Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
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Literatur
Literatur
A priori Millikan I 325
A priori/Intension/Sinn/Wissen/Bedeutung/Wittgenstein/Quine/Millikan: die beiden kann man so verstehen, dass das Wissen, dass ein Ausdruck bzw. eine Proposition Sinn hat, Wissen a priori ist. Das nenne ich den
Def „Bedeutungsrationalismus“/Millikan: These: das Wissen, dass eine Proposition Sinn hat, ist nicht empirisch, sondern a priori. Im Unterschied zu Wissen über Urteile, dies ist empirisch. ((s) Weil es ja um die Bedeutung unserer eigenen Ausdrücke und unseres eigenen Gebrauchs geht.).
MillikanVsBedeutungsrationalismus.
Hauptvertreter: Descartes, Hume, Husserl, Wittgenstein, Quine, Putnam.
I 326
Synonymie/Putnam: These: das Wissen über Synonymie ist ebenfalls a priori. Millikan: d. h. das sollte alles Lehnstuhlreflexion sein.
I 327
Kriterium/Millikan: Problem: wenn das alles so sicher sein soll, kann es auch immer nur ein Kriterium für einen Begriff geben, nicht mehrere. Und alle Terme dürfen nur eine Intension haben, niemals mehrere, außer, diese sind „logisch äquivalent“. „Notwendige und hinreichende“ Bedingungen/Millikan: unterscheiden angeblich säuberlich nicht nur zwischen aktualen Dingen, die unter einen Begriff fallen und denen, die nicht darunter fallen sondern auch zwischen allen „logisch möglichen“ Dingen.
Bedeutungsrationalismus/Millikan: These: zwischen Sinnvollem und Sinnlosem muss a priori unterschieden werden können.
I 328
Irrtum/Millikan: kann es danach nur bei Urteilen geben. Bedeutungsrationalismus/Millikan: Bsp ich kann mich gar nicht sinnvoll fragen, ob meine Idee von Shakespeare vielleicht nicht von Shakespeare ist.
Urteil/Millikan: aber Urteile können nicht gemacht werden, ohne Begriffe anzuwenden.
Begriff/Millikan: also müssen wenigstens einige Begriffe auf eigenen Füßen stehen.
Tradition/Millikan: nach ihr wären diese Begriffe die von Eigenschaften.
Bedeutungsrationalismus/Millikan: These: alle unsere echten Begriffen sind von Dingen mit einem besonderen ontologischen Status, nämlich Dingen, die existieren und gewusst werden können, und dennoch keine notwendige Beziehung zur aktualen Welt haben. Bsp Platonische Formen oder „reifizierte Bedeutungen“ oder „reifizierte Möglichkeiten“.
NominalismusVs: dem entspricht überhaupt nichts.


Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Ausgeschlossenes Drittes Millikan I 229
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/“nicht“/Negation/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: der Satz vom ausgeschlossenen dritten trifft auf einfache repräsentierende negative Sätze nicht zu. Bsp neben der Möglichkeit, dass ein Prädikat und der, dass sein Gegenteil zutrifft, gibt es die Möglichkeit, dass das Subjekt des Satzes nicht existiert. Und das ist gerade die Möglichkeit, dass der Satz keinen bestimmten Fregeschen Sinn hat. „p oder nicht-p“: hat nur Sinn, wenn „p“ Sinn hat.
Negation: ihre Funktion ist niemals (im Kontext repräsentationaler Sätze) zu sagen, dass der Satz keinen Sinn hätte.
Sinn/Millikan: ob ein Satz Sinn hat, kann man nicht a priori wissen.
Negation/Repräsentation/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein: sein Irrtum (im Tractatus) war es zu glauben, dass wenn jedermann sieht, dass „x“ in „x existiert nicht“ einen Sinn hat, dass dann der negative Satz eine negative Repräsentation sei.
Rationalismus/Millikan. die rationalistische Überzeugung, dass man den Unterschied von Sinn und Nicht-Sinn a priori wissen könnte.


Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Holismus Millikan I 11
Holismus/MillikanVsHolismus: versuchen wir zu umgehen. Dann werden wir verstehen, warum wir trotz allem immer noch etwas von der Welt wissen können. Realismus/Millikan: ich bleibe nahe am Aristotelischen Realismus.
Eigenschaften/Art/Millikan: gibt es nur in der aktualen Welt (unserer wirklichen Welt).
MillikanVsNominalismus.
I 318
Holismus/Theorie/Beobachtung/Begriff/Abhängigkeit/MillikanVsHolismus/Millikan: die Auffassung, dass wir die meisten Dinge die wir beobachten nur durch Beobachtung indirekter Effekte beobachten, ist falsch. Wir beobachten sowieso nur Effekte von Dingen, nämlich auf unsere Sinnesorgane.
I 319
Unterschied: es geht um den Unterschied zwischen Informationserwerb durch Wissen von Effekten auf andere beobachtete Dinge und dem Informationserwerb ohne solches zwischengeschaltetes Wissen von anderen Dingen. Problem: hier entsteht leicht ein Irrtum: dieses Wissen muss überhaupt nicht eingesetzt werden.


Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtümer Millikan I 94
Fehler/Falschheit/falsch/Irrtum/Täuschung/Naturalistischer Fehlschluss/Millikan: nichts kann als fehlerhaft (kaputt) beschrieben werden, indem man nur dieses einzelne, isolierte Ding betrachtet. Normalität/Lösung: es geht immer darum, wie ein Ding „sein sollte („supposed to“).
Problem: auch falsche Überzeugungen und falsche Sätze zeigen nicht für sich allein, dass sie falsch sind. Auch sinnlose Sätze zeigen nicht an sich selbst ihre Sinnlosigkeit.
Rationalismus/MillikanVsRationalismus: muss daher falsch sein in Bezug auf Intentionalität.
MillikanVsDescartes: cartesische Reflexion allein zeigt nicht einmal den intentionalen Charakter unserer Überzeugungen und Ideen.
I 171
Irrtum/Täuschung/Zeigen/Indexwort/Millikan: Bsp es gibt zwei Gegenstände auf dem Tisch, einen Aschenbecher, den ich nicht für einen Aschenbecher halte und ein Ding, das kein Aschenbecher ist, das ich aber dafür halte und sage „Das ist ein schöner Aschenbecher“. Frage: habe ich damit gesagt, dass der Aschenbecher schön ist, obwohl ich den anderen Gegenstand gemeint habe?
Bsp ich halte ein Buch hoch und sage „Dies gehörte meinem Großvater“. Dabei täusche ich mich allerdings und halte das falsche buch hoch.
I 172
Was ich gesagt habe, ist natürlich falsch. Nicht so klar ist, ob ich das, was ich gemeint habe etwas anderes ist als das, was ich gesagt habe. Millikan: These: hier ist es nicht der Fall, dass Ich und mein Token von „dies“ verschiedene Dinge gemeint haben.
Lösung: „dies“ ist mehrdeutig in Bezug auf Fregeschen Sinn.
MillikanVsTradition: Philosophen haben dies oft außer Acht gelassen.
Lösung/Millikan: Wahrnehmung kann bei uns zu vorübergehenden Begriffen führen.
vorübergehende Begriffe/Intensionen/Millikan: Intensionen sind dann an unsere Fähigkeiten geknüpft, Dinge zu verfolgen und zu reidentifizieren.
vorläufiger Begriff: Bsp diese Kaffeetasse ist für mich vollkommen ununterscheidbar von einem Dutzend anderen, aber im Moment ist es meine Tasse.
I 173
Frage: ob das überhaupt als Begriff zählt. Fähigkeit den Gegenstand zu verfolgen führt zu einem inneren Begriff. Das führt zur Unterscheidung von Wahrnehmung und Gedanken. Denken/Millikan: wenn Denken nicht durch Wahrnehmung vermittelt wird, sind die Gegenstände, an die man denkt, nicht mit einem Index versehen.
Wahrnehmung: hier sind die Gegenstände mit einem Index versehen.
I 174
Irrtum/Täuschung/Indexwort/Wahrnehmung/Fehlidentifikation/Millikan: Bsp Angenommen, ich irre mich, als ich einen wiederkehrenden Gegenstand identifiziere. Dann hat mein innerer Begriff zwei Sinne, er hat einen mehrdeutigen Fregeschen Sinn. 1. abgeleiteter Sinn aus der Fähigkeit, den Gegenstand zu verfolgen
2. innerer Begriff, den ich schon vorher hatte.
„dies“: ist also mehrdeutig.


Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Methode Millikan I 27
Def Methode der Differenz/Mill/Millikan: Versuch und Irrtum, aber mit nur einem Versuch und einer Beobachtung.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Welt/Denken Millikan I 88
Satz/Welt/Bedeutung/MillikanVsRorty/Millikan: 1. Wir nehmen an, dass ein Satz zur Welt gehört, (mindestens, wenn er wahr ist). (MillikanVsRorty). Mathematische Gleichung: hier ist es vielleicht anders.
Wahrheit/Millikan: nehmen wir an, sie hat mit irgendeiner Abbildungsrelation bzw. Abbildungsregel zu tun.
Pointe: dies kann kein natürlicher Status (Status innerhalb der natürlichen Welt) sein.
Bsp falscher Satz: bildet nichts ab, hat aber dennoch Bedeutung. Aber wenn er eine Bedeutung hat, muss er etwas bedeuten. Aber nicht etwas aktuales. Also nicht etwas, in der natürlichen Welt.
Pointe: dann kann auch das, was ein wahrer Satz bedeutet, nichts sein, was in der aktualen Welt ist.
Lösung: die Relation eines wahren Satzes zu etwas zweifellos Aktualem in der Welt ist vermittelt durch eine Relation, die selbst nicht in der Welt ist. Diese Relation ist die Bedeutung.
Bedeutung/Millikan: ist nicht selbst in der Welt, sondern die Relation zwischen einem wahren Satz und dem, was in der Welt ist. Daher ist diese Relation auch nicht kausal.
Wahrmacher/Millikan: findet man aber nicht in falschen Sätzen. Und wir verstehen falsche Sätze nicht dadurch, dass wir bloß sagen, dass er nicht wahr ist.
Bedeutung/Millikan: muss etwas sein, das wahren und falschen Sätzen gemeinsam ist.
Abbildung/Bedeutung/Millikan: Bedeutung scheint auch irrelevant für aktuale Abbildungsrelation zu sein.
Lösung/Millikan: unsere Begriffe „Eigen...“ und „Normal“. Wahre und falsche Sätze „sollen“ Tatsachen in der Welt korrespondieren im Einklang mit bestimmten Abbildungsregeln. Das kann mit den Begriffen der Normalität und der Eigenfunktion erklärt werden.
I 89
Falschheit/falscher Satz/Millikan: ist dann genauso unproblematisch wie Bsp ein Chamäleon, das nicht die Farbe seiner Umgebung annimmt. ((s) Fehler, >Störung, >Irrtum). Bedeutung/Millikan: 2. Klänge werden zu Sätzen mit Bedeutung, wenn sie interpretiert werden.
Intentionalität/Sprache/Tradition/Millikan: ist daher eine (von Interpretation) abhängige Intentionalität. ((s) > abgeleitete Intentionalität).
Satz/Gegenstand/Welt/Millikan: ohne die Intentionalität wäre ein Satz ein gewöhnlicher Gegenstand.
Gedanke/Denken/Intentionalität/Millikan: Pointe: dann kann die Intentionalität von Gedanken nicht so interpretiert werden wie die von Sätzen. Sonst hätten wir einen Regress.
Repräsentation/Millikan: diejenigen, die Sätze für innere Repräsentationen halten vergessen, dass Sätze und Bilder nur abgeleitet intentional sind.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Irrtum Millikan Millikan Vs Descartes, R. I 94
Fehler/Falschheit/falsch/Irrtum/Täuschung/naturalistischer FehlSchluss/Millikan: nichts kann als fehlerhaft (kaputt) beschrieben werden, indem man nur dieses einzelne, isolierte Ding betrachtet. Normalität/Lösung: es geht immer darum, wie ein Ding „sein sollte („supposed to“).
Problem: auch falsche Überzeugungen und falsche Sätze zeigen nicht für sich allein, dass sie falsch sind. Auch sinnlose Sätze zeigen nicht an sich selbst ihre Sinnlosigkeit.
Rationalismus/MillikanVsRationalismus: muss daher falsch sein in Bezug auf Intentionalität.
MillikanVsDescartes: cartesische Reflexion allein zeigt nicht einmal den intentionalen Charakter unserer Überzeugungen und Ideen.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtum Millikan Millikan Vs Holismus I 10
Subjekt/Prädikat/Kohärenz/Sprache/Welt/Millikan: Subjekt-Prädikat-Struktur: ich versuche zu zeigen, wie das Gesetz des Nichtwiderspruchs (>Satz vom Widerspruch, >Widersprüche/Millikan) (das Wesen der >Kohärenz) in die Natur passt. Dazu brauche ich >Fregeschen Sinn als Hauptbegriff. Wie man sich beim Wissen irren kann, so auch in der Bedeutung.
I 11
Holismus/MillikanVsHolismus: versuchen wir zu umgehen. Dann werden wir verstehen, warum wir trotz allem immer noch etwas von der Welt wissen können. Realismus/Millikan: ich bleibe nahe am Aristotelischen Realismus.
Eigenschaften/Art/Millikan: gibt es nur in der aktualen Welt.
MillikanVsNominalismus.
I 13
MillikanVsHolismus: es geht darum, ohne Holismus und ohne Mythos des Gegebenen zu verstehen, wie wir unsere anscheinenden Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen und unsere anscheinenden Bedeutungen testen. Beobachtungsbegriffe/Millikan: wir haben viel mehr davon, als man gemeinhin annimmt.
Für sie gibt es gute – wenn auch fehlbare – Tests, die von unseren Theorien unabhängig sind.
Überzeugungen: insoweit unsere Bedeutungen und unsere Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen richtig und gültig sind,
I 14
sind die meisten unserer Überzeugungen und Urteile wahr. ((s) >Überzeugungen/Davidson). Angemessenheit/Millikan: indem wir unsere Urteile dazu bringen, mit denen anderer in einer Gemeinschaft zu interagieren, haben wir zusätzliche Belege dafür, dass sie angemessen sind. So werden auch neue Begriffe entwickelt, die unabhängig von Theorien getestet werden können, oder auch nicht.

I 67
Glauben/Millikan: (s.u. Kapitel 18, 19): These: wenn man etwas glaubt, glaubt man normalerweise durch Beobachtungsurteile. Problem: Hintergrundinformation, die einen von dem Urteil abhalten könnte, ist nicht notwendig eine Information, deren Leugnung man im Normalfall gebrauchen würde, würde, um die Überzeugung zu stützen!
I 68
Dieses Prinzip werde ich gebrauchen MillikanVsQuine. Theorie/Beobachtung/Quine: These: beide sind unlöslich miteinander verwunden.
MillikanVsHolismus.
Gricesche Intentionen/Millikan: sollte man nicht als Mechanismus auffassen. Allerdings:
Motor: kann man auch als Hierarchie auffassen, wobei höhere Levels niedrigere stoppen können. Dabei muss ich als Benutzer auch wenig über die Funktionsweise der niedrigeren Stufen wissen.

I 298
Test/Millikan: Bsp das Herz kann nur zusammen mit Nieren getestet werden. Sprache/Bedeutung/Referenz/Welt/Realität/Abbildung/Millikan: wir versuchen nur zu verstehen, wie es einen Test geben kann, der in dieser unserer Welt historisch auf menschliche Begriffe angewendet wurde, und dessen Resultate mit der Welt korreliert sind aus Gründen, die wir angeben können.
Problem: wir sind hier stärker gehandicapt als der Realismus.
I 299
Es geht um die Möglichkeit von Bedeutungshaftigkeit und Intentionalität überhaupt („Wie ist’s möglich?“ WIMF). Holismus/MillikanVsHolismus: der epistemische Holismus ist falsch.
Statt dessen wäre ein Test auf Nichtwiderspruch, wenn er nur auf eine kleine Gruppe von Begriffen angewendet wird, ein relativ effektiver Test für die Adäquatheit von Begriffen.
Begriffe/Adäquatheit/Millikan: wenn sie adäquat sind, üben Begriffe ihre Eigenfunktion in Übereinstimmung mit einer Normalen Erklärung aus. Ihre Eigenfunktion (EF) ist es, einer Variante der Welt zu korrespondieren. Ein adäquater Begriff produziert korrekte Akte der Identifikation der Referenten seiner Tokens.

I 318
Holismus/Theorie/Beobachtung/Begriff/Abhängigkeit/MillikanVsHolismus/Millikan: die Auffassung, dass wir die meisten Dinge die wir beobachten nur durch Beobachtung indirekter Effekte beobachten, ist falsch. Wir beobachten sowieso nur Effekte von Dingen, nämlich auf unsere Sinnesorgane.
I 319
Unterschied: es geht um den Unterschied zwischen Informationserwerb durch Wissen von Effekten auf andere beobachtete Dinge und dem Informationserwerb ohne solches zwischengeschaltetes Wissen von anderen Dingen. Problem: hier entsteht leicht ein Irrtum: dieses Wissen muss überhaupt nicht eingesetzt werden.

I 321
Two Dogmas/Quine/Millikan. These: ~ „unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus“. Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.
Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtum Millikan Millikan Vs Rationalismus I 325
Intension/Sinn/Wissen/Bedeutung/Wittgenstein/Quine/Millikan: die beiden kann man so verstehen, dass das Wissen, dass ein Ausdruck bzw. eine Proposition Sinn hat, Wissen a priori ist. Das nenne ich den
Def „Bedeutungsrationalismus“/Millikan: These: das Wissen, dass eine Proposition Sinn hat, ist nicht empirisch, sondern a priori. Im Unterschied zu Wissen über Urteile, dies ist empirisch. ((s) Weil es ja um die Bedeutung unserer eigenen Ausdrücke und unseres eigenen Gebrauchs geht.).
MillikanVsBedeutungsrationalismus.
Hauptvertreter: Descartes, Hume, Husserl, Wittgenstein, Quine, Putnam.
I 326
Synonymie/Putnam: These: das Wissen über Synonymie ist ebenfalls a priori. Millikan: d. h. das sollte alles Lehnstuhlreflexion sein.
I 327
Kriterium/Millikan: Problem: wenn das alles so sicher sein soll, kann es auch immer nur ein Kriterium für einen Begriff geben, nicht mehrere. Und alle Terme dürfen nur eine Intension haben, niemals mehrere, außer, diese sind „logisch äquivalent“. „notwendige und hinreichende“ Bedingungen/Millikan: unterscheiden angeblich säuberlich nicht nur zwischen aktualen Dingen, die unter einen Begriff fallen und denen, die nicht darunter fallen sondern auch zwischen allen „logisch möglichen“ Dingen.
Bedeutungsrationalismus/Millikan: These: zwischen Sinnvollem und Sinnlosem muss a priori unterschieden werden können.
I 328
Irrtum/Millikan: kann es danach nur bei Urteilen geben. Bedeutungsrationalismus/Millikan: Bsp ich kann mich gar nicht sinnvoll fragen, ob meine Idee von Shakespeare vielleicht nicht von Shakespeare ist.
Urteil/Millikan: aber Urteile können nicht gemacht werden, ohne Begriffe anzuwenden.
Begriff/Millikan: also müssen wenigstens einige begriffe auf eigenen Füßen stehen.
Tradition/Millikan: nach ihr wären diese Begriffe die von Eigenschaften.
Bedeutungsrationalismus/Millikan: These: alle unsere echten Begriffen sind von Dingen mit einem besonderen ontologischen Status, nämlich Dingen, die existieren und gewußt werden können, und dennoch keine notwendige Beziehung zur wirklichen Welt (aktualen Welt) haben. Bsp Platonische Formen oder „reifizierte Bedeutungen“ oder „reifizierte Möglichkeiten“.
NominalismusVs: dem entspricht überhaupt nichts.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtum Millikan Millikan Vs Rorty, R. I 88
Satz/Welt/Bedeutung/MillikanVsRorty/Millikan: 1. wir nehmen an, dass ein Satz zur Welt gehört, (mindestens, wenn er wahr ist). mathematische Gleichung: hier ist es vielleicht anders.
Wahrheit/Millikan: nehmen wir an, sie hat mit irgendeiner Abbildungsrelation bzw. Abbildungsregel zu tun.
Pointe: dies kann kein natürlicher Status (Status innerhalb der natürlichen Welt) sein.
Bsp falscher Satz;: bildet nichts ab, hat aber dennoch Bedeutung. Aber wenn er eine Bedeutung hat, muss er etwas bedeuten. Aber nicht etwas aktuales. Also nicht etwas, in der natürlichen Welt.
Pointe: dann kann auch das, was ein wahrer Satz bedeutet, nichts sein, was in der aktualen Welt ist.
Lösung: die Relation eines wahren Satzes zu etwas zweifellos Aktualem in der Welt ist vermittelt durch eine Relation, die selbst nicht in der Welt ist.. Diese Relation ist die Bedeutung.
Bedeutung/Millikan: ist nicht selbst in der Welt, sondern die Relation zwischen einem wahren Satz und dem, was in der Welt ist. Daher ist diese Relation auch nicht kausal.
Wahrmacher/Millikan: findet man aber nicht in falschen Sätzen. Und wir verstehen falsche Sätze nicht dadurch, dass wir bloß sagen, dass er nicht wahr ist.
Bedeutung/Millikan: muss etwas sein, das wahren und falschen Sätzen gemeinsam ist.
Abbildung/Bedeutung/Millikan: Bedeutung scheint auch irrelevant für aktuale Abbildungsrelation zu sein.
Lösung/Millikan: unsere Begriffe „Eigen...“ und „Normal“. Wahre und falsche Sätze „sollen“ („are supposed to“) Tatsachen in der Welt korrespondieren im Einklang mit bestimmten Abbildungsregeln. Das kann mit den Begriffen der Normalität und der Eigenfunktion erklärt werden.
I 89
Falschheit/falscher Satz/Millikan: ist dann genauso unproblematisch wie Bsp ein Chamäleon, das nicht die Farbe seiner Umgebung annimmt. ((s) Fehler, >Irrtum, >Störung).
Bedeutung/Millikan: 2. Klänge werden zu Sätzen mit Bedeutung, wenn sie interpretiert werden.
Intentionalität/Sprache/Tradition/Millikan: ist daher eine (von Interpretation) abhängige Intentionalität. ((s) > abgeleitete Intentionalität).
Satz/Gegenstand/Welt/Millikan: ohne die Intentionalität wäre ein Satz ein gewöhnlicher Gegenstand.
Gedanke/Denken/Intentionalität/Millikan: Pointe: dann kann die Intentionalität von Gedanken nicht so interpretiert werden wie die von Sätzen. Sonst hätten wir einen Regress.
Repräsentation/Millikan: diejenigen, die Sätze für innere Repräsentationen halten vergessen, dass Sätze und Bilder nur abgeleitet intentional sind.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtum Millikan Millikan Vs Tradition I 13
klassischer Realismus: für ihn ist Denken und Wissen getrennt und Intentionalität ist transparent. Intentionalität/über/aboutness/MillikanVsTradition: Intentionalität ist nicht transparent: viele Vorgänge, die „über“ etwas sind, sind für ihre Benutzer nicht bewusst.
Bsp von Frisch wußte worüber ein Bienentanz ist, die Bienen wissen es nicht. Bienen reagieren bloß angemessen auf Bienentänze.
Gedanke: erfordert, dass der Referent identifiziert ist.
Inferenz: involviert Akte der Identifikation dessen, worüber die Gedanken sind. Deswegen sind sie Repräsentationen.
Ontologie/Millikan: uns interessiert, welche allgemeine Struktur die Welt haben muss, damit Subjekt-Prädikat-Sätze, Negation usw. auf die abgebildet werden können.
Realismus/Millikan: richtig verstanden verlangt der Realismus nicht, dass die Welt dafür „richtig aufgeteilt“ sein muss.

I 17
Eigenfunktion/Millikan: Bsp ein Herz hat sicher damit zu tun, dass es Blut pumpt. Aber welche Art von Verbindung zum Blutpumpen muss gegeben sein? Einige Herzen sind mißgebildet und können nicht pumpen, andere, Bsp Wasserpumpen könnte perfekt Blut pumpen, aber sie sind keine Herzen.
Bsp Kunstherzen: gehören nicht zur biologischen Kategorie. Also ist es nicht die aktuale Konstitution, aktuale Kräfte, Dispositionen usw. die etwas zu einem Element einer biologischen Kategorie machen.
Eigenfunktion/Millikan: führt dazu, etwas in eine biologische Kategorie einzuordnen. Sie hat nicht mit Kräften und Dispositionen zu tun, sondern mit Geschichte.
Eine Eigenfunktion zu haben heißt, “für etwas vorgesehen“ zu sein, etwas „zu sollen“ („supposed to“, designed to“).
Das müssen wir nun in einer naturalistischen, nichtnormativen Weise untersuchen.
Sprache/propositionale Einstellung/Millikan: wir müssen also fragen, „wozu sie gut sind“.
Satz/Millikan: so wie ein Herz manchmal missgebildet sein kann, so kann auch ein Satz nichtwohlgeformt sein. Andere Sätze sind einfach falsch.
Tradition/Falschheit/Millikan: die Tradition war verpflichtet anzunehmen, dass falsche Überzeugungen auch Überzeugungen sind. Dann müssen wie auch die Kräfte haben, unsere Dispositionen zu beeinflussen.
MillikanVsTradition: aber eine kaputte Niere hat nicht die Kräfte, ihre Funktion zu erfüllen.
I 18
Und falsche und verwirrte Gedanken haben solche Kräfte ebenfalls nicht. Tradition: hat hier mehr mit Input-Output-Relationen zu tun.
Millikan: These: wir dagegen beschäftigen uns mit den biologischen Funktionen, den Funktionen, „für die etwas gedacht“ ist.
Millikan: These: durch die Konzentration auf die Eigenfunktion (biologische Funktion) sind wir frei, die definierenden Merkmale zu finden, zwischen wahren Überzeugungen und der Welt draußen.
Eigenfunktion/EF/Millikan: 1. direkte Eigenfunktion: der erste Teil der Theorie bezieht sich nur auf die Funktionen von Dingen, die Elemente von Familien sind, sie einander ähnlich sind Bsp Herzen, oder einem Urbild ähnlich sind, Bsp Sätze, Wörter, Bsp Händeschütteln.
2. abgeleitete Eigenfunktion: hier müssen wir zeigen, dass auch neue Dinge Eigenfunktion haben können: Bsp neues Verhalten, neue Bienentänze, neue Überzeugungen.

I 133
Intension/Tradition/Millikan: hat immer mit Anwendungskriterien zu tun. 1. Menge von Eigenschaften oder Charakteren, die im Geist assoziiert sind.
2. Dieses Kriterium legt fest, worauf der Term angewendet wird – die Extension!
Extension/Intension/Tradition: die beiden sind im Geist verbunden.
Intension/MillikanVsTradition/Millikan: statt dessen ist es die Evolution, die die Verbindung zwischen Intention und Extension festlegt.
Sinn/Millikan: ergibt sich durch die Verbindung von Term und Referent: wie der Term „abbilden soll“. Dabei brauchen wir noch den Begriff des Tests.

I 157
Rationalismus/rationalistisch/Tradition/Millikan: (ähnliches Argument): was ein Term in einem Idiolekt bedeutet, muss für den Sprecher dieses Idiolekts a priori bekannt sein. Aber alles was man a priori wissen kann, ist ob zwei Ausdrücke in dem Idiolekt dieselbe Intension haben. Wenn nun aber ein Term mehr als eine Intension hat, kann man nicht a priori wissen, ob die Intensionen in der Anwendung konvergieren werden. Daher muss jeder eindeutige Term nur eine Intension haben. Bedeutung/Sinn/MillikanVsTradition: Bedeutung ist Fregescher Sinn, nicht Intension. Dann ist Leerheit die primäre Art von Bedeutungslosigkeit und weder Mehrdeutigkeit noch Synonymie werden durch rein a priori Überlegung festgelegt.
Intension/Millikan: ist nur die sekundäre Bedeutung.
I 158
Sie können nur Bedeutung sein, insofern diese Intensionen explizit sind und selber einen Sinn haben.
I 171
Irrtum/Täuschung/Zeigen/Indexwort/Millikan: Bsp es gibt zwei Gegenstände auf dem Tisch, einen Aschenbecher, den ich nicht für einen Aschenbecher halte und ein Ding, das kein Aschenbecher ist, das ich aber dafür halte und sage „Das ist ein schöner Aschenbecher“. Frage: habe ich damit gesagt, dass der Aschenbecher schön ist, obwohl ich den anderen Gegenstand gemeint habe?
Bsp ich halte ein Buch hoch und sage „Dies gehörte meinem Großvater“. Dabei täusche ich mich allerdings und halte das falsche buch hoch.
I 172
Was ich gesagt habe, ist natürlich falsch. Nicht so klar ist, ob ich das, was ich gemeint habe etwas anderes ist als das, was ich gesagt habe. Millikan: These: hier ist es nicht der Fall, dass Ich und mein Token von „dies“ verschiedene Dinge gemeint haben.
Lösung: „dies“ ist mehrdeutig in bezug auf Fregeschen Sinn.
MillikanVsTradition: Philosophen haben dies oft außer Acht gelassen.
Lösung/Millikan: Wahrnehmung kann bei uns zu vorübergehenden Begriffen führen.
vorübergehende Begriffe/Intensionen/Millikan: Intensionen sind dann an unsere Fähigkeiten geknüpft, Dinge zu verfolgen und zu reidentifizieren.
vorläufiger Begriff: Bsp diese Kaffeetasse ist für mich vollkommen ununterscheidbar von einem Dutzend anderen, aber im Moment ist es meine Tasse.
I 173
Frage: ob das überhaupt als Begriff zählt. Fähigkeit den Gegenstand zu verfolgen führt zu einem inneren Begriff. Das führt zur Unterscheidung von Wahrnehmung und Gedanken. Denken/Millikan: wenn Denken nicht durch Wahrnehmung vermittelt wird, sind die Gegenstände, an die man denkt, nicht mit einem Index versehen.
Wahrnehmung: hier sind die Gegenstände mit einem Index versehen.
I 174
Irrtum/Täuschung/Indexwort/Wahrnehmung/Fehlidentifikation/Millikan: Bsp Angenommen, ich irre mich, als ich einen wiederkehrenden Gegenstand identifiziere. Dann hat mein innerer Begriff zwei Sinne, er hat einen mehrdeutigen Fregeschen Sinn. 1. abgeleiteter Sinn aus der Fähigkeit, den Gegenstand zu verfolgen
2. innerer Begriff, den ich schon vorher hatte.
„dies“: ist also mehrdeutig.

I 270
Standardbedingungen/Inhalt/Millikan: 1. um ihnen einen Inhalt zu geben, muss „Standard-Beobachter“ mehr bedeuten als „Beobachter, für den rote Dinge rot aussehen, unter Standard-Bedingungen“. Und entsprechend für „Standard-Bedingungen“.
Lösung: Standard-Bedingungen für rot“ müssen ausbuchstabiert werden.
Problem: kein Mensch hat eine Ahnung, wie das gehen sollte.
Problem: wenn man allen Grund hätte zur Annahme, man sei ein Standard-Beobachter gibt es Umstände, in denen ein Gegenstand eine andere Farbe zu haben scheint, als er hat. Aber man würde dann nicht schließen, dass das Ding nicht rot wäre.
Problem: wenn Selbigkeit eines Dings durch seine gegenteiligen Eigenschaften definiert wird, muss ein Beobachter diese gegenteiligen Eigenschaften auch identifizieren können. Und es kann sein, dass diese niemals zutage treten!
Problem: wie kann meine Erfahrung die Gegenteiligkeit von rot und grün bezeugen?
Viele Autoren: denken, dass man niemals überhaupt behaupten könne, dass rot und grün zur selben Zeit am selben Ort sein könnten.
I 271
MillikanVsTradition: das stimmt aber nicht, in Wirklichkeit gibt es viele Möglichkeiten, Bsp Schielen. Komplementärfarben/Wahrnehmung/Sehen/Gewissheit/Millikan: unser Vertrauen darin, dass rot und grün Gegensätze sind, (vielleicht in die Natur eingebaut) ist eine empirische Gewissheit. Und dies ist Gewissheit für die objektive Gültigkeit dieser Begriffe, für die Tatsache, dass rot und grün Eigenschaften sind – und nicht nur Halluzinationen.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Irrtum Millikan Millikan Vs Wittgenstein I 221
nicht/“nicht“/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: These: „nicht“ ist ein Operator, der auf dem Rest des Satzes operiert, indem er den Sinn des gesamten Satzes ändert. (s)VsWittgenstein/(s)VsMillikan: Problem: a) „nicht“ gehört nicht zum Satz, dann kann es auf den ganzen Satz „Die Sonne scheint“ angewendet werden“
Wittgenstein: „nicht“ ändert den Sinn des Satzes, zu dem es gehört.
b) es gehört zum Satz, dann müsste es zweimal angewendet werden, das zweite Mal auf sich selbst. Es ändert nur den Sinn, wenn es nicht zum Satz gehört.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: dann steht der Satz für etwas, das nicht existiert.
Problem/Millikan: das führt zu einer Reifikation von Möglichkeiten.
negativer Satz/Verneinung/Negation/Existenz/Millikan: negative Sätze können nicht nicht-existente Tatsachen als real value haben.
Begründung: negative Tatsachen haben keine Kausalkräfte, die in einer Normalen Erklärung eine Rolle spielen könnten.
negativer Satz/Millikan: wir könnten annehmen, dass negative Sätze keine Repräsentationen sind. Bsp „nicht-p“ soll heißen „die Tatsache dass-p existiert nicht“ So hat Wittgenstein es auch
ungefähr aufgefasst.
Pointe: wir hatten oben gesagt, dass Existenzsätze keine Repräsentationen sind.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: aber erfasste Sätze der Form „x
existiert nicht“ so auf, dass sie eine nichtexistente Tatsache abbilden. Dann geht die Variable
„x“ in „x existiert nicht“ nicht über Namen von Einzeldingen (Gegenständen, elementaren Objekten) sondern über Repräsentationen möglicher Zustände (möglicher Tatsachen).
Sinn/Nichtexistenz/Negation/Wittgenstein/Millikan: so war es ihm möglich aufrechtzuerhalten, dass Sätze der Form „x existiert nicht“ einen Sinn haben ((s) >Meinong).
Millikan: in unserer Terminologie heißt dass, dass sie Repräsentationen sind (MillikanVs).
I 222
Und gleichzeitig konnte er behaupten, dass die grundlegendsten Elemente aller Propositionen realen Gegenständen entsprechen. Pointe: das machte es möglich, dass er sagen konnte „x existiert nicht“ immer äquivalent ist zu einem Satz der Form „nicht-p“.
Millikan: könnten wir nicht wenigstens eine Hälfte dieser Äquivalenz aufrechterhalten? Die von „nicht-p“ nach „dass-p existiert nicht“?
MillikanVsWittgenstein:; nein, noch nicht einmal dies können wir.
Wenn Wittgenstein recht hätte und „nicht-p“ sagt „dass-p existiert nicht“, dann hieße das für meine Position, dass negative Sätze keine Weltzustände abbilden und keine Repräsentationen sind.
Millikan: statt dessen würden sie sprachliche Tatsachen abbilden, „nicht-p“ wäre dann ein Icon, aber es repräsentiert nicht, wobei ein Weltzustand den Satztyp „p“ als Variante hätte.
Protoreferent/Millikan. „p“ wäre nicht ein repräsentierter Referent von „nicht-p“ sondern ein Protoreferent.
Frage: wäre „nicht-p“ ein Icon von dem das „p ist falsch“?
Vs: dann wäre „nicht“ kein Operator mehr!
Nicht/Negation/Operator/Wittgenstein/Millikan: d.h. die Abbildungsregel für „nicht-p“ ist eine Funktion der Abbildungsregel für „p“.
1. Wenn „nicht“ kein Operator wäre, könnte es vorkommen, dass jemand nicht den Sinn von „p“ versteht, aber dennoch den Sinn von „nicht-p“. Absurd.
2. wenn „nicht-p“ sagt,“ dass-p existiert nicht“ müsste „nicht-p“ auch wahr sein müssen, wenn irgendeine Variante in „p“ nicht völlig bestimmt ist, also keinen angepassten Sinn hat. Bsp „Pegasus war kein geflügeltes Pferd“ Bsp „Der gegenwärtige König von Frankreich ist nicht kahl“ wären wahre Sätze!
3. sicher ist es so, dass „“p“ ist falsch“ wenigstens abbildet (icons) dass „p“ keinen real value hat. Entsprechend: „x existiert nicht“ bildet dann die Tatsache ab, dass „x“ keine Referenten hat.
Pointe. wenn nun „nicht-p“ sagt, „dass-p“ existiert nicht“ bildet es immer noch eine negative Tatsache ab.
negative Tatsache/Millikan: wir müssten zeigen können, dass eine negative Tatsche immer noch etwas anderes ist, als die Nichtexistenz einer positiven Tatsache. Und das können wir nicht. Wir haben uns bloß im Kreis bewegt.
nicht-existente Tatsache/Millikan: kann kein Gegenstand eines Icons sein und kein Gegenstand einer Repräsentation.
negative Tatsache/Millikan: müsste also etwas anderes sein als eine nicht-existente Tatsache.
Pointe: aber wenn wir das zeigen können, brauchen wir gar nicht mehr anzunehmen, dass „nicht-p“ sagt “dass-p existiert nicht“.
negativer Satz/Abbildung/Tatsache/Negation/Millikan: was ich dann behaupten muss ist, dass negative Sätze reale bzw. existierende Weltzustände (Tatsachen) abbilden.
Es ist wohlbekannt, wie man so etwas anstellt:
Negation/Verneinung/Lösung: man sagt einfach, dass die Negation nur auf das logische Prädikat des Satzes angewendet wird ((s) innere Negation). Dabei wird der Sinn des Prädikats geändert, so dass das Prädikat auf das Gegenteil zutrifft (abbildet) als es normalerweise tut.
I 223
Das kann dann auch auf komplexere Sätze mit externer Negation ausgedehnt werden: Bsp „Kein A ist “ wird zu „Jedes A ist nicht-“.
MilllikanVs: die Schwierigkeiten mit diesem Ansatz sind ebenfalls wohlbekannt:
1. Problem: wie soll man die Funktion von „nicht“ interpretieren in ganz einfachen Sätzen der Form „x ist nicht“ Bsp „Pegasus ist nicht (Pause)“ Hier kann „nicht“ als über Prädikate operierend interpretiert werden! Sätze der Form „x ist nicht“ sind natürlich äquivalent zu Sätzen der Form „x existiert nicht.“.
Problem: wir haben aber gesagt, dass „existiert“ keine Repräsentation ist. Also kann „nicht“ nicht interpretiert werden als immer auf einem Prädikat eines repräsentierenden Satzes operierend.
Bsp „Cicero ist nicht Brutus“ kann nicht auf einem logischen Prädikat des Satzes operieren, denn einfache Identitätssätze haben kein logisches Prädikat. Also muss „nicht“ noch andere Funktionen haben.
Problem: in welchen Relationen stehen dann diese verschiedenen Funktionen zueinander? Denn wir sollten davon ausgehen, dass „nicht“ nicht verschiedene Bedeutungen in verschiedenen Kontexten hat.
sinnlos/sinnlose Sätze/Negation/Abbildung/Millikan: hier gibt es dasselbe Problem:
Bsp „Gold ist nicht quadratisch“. Der Satz ist nicht deshalb wahr, weil Gold eine andere Form hätte als quadratisch zu sein.
Problem: die korrespondierenden affirmativen Sätze haben auch keinen Sinn!
Dennoch scheint Bsp „Gold ist nicht quadratisch“ irgendetwas wahres zu sagen.
Problem: wiederum: wenn „nicht“ eine andere Funktion hat als in repräsentierenden Sätzen, müssen wir diese Funktion immer noch erklären.
2. Problem: (wichtiger): die Abbildungsregeln zwischen einfachen Sätzen der Form „x ist nicht “ und seinem real value.
real value/Negation/Millikan: ist der real value eines negativen Satzes der Weltzustand? Bsp Die Tatsache von Johns nicht-groß-sein? Oder eine präzise Tatsache wie Johns genau-180-groß-sein?
I 224
Millikan: das letztere ist korrekt. Repräsentation/Negation/Millikan: These: negative Repräsentationen haben unbestimmten Sinn. ((s) Aber Millikan gibt zu, dass Negationen Repräsentationen sind, anders als Identitätssätze und Existenzsätze).
Millikan: wie bei unbestimmten Kennzeichnungen sind die real values bestimmt, wenn sie in wahren Sätzen vorkommen, aber sie müssen nicht vom Hörer identifiziert werden können, um ihre Eigenfunktion zu erfüllen.
Gegenteil/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: negative Sätze, deren Gegenteile normale repräsentierende Sätze sind, müssen selbst positive Tatsachen abbilden.
I 229
“nicht“/Negation/negativer Satz/Repräsentation/SaD/Millikan: These: der Satz vom ausgeschlossenen dritten trifft auf einfache repräsentierende negative Sätze nicht zu. Bsp neben der Möglichkeit, dass ein Prädikat und der, dass sein Gegenteil zutrifft, gibt es die Möglichkeit, dass das Subjekt des Satzes nicht existiert. Und das ist gerade die Möglichkeit, dass der Satz keinen bestimmten Fregeschen Sinn hat. „p oder nicht-p“: hat nur Sinn, wenn „p“ Sinn hat.
Negation: ihre Funktion ist niemals (im Kontext repräsentationaler Sätze) zu sagen, dass der Satz keinen Sinn hätte.
Sinn/Millikan: ob ein Satz Sinn hat, kann man nicht a priori wissen.
Negation/Repräsentation/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein: sein Irrtum (im Tractatus) war es zu glauben, dass wenn jedermann sieht, dass „x“ in „x existiert nicht“ einen Sinn hat, dass dann der negative Satz eine negative Repräsentation sei.
Rationalismus/Millikan. die rationalistische Überzeugung, dass man den Unterschied von Sinn und Nicht-Sinn a priori wissen könnte.

I 303
Empfindungssprache/Empfindung/Privatsprache/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein/Millikan: das Problem ist nicht ganz das, was Wittgenstein gemeint hat. Es ist nicht unmöglich, eine Privatsprache zu entwickeln, sondern man kann keine Sprachen entwickeln, die nur von dem sprechen, was nur einmal und von einem einzigen Gesichtspunkt aus gesehen werden kann.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005