aber verschiedene Paare von Individuum und Eigenschaft. - Problem: dann läge die Verrücktheit in Zuständen der Welt.
((s) Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> Heimson-Beispiel/J. Perry).)
Lösung/Perry: das erste Objekt von Heimson ist falsch.

2. Objekt: eine Funktion mit dem Subjekt als Argument und dem ersten Objekt (Individuum-Eigenschaft-Paar) als Wert - nach dem 2. Objekt sind Glauben doch im Kopf - Hume und Heimson haben dasselbe 2. Objekt: die Funktion, die Hume das Paar Hume und die Eigenschaft Hume zu sein zuschreibt - beide glauben dasselbe! - Lewis pro.

IV 152
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! - Die Selbstzuschreibungen des Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems - Fremdzuschreibungen sind keine weiteren Glaubenseinstellungen - andererseits: Glauben de re: ist nicht im Kopf - ist auch kein richtiger Glaube - sie sind Sachverhalte kraft der Relation des Glaubens zu den Dingen.
IV 153
Glauben de re/Lewis: nicht de re: Bsp die Zuschreibung von "Ist ein Spion" an "Ist der kleinste Spion...". - Bsp nicht de re: die Zuschreibung "Mörder", wenn der Mord noch nicht aufgeklärt ist. - Die geeigneten Kennzeichnungen müssten das Wesen herausgreifen - nicht de re: Bsp "irgend jemand hat mir..".
IV 155
Lösung: Bekanntschaft - Bsp "Der Mann, von dem ich unter dem Namen Hume gehört habe..." ist schon Bekanntschaft! - Auch: Bsp der Autofahrer vor mir. - Dass er ein unbekanntes Wesen ist, ist irrelevant.
Schwarz I 179
Glauben/Glaubenssatz/Semantik/LewisVsStalnaker: ob ein Spieler den besten Zug kennt, hängt nicht davon ab, dass er den Satz "dies ist der beste Zug" für wahr hält. - Er muss gar keine Sprache sprechen - (Allwissenheit/Stalnaker: eigentliche Unkenntnis bei scheinbarer Unkenntnis notwendiger Wahrheiten betrifft stets sprachliche Sachverhalt.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Propositionen Lewis Frank I 17
Proposition/Lewis: die Menge von möglichen Welten (MöWe), in denen diese Proposition gilt - Def Eigenschaft/Lewis: die Menge der (aktuellen oder nicht-aktuellen) Wesen, denen diese Eigenschaft zukommt - Proposition/Lewis/Frank: nun lässt sich zwischen jeder Proposition und der Eigenschaft, eine Welt zu bewohnen, in der die Proposition gilt, eine Eins-zu-Eins-Entsprechung herstellen - sie erlaubt es, auf Propositionen als die Gegenstände der Einstellungen zu verzichten - es gibt nun aber Einstellungen, die sich nicht als E zu Propositionen analysieren lassen: in denen wir uns selbst in Raum und Zeit lokalisieren - Bsp Gedächtnisverlust: jemand stößt auf seine eigene Biographie und kann sich selbst dennoch nicht zuordnen. - ((s) weil Proposition = Menge von möglichen Welten, dann - Bsp "ich bin hier" in jeder möglichen Welt wahr - daher kein Wissen.) - Frank I 329 - Proposition: Menge von möglichen Welten, in denen sie wahr sind (extensional) - Vorteil: nicht-perspektivischer Zugang. - ((s) nicht jeder in seiner eigenen möglichen Welt.) - Frank I 355 Propositionen: haben nichts Intersubjektives an sich - daher Subjektivität der Bezugnahme der ersten Person problematisch.
Lewis IV 137
Proposition/Lewis: teilt die Bevölkerung in Bewohner von Welten, in denen sie gilt, und solche, in denen sie nicht gilt - durch Glauben rechnet man sich dann selbst einer zu und lokalisiert sich in einer Region des logischen Raums - wenn Quantifikation über mehrere mögliche Welten hinweg (querweltein) möglich ist, gibt es eine große Population über Welten und Zeiten hinweg.
IV 142
Bsp Heimson glaubt ich bin Hume /Perry/Lewis: Selbstzuschreibung einer Eigenschaft, keine leere Proposition Heimson ist Hume - alle Propositionen, die für Hume wahr sind, sind auch wahr für Heimson, weil beide in derselben Welt wohnen. - Lewis: also glaubt Heimson dasselbe wie Hume, indem er eine wahre Proposition glaubt - das Prädikat "glaubt, Hume zu sein" trifft auf beide zu.
IV 142
Heimson-Bsp VsPropositionen als Glaubensobjekte - sonst wäre "ich bin Hume" entweder beide Male wahr oder beide Male falsch - ((s) Unterschied Proposition/Aussage.) IV 145 Proposition: in einer geteilten Welt ist jede Propositionen entweder wahr oder falsch - daher sind individuelle Wunschobjekte eher Eigenschaften (die selbst zugeschrieben werden können) als Propositionen.
IV 146
Proposition: keine Proposition: Bsp "es gibt etwas, was ich jetzt wünsche und ich werde es auch noch wünschen wenn ich es habe, nur werde ich dann zufriedener sein" - keine Proposition, weil sie auf Zeitabschnitte vorher und nachher zutrifft - ein Zeitabschnitt von mir wird nicht glücklich sein in einer Welt zu leben, in der es irgendwann so weit ist. - Lösung: der Wunsch nach der Eigenschaft, zeitlich später lokalisiert zu sein - Lokalisierung im logischen Raum statt Proposition: Bsp der Kreuzfahrer will eine Region im logischen Raum ohne vermeidbares Unglück - das sind Eigenschaften.
V 160
Proposition: keine linguistische Entität - keine Sprache hat genug Sätze, um alle Propositionen auszudrücken - wahrheitsfunktionale Operationen mit Propositionen sind Boolesche Operationen über Mengen von möglichen Welten. - Inklusion, Überlappung usw.
ad Stechow 42
((s) > Sprache/unendlich/Lewis/(s): die Menge der Propositionen ist größer als die Menge der Sätze, weil sie der Potenzmenge der möglichen Welten entspricht.) Siehe: "Gibt es unendlich viele mögliche Sätze in einer natürlichen Sprache?"

Frank I 329ff
Proposition/Lewis: Menge von möglichen Welten, in denen sie wahr sind (extensional) - Vorteil: nicht-perspektivischer Zugang. - ((s) Nicht jeder hat seine eigene mögliche Welt.)

Hector-Neri Castaneda (1987b): Self-Consciousness, Demonstrative Reference,
and the Self-Ascription View of Believing, in: James E. Tomberlin (ed) (1987a): Critical Review of Myles Brand's "Intending and Acting", in: Nous 21 (1987), 45-55

James E. Tomberlin (ed.) (1986): Hector-Neri.Castaneda, (Profiles: An
International Series on Contemporary Philosophers and Logicians,
Vol. 6), Dordrecht 1986

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Propositionen Searle II 274
Bsp Heimson/Perry/Searle: Verschärfung: Heimson sei Humes Doppelgänger auf der Zwillingserde, bis auf die Mikrostruktur. Der Satz "Ich bin David Hume" hat beide Male denselben Fregeschen Sinn, aber die Propositionen müssen verschieden sein, denn sie haben verschiedene Wahrheitswerte. Also reicht der Fregesche Sinn nicht aus, um festzulegen, welche Proposition zum Ausdruck gebracht wird. Er kann die Indexikalität nicht erklären. Kaplan: Daher gibt es eine andere Theorie der Propositionen, und zwar die, der "direkten Bezugnahme" bzw. "singulären Propositionen". Hier ist die Proposition nicht der intentionale Gehalt im Kopf des Sprechers, sondern muss die wirklichen Gegenstände enthalten. SearleVs. Siehe Selbstbezüglichkeit.
V 144
SearleVsFrege: Frege versäumte die Unterscheidung zwischen Sinn und Proposition. Proposition/Searle: Umstände sind zusätzlich zu den Ausdrücken nötig.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Heimson Perry Stalnaker Vs Mögliche Welten I 49
Mögliche Welt /MöWe/Wissen/Mathematik/StalnakerVsLewis/Stalnaker: ich bin geneigt zu sagen, dass die MöWe-Theorie Annahmen über die Natur ihrer Objekte macht, die - anders als die entsprechenden Annahmen des mathematischen Platonismus – unverträglich sind mit der Darstellung der Verbindung zwischen den Wissenssubjekten und ihren Objekten im Fall der MöWe. MöWe/MR/Vsmodaler Realismus/Wissen/Verifikationismus/StalnakerVsLewis: der modale Realist kann keine verifikationistischen Prinzipien für das, was er sein Wissen nennt, anführen.
Fazit: Problem: der MR kann nicht auf der einen Seite sagen, dass MöWe Dinge von der selben Art sind wie die aktuale Welt (kontingente physikalische Objekte) und auf der anderen Seite sagen, MöWe seien Dinge, von denen wir auf dieselbe Art wissen, wie von Zahlen, Mengen Funktionen. ((s) Nämlich keine real existierenden Dinge).
I 53
StalnakerVsLewis: er widerspricht sich selbst, weil seine andere These über MöWe über die wir substantielle Überzeugungen haben können, seiner Definition von Inhalt (s.o.) widerspricht.
I 58
Widerspruch/Lewis: es gibt keinen Gegenstand, wie phantastisch auch immer, über den man die Wahrheit sagen könnte, indem man sich selbst widerspricht. Fußnote:
Takashi YagisawaVsLewis: warum nicht? Was sollte man denn sonst erwarten? Unmögliche Dinge sind unmöglich.

II 20
Glaubenszuschreibung/Lösung/Stalnaker: ich frage immer, wie die MöWe wäre, entsprechend dem, was der Glaubende glaubt. Bsp Pierre: für ihn gibt es zwei Städte (Londres und London)
Bsp Lingens in der Bibliothek: für ihn gibt es zwei Männer, eine namens „Lingens“, über den der andere etwas liest.
Relationstheorie/RelTh/Stalnaker: das kann man mit der Annahme versöhnen, dass Propositionen die Glaubensobjekte sind. (Lager: Stalnaker pro Relationstheorie? (1999))
Index/Glauben/Stalnaker: dennoch glaube ich, dass Überzeugungen in irreduzibles indexikalisches Element haben.
Lösung/Lewis: Mengen von zentrierten MöWe als Glaubensobjekte.
StalnakerVsLewis: ich habe zwar zugestanden, dass solche MöWe dann eine Repräsentation des mentalen Zustands des Glaubenden enthalten.
Aber darum geht es nicht! Es ist nicht hinreichend, dass MöWe, die kompatibel sind mit jemandes Überzeugungen dann eine Person enthalten, die diese Überzeugungen hat (> Bsp Lingens: ein Mensch mit Gedächtnisverlust sitzt in der Bibliothek und liest seine eigene Biographie), der Glaubende muss sich selbst mit der Person identifizieren, die diesen Gedanken hat!
Proposition/Identifikation/Selbstidentifikation/Stalnaker: ich behaupte nicht, dass diese Identifizierung durch den Glauben an eine Proposition erfüllt wird.
Ich denke jetzt, dass es dabei überhaupt nicht um irgendeine Art kognitiver Leistung geht.
Indexikalische Überzeugung/Stalnaker: (Bsp Perry: >Gedächtnisverlust, Bibliothek, Bsp Lewis: 2 Götter (Zwei allwissende Götter, Bsp Castaneda: Gedächtnisverlust): indexikalisches Nichtwissen.
Stalnaker: These: die Leute unterscheiden sich nicht darin, was sie glauben.
II 21
Bsp O Leary weiß, dass er im Keller ist und dass Daniels in der Küche ist. Und Daniels weiß dasselbe: dass er in der Küche ist und O’Leary im Keller. Jeder weil wer und wo er selbst ist und wer und wo der andere ist. Die MöWe, die mit den Überzeugungen der beiden kompatibel sind, sind dieselben. Sie streiten sich über nichts.
Dennoch gibt es einen offensichtlichen Unterschied ihrer doxastischen Situation: O’Leary identifiziert sich selbst mit dem im Keller und Daniels identifiziert sich selbst als denjenigen, der in der Küche ist.
MöWe-Semantik/StalnakerVsMöWe-Semantik/Stalnaker: dieser Unterschied in den Glaubenszuständen der beiden wird durch eine Menge von MöWe als Glaubenszustand nicht reflektiert.
Lösung/Lewis: Selbstzuschreibung von Eigenschaften, oder - äquivalent dazu – Mengen zentrierter MöWe.
StalnakerVsLewis: das möchte ich nicht.
StalnakerVsLewis: Problem: es ist falsch, den Unterschied in der Perspektive als einen Streit (disagreement) zu behandeln. Die beiden streiten sich über nichts.
Problem: es ist nicht sicher, ob man ihre Übereinstimmung damit ausdrücken kann, dass die Menge ihrer unzentrierten MöWe dieselbe ist. Denn
Bsp Heimson/Perry/Stalnaker: (Heimson glaubt, „ich bin David Hume“) alle seine unpersönlichen Überzeugungen über Hume sind korrekt. Nehmen wir an, sie sind dieselben Überzeugungen wie die Überzeugungen von Hume über Hume.
Stalnaker: dennoch wäre es falsch zu sagen, dass sie sich über nichts streiten. ((s) Anders als O’Leary und Daniels).

II 134
Lokalisation/Raum/Zeit/Selbstlokalisation/logischer Raum,/Lewis/Stalnaker: logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Menge von MöWe, aus denen man einen auswählt.
Selbstlokalisation/physisch: in Raum und Zeit. Wir wissen meist, so wir sind. ((s) Aber wir kennen nie alle möglichen Welten, in denen wir lokalisiert sein könnten, wir können diese MöWe nicht alle unterscheiden, weil wir nicht alles wissen).
Götter-Bsp/Stalnaker: die beiden wissen genau, wo im logischen Raum sie sind.
II 135
Aber sie wissen nicht, wo sie innerhalb dieser MöWe sind. LewisVsTradition: die Doktrin der Proposition ist nur auf eine der beiden Arten des lokalisierenden Glaubens konzentriert.
Verallgemeinerung: ist es, was wir brauchen, und dazu dient der Übergang von Propositionen zu Eigenschaften (als Glaubensobjekten).

II 144
Götter-Bsp/Stalnaker: auch dies ist ein Fall von Unwissenheit, welche von zwei ununterscheidbaren MöWe aktual ist. Eine ist tatsächlich die aktuale Welt (WiWe), während die andere genauso ist, mit der Ausnahme, dass der Gott, der in der WiWe auf dem höchsten Berg sitzt, diesmal auf dem kältesten Berg sitzt und zwar mit allen Eigenschaften, die der Gott auf dem höchsten Berg tatsächlich hat.
((s) zwei Individuen tauschen die Plätze, nehmen aber alle Eigenschaften mit. Das geht nur, wenn Lokalisierung keine Eigenschaft ist)
Allwissenheit/Stalnaker: dann muss man sagen, die beiden Götter sind nicht wirklich allwissend in Bezug auf Propositionen, wohl aber allwissend in Bezug auf rein qualitative Merkmale.
LewisVsStalnaker: dieser Erklärung weist Lewis aus zwei Gründen zurück:
1. weil er die Gegenstücktheorie (GT) vertritt, die Querwelteinidentität überflüssig bzw. sinnlos macht.
2. selbst ohne GT würde es nicht funktionieren, weil
Angenommen, die beiden Götter aus Welt W haben in Welt V die Plätze getauscht, angenommen, der Gott auf dem höchsten weiß, dass seine Welt W ist, nicht V. Angenommen, er ist allwissend in Bezug auf alle Propositionen, nicht nur die qualitativen Propositionen.
II 145
V: die Welt V kann keine Rolle spielen, denn er weiß, dass er nicht dort lebt. Problem: es gibt immer noch zwei Berge in der einen Welt W, wo er, nach allem was er weiß, leben kann.
StalnakerVsLewis: das beantwortet die Frage nicht: man kann nicht einfach stipulieren, dass der Gott in W etwas weiß und nicht V nicht. Denn nach der von uns vorgeschlagenen Erklärung führt das doch dazu, dass er weiß, auf welchem Berg er lebt.
Lewis/Stalnaker: seine Erklärung ist plausibel, wenn man sie als Metapher für eine Lokalisation im logischen Raum auffasst:
logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Angenommen, eine Karte des logischen Raums, aufgeteilt in große Regionen, die MöWe entsprechen und darin kleinere Unterteilungen, die Lokalisierungen innerhalb von MöWe repräsentieren.
Pointe: dann können wir jemand mitteilen, in welcher großen Region er ist, ohne ihm zu sagen, wo genau darin er lokalisiert ist.
modaler Realismus/logischer Raum/Stalnaker: für ihn mag dieses Bild angemessen sein.
Aktualismus/logischer Raum/Lokalisierung/Stalnaker: für den Aktualismus ist dieses Bild irreführend: zu wissen, in welchem Land man ist, ist verschieden davon zu wissen, wo in dem Land man ist, aber es ist nicht so klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, dass man etwas darüber weiß, in welcher MöWe man ist und dem Wissen, welche MöWe die aktuale ist.
Das gesteht auch Lewis zu.
Stalnaker: mein Ansatz scheint eigentlich nahe an dem von Lewis zu sein, aber nein.
Zentrierte MöWe: man sollte vielleicht statt von ununterscheidbaren MöWe von zentrierten Welten (nach Quine) sprechen. Diese sind dann unterscheidbar.
Ununterscheidbarkeit/MöWe/Stalnaker: distinkte aber ununterscheidbare MöWe wären dann dieselben Welten, aber mit unterschiedlichen Zentren.
Einstellung/Eigenschaften/Propositionen/zentrierte Welt/Lewis: Objekte von Einstellungen als Mengen zentrierter MöWe zu behandeln macht sie zu Eigenschaften statt Propositionen.
zentrierte MöWe/Stalnaker: ich stimme zu, dass mögliche Situationen normalerweise, vielleicht sogar wesentlich, zentriert sind im Sinne einer Repräsentation eines bestimmten geistigen Zustands.
II 146
StalnakerVsLewis: das macht den Ansatz (Götter-Bsp) aber komplizierter, wenn es um die Relationen zwischen verschiedenen mentalen Zuständen geht. Bsp vergangene mit gegenwärtigen Zuständen zu vergleichen ist dann schwieriger, oder Relationen zwischen den Überzeugungen verschiedener Personen.
Information/Kommunikation/Stalnaker: wir brauchen dann zusätzliche Erklärungen darüber, wie Informationen ausgetauscht werden. Zwei Beispiele:
Bsp O’Leary ist aus seinem Kofferraum befreit und fragt sich gegen neun:
a) „Wie spät war es, als ich mich frage, wie spät es sei?“
Stalnaker: das ist dieselbe Frage wie die, dieser damals stellt.
Wenn er erfährt, dass es drei Uhr war, ist sein Zweifel beseitigt.
Lösung: der Zweifel ist beseitigt, weil alle möglichen Situationen (MöWe) in denen ein Gedanke zu zwei verschiedenen Zeiten vorkommt, involviert sind. De Zentren dieser Situationen haben sich bewegt in dem Sinn, dass es jetzt neun Uhr ist, und O’Leary nicht mehr im Kofferraum, aber dennoch kann es sein, dass das erste Vorkommnis des damaligen Gedankens ist, an das O’Leary jetzt denkt.
Pointe: diese Verschiebung des Zentrums erfordert nicht, dass die MöWe, die die Propositionen charakterisieren, verändert werden.
b) „Wie spät war es, als ich mit fragte, ob es drei oder vier sei?“. (Wenn er sich zweimal fragte)
Ununterscheidbarkeit: selbst wenn die beiden Vorkommnisse für O’Leary ununterscheidbar waren, kann es immer noch sein, dass es das erste Mal war, an das sich O’Leary gegen neun Uhr erinnert.
StalnakerVsLewis: sein Ansatz ist komplizierter. Nach seinem Ansatz müssen wir um drei Uhr sagen, O’Leary wundert sich über seine gegenwärtige zeitliche Lokalisierung in der aktualen Welt (WiWe), statt sich zu fragen, in welcher MöWe er ist.
Dagegen: um neun sieht die Sache ganz anders aus: jetzt fragt er sich, ob er in einer MöWe lebt, vo ein bestimmter Gedanke um drei vorkam oder um vier. Das ist unnötig kompliziert.
Bsp Lingens, immer noch in der Bibliothek, trifft Ortcutt und fragt ihn, „Weiß Du, wer ich bin?“ – „Du bist mein Cousin, Rudolf Lingens!“.
Stalnaker: das scheint eine einfache und erfolgreiche Kommunikation zu sein. es wurde Information verlangt und gegeben. Die Frage wurde beantwortet.
II 147
Proposition/Stalnaker: (Propositionen als Glaubensobjekte) Ortcutts Antwort drückt eine Proposition aus, die zwischen möglichen Situationen unterscheidet, und Lingens Zweifel beseitigt. StalnakerVsLewis: nach seinem Ansatz (Selbstzuschreibung von Eigenschaften) ist es wiederum komplizierter:
Lingens: fragt, ob er sich selbst eine gewisse Menge von Eigenschaften korrekterweise i zuschreibt.
Ortcutt: antwortet, indem er sich selbst eine ganz andere Menge von Eigenschaften zuschreibt.
Lingens: muss die Antwort dann danach erst selbst erschließen. So sind alle Antworten in Kommunikation immer indirekt. ((s) Auch StalnakerVsChisholm, implizit).
Kommunikation /Lewis/Chisholm/StalnakerVsLewis/StalnakerVsChsholm: alle Leute reden dann immer nur von sich selbst.
Lösung/Stalnaker: Lewis müsste sonst zwischen Einstellungen und Sprechakten unterscheiden und sagen, dass Sprechakte Propositionen als Objekt haben und Einstellungen Eigenschaften als Objekt.
Problem/StalnakerVsLewis: Lewis kann nicht intuitionsgemäß sagen, dass der Inhalt von Ortcutts Antwort die Information ist, die Lingens’ Zweifel behebt.
Das ist auch ein Problem für Perrys Ansatz. (> StalnakerVsPerry)

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Heimson Perry Lewis Vs Perry, J. IV 70
Person/Identität/Spaltung/Perry/Lewis: wir beide haben dasselbe Ziel, aber verschiedene Prioritäten. Perry: gebraucht nicht die zeitliche Identität (Identität zu t). Er erlaubt nicht die Identifikation der I-Relation (IR) und der R-Relation (RR) sondern nur von gewissen zeitlichen Unterrelationen von ihnen.
LewisVsPerry: dazu muss er eine unintuitive Unterscheidung zwischen Personen, die zu verschiedenen Zeiten existieren (Zustände haben) einführen. ((s) >Castaneda: "flüchtige Iche").
Alle Personen sind bestimmbar zu einer Zeit (außer den Problemfällen).
Bsp Stadium S1 sei R relativiert zu t kurz R1r in Bezug auf S2 dann und nur dann, wenn S1 und S2 Rr simpliciter sind, und auch S2 zu t lokalisiert ist. Dann ist die R1Relation die R Relation zwischen Stadien zu t und anderen Stadien zu anderen Zeiten oder zu t.
IV 71
Und S1 ist Ir zu t kurz I1 relativ auf S2 wenn beide S1 und S2 Stadien einer dP sind, die bestimmbar zu t ist und S2 zu t lokalisiert ist. Dabei müssen wir dP auslassen, die nicht zu t bestimmbar sind. Dauerhafte Person/Perry: (continuant, dP): ein C ist eine dP wenn für ein Person Stadium S, lokalisiert zu t, C das Aggregat ist, das alle und nur Stadien umfasst, die Rtr auf S sind.
Allgemein, eine dP ist ein continuant, der zu einer Zeit bestimmbar ist. Niemand ist zu dauerhafter Unidentifizierbarkeit verurteilt.
Def Lebenszeit/Perry: dauerhafte Person, (continuant).
Def Zweig/Terminologie/Perry: maximal R korreliertes Aggregat von Person Stadien (genau das, was ich eine dP nenne).
Spaltung: hier sind einige Lebenszeiten keine Zweige. Das ganze ist eine Lebenszeit (kein Zweig) die bestimmbar ist zu t0 (vor der Spaltung). C1 und C2 sind noch gar nicht unterscheidbar, während C nicht mehr bestimmbar ist zu t1 (nach der Spaltung).
PerryVsLewis: These: die RR ist nicht dasselbe wie die IR (in diesem Fall). Denn C ist eine Lebenszeit und dann sind nach Perry S1 und S2 I r, aber wegen der Spaltung nicht R r.
Daraus folgt, dass für jede Zeit t die RtR dieselbe wie die I1R ist.
Lewis: vielleicht genügt das, dann jede Frage nach dem Überleben oder der Identität entsteht ja zu einer bestimmten Zeit! D.h. zu t sind nur die RtR und ItR relevant.
Es ist harmlos, dass S1 und S2 Ir sind weil sie weder It0 noch It1r noch überhaupt Itr zu irgendeiner Zeit t sind.
Perry These: jedes Person Stadium zu einer Zeit muss zu genau einer dP bestimmbar zu der Zeit gehören. Personen können wohlgemerkt Stadien teilen:
Bsp Spaltung: S gehört zu drei Lebenszeiten: C, C1, C2 aber nur zu zwei Zweigen: C1 und C2. S1 gehört zu zwei LZ C und C1 aber nur zu einem Zweig: C1.
Stadien/Perry: werden aber nur dann geteilt, wenn alle bis auf einen Träger nicht bestimmbar sind.
Deshalb können wir mit Identität zählen, wenn wir nur die Personen zählen, die zu einer Zeit bestimmbar sind und bekommen die richtige Anwort. Eine Person existiert vor der Spaltung, zwei nachher.
Insgesamt sind es drei, aber dann werden auch die nichtbestimmbaren gezählt! Aber bei der Spaltung verschwindet die erste und zwei neue entstehen.
LewisVsPerry: ich gebe zu, dass Zählung durch Identität zu t etwas kontraintuitiv ist, aber ist es nicht genauso kontraintuitiv, unbestimmbare Personen auszulassen?
"es gibt"/existeren: zeitlos gesehen gibt es Personen, sie existieren aber zu einer Zeit. (d.h. sie haben Zustände, Stadien).
IV 72
Und damit sind sie nicht identisch mit den Personen, die wir zählen. Ist es nicht ungerechtfertigt, sie auszuschließen? Perry kann sagen: wir haben ausgezeichnete praktische Gründe. Methusalem/Perry/Lewis: Perry geht nicht darauf ein, sein Ansatz kann aber darauf angewendet werden:
Das Ganze von Methusalem ist sowohl Lebenszeit als auch Zweig und damit eine unproblematische Peson.
Zweige/Lewis: (= continuants, dauerhafte Personen) die (willkürlich gewählten) Segmente von 137 Jahren. Für Perry wären es die doppelten 274 Jahre.
Lebenszeit: ist bei den trivialen Ausnahmefällen des Beginns und des Endes nicht identisch. D.h. die ersten und die letzten 137 Jahre sind beides: Zweig und Lebenszeit, da sie nicht auseinanderklaffen können.
Jedes Stadium gehört zu genau einer Person, die zu t bestimmbar ist und zu unendlich vielen nichtbestimmbaren Personen!
Zählung nach Identität liefert die richtige Antwort, weil sie die unbestimmbaren auslässt.
RtR und ItR sind für jede Zeit t identisch, aber sie RR und die IR differieren für je zwei Stadien, die weiter als 137 Jahre auseinander liegen. (Aber nicht mehr als 274).
Identität/Perry: er sagt nichts über Grade personaler Identität.
Lewis: er könnte sie aber übernehmen.
LewisVsPerry: pro Perry was die normalen Fälle betrifft, aber bei pathologischen Fällen (Spaltung usw.) fehlt ein genauer Punkt der Referenz:
Das führt wieder zu Überbevölkerung:
Bsp wie viele Personen waren bei einer Spaltung involviert, die sich vor langer Zeit ereignete? Ich sage: zwei Perry: drei. Oder er sagt: keine heute bestimmbaren.

IV 151
Heimson Bsp/LewisVsPerry: soweit sein Argument und ich glaube, dass es funktioniert, aber es ist zu kompliziert, ohne extra etwas zu leisten. Seine Lösung muss mindestens so gut sein wie meine, weil sie ein Teil meiner Lösung ist. Wann immer ich sage, dass jemand sich die Eigenschaft X zuschreibt, sagt Perry: das erste Objekt ist ein Paar von ihm und der Eigenschaft X. Das zweite Objekt ist dann die Funktion die irgendeinem Subjekt das Paar Y und X zuschreibt.
Der scheinbare Vorteil bei Perry ist, dass er Fremdzuschreibung genauso gut wie Selbstzuschreibung erklärt.
Glauben de re: Zuschreibung von Eigenschaften an Individuen.
Perrys Schema ist gemacht für Zuschreibung de re, aber de se fällt darunter als Spezialfall.
IV 152
De re: Heimson und der Psychiater stimmen darin überein, Heimson die Eigenschaft, Hume zu sein, zuschreiben. LewisVsPerry: meine Lösung ist einfacher: die Selbstzuschreibungen eines Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems ((s) >Selbstzuschreibung/Chisholm).
Fremdzuschreibungen: sind keine weiteren Glaubenseinstellungen neben den SZ.
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! ((s) Putnam spricht auch nur von Bedeutungen, die nicht im Kopf sind.)
Lewis: aber ich stimme mit Perry überein, dass Glauben de re im allgemeinen nicht im Kopf sind, weil sie in Wirklichkeit gar nicht Glauben sind! Sie sind Sachverhalte, Kraft der Relationen des Glaubens des Subjekts zu den Dingen.
LewisVsPerry: sein Schema repräsentiert neben Glauben noch etwas anderes. Für Glauben ist es redundant. Wenn wir ein paar erste Objekte haben und ein paar erforderliche Tatsachen die nicht über Glauben.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Heimson Perry Stalnaker Vs Perry, J. II 21
Zuschreibung/Glaubenszuschreibung/propositionales Wissen/Indexwörter/Heimson/Stalnaker: grundsätzlich sind zwei Fragen zu unterscheiden: 1. Was ist der Inhalt des Glaubens?
2. Was ist die Natur der Relation zwischen dem Glauben den und dem Inhalt?
Das entscheidende indexikalische Element steckt in der Antwort auf die zweite Frage.
Lösung/Kalibrierung/Stalnaker: die möglichen Situationen müssen „kalibriert“ werden: d.h. Zeitpunkt und Ort müssen angegeben werden. ((s) Damit werden die Mengen von möglichen Welten (MöWe) eingeschränkt).
Lösung/Perry/Stalnaker: Perry unterscheidet Glaubenszustand und Glaubensinhalt.
Inhalt/StalnakerVsPerry: dieser hat aber einen anderen Begriff von Inhalt. Sein Begriff reflektiert nicht angemessen den informationalen Inhalt vn Überzeugungen.

II 147
StalnakerVsPerry/Perry/Stalnaker: Glaubenszustand/Perry/Stalnaker: unterscheidet dieser vom Glaubensinhalt (Inhalt)
Informationaler Gehalt/Inhalt/StalnakerVsPerry: mit dieser Unterscheidung ist der informationale Gehalt nicht richtig dargestellt.
Indexwörter/Perry/Stalnaker: sind Teil der Information, nicht Teil der Mittel der Repräsentation.
II 148
Glaubensobjekt/Information/StalnakerVsPerry: Problem: wenn die Indexwörter Teil der Information sind, können seine Glaubensobjekte nicht der informationale Gehalt (bzw. die Information) sein. Bsp Ortcut/Lingens: nach Perry ist zwar der Inhalt des Satzes "Du bist Rudolf Lingens" und des ausgedrückten Glaubens und der des Satzes "Ich bin Rudolf Lingens" derselbe, aber dieser gemeinsame Gehalt kann nicht mit der Information identifiziert werden!
Gemeinsamer Gehalt/Inhalt/Perry/Stalnaker: nach Perry ist der gemeinsame Inhalt nämlich "Lingens ist Lingens".
Problem: das hat Lingens schon vorher geglaubt ((s) auch ohne zu wissen, dass er selbst Lingens ist).
Lösung/Perry/Stalnaker: er glaubt es jetzt auf eine neue Weise. D.h. er ist in einem neuen Glaubenszustand. ((s) Perry wie Frege: Gegebenheitsweise, GW, Weise des Gegebenseins).
Glaubenszustand/GZ/informationaler Gehalt/StalnakerVsPerry: Glaubenszustände sind zu subjektiv um informationalen Inhalt zu repräsentieren, denn der relevante GZ von Ortcutt ist verschieden von dem GZ von Lingens, in den er versetzt wird durch die Information von Ortcutt.
Inhalt/Perry: = Glaubensobjekt.
Glaubensobjekt/GO/Inhalt/StalnakerVsPerry: Perry Gedankenobjekte sind zu extensional um die Information zu erfassen, die bei der Kommunikation geliefert wird. Wir brauchen einen Zwischenbegriff:
II 149
Lösung/Stalnaker: Proposition als Zwischenbegriff zwischen Glaubenszustand und Glaubensobjekt: Proposition/Stalnaker: teilt die Menge der möglichen Welten (MöWe) (hier: möglicher Situationen) in zwei Teilmengen, die in denen die Proposition wahr ist und die, in denen sie falsch ist.
Glaubensobjekt/GO/Stalnaker: Propositionen als GO können die traditionellen Doktrinen (s.o.) mit den Beispielen für wesentlich indexikalischen Glauben versöhnen. Das ist ein natürlicherer Zugang als der von Perry und Lewis.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003