| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Realismus metaphysische | Harman Vs Absolutismus | II 426 Wahrhaftigkeit/Grund/Motiv/Rationalität/Harman: These Angenommen, eine Person hat Gründe wahrhaftig zu sein, dann muss es möglich sein, eine neutrale Einschätzung ihrer Gründe in nicht normativem Vokabular zu geben, die zeigt, warum diese Überlegung ein Grund für diese Person ist (für ihre Wahrhaftigkeit oder Ehrlichkeit). Es scheint mir auch, dass das nicht immer durchführbar ist. HarmanVsmoralischer Absolutismus: daher wird der Absolutist auf eine normative Spezifizierung zurückfallen indem er sagt, der Grund ist, dass es für die Person falsch wäre, zu lügen oder zu stehlen ist, dass es für diese Person falsch wäre. Harman: aber das wäre keine befriedigende Antwort. moralischer Relativismus/metaphysischer Realismus/Putnam/Harman: Putnam sieht sehr richtig, dass es eine Verbindung zwischen beiden gibt. mR/Harman: weil ich glaube, dass es eine eindeutige Kausalordnung gibt, müssen auch alle Handlungsgründe ((s) Motive) in dieser Ordnung lokalisierbar sein. normative Tatsachen /Norm/Harman: ich bin skeptisch gegenüber Tatsachen, die ausschließlich normativ spezifiziert werden können. ((s) d.h. über die man nichts physikalistisches sagen könnte, bzw. dann wären es keine Tatsachen). Pointe: interner Realismus/moralischer Absolutismus/Harman: ein interner Realist wie Putnam, der sagt, dass es eine eindeutige Kausalordnung gibt kann rein normative Tatsachen erlauben, die nicht in der Natur lokalisierbar sind. |
Harman I G. Harman Moral Relativism and Moral Objectivity 1995 Harman II Gilbert Harman "Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Antirealismus | Putnam I (d) 131 VsAntirealismus/Putnam: Man könnte einwenden: Jemand könnte vernünftigerweise die eventuell wahre Aussage machen: A: Aber es könnte der Fall gewesen sein, dass A und unsere wissenschaftliche Entwicklung anders verlauden, sodass ~A Teil der idealen auf lange Sicht akzeptierten Theorie wird. Unter diesen Umständen wäre A der Fall, aber A wäre nicht wahr PutnamVs: Das Argument ist fehlerhaft. Die andere "wissenschaftliche Entwicklung" heißt hier die Wahl einer anderen Version. Wir können nicht annehmen, der Satz A habe unabhängig von der Version, die wir akzeptieren, eine Bedeutung. ((s) s.o.: aber: Theorie/PutnamVsKuhn: (u.a.): Bedeutung wechselt nicht von Theorie zu Theorie). Der metaphysische Realismus steht dem gleichen Problem gegenüber: Auch er muss akzeptieren, dass es Fälle gibt, in denen die Referenz eines Terminus davon abhängt, welche Theorie man akzeptiert. Bsp Nun können z.B. zwei Theorien wahr sein. Dann könnte jemand sagen: A: Aber es könnte der Fall gewesen sein, dass A und unsere wissenschaftliche Entwicklung anders verlaufen, sodass T2 akzeptiert wird. In diesem Fall wäre A der Fall, aber A wäre nicht wahr. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Rorty Vs Ayers, M. | VI 408 Philosophie/Rorty: wir müssen deutlich zwischen Fragen zu den Aufgaben der Philosophie und inhaltlichen Themen wie z.B. Erkenntnis trennen, und sich über deren Wechselverhältnis möglichst deutlich äußern. Philosophie/Rorty: folgende Thesen werden tendenziell von den gleichen Leuten vertreten 1. Realismus/AntiRealismus wichtige Unterscheidung 2. Dummett hat recht: diese Antirealismus/Realismus-Kämpfe sind die ausschlaggebenden in der Philosophiegeschichte gewesen. >Antirealismus, >Realismus. VI 409 3. Wilson hat recht, wenn sie Zweifel an der Kontingenz der Probleme äußert. 4. Ayers hat recht, man darf die eigenen metaphysischen und erkenntnistheoretischen Ansichten nicht von seiner Politik und Moral beeinflussen lassen. 5. Farbe: das Problem des "Wesens der Farbe" ist nicht lösbar. Das gleiche gilt infolgedessen für das Leib Seele Problem. 6. Descartes’ >Skeptizismus ist ahistorisch. 7. Sellars und Davidson haben Unrecht, wenn sie sagen, dass die Sinnesorgane bloß eine kausale Rolle spielen. Pro McDowell: Wiederbelebung des Empirismus. 8. Identität mit sich selbst ist nicht von Beschreibung abhängig, sondern von intrinsischen, nichtrelationalen Merkmalen. manche Termini sind starr. 9. Anerkennung des Unsagbaren ist lobenswerte intellektuelle Bescheidenheit. 10. Lockes "Essay concerning human understandig" ist kein Wegweiser, sondern ein immer noch auszulotendes Werk, dass bisher noch nicht artikulierte Wahrheiten enthält. RortyVsAyers: in allen 10 obigen Thesen vertreten Ayers und ich diametral entgegengesetzte Standpunkte. VI 410 Rorty: wir werden niemals ein "rein logisches" Argument für oder gegen eine der 10 Thesen aufstellen können. VI 411 "Sprachlicher Idealismus"/Rorty: Kampfbegriff von AyersVsSellars. RortyVsAyers: es muss schon viel in der Sprache angelegt sein, bevor eine einleuchtende Berufung auf den Geschmack von Zwiebeln überhaupt möglich ist. VI 412 Dazu gehört auch die Vorstellung einer inneren "cartesianischen Bühne". >Cartesianismus. Dazu gehört auch die Vorstellung von "Bewusstsein"- (Als Vorstellung des 17. Jahrhunderts). |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Realismus metaphysische | Kanitscheider Vs Barrow, J.D. | II 105 KanitscheiderVsBarrow: der Sinn einer Messung besteht in der Registrierung, d.h. im Hinterlassen einer permanenten Spur, nicht im subjektiven Erlebnis. II 107 KanitscheiderVsBarrow: der Realismus ist einfach die vernünftigste metaphysische Annahme die kognitive Wechselwirkung von Mensch und Welt zu verstehen. II 108 KanitscheiderVsBarrow: Phänomene sind aus biologischer Sicht auch Spuren der Dinge, sie bilden sich über den Informationskanal eines bewussten Tieres. Damit führt die Evolutionsbiologie, wenn man sie auf den Kognitionsvorgang ausdehnt, den Ansatz der subjektivistischen Konstitution der Welt durch den quantenmechanischen Letztbeobachter ad absurdum! KanitscheiderVsBarrow: man könnte unter Umständen auch an eine gespaltene Deutung von Physik und Biologie denken derart, dass der biologische Realismus nur auf dieser Komplexitätsebene sinnvoll, auf der fundamentalen physikalischen Beschreibungsebene aber nicht durchzuhalten ist. Aber dann gibt es auch ein Grenzziehungsdilemma: zwischen der Biologie und der QM liegt noch die molekulare Ebene der chemischen Systeme, der Viren, der DNS und der pharmakologischen Objekte. Ein Quasikontinuum von Systemen aller Größenordnungen. Eine gespaltene Ontologie würde die Frage provozieren, ab welcher Größenordnung denn die philosophische Deutung des Status der Systeme umspringt. |
Kanitsch I B. Kanitscheider Kosmologie Stuttgart 1991 Kanitsch II B. Kanitscheider Im Innern der Natur Darmstadt 1996 |
| Realismus metaphysische | Field Vs Benacerraf, P. | I 24 VsBenacerraf/Field: man könnte ein anderes Argument bringen: das Problem der durchgängigen Willkür von Identifikationen ist ein Phänomen nicht nur in der Mathematik, sondern auch in anderen Gebieten: Bsp PutnamVsmetaphysischer Realismus: Bsp manche sagen, es sei willkürlich, ob ein Punkt eine konvergente Menge kleiner und kleiner werdender Regionen ist, die alle ungleich Null sind. Anti PlatonismusVs: wenn man gar keine Mengen annimmt, erledigt sich das Problem. I 25 Willkür/Field: These: wir haben im Reich der physikalischen Objekte nicht dieselbe durchgängige Willkür wir in der Mathematik. VsPlatonismus/Mathematik/Field: 1. die meistdiskutierte Herausforderung an ihn ist die epistemologische Position. Locus classicus: BenacerrafVsPlatonismus: (1973): FieldVsBenacerraf: Problem: sie stützt sich auf eine veraltete Kausaltheorie des Wissens. BenacerrafVsPlatonismus: wenn es sprach und geistunabhängige mE gäbe, ohne raumzeitliche Lokalisation, die in keine physikalischen Interaktionen eintreten können, dann können wir gar nicht wissen, ob sie existieren und auch sonst nichts über sie wissen. Der Platonist mußte mysteriöse Kräfte postulieren. VsBenacerraf: hier könnte man mit dem Unverzichtsbarkeits Argument antworten: mE sind unverzichtbar in unseren verschiedenen Theorien über physikalische Objekte. FieldVsVs: das geht aber davon aus, daß sie eben unverzichtbar sind, was ich nicht glaube. Benacerraf/Field: wir können sein Argument aber schärfer formulieren. nicht als Problem unserer Fähigkeit, Glauben an mE zu rechtfertigen, sondern die Verläßlichkeit unseres Glaubens zu erklären. Dabei nehmen wir an, es gäbe positive Gründe für den Glauben an solche mathematischen Entitäten. I 26 Benacerrafs Herausforderung ist, daß wir einen Zugang zu den Mechanismen bereitstellen müssen, die erklären, wie unser Glauben über so fragliche (remote, entfernte) Entitäten so gut Tatsachen über sie wiedergibt. Pointe: wenn man das nicht prinzipiell erklären kann, dann schwindet der Glaube in die mE. Benacerraf zeigt, daß die Kosten für eine Annahme von mE hoch sind. Vielleicht sind sie also doch nicht unverzichtbar? (So verstehe ich Benacerraf jedenfalls). I 27 VsBenacerraf/Field: 2. manchmal wird gegen seine Position (wie ich sie dargestellt habe) angeführt, daß eine Erklärung der Verläßlichkeit dann erforderlich ist, wenn diese Tatsachen kontingent sind, was aber wegfiele im Fall notwendiger Tatsachen. (FieldVs: s.u. Essay 7). I 29 Unverzichtbarkeis Argument/Field: könnte man sogar evolutionstheoretisch erklären: daß der Evolutionsdruck uns dazu gebracht hat, die empirisch unverzichtbaren mathematischen Annahmen schließlich plausibel zu finden. FieldVsVsBenacerraf: Problem: der Umfang der Mathematik, der in empirischer Wissenschaft zur Anwendung kommt, ist relativ klein! D.h. nur dieser kleine Teil könnte von der Empirie als verläßlich bestätigt werden. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Esfeld Vs Brandom, R. | I 181 pragmatischer Realismus/Esfeld: jenseits des traditionellen Gegensatzes von metaphysischem Realismus und Relativismus. EsfeldVsBrandom: nicht begriffliche Züge machen einige unserer Überzeugungen wahr. (Das entspricht der Tradition) Welt/Hegel: hat selbst begriffliche Züge! (>McDowell pro). Esfeld I 187 Tatsache/DoddVsMcDowell: (1995): McDowell verwechselt eine Fregesche Sicht von Tatsachen als wahrer Propositionen mit einer Sicht von Tatsachen, aus denen die Welt besteht! I 188 Tatsache/EsfeldVsBrandom: dieser Vorwurf kann auch Brandom gemacht werden, wenn er Tatsachen mit dem Inhalt wahrer Behauptungen identifiziert und fortfährt: "Die Welt ist alles, was der Fall ist, eine Konstellation von Tatsachen". (I 476 477). Esfeld: ich vermeide den Begriff, um Konfusion zu vermeiden. |
Es I M. Esfeld Holismus Frankfurt/M 2002 |
| Realismus metaphysische | Verschiedene Vs Carnap, R. | Skirbekk I 16 Bewährung: Korrespondenz zwischen Satz und der Wirklichkeit, NeurathVsCarnap: Kohärenz statt Korrespondenz. Carnap VI 177 Zuschreibung/Qualität/Sinnesqualität/Carnap: es gibt keine scharfe Grenze zwischen zuschreibbaren und nichtzuschreibbaren Sinnesqualitäten. Organempfindungen lassen sich kaum oder gar nicht bestimmten Weltlinien (also Sehdingen) zuschreiben. Bsp "melancholischer Wald": Diese Zuschreibung ist berechtigt! VI 178 Weil er eine Empfindung mit entsprechender Qualität erregt. Wie der Zucker die der Süße. (extern) VsCarnap: "pathetischer Fehlschluß". VI 181 GoetheVsPositivismus/GoetheVsEmpirismus/GoetheVsNewton/GoetheVsCarnap: (Farbenlehre): man soll im Gebiet der Sinneswahrnehmungen selbst bleiben und die zwischen ihnen bestehenden Gesetzmäßigkeiten im Gebiet der Wahrnehmungen selbst feststellen. CarnapVsGoethe: wir müßten also die Gesetze dort (n der Wahrnehmung) auffinden. Aber physikalische Gesetze gelten dort freilich nicht, wohl aber gewisse andere, wenn die Konstitution der physikalischen Welt überhaupt möglich sein soll. Aber diese Gesetze sind von viel verwickelterer Gestalt. VI 71 Kennzeichen/Merkmal/Definition/Konstitution/Carnap: Problem: Bsp Fremdpsychisches: das Verhalten ist ja nicht dasselbe wie das Fremdpsychische selbst! Realismus: das zornige Verhalten ist nicht selbst der Zorn. Lösung/Carnap: man kann aber alle wissenschaftlichen (nicht metaphysischen) Aussagen über F unter Beibehaltung des logischen Wertes (Wahrheitswertes) umformen in Aussagen über K. Dann sind F und K logisch identisch. (s) Aber eben nicht umgekehrt: der Begriff des Verhaltens ist nicht der Begriff des Zorns. VI 72 Eine Bedeutung für K, die nicht mit F übereinstimmte, könnte wissenschaftlich gar nicht angegeben werden! (viele Autoren VsCarnap). Carnap: das hängt zusammen mit der Leibnizschen Identität. VI 78/79 Fremdpsychisches/Carnap: jeder psychische Vorgang, wenn er als fremdpsychischer auftritt, ist prinzipiell erkennbar (am Verhalten) oder erfragbar). Also kann jede Aussage umgeformt werden in eine Aussage über die entsprechenden Merkmale. Daraus folgt, daß alle psychischen Gegenstände auf physische Gegenstände (Ausdrucksbewegungen, Verhalten) zurückführbar sind. (BergsonVsCarnap). |
Skirbekk I G. Skirbekk (Hg) Wahrheitstheorien In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt 1977 Ca I R. Carnap Die alte und die neue Logik In Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996 Ca II R. Carnap Philosophie als logische Syntax In Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993 Ca IV R. Carnap Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992 Ca IX Rudolf Carnap Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936 In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Ca VI R. Carnap Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998 CA VII = PiS R. Carnap Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Ca VIII (= PiS) R. Carnap Über einige Begriffe der Pragmatik In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 |
| Realismus metaphysische | Stroud Vs Carnap, R. | I 182 Extern/intern/Carnap/Quine/Stroud: Quine scheint Carnap so zu interpretieren. Dass der Unterscheidung die zwischen "Kategorien-Fragen" und "Teilmengen-Fragen" entspricht. Extern/QuineVsCarnap: das ist nichts anderes als zwei Weisen der Formalisierung der Sprache. Wenn wir nur eine Art gebundene Variable für alle Dinge haben, wird es eine externe Frage sein: "gibt es so und so?" wenn die Variable über den ganzen Bereich geht. (Kategorien-Frage). Intern: wenn es für jede Art Ding eine Variable gibt, wird es eine Teilmengen-Frage sein. Dann bezieht sich die Frage nicht auf alle Dinge, die es geben kann. I 183 Philosophie/QuineVsCarnap: unterscheidet sich von den Wissenschaften nur in der Breite ihrer Kategorien. (Quine, Wort und Gegenstand, S. 275). Extern/intern/QuineVsCarnap: Kategorien-Fragen unterscheiden sich von internen Fragen nur in ihrer Allgemeinheit von Teilmengen-Fragen. Wir können zur Allgemeinheit kommen, indem wir eine Art Variable über alle Dinge gehen lassen. I 191 StroudVsCarnap: das führt ein "wir" ein, und etwas, das uns zustößt, das "Erfahrung" genannt wird. Dass wir existieren und Erfahrungen haben, kann nicht einfach als eine "interne" Wahrheit der Dingsprache angesehen werden. Man kann die Sinngebung der Erfahrung dann auch nicht als gemeinsames Ziel aller "echten Alternativen" ansehen, weil dann vorausgesetzt wird, dass es äußere Dinge gibt. Problem: die Frage des gemeinsamen Ziels aller echten Alternativen kann auch nicht als externe Frage aller Bezugssysteme angesehen werden, weil sie dann sinnlos wird. Wenn sie aber "intern" wäre, was wäre dann der Unterschied, wenn man von einem Bezugssystem in ein anderes wechselt, das dieses Ziel gar nicht enthält? Das beantwortet Carnap nicht. I 192 Das macht es schwer, seinen positiven Ansatz zu erfassen. CarnapVsSkeptizismus: missversteht die Relation zwischen linguistischem Rahmen der Ausdrucksweise über äußere Gegenstände und den Wahrheiten, die innerhalb dieses Bezugssystems ausgedrückt werden. StroudVsCarnap: aber was ist genau sein eigener nicht-skeptischer Zugang zu dieser Relation? 1. zu welchem System gehört Carnaps These, dass Existenzbehauptungen in der Dingsprache weder wahr noch falsch sind? 2. was drückt die These dann überhaupt aus? Wissen/intern/Carnap: Bsp der Geometer in Afrika kommt wirklich zu Wissen über den Berg. StroudVsCarnap: aber was bedeutet es zusätzlich dazu, dass dies keine Wahrheit ist, die unabhängig von einem Bezugssystem gilt? Angenommen, wir hätten aus irgendeinem Grund nicht die Dingsprache und könnten eine andere Sprache frei wählen. Folgt daraus, dass Bsp der Satz über den Berg in Afrika nicht mehr wahr wäre? Sicher würden wir in einer völlig anderen Sprache ohne Ding-Ausdrücke etwas ganz anderes ausdrücken. Aber wäre der Satz, den wir jetzt bilden können, in dieser anderen Sprache nicht mehr wahr? I 193 Und könnte er niemals wahr sein, wenn wir zufällig die Dingsprache niemals angenommen hätten. Existenz/Sprache/Skeptizismus/StroudVsCarnap: das kann nicht richtig sein und es führt zu einem extremen Idealismus, den Carnap gerade ablehnt. Es ist deswegen absurd, weil wir schon genug über Berge wissen, um zu sehen, dass sie nicht durch eine gewählte Sprache beeinflusst werden. Sprache/Gegenstand/Stroud: die Dinge waren schon lange da, bevor Sprache in der Welt entstand. Und das ist wiederum etwas, was wir "intern" in der Dingsprache wissen. StroudVsCarnap: dann ist seine These, verstanden als der Sprache "intern", falsch. Sie widerspricht dem, was wir schon als Wissen über uns und die äußeren Dinge annehmen. Empirisch genommen, führt sie zum Idealismus, der den gewussten Tatsachen widerspricht. CarnapVsVs: würde sagen, dass man seine These natürlich nicht "empirisch" und nicht der Dingsprache "intern" auffassen darf. StroudVsCarnap: aber innerhalb irgendeines Bezugssystems muss sie intern sein, sonst ist sie sinnlos. Problem: das ist aber eine Aussage über die Relation zwischen einem gewählten Rahmen und den internen Aussagen innerhalb dieses Rahmens. Und wenn das impliziert, dass diese internen Aussagen weder wahr noch falsch gewesen wären, wenn ein anderes Bezugssystem gewählt worden wäre, ist das immer noch Idealismus, ob empirischer oder nichtempirischer Idealismus. Wahrheitswert/WW/Konvention/StroudVsCarnap: die WW der internen Sätzen wären abhängig von der Wahl der Sprache (des Bezugssystems). I 194 StroudVsCarnap: es ist wichtig zu sehen, dass wenn das nicht folgen würde, Carnaps These nicht vom traditionellen Skeptizismus unterschieden wäre! Es wäre dann Raum für die Möglichkeit, dass Aussagen über Dinge wahr blieben, selbst wenn wir die Dingsprache aufgeben und Wahrheit wiederum sprachunabhängig wäre. Problem: das würde wieder dazu führen, dass unsere Wahl eines linguistischen Rahmens nur deshalb notwendig wäre, um etwas zu formulieren oder zu erkennen, das unabhängig von diesem Rahmen sowieso wahr wäre ((s) > metaphysischer Realismus). theoretisch: das wäre nach Carnap dann eine "theoretische" Frage über die Akzeptabilität der Dingsprache als Ganzes. Aber in Bezug auf eine Objektivität, die wir dann voraussetzen. CarnapVsTradition: es ist gerade die Unverständlichkeit solcher theoretischer Fragen, die wichtig bei Carnap ist. Denn Problem: dann könnte es sein, dass selbst wenn wir unsere besten Prozeduren (> Beste Erklärung) sorgfältig anwenden, die Dinge immer noch anders sein könnten als wir denken, sie wären". Das entspricht dem Skeptizismus. "Konditionale Korrektheit"/Skeptizismus/Carnap/Stroud: Carnap akzeptiert, was ich die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus genannt haben: wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, würde er sich durchsetzen. StroudVsCarnap: wenn er nun nicht leugnen würde, dass die „internen“ Sätze wahr oder falsch bleiben, beim Wechsel des Bezugssystems, würde sein Ansatz genauso tolerant gegenüber dem Skeptizismus wie die Tradition. ((s) Sowohl das Leugnen als auch das Nichtleugnen würde also zum Problem.) Kant/Stroud: auch er akzeptiert die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn Descartes Beschreibung der Erfahrung und ihrer Relation zu den äußeren Dingen richtig wäre, könnten wir nie etwas über diese Dinge wissen. Carnap/Stroud: seine These ist eine Version der „Kopernikanischen Wende“ von Kant. Und er erlangt sie aus denselben Gründen wie Kant: ohne sie hätten wir keine Erklärung, wie ist’s möglich, dass wir überhaupt etwas wissen. Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: es öffnet sich eine Lücke zwischen dem Rahmen und dem, was unabhängig von ihm wahr ist. ((s) Wenn eine Wahl zwischen verschiedenen Rahmen möglich sein soll). StroudVsCarnap: in dieser Hinsicht ist Carnaps Ansatz ganz Kantianisch. I 196 Und er erbt auch die ganze Obskurität und den Idealismus von Kant. Es gibt überall Parallelen: für beide kann es eine Art Distanzierung von unserem Glauben geben. Wir können eine philosophische Untersuchung des Alltagslebens durchführen, (was die Bedingungen des Wissens betrifft). I 197 Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: zu welchem Rahmen gehört Carnaps These, dass keine Sätze über äußere Gegenstände wahr oder falsch unabhängig von der Wahl eines Bezugssystems (Sprache) sind? Und ist diese These - analytisch oder nicht – selbst „intern“ in irgendeinem Rahmen? Und ob sie es ist oder nicht, ist sie nicht bloß ein Ausdruck des Kantianischen Transzendentalen Idealismus? Skeptizismus/StroudVsCarnap: der Grundfehler ist, überhaupt eine konkurrierende Theorie zur Tradition zu entwickeln. I 198 Ein rein negativer Ansatz oder deflationärer Gebrauch des Verifikationsprinzips würde den Skeptizismus einfach als sinnlos eliminieren. Wenn das ginge, brauchte man den Skeptizismus gar nicht mehr zu unterminieren. Aber: Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: Problem: der Status des Verifikationsprinzips selbst, bzw. seine Akzeptabilität. Wir können es nur dann gebrauchen um Descartes zu widerlegen, wenn wir einen guten Grund haben, es als notwendig anzunehmen. Aber das hängt davon ab, wie es eingeführt wird. Es sollte dazu dienen, die Auswüchse sinnloser philosophischer Spekulation zu verhindern. StroudVsCarnap: 1. Dann können wir nur noch zuschauen und sehen, wie weit das Prinzip zu einer Unterscheidung taugt, die wir vorher schon getroffen haben! Der einzige Test wären Sätze, die wir schon vorher als sinnlos erkannt hätten! 2. Aber selbst angenommen, das Prinzip wäre als extensional und deskriptiv adäquat erwiesen, d.h. es würde so zwischen sinnvoll und sinnlos unterscheiden, wie wir das tun, I 199 es würde uns nicht ermöglichen, etwas als sinnlos auszuscheiden, das wir nicht auf anderem Wege schon als sinnlos erkannt hätten. Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: wurde falsch eingeführt ((s) mit dem Hintergedanken, ein Resultat zu liefern, das vorher schon in Gänze bekannt war). Frühe Skizzen Carnaps zeigen, dass zunächst auch fälschlicherweise allgemeine Naturgesetze ausgeschlossen worden wären. Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: eine richtige Einführung würde ein starkes destruktives Instrument liefern, das schon Kant suchte: sie müsste erklären, warum das VP korrekt ist. Das wäre wahrscheinlich identisch mit einer Erklärung, wie Wissen von äußeren Dingen möglich ist. Verifikationsprinzip/Hempel/Carnap/Stroud: die frühen Vertreter hatten im Sinn, dass 1. Ein Satz nur dann bedeutungsvoll ist, wenn er einen „tatsächlichen Inhalt“ ausdrückt, 2. Dass Verstehen eines Satzes bedeutet zu wissen, was der Fall wäre, wenn der Satz wahr wäre. Verifikationismus/Stroud: an diesem Ansatz ist zunächst nichts besonders originelles. Was ihm den verifikationistischen Dreh gibt ist die Idee, dass wir nichts auch nur verstehen können, das nicht als wahr oder falsch gewusst werden kann oder schwächer: zumindest als rationaler zu glauben als sein Gegenteil. StroudVsCarnap: das schlug fehl, sogar als Versuch, die empirisch überprüfbaren Sätze herauszugreifen. I 205 SkeptizismusVsVerifikationismus/StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: selbst wenn der Verifikationismus wahr ist, brauchen wir immer noch eine Erklärung, wie und warum die traditionelle philosophische ((s) nicht-empirische) Untersuchung scheitert. ((s) soll hier dem Skeptizismus entsprechen). (>Warum-Frage). I 207 StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap/StroudVsHempel: es ist plausibler, das Verifikationsprinzip ((s) > empiristisches Sinnkriterium) zurückzuweisen, als zu behaupten, dass Descartes niemals etwas sinnvolles gesagt hätte. StroudVsVerifikationsprinzip: es wird solange unplausibel bleiben, wie nicht verstanden ist, warum die traditionelle Unterscheidung innen/außen nicht korrekt sein soll. I 214 formalen Redeweise: ""Wombat" trifft zu (ist wahr-von) einigen Lebewesen in Tasmanien". QuineVsCarnap: missversteht den semantischen Aufstieg, wenn er von externen Fragen spricht. Damit wird aber nicht Carnaps pragmatischer Ansatz zurückgewiesen, der sich auf Einfachheit und Fruchtbarkeit von Theorien bezieht. |
Stroud I B. Stroud The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984 |
| Realismus metaphysische | Searle Vs Dekonstruktivismus | Rorty VI 118 Dekonstruktion/SearleVsDekonstruktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt. Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element. >Dekonstruktivismus. VI 120 Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nichtrepräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle). Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit. RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität. VI 120 RortyVsSearle: harter Realismus führt zur Metaphysik. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Realismus metaphysische | Rorty Vs Devitt, M. | Horwich I 463 wahr machen/Wahrmacher/Davidson: die Gesamtheit der Belege macht Sätze oder Theorien wahr. Aber kein Ding, keine Erfahrung, keine Oberflächereize, auch nicht die Welt macht Sätze wahr. Rorty: das interpretiere ich so, dass die inferentiellen Relationen zwischen Überzeugungen nichts bestimmtes zu tun haben mit der Relation des „über etwas sein“ (aboutness Relation) zu Objekten. ((s) > Holismus). Referenz/Empirie/Belege/Davidson/Rorty: die Linien der Bestätigung (evidential force) sind nicht parallel zu denen der Referenz. Das liegt am epistemischen Holismus. Die Kenntnis der ersteren ist die Kenntnis der Sprache, die des letzteren eine empirische Theorie über das Meinen im Sprachgebrauch. Diese ist auch eine Geschichte über die kausale Rollen innerhalb des Sprachverhaltnes in der Interaktion mit der Umgebung. Bestätigung/Rechtfertigung/Kausalität/Wittgenstein/Daivdson/Rorty: die Verknüpfung der Rechtfertigung (durch Bestätigung, Belege) mit der kausalen Geschichte ist der alte metaphysische Drang, den Wittgenstein zu überwinden half, indem er vor „Bedeutungen“ als Entitäten warnte. I 464 „Bedeutungen“ als Entitäten: sollten dann eine Doppelrolle als Ursache und gleichzeitig Rechtfertigung spielen. (>Erklärung). Bsp Sinnesdaten, Bsp Oberflächenreize. ((s) Reduktionismus: Frage: nimmt jeder Reduktionismus Doppelrollen an?). RortyVsDevitt/RortyVsField: Devitt erliegt der vor-Wittgensteinschen Versuchung, wenn er Field folgt, indem er sagt, dass wir die „intuitive Idee einer Korrespondenz zu einer Welt draußen“ indem er Wahrheit abhängig machen möchte von „echten Referenzrelationen zwischen Wörtern und objektiver Realität“. (DavidsonVsDevitt, DavidsonVsField, WittgensteinVsField: „echte Referenz“ statt vor-Wittgensteinischer Referenz). RortyVsDummett: er unterliegt derselben Versuchung, wenn er denkt, dass ein Zustand der Welt eine Überzeugung verifizieren ((s) wahr machen) kann. Das entspricht der von Davidson abgelehnten Idee, dass Stücke der Welt Überzeugungen wahr machen. ((s) Widerspruch zu oben: I 461: hier Zusammenhang mit inferentiellen Relationen: Stück für Stück“, „Stein für Stein“, Davidson pro?). Realismus/Semantik/Devitt/Rorty: Devitt hat recht, wenn er sagt, dass wenn wir Dummetts Anti Holismus aufgeben, die Frage des „Realismus“ entsemantisiert wird. RortyVsDevitt: sie wird damit aber auch trivialisiert. Denn dann kann man den Realismus nicht vor der banalen anti idealistische These unterscheiden, dass physikalische Objekte Geist unabhängig existieren. Devitt denkt, dass dies eine interessante und kontroverse These sei. |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Disquotation | VII 431 Wahrheit/Putnam: der einzige Grund den man haben kann um zu leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist, wäre, dass man Physikalist oder Phänomenalist ist. Oder vielleicht ein Kulturrelativist. Wahrheit/Eigenschaft/Putnam.: nur reduktionistische Theorien leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. (PutnamVsDisquotationalismus, > Disquotationalismus). Wahrheit/Putnam: ist eine Eigenschaft – PutnamVsDeflationismus – Rorty: (Spiegel der Natur): Wahrheit ist keine Eigenschaft. Horwich I 455 göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey über solche Versuche. Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“). Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe, Horwich I 456 und dass die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen (WB) alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover. PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen. Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus). PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren. Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien. Statt dessen: Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist). Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in: Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994 Horwich I XIV VsDeflationismus/Horwich: liefert keine explizite W Definition, sondern beruht nur auf einem Schema (DS). Horwich I XVI Wahrheit/einfach/unanalysierbar/Russell/Moore/Cartwright/Horwich: wenn Wahrheit unanalysierbarer Grundbegriff ist (VsDeflationismus), dann ist sie völlig bewusstseinsunabhängig. D.h. Wahrheit bekommt etwas Metaphysisches. Problem: dann können wir nicht annehmen, dass die Propositionen die wir glauben, diese Eigenschaft haben. Dann folgt der Skeptizismus. Horwich I 457 Korrektheit/PutnamVsDavidson: obwohl er dessen Abneigung für intentionalistische Begriffe teilt, (und daher Wahrheit nicht als Erklärung ansieht) wünscht er dennoch eine Darstellung dessen, was es für eine Behauptung ist, korrekt zu sein. Putnam/Rorty: das will er, weil er Angst hat, dass die „Innensicht“ des Sprachspiels wo „wahr“ ein wertschätzender Begriff ist – geschwächt wird, wenn sie nicht philosophisch unterstützt wird. Denn: Wenn Sprache nur Hervorbringung von Geräuschen ist – ohne normatives Element – dann sind die Geräusche die wir hervorbringen nichts als „Ausdruck unserer Subjektivität“. Normativität/Norm/Sprache/Putnam: warum sollte es keine normativen Elemente im Sprachspiel geben? Das wäre die Innensicht des Sprachspiels. RortyVsPutnam: hängt damit immer noch einer synoptischen Gottesperspektive an, in der Innensicht und Außensicht des Sprachspiels zusammengebracht werden. Norm/JamesVsPutnam/DeweyVsPutnam: einen solchen Gottesstandpunkt können wir nicht einnehmen. D.h. wir können unsere Normen nicht dadurch festigen, dass wir sie metaphysisch oder wissenschaftlich abstützen. Wahrheit/Wertschätzung/PragmatismusVsPlaton/DeweyVsPlatonRortyVsPutnam: wir sollten nicht Platons Fehler wiederholen, und Ausdrücke der Wertschätzung als Namen esoterischer Entitäten auffassen. Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in: Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994 Williams II 497 Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus. Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird. Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie. Williams II 502 Wahrheit/Putnam: muss substantiell sein ((s) erklärende Rolle, Wahrheit als Eigenschaft, PutnamVsDeflationismus). Sonst führt sie zum Kulturrelativismus. PutnamVsKulturrelativismus: ein extremer Kulturrelativist kann sich selbst noch nicht einmal als Denker oder Sprecher betrachten, im Gegensatz zu einem bloßen Geräuschemacher. ((s) Sprechen nicht von Geräusch unterscheidbar). Das ist geistiger Selbstmord. PutnamVsDisquotationalismus: hat keine erklärende Kraft, wenn nicht etwas über den Begriff der Behauptung gesagt wird. M. WilliamsVsPutnam: brauchen wir das? Putnam: um uns selbst als Denker ansehen zu können, muss Sprechen mehr als Geräuschmachen sein und dann müssen wir uns selbst erklären können was es heißt, einen Satz zu verstehen. PutnamVsmetaphysischer Realismus/M. Williams: obwohl Putnam dieses Bild sympathisch findet, bevorzugt er, Bedeutung in Begriffen von situationsangemessenem Gebrauch zu erklären. Problem: dass wir nicht dabei stehen bleiben, dass es verschiedene linguistische Praktiken ((s) verschiedene Gemeinschaften) gibt, und daher verschiedene Weisen der Rechtfertigung. Lösung: ideale Rechtfertigung. Und das ist, wie Putnam Wahrheit versteht. Wahrheit/PutnamVsDisquotationalismus: wenn wir nichts über Wahrheit in Begriffen der Behauptbarkeits Bedingungen (BB) sagen, erhalten wir keinen Begriff der objektiven Richtigkeit, der dem Kulturrelativismus zu entgehen erlaubt. Dann haben wir Wahrheit implizit mit Behauptbarkeit relativ zu den Normen einer bestimmten Gemeinschaft identifiziert. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 EconWilliams I Walter E. Williams Race & Economics: How Much Can Be Blamed on Discrimination? (Hoover Institution Press Publication) Stanford, CA: Hoover Institution Press 2011 WilliamsB I Bernard Williams Ethics and the Limits of Philosophy London 2011 WilliamsM I Michael Williams Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001 WilliamsM II Michael Williams "Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Dummett, Michael | VI 394 Verstehen/Wahrheitsbedingungen/WB/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der Wahrheitsbedingungen behandeln kann. PutnamVsWittgenstein, DummettVsWittgenstein, >Verstehen/Wittgenstein. Problem: dann wird es umgekehrt unverständlich, worin diese Kenntnis bestehen sollte! Bedeutung/Bedeutungstheorie/BT/PutnamVsDummett: ich denke aber nicht, dass eine Theorie des Verstehens die gesamte BT sein könnte. VI 395 Vsmetaphysischer Realismus: damit können wir ihn mit Dummett widerlegen. (Durch eine Theorie der Referenz, nicht Bedeutungstheorie). III 48/49 Protogedanken/PutnamVsDummett: Begriffe bei Tieren: Hunde besitzen sicher genauso wenig einen Vorbegriff von Fleisch, wie Gazellen einen Vorbegriff von schnell laufen haben. I (d) 124 Realismus/Antirealismus/PutnamVsDummett: Problem: wir behaupten, das Verstehen von Sätzen bestünde im Kennen von Wahrheitsbedingungen. Aber wie können wir jemals sagen, worin dieses Wissen besteht? Putnam: wir haben gesehen, dass "Mentalesisch" nicht hilft. I (e) 151 Interner Realismus/PutnamVsDummett: mit Dummett verwandt, aber: Wahrheit nicht wie bei ihm mit Rechtfertigung identifiziert, sondern mit einer Idealisierung der Rechtfertigung. Putnam: Wahrheit soll eine Eigenschaft von Aussagen sein, die im Gegensatz zur Rechtfertigung nicht verlorengehen kann. Rechtfertigung ist auch graduell im Gegensatz zur Wahrheit. Die "Ideale Rechtfertigung" entspricht den "reibungsfreien Flächen" der Physik. Sie hat "baren Wert". interner Realismus/PutnamVsDummett: mit seinem Anti Realismus verwandt, aber Wahrheit nicht mit Rechtfertigung sondern mit einer Idealisierung der Rechtfertigung identifiziert Quine: die Rechtfertigungsbedingungen ändern sich mit unserem Wissenskorpus I (e) 152 Wahrheit ist von Rechtfertigung hier und jetzt unabhängig aber nicht von jeder Rechtfertigung. (>Behauptbarkeit/Putnam). Wie Quine: die Bedingungen der Rechtfertigung ändern sich mit der Entwicklung unseres Wissenskorpus. I (f) 161 Wahrheit/Rechtfertigung/PutnamVsDummett: den göttlichen Standpunkt zu verwerfen, bedeutet nicht, Wahrheit mit rationaler Akzeptierbarkeit identifizieren, wie Dummett meint, dass wir es tun sollten. Wahrheit: kann nicht verloren gehen. Rechtfertigung: kann das sehr wohl! Bsp "Die Erde ist eine Scheibe". Bsp Auch, dass sie eine Kugel ist, ist keine "graduelle Wahrheit" sondern graduell gerechtfertigt. Wahrheit/Putnam: eine Idealisierung von rationaler Akzeptierbarkeit. (Unter epistemisch idealen Bedingungen). I (f) 162 Wahrheit/Putnam: 1. unabhängig von der Rechtfertigung hier und jetzt, aber nicht unabhängig von jeder Rechtfertigung! 2. Wahrheit soll stabil und konvergent sein. I (h) 214 Wahrheit/Dummett: (1976,1991) ist Rechtfertigung! PutnamVsDummett: 1. das ist in vieler Weise irreführend, man kann die Bedingungen der Rechtfertigung für die Sätze einer natürlichen Sprache wahrscheinlich nicht spezifizieren. (Das glaubt aber Dummett). 2. Dummett glaubt an eine endgültige Verifikation, ich nur an eine idealisierte (anhand der gegenwärtigen Anhaltspunkte, also kontextempfindlich). Behauptbarkeitsbedingungen/PutnamVsDummett: sind für einen beliebigen Satz nicht überschaubar. Wie lernen wir sie dann? Durch die Aneignung einer Praxis. Das ist aber kein Algorithmus (wie reduktionistische Philosophen glauben). I (h) 215 Die Behauptbarkeitsbedingungen können nicht formalisiert werden und daher auch nicht die menschliche Rationalität. ((s) Sie können wohl von Situationen unabhängig sein, aber nicht von unserer gesamten Praxis.) |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Lewis Vs Ersatz World | Schwarz I 69 Sprachlicher Ersatzismus/Schwarz: LewisVs: Wenn mögliche Welten (MöWe) Satzmengen sind, warum ist dann die wirkliche Welt keine Satzmenge (1973b(1), 16, 90)? Schwarz I 70 VsVs: Ersatzismus bestreitet ja gerade, dass Dinge derselben Art sind wie die wirkliche Welt (WiWe). Lewis: Lewis zieht den Einwand zurück (>ersatz worlds/Lewis). LewisVsErsatzismus: Natürlichen Sprachen stehen zu wenig Sätze zur Verfügung, um für jede Weise, wie eine Welt sein könnte, eine mögliche Welt zu konstruieren. Sprache/unendlich/Lewis: Wenn Sätze endliche Zeichenketten aus einem endlichen Alphabet sind, gibt es höchstens Aleph1 viele Satzmengen, so viele wie reelle Zahlen. Es gibt aber viel mehr Weisen, wie eine Welt hätte sein können (s.o. Abschnitt 3.2) - mindestens Aleph2 (1973b(1),90,1986e(2), 143). Schwarz I 71 Possibilia/LewisVsErsatzismus/Schwarz: 4. (Bewohner von mögliche Welten): hartnäckigeres Problem: Einzelne Aussagen über sie sind im sprachlichen Ersatzismus so etwas wie Kennzeichnungen (Beschreibungen) oder offene Sätze. Problem: Damit können Dinge nicht auseinander gehalten werden, auf die genau dieselbe Beschreibung zutrifft. ((s) Bsp A Teilchen, anders als oben: Dort ging es um identische Eigenschaften, nicht um identische Dinge). Bsp In einer symmetrischen Welt können zwei Drachen vorkommen, die dieselbe Beschreibung erfüllen (sofern es dort keine haecceitistischen Wesenheiten gibt). Dann sind die Beschreibungen identisch, aber nicht die Drachen (1986e(2), 157f). VsErsatzismus/sprachlicher/Lewis/Schwarz: 5. Nicht jeder Satzmenge entspricht eine Möglichkeit. Bsp Wenn Kripke notwendig ein Mensch ist und nicht zur selben Zeit ganz rot und ganz grün sein kann, müssen Satzmengen, in denen Gegenteiliges behauptet wird, ebenso ausgeschlossen werden wie Satzmengen, deren Elemente miteinander unvereinbar sind. Bsp Bestimmte Sätze über die Verteilung mikrophysikalischer Strukturen (MiSt) sind unvereinbar damit, dass hier ein Esel steht. Problem: Wie soll das ohne Rückgriff auf modale Begriffe, z.B. rein syntaktisch bestimmt werden? 1. D. Lewis [1973b]: Counterfactuals. Oxford: Blackwell 2. D. Lewis [1986e]: On the Plurality of Worlds. Malden (Mass.): Blackwell --- Stalnaker I 28 Ersatz World/LewisVsErsatzismus/LewisVsmoderater modaler Realismus: Deswegen bringt sich jede moderate Theorie zu Fall: Eine Auffassung von möglichen Welten (MöWe) als „Weisen“ repräsentiert die aktualisierte ersatz world als eine spezielle. Sie sei speziell weil sie allein die konkrete repräsentiert. Und dann sei sie nicht nur vom eigenen sondern von jedem Standpunkt aus speziell. Also sei sie nicht-kontingent speziell (ausgezeichnet). ((s) Ersatz world/((s): Eine ersatz world ist eine Menge von Sätzen.) ((s) Dann ist es notwendig, dass sie als Menge genau diese Elemente hat, die sie hat, denn sonst wäre es eine andere Menge. Es ist nicht kontingent, dass Bsp die Menge {0,1} die Elemente hat, die sie hat. Es ist aber kontingent, dass die mögliche Welt einige ihrer Gegenstände hat.) StalnakerVsLewis: Der kursive Satz ("von jedem Standpunkt aus speziell") ist falsch. Es ist sehr wohl eine spezielle Tatsache über die aktuale Welt (WiWe), dass sie allein der einzigen konkreten Welt entspricht. Aber das ist eine kontingente Tatsache, d.h. vom Standpunkt anderer Welten aus ist es gar keine Tatsache. Problem: Heißt das nicht, dass von einem objektiven Standpunkt aus bloß mögliche Personen und ihre Umgebungen genauso real sind wie wir? Nur wenn man den objektiven oder absoluten Standpunkt mit einem neutralen Standpunkt außerhalb aller möglichen Welten identifiziert. Einen solchen Standpunkt gibt es nicht. I 29 Objektivität/absolut/Stalnaker: Der absolute, objektive Standpunkt ist die Sicht von unserer aktualen Welt (WiWe) aus. Fiktion: Wir gestehen zu, dass fiktionale Charaktere von ihrem Standpunkt aus, dasselbe Recht haben, ihre Realität zu behaupten, wie wir unsere. Aber ihr Standpunkt ist fiktional. Semantische These: ist die These, dass die indexikalische Analyse von „aktual“ die korrekte ist. metaphysische These: ist die These, dass die Aktualität der wirklichen Welt nicht mehr ist, als die Relation zwischen ihr und den Dingen, die in ihr existieren. Dabei kann man die semantische These akzeptieren und irgendwelche Universen aus der Ontologie ausschließen. I 63 ...natürlich gibt es inkonsistente Mengen von Propositionen. Metaphysik: Man erhält aber keine Metaphysik, in dem man solche Mengen von Propositionen mögliche Welten nennt ((s) > LewisVsErsatz Worlds). Mögliche Welt/MöWe/Louis: Unser Hauptstreitpunkt betrifft die Rolle von möglichen Welten in Erklärungen von Möglichkeit und allgemeiner in der Erklärung von Propositionen und Relationen zwischen diesen. Frage: Sollten wir mögliche Welten in Begriffen von Propositionen analysieren oder umgekehrt? VsErsatz Worlds/Lewis/Louis: Wir sollten mögliche Welten nicht mit Mengen von Propositionen identifizieren, weil ich denke, dass Propositionen Mengen von möglichen Welten sind. I 64 Inhalt: Dabei geht es um einen Begriff von Inhalt, der gar nicht an den modalen Realismus gebunden ist. Ausgangspunkt ist der vertraute Gedanke, dass der intentionale Gehalt eines Satzes oder Gedankens die Wahrheitsbedingungen (WB) sind. Wahrheitsbedingungen sind dann die Weise wie die Welt sein müsste, damit der Satz wahr ist. Man weiß, was der Satz bedeutet, wenn man weiß, welche Art mögliche Welt ihn wahr macht und welche nicht. Möglich/Möglichkeit/Louis: Wenn man einen Begriff von einer möglichen Welt hat, die, wenn realisiert, den Satz wahr machen würde, hat man gezeigt, dass der Satz möglich ist. Dann wird folgendes wahr sein, egal welcher Metaphysik man anhängt: Modaloperator/Quantifikation/Louis: Wenn es einen Bereich aller möglichen Welten gibt, kann man die Modaloperatoren in Begriffen von unbeschränkter Quantifikation über diesen Bereich interpretieren. Notwendigkeit ist Wahrheit in allen möglichen Welten, Möglichkeit in mindestens einer. Metaphysisch notwendig/metaphysische Möglichkeit/Lewis/Louis/Stalnaker: Das ist es, was ich mit "metaphysisch möglich" meine (Quantifikation über der Menge aller möglichen Welten). Das geht übrigens auch mit beschränkter Quantifikation, ohne die Begriffe "möglich", „könnte“ usw. zu ruinieren. Beschränkung: Hier muss man nur wissen, was die Basis für die Beschränkung sein soll. Unmögliche Welt/UnMöWe/LouisVsUnMöWe: Auf jeden Fall entkommt man aber nicht der Konklusion, dass wenigstens einige unmögliche Aussagen dadurch zu ihrem Unmöglichsein kommen, dass sie in keiner möglichen Welt wahr sind. Und zwar wegen der Kompositionalität, der Du sicher auch zustimmst. Daher gibt es Sätze die in keiner möglichen Welt, aber auch in keiner unmöglichen Welt wahr sind. Möglichkeit/Irrtum/Unwissen/Louis: Natürlich kann man sich darüber irren, was in diesem unbeschränkten Sinn möglich ist. Man kann sich darüber irren, ob man sich eine Möglichkeit richtig vorgestellt hat (Engl. "conceived of"). Lösung: Aussagen repräsentieren Möglichkeiten in komplexer Weise. I 65 So kann man entdecken, dass ein Satz unmöglich ist. Falsch: Es wäre falsch zu meinen, dass man einen Begriff einer Art Situation bildet die eine Aussage wahr macht, und dann anschließend urteilt, dass diese Art Situation eine metaphysische Bedingung nicht erfüllt. |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 Schw I W. Schwarz David Lewis Bielefeld 2005 Stalnaker I R. Stalnaker Ways a World may be Oxford New York 2003 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Esfeld, M. | I (c) 93 Esfeld: These: Bedeutung (und begrifflicher Inhalt) sind mit faktischem Gebrauch in einer Gemeinschaft identisch. Sie werden durch normative Einstellungen bestimmt, die die Mitglieder zueinander einnehmen. Normen/normative Einstellungen: sind selbst einer Beurteilung als korrekt oder inkorrekt unterworfen und nicht auf soziale Fakten reduzierbar und supervenieren auch nicht auf diesen. Korrekt/Korrektheit/Objektivität/Esfeld: hängt von der Weise ab, wie die Welt beschaffen ist. PutnamVsEsfeld: es gibt keine Fertigwelt; > Metaphysischer Realismus. Dennoch: III 80/81 Putnam: wer wie ich selbst bestreitet, dass es eine Fertigwelt gibt, behauptet damit noch nicht, dass wir uns die Welt ausdenken. Aber: (I (c) 161): Esfeld: die Welt ist unabhängig von unseren Praktiken. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Externalismus | V 75 Putnam: Pro Internalismus. (Kohärenz) VsKorrespondenz! These: Es geht um Übereinstimmung mit unserem Überzeugungssystem, nicht mit geistesunabhängigen oder redeunabhängigen »Sachverhalten«. (Metaphysischer Realismus). V 76 Gehirne im Tank/GIT/Internalismus/Putnam: das ganze Problem erledigt sich, wenn man es vom Internalismus aus betrachtet. Von wessen Gesichtspunkt aus wird die Geschichte eigentlich erzählt? Offenbar nicht vom Gesichtspunkt eines der fühlenden Geschöpfe in dieser Welt. Externalismus (PutnamVs): von hier aus betrachtet lässt sich das Problem nicht so leicht abtun. V 77 Trotzdem: wenn wir tatsächlich Gehirne im Tank sind, können wir nicht denken, dass wir es sind, außer im eingeklammerten Sinn, und dieser eingeklammerten Gedanke hat keine Bezugsbedingungen, die ihn wahrmachen würden! Also ist es auch hier nicht möglich, dass wir Gehirne im Tank sind. Magische Theorie der Bezugnahme: wir müssten „noetische Strahlen“ oder „selbstidentifizierende Gegenstände“ voraussetzen, und das will der Realismus selbstverständlich nicht! V 78 Externalismus: heute beliebte Antwort: es gibt zwar kein Zeichen, das notwendig mit gewissen Dingen korrespondiert, doch es gebe kontextuelle (kausale) Verbindungen. PutnamVs. Bsp »Elektron« steht zwar in kontextuellem Zusammenhang mit Lehrbüchern, bezieht sich aber nicht auf Lehrbücher! Der Externalismus wird antworten, dass das keine Kausalkette des angemessenen Typs sei. PutnamVs: aber wie können wir Intentionen haben, die bestimmen, welche Kausalketten »angemessenen« sind, wenn wir uns nicht schon auf etwas beziehen? Internalismus: hier liegt der Fall ganz anders: Zeichen werden innerhalb des Begriffsschemas einer Gemeinschaft verwendet. Gegenstände und Zeichen sind gleichermaßen interne Elemente des Schemas, deswegen ist es möglich, anzugeben, was wem entspricht! (Schema, >Begriffsschema/Putnam). Innerhalb einer Sprache ist es trivial, worauf sich „Kaninchen“ bezieht: auf Kaninchen natürlich. V 79 Externalismus: ist freilich ebenfalls der Meinung, dass „Kaninchen“ sich auf Kaninchen bezieht, und „Außerirdischer“ auf ein Element der Menge der Außerirdischen. Das ist für ihn aber keine Angabe darüber, was Bezug ist. Für ihn ist es aber ein Problem, herauszufinden, was Bezug eigentlich ist. PutnamVsExternalismus: der Gedanke, eine kausale Verbindung sei notwendig, wird durch das Faktum widerlegt, dass sich „Außerirdischer“ mit Sicherheit auf Außerirdische bezieht, ob wir jemals mit Ihnen in Wechselbeziehung gestanden haben oder nicht! Ja, schon bei so einfachen Worten wie „Pferd“ oder „Kaninchen“ hätte der Externalist merken können, dass die Extension viele Dinge umfasst, mit denen wir nicht in kausaler Beziehung stehen (z. B. künftige Pferde, oder Kaninchen die im tiefen Wald leben und noch keinen Menschen gesehen haben). I (f) 158 PutnamVsexterner Realismus/VsExternalismus: Bsp Lehrbücher sind die Hauptursache meiner Überzeugungen über Elektronen, aber mein Gebrauch von "Elektron" referiert nicht auf Lehrbücher. RealismusVs: das ist nicht die "richtige Kausalkette"! VsRealismus: wie aber könnten wir Intentionen besitzen, die bestimmen, welche Kausalketten: von der richtigen Art sind, wenn wir nicht schon in der Lage wären, zu referieren? I (f) 160 InternalismusVsExternalismus: "von derselben Art" macht keinen Sinn außerhalb eines Kategoriensystems! In einigen Hinsichten ist schließlich alles "von derselben Art" wie alles andere! Der ganze Apparat von "richtigen Kausalketten und Tatsachen, die machen, dass zukünftige Pferde zur selben Art gehören" wie die "mit denen ich interagiert habe" ist viel zu kompliziert. Es gibt einfach Pferde! (metaphysische Position). InternalismusVsExternalismus: in gewissem Sinn besteht die Welt tatsächlich aus "sich selbst identifizierenden Gegenständen" aber nicht in einem Sinn, der dem Externalisten zugänglich ist. Wenn "Gegenstände" ebenso gemacht wie entdeckt sind, ebenso Produkte unserer begrifflichen Erfindung wie des "objektiven" Faktors in der Erfahrung, dann gehören Gegenstände intrinsisch unter bestimmte Etiketten. I (f) 161 Denn diese Etiketten waren ja zunächst unsere Werkzeuge zur Konstruktion einer Version der Welt mit solchen Gegenständen. Diese Art von "selbstidentifizierenden Gegenständen" ist aber nicht geist unabhängig. Realismus/Externalismus: will sich eine Welt aus Gegenständen vorstellen, die gleichzeitig geist unabhängig und selbst identifizierend sind. Internalismus/VsExternalismus: das kann man nicht tun. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Field, H. | Field IV 405 Interner Realismus/metaphysischer/Putnam/Field: (ad Putnam: Vernunft Wahrheit und Geschichte): FieldVsPutnam: der Kontrast zwischen internem Realismus (iR) und metaphysischem Realismus (mR) ist nicht klar genug herausgebracht. >Interner Realismus, >metaphysischer Realismus. metaphysischer Realismus/Field: umfasst drei Thesen, die Putnam nicht trennt. 1. mR1: These die Welt besteht aus einer Gesamtheit geistunabhängiger Objekte. 2. mR2: These es gibt genau eine wahre und vollständige Beschreibung (Theorie) der Welt. mR2/Field: ist keine Konsequenz des mR1 ((s) ist unabhängig) und ist keine Theorie, die irgendein metaphysischer Realist überhaupt vertreten sollte. Beschreibung/Welt/FieldVsPutnam: wie könnte es überhaupt nur eine einzige Beschreibung der Welt ((s) oder von überhaupt etwas) geben? Die Begriffe, die wir gebrauchen sind niemals unvermeidlich; Wesen die ganz anders als wir sind, könnten Prädikate mit anderen Extensionen gebrauchen, und diese könnten in unserer Sprache völlig undefinierbar sein. Field IV 406 Warum sollte eine solche fremde Beschreibung „dieselbe Beschreibung“ sein? Vielleicht gibt es eine sehr abstrakte Charakterisierung, die das erlaubt, aber die haben wir noch nicht. falsche Lösung: man kann auch nicht sagen, es gebe eine einzige Beschreibung, die unsere eigenen Begriffe gebraucht. Unsere jetzigen Begriffe könnten nicht hinreichend sein für eine Beschreibung der „vollständigen“ Physik (oder auch „vollständiger“ Psychologie usw.). Man könnte höchstens vertreten, dass es bestenfalls eine wahre und vollständige Beschreibung gibt, die unsere Begriffe gebraucht. Das muss aber wegen der Vagheit unserer gegenwärtigen Begriffe mir Vorsicht behandelt werden. Theorie/Welt/FieldVsPutnam: der mR sollte sich von seinem Gegner, dem iR nicht durch Annahme einer einzig wahren Theorie unterscheiden. 3. mR3/Field: These Wahrheit involviert eine Art Korrespondenztheorie zwischen Wörtern und äußeren Dingen. VsmR3/VsKorrespondenztheorie/Field: die Korrespondenztheorie wird von vielen Leuten abgelehnt, sogar von Vertretern des mR1 (geistunabhängige Objekte). Field IV 429 metaphysischer Realismus/mR/FieldVsPutnam: ein metaphysischer Realist ist einer der alle drei Thesen akzeptiert: mR1: die Welt besteht aus einer fixen Totalität geist unabhängiger Objekte. mR2: es gibt nur eine wahre und vollständige Beschreibung der Welt. mR3: Wahrheit involviert eine Form der Korrespondenztheorie. PutnamVsField: diese drei haben keinen klaren Inhalt, wenn sie getrennt werden. Was heißt „Objekt“ oder „fixe Totalität“ „aller Objekte“ „Geist Unabhängigkeit“ außerhalb bestimmter philosophischer Diskurse? Allerdings kann ich mR2 verstehen, wenn ich mR3 annehme. I: sei eine definite Menge von Individuen Field IV 430 P: Menge aller Eigenschaften und Relationen Ideale Sprache: Angenommen, wir haben eine ideale Sprache mit einem Namen für jedes Element von I und einem Prädikat für jedes Element von P. Diese Sprache wird nicht abzählbar sein (außer wir nehmen Eigenschaften als Extensionen) und dann auch nur abzählbar, wenn die Zahl der Individuen endlich ist. Aber sie ist eindeutig bis zum Isomorphismus (aber nicht weiter, unique up to isomorphism). Theorie der Welt/Putnam: die Menge der wahren Sätze in Bezug auf jeden bestimmten Typ (up to any definite type) wird ebenfalls eindeutig sein. Gesamtheit/Totalität/Putnam: umgekehrt: wenn wir annehmen, dass es eine ideale Theorie der Welt gibt, dann ist der Begriff einer „fixen Totalität“ (von Individuen und ihren Eigenschaften und Relationen) natürlich dadurch erklärt, dass die Totalität der Individuen mit dem Bereich der Individuenvariablen identifiziert wird, und die Totalität der Eigenschaften und Relationen mit dem Bereich der Prädikatvariablen innerhalb der Theorie. PutnamVsField: wenn er recht hätte und es keine objektive Rechtfertigung gibt, wie kann es dann eine Objektivität der Interpretation geben? Field/Putnam: könnte zwei Positionen beziehen: 1. er könnte sagen, dass es eine Tatsache gibt in Bezug darauf was eine gute „rationale Rekonstruktion“ der Sprecherintention ist . Und dass die Behandlung von „Elektron“ als starrer Designator (von „welcher Entität auch immer“, die für bestimmte Effekte verantwortlich ist und gewissen Gesetzen gehorcht, aber keine objektive Tatsache der Rechtfertigung. Oder. 2. er könnte sagen, dass Interpretation subjektiv ist, aber dass das nicht heißt, dass Referenz subjektiv ist. Ad 1.: hier müsste er behaupten, dass eine echte „rationale Rekonstruktion“ der Sprecher Intention von „allgemeinem Erkennen“ abgetrennt ist, und auch von „induktiver Kompetenz“ usw. Problem: wieso soll dann die Entscheidung, dass etwas („annäherungsweise“) bestimmten Gesetzen gehorcht oder nicht gehorcht, was dann für Bohrs Elektronen von 1900 und 1934 gilt, aber nicht für Phlogiston) der Natur nach völlig verschieden sein (und isolierbar sein) von Entscheidungen über Vernünftigkeit im allgemeinen? Ad 2.: das würde behaupten, dass wir einen Begriff von Referenz haben, der unabhängig von Prozeduren und Praktiken ist, mit dem wir entscheiden, ob verschiedene Leute in verschiedenen Situationen mit verschiedenen Hintergrundüberzeugungen tatsächlich auf die selben Dinge referieren. Das scheint unverständlich. Referenz/Theorie Wechsel/Putnam: wir nehmen selbstverständlich an, dass die Leute, die vor 200 Jahren über Pflanzen gesprochen haben, im großen und ganzen sich auf dasselbe bezogen wie wir. Wenn alles das subjektiv wäre, gäbe s überhaupt keinen intertheoretischen interlinguistischen Begriff von Referenz und Wahrheit. Wenn Referenz allerdings objektiv ist, dann möchte ich fragen, warum die Begriffe der Übersetzung und Interpretation in besserer Form sind als der Begriff der Rechtfertigung. III 208 Referenz/PutnamVsField: es gibt nichts, was im Wesen der Bezugnahme läge und dafür sorgte, dass die Verbindung zweier Ausdrücke durch "und" überhaupt irgend ein Ergebnis nach sich zieht! Kurz, wir benötigen eine Theorie der „Bezugnahme durch Beschreibung“. V 70 Referenz/FieldVsPutnam: neuerdings andere Ansicht: Bezug ist eine „physikalistische Beziehung“: komplexe kausale Beziehungen zwischen Wörtern oder geistigen Repräsentationen und Gegenständen. Es ist Aufgabe der empirischen Wissenschaft, herauszufinden, um welche physikalistische Beziehung es sich handelt. PutnamVsField: das ist nicht unproblematisch. Nehmen wir an, es gebe eine mögliche physikalistische Definition des Bezugs, nehmen wir außerdem an: (1) x bezieht sich auf y dann und nur dann, wenn x in R zu y steht. Wobei R eine Beziehung ist, die naturwissenschaftlich definiert ist, ohne semantische Begriffe (wie „bezieht sich auf“). Dann ist (1) ein Satz, der sogar unter Annahme der Theorie wahr ist, dass der Bezug nur durch operationale oder theoretische Vorbedingungen bestimmt ist. Satz (1) wäre demnach ein Bestandteil unserer „Reflexionsgleichgewicht“ Theorie (s.o.) der Welt, bzw. unserer »Idealgrenzen« Theorie der Welt. V 71 Bezug/Referenz/PutnamVsOperationalismus: wird der Bezug jedoch nur durch operationale und theoretische Vorbedingungen bestimmt, ist der Bezug von »x steht in R y« seinerseits unbestimmt! Die Kenntnis, dass (1) wahr ist, nutzt also nicht. Jedes zulässige Modell unserer Objektsprache wird einem Modell in unserer Metasprache korrespondieren, in dem (1) gilt, und die Interpretation von „x steht in R zu y“ wird die Interpretation von „x bezieht sich auf y“ festlegen. Dies wird jedoch nur eine Beziehung in jedem zulässigen Modell sein und gar nichts dazu beitragen, die Anzahl der zulässigen Modelle zu verringern! FieldVs: das ist freilich nicht, was Field beabsichtigt. Er behauptet (a) dass es eine bestimmte eindeutige Beziehung zwischen Wörtern und Dingen gibt, und (b) dass dies die Beziehung ist, die auch bei der Zuordnung eines Wahrheitwerts zu (1) als Bezugsrelation zu verwenden ist. PutnamVsField: das lässt sich jedoch nicht unbedingt dadurch ausdrücken, dass man (1) einfach ausspricht, und es ist ein Rätsel, wie wir das, was Field sagen möchte, ausdrücken lernen könnten. Field: eine bestimmte eindeutige Beziehung zwischen Wörtern und Gegenständen ist wahr. PutnamVsField: wenn es so ist, dass (1) in dieser Auffassung wahr ist wodurch wird es dann wahr gemacht? Wodurch wird eine bestimmte Entsprechung R ausgesondert? Es hat den Anschein, als müsse der Umstand, dass R tatsächlich der Bezug ist, ein metaphysisch unerklärbares Faktum sein. (Also magische Theorie der Bezugnahme, als ob Bezugnahme den Dingen intrinsisch anhaftete). (Nicht zu verwechseln mit Kripkes „metaphysisch notwendiger“ Wahrheit)! Putnam I (c) 93 PutnamVsField: Wahrheit und Referenz sind keine kausal erklärenden Begriffe! Jedenfalls in einem gewissen Sinn: selbst wenn Boyds kausale Erklärungen des Erfolgs der Wissenschaft falsch sind, brauchen wir sie z.B. immer noch, um formale Logik zu treiben. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Soames Vs Field, H. | I 467 Wahrheits-Theorie/Wahrheitstheorie/WT/Tarski/Soames: zwei Status: a) als mathematische Theorie mit vielen reichen Resultaten b) philosophisch signifikant für den Begriff der Wahrheit. WT/Soames: es gibt Streit drüber, was eine WT sein sollte, allgemein sollte sie eins der folgenden drei Dinge tun: (i) die Bedeutung des W-Prädikats für natürliche Sprachen geben. (ii) diese W Prädikate reduktionistisch ersetzen (iii) einen schon vorher verstandenen W Begriff zur Erklärung von Bedeutung oder für andere metaphysische Zwecke gebrauchen. Proposition/Soames: für folgende Zwecke braucht man eher Propositionen als Sätze oder Äußerungen: Bsp (1) a. die Proposition, dass die Erde sich bewegt, ist wahr. b. Churchs Theorem ist wahr c. Alles was er sagte, ist wahr. I 468 SoamesVsPropositionen. W Prädikat/Verallgemeinerung/Quine/Soames: Bsp zur Charakterisierung des Realismus: (5) Es gibt einen Doppelgänger der Sonne in einer entfernten Raumregion, aber wir werden niemals hinreichende Belege dafür finden, dass es ihn gibt. Soames: natürlich kann man Realist sein, ohne (5) zu glauben. ((s) (5) ist zu speziell, es ist nur ein Beispiel). Anti Realismus/Soames: was unterschiedet ihn dann vom Realismus? Man ist versucht zu sagen: (6) Entweder gibt es einen Doppelgänger unserer Sonne.... oder keinen.... und wir werden jeweils keine Belege.... I 470 SoamesVs: das führt zu einer unendlichen Liste, die wir vermeiden sollten. Lösung: semantischer Aufstieg: (7) Es gibt wenigstens einen Satz S, so dass S wahr ist (auf Deutsch) aber wir werden niemals (hinreichende) Belege für S finden. I 472 W Def/Field: besteht aus zwei Teilen: 1. „primitive Denotation“: Bsp (s) „Cäsar“ bezieht sich auf Cäsar. 2. die W Def in Begriffen primitiver Denotation. Das Resultat ist ein Satz der Metasprache: (8) Für alle Sätze S von L, S ist wahr gdw. T(S). FieldVsTarski/Soames: (Field: „Tarskis W Theorie“ (diese Zeitschrift, I XIX, 1972): diese Annahme (dass Wahrheit, Zutreffen und Referenz bei Tarski physikalistisch akzeptabel seien) ist falsch! Field: die vorgeschlagenen Ersetzungen für die Begriffe der primitiven Denotation sind nicht physikalistisch akzeptable Reduktionen I 474 unserer vortheoretischen Begriffe der Referenz und des Zutreffens. Soames: das gilt nur unter der Voraussetzung, dass Field annimmt, dass Tarski Wahrheit auf primitive Denotation reduziert hat. W Def/Korrektheit/Tarski/Field/Soames: Field bestreitet nicht, dass die W-Def extensional korrekt ist. FieldVsTarski: aber extensionale Korrektheit ist nicht hinreichend. „Cb“ sei ein Satz und die semantische n Tatsachen über ihn sind in (9) gegeben: (9) a. „b“ referiert (in L) auf Boston b. „C“ trifft (in L) auf Städte (und nur Städte) zu c. „Cb“ ist wahr (in L) gdw. Boston eine Stadt ist. (Sprecher abhängig) Problem: man kann jetzt nicht einfach die Tatsachen aus (10) mit den Tatsachen aus (9) identifizieren. semantische Eigenschaft/Field: haben Ausdrücke einer Sprache nur Kraft der Weise, wie sie durch Sprecher gebraucht werden (Sprachgebrauch). Problem: die Tatsachen aus (9) hätten gar nicht bestanden, wenn das Sprachverhalten (im weitesten Sinn) anders gewesen wäre! Pointe: die Tatsachen aus (10) sind nicht sprecher abhängig. Daher sind sie keine semantischen Tatsachen. Daher kann Tarski sie nicht auf physikalistische Tatsachen reduzieren. W Prädikat/FieldVsTarski: es ist sowohl physikalistisch als auch koextensiv mit „wahr in L“, aber es ist dennoch kein physikalistischer W Begriff. Problem: die Inadäquatheit erbt die Charakterisierung der Wahrheit aus den Pseudo Reduktionen die die „base clauses“ (s) rekursiven Definitionen?) ((s) u.a. für und, oder usw. (base clauses) konstituieren. I 475 Lösung/Field: wir müssen echte Reduktionen für die Begriffe der primitiven Denotation finden oder etwas wie ein Modell der Kausaltheorie der Referenz. Field/Soames: das sind wieder zwei Stadien: 1. Tarskis Reduktion von Wahrheit auf primitive Denotation ((s) wie oben) 2. eine vorgestellte, Kausaltheorie artige Reduktion der Begriffe der Referenz von Namen und des Zutreffens von Prädikaten. Sprachunabhängigkeit/Field/Soames: wenn die physikalischen Tatsachen die die Denotation in einer Sprache bestimmen, dies für alle Sprachen tun, dann gilt die Denotation für alle Sprachen. Wenn logische Konstanten und Syntax konstant gehalten werden, erhalten wir einen W-Begriff der sprachunabhängig Problem: 1. Referenz auf abstrakte Objekte ((s) für diese gibt es keine semantischen Tatsachen). 2. ontologische Relativität und Unterbestimmtheit der Referenz. SoamesVsField: dieser hat seine Kritik an Tarski (FieldVsTarski) sogar noch untertrieben! Tarski/Soames: denn wenn Tarski primitive Denotation nicht auf physikalische Tatsachen reduziert hat, dann hat er auch Wahrheit gar nicht auf primitive Denotation reduziert ((s) also Punkt 1 verfehlt). Bsp zwei Sprachen L1 und L2 die identisch sind außer: L1: hier trifft „R“ auf runde Dinge zu L2: hier auf rote Dinge. WB: sind dann für einige Sätze in beiden Sprachen verschieden: (11) a. „Re“ ist wahr in L1 gdw. die Erde rund ist b. „Re“ ist wahr in L2 gdw. die Erde rot ist. Tarski/Soames: in seiner W Def wird dieser Unterschied in die Instanzen (base clauses) der beiden W Def für die einzelnen Sprachen zurückverfolgbar sein. denn hier werden die Anwendungen der Prädikate in einer Liste dargestellt. FieldVsTarski: seine W Def teilt korrekt mit (reports), dass „R“ auf verschiedene Dinge zutrifft in den zwei Sprachen, aber sie erklärt nicht, wie der Unterschied aus dem Sprachgebrauch durch Sprecher zustanden kommt. SoamesVsField/SoamesVsTarski: Field sagt aber nicht, dass derselbe Vorwurf VsTarski gemacht werden kann I 476 in Bezug auf logisches Vokabular und Syntax im rekursiven Teil seiner Definition. Bsp L1: könnte [(A v B)] als wahr behandeln, wenn A oder wenn B wahr ist, L2: ...wenn A und B wahr sind. FieldVsTarski: dann ist es nicht hinreichend für die Charakterisierung von Wahrheit, bloß „mitzuteilen“ dass die Wahrheitsbedingungen verschieden sind. Sie müsste durch das Sprachverhalten in den zwei verschiedenen Sprachen ((s) > Sprecherbedeutung) erklärt werden. FieldVsTarski: weil dieser nichts über Sprachverhalten (Sprecherbedeutung in einer Gemeinschaft) sagt, erfüllt er nicht die Forderungen des Physikalismus ((s) physikalische Tatsachen des Verhaltens) zu erklären. Soames: das bedeutet, dass Fields Strategie, eine echte Reduktion von Wahrheit zu erhalten, indem man Tarski mit nichttrivialen Definitionen primitiver Denotation ergänzt, nicht funktionieren kann. Denn Tarski hat nach Field Wahrheit nicht auf primitive Denotation reduziert. Er hat sie bestenfalls auf Listen reduziert von semantischen Grundbegriffen: (13) der Begriff eines Namens, der auf ein Objekt referiert der Begriff eines Prädikats, das auf ein Objekt zutrifft der Begriff einer Formel, die die Anwendung eines n stelligen Prädikats auf ein n Tupel von Terme ist ... I 477 Soames: das erfordert aber eine Reformulierung jeder Bedingung (clause) in Tarskis rekursiver Definition. Bsp alt: 14 a, neu: 14.b: (14) a. wenn A = [~B] , dann ist A wahr in L (im Hinblich auf eine Sequenz s) gdw. B nicht wahr ist in L (im Hinblick auf s). b. Wenn A eine Negation einer Formel B ist, dann ist A .... Soames: die resultierende Abstraktion dehnt die Allgemeinheit der W Def auf Klassen von Sprachen 1. Stufe aus. Diese Sprachen unterscheiden sich willkürlich in Syntax, plus logischem und nichtlogischem Vokabular. SoamesVsField: Problem: diese Allgemeinheit hat ihren Preis. Alt: die Originaldefinition stipulierte einfach, dass [~A) eine Negation ist ((s) >Symbol, Festlegung). Neu: die neue Definition gibt keinen Hinweis darauf, welche Formeln in diese Kategorien fallen. SoamesVsField: sein Physikalist muss nun jeden einzelnen der semantischen Begriffe reduzieren. Logische Verknüpfung/Konstanten/logische Begriffe/Soames: wir können sie entweder a) über Wahrheit definieren, oder b) festlegen, dass bestimmte Symbole Instanzen dieser logischen Begriffe sein sollen. SoamesVsField: ihm steht nun keiner dieser beiden Wege offen! a) er kann nicht Negation als Symbol charakterisieren, dass einer Formel angehängt wird, um eine neue Formel zu bilden, die wahr ist, wenn die ursprüngliche Formel falsch wahr, weil das zirkulär wäre. b) er kann nicht einfach Negation als Grundbegriff (primitiv) nehmen und festlegen, dass [~s] die Negation von s sei. Denn dann würde es keine Tatsachen über Sprecher geben, ((s) Sprachverhalten, physikalistisch), die die semantischen Eigenschaften von [~s] erklären. Soames: es gibt Alternativen, aber keine ist überzeugend. wafu Operatoren/wahrheitsfunktional/Quine: (Wurzeln d. Referenz) werden charakterisiert als Dispositionen in einer Gemeinschaft für semantischen Aufstieg und Abstieg. Problem/Quine: Unbestimmtheit zwischen klassischen und intuitionistischen Konstruktionen der Verknüpfungen sind unvermeidlich. SoamesVsField: Reduktion von primitiver Denotation auf physikalische Tatsachen ist schwierig genug. I 478 sie wird noch viel schwieriger für logische Begriffe. SoamesVsField: das liegt daran, dass semantische Tatsachen auf physikalischen Tatsachen über Sprecher supervenieren müssen. ((s) >Sprecherbedeutung, Sprachverhalten). Problem: das beschränkt adäquate Definitionen auf solche, die das Einsetzen für semantische Begriffe in Kontexten wie (15) und (16) legitimieren. ((s) (15) und (16) sind in Ordnung, die späteren nicht mehr). (15) Wenn L Sprecher sich anders verhalten hätten hätte „b“ (in L) nicht auf Boston und „C“ nicht Städte refereiert und .....((s) Kontrafaktische Konditionale). (16) Die Tatsache, dass L Sprecher sich so verhalten, wie sie sich verhalten, erklärt, warum „b“ (in L) auf Boston referiert usw. ((s) Beide Male Referenz) Soames: FieldVsTarski ist überzeugt, dass es eine Möglichkeit gibt, (15) und (16) so zu entziffern, dass sie wahr werden, wenn die semantischen Terme durch physikalistische ersetzt werden und die Anfangs Teilsätze (initial clauses) so konstruiert werden, dass sie kontingente physikalische Möglichkeiten ausdrücken. Das ist nicht der Charakter von Tarskis W Def. I 481 primitive Referenz/sprachunabhängig/SoamesVsField: Bsp ein Name n referiert auf ein Objekt o in einer Sprache L gdw FL(n) = o. FL: ist dabei ein rein mathematisches Objekt: eine Menge von Paaren vielleicht. D.h. sie beinhaltet keine undefinierten semantischen Begriffe. W Prädikat/Wahrheit/Theorie/Soames: das resultierende W Prädikat ist genau das, was wir brauchen, um die Natur, Struktur und Reichweite einer vielfältigen Zahl von Theorien metatheoretisch zu untersuchen. W Def/Sprache/Soames: was die W Def uns nicht sagt, ist etwas über die Sprecher der Sprachen, auf die sie angewendet wird. Nach dieser Auffassung sind Sprachen abstrakte Objekte. ((s) Die ganze Zeit muss man hier zwischen Sprachunabhängigkeit und Sprecherunabhängigkeit unterscheiden). Sprache/primitive Denotation/sprachunabhängig/Wahrheit/SoamesVsField: nach dieser Auffassung sind Sprachen abstrakte Objekte, d.h. sie können so aufgefasst werden, dass sie ihre semantischen Eigenschaften wesentlich haben ((s) nicht abhängig von Sprachverhalten oder Sprechern, (Sprecher Bedeutung), nicht physikalistisch. D.h. mit anderen Eigenschaften wäre es eine andere Sprache). D.h. es hätte sich nicht herausstellen können, dass Ausdrücke einer Sprache etwas anderes denotiert haben könnten, als das was sie tatsächlich denotieren. Oder dass Sätze einer Sprache andere WB hätten haben können. I 483 SoamesVsField: auch dieser wird diese Aufteilung kaum vermeiden können. Indexwörter/Mehrdeutigkeit/Field: (:S. 351ff) Lösung: Äußerungen werden durch den Kontext eindeutig gemacht (contextually disambiguated). Semantische Begriffe: sollten auf eindeutige Entitäten angewendet werden. D.h. alle Bedingungen (clauses) in einer W Def müssen so formuliert werden, dass sie auf Tokens angewendet werden. Bsp Negation/Field (21) Ein Token von [~e] ist wahr (im Hinblick auf eine Sequenz) gdw. das Token von e das es beinhaltet, nicht wahr ist (im Hinblick auf diese Sequenz). SoamesVsField: das funktioniert nicht. Denn Field kann keine W Def akzeptieren, in der irgendeine syntaktische Form einfach nur als Negation festgelegt ist . ((s) Symbol, stipuliert, dann unabhängig von physikalischen Tatsachen). Soames: denn dies würde keine Tatsachen über Sprecher erklären, kraft derer negative Konstruktionen die semantischen Eigenschaften haben, die sie haben. semantische Eigenschaft/(s): nicht etwa Negation selbst, sondern, dass die Negation eines bestimmten Ausdruckes, in einer Situation wahr ist oder zutrifft. Bsp „Cäsar“ referiert auf Cäsar: wäre völlig unabhängig von Umständen, Sprechern, wenn auch nicht von der Sprache, letzteres betrifft aber eigentlich nur die Metasprache. Lösung/Soames: (22) Ein Token einer Formel A, die eine Negation einer Formel B ist, ist wahr (im Hinblick auf eine Sequenz) gdw. ein bezeichnetes (designated) Token von B nicht wahr ist (im Hinblick auf diese Sequenz). „bezeichnet“/(s) : heißt hier: explizit mit einem WW versehen. |
Soames I Scott Soames "What is a Theory of Truth?", The Journal of Philosophy 81 (1984), pp. 411-29 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 Soames II S. Soames Understanding Truth Oxford 1999 |
| Realismus metaphysische | Horwich Vs Interner Realismus | Horwich I 399 Interner Realismus/Putnam: Warum wird der interne Realismus von all diesem nicht widerlegt? VsInterner Realismus: Bsp Er könnte fragen: „Woher weißt du, dass „Kuh“ auf Kühe referiert?“ Immerhin gibt es andere Interpretationen der Sprache als ganze, die eine ideale Theorie wahrmachen würden (in deiner Sprache). VsVs: Bsp Angenommen, Gott gab uns die Menge aller wahren Sätze. Das wäre die „perfekte Theorie“. Problem: Dann gäbe es immer noch unendlich viele mögliche Interpretationen dieser perfekten Theorie, die alle operationalen und theoretischen Bedingungen erfüllen würden. Sogar der Satz „'Kuh' referiert auf Kühe“ wäre in allen diesen Interpretationen wahr. Woher weiß man dann, dass es in diesem Sinn von „wahr“ wahr ist, dass es eine eindeutige „intendierte“ Interpretation gibt? „Woher weiß man, dass „Kuh“ auf Kühe referiert in dem Sinn von Referenz auf eine bestimmte Menge von Dingen im Gegensatz zu einer bestimmten Menge von Dingen in jeder zugänglichen Interpretation?“ Putnam: Das ist gerade der Einwand des internen Realismus Vs metaphysischem Realismus, jetzt aber in umgekehrter Richtung. Referenz/interner RealismusVsVs: Dass „Kuh“ auf Kühe referiert, folgt direkt aus der Definition von Referenz. Es wäre sogar wahr, wenn der interne Realismus falsch wäre! Relativ zur Theorie ist es eine logische Wahrheit. Unrevidierbarkeit: Es ist aber nicht absolut unrevidierbar, dass „Kuh“ auf Kühe referiert, aber um es zu revidieren müsste man die ganze Theorie verwerfen. metaphysischer RealismusVs: Die Frage ist damit nicht beantwortet: „'Kuh' referiert auf Kühe“ ist sicher analytisch relativ zur Theorie, aber es geht darum, wie die Theorie verstanden wird. Dass „Kuh“ auf Kühe referiert ist in allen zugänglichen Interpretationen wahr, aber das war nicht die Frage. |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Kant | VI 402ff Wissen/Ich/Kant/Putnam: Kants Bild von Wissen faßte dieses als „Repräsentation“ auf, eine Art von Spiel. Der Autor dieses Spiels bin ich. Ich: aber der Autor des Spiels kommt auch in dem Spiel selbst vor (wie bei Pirandello). „empirisches Ich“/Kant/Putnam: der Autor im Spiel ist nicht der “richtige Autor“, er ist das „empirische Ich“. transzendentales Ich/Kant/Putnam: ist der „reale“ Autor des Spiels. (Außerhalb des Spiels). Ich/interner Realismus/PutnamVsKant: ich würde sein Bild in zwei Hinsichten modifizieren;: 1. die Autoren (im Plural, mein Bild ist sozial!) schreiben nicht eine, sondern mehrere Versionen. 2. Die Autoren in den Geschichten sind die realen! PutnamVsSkeptizismus: Pointe: das wäre „verrückt“ wenn das nur Fiktionen wären. Denn ein fiktiver Charakter kann kein realer Autor sein. Aber dies sind wahre Geschichten. Putnam V 52 Determinismus/Kant: meinte, dass eine solche Verteidigungsbestandteil der Rationalität selbst ist. Das Prinzip des Determinismus entdecken wir nicht, sondern wir schreiben es der Welt vor. PutnamVsKant: das geht zu weit. Der Preis wäre eine zu große Komplizierung unseres Wissenssystems. V 88 Putnam: man könnte Kant so lesen, als habe er als erster die Position des Internalismus bezogen. Natürlich nicht explizit. V 89 Ich schlage vor, ihn so zu lesen, als sagte er, dass Lockes These über die sekundären Qualitäten auf alle Qualitäten zutrifft: auf die einfachen, die primären und die sekundären. V 90 Falls alle Eigenschaften sekundäre sind: dann hat alles was wir über einem Gegenstand sagen die Form: er ist so beschaffen, dass er uns auf diese und jene Weise affiziert. Unsere Vorstellungen der Gegenstände sind keine Abbilder geistesunabhängig der Dinge. PutnamVsKant: heute gilt der Begriff der noumenalen Welt als unnötiges metaphysisches Element in seinem Denken. V 118 Rationalität/Putnam: ist nicht durch unveränderliche Regelverzeichnisse festgelegt, noch, wie Kant glaubte, unserer transzendentalen Natur ein beschrieben. PutnamVsKant: die ganze Idee einer transzendentalen Natur (noumenal) ist unsinnig. I (c) 93 Referenz/Theorie/Putnam: man kann es auch ganz kurz sagen. "Elektron" referiert auf Elektronen wie sonst sollten wir innerhalb eines begrifflichen Systems mit "Elektron" als primitivem Terminus sagen, worauf "Elektron" referiert? Das löst auch gewissermaßen das "Dilemma von Quine" und Kant: "Quinesches Dilemma"/Putnam: (auch bei Kant): es gibt eine wirkliche Welt, aber wir können sie nur mit unserem Begriffssystem beschreiben! PutnamVsQuine/PutnamVsKant: na und? Wie sollten wir sie denn sonst beschreiben? sollten wir das Begriffssystem von jemand anderes verwenden? I (f) 169 Noumenon/nomenale Welt/PutnamVsKant: wird heute als unnötiges metaphysischen Element angesehen. Eigenschaften/Kant/Putnam: Pointe: der subtile Punkt ist, dass Kant meint, all dies treffe ebenso auf Empfindung ("Gegenstände des inneren Sinns") wie auf äußere Gegenstände zu. Bsp "E ist so wie dies hier" (wobei man sich auf E konzentriert) heißt: "E ist so wie E".: Kant: in Wirklichkeit ist gar kein Urteil zustande gekommen. Puntam: bloß ein unartikulierter Laut, ein Geräusch. I (f) 169/170 Putnam: wenn "rot" andererseits ein echter Klassifikationsausdruck ist, wenn ich behaupte, dass diese Empfindung E zur selben Klasse gehört, wie Empfindungen, die ich zu anderen Gelegenheiten "rot" nenne, dann geht mein Urteil über das hinaus, was unmittelbar gegeben ist. Empfindung/Ähnlichkeit/Noumenon/PutnamVsKant: ob die Empfindungen, die ich zu verschiedenen Zeiten habe, "wirklich" (noumenal) alle ähnlich sind, diese Frage macht gar keinen Sinn! Das ignoriert Kant völlig! Die Empfindungen, die ich "rot" nenne, können ebensowenig direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben, wie die Gegenstände, die ich "Gold" nenne, direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden können, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben. Die Gegenstände sind für mich ähnlich, sie sind für mich rot. Das ist meine Empfindung. Eigenschaften/PutnamVsKant: wenn er sagt, alle Eigenschaften sind sekundäre (d.h. sie sind Vermögen!) dann wäre das wohl das Vermögen eines noumenalen Gegenstands, in uns den Eindruck von z.B. Kiefernholz hervorzurufen. I (f) 170/171 An diesem Punkt ist er nahe daran zu sagen, dass er die Korrespondenztheorie aufgibt. Def Wahrheit/Kant: "die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstande". PeirceVsKant: das ist eine Nominaldefinition der Wahrheit. Vermögen/Kant: wird der ganzen noumenalen Welt zugeschrieben. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Strawson Vs Kant | Rorty VI 359 StrawsonVskKant/Rorty: zeigt, dass dank des Fortschritts seit Kant einige Begriffe längst nicht mehr so attraktiv sind: Bsp "im Geist", "vom Geist geschaffen ".(Wittgenstein, Ryle haben uns davon abgebracht). Strawson V 9 StrawsonVsKant: scheint seine eigenen Prinzipien zu verletzen, indem er versucht, Sinngrenzen von einem Punkt aus zu markieren, der außerhalb von ihnen liegt, und den es, wenn sie richtig markiert sind, nicht geben kann. V 16 Durchgängige Bestimmung/Kant/Strawson: überall durch den Verstand garantierte Anwendbarkeit der Begriffe. StrawsonVsKant: Keim für das verhängnisvolle Modell der Bestimmtheit des ganzen Universums. V 19 StrawsonVsKant: dieser hatte grenzenloses Vertrauen in eine gewisse komplizierte und symmetrische Systematik, die er frei aus der formalen Logik wie er sie verstand, übernahm und dem ganzen Umfang seines Materials aufdrängte. V 23 StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist. V 25 StrawsonVsKant: die ganze Deduktion ist logisch fehlerhaft. Die Verbindung zur Analytik ist dünn und wird sofern überhaupt, durch den Begriff der "Synthesis" zustande gebracht. V 37 Dialektik/Kant: primäres Ziel: Entlarvung des metaphysischen Scheins. Instrument: das Sinnprinzip. Gewisse Ideen, die keine empirische Anwendung haben, sind Quellen des Scheins und dennoch können sie eine nützliche oder sogar notwendige Funktion für die Erweiterung des empirischen Wissens haben. Bsp Wir denken uns innere Zustände, als ob sie Zustände einer immateriellen Substanz wären. ("regulative Ideen"). StrawsonVsKant: das ist offensichtlich ganz unplausibel. Aber warum hat er es vertreten? V 29 StrawsonVsKant: Es ist keineswegs klar, dass es keine empirische Schlichtung der Antinomien gibt. V 32 Kant: Ich erscheine mir selber wirklich in der Zeit aber ich erscheine mir nicht wirklich in der Zeit. StrawsonVsKant: unverständlich, was "erscheinen" hier heißt. Es ist keine Verteidigung einer unverständlichen Lehre zu sagen, dass ihre Unverständlichkeit durch ein aus ihr gewonnenes Prinzip garantiert wird. V 33/34 Raum/Zeit/StrawsonVsKant: Kant: Dinge an sich selber nicht in Raum und Zeit! Strawson: dadurch wird die ganze Lehre unverständlich. V 35 synthetisch a priori/StrawsonVsKant: Kant selber hat keine klare Konzeption, was er damit meint. Die ganze Lehre ist auch nicht notwendig. Statt dessen sollten wir auf eine Erforschung und Verfeinerung unseres Wissens und unserer sozialen Formen setzen. V 36 Grenze/StrawsonVsKant: um dem kohärenten Denken Grenzen zu setzen, ist es nicht notwendig, von beiden Seiten dieser Grenzen her zu denken, wie es Kant trotz seiner Dementis versuchte. V 49 Raum/Kant: unsere Vorstellung des Raumes wird nicht aus der Erfahrung gewonnen, weil die Erfahrung den Raum bereits voraussetzt! StrawsonVsKant: das ist einfach tautologisch. Wenn "voraussetzen" mehr als eine einfache Tautologie meint, dann ist das Argument nicht erhellend. V 50 StrawsonVsKant: dieser gibt selbst zu, dass es widersprüchlich ist, zugleich eine relationale Auffassung von Raum und Zeit zu vertreten und ihre transzendentale Idealität zu leugnen. V 58 StrawsonVsKant: es gibt die alten Debatten über "angeborene" Vorstellungen von Raum und Zeit. Sie sind unklar. Es gibt das Argument, dass die Aneignung von Fähigkeiten die Fähigkeit voraussetzt, sich Fähigkeiten anzueignen. Erfahrung/Raum/Zeit/Eigenschaften/Kant/Strawson: Problem: die Manifestation des entsprechenden Zuges in der Erfahrung, sein Auftreten in der Welt, kann allein unserem kognitiven Vermögen, der Natur unserer Fähigkeiten zugeschrieben werden, nicht den Dingen an sich. StrawsonVsKant: Problem: dann müssen diese Vorstellungen selber vor aller Erfahrung in uns sein. V 66 Kategorien/Strawson: müssen wir hier so verstehen, dass den Formen der Logik der Gedanke ihrer Anwendung in Urteilen hinzugefügt wird. StrawsonVsKant: seine Unterteilung der Kategorien setzt einiges auf gleicher Stufe an, was sicher nicht als gleichwertig betrachtet werden kann z.B. bejahend, verneinend, unendlich. V 73 StrawsonVsKant: erhält sich aufgrund der (fehlgeschlagenen) metaphysischen Deduktion (s.o.) für berechtigt, die "reinen" Begriffe zu identifizieren. V 75 StrawsonVsKant: warum sollten nicht Gegenstände des Bewusstseins als Gegebenheiten begriffen werden, die eine von den Erlebnissen des Bewusstseins unterschiedene Existenz besitzen, auch wenn Folge und Anordnung Punkt für Punkt mit den Erlebnissen des Bewusstseins übereinstimmen? V 83 StrawsonVsKant: Einheit der verschiedenen Erfahrungen erfordert Erfahrung von Gegenständen. Hält seine These der Herausforderung stand? Warum sollten nicht Gegenstände (Akkusative) eine derartige Folge bilden, dass keine Unterscheidung zwischen ihrer Anordnung und der der entsprechenden Erlebnisse getroffen werden müsste? Bsp Solche Gegenstände könnten Sinnesdaten sein: rote, runde Flecken, Kitzeln, Gerüche, Blitze, Rechtecke. V 84 Warum sollten die Begriffe nicht einfach solche Sinnesqualitäten Begriffe sein? StrawsonVsKant: es ist sehr gut vorstellbar, dass Erfahrung genau diese Sorte unverbundener Eindrücke zu ihrem Inhalt hat. Eindrücke, die weder erfordern noch erlauben, "im Begriff eines Gegenstands vereinigt" zu werden. StrawsonVsKant: das Problem mit den Objekten der Erfahrung ist, dass ihr esse ebenso ganz und gar ihr percipi ist, wie ihr percipi nichts als ihr esse. D.h. es gibt keinen effektiven Grund für die Unterscheidung zwischen beidem. V 106 Raum/Beharrlichkeit/Kant: Der Raum allein ist beharrlich. Alle Zeitbestimmung setzt etwas Beharrliches voraus. StrawsonVsKant: unklar. Für den Begriff des Selbstbewusstseins sind die internen zeitlichen Relationen der Sequenz ganz unzureichend. Wir benötigen zumindest den Gedanken eines Systems zeitlicher Relationen, das mehr als diese Erlebnisse selber umfasst. Aber es gibt für das Subjekt selber keinen Zugang zu diesem umfassenderen System als durch seine eigenen Erfahrungen. V 107 StrawsonVsKant: es gibt kein unabhängiges Argument dafür, dass die objektive Ordnung eine räumliche Ordnung sein muss. V 116 Kausalität/StrawsonVsKant: sein Begriff ist zu grob! Kant steht unter dem Eindruck, dass er es mit einer einzigen Anwendung eines einzigen Begriffs von "Notwendigkeit" zu tun hat, aber er verschiebt in seiner Anwendung die Bedeutung dieses Begriffs! Die notwendige Reihenfolge der Wahrnehmungen ist eine begriffliche, die notwendige Reihenfolge der Veränderungen aber eine kausale. V 118 Analogien/StrawsonVsKant: grundsätzliches Problem: die Bedingungen der Möglichkeit objektiver Zeit Bestimmung. Mögliche Gegenstände/Kant: Problem: ob es ein Zugleich oder Nicht Zugleich möglicher und wirklich wahrgenommener Gegenstände geben soll. Wenn es kein Zugleich gibt, kann überhaupt keine Unterscheidung zwischen möglichen und wirklichen Gegenständen getroffen werden. V 124 reiner Raum/Kant: ist selber kein Gegenstand der empirischen Wahrnehmung. StrawsonVsKant: Element täuschender Logik: Kant scheint zu denken, dass gewisse formale Eigenschaften des einheitlichen raumzeitlichen Rahmens direkte Korrelate in den Gegenständen selber haben müssen. V 128 StrawsonVsKant: seine gesamte Behandlung der Objektivität steht unter einer beträchtlichen Einschränkung, er stützt sich nirgends auf den Faktor, auf dem z.B. Wittgenstein nachdrücklich besteht: den sozialen Charakter unserer Begriffe. V 157 StrawsonVsKant: aber unter der Annahme, dass der physikalische Raum euklidisch ist, könnte die Welt endlich in einem ansonsten unendlichen leeren Raum sein. Und das wäre keine sinnlose Frage. V 163 Antinomien/StrawsonVsKant: aus der Tatsache, dass es der Fall zu sein scheint, dass es Dinge gibt, die in bestimmter Weise räumlich oder zeitlich geordnet sind, folgt nicht, dass es entweder so scheint, dass alle Dinge als Glieder begrenzter Reihen erscheinen, noch dass es so scheint, dass alle Dinge als Glieder einer unendlichen Reihe existieren. Tatsächlich ist keines der beiden Glieder der Disjunktion wahr! V 164 Antinomien/StrawsonVsKant: sicher ist der Begriff einer sequentiellen Ordnung gerechtfertigt, aber daraus folgt nicht, dass der Begriff für die "ganze Reihe" der Dinge gelten muss. V 178 Antinomien/StrawsonVsKant: er hat sich darin geirrt, dass die Antinomien das Feld seien, auf dem die entscheidenden Schlachten geschlagen werden. V 184 Existenz/Kant: "Notwendigkeit der Existenz kann nur aus der Verknüpfung mit demjenigen, was wahrgenommen wird, nach allgemeinen Gesetzen der Erfahrung erkannt werden." StrawsonVsKant: das ist eine Abweichung von der kritischen Auflösung der Antinomien und hat mit den Interessen der "reinen praktischen Vernunft" zu tun: d.h. mit der Moralität und der Möglichkeit des freien Handelns. V 194 StrawsonVsKant: wir können aus der Behauptung, dass wenn ein Wesen von unbeschränkter Realität existiert, es nicht kontingenterweise existiert, nicht dahin umkehren, dass wenn irgendetwas nicht kontingenterweise existiert, es ein Wesen von unbeschränkter Realität ist. V 222 Transzendentaler Idealismus/Kant: behauptet, er sei ein empirischer Realismus. Selbstbewusstsein muss ein Bewusstsein von bestimmten Bewusstseinszuständen unabhängigen Gegenständen einschließen. StrawsonVsKant: das ist sicherlich ein dualistischer Realismus. Dieser Dualismus stellt das "unser" in Frage. V 249 StrawsonVsKant: zu sagen, ein physikalischer Gegenstand habe nur den Anschein, eine Art Aussehen einer physikalischen Figur, heißt, einen unklaren Begriff durch einen anderen zweifelhaften erhellen zu wollen, nämlich den des visuellen Bildes. |
Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Realismus metaphysische | Quine Vs Kripke, Saul A. | Putnam I 247 Def "kleiner Realismus"/Putnam: („realism with a small r"): hier bedeutet zu sagen, was wir sagen und zu tun, was wir tun ein "Realist" zu sein. Das bringt aber Probleme mit Realismus und "Wirklichkeit": Wirklichkeit/Realismus/Wittgenstein: (Bäume und Stühle), "die dies und das, auf die wir zeigen können" sind Paradigmen für das, was wir wirklich nennen. (1971, Vorlesung 25). Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit Stellen/Putnam: hier sind Kripke, Quine, Lewis uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit Bereich, den er einnimmt? Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit Bereich. KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton). Der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit Bereich einnehmen können! QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind. Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft. LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. (Nicht "genau dieser Stuhl" im Sinne des logischen Begriffs der Identität (=).). Putnam: also gibt es drei Fragen: 1. ist der Stuhl mit der Materie identisch oder koexistiert der Stuhl irgendwie in dem Raumzeit Bereich mit der Materie? 2. Ist die Materie mit den Feldern identisch? 3. Sind die Felder mit den Raumzeit Bereichen identisch? Putnam: diese Fragen sind wahrscheinlich alle drei unsinnig, zumindest aber die erste! Quine II 209 ff Replik auf Saul Kripke Der Begriff der möglichen Welt (MöWe) hat einen Beitrag geleistet zur Semantik der Modallogik. Kripke: bedeutungsvolle Modelltheorie der Modallogik. Def Modelle/Quine: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise. Sie haben auch heuristischen Wert, aber eine Erläuterung bieten sie nicht. >Modelle/Quine. II 210 Sie mögen noch so klar sein, sie können uns dennoch völlig im Dunkeln lassen hinsichtlich der primären, intendierten Interpretation. QuineVsKripke: bei MöWe folgende Fragen: 1. wann sind Gegenstände zwischen verschiedenen Welten gleichzusetzen, 2. wann ist ein Bezeichnungsausdruck starr, 3. wo ist metaphysische Notwendigkeit auszusagen? Die Art, in der sich Kripke auf Bischof Butler beruft, ist verblüffend: "Wie Bischof Butler gesagt hat, "Alles ist, was es ist und nicht ein ander Ding". Also wird "Wärme ist Molekularbewegung" nicht kontingent sondern notwendig sein." (Kripke S. 160) QuineVsKripke: Ich kann den Bischof auch meinen eigenen Zwecken entsprechend interpretieren: Alles ist, was es ist, frag nicht, was es sein kann oder sein muss. MöWe/QuineVsKripke: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise, aber keine eindeutige Interpretation wann sind Gegenstände gleich? Bischof Buttler ("kein ander Ding"): Identität folgt nicht notwendig. Kripke zur Identität von Geist und Körper: Der Identitätstheoretiker, der meint, Schmerz sei der Gehirnzustand...muss behaupten, dass wir uns täuschen, wenn wir denken, es sei vorstellbar, Schmerzen hätten ohne Gehirnzustände existieren können. ...Der Materialist sieht sich also einem überaus kniffligen Einwand gegenüber: er muss nachweisen, dass etwas, dessen Möglichkeit wir für vorstellbar halten, in Wirklichkeit nicht möglich ist. QuineVsKripke: nur insoweit der Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt, wird er die Kniffligkeit von Kripkes Einwand spüren. Ich kann Kripke dankbar so lesen, dass er mich in meinem Bestreben unterstützt, zu zeigen, was für ein verwickeltes Netz der Vertreter des Modalitätsgedankens flicht. II 210f KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand für Materialisten schwierig auszuschließen QuineVsKripke: nur schwierig, wenn Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Wright Vs Kripke, Saul A. | Esfeld I 122 Inferentialismus/Ich Du Beziehungen/Brandom/Esfeld: Problem: auch eine Gemeinschaft könnte willkürlich sein. Die Tatsache der Zustimmung könnten mit dem Recht der Zustimmung verwechselt werden. Das wird manchmal VsKripke erhoben. WrightVsKripke: früher: die Gemeinschaft ist selbst keine Autorität. (Heute nicht mehr vertreten). McDowellVsWright: was immer uns richtig erscheint, ist richtig!. Das bedeutet aber nur, dass wir hier nicht über "richtig" sprechen können! Lösung/Esfeld: Ich Du Beziehungen: sind symmetrisch: I 123 das lässt Raum für die Möglichkeit, dass die Gemeinschaft als ganze irren kann. sozialer Holismus/Pettit: der Mensch ist in Bezug auf Denken und Regelfolgen davon abhängig, dass es andere Menschen gibt. (Und zwar geht es dann immer um Beziehungen einzelner Menschen zueinander). VsKollektivismus: der annimmt, dass die Gemeinschaft als ganze einen Einfluss auf ihre Mitglieder ausübt. (>Methode/Wright). I 124 Pettit: s.Holismus ist eine kontingente These über die tatsächlichen Praktiken von uns Menschen. Esfeld: unsere Rekonstruktion soll hingegen auf alle MöWe zutreffen. privates Regelfolgen/Pettit: ist von ihm offengelassen worden! Man kann auch in Isolation weiterhin Mitglied einer Gemeinschaft sein. sozialer Holismus/Esfeld: impliziert nicht, daß eine Person, die in Isolation gerät, keine Überzeugungen mehr hat! I 125 Dennoch ist der Begriff des "richtigen" Folgens dann nicht mehr anwendbar. Pointe: wenn die Gepflogenheiten der Gemeinschaft erst einmal internalisiert sind, könne man argumentieren, daß wirkliche Rückmeldung nicht mehr unerläßlich ist! D.h. es gibt eine metaphysische Möglichkeit, daß die Konstituenten eines S (holistischen Systems) nicht länger von anderen Individuen ontologisch abhängig sind! Bsp radikaler Robinson, der das ganze Leben in Isolation verbringt: Kripke: ist liberal in Bezug auf einen solchen Fall. Wir könnten ihn in unsere Gemeinschaft aufnehmen und unsere Kriterien auch auf ihn anwenden. (s) Aber auch umgekehrt? I 126 EsfeldVsKripke: wir können hier nicht so liberal sein. Es ist auch fraglich, ob die Behauptbarkeitsbedingungen für Regelfolgen wirklich erfüllt sind. Man kann vertreten, daß aich Kripkes Position direkte oder indirekte Interaktion einschließt. Privates Regelfolgen/Esfeld: weder die Wahrheitsbedingungen noch die Behauptbarkeitsbedingungen sind erfüllt. Wright I 264 Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Regelfolgen/Kripke: bei Wittgenstein: "Skeptisches Paradox": macht jede Möglichkeit zunichte, dass Regeln und Bedeutungen reale Einschränkungen umfassen. Wright: Am Ende bleibt der Versuch, sich mit der Charybdis über Wasser zu halten. (Def "regelskeptische Charybdis ": Auffassung, nach der es überhaupt keine objektiven Erfordernisse gibt, die durch Regeln erzeugt werden, sondern ausschließlich natürliche uneingeschränkte menschliche Fähigkeiten . Also keine "allgemeine wirkliche Objektivität".) I 265 Quietismus/Kripkes Wittgenstein/Wright: ist auf jeden Fall dem Quietismus verpflichtet: denn der Irrealismus (dass es keine Tatsachen bezüglich irgendwelcher Regeln gibt) muss sich zu einem umfassenden Irrealismus aufblasen. I 266 Dann gibt es nirgendwo einschlägige Tatsachen in der Sache. Wenn es keine gehaltvollen Tatsachen gibt über das, was Sätze sagen, dann gibt es auch keine Tatsachen darüber, ob sie wahr sind, oder nicht. Ein IrRealismus der Bedeutung muss also einen IrRealismus der Wahrheit nach sich ziehen. WrightVsKripke: das ist allerdings angreifbar: Es ist jedoch kein Irrtum der Sublimierung (auf eine höhere Ebene heben) der Regeln. Wenn irgendetwas ungeschützt ist gegen das skeptische Paradox, dann ist es ein humanisierter Platonismus nicht weniger als die überobjektivierte Version. McDowells Skylla gehört gar nicht zur Szene der Kripkeschen Dialektik. Sie könnte höchstens auftauchen wenn dem Gegner ein Standpunkt verweigert wird. Damit würden dann aber die Behauptungen in der ersten Person als inferentiell dargestellt , Aber es ist ja doch so, dass das Wissen um frühere Bedeutungen zum größten Teil nicht inferentiell ist und keinerlei klar erkennbare Epistemologie besitzt. |
WrightCr I Crispin Wright Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001 WrightCr II Crispin Wright "Language-Mastery and Sorites Paradox" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 WrightGH I Georg Henrik von Wright Erklären und Verstehen Hamburg 2008 Es I M. Esfeld Holismus Frankfurt/M 2002 |
| Realismus metaphysische | Kant Vs Leibniz, G.W. | Descartes I 139 Descartes/Holz: Hegel pro: Rückzug des Denkens aus der Welt auf sich selbst Gott. bei ihm zweideutig Spinoza: treibt descartes radikal weiter aber Verzicht auf Substanz des Mannigfaltigen Leibniz: holt die Pluralität zurück (Dialektik Einheit/Vielheit) – KantVsLeibniz: nur "Logik des Scheins": (pro Descartes, aber vermittelt durch Humes Skeptizismus) Hegel: knüpft wieder an Leibniz’ Dialektik an. I 142 KantVsLeibniz: Dies ist nur eine "Logik des Scheins". Kant I 34 Kritik der reinen Vernunft: VsLeibniz, VsWolff: gegen » Schulphilosophie«. Ausgangspunkt: Freiheitsvorstellung der Schulphilosophie: Widerspruch: Freiheit (ebenso Seele und Gott) müßte nach ihren Vorstellungen eigentlich undenkbar sein, obwohl sie zum Gegenstand metaphysischer Lehren gemacht wurden. I 85 Raum/Leibniz: (laut Kant): besteht nur vermöge des gegenseitigen Verhältnisses der Dinge in ihm. KantVsLeibniz: gegenBsp Inkongruenz von rechter und linker Hand oder Spiegelbild. Eine Umstülpung stellt hier nicht die Identität wieder her. Strawson V 227 Körper/Idealismus/Realismus/Kant: wir verfügen über keinen externen Maßstab oder kein externes System, in deren Begriffen wir der Frage einen esoterischen (für Eingeweihte ersichtlichen) Sinn geben können, ob solche Gegenstände wirklich existieren. V 228 KantVsLeibniz: Vs prästabilierte Harmonie: wir haben keine Kenntnis der "wirklichen Ursachen" unserer Wahrnehmungen. Aber eine solche würden wir brauchen, um zu entscheiden, ob jede Gegenstände wirklich existieren, die unsere Wahrnehmungen verursachen. V 228 Begriffe/Sinnprinzip/Kant: nur in Anwendung auf Gegenstände möglicher Erfahrung haben Begriffe überhaupt einen Sinn. V 229 Durch den transzendentalen Idealismus sind wir nun allerdings auf die Konzeption von Gegenständen überhaupt verpflichtet, Gegenständen, wie sie an sich selber existieren, unabhängig von unserer Anschauung. Aber: V 230 KantVsMetaphysik/KantVsLeibniz: dieser behauptete Wahrheiten über Gegenstände unabhängig von Zeit und Raum. ("intelligible" Gegenstände). Kant: das ist nur kohärent unter der Annahme, dass man gar nicht von Gegenständen selber, sondern von Begriffen spricht. I 234 Rechtfertigung/Vollmer: ist auch gar nicht nötig. Was sollte uns nach einer Rechtfertigung suchen lassen? Kant/früh/vorkritisch: Newtons Theorie kann nicht logisch bewiesen werden. Das hatte KantVsLeibniz und KantVsWolff eingesehen. Newtons Theorie kann aber auch nicht empirisch verifiziert werden. Das hatte Kant von Hume gelernt. Das steht dann aber im Widerspruch zur angenommenen "absoluten Wahrheit" und "logischen Beweisbarkeit" der Newtonschen Theorie. |
I. Kant I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994 Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls) Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03 Strawson I Peter F. Strawson Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972 Strawson II Peter F. Strawson "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit", In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Strawson III Peter F. Strawson "On Understanding the Structure of One’s Language" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Strawson IV Peter F. Strawson Analyse und Metaphysik München 1994 Strawson V P.F. Strawson Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981 Strawson VI Peter F Strawson Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Strawson VII Peter F Strawson "On Referring", in: Mind 59 (1950) In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 |
| Realismus metaphysische | Maturana Vs Metaphysischer Realismus | I 223 Objektivität ohne Klammern/Maturana: vernachlässigt die Unterscheidung von Wahrnehmung und Illusion. Hier kann der Beobachter Sprache und Wahrnehmung nicht erklären, denn gemäß dieser Perspektive kann er sich auf Unabhängiges beziehen. Dies widerspricht aber dem Strukturdeterminismus lebender Systeme. Kann naturwissenschaftliche Erklärungen nicht erklären, weil hier die Fähigkeiten des Beobachters als allgemein und vorgegeben vorausgesetzt werden. ((s) MaturanaVsmetaphysischer Realismus). |
Maturana I Umberto Maturana Biologie der Realität Frankfurt 2000 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Metaphysischer Realismus | VI 390 Wahrheit/ metaphysischer Realismus /Putnam: These: Wahrheit sei radikal nicht epistemisch. weil wir alle Gehirne im Tank sein könnten, könnte sogar die schönst und idealste einfachste und konservativste Theorie falsch sein. Verifikation/mR: dann impliziert „verifiziert“ nicht „wahr“. Peircescher Realismus/Putnam: These: es gibt eine ideale Theorie (schwächer: als regulative Idee, die durch die Begriffe „wahr“ und „objektiv“ vorausgesetzt wird). PutnamVsmetaphysischer Realismus: ich kritisiere genau das Merkmal, das ihn vom Peirceschen Realismus unterscheidet. Bsp T1: sei eine ideale Theorie so wie wir sie verstehen. Wir stellen uns vor, dass sie jede Eigenschaft außer objektiver Wahrheit habe; z.B. sie ist vollständig, konsistent, sagt Beobachtungen korrekt voraus (so wie wir sehen und erfüllt alle „operationalen Beschränkungen“, sie ist „schön“ , „einfach“ usw. Putnam: These:: T1 kann dennoch falsch sein. Bsp WELT/PutnamVsmetaphysischer Realismus: Angenommen, sie kann in unendlich viele Teile aufgeteilt werden. Und T1 sagt, dass es unendlich viele Teile in ihr gibt, so dass sie in dieser Hinsicht „objektiv richtig“ ist. T1: sei (per Hypothese) konsistent und habe nur endliche Modelle. Vollständigkeits Theorem: nach ihm hat dann T1 ein Modell für jede unendliche Mächtigkeit (cardinality). M: sei ein Modell mit derselben Mächtigkeit wie die WELT. (Diese ist endlich.) Die Einzeldinge (ED) von M seien eins zu eins auf die Teile der WELT abgebildet. Die Abbildung gebrauchen wir, um die Relationen von M direkt in der WELT zu definieren. SAT: ist dann das Resultat daraus: eine Erfüllungs Relation, eine „Korrespondenz“ zwischen dem Termen von L und Mengen von Teilen der WELT. ((s) Mengen wegen der Prädikate). Wahrheit: die Theorie kommt dann als „wahr“ heraus, wenn wir „wahr“ als „WAHR(SAT) interpretieren. (I 403 dabei ist SAT vom selben logischen Typ wie „erfüllt“ und WAHR (SAT) sei definiert in Begriffen von SAT so wie „wahr“ in Begriffen von „erfüllt“ bei Tarski definiert ist). VI 391 WAHR(SAT): ist dann die Eigenschaft der Wahrheit, determiniert durch die Relation SAT. ideale Theorie: Frage: was wird aus der Behauptung, dass sogar die ideale Theorie „in Wirklichkeit“ falsch sein könnte? Lösung: es könnte sein, dass SAT nicht die intendierte Korrespondenzrelation ist (unintendiertes Modell). „intendiert“/Putnam: was heißt das in dem Fall? T1 erfüllt alle operationalen Beschränkungen. Bsp wenn „es ist eine Kuh vor mir zu dem und dem Zeitpunkt“ zu T1 gehört, VI 392 dann wird das natürlich wahr erscheinen, wenn dann dort eine Kuh vor mir ist. Aber SAT ist eine wahre Interpretation von T!. Def operationale Bedingungen/Putnam/(s): dass ein Satz falsifiziert werden kann, wenn das Objekt nicht die Eigenschaften hat, die der Satz ihm zuschreibt. T1 ist WAHR(SAT). So ist der Satz „wahr“ in diesem Sinn, in dem Sinn von WAHR(SAT). Andererseits: wenn „das ist eine Kuh vor mir zu dem und dem Zeitpunkt“ operational „falsch“ ist (falsifiziert!) ist, dann ist der Satz FALSCH(/SAT). Referenz: erfüllt damit die „operationalen Bedingungen“. theoretische Bedingungen: die Interpretation von „Referenz“ als SAT erfüllt alle theoretischen Bedingungen für Referenz. Pointe: damit wird die „ideale“ Theorie T1 wahr. ((s) Problem: wir wollten fragen, wie sie nach dem metaphysischen Realismus auch falsch sein kann). unintendiert: Frage: welche zusätzlichen Bedingungen für Referenz gibt es, die SAT als „unintendiert“ herausgreifen könnten und eine andere Interpretation als intendiert? Putnam: These die Annahme, dass sogar eine „ideale“ Theorie „in Wirklichkeit“ falsch sein könnte, sollte dann unverständlich werden. Kausaltheorie/Referenz/metaphysischer Realismus/Putnam: eine Kausaltheorie der Referenz würde hier nicht helfen, denn wie „Ursache“ eindeutig referieren sollte, ist nach dem mR ebenso ein Rätsel wie „Kuh“ eindeutig referieren kann. VI 393 Referenz/Anti Realismus/Verifikationismus/Dummett/PutnamVsmetaphysischer Realismus: Verstehen/Anti Realismus/Dummett: These die Theorie des Verstehens sollte in Begriffen der Verifikation und Falsifikation betrieben werden. DummettVsPhänomenalismus/Putnam: neu: ist daran, dass es keine „Basis“ von „harten Tatsachen“ gibt (z.B. Sinnesdaten) im Hinblick auf die man letztlich die wahrheitskonditionale Semantik, Logik und realistische Begriffe von Wahrheit und Falschheit gebraucht. Verstehen/Dummett: einen Satz verstehen heißt zu wissen, was seine Verifikation wäre. Analogie: zum Intuitionismus: den konstruktiven Beweis kennen, heißt, einen mathematischen Satz zu verstehen. Behauptbarkeitsbedingung/Behauptbarkeit/Dummett: dann ist Bsp „Ich sehe eine Kuh“ nur behauptbar, wenn er verifiziert ist. Verifikation/Dummett/Putnam. Pointe: wir sagen der Satz ist dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird! >Firth: Def Selbst Bestätigung/Roderick Firth/Putnam: Bsp „ich sehe eine Kuh“ ist selbst bestätigend. Er wird dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird. Das heißt nicht, dass er unkorrigierbar ist! Er muss auch nicht vollständig bestimmt (bivalent) sein. Tatsachen/Dummett/Putnam: These: in diesem Sinn (der „Selbstbestätigung von Beobachtungssätzen“ (Firth)) sind alle Tatsachen „weich“. VI 394 Pointe: dabei werden die realistischen Begriffe von Wahrheit und Falschheit gar nicht gebraucht! Pointe: das Problem, wie die „einzig richtige“ Referenz Relation identifiziert wird, stellt sich gar nicht! Denn der Begriff „Referenz“ wird nicht gebraucht. Referenz: können wir dann à la Tarski einführen, aber dann wird „„Kuh“ referiert auf Kühe“ eine Tautologie und das Verstehen dieses Satzes braucht keinen metaphysischen Realismus. Tatsachen/Verifikationismus/Dummett/Putnam: man sollte die verifikationistische Semantik nicht in Begriffen von „harten Tatsachen“ betreiben. (Auch nicht von Sinnesdaten). Denn sonst könnte man alle Einwände Vsmetaphysischen Realismus wiederholen auf der Ebene, dass die MS unverständlich wird (das wäre eine Entsprechung zu Wittgensteins Privatsprachen Argument). (?). Lösung/Dummett: wir müssen den Verifikationismus auch in der MS und der Meta MS usw. anwenden. Verstehen/WB/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der WB behandeln kann. Problem: dann wird es umgekehrt unverständlich, worin diese Kenntnis bestehen sollte! Bedeutung/BT/PutnamVsDummett: ich denke aber nicht, dass eine Theorie des Verstehens die gesamte BT sein könnte. VI 395 Vsmetaphysischer Realismus: damit können wir ihn mit Dummett widerlegen. (Durch eine Theorie der Referenz, nicht BT). Realismus/Putnam: dann ist er nicht per se falsch, sondern nur der metaphysische, der sowieso nur ein Bild war. (so könnte man zumindest sagen). Lösung: Interner Realismus: ist alles was wir brauchen. Problem: das ist nicht die ganze Geschichte: Peirce: der mR bricht an einem bestimmten Punkt zusammen, und dieser Punkt sagt uns etwas, dann es ist gerade der Punkt, an dem der mR behauptet, vom Peirceschen Realismus unterscheidbar zu sein. (d.h. von der These, dass es eine ideale Theorie gibt). PeirceVsmetaphysischer Realismus/PutnamVsPeirce: irrt sich, wenn er sagt, dass der mR genau an der Stelle zusammenbricht. Und ich selbst habe mich auch in dem Punkt geirrt! > Bsp PutnamVsmetaphysischer Realismus/PutnamVsPeirce: der mR ist an anderer Stelle inkohärent: Bsp Angenommen, die WELT sei bloß eine gerade Linie. Dann kann man 2 Geschichten über die WELT erzählen: Geschichte 1: es gibt Punkte. D.h. die Linie hat Segmente, die unendlich klein sein können. Dieselbe Relation „Teil von“ gilt zwischen Punkten und Segmenten die sie enthalten VI 396 und zwischen Segmenten und größeren Segmenten. Geschichte 2: es gibt keine Punkte. Linie und alle Segmente haben Ausdehnung. Damit wird nicht behauptet, dass Geschichte 1 falsch wäre, Punkte sind einfach logische Konstruktionen aus Segmenten. Rede über Punkte ist abgeleitete Rede über Segmente. VI 397 PutnamVsmetaphysischer Realismus: Problem: wenn man nicht sagen kann wie die WELT Theorie unabhängig ist, wird die Rede von all diesen Beschreibungen leer. Putnam: das sagt Quine in „Ontologische Relativität“. Bsp Theorie: wenn wir eine vollständige Theorie haben, können wir eine Äquivalenzrelation (ÄR) definieren: „beweisbarer Koextensivität“, mit der Eigenschaft, dass wenn zwei Terme zu verschiedenen Äquivalenzklassen (ÄKI) gehören, kein Modell der Theorie auf denselben Referenten referiert, während, wenn sie zur selben ÄK gehören, sie in jedem Modell denselben Referenten haben. Das nutzen wir aus. Wenn nun unser Bild korrekt ist (siehe Abbildung oben) VI 399 dann gibt es eine eindeutige Referenz erhaltende „Übersetzung“ , die die beiden Sprachen verbindet. Problem: es ist bekannt, dass es oft nicht äquivalente Interpretationen einer Theorie innerhalb einer anderen Theorie gibt. Geschichte 1 kann in Geschichte 2 interpretiert werden, und zwar auf viele verschiedene Weisen. Bsp „Punkte“ können als Mengen von Segmenten mit negativer Potenz von 2 verstanden werden. Oder Mengen von Segmenten deren Längen negative Potenzen von 3 sind. Vsmetaphysischer Realismus/Problem: wenn das so wäre, müsste es eine Tatsache geben, darüber, welche Übersetzung „wirklich“ die Referenz erhält. Putnam: nun können wir das Bild wieder komplizierter machen, um auch dem zweiten Einwand zu begegnen: wir erlauben, dass die Sprache mehr als eine Weise hat, wie sie auf die WELT angewendet werden kann. (>Gebrauchsweise). Problem: dann können wir das Bild selbst nicht mehr festhalten. Wenn das, was eine eindeutige Menge von Dingen innerhalb einer korrekten Theorie ist, „in Wirklichkeit“ keine eindeutige Menge sein könnte, dann haben wir kein Bild mehr. interner Realismus/Putnam: warum wird er von all diesem nicht widerlegt? Vsinterner Realismus: Bsp er könnte fragen: „woher weißt Du, dass „Kuh“ auf Kühe referiert?“. Immerhin gibt es andere Interpretationen der Sprache als ganzer, die eine ideale Theorie wahrmachen würden (in Deiner Sprache). VsVs: Bsp Angenommen, Gott gab uns die Menge aller wahren Sätze. Das wäre die „perfekte Theorie“. Problem: dann gäbe es immer noch unendlich viele mögliche Interpretationen dieser perfekten Theorie, die alle operationalen und theoretischen Bedingungen erfüllen würden. Sogar der Satz „„Kuh“ referiert auf Kühe“ wäre in allen diesen Interpretationen wahr. Woher weiß man dann, dass es in diesem Sinn von „wahr“ wahr ist, dass es eine eindeutige „intendierte“ Interpretation gibt? „Woher weiß man, dass „Kuh“ auf Kühe referiert in dem Sinn von Referenz auf eine bestimmte Menge von Dingen im Gegensatz zu einer bestimmten Menge von Dingen in jeder zugänglichen Interpretation?“ Putnam: das ist gerade der Einwand des iR VsmR, jetzt aber in umgekehrter Richtung. Referenz/interner RealismusVsVs: dass „Kuh“ auf Kühe referiert, folgt direkt aus der Definition von Referenz. Es wäre sogar wahr, wenn der iR falsch wäre! Relativ zur Theorie ist es eine logische Wahrheit. Unrevidierbarkeit: es ist aber nicht absolut unrevidierbar, dass „Kuh“ auf Kühe referiert, aber um es zu revidieren müsste man die ganze Theorie verwerfen. mRVs: die Frage ist damit nicht beantwortet: „“Kuh“ referiert auf Kühe“ ist sicher analytisch relativ zur Theorie, aber es geht darum, wie die Theorie verstanden wird. Dass „Kuh“ auf Kühe referiert ist in allen zugänglichen Interpretationen wahr, aber das war nicht die Frage. VI 401 Interner RealismusVsmR/Putnam: der mR macht es zu einem Rätsel, wie es a priori Wahrheiten geben kann, selbst im kontextuellen Sinn, selbst als Grenzfall. Eine a priori Wahrheit müsste durch eine mysteriöse Intuition gegeben sein. Sogar Bsp „Junggesellen sind unverheiratet“ wäre nur aufgrund einer Intuition a priori. Wenn es aber eine „verbale“ Wahrheit ist ((s) >„analytisch“, wahr aufgrund der Bedeutung der Wörter) dann ist das eine Abkürzung für Bsp „Alle unverheirateten Männer sind unverheiratet. Und das ist eine Instanz von „Alle AB sind A“. Und warum ist das wahr? VI 404 PutnamVsmetaphysischer Realismus: ist dazu verdammt, a) die Logik entweder als empirisch zu betrachten (d.h. nicht bloß revidierbar, wie ich selbst glaube) sondern in dem Sinn, dass sie überhaupt keine konventionelle Komponente hat, oder b) er muss die Logik für a priori halten in dem Sinn, der überhaupt nicht durch den Begriff der Konvention erklärbar ist. Field IV 414 PutnamVsmetaphysischer Realismus: (V,W u.G. S. 135f,142f, 210f): These mR führt zu einer Dichotomie Tatsachen/Werte. Und diese Führt zum Relativismus und dieser Relativismus widerlegt sich selbst. Putnam VII 440 Theorie Wechsel/WW/Putnam: nicht jeder Satz ändert den WW, wenn er von einer akzeptablen Theorie in eine andere akzeptable Theorie wechselt. PutnamVsmetaphysischer Realismus: aber um sein Bild aufzubrechen genügt es zu zeigen, dass sein Projekt einer vollständigen Beschreibung der Welt ohne solche Sätze, die die WW wechseln, undurchführbar ist. |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Millikan Vs Metaphysischer Realismus | Millikan I 329 Korrespondenz/Putnam: es ist inkohärent anzunehmen, dass Wahrheit eine Korrespondenz mit der WELT sei. Abbildung/Repräsentation/Putnam: mathematische Abbildungen sind allgegenwärtig, Repräsentationen sind nicht allgegenwärtig. Problem: eine Korrespondenztheorie, die darauf beruht, dass es eine Abbildungsrelation zwischen einer vollständigen Menge wahrer Repräsentationen und der Welt gäbe, ist leer I 330 Lösung: es muss zunächst eine Unterscheidung zwischen Abbildungen und Repräsentationen geben. Lösung: es muss eine zusätzliche Bedingung für Referenz geben, nämlich, dass eine intendierte Interpretation ausgezeichnet wird. Kausaltheorie/Putnam: würde hier nicht helfen. Denn es ist genauso unsicher, ob „Ursache“ eindeutig referiert, wie ob „Katze“ eindeutig referiert. Begriff/Zeichen/Ockham/Putnam: Problem: ein Begriff darf nicht einfach ein „mentales Einzelding“ sein, sonst verweist jedes Zeichen bloß immer wieder auf ein anderes Zeichen. PutnamVsRealismus/PutnamVsmetaphysischer Realismus: es ist unverständlich, wie eine Relation zwischen einem Zeichen und seinem Objekt herausgegriffen werden könnte, entweder, indem man das Zeichen selbst hochhält, Bsp KUH Oder indem man ein anderes Zeichen hochhält z.B. REFERIERT Oder vielleicht VERURSACHT. Meinen/Bedeutungsrationalismus/Putnam/Millikan: das ist der Bedeutungsrationalismus: um etwas meinen zu können, müssen wir wissen, was wir meinen und zwar „wissen“ mit einem ganz bestimmten bedeutungsrationalistischen Glanz auf „wissen“: Die Relation zwischen Kopf und Welt muss zur Gänze im Kopf gespiegelt werden, ((s) >Übergreifendes Allgemeines). PutnamVs: das ginge nur, wenn es ein mysteriöses „direktes Erfassen von Formen“ ((s) platonistisch) gäbe. Dann müsste die Relation nicht noch einmal gespiegelt werden. I 331 Korrespondenz/Meinen/Bedeutung/Referenz/MillikanVsPutnam/Millikan: These:die Relationen zwischen Kopf und Welt sind tatsächlich zwischen Kopf und Welt. Das Verstehen dieser Relationen trägt aber nichts zur Begründung von Bedeutung und Referenz bei. Sie müssen auch nicht intendiert werden, damit man referieren kann. |
Millikan I R. G. Millikan Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987 Millikan II Ruth Millikan "Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Realismus metaphysische | Stalnaker Vs Modaler Realismus | Stalnaker I 36 Proposition/Abgeschlossenheit/Stalnaker: was auch immer Propositionen sind, wenn es welche gibt, gibt es auch Mengen von ihnen. Und für jede Menge von Propositionen ist es definitiv wahr oder falsch, dass alle ihre Elemente wahr sind. Und dies ist natürlich wieder eine Proposition. (W5) Abgeschlossenheits-Bedingung: Für jede Menge von Propositionen G gibt es eine Proposition A so dass G A impliziert und A impliziert jedes Element von G. Stalnaker: d.h. ist, dass für jede Menge von Propositionen es eine Proposition gibt die sagt, dass jede Proposition in der Menge wahr ist. Also nehme ich an, dass der Welt-Geschichten-Theoretiker (W5) zu seiner Theorie hinzufügen will. (W6) Äquivalente Propositionen sind identisch. Problem: die Probleme von (W6) sind bekannt. ((s) > Hyperintensionalismus/ Hyperintensionalität): Sätze, die in denselben Welten wahr sind, sind ununterscheidbar, VsMöWe-Semantik, Vs Semantik möglicher Welten). I 40 Modaler Realismus/MR/Lewis/Stalnaker: nach Lewis ist die aktuale Welt (WiWe) nur ein echter Teil einer Realität, die aus vielen Paralleluniversen besteht, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt sind. Aktuale Welt/WiWe/Lewis/Stalnaker: ist dann indexikalisch definiert als der Teil, der mit uns in Verbindung steht. unverwirklichte Möglichkeiten/Possibilia/Lewis/Stalnaker: existiert dann tatsächlich, aber in einem anderen Teil der Realität. Ihre Nicht-Aktualität besteht nur in ihrer Lokalisierung woanders. ((s) das ist nur eine polemische Darstellung: Lokalisierung muss mehr sein als „woanders“. Lokalisierung kann von uns gar nicht vorgenommen werden für Gegenden, die überhaupt nicht mit uns in Verbindung stehen, weil wir dann kein Wissen haben.) modaler Realismus/Stalnaker: teilt sich in 1. semantische These: Behauptungen über das was möglich und notwendig ist, sollten analysiert werden in Begriffen darüber was wahr ist in einigen oder allen Teilen der Realität 2. metaphysische These:: über die Existenz von möglichen Welten (MöWe). Semantischer MR/Stalnaker: Problem: VsMR man könnte einwenden, dass es gar nicht möglich ist die metaphysischen Tatsachen über ihn zu wissen, selbst wenn der semantische Teil wahr wäre. I 41 Lewis: hier gibt es eine Parallele zu Benacerrafs Dilemma über mathematische Wahrheit und Wissen. (>Mathematik/Benacerraf, Referenz/Benacerraf, Mathematische Entitäten/Benacerraf.) I 42 EpistemologieVsMR/Stalnaker: die Vertreter des epistemologischen Arguments gegen den MR weisen die Parallele zwischen mathematischen Objekten und realistisch aufgefasst Possibilia zurück. Sie bestehen darauf, dass Referenz und Wissen von konkreten Dingen kausale Verbindung erfordert, selbst wenn das nicht für abstrakte Dinge (Zahlen usw.) gilt. Wissen/LewisVs: warum sollte die Grenze zwischen dem, was für Wissen und Referenz eine kausale Verbindung benötigt getroffen werden in Begriffen der Unterscheidung abstrakt/konkret? Wissen/Lewis: stattdessen sollten wir sagen, dass Referenz und Wissen von kontingenten Tatsachen kausale Verbindung erfordert, nicht aber das von modaler Realität (Wissen darüber was was möglich und notwendig ist). Modaler Realismus/Wissen/Lewis: These: im Kontext des MR können wir sagen, dass indexikalisches Wissen kausale Verbindung benötigt, unpersönliches Wissen aber nicht. I 43 Platonismus/Mathematik/Stalnaker: pro Lewis: hier muss Wissen nicht auf einer kausalen Verbindung beruhen. Dann kann Benacerrafs Dilemma gelöst werden. EpistemologieVsMR/Stalnaker: ich fühle aber immer noch die Kraft des epistemologischen Arguments VsMR. Referenz/Wissen/Stalnaker: Problem: den Unterschied zwischen Wissen und Referenz auf Zahlen, Mengen usw. und auf Kohlköpfe usw. zu erklären. I 49 Mögliche Welten/MöWe/MR/Vsmodaler Realismus/Wissen/Verifikationismus/StalnakerVsLewis: der modale Realist kann keine verifikationistischen Prinzipien für das, was er sein Wissen nennt, anführen. Fazit: Problem: der MR kann nicht auf der einen Seite sagen, dass MöWe Dinge von derselben Art sind wie die wirkliche Welt (kontingente physikalische Objekte) und auf der anderen Seite sagen, MöWe seien Dinge, von denen wir auf dieselbe Art wissen, wie von Zahlen, Mengen Funktionen. ((s) Letztere sind nicht „wirkliche“ Dinge). |
Stalnaker I R. Stalnaker Ways a World may be Oxford New York 2003 |
| Realismus metaphysische | Dummett Vs Phänomenalismus | Brandom I 429 Dummett: Problem der »recognition transcendence« : drei Dinge auseinanderhalten: 1. was phänomenalistisch betrachtet werden soll (Gegenstände, geistige Aktivität, semantische Eigenschaften, die Vergangenheit usw.) 2. auf welches Halten-für oder Zuerkennen die Rede von solchen Dingen supervenieren soll, 3. wie diese Supervenienzrelation genau zu fassen ist. Zu einer jeden phänomenalistischen Behauptung gibt es nun eine Klasse von Behauptungen, die realistisch sind, in dem Sinne daß sie die phänomenalistische »es gibt nichts als«-Analyse bestreiten. (DummettVsPhänomenalismus). Horwich I 393 Referenz/Anti Realismus/Verifikationismus/Dummett/PutnamVsmetaphysischer Realismus: Verstehen/Anti Realismus/Dummett: These: die Theorie des Verstehens sollte in Begriffen der Verifikation und Falsifikation betrieben werden. DummettVsPhänomenalismus/Putnam: neu: ist daran, dass es keine „Basis“ von „harten Tatsachen“ gibt (z.B. Sinnesdaten) im Hinblick auf die man letztlich die wahrheitskonditionale Semantik, Logik und realistische Begriffe von Wahrheit und Falschheit gebraucht. Verstehen/Dummett: einen Satz verstehen heißt zu wissen, was seine Verifikation wäre. Analogie: zum Intuitionismus: den konstruktiven Beweis kennen, heißt, einen mathematischen Satz zu verstehen. Behauptbarkeitsbedingung/Behauptbarkeit/Dummett: dann ist Bsp „Ich sehe eine Kuh“ nur behauptbar, wenn er verifiziert ist. Verifikation/Dummett/Putnam. Pointe: wir sagen der Satz ist dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird! >Firth: Def Selbst Bestätigung/Roderick Firth/Putnam: Bsp „ich sehe eine Kuh“ ist selbst bestätigend. Er wird dadurch verifiziert, dass er ausgesprochen wird. ((s) In den und den Umständen). Das heißt nicht, dass er unkorrigierbar ist! Er muss auch nicht vollständig bestimmt (bivalent) sein. Tatsachen/Dummett/Putnam: These: in diesem Sinn (der „Selbstbestätigung von Beobachtungssätzen“ (Firth)) sind alle Tatsachen „weich“. I 394 Pointe: dabei werden die realistischen Begriffe von Wahrheit und Falschheit gar nicht gebraucht! Pointe: das Problem, wie die „einzig richtige“ Referenz Relation identifiziert wird, stellt sich gar nicht! Denn der Begriff „Referenz“ wird nicht gebraucht. Referenz: können wir dann à la Tarski einführen, aber dann wird „„Kuh“ referiert auf Kühe“ eine Tautologie und das Verstehen dieses Satzes braucht keinen metaphysischen Realismus. Tatsachen/Verifikationismus/Dummett/Putnam: man sollte die verifikationistische Semantik nicht in Begriffen von „harten Tatsachen“ betreiben. (Auch nicht von Sinnesdaten). Denn sonst könnte man alle Einwände Vsmetaphysischen Realismus wiederholen auf der Ebene, dass die MS unverständlich wird (das wäre eine Entsprechung zu Wittgensteins Privatsprachen Argument). Lösung/Dummett: wir müssen den Verifikationismus auch in der Metasprache und der Meta-Metasprache usw. anwenden. (1) 1. Hilary Putnam, “Realism and Reason”, Proceedings of the American Philosophical Association, 1976, pp. 483-98, in: Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994 |
Dummett I M. Dummett Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992 Dummett II Michael Dummett "What ist a Theory of Meaning?" (ii) In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Dummett III M. Dummett Wahrheit Stuttgart 1982 Dummett III (a) Michael Dummett "Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (b) Michael Dummett "Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144 In Wahrheit, Stuttgart 1982 Dummett III (c) Michael Dummett "What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (d) Michael Dummett "Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Dummett III (e) Michael Dummett "Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326 In Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982 Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Hacking Vs Putnam, H. | I 40 Wahrheit/Vernunft/Putnam: hängen aufs engste zusammen. HackingVsPutnam. I 148 Bedeutung/Wissenschaft/HackingVsPutnam: wir sollten über Arten von Gegenständen reden, nicht über Arten von Bedeutung. Bedeutung ist kein sonderlich guter Begriff für Wissenschaftstheorie. I 156 HackingVsPutnam: Bezug ist letztlich doch nicht ausschlaggebend! (Bsp Myon,). Für Physiker war "Meson" zunächst gleichbedeutend mit "was immer der Vermutung Yukawas entspricht". Das ist so etwas wie Fregescher Sinn. Als man merkte, daß dieser Sinn nicht dem Gegenstand entsprach, wurde die Taufe annuliert und es fand eine neue Namengebung statt. I 163 PutnamVsMetaphysischer Realismus: Vs Vorstellung von "feststehender Gesamtheit geistesunabhängiger Gegenstände". HackingVsPutnam: das hat doch niemals jemand vertreten! I 164 HackingVsPutnam: verknüpft seine unterschiedlichen Thesen, als seien sie logisch miteinander verbunden. Das sind sie aber nicht! HackingVsPutnam: früher vertrat er einen wissenschaftlichen Realismus. Er hat aber nicht die Partei gewechselt, er hat den Krieg gewechselt. I 179 HackingVsPutnam: doch hat er eigentlich nichts weiter gezeigt, als das Misslingen der Bezugnahme durch Nennung einer Menge wahrer Aussagen, die in der Logik erster Stufe zustande gebracht werden.(>Löwenheim,>AustinVsMoore) I 181 Löwenheim-Skolem/Prämissen/Hacking: 1. der Satz handelt nur von Sätzen der Logik erster Stufe. Bisher hat niemand nachgewiesen, dass man die Sprache der Physiker in diesen Rahmen pressen könnte. Umgangssprachen beinhalten Indikatoren: "dies" und "das". Montague These: die Umgangssprache bringt in erster Linie Quantoren zweiter Stufe zum Einsatz. Wittgensteins Argumente gegen das Zeigen, wonach es nicht möglich sei, Bedeutung mit Hilfe von Regeln vollständig anzugeben, besagen nicht, dass es in unserer sprachlichen Praxis etwas gebe, was wesentlich unbestimmt sei. Löwenheim und Skolem haben über große Zahlen gesprochen und über diese können wir nur reden. Über Katzen oder Kirschen können wir aber nicht bloß reden.Putnam behauptet, es sei möglich, Wörter wie "bezeichnen" und "bezugnehmen" ihrerseits umzudeuten. HackingVsPutnam: um Bezug zu nehmen brauche ich keine Theorie der Bezugnahme. Und es ist eine - eventuell unter Berufung auf Wittgenstein zumindest vertretbare Auffassung - dass es eine allgemeine Theorie der Bezugnahme gar nicht geben könne. I 182 wissenschaftliche Artikel über Myonen sind voll von Photographien! - Bsp Myonen: man hat herausgefunden, dass die Masse des Myons das 206,786fache der Masse des Elektrons beträgt. wie haben wir die Zahl seinerzeit herausbekommen? I 183 Aus einem ganzen Bündel komplizierter Rechnungen mit einem Bündel von Größen und einer Reihe von Beziehungen zwischen Naturkonstanten. Diese bestehen nicht nur aus Sätzen, sondern sind mit experimentellen Feststellungen verknüpft. Außerdem sind sie von unabhängigen Wissenschaftlern und Labors gefunden worden. I 184 Der Satz von Löwenheim-Skolem ist nicht konstruktiv. D.h. es gibt prinzipiell kein den Menschen zu Gebote stehendes Verfahren zur Erzeugung einer nichtintendierten Interpretation. - Bsp wir reden auch von "Perserkatze" und "Herzkirsche". Diese Artbezeichnungen fungieren nicht wie gewöhnliche Adjektive des Typs "süß", denn süße Herzkirschen sind süßes Obst und nicht "Herzobst". - Lösung: das geht nicht bzw. fällt auf, denn die Anzahl der Unterarten ist nicht gleich: die Zahl der Kirschenarten ist verschieden von der Anzahl der Katzenarten. Also wird kein Entsprechungsverhältnis die Struktur der Artbezeichnungen bewahren. Außerdem backt man Kuchen ja nicht mit Katzen! Wie sollen die Kirschen-Fakten in der Katzen-Welt zum Vorschein kommen? I 185 Putnam begeht den vielleicht schwersten Fehler, der in der Philosophie möglich ist, er nimmt einen Satz zum Beispiel, den vielleicht noch niemand geäußert hat und der außerhalb der Logik witzlos wäre. Der nächste Schritt ist dann, zu behaupten, genauso wie "Kirschen" umzuinterpretieren sei es möglich "Bezeichnen" umzuinterpretieren. Bezug: seine Gewährleistung hängt nicht in erster Linie von der Äußerung wahrer Sätze ab, sondern von unseren Interaktionen mit der Welt. Selbst auf der Ebene der Sprache ist weit mehr Struktur gegeben, als Putnam einbezieht. I 220 HackingVsPutnam: dieser ist ein transzendentaler Nominalist (Antirealist). Es sei nicht möglich, aus dem Denksystem herauszutreten und eine Basis der Bezugnahme festzuhalten, die nicht zum eigenen System der Bezugnahme gehört. HackingVsPutnam: das ist eine verfehlte Dichotomie von Denken und Handeln (Wie Dewey). Hacking These: der Mensch ist ein darstellendes Wesen. (Ein Volksstamm ohne Bilder ist für mich kein Menschenstamm). |
Hacking I I. Hacking Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996 |
| Realismus metaphysische | Rorty Vs Putnam, H. | McDowell I 175 Kohärenztheorie/Rorty pro Davidson: Überzeugungen: können a) von außen gesehen werden, Sicht des Feldforschers, kausale Interaktionen mit der Umwelt - b) von innen, aus der Sicht des Eingeborenen, als Handlungsregeln. Die Innensicht ist normativ, im Raum der Gründe. RortyVsPutnam: dieser versucht, das irgendwie zusammenzudenken. >Außen/Innen, >Kohärenztheorie. McDowell I 178 RortyVsPutnam: Putnam versteht unter einer "Erklärung von X" immer noch eine Zusammenschau, die Synthese von äußerem und innerem Standpunkt. Die Vertreter der >Zitattilgung glauben, die Menschen ließen sich nur in behavioristischer Manier schildern. Aber warum sollte es ausgeschlossen sein, Ergänzungen durch normative Darstellungen in Betracht zu ziehen? (Putnams Philosophie sei letztlich traditionell). Kausalität/Putnam: der Wunsch, eine Geschichte über die kausalen Beziehungen von menschlichen Verlautbarungen und Umwelt zu erzählen, schließt nicht aus, dass man eine Geschichte erfindet, nach der die Sprecher Gedanken ausdrücken, und Behauptungen aufstellen, und dabei versuchen, keine Fehler zu machen. Diese Geschichten sind dann aber vielleicht gar nicht auseinanderzuhalten! (PutnamVsRorty.) Rorty: These: Vom kausalen Standpunkt können wir unsere Überzeugungen nicht Normen der Untersuchung unterwerfen. >Kausalität/Putnam, Kausalität/Rorty. Rorty I 304 RortyVsPutnam: dieser entfacht eine Scheinkontroverse zwischen einer »idealistischen« und realistischen Theorie der Bedeutung. I 307 Putnam/Rorty: verfolgt 3 Gedankengänge: 1. gegen die Konstruktion von »wahr« als sinngleich mit »begründete Behauptbarkeit« (oder irgendeinen anderen »weichen« Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann. 2. eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind. 3. nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht« auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden. I 308 RortyVsPutnam: das ist so ähnlich wie die Argumente von Moore gegen alle Versuche, »gut« zu definieren: »wahr, aber nicht begründet behauptbar« ist genauso sinnvoll wie »gut, aber nicht der größten Glückseligkeit förderlich«. I 312 theoretische Termini/TT/Referenz/Putnam/Rorty: wir müssen die verheerende Konsequenz verhindern, dass kein theoretischer Terminus die auf irgend etwas referiert.(3. Argument, s.o.). Was wäre, wenn wir eine Theorie akzeptierten, nach der Elektronen so etwas wie Phlogiston sind? Wir müssten dann sagen, dass Elektronen in Wirklichkeit gar nicht existieren. Was wäre, wenn uns das ständig passierte? Selbstverständlich muss eine solche Schlussfolgerung blockiert werden. Selbstverständliches Desiderat der Referenztheorie. I 313 RortyVsPutnam: das ist aus zwei Gründen rätselhaft: 1. unklar, von welchem philosophischen Standpunkt sich zeigen ließe, dass der revolutionäre Wandel der Wissenschaften an sein Ende gelangt ist. 2. auch wenn es einem solchen Standpunkt gäbe, bliebe unklar, wie die Referenztheorie ihn uns überhaupt verschaffen könnte. >Referenz/Putnam. I 314 In einem vortheoretischen Sinne wissen wir aber sehr wohl, dass sie sich auf dergleichen Dinge bezogen haben. Sie versuchten alle, mit dem gleichen Universum fertig zu werden. I 315 Rorty: man sollte sich die Funktion eines Ausdrucks vielleicht eher als das »Herausgreifen von Entitäten« denken denn als Gebrauch »zur Beschreibung der Wirklichkeit«. Wir könnten aus der Siegerperspektive die Dinge einfach so darstellen, dass selbst die primitivsten Animisten über die Bewegung von Molekülen und Genen usw. gesprochen haben. Dadurch wird der Skeptiker der denkt, es gebe vielleicht gar keine Moleküle nicht beschwichtigt, aber es wird auf der anderen Seite auch keine Entdeckung über die Relationen zwischen Wörtern und der Welt leisten können. Referenz/Rorty: Dilemma: entweder wir a) benötigen die Referenztheorie als eine Garantin des Erfolgs der heutigen Wissenschaften, oder b) die Referenztheorie besteht in nichts weiter als einer Entscheidung darüber, wie wir die Wissenschaftsgeschichte schreiben sollen (statt ihr das Fundament zu liefern.) I 319 Referenz/RortyVsPutnam/RortyVsKripke: verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«. Rorty: nach meiner Auffassung stellt sich das Problem gar nicht. Die einzige Tatsachenfrage, die es hier gibt, betrifft die Existenz oder Nichtexistenz bestimmter Entitäten, über die gesprochen wird. I 320 Fiktion/Referenz/RortyVsKripke/RortyVsPutnam: natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verschiedenen Strategien getroffen hat. Referenz ist ein technischer Terminus und daher haben wir über ihn überhaupt keine Intuitionen! Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins! Man kann nicht nur über nichtexistente Entitäten sprechen, sondern man kann auch herausfinden, dass wir in Wirklichkeit über sie gesprochen haben! In Wirklichkeit über X sprechen und über ein wirkliches X sprechen ist ja nicht dasselbe. I 324 Realismus/PutnamVsPutnam/Selbstkritik/Rorty: der metaphysische Realismus bricht eben an der Stelle zusammen, an der es sich vom Peirceschen Realismus zu unterscheiden behauptet. Also von der Behauptung, es gäbe eine ideale Theorie. I 326 interner Realismus/Putnam/Rorty: Position, der zufolge wir die »mundane“ Tatsache, dass der Gebrauch der Sprache zur Erreichung unserer Ziele, zu unserer Zufriedenheit usw. beiträgt durch den Umstand erklärt werden kann, dass »nicht die Sprache, sondern die Sprecher die Welt widerspiegeln, insofern sie eine symbolische Darstellung ihrer Umwelt hervorbringen«. (Putnam). Vermittels unserer Konventionen stellen wir das Universum einfach besser dar als je zuvor. RortyVsPutnam: das bedeutet nicht mehr, als dass wir uns selbst gratulieren, den Terminus Lithium erfunden zu haben, damit etwas für Lithium stehe, für das die ganze Zeit nichts gestanden hatte. I 327 Dass wir aufgrund unserer Einsichten ganz gut mit der Welt fertig werden, ist wahr, aber trivial. Dass wir sie angemessen widerspiegeln ist »bloß ein Bild«. Rorty V 21 Analytisch/synthetisch/Kultur/Quine/Rorty: die gleichen Argumente lassen sich auch verwenden, um der anthropologischen Unterscheidung zwischen dem Interkulturellen und dem Intrakulturellen den Garaus zu machen. So kommen wir auch ohne den Begriff einer universellen transkulturellen Rationalität aus, die Putnam gegen die Relativisten ins Feld führt. V 22 Wahrheit/Putnam: »gerade dadurch, dass wir von unseren verschiedenen Auffassungen der Rationalität sprechen, wird ein Grenzbegriff gesetzt, ein Grenzbegriff der idealen Wahrheit«. RortyVsPutnam: aber was soll eine solche Setzung schon leisten? Außer doch einen Gottesstandpunkt einführen? Rorty VI 75 Idealisierung/ideal/Bestätigung RortyVsPutnam: ich kann nicht sehen, was "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit" anderes heißen kann, als "Akzeptierbarkeit für eine ideale Gemeinschaft". Also toleranten und geschulten Liberalen. (> Peirce: "Gemeinschaft der Forscher am idealen Ende der Forschung"). VI 76 Peirce/Terminologie: "CSP" "Conceptual System Peirce" (von Sellars so genannt). Idealisierung/ideal/Bestätigung/RortyVsPutnam: da er sich verbietet, den Schritt von Williams hin auf Annäherung an ein einziges richtiges Resultat nachzuvollziehen, hat er auch keine Möglichkeit, diesen Schritt a la Peirce zu tun! VI 79 Mensch/Gesellschaft/gut/schlecht/Rorty: "wir selbst mit unseren Maßstäben" bedeutet nicht "wir, gleichgültig ob wir Nationalsozialisten sind oder nicht" sondern soviel wie "Sprachbenutzer, die nach unserer Erkenntnis verbesserte Neuauflagen unserer selbst sind." Wir haben einen Entwicklungsprozess durchgemacht, den wir als rationale Überredung gelten lassen. VI 80 Das beinhaltet die Vermeidung von Gehirnwäsche und die freundliche Duldung von Störenfrieden à la Sokrates und Schelmen à la Feyerabend. Heißt das, wir müssten die Möglichkeit der Überredung durch Nazis offenhalten? Ja, das heißt es, ist aber nicht gefährlicher als die Möglichkeit, zum ptolemäischen Weltbild zurückzukehren! PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist kein Begriff, wonach es bessere oder schlechtere Normen gibt,...es ist eine interne Eigenschaft unseres Bildes von der Rechtfertigung, dass eine Rechtfertigung unabhängig sei von der Mehrheit... (Rorty: ich kann mich nicht erinnern, jemals gesagt zu haben, Rechtfertigung sei von einer Mehrheit abhängig.) RortyVsPutnam: "besser" in Bezug auf "uns in Bestform" weniger problematisch als in Bezug auf "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Lasst uns ein paar neue Denkweisen ausprobieren. VI 82 Putnam: was soll "schlecht" hier bedeuten. außer in Hinblick auf ein verfehltes metaphysisches Bild? VI 87 Wahrheit/Putnam: wir kommen nicht darum herum, dass es irgendeine Art von Wahrheit gibt, irgendeine Art von Richtigkeit, die Substanz hat, und sich nicht bloß der "Zitattilgung" verdankt! Das bedeutet, dass sich das Normative nicht eliminieren lässt. Putnam: diese Richtigkeit kann nicht nur für eine Zeit und einen Ort gelten (RortyVsPutnam). VI 90 Ratio/Putnam: die Ratio lässt sich nicht naturalisieren. RortyVsPutnam: das ist mehrdeutig: einerseits trivial, andererseits ist es falsch zu behaupten, die Darwinistische Darstellung lasse eine Lücke im kausalen Gewebe. Ratio/Putnam: sie ist sowohl transzendent, als auch immanent. (Rorty pro, aber anderer Sinn von "transzendent": über unsere heutige Praxis hinausgehend".). RortyVsPutnam: verwechselt die Möglichkeit, dass die Zukunft die Gegenwart transzendiert, mit der Notwendigkeit, dass die Ewigkeit die Zeit transzendiert. |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 McDowell I John McDowell Geist und Welt Frankfurt 2001 McDowell II John McDowell "Truth Conditions, Bivalence and Verificationism" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell |
| Realismus metaphysische | Searle Vs Putnam, H. | Searle passim Kernthese:(VsPutnam): Bedeutungen sind im Kopf! Weil Wahrnehmung selbstbezüglich ist und die Erfüllungsbedingungen selbst liefert. Sätze, Schriftzeichen sind auch nur Gegenstände in der Welt. Aber ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch! Es ist aus der Intentionalität des Geistes hergeleitet. I 34 SearleVsFunktionalismus/SearleVsPutnam: die tatsächlichen Geistesphänomene hingegen haben gar nichts mit Zuschreibungen zu tun, sondern sind subjektive Erste Person Phänomene. II 91 Zwillingserde/Putnam: die Welt übernimmt das Kommando. II 92 SearleVsPutnam: das reicht nicht aus. Tradition: zwei Fehler: 1. die Annahme, jeder intentionale Gehalt sei eine isolierte Einheit. 2. die Annahme, Verursachung sei immer eine nicht intentionale Beziehung. Intentionalität/Kausalität/Searle: es gibt eine Relevanz der Kausalität. 1. Netzwerk und Hintergrund beeinflussen die Erfüllungsbedingungen. 2. intentionale Verursachung steht zu den Erfüllungsbedingungen immer in einer internen Beziehung. 3. eine Person steht in indexikalischen Beziehungen zu ihren eigenen intentionalen Zuständen, Netzwerk, und Hintergrund. (Jeweils eigener Hintergrund). II 93 Kausalität: kommt als Teil des intentionalen Gehalts vor. Zuvor muss Bill Sally als Sally identifiziert haben, damit es zu den Erfüllungsbedingungen gehört, dass es von Sally und nicht von Zwillings-Sally verursacht sein muss. Sein gegenwärtiges Erlebnis muss auf diese frühere Identifikation Bezug nehmen. Indexikalität: das Erlebnis ist nicht bloß ein Erlebnis, das irgend jemand hat. Sie ist das Erlebnis von jemanden mit dem speziellen Netzwerk und dem speziellen Hintergrund. (...) Zwillingserde (ZE) Bsp’ Vertauschung der beiden Sallys im Kindesalter. Frage, wie kann es sein, dass beide den gleichen Satz äußern, und identische qualitative Erlebnisse haben, und dennoch Verschiedenes meinen? II 97 ZE/Searle: die Erlebnisse sind zwar "qualitativ identisch" haben aber dennoch unterschiedlichen Gehalt und unterschiedliche Erfüllungsbedingungen. Wiedererkennen: man hat die Fähigkeit, hier auf der Erde jemand wiederzuerkennen aber diese Fähigkeit selbst braucht weder Repräsentation zu enthalten noch in ihnen zu bestehen! Der Unterschied zwischen den beiden Zwillingen ist, dass ihre Erlebnisse auf die jeweils eigenen Hintergrund Fähigkeiten Bezug nehmen. (Indexikalität). II 250 SearleVsPutnam: allen Argumenten ist gemeinsam, dass gemäß Ihnen der innere intentionale Gehalt des Sprechers nicht ausreicht, um festzulegen, worauf er sich bezieht. II 251 SearleVsPutnam: die These, dass die Bedeutung den Bezug festlegt, lässt sich wohl kaum durch die Betrachtung von Fällen widerlegen, in denen Sprecher die Bedeutung nicht einmal kennen! Intension und Extension sind nicht relativ zu Idiolekten definiert! Meinen/Tradition: Intension ist eine abstrakte Entität, die von einzelnen Sprechern mehr oder weniger unvollkommen erfasst werden kann. Aber es reicht nicht, zu zeigen dass der Sprecher die Intension nicht oder nur unvollkommen erfasst haben mag, denn solch ein Sprecher verfügte auch über keine einschlägige Extension! SearleVsPutnam: dieser müsste behaupten, dass die Gesamtheit der intentionalen Zustände der Sprecher (samt Experten) nicht die richtige Extension festlegt. Searle: es ist Sache der Experten, zu entscheiden. Ulmen/Buchen/Searle: ich weiß, dass Buchen keine Ulmen sind. Woher weiß ich das? Weil ich weiß, dass es unterschiedliche Baumarten sind. Ich habe damit begriffliches Wissen formuliert. II 257 SearleVsPutnam: ein Mörder wird nicht durch die Mikrostruktur festgelegt. II 257/258 SearleVsPutnam: weiterer Punkt: Putnam macht gewisse Annahmen: nie kam jemand auf die Idee, die traditionelle These, dass Intension die Extension bestimme, auf diese indexikalischen Wörter auszudehnen. Bsp "Ich habe Kopfschmerzen" (Zwillingserde). Doch die Extension von "Ich" ist eine andere. Er hat in zwei verschiedenen Idiolekten zwei verschiedene Extensionen. Searle: Doch es folgt keineswegs, dass der Begriff, bin ich von mir habe, sich in irgendeiner Weise von den Begriff unterscheidet, den mein Doppelgänger von sich hat. SearleVsPutnam: Putnam nimmt an, dass sich die Tradition nicht auf indexikalische Ausdrücke anwenden lässt. 2. Dass die Erfüllungsbedingungen identisch sein müssen auch beim Doppelgänger. Searle: beides ist falsch. Searle: wenn wir unter "Intension" intentionale Gehalte verstehen, legt sie gerade doch die Extension fest. Außerdem können zwei Personen in typidentischen Geisteszuständen sein, und ihre intentionalen Gehalte dennoch verschieden sein. Sie können verschiedene Wahrheitsbedingungen haben. II 259 Searle: nehmen wir an, Jones tauft 1750 Wasser indexikalisch auf der Erde und Zwillings-Jones auf der Zwillingserde. Typidentische geistige Inhalte und visuelle Erlebnisse Putnam: weil sie nun dieselbe Definition geben, nimmt Putnam an, dass wir mit Rückgriff auf ihre geistigen Inhalte nicht erklären können, dass es zwei verschiedene Extensionen sind. Searle: einfache Antwort: sie haben doch keine typidentischen intentionalen Gehalte. Weil diese Gehalte selbstbezüglich sind. Die Erfüllungsbedingungen sind festgelegt. Es wird in beiden Fällen verschiedenes gemeint. (> Meinen/Searle). III 173 SearleVsPutnam: verwechselt zwei logisch unabhängige Thesen unter seinem Etikett "metaphysischer Realismus": 1. Die Wirklichkeit existiert unabhängig von unseren Repräsentationen. 2. Es gibt genau ein korrektes begriffliches Schema für die Beschreibung der Wirklichkeit .(privilegiertes Schema: PS). Searle: Putnam sieht ganz richtig, dass der externe Realismus das privilegierte Schema widerlegt. Der metaphysische Realismus sei die Konjunktion dieser beiden. SearleVsPutnam: aber man widerlegt nicht beide, indem man eines der Konjunktionsglieder widerlegt. Die Falschheit des privilegierten Schemas lässt den externen Realismus unberührt. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Realismus metaphysische | Einstein Vs Quantenmechanik | Esfeld I 256 Unvollständigkeit/Quantenmechanik/QM/EinsteinVsQuantenmechanik: Bsp Angenommen, zwei Elektronen werden von einer Quelle emittiert und entfernen sich mit entgegengesetztem Spin in entgegengesetzte Richtungen. Gesamtzustand: Singulett Zustand. Einstein/Podolski/Rosen/EPR: wenn das Ergebnis einer Messung des Ortes oder des Impulses des einen Systems gegeben ist, dann können wir das Ergebnis der Messung der gleichen Observablen des anderen Systems mit Sicherheit voraussagen. (Ohne einzugreifen) I 257 Konsequenz: die QM ist unvollständig. es gibt mithin ein Element der Realität, das dieser physikalischen Größe unabhängig davon korrespondiert, ob die zweite Messung wirklich ausgeführt wird. Dieses existiert vor der ersten Messung. Die QM ist unvollständig, weil sie alles von der Messung abhängig macht und daher dieses Element nicht anerkennt. Um das zu begründen braucht man die beiden Prinzipien der Separabilität und der lokalen Wirkung. lokale Wirkung: um auszuschließen, daß es eine Interaktion zwischen der Messung am ersten und der Realität am zweiten System gibt. Separabilität: um auszuschließen, daß die Bestimmung der lokalen Eigenschaften noch von etwas anderem abhängt als dem Zustand, in dem das System ist. EPRVsQM: weitergehender Schluss: Quantensysteme haben zugleich einen definiten numerischen Wert von zwei oder mehr inkompatiblen Observablen. I 258 Bsp ein Experimentator entscheidet erst deutlich nach der Emission, welche Observable er messen will. Separabilität und lokale Wirkung implizieren, dass diese Entscheidung irrelevant ist. Dennoch gilt, wenn einmal die Entscheidung getroffen ist, können wir für das andere System den Wert der entsprechenden Observablen voraussagen. EPR: deshalb müssen die beiden Systeme einen definiten Wert aller Observablen haben, zwischen denen der Experimentator wählen kann. Einstein hielt diesen Schluss nicht für selbst evident, da er auf der Anname der Separabilität und der lokalen Wirkung beruht. I 271/272 Metaphysik/Wissenschaft/Esfeld: Separabilität und lokale Wirkung sind metaphysische Prinzipien in dem Sinne, daß sie eine präzise Formulierung von Annahmen sind, die im Zentrum unserer Alltagssicht der Natur stehen. I 271/272 So scheint auch die Frage. ob die QM vollständig ist, eine metaphysische Frage zu sein. Sie hängt davon ab, ob wir Separabilität und lokale Wirkung als Fundament der Wissenschaft unterstreichen. Bellsche Ungleichung/Bell/Esfeld: durch Bell ist die anscheinend klare Unterscheidung zwischen Physik und Metaphysik beseitigt worden! Metaphysik: Einsteins Realismus zeigt, daß die Metaphysik berechenbare Konsequenzen hat, die getestet werden können. "Experimentelle Metaphysik"/Shimony: (Ferdinand Gonseth, 1948, Michele Besso, 1948): ähnlich Quines Position: Zurückweisung der Trennung zwischen Mathematik, Wissenschaft und Philosophie. Jedes Element unseres Wissens kann einer Revision unterworfen werden. I 273 These: metaphysische Fragen können nicht durch Experimente entschieden werden! Im Gegenteil: EinsteinVsQM muß man im Sinne der Quine Duhem These verstehen: keine Trennung zwischen Metaphysik und Physik in der QM. Bsp Bell Experimente kann man als Test von zwei Hypothesen ansehen, nämlich der Konjunktion von Parameter Unabhängigkeit und Ergebnis Unabhängigkeit. Aber der Punkt ist: was man für das hält was die Bell Experimente bestätigen oder widerlegen, hängt davon ab, auf welche Hintergrundannahmen man sich stützt. Hennig Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999 VIII 216 EPR/EPRVSQM/Genz: Unvollständigkeit der Quantenmechanik: dem Spin kommt ein Element der Realität zu. Da die QM aber von diesen Elementen der Realität nur eines berücksichtigen kann, ist sie unvollständig. EPR Argument/Version Bohm: Bsp ein Teilc hen ruht im Labor und zerfällt in einem Zeitintervall in ein Elektron und ein Positron. (So etwas gibt es nicht, ist aber egal). (Im Realexperiment (Aspect) nahm man Photonen). Wenn Gretel das Elektron nachweist, kann sie sicher sein, dass sich bei Hänsel das Positron befindet. Quantenmechanisch gesehen, ist das Teilchenpaar ein einziges System. VIII 216 Der Drehimpuls des in seinem Ruhesystem zerfallenden Teilchens sei Null, da für den Drehimpuls der Erhaltungssatz gilt, ist er auch bei den Zerfallsprodukten Null. Wenn nun aber nur die Spins der Teilchen zu ihrem Gesamtdrehimpuls beitragen, wird aus dem Impulssatz ein Erhaltungssatz für die Summe der Spins. Folglich bleiben die beiden Spins gekoppelt. Nun garantiert aber die Koppelung der Spins zum Gesamtspin Null mehr: dass nämlich die Summe der Einstellungen der Spins in jede beliebige Richtung Null ist. Wäre der Gesamtspin nicht Null, könnte es sein, dass er in x Richtung Null ist, nicht aber in y Richtung. VIII 217 Bsp EPR/Bohm: Problem: Gretel kann ihren Stern Gerlach Apparat ausrichten, wie sie will. Die Ausrichtung des Apparats legt fest, welche Komponente des Spins des eintretenden Teilchens mit Spin 1/2 einen "scharfen" Wert besitzen soll. Hänsel und Gretel wählen Richtungen für x bzw. y ((senkrecht auf der Ausbreitungsrichtung z). Da die beiden Teilchen auseinanderfliegen, ist die Händigkeit (Chiralität) verschieden!. Beide wollen nun "transversale", zur Ausbreitung senkrecht stehende Spins messen. VIII 218 Gretel: misst in x Richtung plus oder minus. Dreht sie den Apparat um 90°, misst sie in y Richtung, und zwar abermals plus oder minus. Pointe: Hänsel misst immer das Gegenteil. Wenn Gretel den Apparat der gleichen Richtung hat wie Hänsel, misst sie das Gegenteil seines Spins. Dreht sie ihn nun in y Richtung muss sie wieder das Gegenteil messen, auch wenn Hänsel seinen Apparat nicht gedreht hat. EPR: behaupten nun, Gretel könne damit Hänsels Spin sowohl in der x als auch in der y Richtung bestimmen, ohne Hänsels Positron irgendwie zu stören. QMVsEPR: tatsächlich ist es laut QM nicht so. Vor der Messung ist es sinnlos, von einem Zustand überhaupt zu sprechen. VIII 219 Bertlmannsche Socken/Genz: nicht besonders aufregend. Entspricht der "Handschuhkorrelation": wenn ich den einen finde, weiß ich, dass ich den anderen verloren habe. VIII 220 QMVsEPR: außerdem tauschen die Spin Operatoren des Positron nicht miteinander, sondern es gilt eine Aussage über die "Summe": σxσy - σyσx = 2iσz. Übersetzt in den Formalismus der QM lautet die Folgerung von EPR, dass der Zustand | > des Positrons sowohl Eigenzustand von σx, als auch von σy zu gewissen Eigenwerten mx und my sein muss. Einen solchen Zustand kennt die QM aber nicht! Denn anders als das Produkt von Operatoren ist das Produkt von Eigenwerten von der Reihenfolge unabhängig! 0 = (mxmy - mymx) | ψ > = (σxσy - σyσx) | ψ > = 2iσz | ψ >, so dass | ψ > von σz vernichtet werden müsste (σy | ψ > = 0). Weil aber σz, genau wie σx, und σy nur 1 und -1 , nicht aber 0 als Eigenwert haben kann, kann es keinen solchen Zustand geben! Der Widerspruch ist aber einer zwischen dem Formalismus der QM und den Forderungen von EPR und keiner mit experimentell überprüfbaren Aussagen. |
Es I M. Esfeld Holismus Frankfurt/M 2002 |
| Realismus metaphysische | Brendel Vs Realismus | I 273 BrendelVsSkeptizismus/GIT/Brendel: These: ein Skeptiker, der die Möglichkeit anführt, dass der verrückte Wissenschaftler uns eine ganz andere Welt einspielt als seine eigene, ist nicht vor Falsifikation gefeit. Es ist keine sinnvolles Argument. Realität/Brendel: unsere unentrinnbare epistemische Situation ist nun mal das Wahrnehmen der Welt mittels unserer kognitiven und biologischen Ausstattung. semantische Wahrheit/Brendel: trägt dieser Situation Rechnung. BrendelVsmetaphysischer Realismus: prinzipiell unzugängliche Wahrheiten lassen sich vom semantischen W-Begriff gar nicht fassen. Tribunal/Brendel: wir haben kein besseres Tribunal als unsere derzeit besten Theorien. Diese können natürlich falsch sein. I 274 semantische Wahrheit/Brendel: aber die mögliche Korrigierbarkeit unserer Theorien basiert auf dem semantischen Wahrheitsbegriff. BrendelVsSkeptizismus: eine therapeutische Diagnose scheint der richtige Ansatzpunkt zu sein. |
Bre I E. Brendel Wahrheit und Wissen Paderborn 1999 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Reduktionismus | V 193 Metaphysischer Realismus/Subjektivismus: die beiden hängen tendenziell zusammen. Siehe Bsp Katzen/Katzen*, Interpretation I/Interpretation J. (>Satz von Löwenheim/Putnam). V 194 Wenn die Interpretationen nicht gleichermaßen korrekt sind, weil eben eine der richtige Bezug ist, so ist diese Tatsache selbst, aus einem physikalistischen Blickwinkel gesehen, eine unerklärbare Tatsache! Dieses Argument ist auch ein Argument VsReduktionismus: denn Bezugnahme und Wahrheit sind Begriffe, die wir nicht fallenlassen können, ohne in Widersprüche zu geraten. Wenn ich denke »eine Katze ist auf der Matte«, lege ich mich auf die Überzeugung fest, dass sich »Katze« auf etwas bezieht. (Aber nicht gemäß dem metaphysischen Realismus!) |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 |
| Realismus metaphysische | Putnam Vs Rorty, R. | McDowell I 178 Rorty These vom kausalen Standpunkt können wir unsere Überzeugungen nicht Normen der Untersuchung unterwerfen. PutnamVsRorty: dann bleibt es ein Rätsel wie es etwas wie Überzeugungen überhaupt geben kann. Ein zweiter Standpunkt hilft dann auch nicht weiter, wenn wir diesem Standpunkt nicht gestatten, die kausalen Interaktionen zwischen Personen mit Überzeugungen und dem Gegenstand ihrer Überzeugungen mit in Betracht zu ziehen. Denn dann bleibt es rätselhaft, wieso dieser zweite Standpunkt die Normen liefern soll. Putnam I (a) 21 Theorie/Bedeutung/Putnam: es wird immer verschiedene Theorien geben, aber das schadet nichts, solange sie verschiedene Begriffe verwenden. wenn sie empirisch äquivalent sind, machen sie für uns keinen Unterschied. Repräsentation/Darstellung/Rorty: das ganze Problem ist fehlgeleitet, eine Scheindebatte. PutnamVsRorty: das ist genau der Versuch, den Standpunkt Gottes einzunehmen. Putnam I (h) 204/205 PutnamVsRorty: wenn es so etwas gibt wie "Sichauszahlen einer Vorstellung", dann gibt es unweigerlich die Frage nach der Natur dieser "Richtigkeit". Putnam: was Rede zu mehr macht als zu einem bloßen Ausdruck unserer augenblicklichen Subjektivität, ist, dass sie bezüglich der Gegenwart oder Abwesenheit dieser Eigenschaften beurteilt werden kann ob "Wahrheit" oder "Richtigkeit" oder "Sichauszahlen" oder wie man sie nennen will. Selbst wenn sie eine kulturell relative Eigenschaft ist. Aber das stellt uns nicht frei von der Verantwortung zu sagen, welche Eigenschaft das ist! I (i) 239 Metaphysik/Philosophie/Rorty/Putnam: für Rorty und die von ihm bewunderten Franzosen scheinen zwei Vorstellungen packend zu sein: 1. Das Scheitern unserer philosophischen "Grundlegungen" ist ein Scheitern unserer ganzen Kultur, daher müssen wir philosophische Revisionisten sein. I (i) 240 2. Typisch Rorty: er lehnt die "Realismus/Antirealismus Debatte" und die "Emotion/Kognition Debatte" ab, indem er die Debatte verspottet. PutnamVsRorty: wenn eine Kontroverse "vergeblich" ist, dann bedeutet das nicht, dass die rivalisierenden Bilder unwichtig wären. I (i) 242 berechtigte Behauptbarkeit/PutnamVsRorty: ist von der Mehrheitsmeinung unabhängig, das ist aber keine Tatsache der transzendenten Wirklichkeit, sondern es ist eine Eigenschaft des Begriffs der Berechtigung. Der Berechtigung kann die Mehrheit sicher zustimmen oder nicht zustimmen. Dass das so ist, haben die Relativisten selbst durch ihre Praxis gezeigt! RelativismusVs: könnte einwenden, dass sei eben ein "schlechter Zug des gewöhnlichen Begriffs von "Berechtigung"". PutnamVsVs: was kann dann "schlecht" aber heißen, wenn nicht in Bezug auf ein dahinter stehendes metaphysisches Bild? I (i) 242/243 Ein Philosoph, der sich darauf bezieht (solche gibt es), könnte behaupten, dass seine eigene Überzeugung wahr, aber nicht berechtigt ist er würde sich dabei nicht selbst widerlegen. Es ist aber eine pragmatische Inkonsistenz an seiner Position: PutnamVsRelativismus/PutnamVsRealismus: beide behaupten, zugleich innerhalb wie außerhalb der Sprache stehen zu können! Der Realismus widerlegt sich damit noch nicht sofort selbst, da er eine "Perspektive Gottes" sowieso annimmt. Aber der Relativismus widerlegt sich damit selbst. Normen/Werte/Rorty: (1985) die Verbesserungen sind nicht besser in Bezug auf einen vorher bekannten Stand, sondern nur in dem Sinn besser, dass sie nun klar besser erscheinen als ihre Vorgänger. Normen/Werte/PutnamVsRorty: das ist keine Klärung des Begriffs der "Verbesserung". I (i) 243/244 Da Rorty normalerweise von westlicher Kulturgemeinschaft spricht, könnte es sein, dass diejenigen die Oberhand gewinnen, die meinen, dass wir mit Judenvernichtung "am besten zurechtkommen". ((s) "Besser zurechtkommen" scheint gar nicht von Rorty selbst gebraucht worden zu sein.) PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist ein Frage, wie etwas uns erscheint und ist überhaupt nicht der Begriff von besseren und schlechteren Normen und Standards. Standards und Bild von ihnen sind aber logisch unabhängig! Deshalb macht es Sinn zusagen, dass, was die meisten für eine Verbesserung halten, in Wirklichkeit keine sei. Diskurs/Rorty: (Spiegel der Natur) unterscheidet zwischen "normalem" und "hermeneutischem" Diskurs. normal: übereinstimmend mit den relevanten Standards und Normen einer Kultur. hermeneutisch: bei unlösbaren Meinungsverschiedenheiten wird versucht, eine Paradigmen Lücke zu überbrücken. I (i) 244/245 PutnamVsRorty: benutzt "wahr" und "vernünftig" emotional. Das ist Rhetorik. Wozu dient sie? Bekanntlich war Mussolini pro Pragmatismus: dieser unterstütze gedankenlosen Aktivismus. R.B. Perry, 1936). Wenn Toleranz und die offene Gesellschaft unser Ziel ist, wäre es dann nicht besser, direkt für sie zu argumentieren, als zu hoffen, sie wären Nebenprodukte einer Änderung des metaphysischen Bildes? PutnamVsRorty: wahrscheinlich denkt er auch, dass metaphysischer Realismus falsch ist. Aber er kann es nicht sagen! Hinter seiner Umhüllung ist der Versuch vorhanden, aus der Perspektive Gottes heraus zu sagen, dass es gar keine Perspektive Gottes gibt. Rorty VI 79 Mensch/Gesellschaft/gut/schlecht/Rorty: "wir selbst mit unseren Maßstäben" bedeutet nicht "wir, gleichgültig ob wir Nationalsozialisten sind oder nicht" sondern soviel wie "Sprachbenutzer, die nach unserer Erkenntnis verbesserte Neuauflagen unserer selbst sind." Wir haben einen Entwicklungsprozess durchgemacht, den wir als rationale Überredung gelten lassen. VI 80 Das beinhaltet die Vermeidung von Gehirnwäsche und die freundliche Duldung von Störenfrieden à la Sokrates und Schelmen à la Feyerabend. Heißt das, wir müssten die Möglichkeit der Überredung durch Nazis offenhalten? Ja, das heißt es, ist aber nicht gefährlicher als die Möglichkeit, zum ptolemäischen Weltbild zurückzukehren! PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist kein Begriff, wonach es bessere oder schlechtere Normen gibt,...es ist eine interne Eigenschaft unseres Bildes von der Rechtfertigung, dass eine Rechtfertigung unabhängig sei von der Mehrheit... (Rorty: ich kann mich nicht erinnern, jemals gesagt zu haben, Rechtfertigung sei von einer Mehrheit abhängig.) RortyVsPutnam: "besser" in Bezug auf "uns in Bestform" weniger problematisch als in Bezug auf "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Lasst uns ein paar neue Denkweisen ausprobieren. VI 82 Putnam: was soll "schlecht" hier bedeuten. außer in Hinblick auf ein verfehltes metaphysisches Bild? |
Putnam I Hilary Putnam Von einem Realistischen Standpunkt In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993 Putnam I (a) Hilary Putnam Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (b) Hilary Putnam Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (c) Hilary Putnam What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (d) Hilary Putnam Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482. In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (e) Hilary Putnam Reference and Truth In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (f) Hilary Putnam How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (g) Hilary Putnam Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982) In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (h) Hilary Putnam Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (i) Hilary Putnam Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam I (k) Hilary Putnam "Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133 In Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993 Putnam II Hilary Putnam Repräsentation und Realität Frankfurt 1999 Putnam III Hilary Putnam Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997 Putnam IV Hilary Putnam "Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164 In Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994 Putnam V Hilary Putnam Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990 Putnam VI Hilary Putnam "Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98 In Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994 Putnam VII Hilary Putnam "A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 SocPut I Robert D. Putnam Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000 McDowell I John McDowell Geist und Welt Frankfurt 2001 McDowell II John McDowell "Truth Conditions, Bivalence and Verificationism" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Realismus metaphysische | Field Vs Skeptizismus | IV 418 Epistemischer Relativismus/Field: hier können gleich gute Beweissysteme in ihrer Bewertung von Überzeugungen differieren. Vielleicht gibt es auch kein bestes Beweissystem. Es gibt drei Hauptaufgaben: 1. es muss eine Variationsbreite von Beweissystemen aufgezeigt werden 2. eine Variationsbreite intuitiv wünschbarer Ziele 3. (am wichtigsten): der eR muss bewerten, wie verschiedene Beweissysteme verschiedene Ziele erfüllen kann. Das kann nicht von einem neutralen Standpunkt aus erfolgen. Pointe: die Behauptung, dass ein Beweissystem besser ist als ein anderes,. Ist eine faktische Behauptung, und dabei gebrauchen wir natürlich das Beweissystem, das wir normalerweise gebrauchen. Das hat manche Leute zu einem Skeptizismus geführt, dass keine Behauptung jemals wirklich gerechtfertigt ist. Relativismus: für ihn hat die Frage nach einer „wirklichen“ Rechtfertigung sowieso keinen Sinn. IV 419 Relativismus/FieldVsSkeptizismus: gerade der Relativismus liefert eine Widerlegung des Skeptizismus! PutnamVs epistemischer Relativismus/Field: drei Argumente: 1. (S. 136):; (Prämisse): es gibt keine Tatsachen, die von Werten unabhängig wären, Und das sei nur von Interesse, wenn wir schon vorher Vsmetaphysischer Realismus sind. (?). 2. (S. 119f): es scheint inkonsistent gleichzeitig einen Punkt zu vertreten und einen anderen, der gleich gut zu sein scheint. FieldVsPutnam: ein Relativist, der nicht gleichzeitig Protagoräer (>Protagoras) ist, sollte nicht annehmen, dass alle Gesichtspunkte gleich gut sind! Einige sind wahr, andere falsch, einige sind verläßlich, andere nicht usw. 3. (Putnam S 121f): (bezieht sich auf die Unfähigkeit, Relativismus der Rechtfertigung von dem der Wahrheit zu unterscheiden: Wenn Aussagen der Form „x ist wahr (gerechtfertigt) relativ zu Person P“ selbst absolut wahr oder gerechtfertigt sind, dann ist das letztlich ein absoluter Begriff der Wahrheit (Rechtfertigung). FieldVsPutnam: das gilt aber eben nicht für Rechtfertigung: das obige zeigt nur, dass Aussagen über Rechtfertigung relativ zu einem System absolut wahr oder falsch sind, (DF Ebene) und da für den mR Wahrheit faktual, nicht evaluativ ist, ist das für den mR unproblematisch. FieldVsPutnam: sein Versuch´, den epistemischen Relativismus zu widerlegen, scheitert. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Realismus metaphysische | Evans Vs Wittgenstein | Frank I 504 EvansVsIdealismus: unsere Auffassung von uns selbst ist nicht idealistisch: wir können Aussagen über uns selbst verstehen, die wir nicht entscheiden oder auch nur begründen können! ((s)"objektiv" , uns selbst "gegenständlich" gegeben). Bsp "Ich bin gestillt worden" Bsp "ich war an meinem ersten Geburtstag unglücklich" Bsp "ich habe mich letzte Nacht im Schlaf herumgewälzt" Bsp "Ich wurde bewusstlos durch die Straßen von Chicago geschleift" Bsp "Ich werde sterben" D.h. unsere Gedanken über uns selbst gehorchen der Allgemeinheitsklausel. EvansVsWittgenstein: dieser Gedanke ist einem Gedanken Wittgensteins diametral entgegengesetzt: in dem er (Evans) uns auffordert, psychologische Aussagen in der ersten Person so zu betrachten, da dadurch ihre Ähnlichkeit mit dem vor Schmerzen Stöhnen herausgestellt wird d.h. also genau, sie für unstrukturierte Reaktionen auf Situationen zu halten. Wittgenstein: war sich sehr wohl bewusst, dass ihn dies in die Lage versetzen würde, nicht über gewisse Probleme nachzudenken I 515 Immunität/EvansVsWittgenstein: sein Bsp "Der Wind zerweht meine Haare" führt gerade zu der verbreiteten Fehlmeinung, Fra I 516 die Immunität erstrecke sich nicht auf die Selbstzuschreibung körperlicher Phänomene. Sicher ist das der Fall. Es gibt eine Weise zu wissen, dass die Eigenschaft von ξ’s Haaren, vom Wind zerweht zu sein, gegenwärtig instantiiert ist. Es ist nicht sinnvoll zu fragen: "Der Wind zerweht jemandes Haare, aber sind es meine?" ((s) Vielleicht in diesem Fall doch?). EvansVsWittgenstein: trägt dieser Tatsache nicht genügend Rechnung. Wittgenstein: der Objektgebrauch macht es erforderlich, dass man eine bestimmte Person (sich selbst) erkennt) daher ist die Möglichkeit des Irrtums "vorgesehen". EvansVsWittgenstein: 1. das kann einfach nicht korrekt dazu verwendet werden, eine Kategorie von Aussagen auszusondern, die allein Fra I 517 mittels des darin enthaltenen Prädikats identifiziert werden, unabhängig von der Frage, wie man erkennt, dass das Prädikat instantiiert ist. 2. Die Immunität gegen Fehlidentifizierung kann in diesem absoluten Sinne auch nicht für mentale Selbstzuschreibung geltend gemacht werden! Bsp "Ich sehe das und das" in Fällen, wo ich Grund zur Annahme habe, dass meine taktile Information irreführend sein könnte. Bsp "Ich fühle ein Stück Stoff und sehe im Spiegel eine Vielzahl ausgestreckter Hände. Hier ist es sinnvoll zu sagen "Jemand berührt ein Stück Stoff, aber bin ich derjenige?" (Mentales Prädikat). Aber was besagt das? 3. Wichtig: der Einfluss der relevanten Informationen auf "Ich"-Gedanken beruht nicht auf einer Überlegung oder eine Identifikation, sondern ist schlicht konstitutiv dafür, dass wir eine "Ich"-Vorstellung haben. Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell, Oxford/New York 1982, 204-266 Wright I 257 Quietismus/Wahrheit/Wright: (pro Wittgenstein): es ist eine metaphysische Hypostasierung von Begriffen wie Wahrheit und Behauptung, wenn deren Anwendbarkeit als substantieller Teil einer realistischen Auffassung seines Gehalts festgeschrieben wird. So unterschiedliche Diskurse wie Naturwissenschaft und Filmkritik sind dagegen einfach Versuche, das festzustellen, was wahr ist und benötigen keine metaphysische Unterfütterung. Aber das ist noch nicht das Ende der Sache, es gibt natürlich relevante Unterschiede zwischen Sprachspielen. Wright: es bleibt immer noch eine Realismus/Anti-Realismus-Debatte und das Problem der kognitiven Nötigung. I 258 EvansVsWittgenstein: Überlegungen zum Regelfolgen sind selbst nur metaphysische Miesmacherei. (Quietistischer als Wittgenstein selbst). |
EMD II G. Evans/J. McDowell Truth and Meaning Oxford 1977 Evans I Gareth Evans "The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Evans II Gareth Evans "Semantic Structure and Logical Form" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Evans III G. Evans The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 WrightCr I Crispin Wright Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001 WrightCr II Crispin Wright "Language-Mastery and Sorites Paradox" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 WrightGH I Georg Henrik von Wright Erklären und Verstehen Hamburg 2008 |
| Realismus metaphysische | Rorty Vs Wright, Cr. | VI 40 WrightVsTarski/Rorty: es ist ihm nicht gelungen, eine Norm anzugeben. Wright: zwei Normen: berechtigte Behauptbarkeit und Wahrheit. Unterschied: das Streben nach dem einen ist notwendig auch ein Streben nach dem anderen, aber ein Erfolg beim einen ist noch nicht notwendig ein Erfolg beim anderen. Metaphysik/Wright/Rorty: "metaphysischer Aktivismus". Will Korrespondenz und Repräsentation am Leben erhalten. RortyVsWright: daraus, dass Überzeugungen gerechtfertigt werden können, ohne wahr zu sein (zugegeben), folgt aber nicht, dass hier zwei Normen verfolgt werden. Und auch nicht, dass wir zwei Pflichten haben. 1. Handlungen zu rechtfertigen, und 2. eine weitere Pflicht, das richtige zu tun. Es zeigt lediglich, dass das, was vor einer Hörerschaft gerechtfertigt ist, vor einer anderen es nicht zu sein braucht. Zitattilgung/Deflationismus/Wright: der Deflationist meint, durch das ZT Prinzip sei der Inhalt des Wahrheitsprädikats vollständig festgelegt. Wright: es gibt eine "durch das ZT-P hergestellte und der Erklärung dienende bikonditionale Verbindung zwischen dem Anspruch, ein Satz sei wahr, und dem angemessenen Gebrauch dieses Satzes". VI 41 "Jede wirkliche Behauptungspraxis ist genauso beschaffen, wie sie es wäre, wenn Wahrheit das bewusst gesetzte Ziel wäre". Rorty: Wright glaubt, man könne zwei Wahlentscheidungen auseinanderhalten, indem man fragt, ob sie "de facto" nicht von der einen, sondern von der anderen Erwägung "geleitet" werden. RortyVsWright: ist es jedoch ausreichend für das faktische Vorhandensein einer solchen Leistung, wenn der Akteur glaubt, das entsprechende Faktum sei gegeben? Bsp Ich glaube den Willen der Götter durch ein bestimmtes Verhalten zu erfüllen. Mein Kritiker - Atheist - sagt, es gebe gar keinen Willen der Götter, daher könne es auch nicht meine Norm sein. VI 42 Ich erwidere, dass sei reduktionistisch und mein eigener Glaube, welche Norm ich erfülle, sei entscheidend. RortyVsWright: dieser sollte nicht beglückt sein über diese Verteidigungsstrategie des Atheisten. Ein phantasiebegabter Akteur wird immer mehr Leitsysteme in Funktion haben, als man auseinanderhalten kann. VI 42/43 Wright: muss entweder einräumen, ein Ziel sei dann in deskriptiver Hinsicht normativ, wenn der Akteur dies glaubt, oder ein weiteres Kriterium angeben (Regress). Wright: die These, der Besitz der Wahrheit bestehe in der "Erfüllung einer von der Behauptungsberechtigung unterschiedenen normativen Bedingung" ist gleich der These, "Wahrheit sei eine echte Eigenschaft". Wahrheit/Wright: These: Wahrheit eigenständige Norm. (sic, VI 42/43) WrightVsDeflationismus, Wright pro Spielart des Minimalismus mit Wahrheit als eigenständiger Norm neben einer bloßen Eigenschaft von Sätzen. VI 45 Repräsentation/Konvergenz/RortyVsWright: aber sein Beispiel ist höchst aufschlussreich: er meint, Bsp was der "intuitiven" Verknüpfung der Repräsentationalität mit Konvergenz zugrunde liegt, sei die folgende "Binsenweisheit" über "Konvergenz/Repräsentation": "Wenn zwei Vorrichtungen für Repräsentation die gleiche Funktion erfüllen, wird bei günstigen Bedingungen ein unterschiedlicher Output erzeugt, wenn es einen unterschiedlichen Input gibt". VI 46 Wright: muss hier zwischen verschiedenen Diskursen (z.B. über Physik oder das Komische) unterscheiden, bei denen das Kognitive angebracht oder eben nicht angebracht ist. Der Humor (die "Basis") könnte verschieden sein, ohne dass man das den Personen vorwerfen könnte. Metaphysik/Wright/Rorty: solche Fragen lassen sich nur a priori entscheiden. Nämlich: z.B. die Frage nach dem kognitiven Rang eines Diskurses! VI 46/47 Crispin Wright/RortyVsWright: dieser definiert ein kognitives Gebot, nach dem ein Sprecher wie eine gut geölte Repräsentationsmaschine funktionieren soll. Das folgt dem Schema aller Erkenntnistheoretiker, nach denen Vorurteile und Aberglauben so etwas wie Sand im Getriebe sind. Letztlich sind für sie Menschen Maschinen! Rorty: richtige Input/Output Funktion wird von zahllosen Funktionen auf uninteressante Weise erfüllt. Was Wright braucht: wir sollten a priori erkennen: welches die richtigen Funktionen sind.(durch Kenntnis des Inhalts). VI 48 PragmatismusVsWright/Rorty: der Pragmatismus bezweifelt, dass Kognitivität mehr ist als ein historisch kontingenter Konsens bezüglich der angemessenen Begründung. VI 48/49 Inhalt/RortyVsWright: dieser glaubt, Philosophen könnten den "Inhalt" eines Diskurses betrachten und dann sagen, ob er dem kognitiven Gebot entspricht. Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein., man muss sich nur vorher darauf einigen. Kognitivität/Rorty: der Inhalt ist dann von geringfügiger Bedeutung, wenn es um die Bestimmung von Kognitivität geht. Es geht fast nur um Zustimmung zu Konventionen. Darum ist es ein historisch soziologischer Begriff. VI 50 WrightVsWittgenstein/Rorty: (Befolgen einer Regel) "in metaphysischer Hinsicht ein Spielverderber" (Auch Evans). Einziges Zugeständnis an die "Qietisten": dass Wahrheit und Falschheit auch dort möglich sind, wo der Realismus gar nicht zur Debatte steht. (Komödie, Moral). Zwei Spielarten des Wittgensteinischen Spielverderbers: Kripke und McDowell. McDowellVsNonkognitivismus/Rorty: der moralische Nonkognitivist wird "von einer verfehlten Deutung ethischer Fakten und ethischer Objektivität getrieben". Für ihn gilt das gleiche wie für seinen platonischen Gegner, den moralischen Realisten: VI 51 plagt sich mit der Suche nach einem unabhängigen Standpunkt ab. Das sei unmöglich. (McDowellVsRealismus der Moral). Wright/Rorty: Wright ist gegen diesen Versuch, "die Auseinandersetzung zwischen Realismus und AntiRealismus generell zu untergraben. Vorteil seines Begriffs des Kognitiven Gebots: beinhaltet keinen übermäßig vergegenständlichten Tatsachenbegriff" (wie er von Wittgenstein und McDowell beanstandet würde). Wir nehmen auf das Bezug, was wir als den Bereich möglicher Ursachen dieser Meinungsverschiedenheiten begreifen!". Repräsentation/Relevanz/Kognition/Funktion/RortyVsWright: das reicht nicht, um McDowell zu widerlegen: um zu einem Begriff vom Bereich möglicher Ursachen zu kommen, müssen wir zunächst eine Input Output Funktion angeben, sonst können wir ein reibungsloses Funktionieren einer Repräsentationsmaschine nicht von einer Fehlfunktion unterscheiden. Wittgenstein hat gezeigt, dass der "relevante Gegenstandsbereich" nie im relevanten Sinne "da" ist. Daher Frage: ob es eine Möglichkeit gibt, den Input ohne Bezugnahme auf den "wertenden Standpunkt" zu isolieren. Welt/Denken/Davidson/DeweyVs: wir haben nicht die Fähigkeit, den von "der Welt" geleisteten Beitrag zum Prozess der Urteilsbildung von unserem eigenen Beitrag zu trennen. VI 52 Wahrmachen/Wright/Rorty: zweifelt nicht an der Existenz isolierbarer "Wahrmacher". (WrightVsDavidson). VI 56 PragmatismusVsWright/Rorty: hier gibt es nur historisch soziologisch veränderliche Unterschiede zwischen Mustern von Begründungen. Diese Muster sollten nicht in den Wahrheitsbegriff eingebracht werden. |
Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Pro/Versus |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| Kausalerklärung | Pro | Horwich I 436 Lager: Harman: Welt hat eindeutige Kausalordnung - Harman pro metaphysischer Realismus - Harman pro moralischer Relativismus (bedingt durch metaphys. Realismus) - PutnamVs |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| metaphys. Realism | Pro | Horwich I 421 Lager: metaphysischer Realismus: Harman pro -" PutnamVs -" |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus | Pro | Field II 284 Realismus: Field pro: es gibt Faktisches, das nicht verifizierbar ist. Horwich I 431 Lager: Realismus: Field: nennt sich selbst einen metaphysischen Realisten und Putnam einen Nichtrealisten. - Putnam: bin mehr Realist als Field. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| Realismus | Field, Hartry | Horwich I 405 Metaphysischer Realismus//Field: umfasst drei Thesen, die Putnam nicht trennt. 1. metaphysischer Realismus1: These: Die Welt besteht aus einer Gesamtheit geistunabhängiger Objekte. 2. metaphysischer Realismus2: These: Es gibt genau eine wahre und vollständige Beschreibung (Theorie) der Welt. I 406 3. Metaphysischer Realismus3/Field: These: Wahrheit involviert eine Art Korrespondenztheorie zwischen Wörtern und äußeren Dingen. |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Moral | Harman, G. | Horwich I 421 Moral/Putnam: These wir können und müssen annehmen, daß es eine nicht-relative moralische Wahrheit gibt. HarmanVsPutnam: davon bin ich fasziniert aber nicht überzeugt. Ich fühle mich immer noch vom metaphysischen Realismus hingezogen,. |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Kant | Stroud I 134 Realismus/Kant: a) metaphysischer: Dass Dinge unabhängig von uns im Raum existieren - b) epistemischer: enthält etwas über unseren Zugang zu den Dingen - These: Wahrnehmung ist direkt und unproblematisch. - Daher haben wir ein Wissen von äußeren Dingen (Außenwelt). Skandal/Kant: dass der Realismus niemals zuvor bewiesen wurde. I 135 Moores Hände/Kant: kann sich nicht beklagen, dass dieser die Dinge nur durch Glauben annähme. I 136 Es geht auch nicht um nicht fehlende Allgemeinheit (der Beweis ist durchaus allgemein! (s.o. Kap 3). Stroud I 144 Realismus/Kant: wir haben eine Wahrnehmung, nicht bloß eine Vorstellung (imagination) von den Dingen. These unsere innere Erfahrung im Allgemeinen ist nicht möglich ohne die Annahme der äußeren Erfahrung. (B 275). |
Stroud I B. Stroud The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984 |
|
| Korrespondenz-Theorie | Putnam, H. | Horwich I 389 Korrespondenz/Putnam: (Reference and understanding, 1976): These: Korrespondenz zwischen Wörtern und Mengen von Gegenständen kann als Teil eines Erklärungs-Modells für kollektives Sprecher-Verhalten aufgefaßt werden. (formal als Erfüllungs-Relation). Put V 75 Putnam: Pro Internalismus. (Kohärenz) VsKorrespondenz! - These: es geht um Übereinstimmung mit unserem Überzeugungssystem, nicht mit geistesunabhängigen oder rede-unabhängigen »Sachverhalten«. (Metaphysischer Realismus). |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus | Putnam, H. | Horwich I 414 PutnamVsmetaphysischer Realismus: (V,W u.G. S. 135f,142f, 210f): These mR führt zu einer Dichotomie Tatsachen/Werte. Und diese Führt zum Relativismus und dieser Relativismus widerlegt sich selbst. |
Horwich I P. Horwich (Ed.) Theories of Truth Aldershot 1994 |
| Realismus | Stroud, B. | I 151 metaphysischer Realismus/Kant/Stroud: (Die These, daß es Dinge gibt, die von uns unabhängig sind) erweist sich daher empirisch als wahr. Wegen der empirischen Unterscheidung zwischen unabhängigen Dingen (Steinen) und von uns abhängigen Dingen (Traum). B. (empirischer epistemischer Realismus). "unabhängig"/epistemisch/Kant/Stroud: dasselbe kann man über den epistemischen Aspekt sagen: Bsp wir unterscheiden in der Erfahrung zwischen Dingen die wir direkt (Bsp im Tageslicht in mittlerer Entfernung) und solche, die wir indirekt (Bsp über Spiegel oder Bildschirm) wahrnehmen. I 152 Lösung (s.u.): selbst hier gibt es eine einzelne Unterscheidung: der Begriff der "direkten" Wahrnehmung sollte dann nicht selbst als "empirisch" verstanden werden. Die These des empirischen Realismus ist dann selbst eine "transzendentale" These. Lösung/Kant/Stroud: wenn er die Wörter "abhängig", "unabhängig" und "transzendental" gebraucht, ist er Idealist. transzendental/Stroud: eine transzendentale These kann nicht empirisch bestätigt oder widerlegt werden. ...I 163 StroudVsKant: so scheint hier die These von der "epistemischen Priorität" wieder. |
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| Vagheit | Williamson, T. | II 283 Vagheit/Williamsons Rätsel/WilliamsonVsNonfaktualismus/Field: (Williamson 1994): These für jede beliebige Frage gibt es ein einfaches Argument für den Schluß, daß es eine bestimmte, objektive, faktische Antwort hat ((s) Daß es hier eine Tatsache gibt). Das Argument geht so: 1. Joe ist reich oder Joe ist nicht reich 2.a) Wenn Joe reich ist, dann ist es eine (bestimmte, objektive) Tatsache, daß Joe reich ist. b) Wenn Joe nicht reich ist, dann ist es eine (bestimmte, objektive) Tatsache, daß Joe nicht reich ist. 3. Daher ist es eine (bestimmte, objektive) Tatsache, daß Joe reich ist, oder es ist eine (bestimmte, objektive) Tatsache, daß Joe nicht reich ist. ((s) >metaphysischer Realismus). Field: das läuft auf die These hinaus, daß es gar keine Unbestimmtheit gebe! Tatsache/Williamson/Field: These Fakten über Reichtum, soweit sie über Vermögen, Verbindlichkeiten usw. hinausgehen, sind für uns unzugänglich, aber sie sind dennoch Tatsachen! |
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