Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Absicht Davidson Brandom I 375
Absicht/Davidson/früh: Absicht bezieht sich nicht auf eine Sache oder einen Zustand. - Später Vs - Searle: für intentionales Handeln gibt es nur "Handlungsabsichten". - Für reines Beabsichtigen: auch "vorausgehende Absicht".
Glüer II 183
Intention/Absicht/Sprache/Bedeutung/Davidson/Glüer: Davidson spricht selbst davon, dass der Sprecher mit seinen Äußerungen nur das meinen kann, was der Interpret in der Lage ist, auch herauszubekommen. Da er von Fehlern spricht, kann er nur von einem im Großen und Ganzen zu befolgenden Hintergrund von "richtigem" Sprachverhalten ausgehen.
Glüer II 110
In der Terminologie propositionalen Einstellungen kann es keine Definition des Begriffs des intentionalen Handelns geben. Möglichen abweichenden Kausalketten (Bsp unabsichtliches Zittern führt Wirkung herbei) kann man nicht entgehen.
Glüer II 112
Erklärung/Kriterium/Intention/Absicht/Handlungserklärung/Davidson/Glüer: nur folgendes Kriterium ist möglich: (K2) Handlung x ist intentional unter der Beschreibung d nur dann, wenn
der Akteur einen Primärgrund g für x unter der Beschreibung d hat und
g x auf die richtige Weise verursacht.

Bloße Absichten sind nichtrealisierte Handlungsentscheidungen. Sie erfordern die Annahme eines intermittierenden Ereignisses zwischen dem Haben des Primärgrundes und der Handlung.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Attributiv/referentiell Searle IV 101
Attributiv/Tradition/Grammatik: Attributiv sind relative Ausdrück wie "groß" oder "heiß". Searle: Dies erfordert Hintergrund: Alle großen Frauen sind ähnlich in Bezug auf die Größe. Attributiv/Searle: Das Gemeinte und die Satzbedeutung sind dasselbe.
IV 161
Referentiell/Donnellan/Searle: S hat über e gesprochen, gleichgültig ob e tatsächlich F ist. Man kann dann auch mit anderen Ausdrücken als "der F" berichten. Attributiv: Hier gäbe es keine Entität e, dem Sprecher hätte nicht einmal vorgeschwebt, dass es sie gibt. Attributiv: Die Aussage kann dann nicht wahr sein.
IV 164
Donnellan: Bsp "Der Sieger, wer immer es ist": Hier wird im attributiven Sinn eigentlich über gar nichts gesprochen. Referentiell/attributiv: Referentiell und attributiv liefern keine Unterscheidung zwischen Überzeugungen.
IV 165ff
Referentiell/attributiv/SearleVsDonnellan: statt dessen: Aspekte: Man kann sich den Aspekt aussuchen, unter dem man von einem Gegenstand spricht. Primärer Aspekt: Wenn nichts ihn erfüllt, hatte der Sprecher nichts im Sinn (Halluzination). Sekundärer: für jeden beliebigen Aspekt gilt: S versucht, mit ihm über den Gegenstand zu sprechen, der seinen primären Aspekt erfüllt, ohne dass er selbst zu den Wahrheitsbedingungen gehörend gemeint ist: Sekt-Beispiel: ("der Mann mit dem Sekt ist böse") die Identifikation funktioniert auch wenn Wasser im Glas ist. Searle: Dann kann die Aussage auch wahr sein. Die Bedeutung ändert sich nicht, wenn kein anderer Aspekt die Rolle des primären einnehmen könnte.
IV 175
Referentiell/Searle: Referentiell bringt einen sekundären Aspekt. Attributiv bringt einen primären Aspekt.
IV 176
Beide Lesarten können intensional und extensional sein.
IV 175
Das Meinen ist entscheidend. Unterschied Satz/Feststellung: Eine Feststellung ist entscheiden, aber nicht ein Satz (was wörtlich gesagt wurde).

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Äußerungen Searle IV 141
Satz/Äußerung/Searle: manche Autoren: Eine Äußerung ist ein Token, ein Satz ist ein Typ.
SearleVs:
1. Man kann Äußerungsbedeutung und Satzbedeutung unterscheiden. 2. Kategorienfehler: anzunehmen, die Äußerung eines Vorkommnisses sei dasselbe wie ein Vorkommnis.
3. Es ist auch ein Fehler anzunehmen, die Bedeutung ändere sich - Bsp Stoppschild bleibt gleich.
IV 147
Wenn gewisse Hintergrundannahmen fehlen, hat der Satz keine bestimmten >Wahrheitsbedingungen - das ist eine schwächere These als die von der Kontextfreiheit der wörtlichen Bedeutung.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Bewusstsein Block II 458
Bewusstsein/Block: ist ein Mischbegriff aus "Phänomenalem Bewusstsein" (P-Bewusstsein/Terminologie) und "Zugriffsbewusstsein" (Z-Bewusstsein). Def Z Bewusstsein/Terminologie/Block : sich einer Tatsache z-bewusst zu sein, heißt, dass die Information für rationales Schließen zur Verfügung steht. (Funktionaler Begriff).
Bewusstsein/Burge: (VsBlock): P-Bewusstsein Voraussetzung für Z-Bewusstsein.
Phänomenalität ist nicht gleich Bewusstsein! Phänomenale Zustände können durchaus auch unbewusst sein.
II 524
Blindsight/Block: Patienten, die in einem Teil ihres Gesichtsfeldes nicht sehen können, können auf Nachfrage verbale, zutreffende Beschreibungen geben. Das lässt vermuten, dass Bewusstsein eine Funktion haben muss, die beim Überleben, Berichten und der Verhaltenssteuerung wirksam wird.
II 530
Zugriffs-Bewusstsein/Block: seine Grundlage nenne ich die informationsverarbeitende Funktion des phänomenalen Bewusstseins in >Schacters Modell. ((s) Teil oder Grundlage als Gegenüber).
II 531
Def P Bewusstsein/phänomenales Bewusstsein/Block: Erleben. Es kann nicht nicht-zirkulär beschrieben werden! Aber das ist kein Manko! P-bewusste Eigenschaften sind unterschieden von jedweder kognitiven, intentionalen oder funktionalen Eigenschaft.
Obwohl der Funktionalismus in Bezug auf das P Bewusstsein falsch ist, kann der Funktionalismus viele meiner Punkte akzeptieren.
II 535
Def Z-Bewusstsein/Zugriffs-Bewusstsein/Block: ein Zustand ist z-bewusst, wenn kraft des Sich-in-dem-Zustand-Befindens eine Repräsentation seines Gehalts 1. inferentiell ungebunden ist, d.h. als Prämisse beim Überlegen bereit steht
2. für die rationale Handlungskontrolle bereitsteht
3. für die rationale Sprachkontrolle bereitsteht (nicht notwendig, auch Schimpansen können p bewusst sein).
P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein interagieren: Hintergrund kann Vordergrund werden. Bsp zu fühlen, wie sich das Hemd am Hals anfühlt.
Fehlschluss/Block: es ist aber ein Fehler, unbemerkt von einem zum anderen Bewusstsein überzugehen.
Fehler: Aus dem Bsp Blindsight zu schließen, dass es die Funktion des P-Bewusstsein sei, rationale Handlungskontrolle zu ermöglichen.
P-Bewusstsein/Block: nicht funktional! Empfindungen.
Z-Bewusstsein/Block: funktional. Typisch: "propositionale Einstellungen".
Schmerz/Block: sein repräsentationaler Gehalt ist zu primitiv, um beim Schließen eine Rolle zu spielen. Schmerz ist nicht begrifflich vermittelt, schließlich können Hunde auch Schmerzen haben.
Zusammenfassung: P-Bewusstsein kann Bewusstsein von sein und Bewusstsein von muss nicht Z-Bewusstsein sein.
II 555
Bewusstsein/Dennett: 1. kulturelles Konstrukt!
2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben.
3. Bewusstsein ist eine "zerebrale Zelebrität": nur die Gehalte sind bewusst, die beharrlich sind, die die Ressourcen lange genug monopolisieren, um gewisse typische und "symptomatische" Wirkungen zu erzielen.
BlockVsDennett:
ad 1. das ist eine Verschmelzung von mehreren Bewusstseinsbegriffen. ad 2. P Bewusstsein kann kein kulturelles Produkt sein.
Auch wahrscheinlich nicht das Z-Bewusstsein: sehr viel niedere Lebewesen haben es, und zwar auch ohne einen solchen Begriff.
ad 3. Aber das ist doch eine biologische Tatsache und keine kulturelle.
II 568
Fehlschluss/BlockVsSearle: Frage: warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P Bewusstsein als auch Z-Bewusstsein. das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewusstseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewusstseins überzugehen .
Fehlschluss: aus der Prämisse, dass "Bewusstsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewusstsein) voreilig die Schlussfolgerung zu ziehen, dass P-Bewusstsein eine gewisse Funktion habe.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Block II
Ned Block
"On a confusion about a function of consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Bewusstsein Searle I 103
Bewusstsein/Block: Ein > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/gesamtliste.php?thema=Zombies">Zombie kann Bewusstsein haben. SearleVs: Bewusstseinszustände haben immer Inhalt, aber das "von" ist nicht immer eins der Intentionalität: Bsp nicht bei Schmerz, weil der nicht außerhalb ist.
I 112
Bewusstsein muss nicht naturalisiert werden, es ist schon völlig natürlich.
I 124f
Bewusstsein/McGinn: Bewusstsein ist eine Art Stoff. Der Stoff selbst wird durch Introspektion erkannt. Die Verbindung aber können wir prinzipiell nicht erkennen. SearleVsMcGinn: 1. Bewusstsein ist kein Stoff, sondern ein Merkmal des Gehirns. 2. Bewusstsein wird nicht durch >Introspektion erkannt.
I 149
Raum/Zeit/Bewusstsein: Asymmetrie: Bewusstsein ist zeitlich, aber nicht räumlich (Kant, Searle).
I 153f
Erfüllungsbedingungen/Searle: Eigenschaften der Gegenstände sind >Erfüllungsbedingungen meiner Erlebnisse, daher sind sie schwer zu unterscheiden von Eigenschaften der Erlebnisse (diese sind aber immer perspektivisch). Bewusstsein bildet die Erfüllungsbedingungen ab. Bewusstsein ist nicht immer intentional: Bsp Depression.
I 168 ff
Bewusstsein/Searle: Bewusstsein hat mit Unkorrigierbarkeit und Introspektion nichts zu tun! Selbsttäuschung setzt cartesianischen Dualismus voraus.
I 198 ff
Hintergrund: Im Hintergrund sind Fähigkeiten und Kenntnisse, die das Bewusstsein funktionieren lassen (z.B. Bild verstehen (bergauf/bergab?). Dieselbe wirkliche Bedeutung legt bei verschiedenen Hintergründen verschiedene Erfüllungsbedingungen fest. Hintergrund: ist nicht selbst Intention; "davon ausgehen" ist nicht expliziter propositionaler Gehalt und nicht explizite Überzeugung (Gegenstände sind fest). Netzwerk: Zusatzwissen kann sich nicht selbst interpretieren, ein Netzwerk ist intentional und keine Fähigkeit (auch im Schlaf) ("Bush ist Prädsident").

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Erinnerung Searle I 211
Gedächtnis/Searle: Ein Gedächtnis ist kein Speicher, sondern ein Mechanismus. > Hintergrundfähigkeiten.
II 115
Wahrnehmungserlebnisse und Erinnerungen sind kausal selbstbezüglich.
II 264
Searle: Es gibt Formen der Intentionalität, die ganz partikulär sind und dennoch vollkommen im Kopf. Intentionalität kann selbstbezügliche Elemente von zweierlei Art enthalten: 1. kausal: Wahrnehmung, Erinnerung, Absicht und Handlung, und
2. indexikalisch: Zeitpunkt, Ort.
II 305/306
Bezug/Referenz/Searle: Es ist schlicht falsch, zu glauben, dass zur Bezugnahme eine Erinnerung notwendig ist. Ich kann den Namen Plotin verwenden, ohne mich daran zu erinnern, von wem ich den Namen habe.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Erkenntnistheorie Searle III 184
Ding an sich/SearleVsKant: Daraus, dass wir es nicht erkennen können, folgt nicht, dass es anders ist, als wir es wahrnehmen und nicht, dass eine andersartige Realität existiert. Insbesondere folgt aus der Verortung aller Erkenntnis innerhalb unseres kognitiven Systems nicht, dass diese Erkenntnis niemals eine von der Erkenntnis unabhängigen Wirklichkeit sein könnte.
III 194
Hintergrund: Moores Hände gehören zum Hintergrund. Sie sind nicht in einem Bankschließfach. Der Hintergrund hilft uns, die Wahrheitsbedingungen für unsere Äußerungen festzulegen.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Gegenstände Sellars II 315/16
Gegenstand: wird benannt und nicht ausgesagt - Tatsache: wird ausgesagt und nicht benannt. (Obwohl der Name einer Aussage gebildet werden kann).
II 319f
Def "natürlich-sprachlicher Gegenstand": sprachliche Gegenstände mit abstrahiertem Hintergrund. (> Einklammerung). Wir abstrahieren von unserem Wissen, um sie uns als natürliche Gegenstände vorstellen zu können.
II 324
Natürlich-sprachliche Gegenstände: (> Hintergrund/Searle): Lösung: natürlich-sprachliche Gegenstände sind als sprachliche Gegenstücke nichtsprachlicher Gegenstände (nicht Tatsachen!) anzusehen. Man kann von ihnen als "Eigennamen" sprechen. Das nimmt Wittgensteins Einsicht auf, dass elementare Aussagen als in bestimmter Weise auftretende Eigennamen konstruiert werden müssen.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Identifikation Tugendhat I 395
Identifizierung/TugendhatVsStrawson: verwendet Identifizierung im engeren Sinn - Tugendhat: mein eigener Begriff "Spezifikation" (welcher von allen Gegenständen ist gemeint) ist diesem Begriff überlegen - "Herausgreifen" (to pick out) ist Strawsons Ausdruck - (von Searle übernommen). - (Quine: "to specify")
I 400ff
Identifizierung/Identifikation/Tugendhat: Raumzeit-Stelle: dieser eine Gegenstand - Spezifizierung: Bezug, stehen für (weiterer Begriff) (vor Hintergrund aller anderen Gegenstände).
I 415
Identifikation/Einzeldinge/TugendhatVsStrawson: die Raumzeit-Relation ist nicht nur perzeptiv verankert, sondern auch ein System möglicher Wahrnehmungspositionen - damit ein System demonstrativer Spezifizierung (vor einem Hintergrund).
I 417
Durch raumzeitliche Kennzeichnung wird der wahrnehmbare Gegenstand als wahrnehmbarer spezifiziert. - Ein wesensmäßig wahrnehmbarer Gegenstand kann vorher noch nicht der Gegenstand sein, der er ist. Referenz: heißt dann, eine Verifikationssituation zu spezifizieren.
I 422
Unterscheidung von Gegenständen überhaupt nur aus mannigfachen Verwendungssituationen von Wahrnehmungsprädikaten.
I 426
Einzelding/Identifikation/TugendhatVsStrawson: "hier", "Jetzt" genügen als Gegenstände und Raumzeit-Stellen existent zu machen - Raumzeit-Stellen sind die elementarsten Gegenstände. - Es muss dort aber auch etwas geben - wenigstens hypothetisch, dann liefert entsprechende Frage der Verifikation, für welchen Gegenstand der singuläre Term steht. Top-down: die Verwendung aller sing Term verweist auf demonstrative Ausdrücke.
Bottom-up: wenn durch die Demonstrativa die Verfikationssituation für das Zutreffen des Prädikats bezeichnet wird
I 436
Lokalisation/Identifikation/Tugendhat: nur durch mehrere Sprecher - kein Nullpunkt, sondern Menge umgebender Ggst - subjektiver Nullpunkt vielleicht eigene Position
I 462
Identifikation/Tugendhat: räumliche und zeitliche Relation zwischen Gegenständen ist nicht hinreichend - unendlich viele Raumzeit-Stellen, endlich viele Gegenstände. - Raumzeit-System wird vorausgesetzt - Referenz auf Raumzeit-Stellen kann nicht scheitern - Rede von Existenz ohne Ort ist sinnlos - Identifikation nur durch gleichzeitigen Verweis auf alle anderen (möglichen) Gegenstände - daher sind Existenzsätze allgemein.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Konstruktivismus Searle III 168
Konstruktivismus/Maturana: Nervensysteme (autopoietisch) schaffen die Wirklichkeit. SearleVsMaturana: genetischer Fehlschluss: Daraus, dass unser Bild von der Wirklichkeit konstruiert ist, folgt nicht, dass die Wirklichkeit konstruiert ist.
Maturana: Maturana verwirft die Idee einer »objektiven Wirklichkeit« zugunsten der Idee, dass Nervensysteme wie autopoietische Systeme sich ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Da wir keine Vorstellung und keinen Zugang zu der Wirklichkeit haben außer durch die gesellschaftliche Konstruktion, gibt es keine unabhängige Wirklichkeit.
SearleVsMaturana: Aus der Tatsache, dass unsere Erkenntnis/Vorstellung/Bild der Wirklichkeit von menschlichen Gehirnen in gesellschaftlichen Interaktionen konstruiert wird, folgt nicht, dass die Wirklichkeit von menschlichen Gehirnen geschaffen worden ist.
III 169
Genetischer Fehlschluss: ein Problem darüber hinaus: Wäre dann die Interaktionen selbst auch konstruiert durch Interaktion? (Regress) Winograd: Bsp »Es ist Wasser im Kühlschrank«. Relativ auf verschiedene Hintergründe kann man Aussagen machen, die wahr oder falsch sind. Daraus schließt er, dass die Wirklichkeit nicht unabhängig von unseren Repräsentationen besteht.
SearleVsWinograd: Ein genetischer Fehlschluss wie bei Maturana verwechselt unser Bild (Hintergrund) mit der Wirklichkeit. Vgl. >Hintergrund/Searle.

Derrida: » Il n'y a pas de "hors texte"«.
SearleVsDerrida: Das wird ohne Argument einfach behauptet. In einer späteren polemischen Antwort auf mich scheint er ohnehin alles zurückzunehmen. Er behauptet da, dass das Ganze nur die Banalität meine, dass alles in dem einen oder anderen Kontext existiert.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Prinzipien Rorty II 43
Prinzip/Gültigkeit/Geltung/RortyVsHabermas: die Frage der »inneren Gültigkeit« der Prinzipien wird sich nicht stellen. Vor allem nicht, ob es sich um »universell gültige« handelt. Das einzige, was eine Gesellschaft davor bewahrt, die institutionalisierte Demütigung der Schwachen selbstverständlich zu finden, ist eine detaillierte Beschreibung dieser Demütigungen. Solche Beschreibungen werden von Journalisten, Anthropologen, Soziologen, Romanautoren, Dramatikern, Filmemachern und Malern gegeben.

VI 120
Prinzip/Rationalität/Hintergrund/Searle/Rorty: (mit Wittgenstein): für die westliche rationalistische Tradition gibt es Prinzipien, die nicht als eine Theorie funktionieren (Rorty pro). Sie fungieren vielmehr als Hintergrund.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Propositionales Wissen Searle I 75
Propositionales Wissen/Searle: Fähigkeiten des Menschen gehören zum Hintergrund und haben nicht die Form von Propositionen. Vgl. >Fähigkeiten, >Hintergrund/Searle.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Realismus Searle II 87
Realismus, naiver/SearleVs: Naiver Realismus hat insofern recht, dass die materiellen Gegenstände und Erlebnisse die typischen Wahrnehmungsgegenstände sind. Er übersieht aber, dass sie es nur sein können, weil Wahrnehmung einen intentionalen Gehalt hat.
II 199
Realismus/Searle: Realismus hat keine Hypothese oder Überzeugung, Realismus gehört zum Hintergrund. Ich bin auf den Hintergrund festgelegt. Realismus ist Voraussetzung für Hypothesen. Das Festgelegtsein auf den Realismus ist selbst aber keine Hypothese.
III 160f
Externer Realismus/Searle: Externer Realismus muss immer noch zwischen repräsentationsunabhängig (Bsp Sterne) und geistunbhängig (auch Sterne) unterscheiden - Bsp Schmerz ist repräsentations-unabhängig aber nicht geist-unabhängig.
III 165
Realismus/Searle: Realismus sagt, dass es eine unabhängige Wirklichkeit gibt, aber nichts darüber, wie sie beschaffen ist, keine Theorie der Sprache, keine Theorie der Repräsentation, ontologisch.
III 163f
Realismus/Searle: Realismus darf nicht mit der Korrespondenztheorie verwechselt werden, er ist gar keine Wahrheitstheorie. Der Realismus ist Bedingung für unsere Hypothesen. Er ist mit jeder Wahrheitstheorie kompatibel, weil er eine Theorie der Ontologie und nicht der Bedeutung von "wahr" ist. Er ist keine semantische Theorie. Putnam: fasst Realismus epistemisch auf: Der Realismus behaupte, dass es sinnvoll sei, einen Gottesstandpunkt anzunehmen. SearleVsPutnam: Irrtum anzunehmen, dass die Wirklichkeit selbst bestimme, welches Vokabular angemessen ist.
III 165
Searle: Realismus ist auch keine Theorie der Sprache. VsTradition: Pointe: Der Realismus ist keine Theorie darüber, wie die Welt "wirklich" ist! Grund: Wir könnten uns über alle Einzelheiten irren, und der Realismus dennoch wahr sein! Def Realismus/Searle: Die Ansicht, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt, die von allen Repräsentationen logisch unabhängig ist, er sagt nicht, wie die Dinge sind.
III 166
Realismus/Searle: Argumente gegen die Existenz von Dingen sind Behauptungen über die äußere Wirklichkeit wie andere. Sie setzen den Realismus genauso voraus! Die Nichtexistenz von Dingen wäre eine Eigenschaft jener repräsentationsunabhängigen Realität.
III 191
Externer Realismus/Searle: Externer Realismus ist eine Verständnisbedingung für andere Hypothesen.
III 193 ff
Realismus/Searle: These: ist hier keine Hypothese, sondern liefert Bedingungen für jegliche Hypothesen. Realismus ist Teil des Hintergrunds. >Hintergrund/Searle.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Realität Searle III 168
Realität/Maturana: Nervensysteme (autopoietisch) schaffen die Wirklichkeit. SearleVsMaturana: genetischer Fehlschluss: daraus, dass unser Bild konstruiert ist, folgt nicht, dass die Wirklichkeit konstruiert ist. Vgl. >Konstruktivismus.
III 179
"Alles könnte anders sein"/Berkeley: Wenn Berkeley recht hat, existiert die Materie nicht. >"Alles anders".
III 194
Hintergrund: Moores Hände gehören zum Hintergrund. Sie sind nicht in einem Bankschließfach. Der Hintergrund hilft uns, die Wahrheitsbedingungen für unsere Äußerungen festzulegen. >Hintergrund/Searle, >Moores Hände.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Regeln Searle III 42
Regulative Regeln: Regulative Regeln regeln schon vorher bestehende Tätigkeiten. Konstitutive Regeln: Konstitutive Regeln schaffen die Möglichkeit von Tätigkeiten, Bsp Schachregeln.
III 39
Konstitutive Regeln/Searle: Gibt es welche für Cocktailpartys und Kriege? Was macht etwas zu einer konstitutiven Regel?
III 54
Konstitutive Regeln/Searle: X zählt als Y in K Bsp X (Stück Holz) zählt als Y (Stuhl) in der Konvention (Kontext) K, nach dem sich das Daraufsitzen eingebürgert hat. Der Terminus Y muss dem Objekt einen neuen Status zuweisen, den es nicht schon deshalb hat, weil es dem Terminus X genügt.
III 55
Die physischen Eigenschaften genügen nicht allein. Es wird die Formel »X zählt in Y als K« benötigt. Diese Formel kann zu einer konstitutiven Regel werden. ---
V 59
Def semantische Struktur: Eine Sprache lässt sich als eine auf Konventionen beruhende Realisierung einer Serie von Gruppen zugrunde liegender konstitutiver Regeln begreifen.
V 64
Regeln/Searle: Regeln stellen Verpflichtungen dar - ungleich Konventionen (diese spielen eine Rolle im Zusammenhang von Übersetzung). Konvention/Übersetzung/Searle: Dass man im französischen "je promets" und im englischen " I promise" sagt, ist eine Konvention.
Regeln/Searle: Die durch Regeln spezifizierten Dinge sind keine natürlichen Produkte. Schmerzen kann man ohne Regeln erzeugen.
---
I 217
Searle: Die Regeln interpretieren sich nicht selbst, wirklich bedürfen sie, um zu funktionieren, eines Hintergrunds. Hintergrund: ist kein Regelsystem.
I 269
Regeln: Leute fahren rechts, weil sie einer Regel folgen, aber sie unternehmen keine Fahrt allein aus diesem Grund. Man spricht auch nicht, allein weil man den Regeln der Sprache folgen möchte. Diese Regeln sind oft praktisch bewusstseinsunzugänglich, obwohl sie es prinzipiell sein müssen, wenn es sie wirklich gibt.
---
IV 252
Regeln/Searle: Bsp Versprechen: Regel I: "Ich verspreche, die Handlung zu vollziehen" darf nur ausgesprochen werden, wenn der Zuhörer es vorziehen würde, dass die Handlung vollzogen wird.
Regel II: Es darf nur ausgesprochen werden, wenn nicht schon von vornherein klar ist, dass die Handlung sowieso ausgeführt wird.
Regel III: Der Sprecher muss die Absicht haben
Regel IV: Mit der Äußerung gilt die Verpflichtung, die Handlung auszuführen, als angenommen.
VsSearle: Der Begriff einer semantischen Regel ("Regeln der Sprache") hat sich bisher als derart widerspenstig erwiesen, dass manche daraus den Schluss gezogen haben, es gebe solche Regeln gar nicht.
IV 253
Semantische Regeln/Sprachregeln/Searle: Semantische Regeln sind bei genauer Betrachtung Regeln für sprachliches Handeln.

Searle I
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Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
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Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Repräsentation Searle Brandom I 923
SearleVsDavidson/Repräsentation: Gehalt muss intrinsisch sein. Der Inhalt von Überzeugungen und Absichten muss verständlich sein, bevor die Analyse des Gebrauchs erfolgt. Nach diesem Modell kann der Gehalt nicht durch den Gebrauch übertragen werden. Searle/Zeichen: Geräusche, die aus dem Mund kommen und Schriftzeichen auf dem Papier, sind bloße Gegenstände in der Welt. Ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch, sondern von der Intentionalität des Geistes hergeleitet.
Die Intentionalität des Geistes wiederum ist von keiner vorgängigen Intentionalität hergeleitet, sie ist eine intrinsische Eigenschaft dieser Zustände selbst.
Jemand benutzt einen Satz, um eine Vorstellung zu vermitteln. In diesem Sinne benutzt er seine Vorstellungen und Überzeugungen und Wünsche allerdings nicht: Er hat sie einfach!
Überzeugung: Überzeugung ist eine Repräsentation. Sie besteht aus einem intentionalen Gehalt und einem psychischen Modus. Es ist falsch, dass es eine Person geben muss, die irgendeine Entität als Repräsentation benutzen muss, damit es überhaupt eine Repräsentation gibt. Das gilt für Sätze, Zeichen und Bilder (d.h. für abgeleitete Intentionalität), aber nicht für intentionale Zustände.
Repräsentation braucht Hintergrund von nicht-repräsentationalen Fähigkeiten. Das Kompositionalitätsprinzip ist ohne Hintergrund nicht hinreichend.
---
Searle I 271
Muster: Das Muster spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität). --
II 28 f
Repräsentation: Eine Repräsentation ist Sprechakten und intentionalen Zuständen gemeinsam. Sie besteht nicht aus Bildern, sondern hat propositionale Gehalte! Der Schlüssel zum Verständnis sind Erfüllungsbedingungen. Aus Repräsentation folgt keine Ontologie. Ein Wiedererkennen braucht keine Repräsentation zu enthalten!
III 185
Repräsentation: Jede Repräsentation ist an gewisse Aspekte gebunden, an andere nicht.
III 197f
Repräsentationen sind privat, Sprache öffentlich! ---
I 195
Existenz: Existenz ist eine Wahrheitsbedingung, mögliche Existenz: ist eine Verstehbarkeitsbedingung. ---
Graesser I 125
Repräsentation/Searle: Ein Gegenstand X repräsentiert einen Sachverhalt A dann, wenn eine Subjekt S vorhanden ist, das beabsichtigt, dass X A repräsentiert.

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Intentionalität Frankfurt 1991

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Behauptungen und Abweichungen
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Satzbedeutung Searle I 205
Satzbedeutung/Wahrheitsbedingung/Searle: Die Wahrheitsbedingung lässt den Inhalt des Gesagten radikal unterbestimmt, Bsp "Ich habe Frühstück gehabt/Masern gehabt": Dies sagt nicht, dass ich heute Masern habe. Falsch: Wahrheitsbedingungen (WB) würden nur im Hinblick auf einen Hintergrund festgelegt. Richtig: Die wörtliche Bedeutung legt die Wahrheitsbedingungen absolut fest, ist jedoch selbst vage und immer unvollständig. Bsp Die Annahme, dass der Gegenstand sich schneiden lässt, gehört nicht zur wörtlichen Bedeutung von schneiden. >Hintergrund/Searle, >Wahrheitsbedingungen.
VII 436
Satzbedeutung/Searle: Die Satzbedeutung besteht im Sprechaktpotential.

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Intentionalität Frankfurt 1991

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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

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Sprechakte Frankfurt 1983

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Behauptungen und Abweichungen
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Chomskys Revolution in der Linguistik
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"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Tatsachen Sellars I 28
Def Minimale Tatsache: Tatsachen, über die sich zuverlässiger berichten lässt, weil hierbei Fehler weniger wahrscheinlich sind. Die Tatsache, dass die Krawatte bei einer bestimmten Gelegenheit grün zu sein scheint. (SellarsVs). Mit Sehen, dass liefert man mehr als eine Beschreibung der Erfahrung. Man bekräftigt eine Behauptung.
I 44
Tatsache: die Tatsache dass etwas dazu drüben rot zu sein scheint, ist kein Erfahren! (Obwohl es natürlich eine Tatsache ist.) Das soll aber nicht heißen, dass der gemeinsame deskriptive Kern nicht vielleicht doch ein Erfahren ist.
Sachverhalte: werden erfahren, sind aber kein Erfahren! Und auch keine Erfahrung.
II 315/16
Gegenstand: wird benannt und nicht ausgesagt. - Tatsache: wird ausgesagt und nicht benannt. (Obwohl der Name einer Aussage gebildet werden kann.).
II 320
SellarsVsWittgenstein: wir müssen vermeiden, seine Gleichsetzung von komplexen Gegenständen mit Tatsachen mitzumachen! Die Behauptung, der komplexe Gegenstand K sei die Tatsache aRb, ist logischer Unsinn!
Tatsache: man kann auf zwei verschiedene Weisen etwas "über eine Tatsache" aussagen:
a) Die Aussage enthält eine Aussage, die eine wahre Proposition ausdrückt. In diesem Sinn ist jede Wahrheitsfunktion einer wahren Aussage eine Aussage "über eine Tatsache".
b) sie enthält einen Tatsachenausdruck, d.h. den Namen einer Tatsache, statt einer Aussage.
II 323
Natürlich-sprachliche Gegenstände: (> Hintergrund/Searle): Lösung: natürlich-sprachliche Gegenstände sind als sprachliche Gegenstücke nichtsprachlicher Gegenstände (nicht Tatsachen!) anzusehen. Man kann von ihnen als "Eigennamen" sprechen. Das nimmt Wittgensteins Einsicht auf, dass elementare Aussagen als in bestimmter Weise auftretende Eigennamen konstruiert werden müssen.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Verstehen Searle I 198 ff
Hintergrund/Searle: Im Hintergrund sind Fähigkeiten und Kenntnisse, die das Bewusstsein funktionieren lassen (z.B. ein Bild verstehen: Geht es bergauf/bergab?). Dieselbe wirkliche Bedeutung legt bei verschiedenen Hintergründen verschiedene Erfüllungsbedingungen fest. Hintergrund: Der Hintergrund ist nicht selbst Intention, Bsp "davon ausgehen" ist nicht expliziter propositionaler Gehalt, nicht explizite Überzeugung (Bsp "Gegenstände sind fest"). Netzwerk: Das Netzwerk stellt Zusatzwissen dar (dieses kann sich nicht selbst interpretieren). Das Netzwerk ist intentional und keine Fähigkeit (es besteht auch im Schlaf), Bsp "Bush ist Präsident".
I 245
Simulation/Verstehen: Die Simulation eines Hurrikans liefert nicht die Kausalerklärung und ist daher auch kein Verstehen. Ein ähnliches Muster beweist kein ähnliches Funktionieren.

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Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
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Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
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Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
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Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
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"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wahrheitsbedingungen Searle II 87
Wahrheitsbedingungen/Searle: Wahrheitsbedingungen sind a) gewisse Erfüllungsbedingungen und b) gewisse phänomenale Eigenschaften des Erlebnisses. Erfüllungsbedingungen: Bsp dass da ein gelber Kombi ist, und dass dieser Kombi das Erlebnis bewirkt. Phänomenale Eigenschaften: Phänomenale Eigenschaften legen die Erfüllungsbedingungen fest, d.h. dass das Erlebnis diese Bedingungen festlegt.
IV 101
Wahrheitsbedingung/Searle: Die Wahrheitsbedingung hat eine wörtliche Bedeutung, aber nur vor Hintergrund-Annahmen.

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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 19 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Hintergrund Searle Searle Vs Brandom, R. Searle III 153
Hintergrund: es gibt einen Parallelismus zwischen der funktionalen Struktur des Hintergrunds und der intentionalen Struktur der gesellschaftlichen Phänomene. >Hintergrund/Searle. Regel/Searle: 1. Die Regeln interpretieren sich niemals selbst
2. Sie sind niemals erschöpfend
3. Tatsächlich wissen wir in vielen Situationen einfach, was zu tun ist, wie wir mit der Situation umzugehen haben. Wir wenden die Regeln weder bewusst noch unbewusst an!
(SearleVsBrandom: Regeln hier auch nicht unbewusst!) >Regeln/Searle.

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Hintergrund Searle Searle Vs Donnellan, K. IV 160
Referentiell/attributiv/Referenz/Bezug/Bezugnahme/Donellan: zwei unterschiedliche Verwendungen von Kennzeichnungen. >Attributiv/referentiell. Die meisten Philosophen VsDonnellan: beide sind referentiell in dem Sinn, dass mit ihnen über Gegenstände gesprochen wird, der einzige Unterschied ist, in welchem Maße diese Absicht explizit gemacht wird.
Def attributiv/Tradition: legt Wahrheitsbedingungen nur gegen einen Hintergrund von Annahmen fest.
IV 162
SearleVsDonellan: selbst nach seiner eigenen Darstellung ist das nicht richtig, denn es gibt Gegenbeispiele: Bsp Smith ist eines natürlichen Todes gestorben, wurde aber kurz zuvor überfallen, und die Spuren der Verwüstung lassen uns den "Mörder von Smith" als verrückt bezeichnen. Dann können wir sagen, die Feststellung sei wahr gewesen, obwohl nichts die Kennzeichnung erfüllt (das wäre aber eine (mögliche) attributive Verwendung gewesen, und damit ist die Unterscheidung bedroht).
DonellanVsVs: in solchen Fällen ist "knapp daneben", dass sie aber immer noch etwas anderes seien als wirklich referentielle Verwendungen.
Es geht knapp daneben, wenn das Einzelding ein wenig falsch gekennzeichnet wurde. Nur in referentiellen Fällen kann es "meilenweit danebengehen".
IV 165
Referenz/SearleVsDonnellan: wie ist es Sprechern überhaupt möglich, über Gegenstände zu sprechen? Bezug kann durch eine Vielzahl syntaktischer Mittel hergestellt werden: Kennzeichnungen, Eigennamen, Pronomina, Demonstrativpronomina usw. Es geht darum, dass der Sprecher zu ihnen eine bestimmte Beziehung hat. Er muss über irgendeine sprachliche Repräsentation verfügen. Diese Repräsentation kann den Gegenstand unter einem oder einem anderen Aspekt repräsentieren.
IV 166
Unter irgendeinem Aspekt geschieht dann das Sprechen immer. Bei fehlendem Wissen kann es dann sein, dass der Ausdruck den Aspekt nicht exakt ausdrückt. ( Bsp dass er glaubt, Smith werde "Schmidt" ausgesprochen). Das muss aber von einer echten Verwechslung unterschieden werden.
Unterscheidung Bedeutung/Meinen.
Donnellans Fälle sind ganz einfach: unter irgendeinem Aspekt muss man sprechen, aber man sucht sich eben diesen Aspekt aus. Bei indirekten Sprechakten sagt man auch noch ein bisschen mehr.
Es ist nur nötig, dass Sprecher und Hörer den Gegenstand aufgrund des Aspekts ausmachen können. (Das geht sogar, wenn beide den Aspekt für unzutreffend halten!
IV 168
Bsp Beide sprechen vom "König" obgleich sie ihn für einen Usurpator halten).

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Hintergrund Searle Searle Vs Fodor, J. FN
I 283
SearleVsFodor: eine weitere unglaubliche Auffassung (allerdings mit anderen philosophischen Wurzeln) besagt, dass jeder von uns bei seiner Geburt über all die Begriffe verfügt, die sich mit irgendwelchen Worten einer belieben Sprache ausdrücken lassen. Danach müsste Bsp Ein Cro-Magnon-Mensch über Begriffe verfügt haben, die von dem Wort "Vergaser" oder "Kathodenstrahloszillograph" ausgedrückt werden. (Fodor 1975)(1)

III 139
Def Hintergrund/Searle: Fähigkeiten, wie Können, Dispositionen, Tendenzen und kausale Strukturen im allgemeinen. Fähigkeit/Searle: kausale Fähigkeit: Bsp wenn ich sage, dass ich im Stande bin, Deutsch zu sprechen, rede ich von einer kausalen Fähigkeit meines Gehirns. Es spricht nichts dagegen, sie zu identifizieren, ohne die Details ihrer neurophysiologischen Realisierung zu kennen. (SearleVsFodor).
Ermöglichen: soll deshalb ein kausaler Begriff sein.
Intentionale Zustände/Searle: sind hier ein unproblematischer Begriff.
III 142
Hintergrund: Nietzsche sah mit Schrecken, dass der Hintergrund keineswegs so sein muss, wie er ist. Vgl. >Hintergrund/Searle.

1. J. A. Fodor, The Language of Thought, New York 1975

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Behauptungen und Abweichungen
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Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
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Searle IX
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Hintergrund Searle Searle Vs Foucault I 217
Kognitionstheorie/Searle: hier wird behauptet, wir müssten einen Schluss gezogen haben, wenn wir einen Baum von einer anschauen und daraufhin wissen, dass er eine Rückseite hat. SearleVsKognitionstheorie: im Gegenteil, was wir machen ist einfach dies: wir sehen einen Baum als wirklichen Baum.
Der Hintergrund ist kein Regelsystem. >Hintergrund/Searle.
SearleVsFoucault: das war die Schwäche von Foucault’s Begriff der Diskursbildung (Foucault 1981)(1). Er war ebenso wie Bourdieu der Ansicht, Regeln seien für solche Phänomenen, wie wir sie hier diskutieren, wesentlich.
Searle: die Regeln interpretieren sich nicht selbst, wirklich bedürfen sie, um zu funktionieren, eines Hintergrunds. >Regeln/Searle, >Kognition/Searle.


1.M. Foucault Archäologie des Wissens, Frankfurt/M. 1981

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Hintergrund Searle Searle Vs Grice, P.H. Bennett I 186
SearleVsGrice: Konvention nicht dasselbe wie Umstände!
Grice I 31
Searle Bsp Ein amerikanischer Soldat im zweiten Weltkrieg wird durch italienische Truppen gefangen genommen. Er möchte die Italiener glauben machen er sei ein deutscher Offuizier und äußert den einzigen deutschen Satz den er von der Schule her noch behalten hat "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?" Seine Bewacher verstehen überhaupt kein Deutsch. Searle: Trotzdem wäre es falsch zu sagen, daß er mit "Kennst du das Land" gemeint hat : "Ich bin deutscher Offizier".
SearleVsGrice. will mit diesem Bsp zeigen, daß an Grices Explikation etwas fehlt: H sollte erkennen, daß der geäußerte Satz konventionellerweise zur Herbeiführung einer gewissen Wirkung geäußert wird.

Searle II 204
Grice : ein Sprecher beabsichtigt mit einer Äußerung, gewisse Wirkungen zu erzielen. SearleVsGrice: dann verwendet er Absicht, Wunsch und Überzeugung unanalysiert.

Searle V 68
Bedeutung/Grice: knüpft Bedeutung an Absicht und Erkennen der Absicht.
V 69
SearleVsGrice: unzureichend: 1., es ist nicht bestimmt, in welchem Ausmaß die Bedeutung von Regeln oder Konventionen abhängt. 2. differenziert diese Bestimmung nicht zwischen illokutionären und perlokutionären Akten.
Bsp Searle: Zitronen Bsp. V 70 ...+…Ein amerikanischer Soldat kommt in italienische Kriegsgefangenschaft…

IV 53
SearleVsKonversationspostulate/SearleVsGrice. Es genügt geteilter Hintergrund.

Searle I
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Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
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Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
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Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bennett I
Jonathan Bennett
"The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Hintergrund Searle Searle Vs Hume, D. II 101
Wahrnehmung/Ursache/SearleVsHume: mein Wissen, dass mein Auto mein visuelles Erlebnis verursacht hat, rührt daher, dass ich weiß, dass ich das Auto sehe, und nicht umgekehrt. Ich schließe nicht, dass da ein Auto ist, sondern ich sehe es einfach.
II 102
Wahrnehmung: das Erlebnis ist nicht buchstäblich gelb, aber es wird buchstäblich verursacht. Außerdem wird es als verursacht erlebt, ob es nun erfüllt ist oder nicht. Es wird aber nicht als gelb erlebt, sondern vielmehr als von etwas Gelbem. >Wahrnehmung/Searle.
II 103
Kausalität: kann ich sehr wohl direkt erleben! Allerdings nicht unabhängig, sondern das Verursachtsein gehört zum Erlebnis. (Das heißt natürlich nicht, dass sich das Erlebnis selbst bestätigt).
II 104
Kausalität: auch für Dinge charakteristisch, die nicht unmittelbar wahrnehmbar sind wie z. B. Ultraviolett und Infrarot. Wenn sie nicht auf unsere Messinstrumente gewisse Auswirkungen haben könnten, dann könnten wir nicht um ihre Existenz wissen. >Kausalität/Hume. ((s) Ultraviolett kann nicht Halluzination sein. Aber man kann sich einen Sonnenbrand einbilden.)

II 156
Kausalität/SearleVsHume: ich glaube, dass „verursachen“ eine wirkliche Beziehung in der wirklichen Welt bezeichnet, aber daraus folgt nicht eine universelle Korrelation ähnlicher Fälle.
II 160
Tradition: man hat niemals ein Verursachungserlebnis. SearleVsTradition: man hat nicht nur häufig ein Verursachungserlebnis, sondern jedes Wahrnehmungs oder Handlungserlebnis ist in der Tat genau ein solches Verursachungserlebnis!
SearleVsHume: er hat eine falsche Stelle gesucht, er suchte eine Kraft.

II 170
Regularität/SearleVsHume: nicht alle Regularitäten sind kausal. Es ist falsch, zu denken, dass wir zusätzlich zum Erleben von Ursache und Wirkung noch eine Hypothese über Regelmäßigkeiten in der Welt haben. >Regularität/Hume.
II 171
Ich habe nicht die Hypothese, sondern ich habe die Fähigkeit, Regelmäßigkeit von Unregelmäßigkeit zu unterscheiden. Die Regularität wird zum Hintergrund.
II 173
SearleVsKausalgesetz/SearleVsHume: braucht aus der Existenz der Verursachung überhaupt nicht zu folgen. Nach 300 Jahren erfolgloser Versuche mit der Regularität muss man sehen, dass der Begriff des Etwas Geschehen machens sich von Begriff der Regularität unterscheidet.
II 174
Es gibt nicht zwei Arten von Verursachung: "Regularitätsverursachung" und "intentionale Verursachung". Es gibt genau eine Art: das ist die Wirk Verursachung.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Kaplan, David II 275
Indexikalität/SearleVsKaplan: wir müssen zeigen, dass die Äußerungen eines indexikalischen Ausdrucks einen "vervollständigenden >Fregeschen Sinn" haben können. Damit wird allerdings kein >drittes Reich postuliert. Wir beschränken uns auf bezugnehmende indexikalische Ausdrücke: ich, du, dies, jenes, hier, jetzt, er, sie usw.. Das Phänomen der Indexikalität ist allerdings sehr allgemein und nicht auf solche Ausdrücke beschränkt.
II 276
Hintergrund: erfüllt die indexikalische Funktion. Er ist nämlich relativ zu unserer Welt. Wenn sich herausstellte, dass 80 Milliarden Jahre vorher schon jemand die Brille erfunden hätte, würde das meinen Hintergrund gar nicht betreffen.
II 285
SearleVsKaplan: Humes und Heimsons Äußerungen sind selbstbezüglich. Sie drücken verschiedene intentionale Gehalte aus. Die Verwendung des indexikalischen Ausdrucks legt die Bedingungen fest, unter denen er zutrifft. >Heimson-Beispiel.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Kognitionstheorie I 8
SearleVsKognitionspsychologie: Black Box, die Kognitionswissenschaftler wiederholen den schlimmsten Fehler der Behavioristen: sie bestanden darauf, nur objektiv beobachtbare Phänomene zu untersuchen. Damit ließen sie die wesentlichsten Merkmale des Geistes außer Acht. In der großen schwarzen Schachtel fanden sie nur viele kleine schwarze Schachteln.
I 217
Kognitionstheorie: hier wird behauptet, wir müssten einen Schluss gezogen haben, wenn wir einen Baum von einer anschauen und daraufhin wissen, dass er eine Rückseite hat. SearleVsKognitionstheorie: im Gegenteil, was wir machen ist einfach dies: wir sehen einen Baum als wirklichen Baum. Der Hintergrund ist kein Regelsystem.
I 222
SearleVsKognitionswissenschaft/VsKognition: die Grundannahmen der Kognitionswissenschaft sind falsch. Kognitionswissenschaft: weder die Untersuchung des Gehirns noch die Untersuchung des Bewusstseins ist von Interesse oder Wert.
Die kognitiven Mechanismen sind zwar tatsächlich im Gehirn, und einige von ihnen finden im Bewusstsein einen oberflächlichen Ausdruck, doch wir sind an der Zwischenebene interessiert, wo sich tatsächliche kognitive Prozesse abspielen, die dem Bewusstsein unzugänglich sind.
Diese Prozesse sind nicht nur faktisch besondere prinzipiell unbewusst. Typische Vertreter: Chomsky, Marr, Fodor.
I 256
Erklärung/SearleVsKognitivismus: These: viele unserer kognitionswissenschaftlichen Erklärungen besitzen gar nicht die Erklärungskraft, die wir Ihnen beimessen. Man sie zu retten, werden wir eine Umkehrung ihrer logischen Struktur vornehmen müssen: so wie sie beim Übergang von der vordarwinschen Biologie zur Biologie à la Darwin stattfand.
I 256/257
Das Gehirn bringt Bewusstseinszustände hervor, und das ist alles. Was den Geist angeht, ist dies schon die ganze Geschichte. Es gibt die blinden neurophysiologischen Vorgänge, und es gibt das Bewusstsein, sonst gibt es jedoch nichts. Kein Regelfolgen, keine geistige Informationsverarbeitung, keine unbewussten Folgerungen, keine geistigen Modelle, keine Urskizzen, keine zweieinhalbdimensionalen Bilder, keine Sprache des Geistes, und keine universale Grammatik.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
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Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
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"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Kripke, Saul A. Wolf II 30
Namen/Verstehen/Searle: zum Verstehen gehört das Wissen einer oder mehrerer Kennzeichnungen. Extremfall: einfach den Gegenstand erkennen. Intentionale Beziehung. SearleVsKripke: überspringt die Intentionalität.
Searle: Verwendung von Namen ist "mentale Referenz" in einem Netzwerk anderer intentionaler Zustände und vor einem Hintergrund von Praxis und präintentionaler Annahmen.

Searle II 292
SearleVsKripke: die Darstellung der Taufe ist völlig deskriptivistisch. Sie gibt uns entweder einen intentionalen Gehalt in sprachlicher Form ( Kennzeichnung) oder liefert uns den intentionalen Gehalt einer Wahrnehmung ostensiv.
II 293
Übrigens verwendet Kripkes Theorie keine kausale Verknüpfung zwischen der bezugnehmenden Verwendung von Namen und den benannten Gegenständen. Die Kausalketten sind nicht rein, jeder Sprecher muss darüber hinaus ein intentionalistisches Element haben und die Absicht, über den Gegenstand zu sprechen. SearleVsKripke: Taufe sollte wohl keine Verursachung sein, sonst würden wir eine erfolgreiche Bezugnahme mit einer Kette erfolgreicher Bezugnahmen erklären. Das wäre zirkulär.
II 294
Namen/Donnellan:(ähnlich Kripke) postuliert eine "historisch richtige Erklärung", und zweitens "wer das ist, von dem" der Sprecher etwas prädizieren wollte. Das verlangt einen allwissenden Beobachter. Bsp "Sokrates hatte eine Stupsnase".
Nach Donnellan verdankt sich das offenkundig überhaupt keiner Tatsache, die von uns handelt, mit Ausnahme der Kausalkette. Aber wonach hält der allwissende Beobachter Ausschau?
Searle: sicher nach intentionaler Verursachung und Gehalt. Es gibt immer Gegenbeispiele von Namen, die so überhaupt nicht funktionieren.
II 295
Namen/Rorty: Kausaltheorie braucht bloß "gewöhnliche physische Verursachung". Namen/Gareth Evans: Bsp Madagaskar bezog sich ursprünglich auf einem Teil Kontinentalafrikas. Die Kausalkette ist also eine abweichende. Warum bezieht sich der Name dann heute auf die Insel?
II 296
Namen/Beschreibung/SearleVsKripke: Bsp Concise Biographical Dictionary: "Ramses VIII. ist ein Pharao aus einer Reihe von Pharaonen in der Antike, über den nichts bekannt ist." In Wirklichkeit zeigt das Beispiel, dass eine Menge über ihn bekannt ist. Ja, er gibt fast einen Idealfall für die naivste Fassung der Beschreibungstheorie ab.
II 346
Eine perfekte identifizierende Beschreibung. Sie ist parasitär gegenüber anderen Sprechern, aber sie reicht aus. SearleVsKausaltheorie/VsKripke: sie übertreibt die Analogie zwischen Bezugnahme und Wahrnehmung.
Wahrnehmung: ist an jedem einzelnen Punkt an die Welt genagelt. Durch die kausale Selbstbezüglichkeit des intentionalen Gehalts.
II 297
Doch bei Namen besteht diese Art der Verursachung (auch der intentionalen Verursachung) nicht. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Verwendung eines Namens können erfüllt sein, auch ohne kausale Verbindung.
II 298
Bsp Stamm mit dem Tabu des Redens über Tote, und Taufe von Neugeborenen, an denen alle teilnehmen müssen. Erfüllt die deskriptivistische Theorie.
II 346
Das Lehren der Namen legt einen intentionalen Gehalt fest, aber keine Definition.
II 300
Bsp Meteorologen können Stürme vorhersagen. Sie vergeben auch Namen. Aber die zukünftigen Ereignisse können die Namensverwendungen nicht verursachen.
Searle IV 179
KripkeVsDonnellan: (ähnlich Searle): Unterscheidung Sprecherbezug/semantischer Bezug: falls der Sprecher irrt, kann der semantische Bezug auf etwas anderes als das gehen, worüber er spricht.
IV 179/180
Searle: allerdings ist das nicht ganz richtig: Bsp "König"/Usurpator: der Sprecher muss noch nicht einmal der Ansicht sein, der Gegenstand erfülle die Kennzeichnung. Kripke: in einem gegebenen Idiolekt ist der semantische Bezug (ohne indexikalische Anteile) durch eine allgemeine Absicht des Sprechers bestimmt.
Der Sprecherbezug ist durch eine spezifische Absicht bestimmt.
SearleVsKripke: genau hier bleibt der Ansatz stecken: in dem Sinn, indem ich allgemeine und auch spezifische Absichten habe, habe ich gar keine allgemeinen Absichten gegenüber Kennzeichnungen. Wenn ich welche brauchte, müsste ich unendlich viele davon haben.
Bsp (ohne Index): "Der Mann, der am 17.6.53 um 10 Uhr auf dem Empire State Building ein Schinkenbrot isst". Nach Kripke ist das in meinem Idiolekt durch meine allgemeine Absicht bestimmt.
IV 181
Searle: Ich weiß, was der Ausdruck bedeutet, weil ich weiß, was der Fall sein müsste, wenn es richtig wäre, ihn anzuwenden. SearleVsKripke: darüber hinaus sind keine allgemeinen Absichten notwendig.
Es gibt auch unendlich viele Fälle, in denen ich keine allgemeine Absicht habe.

Stalnaker I 173
SearleVsKripke: (Searle 1969 (1)) es ist falsch anzunehmen, dass es eine Klasse von logischen Eigennamen geben könnten, d.h. Namen, die einzig darin bestehen, ein bestimmtes Objekt als Referent zu haben. Es ist grundsätzlich falsch anzunehmen, dass es Zeichen gibt, die einfach nur Denotation, ohne Konnotation haben.
I 174
SearleVsKripke/Stalnaker: (Searle 1969(2)) (wie Frege): beschreibt ein Axiom der Identifikation: „eine Verallgemeinerung von Freges Diktum, dass jeder referierende Ausdruck einen Sinn haben muss“.
I 175
Und das sei auch ein Versuch zu sagen, was die Fähigkeiten des Sprechers sind. Mill/Kripke/Stalnaker: scheinen das nicht zu beantworten.
Kompetenz/Fähigkeit/FregeVsMill/Stalnaker: Mill erklärt nicht die Fähigkeit des Sprechers, seinen Gegenstand herauszugreifen.
Stalnaker: das kann aber erst ernsthaft geprüft werden, wenn die beiden Fragen getrennt werden (s.o.).



1. J. Searle, Speech Acts, Cambridge 1969, S. 93
2. Ebenda S. 80

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
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Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
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Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Hintergrund Searle Searle Vs Lakoff, G. IV 199
Konversationspostulate/Meinen/Gordon/Lakoff: SearleVs: Lakoff stellt die erklärungsbedürftigen Phänomene so dar, als wären sie selbst schon die Erklärung. Problem: wie kann der Sprecher etwas sagen, und trotzdem etwas anderes meinen? (Meinen).
IV 201
Konversationspostulate: sollen zusätzlich zu den drei Regeln (der Einleitung, der Ernsthaftigkeit und des propositionalen Gehalts) noch zusätzliche Regeln bekannt sein: z.B. um aus einem Sprechakt auf einen anderen zu schließen. Searle: sie unterstellen, dass die Muster selbst die Lösung seien.
IV 202
Sie decken damit ein Muster auf, nach dem z.B. ein Sprecher um etwas bittet, indem er den Hörer fragt, ob er etwas tun kann. Bsp "Kannst du mir das Salz reichen?". Um das zu erklären, geben sie einfach eine neue Beschreibung, die dem sie sagen, der Sprecher kenne eine Regel.
Searle: wie bei Ross wird eine unnötige Annahme gemacht, um die Daten zu erklären. Es ist völlig ad hoc zu behaupten, zusätzlich zu all dem Wissen müssten noch Konversationspostulate existieren. In Wirklichkeit wären es dann solche Konversationspostulate, die zu erklären wären.
IV 203
Searle: was der Hörer braucht ist Sprechakttheorie, eine Theorie der Konversation, Hintergrundinformationen und Rationalität und Folgerungsvermögen. Jeder einzelne dieser Bestandteile ist unabhängig motiviert, d.h. ganz unabhängig von jedweder Theorie indirekter Sprechakte haben wir Belege dafür, dass der Sprecher/Hörer diese Merkmale besitzt.
IV 204
SearleVsGordon/SearleVsLakoff: ihre Regeln funktionieren so auch gar nicht! Sie nennen es "missglückt" dass gar keine Frage gemeint ist. (Bsp "Kannst du mir das Salz reichen?").
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: oft wird im Anschluss an Chomsky gesagt, die Sprache müsse endlich vielen Regeln gehorchen (für unendlich viele Formen).
IV 205
Das ist irreführend, und war nachteilig für die Forschung. Besser ist dieses Bild: Zweck der Sprache ist die Kommunikation. Deren Einheit ist der illokutionäre Sprechakt. Es geht darum, wie wir von Lauten zu den Akten gelangen.

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John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

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Searle IV
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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
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Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
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Chomskys Revolution in der Linguistik
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Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
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"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
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Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Moore, G.E. III 191
SearleVsMoore: die Existenz der Außenwelt ist eine Wahrheitsbedingung der Aussage, dass ich zwei Hände habe. Unterschied: zwischen Wahrheitsbedingungen und Bedingungen der Intelligibilität. Es gibt Verstehbarkeitsbedingungen des Diskurses. Sie sind Voraussetzung für unser Denken und unserer Sprache. Wir können sie nicht aufgeben, wie die Vorstellung, dass die Erde flach ist. (>Bedingungen des Verstehens, Verständnisbedingung).
III 193
Genauso ist der externe Realismus keine Hypothese, sondern eine Bedingung der Verstehbarkeit anderer Thesen. Sie schafft einen Raum von Möglichkeiten. >Skeptizismus, >Gewissheit, >Moores Hände. Hintergrund/SearleVsMoore: wir halten es für ausgemacht, dass seine Hände in einer bestimmten Beziehung zu seinem übrigen Körper stehen. Sie sind nicht in einem Bankschließfach. Das halten wir einfach für selbstverständlich.
III 195
Der Witz ist, dass wir in unserem Normalverständnis eine Menge für selbstverständlich halten, aber viele der Bedingungen unseres Normalverständnisses nicht ohne beträchtliche Verzerrung als Wahrheitsbedingungen der Äußerung gedacht werden können. Dies sind die Formen von Bedingungen, die uns helfen, die Wahrheitsbedingungen unserer Äußerungen festzulegen. Sie sind nicht selbst Teil dieser Wahrheitsbedingungen.

V 264
Naturalistischer Fehlschluss/SearleVsMoore: das Sein kann sehr wohl aus dem Sollen abgeleitet werden: Äußerung einer der Verpflichtung: > Brandom: Eingehen und Zuweisen einer Festlegung.
1. Jones hat geäußert, „hiermit verspreche ich, dir, Smith 5 Dollar zu zahlen.“ Jones ist verpflichtet Jones muss... Vgl. >Naturalistischer Fehlschluss.

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Intentionalität Frankfurt 1991

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Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
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Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Putnam, H. Searle passim
Kernthese:(VsPutnam): Bedeutungen sind im Kopf! Weil Wahrnehmung selbstbezüglich ist und die Erfüllungsbedingungen selbst liefert.
Sätze, Schriftzeichen sind auch nur Gegenstände in der Welt. Aber ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch! Es ist aus der Intentionalität des Geistes hergeleitet.
I 34
SearleVsFunktionalismus/SearleVsPutnam: die tatsächlichen Geistesphänomene hingegen haben gar nichts mit Zuschreibungen zu tun, sondern sind subjektive Erste Person Phänomene.
II 91
Zwillingserde/Putnam: die Welt übernimmt das Kommando.
II 92
SearleVsPutnam: das reicht nicht aus. Tradition: zwei Fehler:
1. die Annahme, jeder intentionale Gehalt sei eine isolierte Einheit.
2. die Annahme, Verursachung sei immer eine nicht intentionale Beziehung.
Intentionalität/Kausalität/Searle: es gibt eine Relevanz der Kausalität.
1. Netzwerk und Hintergrund beeinflussen die Erfüllungsbedingungen.
2. intentionale Verursachung steht zu den Erfüllungsbedingungen immer in einer internen Beziehung.
3. eine Person steht in indexikalischen Beziehungen zu ihren eigenen intentionalen Zuständen, Netzwerk, und Hintergrund. (Jeweils eigener Hintergrund).
II 93
Kausalität: kommt als Teil des intentionalen Gehalts vor. Zuvor muss Bill Sally als Sally identifiziert haben, damit es zu den Erfüllungsbedingungen gehört, dass es von Sally und nicht von Zwillings-Sally verursacht sein muss. Sein gegenwärtiges Erlebnis muss auf diese frühere Identifikation Bezug nehmen. Indexikalität: das Erlebnis ist nicht bloß ein Erlebnis, das irgend jemand hat. Sie ist das Erlebnis von jemanden mit dem speziellen Netzwerk und dem speziellen Hintergrund.
(...) Zwillingserde (ZE) Bsp’ Vertauschung der beiden Sallys im Kindesalter. Frage, wie kann es sein, dass beide den gleichen Satz äußern, und identische qualitative Erlebnisse haben, und dennoch Verschiedenes meinen?
II 97
ZE/Searle: die Erlebnisse sind zwar "qualitativ identisch" haben aber dennoch unterschiedlichen Gehalt und unterschiedliche Erfüllungsbedingungen. Wiedererkennen: man hat die Fähigkeit, hier auf der Erde jemand wiederzuerkennen aber diese Fähigkeit selbst braucht weder Repräsentation zu enthalten noch in ihnen zu bestehen!
Der Unterschied zwischen den beiden Zwillingen ist, dass ihre Erlebnisse auf die jeweils eigenen Hintergrund Fähigkeiten Bezug nehmen. (Indexikalität).

II 250
SearleVsPutnam: allen Argumenten ist gemeinsam, dass gemäß Ihnen der innere intentionale Gehalt des Sprechers nicht ausreicht, um festzulegen, worauf er sich bezieht.
II 251
SearleVsPutnam: die These, dass die Bedeutung den Bezug festlegt, lässt sich wohl kaum durch die Betrachtung von Fällen widerlegen, in denen Sprecher die Bedeutung nicht einmal kennen! Intension und Extension sind nicht relativ zu Idiolekten definiert! Meinen/Tradition: Intension ist eine abstrakte Entität, die von einzelnen Sprechern mehr oder weniger unvollkommen erfasst werden kann. Aber es reicht nicht, zu zeigen dass der Sprecher die Intension nicht oder nur unvollkommen erfasst haben mag, denn solch ein Sprecher verfügte auch über keine einschlägige Extension!
SearleVsPutnam: dieser müsste behaupten, dass die Gesamtheit der intentionalen Zustände der Sprecher (samt Experten) nicht die richtige Extension festlegt.
Searle: es ist Sache der Experten, zu entscheiden.
Ulmen/Buchen/Searle: ich weiß, dass Buchen keine Ulmen sind. Woher weiß ich das? Weil ich weiß, dass es unterschiedliche Baumarten sind. Ich habe damit begriffliches Wissen formuliert.
II 257
SearleVsPutnam: ein Mörder wird nicht durch die Mikrostruktur festgelegt.
II 257/258
SearleVsPutnam: weiterer Punkt: Putnam macht gewisse Annahmen: nie kam jemand auf die Idee, die traditionelle These, dass Intension die Extension bestimme, auf diese indexikalischen Wörter auszudehnen. Bsp "Ich habe Kopfschmerzen" (Zwillingserde). Doch die Extension von "Ich" ist eine andere. Er hat in zwei verschiedenen Idiolekten zwei verschiedene Extensionen. Searle: Doch es folgt keineswegs, dass der Begriff, bin ich von mir habe, sich in irgendeiner Weise von den Begriff unterscheidet, den mein Doppelgänger von sich hat. SearleVsPutnam: Putnam nimmt an, dass sich die Tradition nicht auf indexikalische Ausdrücke anwenden lässt. 2. Dass die Erfüllungsbedingungen identisch sein müssen auch beim Doppelgänger. Searle: beides ist falsch.
Searle: wenn wir unter "Intension" intentionale Gehalte verstehen, legt sie gerade doch die Extension fest. Außerdem können zwei Personen in typidentischen Geisteszuständen sein, und ihre intentionalen Gehalte dennoch verschieden sein. Sie können verschiedene Wahrheitsbedingungen haben.
II 259
Searle: nehmen wir an, Jones tauft 1750 Wasser indexikalisch auf der Erde und Zwillings-Jones auf der Zwillingserde. Typidentische geistige Inhalte und visuelle Erlebnisse Putnam: weil sie nun dieselbe Definition geben, nimmt Putnam an, dass wir mit Rückgriff auf ihre geistigen Inhalte nicht erklären können, dass es zwei verschiedene Extensionen sind.
Searle: einfache Antwort: sie haben doch keine typidentischen intentionalen Gehalte. Weil diese Gehalte selbstbezüglich sind. Die Erfüllungsbedingungen sind festgelegt. Es wird in beiden Fällen verschiedenes gemeint. (> Meinen/Searle).

III 173
SearleVsPutnam: verwechselt zwei logisch unabhängige Thesen unter seinem Etikett "metaphysischer Realismus": 1. Die Wirklichkeit existiert unabhängig von unseren Repräsentationen.
2. Es gibt genau ein korrektes begriffliches Schema für die Beschreibung der Wirklichkeit .(privilegiertes Schema: PS).
Searle: Putnam sieht ganz richtig, dass der externe Realismus das privilegierte Schema widerlegt. Der metaphysische Realismus sei die Konjunktion dieser beiden.
SearleVsPutnam: aber man widerlegt nicht beide, indem man eines der Konjunktionsglieder widerlegt. Die Falschheit des privilegierten Schemas lässt den externen Realismus unberührt.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Davidson Vs Searle, J.R. Davidson (b) I 36
John Searle: These: es sei unverständlich, daß zwei verschiedene Interpretationen jeweils dazu dienen könnten, ein und denselben Gedanken oder Äußerung einer Person richtig zu deuten.
I (b) 36
DavidsonVsSearle: Unbestimmtheit der Übersetzung heißt nicht, daß die Gedanken selbst irgendwie vag oder unwirklich seien.
I (b) 37
Die Bedrohung, die Searle und Fodor zu erkennen glauben ist ein ganz andere: eine im Hinblick auf die Voraussetzung, wonach die zur Identifikation von Gedanken gemeinten Bedeutungen benutzten Entitäten irgendwie von Bewußtsein "erfasst" werden, so daß sie die Gedanken selbst als verschieden herausstellen müßten, sofern diese Entitäten verschieden sind. DavidsonVsSearle: Bsp So als wäre der Unterschied von 1 Meter und 100 Zentimeter ein Unterschied im Metermaß selbst.

Searle II 149
Kausalität/Searle: daraus folgt, dass Kausalgesetze kontingente Wahrheiten ausdrücken! DavidsonVsSearle: deswegen hängt nur von der Beschreibung ab, ob Ereignisse logisch verknüpft sind oder nicht.

Searle IV 98
Metapher/Searle: Problem: dass wir bei einigen Metaphern: Bsp "Sally ist ein Eisklotz" genau wissen, was gemeint ist, bei anderen Bsp "Sally ist eine Primzahl zwischen 17 und 23" wüßten wir es weniger. Frage: wie können Sprecher etwas mitteilen, wenn sie nicht sagen, was sie meinen? Und warum funktionieren manche Metaphern und andere nicht?
Auseinanderklaffen von Äußerungsbedeutung und Wortbedeutung. Von Sprecher wie von Hörer erkannt. (DavidsonVsSearle).
IV 99
Auch Beziehung zwischen Wort- und Satzbedeutung spielt eine Rolle. Bei metaphorischer Bedeutung handelt es sich immer um Äußerungsbedeutung.
IV 116
Metapher/Cavell: Bsp "Julia ist die Sonne": der Tag beginnt mit Julia: Searle: dazu ist Hintergrundwissen über das Stück notwendig. Ähnlichkeit/Searle: nichtssagendes Prädikat: alle Gegenstände ähneln sich in der einen oder anderen Hinsicht.
IV 117
Es gibt viele Metaphern, bei denen Ähnlichkeit überhaupt keine Rolle spielen kann: Sonne = Gasball, Eisklotz = Mensch Dennoch hat Bsp "Sally ist ein Freudenfeuer" eine ganz andere Aussage als "Sie ist ein Eisklotz".
IV 118
VergleichstheorieVsSearle: "kalt" ist eben selbst auch noch metaphorisch. SearleVsVs: das sticht nicht, die Schwierigkeit ist, dass es anscheinend keine wörtlichen Ähnlichkeiten zwischen gefühllosen Menschen und kalten Gegenständen gibt.
IV 120
Allein, dass die Theorie so schwierig zu erklären ist, macht sie unplausibel. Dennoch macht es einem Muttersprachler keinerlei Schwierigkeit "Sam ist ein Schwein" zu verstehen. Es hilft auch nicht zu sagen, dass süße Dinge und süße Menschen angenehm sind.

Searle IV 107
SearleVsVergleichstheorien: angeblich enthalten Metaphern einen Vergleich oder eine Ähnlichkeit zwischen Gegenständen, auf die angespielt wird.
IV 109
Searle: absurde Frage: Bsp "Mit welchem Eisklotz vergleichst du Sally?"
IV 110
Searle: wenngleich Ähnlichkeit beim Verstehen eine Rolle spielt, so ist doch die Metapher keine Feststellung über eine Ähnlichkeit. Eine Metapher kann wahr bleiben, auch wenn die Ähnlichkeit sich als falsch herausstellt. (z.B. weil Gorillas sanftmütig sind).
IV 111
Lösung: es geht in der Äußerung nur um Richard. Auch die Wahrheitsbedingungen sind nicht hilfreich, wenn Gorillas sanftmütig sind, und Richard kahl.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Rorty Vs Searle, J.R. VI 109
Korrespondenztheorie/Searle: ist von moralischer oder sozialer Bedeutung. RortyVsSearle: das verquickt die philosophische mit der nichtphilosophischen Bedeutung des Ausdrucks "genaue Repräsentation". >Richtigkeit/Rorty.
VI 110
SearleVsRorty/RortyVsSearle: Searle möchte die zuständigen Stellen davon überzeugen, dass die Wahrung der "Westlichen Rationalistischen Tradition" verlangt, denen die Gelder zu kürzen oder zu streichen, die dieser Tradition widersprechen. (Seiner Meinung nach Derrida, Kuhn, Rorty).
VI 118
Dekonstruktion/SearleVsDekonstuktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. >Dekonstruktivismus. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt.
Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element.
Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nicht-repräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle).
Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit.
RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität.
VI 121
Intrinsisch/extrinsisch/RortyVsSearle: wenn man diese Unterscheidung fallen lässt, kann man auch auf die Vorstellung verzichten, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Streben nach Glück und dem Streben nach natur oder geisteswissenschaftlicher Wahrheit. >Intrinsisch, >extrinsisch.
VI 140
RortyVsSearle: unser Umgang mit der Welt ist nicht der Rahmen (Searle: Hintergrund) der das Abbilden ermöglicht (VsRepräsentation). Sprache/Repräsentation/Rorty: These: Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit "zurechtkommen". (Ch. Taylor: "Umgang").
Repräsentation/Taylor/Rorty: These: Umgang mit der Welt ist ursprünglicher als Repräsentation.
VI 141
Rorty: kein Bruch zwischen den nichtsprachlichen und den sprachlichen Interaktionen zwischen Organismen (und Maschinen) und der Welt.
VI 157
RortyVsSearle: wir müssen zwei Unterscheidungen trennen: physikalische/nichtphysikalische Gegenstände wir/"die Welt" Bsp Sherlock Holmes, die Zahl 17, die Regeln des Schachspiels: es geht nicht darum, dass sie keinen "Ort in der Welt " hätten, sondern darum, dass wir nicht damit rechnen, dass sich unsere diesbezüglichen Überzeugungen durch die Physik (als "kulturelle Gesamtaktivität") ändern werden.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Hintergrund Searle Searle Vs Skeptizismus II 105
VsSkeptizismus: wir können wissen, wie die Welt ist, aber unser Begriff davon, wie sie ist, ist selbst relativ zu unserer Beschaffenheit und zu unseren kausalen Transaktionen mit ihr. (Hintergrund). Realismus/Searle: schon unser Begriff davon, wie die Dinge selbst sind, ist relativ zu unserer Fähigkeit, kausale Einwirkungen von einer Welt zu empfangen, die meistenteils unabhängig davon existiert, wie wir sie repräsentieren.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Tradition II 28
Überzeugung/SearleVsTradition: sie ist eben nicht eine Art Bild! Sie ist einfach eine Repräsentation, d.h. sie hat einen propositionalen Gehalt, der die Erfüllungsbedingungen festlegt und einen psychischen Modus, der die Ausrichtung festlegt.
II 49
SearleVsTradition: Überzeugungen und Wünsche sind nicht die grundlegenden intentionalen Zustände. Man kann sich seines Wunsches oder seiner Überzeugungen auch schämen.
II 160
Tradition: man hat niemals ein Verursachungserlebnis. SearleVsTradition: man hat nicht nur häufig ein Verursachungserlebnis, sondern jedes Wahrnehmungs oder Handlungserlebnis ist in der Tat genau ein solches Verursachungserlebnis!
SearleVsHume: er hat eine falsche Stelle gesucht, er suchte eine Kraft.

II 190
Bsp Skifahren: traditionelle Auffassung: zunächst: Wort auf Welt Verursachungsrichtung. Man leistet der Anweisung Folge, das Gewicht auf den Talski zu legen.
II 191
Bei zunehmender Geschicklichkeit ändert sich das. Die Anweisungen wirken unbewusst, aber immer noch als Repräsentation. Bewusst machen wird in Zukunft hinderlich wie beim Tausendfüßler. SearleVsTradition: die Regeln werden nicht verinnerlicht, sondern sie werden immer unwichtiger! Sie werden nicht unbewusst "fest verdrahtet" sondern sie gehen in Fleisch und Blut über.
II 192
Vielleicht werden Sie als Nervenbahnen realisiert und machen die Regeln einfach überflüssig. Die Regeln können sich in den Hintergrund zurückziehen. Der Anfänger ist unflexibel, der Fortgeschrittene flexibel. Das macht die kausaler Rolle der Repräsentation hier überflüssig! Der Fortgeschrittene folgt nicht den Regeln besser, erfährt anders Ski!
Der Körper übernimmt das Kommando und die Intentionalität des Fahrers wird auf den Rennsieg konzentriert.
II 192/193
Hintergrund/Searle: befindet sich nicht an der Peripherie der Intentionalität, sondern durchdringt das ganze Netzwerk intentionaler Zustände.
II 228
Name/Gegenstand/direkte Rede/Zitat/Tradition/Searle: Bsp der Sheriff äußerte die Worte »Mr. Howard ist ein ehrlicher Mann«.
II 231
Nach der traditionellen Auffassung beinhaltet die wörtliche Rede hier überhaupt keine Wörter! (Sondern Namen.)
II 232
SearleVsTradition: natürlich können wir mit Wörtern über Wörter sprechen. Außerdem werden hier keine neuen Namen geschaffen, die syntaktische Position erlaubt häufig nicht einmal die Einsetzung eines Namens.
II 233
Bsp Gerald sagte, er werde Henry. (Ungrammatisch).
II 246
de dicto/intensional/SearleVsTradition: Bsp "Reagan ist derart, dass Bush ihn für den Präsidenten hält." Searle: der Fehler bestand darin, aus der Intensionalität von de dicto-Berichten auf die Intensionalität der berichteten Zustände selbst zu schließen. Doch aus dem Vorhandensein zweier verschiedener Berichttypen folgt einfach nicht, dass es zwei verschiedene Arten von Zuständen gibt.

III 165
Realismus/Tradition/Searle: die alte Streitfrage zwischen Realismus und Idealismus handelte von der Existenz der Materie oder von Objekten im Raum und Zeit. Der traditionelle Realismus beschäftigte sich mit der Frage, wie die Welt in Wirklichkeit ist. Realismus/SearleVsTradition: das ist ein tiefgreifendes Missverständnis! Der Realismus ist keine These darüber, wie die Welt tatsächlich ist. Wir könnten uns völlig im Irrtum darüber befinden, wie die Welt in allen ihren Einzelheiten ist, und der Realismus könnte immer noch wahr sein!
Def Realismus/Searle: der Realismus ist die Ansicht, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt, die von allen menschlichen Repräsentationen logisch unabhängig ist. Er sagt nicht, wie die Dinge sind, sondern nur, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt. (Dinge hier nicht nur materielle Gegenstände).

V 176
Prädikat/Bedeutung/Searle: aber ist die Bedeutung des Prädikatausdrucks eine sprachliche oder eine nichtsprachliche Entität? Searle: sie ist in einem ganz gewöhnlichen Sinne eine sprachliche Entität. Kann aus der Existenz einer sprachlichen Entität die Existenz einer nichtsprachlichen Entität folgen?
Existenz/Sprache/Universalien/SearleVsTradition: aber die Behauptung, dass irgendwelche nichtsprachlichen Entitäten existieren, kann niemals eine Tautologie darstellen.

IV 155
Hintergrund/Searle: was bedeutet "Anwendung" von Hintergrundannahmen? Der Bedeutungsbegriff soll für uns gewisse Aufgaben erledigen. Nun kann derselbe Gegenstand zu verschiedenen Zeiten relativ zu verschiedenen Koordinatensystem von Hintergrundannahmen verstanden werden, ohne mehrdeutig zu sein.
((s) Er ist in der jeweiligen Situation eindeutig).
IV 156
SearleVsTradition: hier geht es auch nicht um die Unterscheidung Performanz/Kompetenz.
IV 157
Es gibt keine scharfe Trennung zwischen der Kompetenz eines Sprechers und seinem Wissen über die Welt.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Winograd, T. III 169
Winograd: Bsp "Es ist Wasser im Kühlschrank": Relativ auf verschiedene Hintergründe kann man Aussagen machen, die wahr oder falsch sind. Daraus schließt er, dass die Wirklichkeit nicht unabhängig von unseren Repräsentationen besteht. SearleVsWinograd: genetischer Fehlschluss wie bei Maturana: Verwechselt unser Bild (Hintergrund) mit der Wirklichkeit.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Hintergrund Searle Searle Vs Wittgenstein Bennett I 192
SearleVsWittgenstein: Zumindest manchmal ist das, was wir meinen können, eine Funktion dessen, was wir sagen. Die Bedeutung übersteigt die Intention, sie ist zumindest manchmal auch eine Sache der Konvention.
Searle Searle I 24
Traditionelle Auffassung des Materialismus/Searle: … 5. Intelligentes Verhalten und die Kausalbeziehungen, in denen es steht, sind in gewisser Weise Wesen des Geistigen. Wesentliche Verknüpfung zw Geist und Verhalten gibt es in verschiedenen Versionen: von extrem behavioristischer Auffassung bis hin zu Wittgensteins. rätselhafter Behauptung "Ein innerer Vorgang bedarf äußerer Kriterien".
SearleVsWittgenstein: ein innerer Vorgang wie z.B. Schmerzen bedarf gar nichts! Warum auch?
I 156
SearleVsWittgenstein: Wittgenstein fragt, ob ich, wenn ich in mein Zimmer komme, einen "Vorgang des Wiedererkennens" erlebe. Er erinnert uns daran, dass es einem solchen Vorgang in Wirklichkeit nicht gibt. Searle: er hat recht. Das trifft auch mehr oder weniger auf mein ganzes Welt Erleben zu.

I 169
Wittgenstein in dem Philosophischen Untersuchungen (PU, 1953): kühner Versuch, gegen die Idee anzugehen, meine in der 1. Person abgefasste Äußerung über Geistiges seien überhaupt Berichte oder Beschreibungen. Er legte nahe, solche Ausführungen in einem expressiven Sinne zu verstehen, so dass sie gar keine Berichte oder Beschreibungen wären und sich die Frage nach irgend einer Autorität gar nicht stellte. Wenn ich vor Schmerz aufschreie, dann stellt sich keine Frage nach meiner Autorität.
I 170
SearleVsWittgenstein: das ist gescheitert. Zwar gibt es solche Fälle, aber es gibt immer noch viele Fälle, in denen man versucht, den eigenen Geisteszustand möglichst sorgfältig zu beschreiben und ihm nicht einfach bloß Ausdruck zu verleihen. Frage: weshalb wir in dieselbe besonderer Autorität nicht im Hinblick auf andere Gegenstände und Sachverhalte in der Welt zu haben meinen? Grund: wir unterscheiden zwischen dem, wie die Dinge uns zu sein scheinen, und stehen, wie sie wirklich sind.
Zwei Fragen: erstens, wie ist es möglich, dass wir uns über unsere eigenen Geisteszustand irren können? Was für eine "Form" hat der Fehler, wenn es ja keiner von den Fehlern in Bezug auf Erscheinung oder Wirklichkeit ist, die wir im Hinblick auf die Welt im allgemeinen machen?
I 171
Typische Fälle: Selbsttäuschung, Fehldeutung und Unaufmerksamkeit. Selbsttäuschung ist ein derart weitverbreitetes Phänomen, das mit den Beweis seiner Unmöglichkeit etwas nicht stimmen kann. Der Beweis geht so: damit xy täuschen kann, muss x irgendeine Überzeugung (p) haben und den erfolgreichen Versuch unternehmen in y die Überzeugung, dass nicht p, hervorzurufen. In dem Fall jedoch, in dem x mit y identisch ist, müsste es also eine selbstwidersprüchliche Überzeugung hervorrufen. Und das scheint unmöglich zu sein.
Dennoch wissen wir, dass Selbsttäuschung möglich ist. In solchen Fällen versucht der Handelnde, an bestimmte eigene psychische Zustände nicht zu denken.
I 172
Sowie man einen Text falsch deuten mag, indem man die Textbestandteile zueinander falsch zusammensetzt, so kann man auch die eigenen intentionalen Zustände falsch deuten, weil man ihre Beziehungen untereinander nicht erkennt.
II 76
Hase Enten Kopf : (H E Kopf) hier würden wir gerne sagen, dass der intentionale Gegenstand derselbe ist. Wir haben zwei visuelle Erlebnisse mit zwei verschiedenen präsentationalen Gehalten, aber nur ein einziges Bild. Wittgenstein : zieht sich aus der Affäre, indem er sagt, dies seien verschiedene Anwendungen des Wortes „sehen“.
SearleVsWittgenstein: wahrscheinlich sehen wir nicht nur Gegenstände (natürlich immer unter einem Aspekt) sondern auch Aspekte von Gegenständen.
Bill liebt Sally als Person, aber nichts hindert ihn daran, auch Aspekte von Sally zu lieben.

II 192/193
Hintergrund/Searle: befindet sich nicht an der Peripherie der Intentionalität, sondern durchdringt das ganze Netzwerk intentionaler Zustände. Semantik/Wissen : das Wissen, wie Wörter zu verwenden sind, ist nicht semantisch! (Sonst Regress) (Vs Gebrauchstheorie der Bedeutung, SearleVsWittgenstein).
Bsp Gehen: „Bewege erstmal den linken Fuß nach vorne, dann den Rechten, und danach immer so weiter“ hier besteht das Wissen nicht in den semantischen Gehalten.
II 193/194
Denn jeder semantische Gehalt hat gerade die Eigenschaft, auf mannigfache Weise interpretierbar zu sein. Die Kenntnis der richtigen Interpretation kann nun nicht als ein weiterer semantischer Gehalt repräsentiert sein. Sonst brauchten wir eine weitere Regel für die richtige Interpretation der Regel zur Interpretation der Regel für das Gehen. (Regress). Lösung: wir brauchen ohnehin schon keine Regel für das Gehen, wir gehen einfach.
Regel/Searle: beim Vollzug von Sprechakten handeln wir tatsächlich nach einer Regel, wir brauchen keine weiteren Regeln zur Deutung der Regel.

III 112
Spiel/ Wittgenstein: keine gemeinsame Eigenschaften aller Spiele. (>Familienähnlichkeit).
III 113
SearleVsWittgenstein: einige gibt es schon: Def Spiel/anderswo: der Versuch, Hindernisse zu überwinden, die zu dem Zweck geschaffen worden sind, dass man versucht, sie zu überwinden. (Searle: das stammt nicht von mir!).
III 150
Grund/Handlung/Wittgenstein: es gibt einfach eine Art zu handeln, die keiner Gründe bedarf. SearleVsWittgenstein: das ist unbefriedigend, weil es uns nicht sagt, welche Rolle die Regelstruktur spielt.

V 35
Prinzip der Ausdrückbarkeit/Searle: Selbst in den Fällen, in denen es tatsächlich unmöglich ist, genau zu sagen, was ich meine, ist es grundsätzlich möglich, dahin zu gelangen, dass ich genau sagen kann was ich meine.
V 36
Verstehen/Searle: nicht alles, was gesagt werden kann, kann auch verstanden werden. Das würde nämlich die Möglichkeit einer Privatsprache ausschließen. (SearleVsWittgenstein). Das Prinzip der Ausdrückbarkeit hat weitreichende Konsequenzen. Wir werden damit wichtige Eigenschaften der Fregeschen Theorie über Sinn und Bedeutung erklären.

V 145
Tatsachen/Sachverhalte/Searle: irreführend: Tatsachen über einen Gegenstand. Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben! Sonst näherte man sich der traditionellen Substanz.
SearleVsWittgenstein: im Tractatus ist dies der Fall.
Wittgenstein: Gegenstände könnten unabhängig von Sachverhalten benannt werden.
SearleVsWittgenstein: eine solche Sprache könnte es gar nicht geben! Gegenstände können nicht unabhängig von den Tatsachen benannt werden.
V 190/191
Tautologie/SearleVsWittgenstein: Tautologien sind alles andere als leer! Bsp "Entweder er ist ein Faschist oder ist keiner." – ist ganz anders als "Entweder er ist Kommunist, oder ist keiner." - -.-
V 245
SearleVsTractatus/SearleVsWittgenstein: eine solche falsche Unterscheidung zwischen Eigennamen und bestimmten Kennzeichnungen findet sich im Tractatus: "Der Name bedeutet den Gegenstand. Der Gegenstand ist seine Bedeutung". (3.203). Aber daraus ergeben sich Paradoxien: Die Bedeutung der Wörter, so scheint es, kann nicht von irgendwelchen kontingenten Tatsachen in der Welt abhängen, denn wir können die Welt auch dann noch beschreiben, wenn die Tatsachen sich ändern.
Tradition:: Aber die Existenz der gewöhnlichen Gegenstände. Menschen, Städte usw. ist zufällig, und folglich auch die Existenz der Bedeutung ihrer Namen! Ihre Namen sind also gar nicht die wirklichen Namen!
Platon: Es muss eine Klasse von Gegenständen geben, deren Existenz nicht kontingent ist. Ihre Namen sind die wirklichen Namen (auch Platon, Theaithet).

IV 50
SearleVsWittgenstein: es gibt nicht unendlich viele oder unbestimmt viele Sprachspiele.
IV 89
Lüge/SearleVsWittgenstein: kein Sprachspiel, das gelernt sein will, wie jedes andere. Jede Regel beinhaltet schon den Begriff des Verstoßes, daher ist es nicht notwendig, erst zu lernen, der Regel zu folgen und dann gesondert die Verletzung zu lernen. Im Hinblick darauf ist die Fiktion also viel raffinierter als die Lüge.

Fiktion/Searle: Vorgeben, einen illokutionären Akt zu vollziehen ist das gleiche, wie
Bsp so tun, als ob man jemand schlüge (die Bewegung vollziehen).
IV 90
Bsp Kind auf dem Fahrersitz des Autos gibt vor zu steuern (macht die Bewegungen).

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bennett I
Jonathan Bennett
"The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Hintergrund Searle Sellars Vs Wittgenstein II 318
Abbildung/Abbild/Welt/Denken/Sprache/Sellars: Frage: gibt es keine Abbildungsbeziehung zwischen Sprache und Welt, die für Bedeutung und Wahrheit wesentlich ist? Def Abbildung/Tractatus: Relation zwischen Tatsachen über sprachliche Ausdrücke einerseits und Tatsachen über nicht sprachliche Gegenstände andererseits.
II 319
Sprache/Welt/Sellars: Vs Versuchung, uns Tatsachen über nicht sprachliche Gegenstände, als nicht-sprachliche Entitäten einer besonderen Art vorzustellen: nicht sprachliche Pseudoentitäten. Wir haben jedoch gesehen, dass "nichtsprachliche Tatsachen" in einem anderen Sinn selbst sprachliche Entitäten sind.
Ihre Verbindung mit der nichtsprachlichen Ordnung ist eher etwas, was man hergestellt hat, oder herstellen muss, als eine Relation. (aber nicht Redundanz).
Tatsache/Aussage/Sellars: man kann auf zwei verschiedene Weisen etwas "über eine Tatsache" aussagen:
a) Die Aussage enthält eine Aussage, die eine wahre Proposition ausdrückt. In diesem Sinn ist jede Wahrheitsfunktion einer wahren Aussage eine Aussage "über eine Tatsache".
b) sie enthält einen Tatsachenausdruck, d.h. den Namen einer Tatsache, statt einer Aussage.
K bildet y ab.
Hier ist K ein komplexer natürlich sprachlicher Gegenstand. Das setzt den metasprachlichen Status von Tatsachen voraus. Hingegen die Form:
dass p bildet y ab:
II 321
Tatsache/Gegenstand/Aussage/Sellars: hier wären Aussagen über komplexe Gegenstände in dem Sinn Aussagen "über Tatsachen", dass sie Tatsachenausdrücke enthielten. "K" würde sich also dem Anschein nach auf einen komplexen natürlich sprachlichen Gegenstand beziehen, in Wirklichkeit jedoch auf die Aussage, die dessen Komplexität beschreibt! Aussage/Welt/SellarsVsWittgenstein: Aussagen, nach denen natürlich sprachliche Gegenstände Bilder anderer natürlicher Gegenstände seien, bezögen sich nur scheinbar auf natürlich sprachliche Gegenstände, in Wirklichkeit aber auf Aussagen, einschließlich der im Begriff der Aussage vorausgesetzten Konzeption von Normen und Standards.
Eine weitere Konsequenz wäre, dass nur einfache nichtsprachliche Gegenstände abgebildet werden könnten, wenn komplexe Gegenstände Tatsachen wären, was zu der bekannten Antinomie führen würde, dass es atomare Tatsachen geben müsste, die Voraussetzung dafür wären, dass Sprache die Welt abbilden kann, für die sich aber kein Beispiel angeben lässt, wenn man einen Sprecher dazu auffordert.
Lösung/Sellars: beide Schwierigkeiten vermeidet man durch die Erkenntnis, dass komplexe Gegenstände keine Tatsachen sind (VsTractatus).
SellarsVsWittgenstein: schwächte die Stosskraft der Idee, dass uns die Sprache zu einer Abbildung der Welt befähigt ab, indem er sie zu eng an das Modell
Tatsache bildet Tatsache ab
knüpfte. Es gibt jedenfalls n-stellige Konfigurationen von Referenzausdrücken..
Frage: was an ihnen führt dazu, dass sie von besonderen Bezugsgegenständen aussagen, dass sie in dieser besonderen n-stelligen Relation zueinander stehen? Man ist versucht zu sagen: Konvention.
II 322
Landkarte/Wittgenstein: Konfigurationen sind in der Landkarte aufzufinden, aber es ist nicht notwendig, dass z.B. räumliche Strukturen durch räumliche Konfigurationen widergegeben werden. ((s) Bsp Höhenlinien) Einziges wesentliches Merkmal: dass n-stellige atomare Tatsachen durch n-stellige Konfigurationen von Eigennamen gebildet werden.
SellarsVsWittgenstein : die Analogie kann sogar ausgedehnt werden. Landkarten sind nur in einem parasitären Sinn ein logisches Bild. Wittgenstein selbst betont, dass ein logisches Bild als solches nur im Bereich von Wahrheitsoperationen existieren kann.
Bsp Landkarte: die Tatsache, dass ein bestimmter Punkt dort liegt, ist an die Aussage, z.B. dass Chicago zwischen Los Angeles und New York liegt, gebunden.
Außerdem, selbst wenn wir eine Landkartensprache der räumlichen Beziehungen hätten, und Wahrheitsfunktionen direkt auf sie anwenden könnten, nur als kleiner Teil eines umfassenden Universe of discourse existieren.
Problem: hat die Funktion elementarer Aussagen im allgemeinen mit derjenigen kartographischen Konfigurationen etwas gemein, was in dem Slogan, dass n-stellige Konfigurationen von Eigennamen n-stellige Konfigurationen von Gegenständen abbilden, nicht ausgedrückt ist?

II 323
Natürlich sprachliche Gegenstände: (> Searles Hintergrund): Lösung: natürlich sprachliche Gegenstände sind als sprachliche Gegenstücke nichtsprachlicher Gegenstände (nicht Tatsachen!) anzusehen.
II 324
Man kann von ihnen als "Eigennamen" sprechen. Das nimmt Wittgensteins Einsicht auf, dass elementare Aussagen als in bestimmter Weise auftretende Eigennamen konstruiert werden müssen. SellarsVsWittgenstein: bei meiner Auffassung ist jedoch die Weise, wie die "Eigennamen" im "Bild" auftreten, kein konventionelles Symbol für die Weise, wie Gegenstände in der Welt vorkommen! Ich glaube statt dessen, dass die Stellung von Eigennamen in einem Bild eine Projektion der Stellung von Gegenständen in der Welt ist.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Hintergrund Searle, J.R. I 198
Gegenüber meinen früheren Büchern gibt es entscheidende Ã"nderungen. Die These vom Hintergrund bezog sich ursprünglich auch auf die vom Sprecher gemeinte Bedeutung, ja sogar auf alle Formen der Intentionalität, sprachlich oder nicht sprachlich. Sie besagt folgendes: intentionale Phänomene wie Bedeutung, Meinen, Verstehen, Bedeuten, Glauben, Wünschen und Erleben funktionieren nur im Zusammenspiel mit einer Menge von Hintergrundfähigkeiten, die selbst nicht intentional sind.

I 200
Die These vom Hintergrund ist nun eine sehr starke Behauptung: 1. intentionale Zustände funktionieren nicht autonom
2. es ist ein Netzwerk anderer intentionaler Zustände erforderlich.
3. sogar das Netzwerk reicht nicht aus. Es funktioniert nur im Zusammenhang mit einer Menge von Hintergrundfähigkeiten.
4. diese Fähigkeiten sind keine weiteren intentionale Zustände oder Bestandteile irgend eines intentionale Zustand.
5. derselbe intentionale Gehalt kann verschiedene Erfüllungsbedingungen festlegen.
Bsp Hintergrund: man denke an Wittgensteins Bsp mit dem Bild des bergauf gehenden Mannes. Es könnte als Bild eines bergab rutschenden Mannes interpretiert werden.
Nietzsche war vielleicht nicht der erste aber er war sich bewußt: der Hintergrund muß nicht so sein wie er ist.
Bourdieus Begriff des Habitus (1979) ist eng verwandt mit meinem Begriff des Hintergrunds.
I 214
These vom Hintergrund: neu: alle bewußte Intentionalität: Denken, Wahrnehmen, Verstehen usw. ï·" legt Wahrheitsbedingungen nur in Bezug auf gewisse Fähigkeiten fest, die dem betreffenden Bewußtseinszustand weder angehören noch angehören könnten. Der tatsächliche intentionale Gehalt für sich genommen reicht nicht aus, und die Erfüllungsbedingungen festzulegen. Neu wie alt: immer noch bedarf es zur Interpretation von Gedanken, Überzeugungen usw. immer noch einer Menge von Hintergrundvermögen.
Aber neu: einem derartigen Netzwerk kommt keine wirkliche vorhandene Realität zu!
VI 142
Searle These: der Begriff der wörtlichen Bedeutung hat überhaupt nur relativ zu einer Menge von Hintergrundannahmen eine Anwendung.
VI 147
wenn gewisse Hintergrundannahmen fehlen, hat der Satz keine bestimmten Wahrheitsbedingungen ï·"das ist eine schwächere These als die von der Kontextfreiheit der wörtlichen Bedeutung ï·"
Kausalität Searle, J.R. II 286
Searle These für die Sprache ist Kausalität nur von Belang, indem sie Einfluß auf das Gehirn hat. Und diejenigen Einwirkungen sind verlangt, die Intentionalität samt Netzwerk und Hintergrund hervorrufen.
Verstehen Searle, J.R. VI 69
Meinen/Verstehen/Searle: These hat mit Hintergrund (ï·"Wissen) und nicht mit speziellen syntaktischen Formen zu tun.