Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Farben Lorenz Seitenzahlen hier aus der deutschen Ausgabe K. Lorenz, Das sogenannte Böse Wien, 1963
II 20
Farben/Aggression/Tierreich: starkfarbige Fische sind nicht auf kleinem Raum zusammenzuhalten. Höchstens ein einzelner Fisch in einer Gruppe anders gefärbter.
II 21
Je bunter, desto ortsansässiger und aggressiver.
II 23
Die aggressivsten (starkfarbigen) Fische in einem Aquarium waren diejenige, die keine Artgenossen hatten, um sich an ihnen abzureagieren.
II 25
Stärkste Aggressivität bei jenen plakatfarbigen freilebenden Fischen, die ihre Zugehörigkeit durch die Farbe schon auf große Entfernung kundtun.
II 43
Farben/Aggression/Fische/Lorenz: die ortsfesten starkfarbigen aggressiven Fische leben ausgerechnet an einem Ort, wo besonders reichlich und verschiedenartige Nahrung zur Verfügung steht: auf dem Korallenriff. I
II 44
Erklärung: hier können sie, wie in einer menschlichen Kolonie, die "verschiedensten Berufe" ergreifen.
II 55
Farben/Signale/Aggression/Tierreich/Lorenz: wo wir starke Farben und bizarre Formen bei Männchen finden, ist es fast immer das Weibchen, das bei der Gattenwahl das letzte Wort hat. die Männchen kämpfen nicht.

Lo II
K. Lorenz
On Aggression
Kooperation Kropotkin Brocker I 22
Kooperation/Kropotkin: statt Konkurrenz hat für Kropotkin die Kooperation zentrale Bedeutung für das tatsächliche Zusammenleben sowohl der Menschen als auch in der Tierwelt. Er belegt das durch eine Fülle von empirischen Belegen, soweit sie zu seiner Zeit zur Verfügung standen, z.B. aus dem Leben der Biernen Ameisen. These: Die gegenseitige Hilfe sei im Tierreich die Regel (1) ((s) Siehe auch K. Lorenz These).
Brocker I 23
Die Bildung von Geselligkeitsformen bei Wölfen diente ihm als Beispiel für seine Behauptung, dass das Gesellschaftsleben in der Tierwelt keine Ausnahme, sondern die Regel sei. (2) Als Maxime leitete Kropotkin daraus ab. „Streitet nicht! - Streit und Konkurrenz ist der Art immer schädlich, und ihr habt reichlich die Mittel, sie zu vermeiden!.“ (3)
Kooperation unter Menschen: hier bringt Kropotkin Beispiele aus Afrika bzw. aus dem Mittelalter ((s) die aus heutiger Sicht stark idealisiert und stereotyp wirken). (4)
Mittelalter/Kropotkin: Bsp eigene Gerichtsbarkeit und organisatorische Selbstverwaltung – jeweils auf dezentraler Grundlage. Besondere Wertschätzung erhielten die beruflichen Zusammenschlüsse der Gilden, die auch aufgrund der Beistandspflicht in Notsituationen ein Musterbeispiel gegenseitiger Hilfe darstellten.


1. Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, Mutual Aid: A Factor of Evolution, London 1902. Dt.: Peter Kropotkin, Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt. Mit einem Nachwort neu herausgegeben von Henning Ritter, Frankfurt/M./Berlin/Wien 1975, S. 29f.
2. Ebenda S. 64.
3. Ebenda S. 83
4. Vgl. ebenda S 176f.

Kropot I
Peter Kropotkin
Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt Frankfurt/Berlin/Wien 1975

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018