Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Appraisal-Theorie Reisenzein Corr I 61
Appraisal-Theorie/Reisenzein/Weber: Eine Stärke der Appraisal-Theorie der Emotionen ist, dass sie leicht erklären kann, wie interindividuelle Unterschiede in den emotionalen Reaktionen auf dasselbe Ereignis auf psychologischer Ebene entstehen (Roseman und Smith 2001)(1). (....) diese Unterschiede in der Beurteilung wiederum sind auf interindividuelle Unterschiede in den kognitiven und motivationalen Strukturen (z.B. Gedächtnisschemata) zurückzuführen, die den Bewertungsprozessen zugrunde liegen. Zumindest einige dieser Strukturen sind ausreichend stabil, um als Bestandteile der Persönlichkeit angesehen zu werden. Dies sind insbesondere relativ stabile und allgemeine Wünsche und relativ stabile und allgemeine Überzeugungen über die Welt und das Selbst (Lazarus 1991(2); Pekrun 1988(3); Smith und Kirby 2001(4)). Aus informationsverarbeitender Sicht betreffen diese Persönlichkeitsdeterminanten der Beurteilung den Inhalt der kognitiven und motivationalen Strukturen, die der Beurteilung konkreter Ereignisse zugrunde liegen (Reisenzein 2001)(5). Die Informationsverarbeitungsperspektive deutet darauf hin, dass die Persönlichkeitsdeterminanten der Beurteilung zusätzlich interindividuelle Unterschiede in der chronischen Zugänglichkeit von bewertungsrelevanten kognitiven und motivationalen Strukturen (z.B. Gedächtnisschemata; zur Unterstützung siehe z.B. Higgins, Bond, Klein und Strauman 1986)(6) umfassen können. Außerdem finden sich Unterschiede in den Verfahren, die üblicherweise zur Verarbeitung bewertungsrelevanter Informationen verwendet werden (z.B. Cacioppo, Petty und Feinstein 1996)(7).
Obwohl die Klärung der Persönlichkeitsdeterminanten von Beurteilungen und damit derjenigen von Emotionen bereits von Lazarus, Averill und Opton (1970)(8) zur Hauptaufgabe der Emotionspsychologie erklärt wurde, wurde diesem Thema bisher nur begrenzt systematische Forschung gewidmet. Fast alle diese Forschungen befassten sich mit den Auswirkungen stabiler, allgemeiner Wünsche und Überzeugungen auf emotionale Zustände.
Corr I 62
Die Appraisal-Theorie postuliert, dass Emotionen entstehen, wenn ein Ereignis als motivkongruent oder motivinkongruent beurteilt wird, und dass die Intensität der resultierenden Emotionen von der Stärke des Motivs oder der subjektiven Bedeutung des Ziels (d.h. dem Inhalt des Begehrens) abhängt. VsAppraisal-Theorie: Motiv- und Zieltheoretiker gehen üblicherweise davon aus, dass die Ziele, die eine Person in einer bestimmten Situation hat, von grundlegenderen Zielen abgeleitet sind, für die die spezifischen Ziele als Mittel zum Zweck angesehen werden (z.B. Brunstein, Schultheiss und Grässmann 1998(9); Reiss 2000)(10). An der Spitze der Motivhierarchie stehen vermutlich eine Reihe von grundlegenden Wünschen, die die ultimativen Quellen menschlicher Motivation darstellen (z.B. Reiss 2000)(10).


1. Roseman, I. J. and Smith, C. A. 2001. Appraisal theory: overview, assumptions, varieties, controversies, in K. R. Scherer, A. Schorr, and T. Johnstone (eds.), Appraisal processes in emotion: theory, methods, research, pp. 3–19. Oxford University Press
2. Lazarus, R. S. 1991. Emotion and adaptation. New York: Oxford University Press
3. Pekrun, R. 1988. Emotion, Motivation und Persönlichkeit [Emotion, motivation and personality]. Munich: Psychologie Verlags Union
4. Smith, C. A. and Kirby, L. D. 2001. Toward delivering on the promise of appraisal theory, in K. R. Scherer A. Schorr, and T. Johnstone (eds.), Appraisal processes in emotion: theory, methods, research, pp. 121–38. New York: Oxford University Press
5. Reisenzein, R. 2001. Appraisal processes conceptualized from a schema-theoretic perspective: contributions to a process analysis of emotions, in K. R. Scherer, A. Schorr and T. Johnstone (eds.), Appraisal processes in emotion: theory, methods, research, pp. 187–201. Oxford University Press
6. Higgins, E. T. Bond, R. N., Klein, R. and Strauman, T. 1986. Self-discrepancies and emotional vulnerability: how magnitude, accessibility, and type of discrepancy influence affect, Journal of Personality and Social Psychology 51: 5–15
7. Cacioppo, J. T., Petty, R. E. and Feinstein, J. 1996. Dispositional differences in cognitive motivation: the life and times of individuals varying in need for cognition, Psychological Bulletin 119: 197–253
8. Lazarus, R. S., Averill, J. R. and Opton, E. M. Jr. 1970. Toward a cognitive theory of emotion, in M. B. Arnold (ed.), Feelings and emotions, pp. 207–32. New York: Academic Press
9. Brunstein, J. C., Schultheiss, O. C. and Grässmann, R. 1998. Personal goals and emotional well-being: the moderating role of motive dispositions, Journal of Personality and Social Psychology 75: 494–508
10. Reiss, S. 2000. Who am I: the 16 basic desires that motivate our actions and define our personality. New York: Tarcher Putnam


Rainer Reisenzein & Hannelore Weber, “Personality and emotion”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press.

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Begriffliche Rolle Schiffer I 108f
Begriffliche Rolle/bR/Schiffer: sagt uns, wie wir von Reizen zu Überzeugungen kommen - die begriffliche Rolle einer mentalen Repräsentation (mentRep) ist dann die kontrafaktische Rolle der Formel in der wahrnehmungsmäßigen Glaubensbildung und im Begründen - sie ist eine kontrafaktische Eigenschaften - formale Eigenschaften von inneren Sätzen - ohne Referenz auf T-theoretische Eigenschaften bestimmbar. - Die begriffliche Rolle eine mentale Repräsentation bestimmt nicht die Wahrheitsbedingungen (WB) - Bsp Zwillingserde H2O und XYZ haben dieselbe begriffliche Rolle - also wird die begriffliche Rolle zusätzlich zu den Wahrheitsbedingungen gebraucht.
I 109
Def begriffliche Rolle/Field: (Field 1977): die subjektive bedingte Wahrscheinlichkeitsfunktion eines Handelnden. Zwei mentale Repräsentation s1 und s2 haben dieselbe begriffliche Rolle für eine Person, gdw. ihre (der Person) subjektive bedingten Wahrscheinlichkeits-Funktion so ist, dass für jede mentale Repräsentation s, die subjektive Wahrscheinlichkeit von s1 gegeben s dieselbe ist wie die von s2 gegeben s. SchifferVs: das passiert nie - Field dito - Bsp Blinde haben sicher andere begriffliche Rollen von Flundern - dann wird auch keine Korrelation zu den Glaubensobjekten bestehen.
I 167
Begriffliche Rolle/Schiffer: einer inneren Formel ist dann die komplexe kontrafaktische Eigenschaft der Formel, deren Kenntnis einen über die Bedingungen informiert, unter der die Formel vorkommt. - Begriffliche Rolle statt Definition: dann nicht durch Paraphrase eliminierbar - dann irreduzierbar - >geregelter Gebrauch. Schiffer: These: einfach begriffliche Rolle statt platonistischer irreduzierbarer Eigenschaften z.B. des "Hundseins": haarige nette bellende Vierbeiner - entsprechend braucht man keine primitive propositionale Einstellungen und keine Glaubenseigenschaften - Proto-Menschen: haben Glauben und Wünsche, aber ohne Begriffe für sie - später gibt Gott einfache Begriffe für sie (steigert den Überlebenswert) - sie werden dann als irreduzierbar erkannt.
I 169
Pointe: begriffliche Rolle: erlaubt keine gesetzesartige Verallgemeinerung wie Bsp x tut A weil er P wünscht und glaubt, dass er P erreicht, wenn er A tut - dennoch Verlässlichkeit!
I 186
Begriffliche Rolle/Schiffer: ist ohne Referenz auf die Wahrheitsbedingungen zu bestimmen - Sie legt die Wahrheitsbedingungen auch gar nicht fest. - Bsp Zwillingserde: Wasser und Zwillingserden-Wasser haben dieselbe begriffliche Rolle. - Gebrauch ist gleichbedeutend mit dem Besitz einer begrifflichen Rolle. - Innere Sprache (Mentalesisch) hier ist die begriffliche Rolle von Referenz unabhängig - daher keine kompositionale Semantik vorausgesetzt - hier geht es nicht um Situationen, Sprechakte oder Äußerungen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Behaviorismus Searle I 57
LewisVsBehaviorismus: Der Behaviorismus berücksichtigt nicht-kausale Beziehungen.
I 77
Überzeugungen und Wünsche/Searle: Überzeugungen und Wünsche brauchen nicht postuliert zu werden, sie werden einfach ganz bewusst erlebt und stehen gar nicht in Frage.
I 48 ff
Methodologischer Behaviorismus: Psychologie: Der methodologischer Behaviorismus in der Psychologie umfasst Reiz/Reaktion. Logischer Behaviorismus: (Ryle, Hempel): Der logische Behaviorismus umfasst nur Verhalten. SearleVsBehaviorismus: Die Disposition ist unklar, Zirkel: Glauben ist nur mit Wünschen erklärbar und umgekehrt. SuperspartanerVsBehaviorismus. >SearleVsBehaviorismus.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Bewusstsein Davidson I (e) 105
Bewusstseinszustände wie Zweifel, Wünsche, Überzeugungen werden z.T. durch den sozialen Kontext ihrer Aneignung identifiziert, ähnlich wie andere Zustände durch ihre Ursachen identifiziert werden, wie z.B. Schneeblindheit. 1. Bewusstseinszustände wie Zweifel, Wünsche, Überzeugungen werden z.T. durch den sozialen Kontext ihrer Aneignung identifiziert, ähnlich wie andere Zustände durch ihre Ursachen identifiziert werden, wie Bsp Schneeblindheit.
I 106
2. Damit ist nicht bewiesen, dass Bewusstseinszustände keine physischen Zustände sind! Wie wir sie identifizieren, hängt nicht unmittelbar mit dem Ort dieser Zustände zusammen. 3. Dass Bewusstseinszustände anhand ihrer kausalen Beziehungen zu Gegenständen der Außenwelt identifiziert werden, ist ein für die Möglichkeit der Kommunikation wesentliches Faktum.
4. Die Trennung von Schema und Inhalt ist ein Fehler, der sich aus dem Bild ergibt, wonach der Geist ein passiver Betrachter eines inneren Schauspiels sei. Eine naturalistische Erklärung der Erkenntnis beruft sich nicht auf erkenntnistheoretische Vermittlungsinstanzen, von Typ der Sinnesdaten usw.
5. Es gibt keine "Gegenstände des Denkens" als geisterhafte Wesenheiten nach dem Vorbild der Sinnesdaten oder sonst etwas.
Was bleibt übrig von der Subjektivität? Gedanken sind privat. Die Erkenntnis der Gedanken ist etwas Asymmetrisches. Gedanken gehören dennoch zu einer gemeinsamen öffentlichen Welt.
Die bloße Möglichkeit von Gedanken verlangt gemeinsame Maßstäbe der Wahrheit und der Objektivität.


Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Charakterzüge Robinson Corr I 464
Charakterzüge/Stimmungen/Zustände/Sozialpsychologie/Robinson/Sedikides: Wir schlagen vor, dass Konflikte zwischen Merkmal und Zustandsquellen der Selbsterkenntnis wahrscheinlich problematisch sind. Aus der Perspektive der Selbstverifikation wünschen sich die Menschen merkmalskonforme Stimmungszustände, auch weil solche Zustände im täglichen Leben häufiger vorkommen und daher gewohnheitsmäßigen Formen der Interaktion mit der Welt förderlicher sind (Swann und Schroeder 1995)(1). Daher können merkmalinkonsistente Stimmungszustände ein gewisses Maß an Unsicherheit und Verwirrung hervorrufen, was wiederum etablierte Routinen zur Beurteilung der Bedeutung aktueller Ereignisse stört. Zur Unterstützung eines solchen Rahmens haben sich Merkmal-Zustand-Unstimmigkeiten, sei es im Zusammenhang mit Extraversion und positiver Stimmung (Tamir, Robinson und Clore 2002)(2) oder Neurotizismus und negativer Stimmung (Tamir und Robinson 2004)(3), als Untergrabung der Beurteilungsfähigkeiten erwiesen, die in Form von verlangsamten Reaktionszeiten bei der Bewertung affektiver Reize definiert sind.
Darüber hinaus haben wir vorgeschlagen, dass die Menschen es im Allgemeinen vorziehen, ihre Emotionsbeurteilungen so weit wie möglich auf der Grundlage von zustandsbezogenem Wissen vorzunehmen (Robinson und Clore 2002b)(4). Wenn dieses Wissen jedoch weniger zugänglich ist, haben wir vorgeschlagen, dass Einzelpersonen zu ihren allgemeineren Überzeugungen über das Selbst "zurückfallen" können, und ein großer Teil der Forschung unterstützt diese Vorhersage zumindest inferenziell (Robinson und Clore 2002a)(5). Wenn wir Recht haben, sollten Personen, die weniger in der Lage sind, die Bedeutung aktueller Ereignisse einzuschätzen, emotionale Zustände melden, die durch ihre emotionalen Eigenschaften stärker beeinflusst sind.
Neurotizismus/Notlagen-Beziehungen sind unter den Individuen höher:
a) weniger in der Lage sein, vorübergehend zwischen bedrohlichen und nicht bedrohlichen Reizen zu unterscheiden (Tamir, Robinson und Solberg 2006)(6);
b) höhere Tendenzen der kognitiven Ausdauer (Robinson, Wilkowski, Kirkeby und Meier 2006)(7);
c) höhere Dominanz-Wirkungs-Tendenzen (Robinson, Goetz, Wilkowski und Hoffman 2006)(8);
d) langsamere Reaktionszeit (Robinson und Clore 2007)(9);
e) höhere Variabilität der Reaktionszeit (Robinson, Wilkowski und Meier 2006)(10); und
f) geringere Selbstregulierungsfähigkeit (Robinson, Ode, Wilkowski und Amodio 2007)(11).
Der Merkmal-Neurotizismus scheint also eine wichtige Rolle bei Individuen zu spielen, die weniger in der Lage sind, die Nuancen der Moment zu Moment Erfahrung zu schätzen (Robinson und Clore 2007)(9). Die Auswirkungen dieser Forschung
Corr I 465
sind bemerkenswert. Merkmale sind keine unvermeidlichen Prädiktoren für Emotionen und Verhaltensweisen im täglichen Funktionieren. Ihr Einfluss auf solche Ergebnisse hängt vielmehr davon ab, inwieweit der Einzelne auf die Nuancen des täglichen Lebens eingestellt ist.

1. Swann, W. B. and Schroeder, D. G. 1995. The search for beauty and truth: a framework for understanding reactions to evaluations, Personality and Social Psychology Bulletin 21: 1307–18
2. Tamir, M., Robinson, M. D. and Clore, G. L. 2002. The epistemic benefits of trait-consistent mood states: an analysis of Extraversion and mood, Journal of Personality and Social Psychology 83: 663–77
3. Tamir, M. and Robinson, M. D. 2004. Knowing good from bad: the paradox of Neuroticism, negative affect, and evaluative processing, Journal of Personality and Social Psychology 87: 913–25
4. Robinson, M. D. and Clore, G. L. 2002b. Episodic and semantic knowledge in emotional self-report: evidence for two judgment processes, Journal of Personality and Social Psychology 83: 198–215
5. Robinson, M. D. and Clore, G. L. 2002a. Belief and feeling: an accessibility model of emotional self-report, Psychological Bulletin 128: 934–60
6. Tamir, M., Robinson, M. D. and Solberg, E. C. 2006. You may worry, but can you recognize threats when you see them?: Neuroticism, threat identifications, and negative affect, Journal of Personality 74: 1481–1506
7. Robinson, M. D., Wilkowski, B. M., Kirkeby, B. S. and Meier, B. P. 2006. Stuck in a rut: perseverative response tendencies and the Neuroticism/distress relationship, Journal of Experimental Psychology: General 135: 78–91
8. Robinson, M. D., Goetz, M. C., Wilkowski, B. M. and Hoffman, S. J. 2006. Driven to tears or to joy: response dominance and trait-based predictions, Personality and Social Psychology Bulletin 32: 629–40
9. Robinson, M. D. and Clore, G. L. 2007. Traits, states, and encoding speed: support for a top-down view of neuroticism/stress relations, Journal of Personality 75: 95–120
10. Robinson, M. D., Wilkowski, B. M. and Meier, B. P. 2006. Unstable in more ways than one: reaction time variability and the Neuroticism/distress relationship, Journal of Personality74: 311–43
11. Robinson, M. D., Ode, S., Wilkowski, B. M. and Amodio, D. M. 2007. Neurotic contentment: a self-regulation view of Neuroticism-linked distress, Emotion 7: 579–91


Michael D. Robinson and Constantine Sedikides, “Traits and the self: toward an integration”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

EconRobin I
James A. Robinson
James A. Acemoglu
Why nations fail. The origins of power, prosperity, and poverty New York 2012

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Determinismus Davidson McGinn I 135
McGinn: Domestizierungstheorie: Der Entscheidungszusammenhang gelte bei Domestizierungsversuchen nur als Sonderfall eines natürlichen Zusammenhangs anderer Art, während die betreffende Modalität nicht grundverschieden sei von sonstigen Modalitäten. Angleichung an ein unabhängiges Modell des Geschehensablaufs. Solche reduktionistischen Versuche können
a) deterministisch (Davidson) oder
b) indeterministisch sein.
McGinn I 135
Davidson/D-Theorie/(laut McGinn): vorgängige Weltzustände sind eine kausal hinreichende Bedingung für eine spezifische Entscheidung. Die Freiheit ist dann eine bestimmte Art von Kausalreihe, nämlich jene, in der eine entsprechende Menge geistiger Vorstufen vorkommt.
McGinn I 135
Die Freiheit besteht darin, daß Wünsche und Überzeugungen kausale Wirkungen zeitigen. McGinnVsDavidson: Davidson verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.
Die entsprechende Kausalität ist dann keine "Ereigniskausalität" sondern eine "Handlungskausalität" (Davidson).

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Funktionale Rolle Schiffer I 21
Funktionale Eigenschaft/Schiffer: wird vom Begriff der funktionalen Rolle abgeleitet. Def funktionale Rolle/Schiffer: einfach jede Eigenschaft 2. Stufe, eines Zustands-Typs 2. Stufe, dessen Besitz beinhaltet, dass der Besitz dieses Z-Typs kausal oder kontrafaktisch auf andere Z-Typen bezogen ist, nämlich zu Output, Inputs, distalen Objekten und ihren Eigenschaften - 1. ein gegebener physikalischer Z-Typ hat unbestimmt viele funktionale Rollen.
2. Zwei verschiedene physikalische Z-Typen können dieselbe funktionale Rolle haben.
Def funktionale Eigenschaft/Schiffer: jede funktionale Rolle bestimmt eindeutig eine funktionale Eigenschaft - wenn F eine f. Rolle ist, dann wird die funktionale Eigenschaft, ausgedrückt durch den offenen Satz: x ist ein Token eines Z-Typ der F hat - ((s) Die funktionale Eigenschaft ist ein Token des physikalischen Zustands-Typs, der die und die Rolle hat. Kurz: Eigenschaft = Token des Typs mit der Rolle sein) - Typ hier immer "physikalisch") - Eigenschaften gehören zu Tokens - Rollen zu Typen Bsp der neuronale Z-Typ H (Hunger) hat in verschiedenen Personen verschiedene funktionale Rollen, weil er nicht bei allen durch Pizza-Duft ausgelöst wird (verschiedene Inputs).
I 23
Dann kann man Propositionen mit funktionalen Rollen korrelieren und eine Glaubens-Eigenschaft mit einer funktionalen Eigenschaft - für jede Proposition p gibt es eine funktionale Rolle F so dass ein Glauben, dass p = ein Zustands-Token zu sein des Zustands-Typs der die Rolle F hat. I 26 das Kriterium dafür, dass ein Z-Token n ein Glauben, dass p ist, dass n ein Token eines Z-Typs ist, der die funktionale Rolle hat, die die Definition von BelT mit p korreliert.
I 29
Verben für propositionale Einstellungen erhalten ihre Bedeutung durch ihre funktionale Rolle .
I 30
Volkspsychologie: 3 Arten von Verallgemeinerung: 1. funktionale Rollen für Beeinflussung von Überzeugungen untereinander - 2. Input-Bedingungen für Wahrnehmung (können nicht Teil des gemeinsamen Wissens sein) - 3. Output-Bedingungen für Handlungen - Problem: Bsp Blinde können genau unseren Glauben haben, aber nicht unsere Volkspsychologie.
I 33f
SchifferVsvolkspsychologie: Problem: die Theorie wird oft gleichzeitig dieselbe funktionale Rolle für verschiedene Überzeugungen (Glauben) liefern - SchifferVsLoar: bei ihm folgt aus Bel T#(dass Schnee weiß ist = Bel T#(dass Gras grün ist) - dann haben beide dieselbe T-korrellerte funktionale Rolle.
I 276
Pointe: Dabei ist die Eindeutigkeits-Bedingung eine ganz schwache Bedingung - sie ist nicht hinreichend dafür, dass man in einem bestimmten Glaubenszustand ist, der mit ihnen verknüpft ist: - Bsp "Wenn p wahr ist, glaubt man, dass p" - Pointe: "p" kommt innerhalb und außerhalb des Glaubenskontexts vor - daher wird die Theorie etwas eindeutiges über p sagen. - Problem: in der Eindeutigkeits-Bedingung kommen die Variablen für Propositionen. Nur innerhalb von Glaubenskontexten vor - dann haben alle Glauben derselben logischen Form dieselbe funktionale Rolle.
I 34
Das unterscheidet alles nicht die Überzeugung, dass Dinosaurier ausgestorben sind von der, dass Flöhe sterblich sind - Problem: es gibt zu wenig Input-Regeln, die sich nicht auf Wahrnehmung beziehen.
I 35
Zwillingserde/ZE/SchifferVsVolkspsychologie: muss falsch sein, weil in Zwillingserde ein abweichender Glaube dieselbe funktionale Rolle hat! - Bsp Ralph glaubt, es gibt Katzen - Zwalph glaubt "es gibt Katzen" (aber es sind Zwatzen) - also glaubt Zwalph nicht, dass es Katzen gibt - also zweimal verschiedener Glaube aber dieselbe funktionale Rolle. - Zwalph ist im selben neuronalen Z-Typ N - die Spezifikation des Glaubens würde vielleicht Referenz auf Katzen verlangen, dennoch würde die kontrafaktische Natur der Bedingung sicherstellen, dass N bei Zwalph erfüllt wird - Pointe: das folgt nicht aus einer Wahrheit über funktionale Rollen allgemein, sondern in Bezug auf die Theorie T* (Volkspsychologie) - außerhalb der Volkspsychologie: "Jedes Token von "Katze" wird durch Betrachten einer Katze ausgelöst". - Falsche Lösung: Plattitüde: "typischerweise durch Katzen ausgelöst" kann keine notwendige Bedingung sein! - außerdem gibt es Zwillingserden-Beispiele, wo typischer Glaube unzuverlässig für die eigene Wahrheit ist. VsKennzeichnung: keine Lösung: "das Ding vor mir".
I 38f
Burge: keine funktionale Rolle kann bestimmen, was man glaubt (geht nicht um die Zwillingserde, sondern um falsch gebrauchte Begriffe).
I 286f
Glauben/SchifferVsLoar: Problem: seine Realisation einer Theorie von Glauben/Wünschen - (als Funktion von Propositionen auf physikalische Zustände)- deren funktionale Rollen von der Theorie festgelegt werden: Problem: Theorie zu finden, die jede Proposition mit einer einzigen funktionalen Rolle korreliert statt mit vielen - Schiffer: These das wird nicht gehen, daher ist das Quine-Field-Argument erledigt.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Geist/ Geistzustand Kant I 33 ff
Gesetze/Geistiges: Lösung: die Gesetze werden von den Einzeltatsachen-Prämissen impliziert. Zuschreibungen von Geisteszuständen können nur wahr sein, wenn etwas die für z.B. Wünsche und Überzeugungen notwendige kausale Rolle innehat. Doch diese Rolle können nur Zustände innehaben, die in der richtigen Weise mit Verhalten kausal verbunden sind.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Ich Blackmore Pauen I 244
Ich/Blackmore/Pauen: Blackmore These: Überzeugungen sind nur Akkumulationen von Memen, die sich ständig verändern. VsMinsky, VsDennett: Das Selbst hat auch keinen pragmatischen Wert. >Meme. Unbelastet davon, können wir einen unbefangeneren Zugang zur Gegenwart haben. (Th. NagelVs.)
I 245
IchBlackmore: nicht Ursprung unserer Wünsche, sondern Funktion der Bündelung. PauenVsBlackmore: wie sollte dann überhaupt Kontinuität gewahrt bleiben? >Personale Identität.
Vs: Individuen können sich ganz unterschiedlich zu Wünschen verhalten, auch wenn sie (memgesteuert) zur gleichen sozialen Gruppe gehören.

Blckmo I
S. Blackmore
Consciousness London 2010

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Identifikation Millikan I 195
Identität/Gleichsetzung/Gleichheit//Identifikation/Millikan: vorläufig wird es nicht falsch sein zu sagen, dass man dabei zwei äußere Terme in denselben inneren Term übersetzt.
I 239
Identifikation/Identifizierung/Individuation/Millikan: Problem: das Modell des Akts der Identifikation des real value eines intentionalen Icons, das ich bisher angeboten habe, war nicht adäquat. falsch: anzunehmen, dass ein äußerer Begriff in einen inneren Ausdruck mit demselben Sinn übersetzt wird.
Problem: wie soll dann das innere Icon identifiziert werden? (Regress).
Wissen/Denken/Millikan. Problem: wie kann ich dann selbst wissen, was ich denke, bzw. was ich im Kopf oder im Körper habe? Bzw. wie ist es für mich, das zu wissen? ((s) >Subjektivität).
Bsp was ist der Unterschied zwischen dem Haben eines Gedankens und der Ausschüttung von Adrenalin? Hier soll es aber nicht um das Mysterium des Bewusstseins gehen.
Identifikation/Millikan. wollen wir hier in einem naturalistischen Vokabular beschreiben.
I 240
Wahrnehmung/Apprehension/Identifikation/Identifizierung/identifizieren/Realismus/Millikan. für den Realisten muss Denken in direkter Apprehension (Wahrnehmung) gründen. Dabei wird ein Ding direkt präsentiert, oder eine direkte Apprehension der Natur des Dings wird dem Geist präsentiert, z.B. eine Ähnlichkeit (likeness, Gleichheit). Identifikation/Millikan: geschieht, wann immer Wahrnehmungen verschiedener Sinne etwas repräsentieren, etwas Gemeinsames repräsentieren, und damit eine Handlung gesteuert wird. Bsp man muss vielleicht gleichzeitig etwas sehen und das gleiche fühlen, wenn man sich die Schuhe zubindet. Das ist effektiv, gerade weil sich bestimmte Aspekte des Sehens und Tastens im real value überlappen. Und das geschieht meistens ohne die Vermittlung von Denken.
Identifikation/Millikan: Bsp ist auch nötig, wenn man früher Gelerntes anwendet.
I 241
Und zwar selbst, wenn man keine explizite Erinnerung hat. Lernen/Millikan. andererseits scheint es plausibel, das ein Großteil des Lernens unterhalb der Schwelle der bewussten Wahrnehmung geschieht und nicht die Bildung innerer Repräsentationen erfordert ((s) und damit auch keine Identifikation).
Transitivität: erfordert auch Identifikation: Bsp „x ist φer als y und y ist φer als z, also ist x φer als z“.
Plan: braucht Identifikation: ich muss das Objekt meiner Wahrnehmung mit dem Objekt meiner Intentionen identifizieren.
I 242
Intention/Absicht/Wunsch/Gauben/Überzeugung: die Bildung einer Absicht auf Basis von Wünschen erfordert Identifikation. Identifikation/logische Form/Millikan: Identifikation, ganz allgemein: erfordert, wenigstens zwei intentionale Icons, von denen jeweils ein Element denselben real value hat wie ein Element des anderen. Diese Icons müssen dann gemeinsam gebraucht werden. Dabei muss auf die Tatsache referiert werden, dass der real value dieser Elemente derselbe ist.
I 243
Identifikation/Millikan: wenn hier ein äußerer Term in einen inneren Term übersetzt wird, Problem: was ist, wenn die innere Repräsentation niemals in einer praktischen Handlung aktiviert wird? Wurden dann innerer und äußerer Term dennoch identifiziert? Jedenfalls muss es bei der Übersetzung ein Schema Selbes/Verschiedenes geben.
I 244
Identifikation/Millikan: eine sekundäre Art von Identifikation können wir die Wiederholung eines inneren Terms nennen. (Def sekundäre Identifikation). Neuer Ausdruck/Einführung: die Prägung eines neuen Terms können wir eine vorläufige Identifikation nennen.
I 249
Identifikation/Millikan: welchem Zweck dient sie denn normalerweise? These: a) sie soll früheres Wissen auf einen gegenwärtigen Fall zur Anwendung bringen helfen.
b) sie soll Erlebnisse, die durch ein Medium vermittelt wurden mit Erlebnissen aus einem anderen Medium zusammenbringen Bsp Sehen und Sprache. .
Identität/Relation/Millikan: dann muss Identifikation als wesentlich relational beschrieben werden! Das kann der klassische Realismus aber nicht.

Identifikation/klassischer Realismus/Millikan: nimmt an, dass die Identifikation des Gegenstands im Denken an ihn involviert ist. Und da Denken an einen Gegenstand ein momentaner Akt ist, der nichts mit anderen Akten zu tun hat, sind das erfassen eines Gegenstands unter einem Aspekt und das unter einem anderen Aspekt, gar nicht zusammenzubringen! Bsp zu wissen, da Kant in Königsberg lebte hat nichts damit zu tun zu wissen, dass er ein Philosoph war.
I 250
Wiedererkennen/klassischer Realismus/Millikan: den Gegenstand als denselben wiederzuerkennen ist eine weitere Leistung, sie hat nichts mit dem wiederholten Denken an den Gegenstands zu tun.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Identität Entwicklungspsychologie Upton I 118
Identität/Entwicklungspsychologie/Upton: Aspekte der Identität:
- Berufliche Identität: Berufswahl und -Wünsche; derzeitige oder beabsichtigte Tätigkeit
- Intellektuelle Identität: Akademische Bestrebungen und Leistungen
- Politische Ideologie: Politische Überzeugungen, Werte und Ideale; kann die Mitgliedschaft in politischen Gruppen einschließen.
-Spirituelle/religiöse Identität: Religiöse Überzeugungen, Einstellungen zu Religion und Spiritualität; religiöse Praktiken und Verhaltensweisen; können sich auf einen bestimmten moralischen und ethischen Kodex beziehen.
- Identität der Beziehung: Dies kann sich auf intime Beziehungen beziehen und sich darauf beziehen, ob jemand alleinstehend, verheiratet, geschieden usw. sind; oder auf soziale Beziehungen wie Freund, Kollege usw.; oder auf familiäre Beziehungen - Mutter, Tochter usw.
- Sexuelle Identität: Sexuelle Orientierung - heterosexuell, homosexuell, bisexuell etc.
- Kulturelle Identität: Wo eine Person geboren und/oder aufgewachsen ist und wie intensiv sie sich mit dem kulturellen Erbe/den Praktiken in diesem Teil der Welt identifiziert; kann auch Sprachpräferenzen beinhalten.
- Ethnische Identität: Das Ausmaß, in dem eine Person das Gefühl hat, zu einer bestimmten ethnischen Gruppe zu gehören; die ethnische Gruppe ist in der Regel eine Gruppe, auf die man Anspruch erheben kann, und die Überzeugungen der Gruppe können das Denken, die Wahrnehmungen, die Gefühle und das Verhalten einer Person beeinflussen.
- Physische Identität: Körperbild und Überzeugungen über das eigene Aussehen
- Persönlichkeit: Merkmale, die Verhaltensmuster definieren, wie z.B. Schüchternheit, Freundlichkeit, Geselligkeit, Angst usw.

Entwicklungsstufen: Nach Marcia (1993)(1) werden junge Heranwachsende in der Regel durch einen der ersten drei Status beschrieben.
1) Identitätsdiffusion bezieht sich auf das Individuum, welches noch keine Krise erlebt oder Verpflichtungen eingegangen ist. Es ist unentschlossen über zukünftige Rollen und hat kein Interesse an solchen Themen gezeigt.
2) Identitätsabschottung beschreibt Individuen, die sich zu einer Identität verpflichtet haben, ohne eine Krise zu erleben. Sie können zum Beispiel einfach den Ideologien und Wünschen ihrer Eltern gefolgt sein.
3) Identitätsmoratorium ist der Begriff für Individuen, die sich in einer Identitätskrise befinden und deren Verpflichtungen noch nicht fest definiert sind.
4) Identitätserfolg ist erreicht, wenn Individuen eine Krise durchlebt haben und sich zu ihrer Identität bekennen.

Nach Marcia (1993)(1) werden junge Heranwachsende in der Regel durch einen der ersten drei Status beschrieben. Es gibt jedoch immer mehr Hinweise darauf, dass Identitätsentwicklung nicht nur eine Aufgabe der Adoleszenz ist. Tatsächlich sind einige Aspekte der Identität bereits auf dem besten Weg, sich vor der Pubertät zu etablieren. Gender zum Beispiel ist ein Identitätsaspekt, der ein Schlüsselaspekt der Entwicklung in jungen Jahren ist, aber weiterhin darauf aufbaut, da komplexere Positionen darüber verhandelt werden, was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein. Ebenso treten einige der wichtigsten Identitätsveränderungen nach der Adoleszenz auf, die im frühen Erwachsenenalter stattfinden (Waterman, 1992)(2).



1. Marcia, JE (1993) The status of the statuses: research review, in Marcia, JE Waterman, AS Matteson, DR Archer, SL and Orlofsky, JL (eds) Identity: A handbook for psychosociogical research (pp 22-41). New York: Springer-Verlag.
2. Waterman, AS (1992) Identity as an aspect of optimal psychological functioning, in Adams, GR Gullotta, TP and Montemayor, R (eds) Adolescent ldentity Formation (50-72). Newbury Park, CA: Sage.

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011
Inhalt Lewis Schwarz I 161
Inhalt/DavidsonVsLewis: hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. - LewisVsDavidson: Inhalt ist eine Klasse möglicher Individuen, Bsp die den Wunsch erfüllt bekommen. Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schwarz I 169
Mentaler Gehalt/Inhalt/Lewis: Klasse möglicher Situationen, in denen es regnet, nicht "Klasse der möglichen Welten in denen es regnet" - was für Welten sollten das sein? - Es müssten welche sein, in denen es hier und jetzt regnet. Mögliche Situationen sind zentrierte Welten, mit einem ausgezeichneten Hier und Jetzt. >Situationen, >Mögliche Welten.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Intensionen Proust Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

I 233
Tier/Geist/Intentionalität/Premack/Woodruff/Proust: berühmte Untersuchungen von Premack/Woodruff über "Theorie des Geistes" bei Tieren, "Überzeugungen und Wünsche" usw. Proust: wenn man von einer Theorie des Geistes spricht, sollte man sie von einer sozialen nicht von einer psychologischen Kompetenz im strengen Sinn unterscheiden, kraft derer soziale Tiere versuchen, sich gegenseitig zu beeinflussen.
Premack: ein Tier kann absichtlich darauf hinwirken, was ein anderes tut (sozial) oder denkt (dann auch psychologisch).
"Spielverderber Version": der Erklärung von Verhalten: nicht Intention sondern nur festgestellte Korrelation soll Verhalten eines Tiers erklären.
I 234
Dann kann auf die psychologische Seite verzichtet werden. Sprachlose Tiere stellen einfach eine Korrelation fest. DennettVs: intentionale Einstellung zur Erklärung.
I 234
Intentionalität/Dennett: Stufen: 1. Wünsche und Überzeugungen können zugeschrieben werden.
2. Überzeugung und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche
3. Überzeugungen und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche der 2. Stufe usw.
I 235
ProustVsDennett: öffnet dem Hang des Menschen Tür und Tor, seine psychologischen Begriffe auf offensichtlich begriffslose Prozesse anzuwenden: Autos, Hunde, Katzen. Etwas anderes ist es bei Primaten.

Proust I
Joelle Proust
"L’animal intentionnel", in: Terrain 34, Les animaux, pensent-ils?, Paris: Ministère de la Culture/Editions de la maison des Sciences de l’Homme 2000, pp. 23-36
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Intentionalität Searle Dav II 112
SearleVsDavidson: Davidson schlägt vor, zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden: a) "prior intentions" und
b) "intentions in action". Intentionale Handlung gibt es nur, wenn das erste das zweite verursacht.

Dennett I 281
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". (siehe unten)
Dennett II 67
Def abgeleitete Intentionalität/Searle: Abgeleitete Intentionalität ist eine beschränkte Form, die manche unserer Kunstprodukte besitzen: Bsp Wörter, Sätze, Bücher, Landkarten, Bilder, Computerprogramme usw. Ihre Intentionalität ist nur eine Leihgabe unseres Geistes. Bsp Einkaufsliste, ob geschrieben oder auswendig, ebenso geistige Bilder, etwas Inneres - diese Dinge sind dennoch ein Kunstprodukt.
Searle I 67
Intentionalität ist biologisch, teleologisch: SearleVs: Bei Verwechslungen wären Wörter wie "Pferd oder Kuh" nötig. Intentionalität ist normativ: Wahrheit, Widerspruchsfreiheit und Rationalität sind intrinsisch - der darwinistischen Evolution dagegen nicht normativ.
I 178
Erfüllungsbedingungen: Intentionale Zustände repräsentieren ihre Erfüllungsbedingungen nur unter gewissen Aspekten, die für den Betreffenden wichtig sind.
I 266f
Intentionale Phänomene: Regelfolgen sind echt kausale Phänomene. Funktionale Erklärungen sind nur nackte physische Fakten. Kausalität existiert hier nur durch interessengeleitete Beschreibung. Regeln sind keine Ursachen für Handlungen. Gegenstände der Intentionalität brauchen nicht zu existieren: (Hoffnung).
Glauben, Befürchten, Wünschen, Überzeugung sind keine Akte, man hat sie einfach.
II 208
Intentionalität/Erfüllungsbedingungen/Searle: Der Geist verleiht der Hervorbringung von Klängen dadurch Intentionalität, dass er der Hervorbringung die Erfüllungsbedingungen des Geisteszustands verleiht - >Sprechakt. Doppelte Ebene der Intentionalität: a) psychischer Zustand - b) Ebene der Absicht.
III 156
Als ob-Intentionalität/Searle: Die als ob-Intentionalität erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft. SearleVsDennett: Sie ist so leer wie seine "intentionale Einstellung".
Graeser I 124
Intentionalität/Sprechakte/Searle: Handlungsabsichten haben Erfüllungsbedingungen, die von ihnen repräsentiert werden und indem Handlungsabsichten ihre Erfüllungsbedingungen repräsentieren, sind sie ipso facto intentional. Abgeleitete Intentionalität: Physische Realisierungen von Sprechakten sind nicht intrinsisch intentionale wie die propositionalen Einstellungen selbst.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Intentionen Millikan I 5
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.

I 61
Intention/Grice/Millikan: es gibt ein Argument, dass sogar dem normalen Sprachgebrauch unendlich verschlungene Intentionen unterliegen. Bsp Imperativ. „Tue A!“: Bsp Hörer: wenn der Hörer glaubte, dass der Sprecher das nicht intendiert, würde er A nicht tun. Daher, wenn der Hörer H mit Sprecher S übereinstimmt, muss er glauben, da S intendiert, dass H A tun soll.
Sprecher: wenn S erwartete, dass H glaubt, dass S gar nicht intendiert, dass er A tun soll, dann könnte er gar nicht rational intendieren, dass H A tun sollte.
MillikanVs: das Argument ist falsch. Es folgt nicht aus der Tatsache, dass eine Überzeugung P inkompatibel mit einer Handlung wäre, dass man dann, wenn man die Handlung ausführt, deswegen glauben müsste, dass nicht-P.
Bsp wenn ich glaubte, dass Jack the Ripper unter meinem Bett wäre, würde ich nicht hineinplumpsen und sofort einschlafen. Aber daraus, dass ich hineinplumpse und sofort einschlafe, folgt nicht, dass ich glaube, dass Jack nicht unterm Bett ist.
Lösung: es kann sein, dass ich nie von Jack The Ripper gehört habe.
Normalität//Millikan: daraus, dass in Normalen Fällen Übereinstimmung herrscht, kann ich nicht folgern, dass Übereinstimmung intendiert ist.
I 62
Aber dass ein Argument falsch ist zeigt nicht, dass seine Konklusion falsch ist! Überzeugung/Millikan: wir müssen hier zwischen Haben und Gebrauchen unterscheiden.
Außerdem gibt es noch eine Unterscheidung zwischen dem
a) Haben von Überzeugungen und
b) Dem bloßen Haben von Eigenfunktionen bzw. Normalen Bedingungen für eine Handlung.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Intersubjektivität Gärdenfors I 54
Def Intersubjektivität/Gärdenfors: bedeutet im Kontext der Erforschung semantischer Bereiche das Teilen und Repräsentieren der Überzeugungen und der mentalen Zustände anderer. Philosophie: hier wird Intersubjektivität oft als eine Art „Theorie des Geistes“ verstanden (siehe Tomasello 1999(1); Premack & Woodruff, 1978(2); Gärdenfors, 2003(3)).
Gärdenfors: ich vermeiden den Begriff.
I 55
Ich teile sie stattdessen in 5 Fähigkeiten auf: 1, Die Gefühle anderer repräsentieren (Empathie) (Preston & de Waal,2003(4), Stern 1985(5))
2. Die Aufmerksamkeit anderer repräsentieren (Emery,2000(6); Kaminski, Riedel, Call & Tomasello, 2005(7); Bugnyar, Stöwe, & Heinrich, 2004(8))
3. Die Wünsche anderer repräsentieren (Repacholi & Gropnik, 1997(9); Wellman & Liu, 2004(10)).
4. Die Absichten anderer repräsentieren (Michotte, 1963(11); Tomasello et. al. 2005(12))
2. Das Wissen und die Überzeugungen anderer repräsentieren (Tomasello and Call 2006(13)).


1. Tomasello, M. (1999). The cultural origins of human cognition. Cambridge, MA: Harvard University Press
2. Premack, D. & Woodruff (1978). Does the chimpanzee have a theory of mind? Behavioral and Brain Sciences, 4, 515-526
3. Gärdenfors, P. (2003). How Homo became Sypiens: On the evolution of thinking. Oxford.
4. Preston, S. D. & de Waal, F. (2003). Empathy: It's ultimate and proximal bases. Behavioral and Brain Sciences, 25, 1-72
5. Stern, D. N. (1985). The interpersonal world of the infant: A view from psychoanalysis and developmental psychology. New York: Basic Books
6. Emery, N. J. (2000). The eyes have it: The neuroethology, function, and evolution of social gaze. Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 24, 581-604
7. Kaminski,J., Riedel, J., Call, J. & Tomasello, M. (2005).Domestic goats, Capra hircus, follow gaze direction and use social cues in an object task. Animal Behaviour, 69, 11-18
8. Bugnyar, T. Stöwe, M. & Heinrich, B. (2004). Ravens, Corvus corax follow gaze direction of humans around obstacles. Proceedings of the Royal Society of London, Series B: Biological Sciences, 271, 1331-1336
9. Repacholi, B. & Gropnik, A. (1997). Early understanding of desires: Evidence from 14 and 18 month olds. Developmental Psychology, 33, 12-21
10. Wellman, H. M. & Liu, D. (2004). Scaling of theory-of-mind tasks. Child Development, 75, 523-541
11. Michotte, A. (1963). The perception of causality, London: Methuen.
12. Tomasello, M. Carpenter, M. Call, J. Behne, T. & Moll, H. (2005). Understanding and sharing intentions: The origins of cultural cognition. Behavioral and Brain Sciences, 28, 675-735.
13. Tomasello, M. & Call, J. (2006) Do chimpanzees know what others see - or only what they are looking at? In S. Hurley & M. Nudds (Eds.) Rational animals (pp. 371-384). Oxford: Oxford University Press

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Introspektion Lewis Frank I 61ff
Introspektion/Lewis: ist notwendig unfehlbar! - Shoemaker: Bewusstsein von Wünschen und Überzeugungen ist nicht körperlich.
V 312
Rationalität/Lewis: „rational Handeln" ist gar nicht so rational, alles in allem, dazu gehört noch mehr: z.B. Selbstwissen, und der Wille, aus Erfahrung zu lernen. Wenn die Introspektion den Handelnden davon überzeugt, dass die Daten seine eigenen sind, dann wird ihn nichts dazu überreden, ihnen zu misstrauen.
Teilweise Rationalität: wenn wir das Selbstwissen herausnehmen: dann kann ein moderates >Newcombsches Paradox entstehen.
E.M.Forster: "Wie kann ich sagen, was ich denke, bevor ich sehe was ich sage?".
Gedankenexperiment/Selbstidentifikation/Lewis: kein Aufwand an Gedankenexperimenten kann so viel Selbstwissen liefern wie der reale Gegenstand

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Kontrafaktische Abhängigkeit Bigelow I 315
Kontrafaktische Abhängigkeit/Ursachen/Bigelow/Pargetter: die Verbindung zwischen beiden ist eng aber kompliziert. Sie geht auf Lewis 1973b, Verursachung“ zurück. Lewis: die Analyse als Verursachung ist ein Spezialfall der kontrafaktischen Abhängigkeit.
logische Form: eine Folge von Propositionen.
I 317
Kontrafaktische Abhängigkeit/kA/Lewis/Bigelow/Pargetter: hier werden Relationen von Folgen von Propositionen betrachtet, keine Kräfte. Dabei ist wichtig, dass diese nur zwischen getrennten Ereignissen gegeben sind. Sie ist breiter als die Definition der Verursachung von Lewis, aus drei Gründen: 1. Sie kann auch zwischen Propositionen bestehen, die keine Ereignisse betreffen, Bsp die Anzahl von Ratten und Katzen betreffend.
2. Hier können auch sich überlappende Ereignisse einbezogen werden.
I 318
Bsp Zusammengesetzte Ereignisse hängen oft kontrafaktisch von ihren Komponenten ab. Bsp Jaegwon Kim: wenn ich nicht ein Doppel-r geschrieben hätte, hätte ich nicht „Harry“ geschrieben. (Kim 1973). 3. Es gibt einen Unterschied ob man sagt, welche dieser Ereignisse passieren oder ob eins dieser Ereignisse passiert.
Bsp es kann wahr sein dass diese kontrafaktischen Konditionale wahr sind
c1 geschieht wäre>wäre e1 geschieht
c2 geschieht wäre>wäre e2 geschieht
und dennoch folgende nicht wahr sind
c1 geschieht nicht wäre>wäre e1 geschieht nicht
c2 geschieht nicht wäre>wäre e2 geschieht nicht
Verursachung/Lewis: ist dann nicht gegeben, dennoch aber kontrafaktische Abhängigkeit. Bsp es kann sein, dass eine Person in einem Experiment einen Ton hört, obwohl keiner produziert wird.
I 319
Ursache/Lewis/Bigelow/Pargetter: Pointe: man kann hier dennoch sagen, dass die Töne, die tatsächlich das Ohr erreichen, die Ursache für die Empfindung sind (keine Illusion) obwohl Lewis’ Bedingung eigentlich nicht erfüllt ist, das spricht dafür, dass wir uns eher auf den Begriff der kontrafaktischen Abhängigkeit verlassen als auf den der Verursachung, wie Lewis ihn definiert hat. Kontrafaktische Abhängigkeit/Physik/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter. Bsp Boyles Gesetz: (Gasdruck ist von Volumen und Temperatur abhängig): liefert unendlich viele kontrafaktische Abhängigkeiten.
ähnlich: Bsp Wahrnehmungspsychologie, Biologie.
I 320
ebenso: Bsp im Prozess des Schlussfolgerns kontrafaktische Abhängigkeit zwischen Konklusion und Prämissen. Bsp Handeln gemäß Überzeugungen und Wünschen.
Bsp Funktionalismus.



Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kultur Goodenough Corr I 393
Kultur/Goodenough/Saucier: Goodenough (1981)(1) betont die Ähnlichkeiten zwischen der Darstellung von Kultur in Individuen und der Darstellung von Sprache in Individuen. Idiolekt: Die Sprecher einer Sprache (man könnte sie auch eine Sprachgemeinschaft nennen) sind keine homogene Gruppe. Es gibt individuelle Unterschiede im Wissen sowie in der Verwendung von Grammatik und Wortschatz. Eine Person kann Slang, technisches oder anderes Vokabular kennen, was eine andere Person nicht tut; die einzigartige Version der Sprache des Einzelnen kann als "Idiolekt" bezeichnet werden.
Dialekt: Das Analogon einer Subkultur wäre ein Dialekt. Man kann lernen, mehr als eine Sprache zu sprechen und trotzdem an mehr als einer Kultur teilzunehmen.
Sprache/Goodenough: Wie eine Kultur verkörpert eine Sprache eine Reihe von Standards (für die Kommunikation). Die einer Gruppe zugeschriebenen Standards können als funktionsfähig angesehen werden, abgesehen von den Individuen in der Gruppe - eine gemeinsame Illusion.
Kultur/Goodenough: Es ist ebenso unsinnig, von "Zugehörigkeit zu einer Kultur" (oder Zugehörigkeit zu ihr) zu sprechen wie von "Zugehörigkeit zu einer Sprache". Wie Goodenough es ausdrückt, kann man "nicht Mitglied einer Reihe von Normen oder eines Wissens über Zollfragen sein" (1981, S. 103). Du benutzt eine Kultur, so wie du eine Sprache benutzt.
Goodenough spezifiziert die Inhalte der Kultur in systematischer Beziehung zueinander, beginnend mit den grundlegendsten Einheiten, über die Bewegung von
a) Formen (Kategorien, Konzepte, Ideen), bis zu
b) Vorschläge, bis hin zu
c) Überzeugungen. Persönliche Werte
d) sind jene persönlichen Überzeugungen, die mit inneren Gefühlszuständen, Wünschen, gefühlten Bedürfnissen, Interessen und mit der Maximierung von Befriedigung und Minimierung von Frustration verbunden sind.
Die nächstabstraktesten Einheiten scheinen weniger offen psychologische Sprache zu sein, man könnte sie als "Idiolekt" bezeichnen. Das Analogon einer Subkultur wäre ein Dialekt. Man kann lernen, mehr als eine Sprache zu sprechen.
Zugehörigkeit zu einer Gruppe/Mitgliedschaft/Goodenough: Es ist ebenso unsinnig, von "Zugehörigkeit zu einer Kultur" (oder Zugehörigkeit zu ihr) zu sprechen wie von "Zugehörigkeit zu einer Sprache". Wie Goodenough es ausdrückt, kann man "nicht Mitglied einer Reihe von Normen oder eines Wissens über Zollfragen sein" (1981, S. 103). Du benutzt eine Kultur, so wie du eine Sprache benutzt.
Inhalt der Kultur/Goodenough: (a)-(d) (siehe oben) plus
Es gibt
e) Regeln und öffentliche Werte - Systeme, die Regeln, Codes, Pflichten, Verpflichtungen, Rechte, Privilegien und Normen der Fairness festlegen;
f) Rezepte (bekannte Verfahrensanforderungen zur Erreichung eines Zwecks, wie in Anleitungen und Etiketten);
g) Routinen und Bräuche; und schließlich
h) Institutionen, die Einheiten (e) bis (g) organisieren und systematisieren. Siehe >Kultur/Schwartz, >Persönlichkeitssystem/Saucier.



1. Goodenough, W. H. 1981. Culture, language, and society. Menlo Park, CA: Benjamin/Cummings


Gerard Saucier, „Semantic and linguistic aspects of personality“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Kulturelle Unterschiede Acemoglu Acemoglu I 56
Kulturelle Unterschiede/Prosperität/Wirtschaft/Acemoglu/Robinson: Die weithin akzeptierte Theorie, die Kulturhypothese, setzt Wohlstand in Beziehung zur Kultur. Die Kulturhypothese hat, ebenso wie die Geographie-Hypothese, eine bedeutende Abstammung, die zumindest auf den großen deutschen Soziologen Max Weber zurückgeht, der argumentierte, dass die protestantische Reformation und die protestantische Ethik, die sie beflügelte, eine Schlüsselrolle für den Aufstieg der modernen Industriegesellschaft in Westeuropa spielten. Die Kulturhypothese stützt sich nicht mehr nur auf die Religion, sondern betont auch andere Arten von Überzeugungen, Werten und Ethik.
Acemoglu I 57
Ist die Kulturhypothese nützlich, um die Ungleichheit in der Welt zu verstehen? Ja und nein. Ja, in dem Sinne, dass soziale Normen, die sich auf die Kultur beziehen, von Bedeutung sind und schwer zu ändern sein können, und dass sie manchmal auch institutionelle Unterschiede unterstützen, ist die Erklärung dieses Buches für die Ungleichheit in der Welt. Aber in vielen Fällen lautet die Antwort "nein", weil jene Aspekte der Kultur, die oft betont werden - Religion, nationale Ethik, afrikanische oder lateinische Werte - einfach nicht wichtig sind für das Verständnis, wie wir hierher gekommen sind und warum die Ungleichheiten in der Welt fortbestehen. Andere Aspekte, wie z.B. das Ausmaß, in dem die Menschen einander vertrauen oder in der Lage sind, zusammenzuarbeiten, sind wichtig, aber sie sind meist das Ergebnis von Institutionen, nicht einer unabhängigen Sache. (...) es ist keine Überraschung, dass es den Mexikanern an Vertrauen mangelt, wenn ihre Regierung keine Drogenkartelle beseitigen oder für ein funktionierendes, unparteiisches Rechtssystem sorgen kann. Postkolonialismus: Vielleicht sind die kulturellen Faktoren, auf die es ankommt, nicht an die Religion gebunden, sondern eher an bestimmte "Nationalkulturen". Vielleicht ist es der Einfluss der englischen Kultur, der wichtig ist und erklärt, warum Länder wie die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien so wohlhabend sind? Obwohl dieser Gedanke zunächst ansprechend klingt, funktioniert er auch nicht. Kanada und die Vereinigten Staaten waren englische Kolonien, aber auch Sierra Leone und Nigeria waren englische Kolonien. Die Unterschiede im Wohlstand innerhalb der ehemaligen englischen Kolonien sind so groß wie die Unterschiede in der ganzen Welt. Das englische Erbe ist nicht der Grund für den Erfolg Nordamerikas.
Acemoglu I 61
Europäisches Erbe: vielleicht kommt es nicht auf Englisch gegen Nicht-Englisch an, sondern eher auf Europäisch gegen Nicht-Europäisch. Könnte es sein, dass die Europäer aufgrund ihrer Arbeitsethik, ihrer Lebensanschauung, ihrer jüdisch-christlichen Werte oder ihres römischen Erbes irgendwie überlegen sind?
Acemoglu I 62
Vs: (...) diese Version der Kulturhypothese hat ebenso wenig Erklärungspotenzial wie die anderen. Ein größerer Anteil der Bevölkerung Argentiniens und Uruguays im Vergleich zur Bevölkerung Kanadas und der Vereinigten Staaten ist europäischer Abstammung, aber die wirtschaftliche Leistung Argentiniens und Uruguays lässt viel zu wünschen übrig. Japan und Singapur hatten nie mehr als ein paar wenige Einwohner europäischer Abstammung, und doch sind sie so wohlhabend wie viele Teile Westeuropas.
Acemoglu I 463
Literatur: Ansichten über Kultur sind in der gesamten akademischen Literatur weit verbreitet, wurden aber noch nie in einem Werk zusammengeführt. Weber (2002)(1) argumentierte, dass es die protestantische Reformation war, die erklärte, warum es Europa war, das die industrielle Revolution hatte. Landes (1999)(2) schlug vor, dass die Nordeuropäer eine einzigartige Reihe kultureller Einstellungen entwickelten, die sie dazu führten, hart zu arbeiten, zu sparen und innovativ zu sein. Harrison und Huntington, Hrsg. (2000)(3), ist eine eindringliche Aussage über die Bedeutung der Kultur für die vergleichende wirtschaftliche Entwicklung. Die Vorstellung, dass es eine Art überlegene britische Kultur oder eine überlegene Reihe britischer Institutionen gibt, ist weit verbreitet und wird verwendet, um den amerikanischen Exzeptionalismus (Fisher, 1989)(4) und auch die Muster der vergleichenden Entwicklung im Allgemeinen zu erklären (La Porta, Lopez-de-Silanes und Shleifer, 2008)(5). Die Werke von Banfield (1958)(6) und Putnam, Leonardi und Nanetti (1994)(7) sind sehr einflussreiche kulturelle Interpretationen darüber, wie ein Aspekt der Kultur oder "Sozialkapital", wie sie es nennen, den Süden Italiens arm macht. Für einen Überblick darüber, wie Wirtschaftswissenschaftler den Kulturbegriff verwenden, siehe Guiso, Sapienza und Zingales (2006)(8).

1.Weber, Max (2002). The Protestant Ethic and the Spirit of Capitalism. New York: Penguin.
2. Landes, David S. (1999). The Wealth and Poverty of Nations: Why Some Are So Rich and Some So Poor. New York: W. W. Norton and Co.
3.Harrison, Lawrence E., and Samuel P. Huntington, eds. (2000). Culture Matters: How Values Shape Human Progress. New York: Basic Books.
4.Fischer, David H. (1989). Albion’s Seed: Four British Folkways in America. New York: Oxford University Press.
5.La Porta, Rafael, Florencio Lopez-de-Silanes, and Andrei Shleifer (2008). “The Economic Consequences of Legal Origins.” Journal of Economic Literature 46: 285–332.
6..Banfield, Edward C. (1958). The Moral Basis of a Backward Society. Glencoe, N.Y.: Free Press.
7.Putnam, Robert H., Robert Leonardi, and Raffaella Y. Nanetti (1994). Making Democracy Work: Civic Traditions in Modern Italy. Princeton, N.J.: Princeton University Press.
8.Guiso, Luigi, Paola Sapienza, and Luigi Zingales (2006). “Does Culture Affect Economic Outcomes?” Journal of Economic Perspectives 20: 23–48.

Acemoglu II
James A. Acemoglu
James A. Robinson
Economic origins of dictatorship and democracy Cambridge 2006

Acemoglu I
James A. Acemoglu
James A. Robinson
Why nations fail. The origins of power, prosperity, and poverty New York 2012
Messen Davidson I (b) 23
Propositionale Einstellungen/Davidson: These: Zuschreibung propositionaler Gegenstände an andere Personen ist dem Messen analog. Bsp Objekte von Wünschen, Überzeugungen, Absichten.
Sie haben keine kausalen Kräfte und daher können sie nicht auf unseren Geist und unser Gehirn oder überhaupt auf uns einwirken. In welcher Beziehung können wir überhaupt zu ihnen stehen?
Dies sind die beiden Hilfsmittel, die es einem endlichen Vokabular ermöglichen, unendliche Bereiche abzudecken.
Gegenstände erlauben es uns, Adjektive in den Griff zu bekommen.
Ereignisse leisten zumindest für manche Adverbien das gleiche. Und beim Messen wird diese Aufgabe von den Zahlen erfüllt.
Jetzt können wir das semantische Bedürfnis nach Gegenständen durch den sich der Inhalt von Sätzen angeben läßt, von der Vorstellung trennen, es müsse überhaupt irgendwelche Gegenstände geben, mit denen jemand, der einen propositionale Einstellung hat, in psychischer Berührung steht.
Bsp: Gewichte verschiedener Gegenstände: manche wiegen dasselbe, manche das Doppelte, manche gar nichts. Durch Einführung eines Maßstabs wird daran nichts geändert.
Die einzigen Gegenstände, die wir benötigen sind die Zahlen und die Dinge, die Gewicht haben. Durch die Aussage, in Karat betrage das Gewicht des Diamanten 109 legen wir und nicht auf Gewichte im Sinne von Gegenständen fest.
Danach gibt es keine Alternative zur Auffassung von Glaubenssätzen als relationalen Sätzen.
Dieser "Relativismus" enthält aber nichts, was zeigen könnte, daß die gemessenen Eigenschaften nicht "wirklich"sind.
I (c) 26
Messen/Davidson: Maßstab ändert nichts an der Tatsache des Gewichts oder den Verhältnissen - Zahlen werden benötigt, wohnen dem Gegenstand aber nicht inne - Ontologie: Gewicht ist nichts Gegenständliches - Analogie zum Messen: Zuschreibung intentionaler Zustände - Zahlen: müssen hier nur Beibehaltung der Proportionen gewährleisten - dennoch: wenn es keinen Widerspruch zwischen 0° Celsius und 32° Fahrenheit gibt, zeigt das nicht, daß die gemessenen Eigenschaften nicht "wirklich" sind.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Metaphern Rorty III 41ff
Metapher/Rorty: These: die Geschichte der Sprache und damit der Künste, Wissenschaften und Moral als Geschichte der Metapher betrachten heißt, das Bild zu verabschieden, in dem Bewusstsein oder Sprache sich immer besser für Zwecke eignen, die Gott oder die Natur auferlegt haben. Bewusstsein hat sich in der Evolution einfach ergeben, es ist nicht etwas, auf das der ganze Prozess abzielte.
III 44
Metapher/Davidson/Rorty: eine Bedeutung haben heißt, einen Platz in einem Sprachspiel haben - Metaphern haben per Definitionen keinen! Metaphern unterbrechen eine Unterhaltung - sie übermitteln keine Botschaft. Metaphern können nicht paraphrasiert werden. >Sprachpiel.
IV (b) 68
Metaphern/Davidson: haben keine Bedeutung. Das heißt: vor ihrer Verfertigung haben sie keinen Platz im Sprachspiel. Anschließend kommt ihnen allerdings eine wichtige Aufgabe zu.
IV (b) 68
Metapher/Rorty: so ist die Metapher ein wesentliches Instrument im Prozess des Umwebens unserer Überzeugungen und Wünsche. Ohne sie gäbe es so etwas wie wissenschaftliche Revolutionen oder einen kulturellen Umbruch gar nicht, sondern nur eine Veränderung der Wahrheitswerte von Aussagen, die in einem nicht wechselnden Vokabular formuliert werden.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Normen Bostrom I 258
Normen/Normativität/Superintelligenz/Bostrom: Indirekte Normativität ist eine Möglichkeit, auf die Herausforderung zu antworten, die sich aus der Tatsache ergibt, dass wir vielleicht nicht wissen, was wir wirklich wollen, was in unserem Interesse liegt oder was moralisch richtig oder ideal ist. Anstatt eine Vermutung auf der Grundlage unseres eigenen derzeitigen Verständnisses (das wahrscheinlich zutiefst fehlerhaft ist) anzustellen, würden wir einen Teil der für die Wertauswahl erforderlichen kognitiven Arbeit an die Superintelligenz delegieren. >Ethik/Superintelligenz/Bostrom. (...) man könnte diese Idee verallgemeinern (...):
Def Prinzip der epistemischen Achtung: Eine zukünftige Superintelligenz nimmt einen erkenntnistheoretisch überlegenen Standpunkt ein: ihre Überzeugungen sind (wahrscheinlich bei den meisten Themen) wahrscheinlicher als unsere. Wir sollten uns daher, wann immer dies möglich ist, der Meinung der Superintelligenz beugen.

((s)VsBostrom: (1) Hier wird die stillschweigende Annahme gemacht, dass moralische Entscheidungen dem Fortschritt unterworfen sind.
(2) Damit wird menschliche Verantwortung delegiert und letztlich davon ausgegangen, dass menschliche Entscheidungen nur vorläufig sind, bis nicht-menschliche Entscheidungen getroffen werden).
>Ethik/Moral/Superintelligenz/Yudkowsky
I 259
Ethik/Moral/Superintelligenz/Yudkowsky: Yudkowsky hat vorgeschlagen, einer Ausgangs-KI das Endziel zu geben, den "kohärenten extrapolierten Willen" (CEV) der Menschheit zu verwirklichen, den er wie folgt definiert: CEV/Yudkowsky: CEV/Yudkowsky: Unser "kohärentes extrapoliertes Wollen" ist unser Wunsch, wenn wir mehr wüssten, schneller dächten, mehr die Menschen wären, die wir gerne wären, wenn wir enger zusammen aufgewachsen wären; wo die Extrapolation unserer Wünsche konvergiert statt zu divergieren, wo unsere Wünsche kohärent sind statt sich zu stören; wenn sie extrapoliert werden, wie wir es wünschen, dass sie extrapoliert werden, dass sie interpretiert werden, wie wir es wünschen, dass sie interpretiert werden. >Ethik/Superintelligenz//Bostrom.

Bostrom I
Nick Bostrom
Superintelligence. Paths, Dangers, Strategies Oxford: Oxford University Press 2017
Objektivität Nagel I 9 ff
Objektivität/Nagel: These: Obwohl man unsere Objektivität in einzelnen Fällen sicher in Misskredit bringen kann, durch den Nachweis, dass ihre Quellen anderswo liegen (in Vorurteilen, Wünschen usw.) werden sich Interpretationen dieser auf eine bestimmte Perspektive abhebenden Art früher oder später erschöpfen. Nagel: die Gültigkeit von Gedanken hängt nicht von ihrer Verwendungsweise ab! (> Gebrauchstheorie, Bedeutung/Gültigkeit: Bedeutung ist eben noch keine Gültigkeit.)
I 26
Objektivität/subjektiv/Nagel: das Bemühen, das Subjektive und Besondere bzw. das Relative an der eigenen Einstellung zu ermitteln, führt unweigerlich zum Objektiven und Allgemeinen.
I 60
Allerdings kann die Praxis der Gemeinschaft nicht von der Objektivität aus dem Felde geschlagen werden: die Sprache ändert sich. Für den Inhalt des Denkens - im Gegensatz zur Bedeutung der Wörter.
Frank I 144
Objektivität/Nagel: eher eine Richtung, in die der Verstand schreiten kann - kein Endpunkt. - Objektiver Charakter eines Erlebnisses ist schwer verständlich. - Wieso sollen Erlebnisse überhaupt objektiven Charakter haben? - Für diese Frage kann das Gehirn ganz übergangen werden - ergibt es überhaupt Sinn zu fragen, wie meine Erlebnisse wirklich sind im Gegensatz dazu, wie sie mir erscheinen? - was immer von Physischem ausgesagt wird, muss objektiv sein.
Thomas Nagel (1974): What Is It Like to Be a Bat?, in: The Philosophical
Review 83 (1974), 435-450

Nagel III 99
Objektivität/Nagel: das objektive Bild der Welt muss unvollständig sein, weil es die subjektiven Standpunkte nicht gleichzeitig darstellen kann. - III 124 O/Subjektivität/objektiv/subjektiv/Nagel: es bringt nichts, das objektive physikalische Bild um die Subjektivität anzureichern - denn es gibt da nichts, was ausgelassen worden wäre - ((s) physikalisch gesehen). - Nagel: dennoch ist das objektive Bild unvollständig. - Lösung: die Dinge existieren nicht nur auf eine Art - ein und dieselbe Welt kann nicht zugleich irreduzibel subjektive und irreduzibel objektive Züge haben - das eine muss sich auf das andere reduzieren lassen. - Das zu bestreiten hieße zu bestreiten, dass es eine einzige Welt gibt.
III 11
Objektivität/Nagel: ein Verfahren unseres Verstandes - primär objektiv/Terminologie: Überzeugungen und Erkenntnis - abgeleitet objektiv: Wahrheiten.
III 18
Objektivität: dabei geht es Allgemeinheit, nicht um Physikalisches.
III 12
Objektivität/Realität/Nagel: nicht alles Wirkliche lässt sich besser verstehen, je objektiver es betrachtet wird. Das führt zum Unterschied von Objektivität und Realität - physikalisches Weltbild: nicht von den Sinnen abhängig.
III 22
Objektivität/Objektivierung/Nagel: 1. Schritt: die Idee der Gesamtheit aller menschlichen Perspektiven zu begreifen. - Voraussetzung: die eigenen Erlebnisse als allgemein menschlich aufzufassen - keine externe Vorstellung, sondern der generische Begriff des Subjekts.
III 24
Bewusstsein: der Bewusstseinsbegriff kann aber nicht von jeglicher menschlicher Perspektive gelöst werden. - Uralter Fehler: Fremdpsychisches/fremde Erlebnisse als Teil der Außenwelt zu begreifen.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Persönlichkeitssystem Saucier Corr I 390
Persönlichkeitssystem/Saucier: Ein ganz anderer Ansatz ((e), der sich von dem >lexikalischen Ansatz/ lexikalischen Untersuchungen unterscheidet) zur Definition der Persönlichkeit, konzentriert sich auf das zugrunde liegende System, das den Satz von Persönlichkeitsattributen antreibt oder erzeugt. Gute Beispiele sind Definitionen von Cloninger (2000,(1) S. 3): 'die zugrunde liegenden Ursachen innerhalb der Person des individuellen Verhaltens und der Erfahrung'. Pervin (1996(2), S. 414): die komplexe Organisation von Kognitionen, Affekten und Verhaltensweisen, die dem Leben der Person Richtung und Muster (Kohärenz) gibt. Mayer (2007(3), S. 14; vgl. Wundt 1896/1969(4), S. 26): "das organisierte, sich entwickelnde System innerhalb des Individuums, das das kollektive Handeln der wichtigsten psychologischen Subsysteme dieses Individuums repräsentiert. Aus dieser Sicht ist Persönlichkeit nicht eine Reihe von Prädikaten (d.h. Attributen), die in der Sprache klar dargestellt sind, sondern eine Reihe von Mechanismen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich funktionieren können. >Persönlichkeit/Saucier, >Definition/Saucier, >Attribute/Saucier, >Lexikalische Untersuchungen/Saucier.
Corr I 393
Inhalt/Persönlichkeitssystem/Saucier: Der Inhalt einer Kultur aus der Sicht von Goodenough (1981)(5); >Kultur/Goodenough) kann auch die Schlüsselkomponente der Persönlichkeit sein, aber nur, wenn wir an Persönlichkeit im Sinne von Mentalität oder Persönlichkeitssystem denken: a) Formen (Kategorien, Konzepte, Ideen), bis zu
b) Vorschläge, bis hin zu
c) Überzeugungen. Persönliche Werte
d) sind jene persönlichen Überzeugungen, die mit inneren Gefühlszuständen, Wünschen, gefühlten Bedürfnissen, Interessen und mit der Maximierung von Befriedigung und Minimierung von Frustration verbunden sind.
e) Regeln und öffentliche Werte - Systeme, die Regeln, Codes, Pflichten, Verpflichtungen, Rechte, Privilegien und Normen der Fairness festlegen;
f) Rezepte (bekannte Verfahrensanforderungen zur Erreichung eines Zwecks, wie in Anleitungen und Etiketten);
g) Routinen und Bräuche; und schließlich
h) Institutionen, die Einheiten (e) bis (g) organisieren und systematisieren.
Saucier: Merkmale von Kultursystemen werden in Individuen verinnerlicht. Merkmale von Persönlichkeitssystemen beeinflussen kontinuierlich die Kultursysteme.


1. Cloninger, S. C. 2000. Theories of personality: understanding persons, 3rd edn. Upper Saddle River, NJ: Prentice-Hall
2. Pervin, L. A. 1996. The science of personality. New York: Wiley
3. Mayer, J. D. 2007. Personality: a systems approach. Boston: Pearson
4. Wundt, W. M. 1896/1969. Outlines of psychology (C. H. Judd (trans.)). New York: G. E. Stechert. Originally published in German in 1896



Gerard Saucier, „Semantic and linguistic aspects of personality“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Recht Kant Brocker I 670
Recht/Begründung/Kant: Kants Konzeption des Rechten beruht auf der Annahme eines transzendentalen Subjekts, dessen Befähigung zur moralischen Autonomie darin begründet liegt, dass es nicht Teil der von Naturgesetzen determinierten Erscheinungswelt ist und sich daher am Gedanken der Verallgemeinerbarkeit selbst orientieren kann, statt aufgrund seiner Neigungen, Triebe und Wünsche zu handeln. Transzendentales Subjekt/Kant: besitzt insofern rein formalen Charakter, als es weder bestimmte Inhaltliche Zwecke verfolgt, noch Präferenzen besitzt.
Subjektivität/Kant: diese Subjektivität ist frei und gleichwohl individuiert, als jedes transzendentale Subjekt sich rein auf sich selbst als Freiheitswesen bezieht.
RawlsVsKant: Rawls versucht, Kant ohne diese „metaphysischen“ (genauer gesagt transzendentalphilosophischen) Voraussetzungen zu reformulieren.
Brocker I 671
SandelVsRawls: dieser Versuch Rawls‘ scheitert, weil Rawls implizit eine Theorie des „Selbst“ zugrunde legen muss, die von Kants Theorie nicht wesentlich unterschieden ist. Kants Theorie und der deontologische Liberalismus sei nicht vor den Schwierigkeiten zu retten, die das kantische Subjekt mit sich bringt. (1) Transzendentales Subjekt/Rawls: Rawls „Schleier des Nichtwissens“ in einem angenommenen Ausgangszustand einer zu errichtenden Gesellschaft, bei dem die Menschen nicht wissen, welche Rolle sie später spielen werden, ist der Versuch, Kants transzendentales Subjekt ohne metaphysische Annahmen zu rekonstruieren. Siehe Schleier des Nichtwissens/Rawls.


1. Michael Sandel, Liberalism and the Limits of Justice, Cambridge/New York 1998 (zuerst 1982), S. 14.


Markus Rothhaar, “Michael Sandel, Liberalism and the Limits of Justice” in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018



Höffe I 304
Recht/Letztbegründung/Kant/Höffe: [Kant erklärt]metaphysische Überzeugungen selbst für eine Rechts- und Staatstheorie, sofern sie philosophisch seinwill, als unverzichtbar.
Höffe I 306
Kant gliedert sein Moralsystem, die Metaphysik der Sitten, in zwei Teile: die Rechtslehre als Inbegriff dessen, was die Menschen einander schulden, und die Tugendlehre als Inbegriff der verdienstlichen Mehrleistungen. Für beide vertritt er ein allgemeines Gesetz von moralischem Rang. Beim allgemeinen Rechtsgesetz kommt es im Unterschied zum allgemeinen Tugendgesetz nicht auf die innere Triebfeder an, weshalb man das Rechtsgesetz zwar befolgen, das Befolgen aber nicht zur Maxime seiner Handlung machen muss. Der Rechtsmoral genügt die äußere Handlung, sofern man sie im Verhältnis zu den äußeren Handlungen anderer Personen, das heißt für Kant: anderer zurechnungsfähiger Wesen, betrachtet. Für das Recht zählt allein das äußere Zusammenleben, das in moralischer Bedeutung Sich einem streng allgemeinen Gesetz zu unterwerfen hat: «Handle äußerlich so, dass der freie Gebrauch deiner
Willkür mit der Freiheit von jedermann nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen könne»(1).
Zwang/Recht/Kant: Zum bloßen Begriff des Rechts, zeigt Kant schlüssig, gehört eine Zwangsbefugnis. Hier, im Gegensatz zu einem philosophischen Anarchismus, bestreitet Kant die Ansicht, zwischen Menschen dürfe es keinerlei Zwang geben.
KantVsLocke: In den moralisch erlaubten Zwang geht aber nicht wie in Lockes Naturzustand eine Strafbefugnis ein; es handelt sich nur um das Recht auf Unrechtsabwehr. Man darf beispielsweise einen Diebstahl verhindern oder sich das Diebesgut zurückholen, aber weder den Dieb verletzen noch sich mehr als das Gestohlene nehmen. >Eigentum/Kant, >Rechtsstaatlichkeit/Kant, >Staat/Kant.


1.Kant, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre § C
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Reduktionismus Rorty I 190
Rechtfertigung: der traditionelle Rechtfertigungsbegriff in der Erkenntnistheorie ist reduktionistisch und atomistisch.> Reduktion. Reduktionismus/Freud: er erklärt uns nicht, Kunst seit tatsächlich Sublimierung, philosophische Systembildung nur Paranoia oder Religion bloß fehlgeleitete Erinnerung.

IV (b) 48 ff
"Antireduktionismus": Reduktion sei keine Beziehung zwischen ontologischen Kategorien, sondern nur zwischen sprachlichen Gegebenheiten. a) Wer (sprachlich) von X redet, muss nicht unbedingt von Y reden.
b) Jede Beschreibung in einer X-Terminologie trifft ausschließlich auf Dinge zu, auf die sich auch eine eine Beschreibung in einer Y-Terminologie bezieht. Doch diese Art Reduktion bedeutet nicht, dass "X-Dinge nichts als Y-Dinge" seien.
Es gibt nichts, was dergleichen zeigen könnte. "Ein X ist, was es ist, und kein ander Ding". (Buttler).
Die einzige Möglichkeit, zu zeigen, dass es keine X-Dinge gibt, wäre zu zeigen, dass es keine solchen Sätze gibt! (X und Y nur stilistische Varianten).
Volkspsychologie: wird auch weiterhin das geeignetste Mittel sein, um über uns zu reden. Wir werden "Überzeugungen" und "Wünsche" in unserem Vokabular behalten. Sie sind bewährte Werkzeuge.

VI 138f
Def Reduktionismus/Rorty: es gibt nicht nur ein einziges Netz, sondern auch eine einzige, privilegierte Beschreibung aller Entitäten in diesem Netz. Der Reduktionist glaubt, wir brauchten nicht nur kausale Einheit, sondern auch Einheit der Erklärung: Ein Verfahren um alle Erklärungsversuche kommensurabel zu machen und wahre nomologische Aussagen zu liefern, durch die alle diese Entitäten (Gedanken, Neuronen, Sunden, Hormone, Handlungen und Bewegungen, Personen und Organismen) miteinander verknüpft werden. RortyVsReduktionismus: wir haben von Davidson gelernt, mit Token-Token-Identitäten zwischen unterschiedlich beschriebenen Gegenständen zufrieden zu sein.
VI 139
Reduktionismus/Rorty: glaubt, dass es nur eine richtige Beschreibung gibt. Damit alle Erklärungen vergleichbar sind.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Reize Rorty I 192
Reiz/Quine/Rorty: auch Reize sind nach Quine "Setzungen" wie alles übrige.
I 250
Def Beobachtungssatz/Quine: ein Satz, über den alle Sprecher in derselben Weise urteilen, wenn sie denselben begleitenden Reizen ausgesetzt sind. Ein Satz, der innerhalb einer Sprachgemeinschaft gegenüber Unterschieden in vergangenen Erfahrungen nicht empfindlich ist. RortyVsQuine: Quine schließt Blinde, Geistesgestörte und gelegentliche Abweichler aus.

VI 29
"Innere Repräsentation"/Rorty: Vertreter: Ruth Millikan, Fred Dretske, David Papineau. Biologische Deutung. Evolution.(> Searle). Die Fähigkeit von Organismen, auf verschiedenartige Reize verschieden zu reagieren. Rorty,Armstrong,Dennett, SellarsVs: Wahrnehmungen sind nicht "Erlebnisse" oder "Rohempfindungen", sondern Dispositionen zur Aneignung von Überzeugungen und Wünschen.
VI 170
Realität/Rorty: eine Aussage wie "Die Theorie ist erfolgreich, weil sie zu etwas Realem vorstößt" ist ebenso nutzlos wie Dennetts Bsp "Wir lachen wegen der Lustigkeit des Reizes".

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Field II 55
Repräsentation/Field: Wenn die Repräsentation nur auf öffentliche Sprache bezogen ist, warum ist sie dann intern? Lösung: ist die Unterscheidung von Typ/Token. Frage: Warum ist sie dann auf die öffentliche Sprache bezogen? Antwort: Weil man nur in Bezug auf Typen von Tokens sprechen kann.
II 58
Repräsentation: Die Syntax der Repräsentation kann ohne Rücksicht auf die Bedeutungen bestimmt werden, wenn wir Gesetze für Körperbewegungen aus Wünschen usw. haben (enge psychologische Theorie).
II 58
Semantik/Repräsentation: Wahrheit können wir überflüssig machen: Wenn wir 1. Gesetze von Überzeugungen aus Reizen haben und 2. Gesetze für Körperbewegungen aus Überzeugungen und Wünschen haben. Das wäre die "enge psychologische Theorie": dann brauchen wir keine Bedeutungen in Repräsentation anzunehmen.
II 59
Wenn aber Repräsentationen wahr sein sollen, müssen sie mit Bedeutungen korreliert sein.
II 60
Repräsentation ohne Bedeutung: Bsp für alle Sätze S1 und S2 in einem System: Wenn eine Person glaubt [S1 > S2] und sich S2 wünscht, dann wünscht sie auch S1. Field: Bedeutungen sind es deshalb nicht, weil die geglaubten Sätze alle auch falsch sein können! Bsp RI: der Eingeborene hebt sein Gewehr: Dies ist ein Grund anzunehmen, dass er glaubt, dass ein Kaninchen in der Nähe ist (auch wenn er sich täuscht).
II 61
Repräsentation/Semantik/Psychologie: Für die psychologischen Erklärungen der Repräsentation brauchen wir gar nicht die semantischen Begriffe wie "wahr" und "referiert auf", die normalerweise Sätze in Beziehung zur Welt setzen. Glauben/Wahrheit: Nichts zwingt mich, von einer Person anzunehmen, dass sie einen Glauben hat, der wahr von Kaninchen ist. ((s) Es reicht ja, wenn er sein Gewehr hebt.) - Wahrheit: (von inneren Repräsentationen) brauchen wir nur, wenn wir annehmen, dass sie verlässliche Indikatoren über die Welt sind - Bsp ein Kind benimmt sich schuldbewusst - Bsp wenn ein Mathematiker eine Theorie glaubt, ist das ein Grund für mich, sie auch zu glauben. (> Verlässlichkeit).
II 66
Sprache/Repräsentation/Schiffer: früh: (1972): Die Satzbedeutung ist allein durch Begriffe des Glaubens und Wünschens erklärbar - Bsp um die Bedeutung von "Cäsar war egoistisch" zu kennen, muss man wissen, dass der Satz konventionell mit dem Glauben korreliert ist, dass Cäsar egoistisch war. - Alles geht über innere Repräsentationen und diese können ohne weiteren Bezug auf Sprache erklärt werden. FieldVsSchiffer: Die Symbole in meinem Repräsentationssystem haben ihre Rolle durch Aneignung z.B. eines Namens in der öffentlichen Sprache erworben. Tiere/Field: Obwohl sie wahrscheinlich Repräsentationen haben, können Bedeutungen und damit auch Wahrheit, nicht auf sie angewendet werden.
II 69
Repräsentation/Field: Eine Repräsentation könnte man auch als weder sprachlich noch piktoral annehmen: Bsp "Glühbirnenmodell" - das wäre uninterpretiert und könnte Verhalten nicht erklären.
II 77f
Repräsentation: Repräsentationale Begriffe können Eigenschaften ersetzen. Die meiste Psychologie kommt ohne sie aus. Vorteile? - Intentionale Begriffe sind projektiv - Bsp "Er hob sein Gewehr..." - die Wahrheitsbedingungen (WB) spielen dann keine Rolle! Der Vorteil von Repräsentationen liegt in der Verbindung von Erklärung und Voraussage.
II 94
Repräsentation/StalnakerVsField: Die grundlegende Relation besteht zwischen Wörtern statt zwischen Sätzen oder "Morphemen" (der Gedankensprache). Auch nicht zwischen ganzen Zuständen. - Field: Das könnte stimmen.
II 154
Repräsentation/Wahrheitsbedingungen/Übersetzung: Man kann eine Repräsentation ohne Übersetzung und ohne Wahrheitsbedingungen annehmen. Lösung: Man nimmt Reaktionen auf seinen Glauben an und einen entsprechenden Schwellenwert für seine Reaktion - verrückte Fälle: Bsp die Person glaubt, dass etwas ganz anderes repräsentiert ist. Lösung: Die Rolle kann gar nicht genau spezifiziert werden, aber der objektive Kern ist, dass es überhaupt eine Rolle gibt. Erklärung 2. Klasse: ist eine "hinreichende Ähnlichkeit zu unseren eigenen Repräsentationen": Bsp "Chruschtschow blinzelte" als Erklärung für Kennedys Handeln. Problem: Unsere eigenen Repräsentationen sind nicht objektiv. Deflationismus: für ihn ist das kein Problem. Wahrheitsbedingungen: Wir brauchen nur Wahrheitsbedingungen, wenn wir nicht wissen, wie die Details der Erklärung sind.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Repräsentation Searle Brandom I 923
SearleVsDavidson/Repräsentation: Gehalt muss intrinsisch sein. Der Inhalt von Überzeugungen und Absichten muss verständlich sein, bevor die Analyse des Gebrauchs erfolgt. Nach diesem Modell kann der Gehalt nicht durch den Gebrauch übertragen werden. Searle/Zeichen: Geräusche, die aus dem Mund kommen und Schriftzeichen auf dem Papier, sind bloße Gegenstände in der Welt. Ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch, sondern von der Intentionalität des Geistes hergeleitet.
Die Intentionalität des Geistes wiederum ist von keiner vorgängigen Intentionalität hergeleitet, sie ist eine intrinsische Eigenschaft dieser Zustände selbst.
Jemand benutzt einen Satz, um eine Vorstellung zu vermitteln. In diesem Sinne benutzt er seine Vorstellungen und Überzeugungen und Wünsche allerdings nicht: Er hat sie einfach!
Überzeugung: Überzeugung ist eine Repräsentation. Sie besteht aus einem intentionalen Gehalt und einem psychischen Modus. Es ist falsch, dass es eine Person geben muss, die irgendeine Entität als Repräsentation benutzen muss, damit es überhaupt eine Repräsentation gibt. Das gilt für Sätze, Zeichen und Bilder (d.h. für abgeleitete Intentionalität), aber nicht für intentionale Zustände.
Repräsentation braucht Hintergrund von nicht-repräsentationalen Fähigkeiten. Das Kompositionalitätsprinzip ist ohne Hintergrund nicht hinreichend.
---
Searle I 271
Muster: Das Muster spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität). --
II 28 f
Repräsentation: Eine Repräsentation ist Sprechakten und intentionalen Zuständen gemeinsam. Sie besteht nicht aus Bildern, sondern hat propositionale Gehalte! Der Schlüssel zum Verständnis sind Erfüllungsbedingungen. Aus Repräsentation folgt keine Ontologie. Ein Wiedererkennen braucht keine Repräsentation zu enthalten!
III 185
Repräsentation: Jede Repräsentation ist an gewisse Aspekte gebunden, an andere nicht.
III 197f
Repräsentationen sind privat, Sprache öffentlich! ---
I 195
Existenz: Existenz ist eine Wahrheitsbedingung, mögliche Existenz: ist eine Verstehbarkeitsbedingung. ---
Graesser I 125
Repräsentation/Searle: Ein Gegenstand X repräsentiert einen Sachverhalt A dann, wenn eine Subjekt S vorhanden ist, das beabsichtigt, dass X A repräsentiert.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Selbst Rosenberg Upton I 114
Selbst/Methode/Rosenberg/Upton: Eine der wohl wichtigsten Studien zur Entwicklung des Selbstgefühls wurde von Rosenberg (1979)(1) durchgeführt. Er führte offene Interviews mit einzelnen Kindern, um ihre Selbstwahrnehmung herauszufinden. Er befragte eine Stichprobe von 8 bis 18-Jährigen zu verschiedenen Aspekten ihres Selbstgefühls um
Upton I 115
1. einen Weg zu finden, die Antworten der Kinder in sinnvolle Kategorien einzuteilen. 2. nach nach Mustern in den Arten von Antworten zu suchen, die von bestimmten Altersgruppen gegeben wurden.
Kategorien:
A. Körperlich:
- objektive Fakten - z.B. "Ich bin acht Jahre alt"; offensichtliche Leistungen - z.B. "Ich kann 25 Meter schwimmen";
- Manifeste Präferenzen - z.B. "Ich mag Milch";
- Besitz - z.B. "Ich habe ein blaues Fahrrad";
- physische Eigenschaften - z.B. "Ich habe braunes Haar und blaue Augen";
- Mitgliedskategorien - z.B. "Ich bin ein Mädchen".
B. Charakter:
- Charakterqualitäten - z.B. "Ich bin ein tapferer Mensch und denke, dass ich ehrlich bin";
- emotionale Eigenschaften - z.B. "Ich bin generell glücklich und fröhlich";
- emotionale Kontrolle - z.B. "Ich lasse mich nicht in einen Streit verwickeln", "ich verliere leicht die Beherrschung".
C. Beziehungen:
- zwischenmenschliche Eigenschaften - z.B. "Ich bin freundlich und gesellig", "Ich bin schüchtern und ziehe mich zurück";
- Beziehung zu anderen - z.B. "Ich bin bei anderen Kindern sehr beliebt", "Andere Menschen haben Schwierigkeiten, mit mir auszukommen".
D. Innerer Zustand: Beschreibungen des Selbst, die sich auf die privatere Innenwelt eines Individuums beziehen, in der es um Emotionen, Einstellungen, Wünsche, Überzeugungen und Geheimnisse wie Selbsterkenntnis geht.
Ergebnisse: Rosenberg (1979)(1) stellte fest, dass die Mehrheit der Beschreibungen von jüngeren Kindern sich auf körperliche Aktivität und körperliche Eigenschaften bezogen. Die älteren Kinder verwendeten eher Charakterzüge, um das Selbst zu definieren. Rosenberg fand auch einen zunehmenden Bezug zu Beziehungen.
Upton I 116
Die ältesten Kinder (im Alter von 18 Jahren) nutzten viel mehr innere Qualitäten, deren Wissen nur dem Einzelnen zur Verfügung stand. Diese Beschreibungen befassten sich mit ihren Emotionen, Einstellungen, Motivationen, Wünschen und Geheimnissen. Rosenberg fand auch heraus, dass ältere Kinder viel eher von Selbstbeherrschung sprechen, wenn sie sich selbst beschreiben, zum Beispiel "Ich zeige meine Gefühle nicht".
Upton I 117
VsRosenberg/Probleme/Upton: 1) Dies war eine Querschnittsstudie, sodass, obwohl Unterschiede in Bezug auf die Selbstbeschreibungen von Kindern in verschiedenen Altersgruppen durchaus beobachtet werden konnten, es schwierig ist, absolut sicher zu sein, dass diese Unterschiede Entwicklungsänderungen widerspiegeln - nur eine Längsschnittstudie könnte diese Interpretation wirklich bestätigen.
2) Selbst wenn diese sich ändernden Beschreibungen eine Entwicklungsänderung widerspiegeln, wie können wir sicher sein, dass es bei der Entwicklungsänderung tatsächlich um das Verständnis des Selbst geht?


1. Rosenberg, M (1979) Conceiving the Self. New York: Basic Books.

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011
Subjektivität Davidson I (e) 101
Subjektivität/Davidson: es ist ein Fehler anzunehmen, unsere subjektiven Zustände könnten unabhängig vom Rest der Welt so sein, wie sie sind.
I (e) 103
Subjektivität/Erfüllung/Kurzschnabeligel/Stachelschwein/Igel/Fodor: Erfüllung durch subjektiven Zustand: Gedanke über Tiere, die bestimmte allgemeine Kriterien erfüllt (genau die, die wir bei der Entscheidung verwenden) - I 104 DavidsonVsFodor: diese Zustände gibt es nicht - statt dessen: Geschichte des Lernens des Worts.
I (e) 105
Subjektivität/Stich: wissenschaftliche Psychologie: Geistzustände sind eher propositional, aber nicht in direkter Verbindung zu Wünschen Überzeugungen usw. sondern zur Verhaltenserklärung. Subjektiv nur charakteristisch für die Person - diese muß den Zustand nicht angeben können.
I (e) 105f
Subjektivität/Davidson: Zusammenfassung: 1. Bewusstseinszustände durch sozialen Kontext identifiziert. - Wie Sonnenbrand durch Sonne - 2. Dennoch ist beides physisch - 3. Dass Geistzustände durch kausale Beziehungen zu den Gegenständen identifiziert werden, ist wesentlich für Kommunikation - 4. VsTrennung Schema/Inhalt: Cartesianisch: Der Geist ist passiver Betrachter - 5. Es gibt keine "Gegenstände des Denkens" - Gedanken sind privat. - Sie gehören dennoch zur gemeinsamen Welt. - Die bloße Möglichkeit von Gedanken verlangt gemeinsame Maßstäbe der Wahrheit und der Objektivität.
Frank I 626ff
Mythos des Subjektiven/DavidsonVsPrivatsprache: nach dem Mythos schaut jedes Subjekt auf seine privaten Gegenstände - Vs: Ideen haben nur dann Wahrheitsbedingungen, wenn sie etwas repräsentieren, d.h. interpretierbar sind.
Donald Davidson (1984a): First Person Authority, in: Dialectica38 (1984),
101-111

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Superintelligenz Pinker Brockman I 108
Superintelligenz/Pinker: (...)[dystopische] Szenarien basieren auf einer Verwechselung von Intelligenz mit Motivation - von Überzeugungen mit Wünschen, Schlussfolgerungen mit Zielen, der von Turing erläuterten Berechnung und der von Wiener erläuterten Kontrolle. >Intelligenz/Turing, >Künstliche Intelligenz/Wiener. Selbst wenn wir übermenschlich intelligente Roboter erfinden würden, warum sollten sie ihre Meister versklaven oder die Welt übernehmen wollen? Intelligenz ist die Fähigkeit, neue Mittel einzusetzen, um ein Ziel zu erreichen.
Aber die Ziele sind für die Intelligenz ohne Belang: Klug zu sein ist nicht dasselbe, wie etwas zu wollen. Es ist einfach so, dass die Intelligenz im Homo sapiens ein Produkt der darwinistischen natürlichen Selektion ist, ein inhärenter Wettbewerbsprozess.
(...) Es ist ein Fehler, einen Schaltkreis im limbischen Gehirn einer bestimmten Primatenart mit der Natur der Intelligenz zu verwechseln. Es gibt kein Gesetz komplexer Systeme, das besagt, dass intelligente Agenten zu rücksichtslosen Größenwahnsinnigen werden müssen. >Intelligenz/Pinker.
Brockman I 110
Selbst wenn ein System der künstlichen Intelligenz versuchen würde, einen Machtwillen auszuüben, bliebe es ohne die Mitarbeit von Menschen ein impotentes Gehirn in einer Wanne. Ein superintelligentes System, in seinem Streben nach Selbstvervollkommnung, müsste irgendwie die schnelleren Prozessoren bauen, auf denen es laufen würde, die Infrastruktur, die es speist, und die robotischen Effektoren, die es mit der Welt verbinden - alles unmöglich, es sei denn, seine menschlichen Opfer arbeiteten daran, ihm die Kontrolle über große Teile der technischen Welt zu geben. >Künstliche Intelligenz/Pinker, >Intelligenz/Pinker.

Pinker, S. “Tech Prophecy and the Underappreciated Causal Power of Ideas” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019
Theoretische Termini Schiffer I 29
Theoretische Termini/Volkspychologie/Lewis/Schiffe: Theoretische Termini erhalten ihre Bedeutung aus den Rollen, die sie in der Theorie spielen, die sie einführen. - Verben für propositionale Einstellungen erhalten ihre Bedeutung durch ihre funktionale Rolle. Volkspsychologie/ Schiffer: vor einigen Jahren von allen harten Materialisten. - Heute von niemand mehr vertreten.
SchifferVsVolkspsychologie: keine common sense-Theorie hat die Mittel, Glauben oder Wünsche zu definieren. - Sie müsste gesetzesähnliche Verallgemeinerungen formulieren - Wir Wünschen uns im Alltag nicht auf psychologische Gesetze zu berufen. - LewisVsVs: es muss covering laws geben.
I 30
SchifferVsCovering laws: Lösung: wir schreiben Glauben unter bestimmten Bedingungen zu, auch ohne Gesetze. - Volkspsychologie: 3. Arten von Verallgemeinerung: 1. Funktionale Rollen für Beeinflussung von Überzeugungen untereinander
2. Input-Bedingungen für Wahrnehmung. (Sie können nicht Teil des gemeinsamen Wissens sein.).
3. Output-Bedingungen für Handlungen.
Problem: Bsp Blinde können unseren Glauben haben, aber nicht unsere Volkspsychologie.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Theory of Mind Pädagogische Psychologie Upton I 102
Theory of Mind/Bildungspsychologie/Upton: Ein wichtiger Bereich der kognitiven Entwicklung, der während der Schulzeit stattfindet, ist das Verständnis der Kinder für psychische Zustände; sie entwickeln das, was als Theory of Mind bekannt ist. Die Theory of Mind bezieht sich auf das Verständnis, dass andere Menschen unterschiedliche Gedanken, Kenntnisse, Wünsche, Gefühle und Überzeugungen haben können (Harris, 2006)(1). Schon im Vorschulalter wird versucht, Wissen und mentale Zustände anderen zuzuordnen; erst im Alter von etwa vier Jahren sollen Kinder eine kohärente Theory of Mind zeigen (Gopnik, 1993)(2).
Einige Theoretiker argumentieren, dass diese Fähigkeit einen qualitativen Wandel im Denken von Kindern zeigt (z.B. Wellman und Gelman, 1998)(3).
Andere sind jedoch anderer Meinung und argumentieren, dass die Aufgaben, welche zur Überprüfung der Theory of Mind verwendet werden, die Fähigkeiten der Kinder unterschätzen (Siegal und Peterson, 1994)(4). >False-Belief-Test/Pädagogische Psychologie, >False-Belief-Test/Happé.


1.Harris, PL (2006) Social cognition, in Kuhn, D and Siegler, R (eds) Handbook Handbook of Child Psychology, Vol. 2: Cognition, perception, and language (6th edn). New York: Wiley.
2. Gopnik, A (1993) How we know our minds: the illusion of first-person knowledge of intentionality. Behavioral and Brain Sciences, 16: 1–14.
3. Wellman, HM and Gelman, SA (1998) Knowledge acquisition in foundational domains, in Kuhn, D and Siegler, RS (eds) Handbook of Child Psychology, Vol. 2: Cognition, perception, and language (5th edn). New York: Wiley.
4. Siegal, M and Peterson, CC (1994) Children’s theory of mind and the conversational territory of cognitive development, in Lewis, C and Mitchell, P (eds) Origins of an Understanding of Mind. Hove: England: Erlbaum.

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011
Überzeugungen Millikan I 5
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.
I 13
Überzeugungen: insoweit unsere Bedeutungen und unsere Fähigkeiten, Dinge wiederzuerkennen richtig und gültig sind,
I 14
sind die meisten unserer Überzeugungen und Urteile wahr. ((s) >Überzeugung/Davidson).
I 62
Überzeugung/Millikan: 1. entsteht zum Teil aus der inneren Beschaffenheit des Subjekts (Nerven, Verschaltung usw.) Aber nicht zwei Leute mit denselben Verschaltungen müssen dieselben Überzeugungen haben.
I 63
2. Nicht die ganze innere Hardware ist im Einsatz, wenn man etwas glaubt. Überzeugung/Haben/Gebrauch/Millikan: ich kann eine Überzeugung haben, während ich sie gar nicht gebrauche, Bsp dass Kolumbus Amerika entdeckt hat, brauche ich fast nie, vor allem nicht, wenn ich mir die Zähne putze.
Entdeckung/Überzeugung/Millikan: Bsp ein Mathematiker, der wach liegt und nach einem Beweis sucht und ihn endlich findet: man kann nicht von ihm sagen, dass er ihn vorher schon geglaubt hat!
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat.
I 67
Glauben/Millikan: These: wenn man etwas glaubt, glaubt man normalerweise durch Beobachtungsurteile. Problem: Hintergrundinformation, die einen von dem Urteil abhalten könnte, ist nicht notwendig eine Information, deren Leugnung man im Normalfall gebrauchen würde, würde, um die Überzeugung zu stützen!
I 68
Dieses Prinzip werde ich gebrauchen MillikanVsQuine. Theorie/Beobachtung/Quine: These: beide sind unlöslich miteinander verwunden.
MillikanVsHolismus.
Gricesche Intentionen/Millikan: sollte man nicht als Mechanismus auffassen. Allerdings:
Bsp Einen Motor: kann man auch als Hierarchie auffassen, wobei höhere Levels niedrigere stoppen können. Dabei muss ich als Benutzer auch wenig über die Funktionsweise der niedrigeren Stufen wissen.
I 127
Glauben/Überzeugung/Intention/Millikan: Überzeugungen sind innere intentionale Icons, vielleicht auch Sätze in einer inneren Sprache.
I 300
Überzeugung/Gauben/Wahrheit/Welt/Erkennen/Millikan: die grundlegenden Dinge, die wir lernen müssen zu unterscheiden, wenn wir wahre Überzeugungen über die Welt erwerben wollen, sind Eigenschaften und Substanzen. Eigenschaften/Eigenschaft/Millikan: dazu gehören auch Handlungen (Akte) wie Bsp Sitzen.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Überzeugungen Searle I 76
Überzeugungen und Wünsche/Searle: Überzeugungen und Wünsche brauchen nicht postuliert zu werden, sie werden einfach ganz bewusst erlebt und stehen gar nicht in Frage.
II 31
Intentionale Zustände/Searle: Wir müssen ihre logischen Eigenschaften von ihren ontologischen trennen. Tradition: Intentionale Zustände seien Humesche Ideen, oder Modifikationen des cartesianischen Ichs, oder kausale Dispositionen zu Verhaltensweisen (SearleVs).
II 32
Überzeugung/Searle: Geist-auf-Welt-Ausrichtung. Intentionale Zustände/Searle: Intentionale Zustände sind in der Struktur des Gehirns sowohl verursacht als auch realisiert.
II 34
Intentionaler Gegenstand: Nicht jeder intentionale Zustand hat einen intentionalen Gegenstand: Der gegenwärtige König von Frankreich existiert nicht, daher kann der entsprechende Satz nicht wahr sein.
II 261
De dicto/Überzeugung/SearleVsAlle anderen Autoren: Alle Überzeugungen sind de dicto. Natürlich handeln einige Überzeugungen vom Nikolaus und andere von Napoleon, aber de re-Überzeugungen (von Napoleon) sind dann eine Teilklasse.
Quine: viele stärkere These: Zusätzlich zu den vollständig durch Gehalt und Modus (im Kopf) individuierten de dicto Überzeugungen gibt es auch noch Überzeugungen, die zwischen dem Glaubenden und den Gegenständen bestehen. Solche Überzeugungen sind dann keine Teilklasse, sind vielmehr irreduzibel de re.
Gehirne im Tank: Gehirne im Tank könnten Überzeugungen haben, die rein de dicto sind. Sie sind von der tatsächlichen Beschaffenheit der Welt unabhängig.
De re-Überzeugungen: De re-Überzeugungen sind Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen. Vorsicht: Wenn sich die Welt änderte, wären die Überzeugungen selbst andere, auch wenn im Kopf alles unverändert bliebe!
II 262
Bsp Angenommen, George Bush glaubt, dass Reagan Präsident der vereinigten Staaten ist. Das ist eine Tatsache über Bush, aber ist es nicht genauso klar eine Tatsache über Reagan? Weiterhin lässt sich diese Tatsache nicht einfach mit Tatsachen über Bush erklären. Quantifikation in »Glaubenskontexte": erlaubt im Falle einer solchen Formulierung:
Bsp de re: »Reagan ist derart, dass Bush von ihm glaubt,...
>de re, >de dicto.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Umstände Cavell II 187
Umstände/Cavell: bevor wir wissen, ob unsere Beispiele apriorisch sind, müssen wir unser (oder mein) außergewöhnliches Vertrauen in den Kontext rechtfertigen. Das ist nicht nur der sprachliche Kontext, sondern Wünsche, Absichten, Überzeugungen usw. man muss sich hier nicht auf eine unendliche Untersuchung einlassen.


Cavell I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002

Cavell I (a)
Stanley Cavell
"Knowing and Acknowledging" in: St. Cavell, Must We Mean What We Say?, Cambridge 1976, pp. 238-266
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Stanley Cavell Frankfurt/M. 2002

Cavell I (b)
Stanley Cavell
"Excursus on Wittgenstein’s Vision of Language", in: St. Cavell, The Claim of Reason, Wittgenstein, Skepticism, Morality, and Tragedy, New York 1979, pp. 168-190
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Stanley Cavell Frankfurt/M. 2002

Cavell I (c)
Stanley Cavell
"The Argument of the Ordinary, Scenes of Instruction in Wittgenstein and in Kripke", in: St. Cavell, Conditions Handsome and Unhandsome: The Constitution of Emersonian Perfectionism, Chicago 1990, pp. 64-100
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Davide Sparti/Espen Hammer (eds.) Frankfurt/M. 2002

Cavell II
Stanley Cavell
"Must we mean what we say?" in: Inquiry 1 (1958)
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Verständigung im Strafverfahren Bibas Parisi I 63
Verständigung im Strafverfahren/Bibas/Jolls: Für strafrechtlich Beschuldigte, so Bibas, ist die "natürliche Ausgangsbasis" bei der Erwägung des Abschlusses einer Verständigung im Strafverfahren oft eher ein Freispruch oder eine Bewährung als eine Gefängnisstrafe (Bibas, 2004(1), S. 2544). Dementsprechend werden Angeklagte dazu neigen, Gefängnisstrafen als "sichere Verluste" (Bibas, 2004(1), S. 2509) zu betrachten, die unter Verlustaversion ein großes Ausmaß annehmen oder, in Simon'schen Begriffen, als "unbefriedigend" angesehen werden. >Beschränkte Rationalität/Simon. Verlustaversion: Ein solche "Verlusteinschätzung" (Bibas, 2004(1), S. 2544) von Angeklagten wird sie natürlich tendenziell davon abhalten, sich auf Verständigungen im Strafverfahren einzulassen. Aus rechtspolitischer Sicht hebt Bibas die Art und Weise hervor, in der Verurteilungsrichtlinien - die den beträchtlichen Ermessensspielraum, den Richter traditionell bei der Strafzumessung ausübten, durch ziemlich genau festgelegte Strafen für Straftäter ersetzen - die Auswirkungen sowohl von Optimismusvoreingenommenheit als auch von Verlustaversion umwandeln können (ob dies insgesamt Wünschenswert ist oder nicht). Voreingenommenheit: "[D]as Rechtssystem", stellt er fest, "verwendet allgemeine entlastende Instrumente. ... Wenn ... junge Männer besonders übermütig sind, ... reagieren die Urteilsrichtlinien [darauf], indem sie den Spielraum für übermütige Vorhersagen, wie Richter urteilen werden, verringern" (Bibas, 2004(1), S. 2544).
Optimismusvoreingenommenheit/Verurteilungsrichtlinien: Wie Bibas anmerkt, ersetzen Verurteilungsrichtlinien eine breite Palette möglicher Ergebnisse, deren Wahrscheinlichkeiten von übermütigen Angeklagten tendenziell unterschätzt werden, durch ein relativ bestimmtes Ergebnis, das die Auswirkungen der Optimismusvoreingenommenheit abschwächt.
Verlustaversion: Im Hinblick auf die Verlustaversion können "[R]ichtlinien für die Strafzumessung die Gewohnheit der "Verlusteinschätzung" in Strafsachen durchbrechen, indem sie das Urteil nach dem Prozess zur natürlichen Basis machen" (Bibas, 2004(1), S. 2544).
Verurteilungsrichtlinien: Bibas schlägt vor, dass Verurteilungsrichtlinien den impliziten Maßstab eines Freispruchs oder einer Bewährung zu einer "natürlichen Basis" einer Gefängnisstrafe umgestalten können; wenn dies der Fall ist, dann könnte ein verlustaverser Angeklagter offener für den Abschluss einer Vereinbarung über ein Geständnis sein. In Bibas' Optimismusverzerrung von Verständigungen im Strafverfahren reduzieren Strafzumessungsrichtlinien die Prävalenz empirisch ungenauer Überzeugungen über die Wahrscheinlichkeiten verschiedener potenzieller Ergebnisse; auf diese Weise entschärfen die Richtlinien ein Problem der Nicht-Allwissenheit. ((s) Für Nicht-Allwissenheit: >Beschränkte Rationalität/Jolls.)
Verhalten/Jolls: Beachten Sie jedoch, dass jede Reduzierung der Prävalenz von Fehleinschätzungen hier nicht durch die direkte Abschwächung des Überoptimismus von Individuen erreicht wird, sondern eher durch die Verringerung der Menge möglicher Ergebnisse, auf die Optimismusvoreingenommenheit in erster Instanz wirken könnte. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die normative Analyse der Richtlinien von der normativen Analyse vieler anderer rechtlicher Reaktionen (...).
Parisi I 64
Verlustaversion/Jolls: In der Verlustaversionsrechnung von Verständigungen im Strafverfahren ist die normative Analyse noch schwieriger. Sind Angeklagte, die als Ergebnis des "Reframings" der Richtlinien Angebote zum Abschluss von Strafverhandlungen annehmen, besser dran? Ist die Anwendung der Richtlinien als Reaktion auf Verlustaversion ein "entlastendes Instrument" (Bibas, 2004, S. 2544)? Normative Analyse der Richtlinien: Bibas' eigene normative Diskussion konzentriert sich auf diskrepanzreduzierende Effekte von Verurteilungsrichtlinien. Da z.B. junge männliche Angeklagte besonders wahrscheinlich Optimismusvoreingenommenheit zeigen, wird die Verengung des Bereichs, in dem Optimismusvoreingenommenheit eine Wirkung haben kann, die Unterschiede zwischen den Klassen von Angeklagten ausgleichen, und da die "Verlusteinschätzung" dazu neigt, vom Alter der Angeklagten beeinflusst zu werden, können die Richtlinien willkürliche altersbasierte Strafunterschiede ausgleichen (Bibas, 2004(1), S. 2544).


1. Bibas, Stephanos (2004). “Plea Bargaining Outside the Shadow of Trial.” Harvard Law Review 117: 2463–2547.


Jolls, Christine, „Bounded Rationality, Behavioral Economics, and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press.

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Volkspsychologie Pauen Pauen I 91
Def Alltagspsychologie/Pauen: (Folk Psychology): bemüht sich um Erklärungen und Prognosen des Verhaltens. Nur zu diesem Zweck postuliert sie die Existenz von Bewusstseinszuständen wie Wünschen, Absichten und Überzeugungen. - Wenn wir den Eindruck haben, diese zu erleben, so nur, weil wir uns an unsere Postulate gewöhnt haben.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Willensfreiheit Davidson McGinn I 135
McGinn:Freiheit/Determinismus/Davidson/D-Theorie: vorgängige Weltzustände sind eine kausal hinreichende Bedingung für eine spezifische Entscheidung. Die Freiheit ist dann eine bestimmte Art von Kausalreihe, nämlich jene, in der eine entsprechende Menge geistiger Vorstufen vorkommt. Die Freiheit besteht darin, daß Wünsche und Überzeugungen kausale Wirkungen zeitigen.
McGinnVsDavidson: verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Zirkularität Davidson Glüer II 40
Übersetzungswissen/Davidson: ist nicht notwendigerweise Interpretationswissen. Bsp Nabokov: "My sister, do you remember the mountain, and the tall oak, and the Ladore?" Die Übersetzung der russischen Satzes "..." daß das korrekt ist, daraus folgt nicht, daß ich nur einen der beiden Sätze verstehe.
Glüer II 40
Davidson: statt Übersetzungshandbuch: W-Theorie zu erarbeiten. Zu Beginn der Untersuchung haben wir kein Wissen über Wissen, Wünsche, Überzeugungen des Sprechers.
Glüer II 40
Dilemma: Interdependenz von Überzeugung und Bedeutung. Wir haben keine Chance, das eine ohne das andere zu erschließen. In diesen Zirkel muß der Radikalinterpret einbrechen. (> hermeneutischer Zirkel).

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Zitat/ Zitattilgung Rorty IV (a) 40
Def Zitattilgungsprinzip/Rorty: Dass B durch die Äußerung von S etwas Wahres sagt, kann A nur dann sagen, wenn A auch etwas mit S Gleichbedeutendes sagen könnte. Seine Anwendbarkeit läuft auf die Frage hinaus, ob alle Sätze auf der gleichen Ebene stehen, oder ob man manchmal sagen muss "wahr für Phlogistontheoretiker, aber nicht wahr für mich".
Rorty: Eine solche Formulierung würde ich ablehnen.
Stattdessen:"Steht in Einklang mit den Überzeugungen und Wünschen von.. aber nicht mit meinen."

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Zuschreibung Peacocke Avr I 92
Überzeugungen/Wünsche/Zuschreibung/Radikale Interpretation/Peacocke/Avramides: Angenommen, wir könnten Überzeugungen und Wünsche vor der Kenntnis der Sprache zuschreiben. - Dann wäre immer noch gleichzeitige Zuschreibung von propositionalen Einstellungen notwendig. - Aber nicht bestimmte propositionale Einstellungen vor der Sprache. - PeacockeVs "actual language Relation": diese braucht angeblich kein semantisches Vokabular. - Peacocke später: Gricesche Intentionen können nicht als Belege für die Radikale Interpretation gebraucht werden, aber das ist nicht VsGrice.
I 78f
Propositionale Einstellungen/Zuschreibung/Peacocke: Problem: statt einer Mengen von propositionalen Einstellungen kann auch eine andere zugeschrieben werden. - Lösung/Peacocke: Relation der Nähe/Enge. - Bsp jemand, der etwas auf dem Tisch umarrangiert, reagiert normalerweise nicht auf die Himmelsrichtung. - Die Begriffe können dann verschiedene Ausdrucksstärke haben. - Pointe: wenn es ein Drehtisch ist, können sich die raum-relativen Begriffe ändern, während die tisch-relativen konstant bleiben. - ((s) Die Begriffe ändern sich nicht, sondern die Wahrheitswerte.) - Ausdrucksstärker: die raumrelativen Begriffe. - Problem: gebraucht man sie hier, lässt man eine Erklärungslücke zu. - > Enge Erklärung/Peacocke.
I 83
Wir sollten keine weiten Begriffe zuschreiben, wenn engere vorhanden sind.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 28 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Wünsche Überzeugung Searle Vs Behaviorismus I 30
Searle: die Ontologie der geistigen Zustände ist eine Ontologie der ersten Person. (SearleVsBehavoirismus).
I 49
SearleVsBehaviorismus: zwei Arten von Einwänden: 1. Einwände des gesunden Menschenverstandes. 2. Technische Einwände. 1. VsLogischer Behaviorismus: technische Einwände: es ist dem Behaviorismus niemals gelungen, den Begriff einer "Disposition" völlig klarzumachen.
Zirkel: wenn man das Glauben durch Verhalten analysieren will dann muss man offenbar auch auf das Wünschen Bezug nehmen; wenn man das Wünschen durch Verhalten analysieren will, dann muss man offenbar auch auf das Glauben Bezug nehmen (Chisholm 1957)(1).
I 50
2. LewisVsBehaviorismus: technischer Einwand: der Behaviorismus berücksichtigt nicht die kausalen Beziehungen zwischen Geisteszuständen und Verhalten (Lewis 1966)(2). Die Einwände des gesunden Menschenverstandes sind letztlich am peinlichsten. Die Absurdität liegt in der Leugnung der Existenz aller inneren Geisteszustände. Das läuft unseren gewöhnlichen Erfahrungen davon, wie es ist, ein Mensch zu sein, total entgegen.
I 57
Funktionalismus: was zwei neurophysiologischen Zustände zu Vorkommnissen desselben Geisteszustandstyps macht, ist, dass sie dieselbe Funktion im gesamten Leben des Organismus ausüben. Die beiden Gehirnzustände müssen dann zu folgenden drei Dingen in den selben kausale Beziehungen stehen: 1. Zu dem Reiz, den der Organismus als Input empfängt,
2. Zu den verschiedenen anderen "Geistes" Zuständen und
3. Zu dem Verhalten, dass der Organismus als Output produziert.
Man beachte, dass durch die kausale Beziehungen zwei Einwände vermieden werden die VsBehaviorismus vorgebracht worden waren: der erste besagte dass der Behaviorismus die Kausalbeziehungen von Geisteszustand in vernachlässigt, der andere besagte, dass in ihm eine Zirkularität enthalten sei, als Überzeugungen mit Rückgriff auf Wünsche und Wünsche mit Rückgriff auf Überzeugungen analysiert werden mussten.

VIII 428
Grammatik/Sprache/SearleVsBehaviorismus/SearleVsEmpirismus: Dilemma:
a) Entweder er verlässt sich allein auf Stimulus-Response-Mechanismen (Reiz Reaktion) dann kann er den Erwerb der Grammatik nicht erklären. Oder
b) Er gibt à la Quine zu, dass es angeborene Mechanismen gibt. Doch sobald die Mechanismen reich genug sind, wird der Stimulus-Response-Teil uninteressant!


1. R. Chisholm, Perceiving Ithaca, NY, 1957
2. D. Lewis, An argument for the identity theory, Journal of Philosophy 63, 1966: pp.17-25

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wünsche Überzeugung Loar Vs Behaviorismus I 6
LoarVsBehaviorismus: beide Spielarten (a) Sprachverhalten, b) allgemeines Verhalten) scheitern, weil das was eine Person tut oder sagt nicht nur von dem was sie glaubt abhängt, sondern auch von ihren Wünschen. (DF Bedingungen, Drittes).
Und umgekehrt:
Wunsch/Identifikation/Individuation/Loar: was eine Person sagt oder tut zeigt nur dann was sie wünscht, wenn man weiß, was sie glaubt.
Pointe: das zeigt, dass Glauben und Wünschen eine gemeinsame Rolle in Erklärung und Vorhersage haben,
I 7
Logische Form: x wünscht das q
x glaubt dass wenn p , dann wird x’ Tun von A zu q führen.
x glaubt, dass p.
Problem: es kann immer noch überwiegende Gründe gegen A geben.l
BehaviorismusVsVs: könnte eine revidierte Version anbieten: einfach die Kombination von Glauben und Wünschen als Erklärung für Verhalten anbieten.
LoarVs: das ist unproduktiv, weil es nicht zu Zuschreibungen von Wünschen oder Glauben als einzelnen führt.
Lösung/Loar: keine behavioristischen KoKo, sondern ein funktionales System.
Problem: das obige Muster kann nicht dazu dienen, zwei Glauben oder Wünsche zu unterscheiden! Wir brauchen noch etwas zusätzliches! (DF Drittes).
I 8
Glauben/Bedeutung/Loar: wir müssen immer zwischen „glaubt s1“ und „glaubt s2“ unterscheiden können. Das wird in den Diskussionen um das Prinzip der Nachsicht oft übersehen. Nachsicht/Loar: liefert keine innersystematische Individuation von Inhalt.
Inhalt/Glauben/Individuation/Loar: zwar gibt es im Fall eines individuellen Glaubens sicher eine Relation zu einem Äußerungs-Typ. Aber diese kann nicht gebraucht werden für eine Theorie des Glaubens.
Lösung: für die funktionale Rolle eines Äußerungstyps brauchen wir eine Theorie, die ihrerseits eine eindeutige systematische Rolle für den Glauben, dass p liefert.

Inhalt/Glauben/Loar: wird nicht durch eine Verbindung mit sprachlichen Verhalten geliefert. Wenn nämlich
1. das Sprachverhalten rein syntaktisch beschrieben wird, ist die Verbindung nicht zwischensprachlich (interlinguistisch) und auch nicht interpersonal zuschreibbar.
2. wenn es semantisch beschrieben wird, Bsp „Äußerung, die p bedeutet“: dann muss etwas außerhalb oder innerhalb der Theorie unterscheiden zwischen „bedeutet p“ und „bedeutet q“.
a) wenn innerhalb, bleibt unser Problem bestehen
b) wenn außerhalb: stellt die Theorie den Inhalt nicht vollständig dar, denn dann liegt die Quelle woanders.
I 9
Glaubensrelation/Relationstheorie/Loar: so scheint es, dass die einzige relevante Relation zwischen einem Glauben und einem Satz im Idiolekt der Person durch eine praktischen Syllogismus erklärt wird. praktischer Syllogismus/Glauben/Loar: x’ Äußerung sollte erklärt werden durch x’ Wunsch, p zu kommunizieren und x’ Glauben, dass seine Äußerung das Ergebnis herbeiführt. D.h. unsere common sense Theorie gebraucht allgemeines Verhalten.
Inhalt/Loar: das genügt aber noch nicht, wir müssen auch Wahrnehmung einbeziehen.
prop Einst/Zuschreibung/Theorie/Loar: wir brauchen:
a) Verallgemeinerungen über Input in Bezug auf Wahrnehmungsumstände
b) Beschränkungen für die Rationalität von Überzeugungen
c) Output-.Verallgemeinerungen für Glauben und Absichten.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Wünsche Überzeugung Pauen Vs Blackmore, S. Pauen I 244
Ich/Blackmore/Pauen: Überzeugungen sind nur Akkumulationen von Memen, die sich ständig verändern. VsMinsky, VsDennett: Das Selbst hat auch keinen pragmatischen Wert. Unbelastet davon, können wir einen unbefangeneren Zugang zur Gegenwart haben. (NagelVs.)
I 245
Ich: nicht Ursprung unserer Wünsche, sondern Funktion der Bündelung. PauenVsBlackmore: wie sollte dann überhaupt Kontinuität gewahrt bleiben?
Vs: Individuen können sich ganz unterschiedlich zu Wünschen verhalten, auch wenn sie (memgesteuert) zur gleichen sozialen Gruppe gehören.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Wünsche Überzeugung Rorty Vs Churchland, P. I 138
Wissenschaft/RortyVsChurchland: dass man in Zukunft Hirnzustände objektiv messen könnte, ist in Wirklichkeit völlig irrelevant. Das hängt davon nicht ab. Die Annahme, dass es eine ausgezeichnete Antwort gibt, hängt von der vor Quineschen Vorstellung ab, für die Verwendung von Ausdrücken wie »Empfindung« usw. gäbe es »in unserer Sprache eingebaute notwendige und hinreichende Bedingungen«.
I 139
mental/physisch/Vseliminativer Materialismus/Rorty: man kann schwerlich sagen, »mental« bedeute in Wirklichkeit etwas, »das sich als etwas Physikalisches herausstellen könnte«, wie man auch nicht gut sagen kann, Bsp »kriminelles Verhalten« bedeute in Wirklichkeit so viel wie »Verhalten, das sich als unschuldig herausstellen kann«. (> Epiphänomenalismus).
IV (b) 53
Volkspsychologie/RortyVsChurchland: wird auch weiterhin das geeignetste Mittel sein, um über uns zu reden. Wir werden "Überzeugungen" und "Wünsche" in unserem Vokabular behalten. Sie sind bewährte Werkzeuge. Andererseits sind Elementarteilchen sicher das geeignete Instrument, um über Tische zu reden und Prognosen über sie abzugeben. Besser kann man gar nicht sagen "Tische gibt es wirklich".

VI 169
Volkspsychologie/DennettVsChurchland/Rorty: ist gar nicht so schlecht, eben, weil sie erfolgreich ist.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wünsche Überzeugung Searle Vs Churchland, P. I 77
Churchland/Searle: Churchland denkt, dass "Überzeugungen" und "Wünsche" denselben Status in der Theorie der Alltagpsychologie haben, den "Phlogiston" in der Physik hatte. Vgl. >Neurophilosophie/Churchland. SearleVsChurchland: diese Analogie ist misslungen: anders als Phlogiston wurden Überzeugungen und Wünsche nicht als Bestandteile einer speziellen Theorie postuliert, sie werden als Bestandteile unseres Geisteslebens erlebt.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wünsche Überzeugung Brandom Vs Davidson, D. I 268
Objektivität/Irrtum: es wird behauptet, daß soziale Praktiken hinreichen, Behauptungen objektiv repräsentationalen Gehalt zu verleihen! Das sind dann objektive Wahrheitsbedingungen. Sogar die gesamte Gemeinschaft kann mit einer diesbezüglichen Beurteilung falsch liegen! Universeller Irrtum nur bei Normen, nicht bei Begriffen möglich,s.o.).LL (BrandomVsDavidson).
Davidson: will alles Handeln aus Gründen herleiten. Daher stellen irrationale Handlungen ein Problem für ihn dar.931
BrandomVsDavidson: er hält fälschlich eine globale Bedingung für Absichten für eine lokale, weil er nicht zwischen Festlegung und Berechtigung unterscheidet. I 932
I 383
VsDavidson: es kann sein, daß nur der Kontoführer, (nicht der Handelnde) die praktische Begründung darlegen kann. Auch in solchen Fällen würden die Gründe nicht als Ursachen fungieren. I 383 Außerdem kann man aus den Gründen, die man hat, handeln oder nicht. Davidson: Absichten sind umfassende Urteile im Lichte aller Überzeugungen und Wünsche.
I 954
BrandomVsDavidson: unbefriedigend, weil Wünsche und Überzeugungen als unanalysierte Grundbegriffe behandelt werden. Er hat nicht die Praktiken dargelegt, wie solche Gehalte übertragen werden können. BrandomVsDavidson: bei Davidson wird nicht unterschieden zwischen Interpretationen zwischen Sprachen und innerhalb einer Sprache. Die Interpretation bei Davidson verlangt explanatorische Hypothesenbildung und Inferenzen, die von Geräuschen, die ein anderer von sich gibt, ausgehen. Dem wurde zu recht entgegengehalten, daß man, wenn man eine gemeinsame Sprache spricht, nicht Geräusche sondern Bedeutungen hört! Hier geht es um die nötigen Subkompetenzen.
I 692
Objektivität begrifflicher Normen: über sie können wir uns nicht nur alle einzeln (jeder) sondern auch alle gemeinsam irren! (Elektron, Masse im Universum). Irrtum über den richtigen Gebrauch. > BrandomVsDavidson: kollektiv falsche Überzeugungen möglich.
I 957
Davidson: selbst wenn das Pulver naß gewesen wäre, wäre es ihr doch gelungen, den Finger zu krümmen. So liegt in jeder Handlung etwas, das der Handelnde beabsichtigte und das ihm gelungen ist.
I 958
BrandomVsDavidson: unser Ansatz kommt ohne eine solche theoretische Festlgung aus. Berufung auf VURD reicht aus, um das Problem mit dem nervösen Bergsteiger zu lösen (Davidson). Das ist eine konkrete Alternative zu Davidsons Vorschlag der "Verursachung in der richtigen Weise".
I 729
Brandom: es spielt keine Rolle, ob die gewöhnlich zuverlässige Fähigkeit im Einzelfall versagt. Wenn ich nach dem Brot greife und den Wein verschütte, braucht es nach unserem Ansatz nichts zu geben, was ich zu tun beabsichtigte, und was mir auch gelang.
I 747
Problem: die Substitution im Bereich des "daß" erhält nicht den Wahrheitswert der ganzen Zuschreibung. Lösung: das Satztokening innerhalb des daß-Bereichs gehört nicht zur eigentlichen Zuschreibung! Davidson: Referenz und Wahrheitwert bei Zuschreibung geändert.
I 961
BrandomVsDavidson: dieser betrachtet nicht die Möglichkeit, die Beziehung zwischen dem "daß" und dem folgenden Satztokening als eine anaphorische statt als eine demonstrative aufzufassen.
II 48
BrandomVsDavidson: Festlegung vor Wunsch! Handlung/BrandomVsDavidson: wir haben woanders angefangen. Drei Unterscheidungen:II 126 a. Intentional handeln: Anerkennen einer praktischen Festlegung b. Mit Gründen handeln: zu einer Festlegung berechtigt sein. c. Aus Gründen handeln: hier sind Gründe Ursachen, wenn die Anerkennung einer Festlegung durch geeignetes Überlegen ausgelöst wird.

NS I 166
Referenz/Brandom: ist bei ihm kein fundamentaler Begriff. Er muss sie aber erklären, weil sie dennoch ein zentraler Begriff ist. Lösung/Brandom: Bildung von Äquivalenzklassen von Sätzen, deren Position im Netz von Inferenzen erhalten bleibt, wenn Terme durch koreferentielle Terme ausgetauscht werden.
Wahrheit/BrandomVsTarski/BrandomVsDavidson: er muss ihre Definition so umbiegen, dass statt dass die Wahrheit den Folgerungsbegriff („von wahren Prämissen zu wahren Konklusionen“) charakterisiert, umgekehrt der Begriff der Folgerung den der Wahrheit charakterisiert. Dazu betrachtet Brandom die Stellung von Sätzen, die mit „es ist wahr dass,..“ beginnen, in unserem folgerungsvernetzten Sprachspiel betrachtet.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Wünsche Überzeugung Newen Vs Davidson, D. Newen I 201
Verhalten/DennettVsKausalerklärung/Erklärung/Verhaltenserklärung/Dennett/DennettVsDavidson/Ryle/Newen: Dennett (wie Ryle): Verhalten nicht kausal erklärbar, sondern durch Wünsche und Überzeugungen als intentionale Einstellungen, nicht Ursachen. (DennettVsDavidson).
I 205
Überzeugung/Intentionalität/intentionale Erklärung/Dennett/Newen: Dennetts Erklärung schließt nicht die These ein, dass es Wünsche und Überzeugungen überhaupt gibt. DennettVsDavidson/VsKausalerklärung/Dennett/Newen: These: die Ebenen (intentional,. physikalisch, funktional) sind getrennt und dürfen nicht verknüpft werden.
mentale Phänomene/Dennett/Newen: sind nur durch die Zuschreibung intentionaler Einstellungen erfassbar.
I 206
VsDennett: Bsp Zahnschmerzen sind ein mentaler Zustand. Dann muss Dennett behaupten, dass der Zustand davon abhängt, ob es für jemand nützlich ist, der Person Zahnschmerzen zuzuschreiben.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Wünsche Überzeugung Stalnaker Vs Dennett, D. II 180
DennettVsSententialismus/Dennett/Stalnaker: Vs Sätze als Glaubensobjekte. (Relationstheorie). Lösung/Dennett: "organismischer Beitrag" des Glaubenden. Neutral in Bezug auf die Weise, wie er repräsentiert wird.
Def notionale Einstellung-Psychologie/not. Einst/Dennett: (statt propositionale Einstellung) neutral in Bezug auf die Weise der Repräsentation. Definiert in Begriffen von möglichen Welten (MöWe), "notionalen Welten".
Def prop Einst-Psychologie/Dennett: beschreibt Einstellungen in Begriffen von weitem Inhalt.
Def sententiale Einstellungen/sent.Einst/Dennett: syntaktisch, nimmt Mentalesisch an.
Def notionale Welt/Dennett: eine fiktionale Welt, die von einem Theoretiker als externem Beobachter konstruiert wird,
II 181
um die engen Einstellungen eines Subjekts zu charakterisieren. D.h. Mein Zwilling auf der Zwillingserde und ich haben die dieselbe notionale Welt. Def enger Inhalt/Dennett: ist durch eine Menge von notionalen Welten definiert, die die Weise ist, wie eine Person, die aktuale Welt (WiWe) sei.
notionale Welt/Stalnaker: scheinen genau die MöWe zu sein, die in der Psychologie der propositionalen Einstellungen den weiten Inhalt charakterisieren.
StalnakerVsDennett: alle MöWe außer einer sind fiktiv – wie können notionale Einstellungen von propositionalen Einstellungen verschiedenen sein. Warum sollen not Einst eng und prop Einst weit sein?
enger Inhalt/StalnakerVsDennett: sind dann nach Dennett einfach Propositionen. Der Unterschied findet sich weder in den Welten selbst, noch in der Natur der Inhalte, wenn es beiden einfach Mengen von MöWe sind. Der Unterschied liegt in den verschiedenen Antworten der beiden Theorien auf die Frage, kraft welcher Tatsache jemand eine Überzeugung mit diesem Inhalt.
prop Einst-Psychologie/Dennett/Stalnaker: nach ihr sind Inhalte ein Funktion der Relation zur aktualen Umwelt, wobei die Zwillingserden-Bsp zeigen, dass sie nicht rein intern sein können.
notionale Einstellungen/not. Einst-Psychologie/Dennett/Stalnaker: soll erklären, wie rein interne (intrinsische) Eigenschaften eine Menge von MöWe herausgreifen können, die verschieden ist von der Menge, die durch propositionale Einstellungen herausgegriffen wird.
weiter Inhalt: Bsp O’Leary denkt, (korrekterweise) dass Wasser im Erdgeschoß ist. In der Zwillingserde (ZE) ist das falsch, weil es kein Wasser, sondern XYZ ist.
enger Inhalt/Lösung: "wasser-ähnliches Zeug".
Dennett/Fodor/Stalnaker: wir können beide Ansätze vergleichen:
II 182
Enger Inhalt/Fodor/Stalnaker: er verändert die Art des Glaubensobjekt, enge Inhalte sind nicht mehr Propositionen, sondern Funktionen von Kontext auf Propositionen. Enger Inhalt/Dennett/Stalnaker: ist für Dennett von derselben Art wie weiter Inhalt: beides sind Propositionen – Funktion von MöWe (= notionale Welten) auf Wahrheitswerte (WW). Was sich im Vergleich zum weiten Inhalt ändert ist die Relation zwischen einem Glaubenden in einer Proposition kraft derer die Proposition die Überzeugung korrekt beschreibt.
StalnakerVsDennett: dazu muss er uns aber noch erklären, wie die rein internen (intrinsischen) Eigenschaften des Subjekts den engen Inhalt festlegen.
Lösung/Dennett: Bsp Angenommen, wir wissen alles über die Dispositionen und Fähigkeiten eines Subjekts, aber nichts über seine Kausalgeschichte. Dann ist das so ähnlich, wie wenn wir einen antiken Gegenstand finden und uns fragen, wozu er gut sei ((s) >Valéry, Fundstück am Strand, objet ambigu).
Dennett: dann stellen wir uns vor, wozu er idealerweise geschaffen wurde. Bei der notionalen Welt eines Organismus stellen wir uns vor, wie die Umwelt aussieht, der er am besten angepasst ist.
Lösung: Sätze, die in solchen möglichen Umwelten (MöWe) wahr sind, werden die engen Inhalte der Überzeugungen dieser Subjekte sein.
StalnakerVsDennett: das ist nun gar nicht, was wir wollen: solche MöWe sehen eher so dass, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Organismen in ihnen erfüllt werden, und nicht, dass ihre Propositionen in ihnen wahr sind.
Bsp Es ist nicht klar, dass die Antilope mit ihren Eigenschaften auf Löwen zu reagieren besser dran in einer Welt mit Löwen, als in einer ohne. Sie könnte dann einen besser Job machen in Bezug auf Überleben und sie zu reproduzieren.
ideal/ideale Umwelt/Dennett: könnte auch eine sehr häßliche MöWe sein, in der die Organismen aber dafür präpariert sind, in ihr zu überleben.
II 183
StalnakerVsDennett: das ist besser, sicher versuchen wir mit der Welt klarzukommen, in der wir zu leben glauben. Aber etwas fehlt: a) viele Eigenschaften, die Organismen das Überleben ermöglichen, haben gar nichts mit ihren Überzeugungen zu tun,
b) die Tatsache, dass einige kontrafaktische Fähigkeiten uns helfen würden, in einer kontrafaktischen MöWe zu überleben, ist nicht hinreichend dafür zu sagen, dass eine solche kontrafaktische Möglichkeit kompatibel ist mit der MöWe, die wir für die aktuale Welt (WiWe) halten.
Bsp Angenommen, es gibt in der WiWe keine wirklichen Fressfeinde der Stachelschweine, diese tragen ihre Stacheln einfach noch so. Dann wäre es unrealistisch, ihre notionale Welt künstlich mit Freßfeinden zu bevölkern.
Bsp Angenommen, eine MöWe mit Wesen, die gerne uns Menschen fressen würden, aufgrund unseres speziellen Geruchs. Dann sollten wir solche MöWe aber nicht gebrauchen, um unsere Überzeugungen zu charakterisieren.
Lösung/Stalnaker: eine Glaubenszustand muss in irgendeiner Weise dazu dienen, empfänglich für Information aus der Umwelt zu sein, und die Information muss eine Rolle für die Bestimmung des Verhaltens haben.
StalnakerVsDennett: wenn wir ihn so verstehen, haben wir es immer noch mit weitem Inhalt zu tun.
II 184
Repräsentationssystem/Stalnaker: ist dann fähig, in einer Menge alternativer interner Zustände zu sein, die systematisch von der Umwelt abhängig sind. S1, S2,.. seien interne Zustände
Ei: ein Zustand der Umwelt.
Dann ist ein Individuum normalerweise in einem Zustand Si wenn die Umwelt in Zustand Si ist. Repräsentation: dann könnten wir sagen, dass der Organismus die Umwelt als in Zustand Ei seiend repräsentiert.
Inhalt: wir können auch sagen, dass die Zustände Information über die Umwelt enthalten.
Angenommen, die Zustände determinieren ein bestimmtes Verhalten, sich angemessen in der Umwelt Ei zu verhalten.
Glaubenszustand/GZ: dann können wir sagen, dass diese Repräsentationen geeignet sind, als allgemeine Art von GZ angesehen zu werden.
Das ist so, wie Dennett engen Inhalt auffasst.
Problem/StalnakerVsDennett:
1. die Beschreibung der Umwelt wird dem Organismus nicht zugeschrieben.
2. Information wird nicht von Falschinformation (Irrtum, Täuschung) unterschieden.
D.h. wenn er in Zustand Si ist, repräsentiert er die Umwelt als in Ei seiend, egal ob sie es ist.
Problem: der Begriff, der aus einer Kausalrelation herrührt, ist wieder weiter Inhalt.
Pointe: wenn die Umwelt radikal anders wäre, wäre das Subjekt vielleicht in anderer Weise sensitiv auf sie, oder sensitiv auf andere Merkmale ((s) würde alles umkehren) oder er wäre gar nicht sensitiv auf die Umwelt!
enger Inhalt/StalnakerVsDennett: Problem: wenn die Fähigkeiten und Dispositionen des Organismus in die Beschreibungen des Inhalts einbezogen werden, ist zunächst die aktuale Welt (WiWe) maßgeblich.
((s) Problem/Stalnaker/(s): wie sollten wir ihre Fähigkeiten in kontrafaktischen MöWe charakterisieren?)
II 185
Dennett: wenn Organismen raffiniert genug sind, könnten wir auch hier einen engen ((s) kontrafaktischen) Inhalt zuschreiben. StalnakerVsDennett: ich sehe keinen Grund für einen solchen Optimismus. Man kann keine Information über virtuelle MöWe erwarten, wenn man überhaupt keine Annahmen über die aktuale Welt (WiWe) (aktuale Umwelt) macht.
Zuschreibung/Inhalt/Überzeugung/Glauben/Stalnaker: in normalen Glaubenszuschreibungen ignorieren wir nicht nur märchenhafte Welten, sondern überhaupt alle Möglichkeiten außer den völlig alltäglichen!
Bsp O’Leary: unterscheidet nur MöWe, in denen das Erdgeschoß trocken oder naß ist,
II 186
nicht auch noch solche, in denen XYZ rumschwimmt. Frage: würde er sich dann anders verhalten? Bei Olivenöl sicher, aber nicht bei XYZ. Zwillingserde/ZE/Zuschreibung: auch wenn sich das Verhalten in ZE-Fällen nicht ändern würde, ist es immer noch vernünftig, keine ZE-Fälle zuzuschreiben.
Kontext-Abhängigkeit/Revisionismus/Stalnaker: könnte argumentieren, dass es nicht ZE, sondern normale KA ist, die sie ungeeignet macht für wissenschaftlichen Zuschreibungen.
Dennett: macht sich für seinen neutralen Ansatz (notionale Welt) stark.
StalnakerVsDennett: dennoch ist kausal-informationelle Repräsentation wesentlich relativ auf eine Menge alternativer Möglichkeiten (MöWe).
intern/intrinsisch/Kausalität/Problem: das System kausaler Relationen kann nicht selbst dem Repräsentierenden intrinsisch sein.
Theorie: hat zwar einen Spielraum, zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Definition von Inhalt zu wählen
II 187
StalnakerVsDennett: aber es gibt hier keinen absolut neutralen Kontext ohne Präsuppositionen über die Umwelt. Enger Inhalt/Dennett/Stalnaker: bindet sich selbst eine Hand auf den Rücken, indem er sich die Information, die für weiten Inhalt zugänglich ist, verbietet.
StalnakerVsDennett: ich glaube, dass aus dieser Beschränkung kein vernünftiger Begriff von Inhalt resultiert.

II 238
Sprachabhängigkeit/Zuschreibung/Glauben/Stalnaker: diese dritte Art der Sprachabhängigkeit ist von den drei anderen verschieden.
II 239
Leute müssen nicht dazu disponiert sein, Glauben dieser Art von Sprachabhängigkeit überhaupt auszudrücken. Es können unbewusste oder stillschweigende Annahmen sein. Der Inhalt muss auch gar keine Sprache involvieren. Dennett: Bsp Berdichev: wir sollten einfache sprachabhängige Fälle - deren Objekte informationale Zustände sind – von denen unterscheiden, so Sätze gespeichert werden – Bsp Zustimmung oder Meinungen.
StalnakerVsDennett: wir sollten solche Fälle lieber als Spezialfälle allgemeineren Glaubens verstehen, den auch nichtsprachliche wesen wie Tiere haben können.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Wünsche Überzeugung Davidson Vs Dogmen (Quine) Brandom I 854
DavidsonVsDualismus Schema/Inhalt. Das Problem ist, dass der Verstand, wenn er nicht überflüssig sein soll, sein Material bei der Anwendung der Begriffe irgendwie verändern muss.(>Hegel Phänomenologie).(Siehe auch >BrandomVsKant). >Schema/Inhalt ("Drittes Dogma").

Davidson (e) I 85
Die Vorstellung eines wirklich fremden Schemas ist für uns unverständlich. Falls sich andere in einem Zustand befinden der mit Hilfe unserer Methoden nicht zu ermitteln ist, dann kann das nicht daran liegen dass die Methoden versagen (mit denen wir Bewusstseinszustände eben ermitteln) sondern dass man solche Zustände nicht als Bewusstseinszustände bezeichnet.
Es handelt sich dann eben nicht um Wünsche, Überzeugungen oder Absichten. Die Sinnlosigkeit der Vorstellung eines unserem Verständnis auf ewig entzogenen Begriffsschemas verdankt sich nicht unserer Unfähigkeit, ein solches Schema zu begreifen, sondern ist einfach auf das zurückzuführen, was wir mit einem solchen Schema meinen.
Die begrifflichen Hüllen können wir nicht Satz für Satz abstreifen. Dennoch ist nach Quine eine Unterscheidung zu treffen zw. dem invarianten Inhalt und den wechselnden Hüllen. "Zwischen Bericht und Erfindung, Gehalt und Stil, Fingerzeig und Begriffsbildung.".."..indem wir diese Anhaltspunkte subtrahieren von der Weltsicht des Menschen, erhalten wir als Differenz das, was er selbst zu dieser Weltsicht beiträgt. Das markiert das Ausmaß der begrifflichen Souveränität des Menschen, den Bereich, in dem man seine Theorien ändern kann, ohne etwas an den Daten zu ändern."
I (e) 89
Davidson: das ist eben die Trennung von Schema und Inhalt.
I (e) 91
Sofern nun die letzten Belege in der beschriebenen Weise subjektiv sind, gilt das auch für unsere Überzeugungen, Wünsche usw. und alles, was wir mit Worten meinen. Sie sind zwar Frucht unserer Weltsicht, aber sie bewahren ihre cartesianische Unabhängigkeit von dem, wovon sie handeln sollen. Sie könnten anders sein, ohne daß sich an der Welt etwas änderte.
Man könnte sagen die moderne Philosophie ist von dem Dualismus Schema/Inhalt oder ebensogut vom Dualismus Subjektivem/Objektivem beherrscht worden.
DavidsonVs wir brauchen eine radikal umgemodelte Auffassung der Beziehung zwischen Geist und Welt.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Wünsche Überzeugung Newen Vs Emotivismus Newen I 137
VsRelativismus/Ehtik/Newen: Lösung: Nicht-Deskriptivismus: dieser sucht nach neuen Wegen. Emotivismus: leugnet, dass bei moralischen Aussagen Eigenschaften zugeschrieben werden. I 138
Gefühlsbekundungen: haben keine Wahrheitsbedingungen!
Rationalität: ein rationaler streit ist dann nicht möglich.
VsEmotivismus/Newen: gerade der streit über Werte ist Teil der politischen Auseinandersetzung in demokratischen Gesellschaften.
Nicht-Deskriptivismus/Hare/Newen: neue Spielart: der universelle Präskriptivismus.(Literatur: The Language of Morals).
I 139
Universeller Präskriptivismus/Hare/Newen: die Verknüpfung zwischen Sollenssatz und Handlungsanweisung ist so eng wie begrifflich möglich zu denken. begrifflicher Widerspruch: Bsp "Du solltes X tun, aber mache es trotzdem nicht".
Moral/Imperativ: Bsp "Hol mir ein Bier!" ist keine moralische Aussage.
moralische Aussage/Hare: dazu muss die Aussage universalisierbar sein.
Universalisierbarkeit/Newen: ist erstmals von Kant als Wesensmerkmal moralischer Aussagen erkannt worden.
Hare: These: in der Logik von Sollenssätzen ist implizit eine Universalisierbarkeit enthalten. D.h. man kann von zwei Individuen nicht sagen, dass a in einer bestimmten Situation, die in universellen Begriffen beschreiben ist eine bestimmte Handlung tun sollte, Individuum b aber nicht.
Sollenssatz/Hare: enthält implizit ein Prinzip, demzufolge die Aussage auf alle hnlichen Situationen anwendbar ist.
HareVsVs/Newen: hier sind drei Missverständnisse zu vermeiden:
I 140
1. die Ähnlichkeit bezieht Ähnlichkeit von Wünschen und Überzeugungen ein. D.h es kann in ähnlichen Situationen Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Überzeugungen geben. 2. Universalisierbarkeit heißt nicht, dass die Regeln einfach sein müssen
3. Sie können sich auch auf ein einzelnes Individuum beziehen. Bsp "Du sollst Dich um Deine Mutter kümmern."

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Wünsche Überzeugung Stalnaker Vs Externalismus II 170
Externalismus/Stalnaker: dieser hatte erstaunlich paradoxale Konsequenzen: 1. Wenn das wir meinen, nicht im Kopf ist, können wir nicht wissen, was wir meinen oder denken. Oder jedenfalls nicht die Autorität der ersten Person haben.
Anmerkung: nicht unbedingt: was folgt ist, dass der intrinsische Zustand nicht autoritativ ist, d.h. es folgt nicht, dass wenn der Kopf von jemand in einem intrinsischen Zustand ist, dass er dann eine bestimmte Überzeugung hat. D.h. aber nicht, dass er nicht die Autorität der ersten Person hat.
2. Der Externalismus bedroht die erklärende Rolle mentaler Zustände. Wir erklären das Verhalten von Leute damit, dass sie etwas glauben und Wünschen.
Problem: wie können mentale Zustände kausal relevant sein, wenn sie selbst von etwas außerhalb abhängen?
VsExternalismus/Stalnaker: manche gestehen ihm Wahrheit zu, leugnen aber seine Signifikanz. Er würde nur zeigen, dass unsere normalen Begriffe ungeeignet zur Verhaltenserklärung seien. Das suggeriert, dass wir nur geringe Revisionen vornehmen müssten.
Lösung/manche: der Def "organismische Beitrag": das ist jene Komponente, die abhängig oder supervenient ist auf den internen Zuständen.
VsExternalismus/Revisionismus/Terminologie/Stalnaker: der revisionistische Einwand gegen den Externalismus macht eine positive und eine negative Behauptung.
a) negative Behauptung: Es kann keine Verhaltenserklärung geben, die nicht individualistisch (nicht-externalistisch) ist.
b) positive Behauptung: Obwohl die normalen psychologischen Begriffe nicht individualistisch sind, können sie so uminterpretiert werden, dass sie die Struktur der intentionalen Erklärung bewahren.
enger Inhalt/Stalnaker: ich untersuche zunächst ein ganz simples kausales Analogon zum engen Inhalt: einen "engen Fußabdruck".
Bsp normaler Fußabdruck: ist ein kausal-relationaler Begriff. Etwas ist ein Fußabdruck kraft der Weise, wie er verursacht wurde. Er ist nicht dem Sand intrinsisch.
Dagegen:
"Enger Fußabdruck"/Zwillingserde/ZE/Stalnaker: Bsp hier wurde ein Fußabdruck, der dem von Jones gleicht, zufällig durch eine Welle verursacht.
Pointe: damit ist etwas auf der ZE, das intrinsisch ununterscheidbar von einem Fußabdruck ist, kein Fußabdruck. Dann könnte ein Philosoph mit Sinn für griffige Formulierungen sagen:
"Externalismus": „Teile den Kuchen auf wie Du willst, Fußabdrücke sind nicht im Sand!“.
VsExternalismus: der Revisionismus könnte antworten, dass dies nur von alltagssprachlichen Begriffen gälte und diese für die Wissenschaft uninteressant seien. Wissenschaftlich zählten nur Zustände, die dem Sand intrinsisch seien.
Lösung/Revisionismus/VsExternalismus: der Begriff des engen Inhalts (hier: Bsp "enger Fußabdruck").
enger Begriff: hier ist der relevante Zustand unabhängig von der Kausalgeschichte.
Bsp enger Fußabdruck: ist ein fußförmiger Abdruck, wie auch immer verursacht. Dann könnten wir diejenige Komponenten isolieren, die dem Medium (hier: dem Sand) intrinsisch ist.
II 172
ExternalismusVsVs: Pointe: der neue Begriff ist immer noch ein relationaler! Bsp Enge Fußabdrücke hängen zwar jetzt nicht mehr von einer speziellen Ursache ab, sind aber immer noch abhängig von allgemeinen Ursachen, die dem Sand extrinsisch sind. Bsp Angenommen, normale Füße auf der ZE haben eine andere Form. Dann ist der Fußabdruck, der durch eine Welle verursacht wurde, nicht nur kein normaler Fußabdruck, sondern auch kein enger Fußabdruck. Dann ist der Abdruck im Sand eben gar nicht fußförmig. ((s) Nur wenn man die Form aus der aktualen Welt (WiWe) auf die ZE übertrüge).
Stalnaker: für diese Strategie gibt es noch viel alltäglicher Beispiele:
Dispositionsbegriff/Stalnaker: wir beginnen mit einer kausalen Interaktion, Bsp Wasserlöslichkeit, dann gebrauchen wir kontrafaktische Konditionale (KoKo), um eine stabile Eigenschaft zu erhalten, die das Ding hat unabhängig davon, ob es zur Interaktion kommt.
intrinsisch/Stalnaker: Wasserlöslichkeit mag eine rein intrinsische Eigenschaft sein, andere wieder nicht: Bsp Beobachtbarkeit hängt auch von den Fähigkeiten der Beobachter ab.
Enger Begriff/Stalnaker: Bsp Glauben mag eine enge Fassung des Begriffs von Wissen sein, in dem Sinn, dass die Abhängigkeit von speziellen Ursachen zwischen Tatsachen und Wissendem durch einen allgemeineren von Mustern von Kausalrelationen zwischen Tatsachen und internen Zuständen ersetzt wurde.
Variante:
Def enger Fußabdruck: "fußförmiger Abdruck" wird jetzt Referenz-festlegend definiert: er soll jetzt heißen, so geformt, wie Füße in der aktualen Welt (WiWe) geformt sind. Pointe: dann ist der von der Welle auf der ZE geformte Abdruck immer noch ein enger Fußabdruck.
intrinsisch: so, scheint es, haben wir einen rein intrinsischen Zustand des Sands isoliert.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Wünsche Überzeugung Pauen Vs Frankfurt, H.G. Pauen I 277
Volitionen zweiter Ordnung/Frankfurt: (1993) Willensakt/Frankfurt: bewusste handlungswirksame Wünsche, bei denen man also kein Veto mehr einlegt.
Volition zweiter Ordnung: besondere Art von Wünschen, die sich ihrerseits wieder auf Wünsche beziehen. Bsp Der Wille trotz Hungers zu fasten.
I 278
Frankfurt: Es geht um die Frage, ob der Wille, den einer hat, der Wille ist, den er haben möchte. Def Handlungsfreiheit/Frankfurt: frei ist eine Handlung dann, wenn die Volition zweiter Ordnung mit dem Willensakt erster Ordnung übereinstimmt. Damit muss es nicht zu Ende kommen. Frankfurt glaubt allerdings, dass sich eine Person der Volitionen zweiter Stufe völlig sicher sein könne, so dass die Frage nach dritter und vierter Stufe gar nicht stelle.
VsFrankfurt: der Regress ist dennoch nicht auszuschließen und damit das ursprünglich eindeutige Kriterium aufgegeben.
I 279
Wenn das ausgeschlossen sein sollte, wären die Volitionen zweiter Ordnung von außen induziert und damit unfrei. Trotz des Dilemmas gelingt es Frankfurt, einen zentralen Unterschied zwischen Normen und affektgebundenem Verhalten deutlich zu machen.

I 291
PauenVsFrankfurt: das Urteil ob eine Handlung frei ist, stützt sich aber nicht auf die formale Besonderheit der Übereinstimmung des Wunsches zweiter Ordnung mit einem Wunsch erster Ordnung, sondern konkreter auf die zentralen Überzeugungen einer Person. VsFrankfurt: es ist nicht erkennbar, wieso sich Affekte nicht auch auf Volitionen zweiter Ordnung auswirken sollten.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Wünsche Überzeugung Loar Vs Grice, P.H. I 1
Sprache/Alltagssprache/Begriffe/Theorie/Erklärung/pragmatisch/Loar: alle pragmatischen Begriffe gehen hier letztlich auf Glauben zurück.

Loar: These: mein Ansatz (Kapitel 9) ist reduktionistisch:
1. Grundlage semantischen Eigenschaften sind Glauben und Wünsche. (Ähnlich wie Grice).
LoarVsGrice: mein Ansatz ist nicht nur kommunikationstheoretisch:
LoarVsalle: die Theorien der Überzeugungen kann als basis für die semantische Theorie der „Gedankensprache“ dienen (die meisten Autoren: andersherum!)
2. meine Erklärung von Glauben und Wünschen stützt sich nicht auf
I 2
Propositionen oder semantische Begriffe. Bedeutung/Loar: daher können propositionale Einstellungen nicht-zirkulär als Basis von Bedeutung dienen.
Glauben/Überzeugung/Wunsch/Wünsche/Loar: These können ohne alltagssprachliche Semantik vorauszusetzen, erklärt werden.
Denken/Sprache/Loar: das soll aber nicht Denken ohne Sprache annehmen, also Sprache als bloßes Vehikel der Kommunikation:
Glauben/Loar: These: ist kein sprachlicher Zustand.
Inhalt/Loar. Selbst wenn Glauben ein linguistischer Zustand wäre, könnte sein Inhalt unabhängig von seinen sprachlichen Aspekten analysiert werden.
Lösung/Loar: Erklärung durch Verhalten und Wahrnehmung.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
Wünsche Überzeugung Millikan Vs Grice, P.H. I 3
Sprachmuster/language device/Terminologie/Millikan: damit meine ich Wörter, syntaktische Formen, Betonung, Akzente Zeichensetzung usw.
These: solche Muster sind überliefert nur, weil stabile offene und verdeckte Reaktionen eines Kooperationspartners ebenso überliefert sind (sich durchgesetzt haben).
Standardisierung/Millikan: das (Sprach-) Muster übt seine Eigenfunktion nur mit einem Kooperationspartner aus, aber mit einem beliebigen. Daher muss es standardisiert sein.
Stabilisierung/Millikan/(s): (zeitlich) bei wiederkehrenden Tokens muss eine Ähnlichkeit zu früheren gegeben sein.
Stabilisierung/Standardisierung/Millikan: sind zwei Seiten einer Medaille.
Sprachmuster/Millikan: können oft auf eine parasitäre Weise (zweckentfremdet) gebraucht werden.
I 4
Bsp Metapher, Sarkasmus, Lüge, Ironie. Standard: selbst wenn sie nicht abweichend gebraucht werden, können die Muster doch im Gebrauch fehlschlagen.
Standardisierung/Stabilisierung: sind daher keine „Durchschnittsfunktion sondern haben mit einer „kritischen Masse“ von Fällen zu tun, sie bilden ein „Gravitationszentrum.
Lösung: wird nicht gefunden, indem man einen „Durchschnitt“ von Idiolekten bildet.
I 5
Eigenfunktion/Sprache/Bedeutung/MillikanVsGrice: wir nehmen also nicht Sprecherbedeutung als Grundbegriff. Bedeutungshaftigkeit/Millikan: erklären wir nicht mit typischem Gebrauch.
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: These: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.

I 51
Zitat aus Stevensons „Kidnapped“.
I 52
Literatur/Millikan: es gibt mehr ((s) feine) Unterschiede innerhalb der Literatur, als viele Philosophen erschlossen haben. Sprache/Millikan: in diesem Kapitel: welche Relationen gibt es zwischen
1. der stabilisierenden Funktion eines Sprachmusters
2. ihren buchstäblichen Gebrauch
3. den Sprecherintentionen.
Stabilisierungsfunktion/Millikan: nächstes Kapitel These: ein Aspekt der Wortbedeutung, der syntaktischen Form ist die fokussierte Stabilisierungsfunktion.
buchstäblicher Gebrauch/Millikan: korrespondiert keiner Stabilisierungsfunktion (s.u.).
Gricesche Intention/MillikanVsGrice/Millikan: These: die Griceschen Intentionen sind überhaupt nicht das, was Sprachgebrauch und Verstehen antreibt.

I 61
Verstehen/MillikanVsGrice/Millikan: These: ist eine direkte Wahrnehmung dessen, worüber („über“ aboutness) eine Rede ist, keine Schlussfolgerung aus den gehörten Sätzen! Und schon gar keine Schlussfolgerung über Sprecherintentionen.
I 62
Überzeugung/Millikan: 1. entsteht zum Teil aus der inneren Beschaffenheit des Subjekts (Nerven, Verschaltung usw.) Aber nicht zwei Leute mit denselben Verschaltungen müssen dieselben Überzeugungen haben.
I 63
2. nicht die ganze innere Hardware ist im Einsatz, wenn man etwas glaubt. Überzeugung/Haben/Gebrauch/Millikan: ich kann eine Überzeugung haben, während ich sie gar nicht gebrauche, Bsp dass Kolumbus Amerika entdeckt hat, brauche ich fast nie, vor allem nicht, wenn ich mir die Zähne putze.
Entdeckung/Überzeugung/Millikan: Bsp ein Mathematiker, der wach liegt und nach einem Beweis sucht und ihn endlich findet: man kann nicht von ihm sagen, dass er ihn vorher schon geglaubt hat!
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat. Gricesche Intentionen/MillikanVsGrice/Millikan: sind also überflüssig. Und sie helfen auch nicht, nichtnatürliche Bedeutung von weniger interessanten Dingen zu unterscheiden.
Wir brauchen jedenfalls keine Griceschen Intentionen zu beachten, die nur potentiellen und nicht aktualen Modifikationen des Nervensystems unterliegen.
I 65
VsMillikan: man könnte einwenden, dass man Gründe für eine Handlung haben könnte, ohne dass diese Gründe in der Anatomie aktiviert sind. Millikan: wenn ich aufhöre, etwas zu glauben, werde ich entsprechende Handlungen unterlassen.
Gricesche Intentionen/Millikan: die einzige interessante Frage ist, ob sie aktual innen verwirklicht sind, während man spricht.
Bsp Millikan: der Sergeant sagt: „Wenn ich das nächste Mal „Halt“ sage, halte nicht an!“
Ein ähnliches Bsp gibt es von Bennett.
Problem: das Training war so effektiv, dass der Soldat es nicht schafft, nicht anzuhalten.,
I 66
Bennett: dabei wird in nicht-gricescher Manier geschlossen. Rationalität/Bennett/Millikan: es scheint, als sollte man als rationaler Mensch keine “Abkürzungen“ wählen. D.h. er muss nicht nur positive Belege berücksichtigen, sondern auch negative.
((s) Dabei geht es darum, dass rational Gelerntes etwas rational Gebotenes überdeckt. Aber beide Male geht es um Sprecherintentionen, einmal vergangene, einmal gegenwärtige).
allgemein/formal: Bsp Angenommen, John glaubt
„gewöhnlich: wenn A dann B“ und außerdem:
„nicht-(gewöhnlich: wenn A-und-nicht-C, dann B)“
rational: würde dann folgen dass John glauben müsste
a) „gewöhnlich: wenn A dann C“ und
b) wenn A-und-C, dann B. Dann gibt es folgende möglichen Fälle.
1. der einzige Beleg für C kommt daraus, dass John weiß, dass gewöhnlich, wenn A dann C. Dann sollte er einfach von A zu B übergehen.
2. John hat unabhängige Möglichkeiten, C aufgrund von Belegen zu glauben. Und er stößt auf A, während er schon Belege für Nicht-C hat.
I 67
Dann sollte er rationalerweise auch glauben, dass Nicht-C und nicht von A auf B schließen. 3. John hat unabhängige Belege nach denen er C wissen könnte, aber diesmal weiß er vorher nicht, ob C.
Frage: muss er dann, um rational zu sein, vorher nachprüfen, ob C?
Millikan: nehmen wir an, dass er es muss.
Problem: wenn das nun wieder einzig davon abhängt, dass er glaubt:
„gewöhnlich, wenn D, dann C“ usw.
Rationalität/Millikan: Problem: je mehr Wissen man dann erwirbt, desto mehr muss er sich anstrengen, um überhaupt rational zu sein. Wäre es nicht besser, wenn er das ganze Nachprüfen unterließe?

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wünsche Überzeugung Funktionalismus Vs Identitätstheorie Lanz I 287
Identitätstheorie/Lanz: die Identitätstheorie identifiziert Typen mentaler Zustände mit physikalistisch charakterisierten Typen von Zuständen des Gehirns. Danach muss ein bestimmter Typ von Geisteszustand (z. B. »Schmerzen haben«) immer in derselben neuralen Struktur realisiert sein.
FunktionalismusVsIdentitätstheorie/Lanz: das ist empirisch unplausibel:
1 das Gehirn hat die Fähigkeit, Schädigungen seiner Teile zu kompensieren, indem andere Teile die ausgefallenen Funktionen übernehmen. (Split-Brain).
2. Zwei Wesen könnten physiologisch sehr unterschiedlich realisiert sein (Roboter, Marsmenschen) und dennoch dieselben Überzeugungen, Wünsche und Erwartungen haben.

Horwich I 423
FunktionalismusVsIdentitätsthese/PutnamVsIdentitätstheorie/Harman: muss zurückgewiesen werden wegen Fällen von Bsp vertauschten Spektren. (Harman: anderswo („Conceputal role semantics“, Notre dame Journal.of.Formal Logic, XXIII,2 April 1982, 242ff) Vs). Tatsachen/Werte/Rationalität/Harman: die philosophische Tradition nimmt an, dass Moralität und Bewertung in einer anderen Weise von der einen oder anderen Menge von Standards (Prinzipien) abzuhängen scheinen als Rationalität es tut.
Rationalität/Harman: ihre Prinzipien sind andere als die der Logik. (Nicht dass ich wüßte welches sie sind). Sie werden auch von niemand explizit akzeptiert. Wir nehmen im Grunde an, dass die Menschen in derselben Weise überlegen. (reason the same way).
Prinzipien: ihre Existenz erlaubt uns, die Überlegungen anderer zu verstehen.

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wünsche Überzeugung Mackie Vs Kant Stegmüller IV 319
KantVsDeterminismus: Freiheit ist Voraussetzung unseres moralischen Denkens. MackieVsKant: das macht die Voraussetzung eines metaphysischen Objektivismus.
IV 320
VsDeterminismus: dieser untergräbt die Möglichkeit des Urteilens überhaupt! Man kann nicht eine Überzeugung haben und gleichzeitig annehmen, dass sie kausal determiniert ist! VsVs: diese Überlegung ist schlicht falsch: die Determiniertheit untergräbt nicht die Korrektheit des Urteils!
Determinismus/Stegmüller: heute wissen wir zu wenig, um zu entscheiden, ob er wahr oder falsch ist. Würde er aber, wenn er wahr wäre, unser moralisches Denken untergraben?
Terminologie:
Def Unvereinbarkeitsthese/Moral/Stegmüller: wenn der Determinismus wahr ist, gibt es kein moralisches Denken. Verantwortlichkeit, Pflicht, Güte usw. werden sinnlos.

Stegmüller IV 171
Mackie/VsKant: dem kategorischen Imperativ kommt keine objektive Geltung zu! Es muss mindestens eine Prämisse vorkommen, die nicht wahrheitsfähig ist, sondern die Tatsache ausdrückt, dass eine Entscheidung gefällt worden ist.
Stegmüller IV 323
Ich/MackieVsKant: soll auf der Basis von Vernunftgründen handeln. Problem: wie soll es das, wenn es nicht über seine Handlungsgründe mit seinen Handlungen kausal verbunden ist? Wie können Handlungen zum Ich gehören und doch nur Zufallsereignisse sein?
Der Unvereinbarkeitstheoretiker müsste ein Analogon zur Kausalität konstruieren und gleichzeitig den kausalen Charakter des Analogons bestreiten.
metaphysisches Ich/Kant/Stegmüller: wesentlicher Bestandteil bei Kant, weil es der Adressat des moralischen Sollens ist.
MackieVsKant: als Subjektivist braucht er das metaphysische Ich gar nicht einzuführen.

Stegmüller IV 431
Gott/Unsterblichkeit/Moral/MackieVsKant: (i) dieser hat hier eine schwankende Haltung: einerseits Primat der praktischen Vernunft, deren Forderungen die theoretische Vernunft zu übernehmen habe. Andererseits fragt er, ob unsere Kenntnisse dadurch wirklich erweitert werden.
Kant: "allerdings, aber nur in praktischer Absicht."
Mackie: damit wird alles wieder zurückgenommen. Zwei Deutungsmöglichkeiten:
1. Kant will sagen, dass die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele als Tatsachen beweisen lassen,
2. nicht als Tatsachen, sondern als notwendige Voraussetzungen für unser Bewusstsein als Vernunftwesen.
IV 432
MackieVsKant: größte Schwäche: 1. der Übergang von "wir sollen das höchste Gut zu befördern suchen" zu "das muss doch möglich sein". Sollen/Kant: hatte an anderer Stell zu zeigen versucht, dass ein "Sollen" ein entsprechendes "Können" voraussetzt. (wo?). Aber dort war es um die Befolgung des Sittengesetzes gegangen.
MackieVsKant: die Analogie zum summum bonum leuchtet nicht ein. Doch sei das einmal zugestanden.
2. dann schließt die These, dass wir das höchste Gut zu befördern suchen sollen nur ein, dass wir es zu befördern suchen können. Der Schluss auf die Möglichkeit einer vollen Verwirklichung ist unzulässig.
Moral/MackieVsKant: dieser kann nicht einmal behaupten, dass die mögliche Verwirklichung eine notwendige Voraussetzung moralischen Denkens darstellt.
IV 433
MackieVsKant: unbehebbar ist die Spannung zwischen seinem Theismus auf der einen Seite und seiner Betonung der Autonomie der Moral auf der anderen. KantVs populäre Auffassung: weder unser Wissen um Gott und seinen Willen noch dieser Wille selbst sind Geltungsgrund des moralischen Gesetzes, sondern die Vernunft!
Daher "Selbstgesetzgebung" der praktischen Vernunft.
MackieVsKant: dennoch spricht dieser irreführend von den "Geboten des höchsten Wesens". Gott selbst ist hier aber nur ein weiteres Vernunftwesen!
MackieVsKant: der gesuchten Entsprechung von Sittlichkeit und Glückseligkeit entspricht immer noch ein unbewusstes Denken in Kategorien von Lohn und Bestrafung.
Die konsequente Anerkennung der Autonomie der Moral hätte ihn eher zu einer stoischen Auffassung bringen sollen: dass die Moral keiner anderen Glückseligkeit bedürfe als die des Bewusstseins der Rechtschaffenheit selbst. (evtl. Hume, Marc Aurel, Adam Smith).
Moral/Gott/Kant: Kant scheint sich dieser Schwierigkeit bewusst gewesen zu sein. In der Metaphysik der Sitten nimmt er das Gewissensargument von J. H. Newman vorweg. Außerdem schwankt er zwischen der Vorstellung von Gott als rein gedanklicher Konstruktion (etwa Adam Smiths idealen Beobachters) und der Annahme einer realen Existenz.
IV 437
MackieVs moralische Gottesbeweise: bessere Erklärungen für Handeln als für die Existenz einer göttlichen Person. Praktische Entschlüsse müssen sich auf Tatsachenüberzeugungen gründen und nicht umgekehrt!
Wir können nicht das, was wir als vernünftiges Handeln anzusehen geneigt sind, als Beweis für das heranziehen, was der Fall ist.
IV 438
MackieVsKant: Schwierigkeit seines moralischen Arguments: wenn ein bestimmtes praktischen Prinzip ganz bestimmte Tatsachenbehauptungen voraussetzt, dann kann die Vernunft, so rein sie sein mag, nicht beanspruchen, die Gültigkeit dieses praktischen Prinzips aufgezeigt zu haben, wenn sie nicht unabhängig davon die Gültigkeit der fraglichen Tatsachenbehauptungen nachgewiesen hat.
IV 461
Freiheit/Determinismus/Moral/Mackie/Stegmüller: andere Formen wie z.B. Freiheit von neurotischen Zwängen sind völlig mit dem Determinismus vereinbar!
IV 462
Wille/Kant: (Metaphysik der Sitten): "ist eine Art von Kausalität lebender Wesen, sofern sie vernünftig sind und Freiheit würde diejenige Eigenschaft dieser Kausalität sein, da sie unabhängig von fremden sie bestimmenden Ursachen wirkend sein kann." "fremde Ursachen": Belohnung, Strafen, aber auch Wünsche und Neigungen!
Autonomie/Kant/Stegmüller: ist hier Übereinstimmung mit seinem eigenen Vernunftideal als Selbstzweck.
MackieVsKant: Irrtum: er war wohl selbst der Meinung, die kontrakausale Willensfreiheit charakterisiert zu haben, hat aber tatsächlich zwischen Fremdursachen und der autonomen Wirksamkeit des Willens unterschieden. Und das ist etwas ganz anderes!
IV 463
autonome Wirksamkeit: sie ist vollkommen vereinbar mit zwei Annahmen: 1. dass es vorausgehende hinreichende Ursachen gibt, dass der Wille eine bestimmte Stärke hat.
2. dass das, was ein solcher Wille leistet, tatsächlich vom Charakter des Menschen und der Stärke des Willens abhängt.
Das ist mit einem durchgehenden Kausaldeterminismus vereinbar.
Wille/Willkür/Kant/Stegmüller: später unterschiedet er die beiden: letztere ist der freie Wille im üblichen Sinne. Nur sie hat kontrakausale Freiheit.
Freiheit/Kant:(spät) verlegt er ganz in die Autonomie (Selbstgesetzlichkeit des Willens).
Vs: das ist aber keine Lösung unseres Problems.
Urteil/Überzeugung/Kant/Stegmüller: (Metaphysik der Sitten): es ist nicht möglich, dass man im theoretischen (spekulativen) Bereich ein Urteil fällt oder eine echte Überzeugung äußert, und dabei zugleich zugibt, dass man dazu von außen veranlasst worden ist.
IV 464
Urteil/Überzeugung/MackieVsKant: ein vernünftiges Urteil kann von dem, der es fällt nicht so verstanden werden, dass es auf verkehrte Weise verursacht worden ist. Dagegen ist es völlig unproblematisch, eine vernünftige Überzeugung mit Ernst zu vertreten und zugleich einzuräumen, dass sie in geeigneter Weise verursacht worden ist.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
Wünsche Überzeugung Putnam Vs Lewis, David Lanz I 291
Funktionalismus/Identitätstheorie: gemeinsam: Anerkennung kausal relevanter innerer Zustände. Aber: FunktionalismusVsIdentitätstheorie: der Stoff ist es nicht, der eine kausale Rolle für die Festlegung spielt! (PutnamVsLewis).
Putnam VII 437
„Elite-Klassen“/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These es gibt bestimmte Klassen von Dingen „da draußen“ (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine „natürliche Bedingung“ für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), dass möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. Das legt die Referenz unserer Ausdrücke noch nicht eindeutig fest, weil es manchmal noch andere Desiderata gibt, aber so wird die Sprache „an die Welt geknüpft“.
Löwenheim/Putnam: aus meinem (s) Löwenheim )Argument folgt, dass alle unsere Überzeugungen und Erfahrungen dieselben wären und das hat keine meiner Kritiker bestritten.
Pointe: daraus folgt, dass Lewis „natürliche Bedingungen“ nicht durch unsere Interessen hereingebracht wurden, sondern dass sie etwas sind, das mit unseren Interessen zusammenarbeitet, um Referenz zu fixieren.
LewisVsLöwenheim/Putnam: Lewis’ These läuft darauf hinaus, dass Bsp die Klasse der Katzen danach schreit, benannt zu werden, die der Katzen* aber nicht.
Referenz/PutnamVsLewis: seine Idee der Elite Klassen löst nicht das Problem der Referenz, sondern verwirrt das materialistische Bild noch, indem es etwas Spukhaftes einführt.
PutnamVsLewis: das betrifft nicht nur Referenz, sondern auch Rechtfertigung, Relationen gleichzeitiger Behauptbarkeit, (dass etwas wahr bleiben könnte, während etwas anderen nicht mehr wahr ist). Alle diese können nicht durch etwas Psychologisches fixiert werden, durch etwas „im Kopf“.
PutnamVsPhysikalismus: dieser kann nicht sagen, sie seien fixiert, ohne in mittelalterliche Redeweise von einer „eindeutigen Kausalordnung“ zurückzufallen. Der Physikalismus kann nicht sagen, wie sie fixiert wäre, ohne in mittelalterliche Rede zurückzufallen.

Schwarz I 149
„Neue Theorie der Referenz/PutnamVsLewis/KripkeVsLewis/Schwarz: haben Kripke und Putnam nicht bewiesen, dass das, worauf ein Ausdruck referiert, mit assoziierten Beschreibungen gar nichts zu tun hat? Dann könnte sein, dass wir uns mit „Schmerz“ auf einen Zustand beziehen, der gar nicht die alltagspsychologische Rolle spielt, der gar nicht durch Verletzungen usw. ausgelöst wird, sondern vielleicht die Rolle spielt, die wir irrtümlich „Freude“ zuschreiben. Dann würden Leute mit Schmerz typischerweise strahlen. Typische Ursache von Schmerz wäre die Erfüllung von Wünschen.
LewisVsPutnam: hält das für Unfug. Wenn ein Zustand die Freude Rolle spielt, handelt es sich um Freude.

Putnam III 176
Mögliche Welten/MöWe/Lewis: ich glaube auch an das, was durch zulässige um Formulierungen meiner Überzeugungen behauptet wird. Nimmt man die Umformulierung für bare Münze, glaube ich also an die Existenz von Entitäten, die man "Weisen, wie sich die Dinge hätten abspielen können" nennen könnte. Diese Entitäten nenne ich "mögliche Welten".(realistische Deutung mögliche Welten.) PutnamVsLewis: "Weise" braucht man nicht unbedingt als eine andere Welt aufzufassen.
III 177
Mögliche Welten/MöWe/David Lewis: wir wissen schon was mit unserer Welt auf sich hat, andere Welten sind Dinge von der gleichen Sorte, die sich nicht der Art nach unterscheiden, sondern nur durch die Vorgänge, die sich in ihnen abspielen. Wir nennen unserer Welt deshalb die wirkliche Welt, weil es die Welt ist, in der wir leben. MöWe/PutnamVsLewis: eine mögliche "Weise" der Weltentwicklung könne auch als eine Eigenschaft aufgefasst werden, nicht als andere Welt. Diese Eigenschaft könnte doch ein wenn auch noch so kompliziertes Merkmal, das der ganzen Welt hätte zukommen können, sein.
MöWe/PutnamVsLewis: wenn eine "Weise der möglichen Weltentwicklung" eine Eigenschaft (eine "Zustandsbeschreibung" der ganzen Welt) wäre, und der Eiffelturm eine andere Höhe hätte, dann müsste die Eigenschaft " ist eine Welt, in der der Eiffelturm 150 Meter hoch ist " aus der Eigenschaft folgen, dass der Eiffelturm in unserer Welt nicht 150 Meter hoch ist.
Lewis: behauptet, Eigenschaften müssten etwas Einfaches sein, und die Aussage, dass eine Eigenschaft aus einer anderen folgt, laufe auf die Behauptung hinaus, dass zwischen verschiedenen Einfachen eine notwendige Beziehung bestehe, und das sei, wie Lewis meint, "unverständlich". Also müssten die Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden. Aber Lewis vermag nicht zu sehen, inwiefern Eigenschaften Komplexe sein könnten, wenn woraus sollten Sie zusammengesetzt sein?
III 178
PutnamVsLewis: Lewis hat hier nicht im "analytischen" Stil geantwortet. Er hat keine normalen Dinge gesagt. Ich habe keine Ahnung, was es mit dem von Lewis in Anspruch genommenen intuitiven Vorstellungen auf sich hat, warum etwas intuitiv und etwas anderes unverständlich wirkt. Das Argument, dass etwas Einfaches keine Beziehungen eingehen kann, ist nach meinem Eindruck weit davon entfernt, praktische oder spirituelle Bedeutung zu besitzen. Mir sind diese intuitiven Vorstellungen nicht nur fremd; ich habe sogar das Gefühl, nicht einmal zu verstehen, was damit gemeint ist.
Putnam I (g) 187
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/irreale Bedingungssätze/KoKo/Lewis: Vorschlag: "Ursache" anhand von irrealen Bedingungssätzen zu analysieren: "Wenn A nicht passiert wäre, wäre B nicht passiert". KoKo/PutnamVsLewis: es gibt aber Situationen, in denen es einfach nicht wahr ist, dass B nicht passiert wäre, wenn A nicht passiert wäre.
I (g) 201
Bsp B hätte von einer anderen Ursache verursacht worden sein können. Bsp Eineiige Zwillinge: es ist so, dass beide immer die gleiche Haarfarbe haben. Aber das Haar des einen ist nicht die Ursache des anderen. Das kann Lewis nicht trennen!
Kontrafaktische Konditionalsätze/irreale Bedingungssätze/ Wahrheitsbedingungen/KoKo/Lewis/Stalnaker: Lewis folgt Stalnaker und stellt Wahrheitsbedingungen für irreale Bedingungssätze auf: dazu braucht er Mögliche Welten (MöWe) und ein Ähnlichkeitsmaß.
Def Wahrheitsbedingung/Lewis: "Wenn X passiert wäre, wäre Y passiert" ist genau dann wahr, wenn Y in allen naheliegendsten Welten in denen X der Fall ist, wirklich wahr ist.

PutnamVsLewis: eine Ontologie, die parallele und mögliche Welten verlangt, ist jedenfalls keine materialistische Ontologie. Außerdem hört es sich ziemlich nach Science fiction an.
I (g) 188/189
Die Vorstellung eines intrinsischen Ähnlichkeitsmaßes also ein Maß, das sensibel dafür ist, was wir für relevant oder normal halten, ist schon wieder derart, dass die Welt wie ein Geist ist oder mit so etwas wie Vernunft getränkt. Das verlangt dann eine metaphysische Erklärung und wird damit Idealismus.
Und objektiver Idealismus kann wohl kaum "ein bisschen wahr" sein!
"Es ist alles Physik, außer, dass es jenes Ähnlichkeitsmaß gibt" macht einfach keinen Sinn!
I (g) 189
Identität/Wesen/Essenz/Lewis: Vorschlag: die Aggregation der Moleküle und "ich" sind für eine Zeitspanne identisch, so ähnlich wie Highway 2 und Highway 16 eine Zeit lang identisch sind. VsLewis: es ist aber nicht jede Eigenschaft der Aggregation eine Eigenschaft von mir!

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Wünsche Überzeugung Perry Vs Lewis, David Schwarz I 170
mentaler Gehalt/Inhalt/Perspektive/PerryVsLewis/Schwarz: einige Autoren wollen die Perspektive aus dem Gehalt heraus halten: (Perry 1977)(1): These: perspektivische Unterschiede in der Weise des Gegebenseins ansiedeln: Bsp Fred in Kuala Lumpur, ich in Berlin: unser Gehalt ist derselbe: dass es am 12. August 2005 in Berlin regnet, der Gehalt ist aber verschieden gegeben, das erklärt die unterschiedlichen Verhaltenskonsequenzen. Def Gegebenheitsweise/Perry/Schwarz: ist die Funktion, die jeder Situation die Klasse der Welten zuweist, in denen es an Ort und Zeit der Situation regnet.
LewisVsPerry: das macht keinen Unterschied (1989b(2),74,Fn 9). Gehalt ist einfach die Klasse der Situationen, denen eine wahre Proposition zugewiesen wird.
Perspektive/Lewis: umgekehrt kann man aber aus Lewis’ Gehalt die nicht perspektivische Proposition nicht mehr rekonstruieren.
Perry: hat also eine zusätzliche Gehaltskomponente.
Lewis: diese wird bei ihm nicht gebraucht.
Perspektive/unzentrierte Welt/Perry/Schwarz: Perry hat andere Aufgaben im Sinn: die unzentrierte Gehaltskomponente soll bei der Semantik von Glaubenssätzen helfen und erklären, warum Fred und ich intuitiv dasselbe glauben..
LewisVsPerry: bezweifelt, dass das geht: Semantik: was unsere Intuitionen über "dasselbe meinen" angeht, sind viel vager und komplizierter. Bsp es gibt einen guten Sinn, in dem Fred und ich dasselbe meinen, wenn er glaubt, dass es bei ihm regnet! Bsp "Ich wünschte, es würde regnen" – "Das Wünsche ich mir auch". Dazu genügen Klassen möglicher Situationen.

1. John Perry [1977]: “Frege on Demonstratives”. Philosophical Review, 86: 474–497
2. David Lewis [1989b]: “Dispositional Theories of Value”. Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 63: 113-137.

Stalnaker I 255
Def Glauben/Überzeugung/Selbst//Stalnaker: eine Überzeugung mit einer gegebenen Eigenschaft zu haben heißt, sich diese Eigenschaft selbst zuzuschreiben. Glauben/Lewis: (nicht auf das Selbst bezogen): glauben, dass φ, (wobei φ eine Proposition ist) = sich die Eigenschaft zuschreiben in einer möglichen Welt (MöWe) zu leben, in der φ.
Selbst/semantische Diagnose/PerryVsLewis/Stalnaker: liefert keinen Inhalt einer Selbstzuschreibung, sondern unterscheidet Glaubensinhalt von Glaubenszustand.
Relativierte Proposition/Perry: klassifizieren Glaubende: wir haben denselben Glaubenszustand gemeinsam, wenn wir beide den glauben haben Bsp "ich bin Philosoph". Das korrespondiert Mengen zentrierter MöWe.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Wünsche Überzeugung Schwarz Vs Lewis, David Schwarz I 31
Personale Identität/SchwarzVsLewis: sein Kriterium ist nicht präzise und liefert in interessanten Fällen keine Antwort. Bsp Kontinuität nach Gehirnoperation usw. Aber das will Lewis auch nicht. Unser (vager) Alltagsbegriff soll nur explizit gemacht werden. Beamen/Teleportation/Verdopplung/Lewis: das alles wird von seiner Theorie erlaubt.

Schwarz I 60
Identität/Lewis/zentrierte Welt/MöWe/Schwarz: mein Wunsch, jemand anderer zu sein, bezieht sich vielleicht nicht auf die ganze Welt, sondern nur auf meine Lage in der Welt. Bsp Zwillingserde/Schwarz: einer von beiden Planeten wird morgen gesprengt, den beiden Möglichkeiten (dass wir auf dem einen oder dem anderen sind) entsprechen aber nicht zwei Welten! Detailkenntnis würde nicht helfen herauszufinden, wo wir sind, da beide gleich sind. ((s) also keine „zentrierte Welt“). Eigentlich wollen wir wissen, wo wir selbst uns in dieser Welt befinden. (1979a(1),1983b(2),1986e(3):231 233).
SchwarzVsLewis: sagt zu wenig über diese perspektivischen Möglichkeiten. Es reicht hier nicht, mehrere Gegenstücke (GS) in einer Welt zuzulassen. Es sollte nicht nur möglich sein, dass Humphrey genauso ist wie der tatsächliche Nixon, er sollte auch abweichen dürfen. Humphrey darf also kein GS von sich selbst sein. (>irreflexive GR, >S.u. Abschnitt 9.2. „doxastische GS“.
Ähnlichkeitsrelation. Egal welche Aspekte man beton: Nixon wird Humphrey nie ähnlicher sein als er sich selbst.

Schwarz I 100
fundamentale Eigenschaften/SchwarzVsLewis: dieser scheint zu schwanken, ob er die fE zur begrifflichen Basis für die Reduktion aller Prädikate und letztlich aller Wahrheiten bilden sollen, oder nur eine metaphysische Basis, auf der alle Wahrheiten supervenieren. (>Supervenienz, >Reduktion).
Schwarz I 102
Natürlichkeit/natürlich/Eigenschaft/Inhalt/Lewis: der tatsächliche Gehalt ist dann der natürlichste Kandidat, der zum Verhalten passt. „giftig“ ist keine perfekt natürliche Eigenschaft (PnE), aber natürlicher als „weiter als 3,78 Lichtjahre entfernt“ und gesund und weniger entfernt und giftig“. Natürlichkeit/Maß/Lewis: (1986e(3), 61,63,67 1984b(4), 66): die Natürlichkeit einer Eigenschaft ist durch die Komplexität oder Länge ihrer Definition durch perfekt natürliche Eigenschaften bestimmt.
PnE: sind immer intrinsisch und alle ihre Booleschen Kombinationen bleiben es.
Problem: extrinsische Eigenschafen drohen, unnatürlich zu wirken. Außerdem wäre Bsp „Rot oder Frühstück“ viel komplizierter zu erklären, als Bsp „Hat Ladung –1 oder eine Masse, dessen Wert in kg eine Primzahl ist. (Obwohl sie nach der Definition unnatürlicher zu sein scheint).
Natürlichkeit/Eigenschaft/Lewis: (1983c(5),49): eine Eigenschaft ist um so natürlicher, je mehr sie wohlumgrenzten Dingen zukommt. Vs: dann ist Bsp „Wolke“ weniger natürlich als Bsp „Tisch in der Umgebung eines Kernkraftwerks oder Uhr, die 7:23 anzeigt“.
Schw I 103
Natürlichkeit/Eigenschaften/Lewis: (1983c(5),13f): Natürlichkeit könnte auf Ähnlichkeit zwischen Eigenschaften zurückgeführt werden: Bsp eine Klasse ist umso natürlicher, je mehr die Eigenschaften ihrer Elemente sich ähneln. Ähnlichkeit: Lewis verweist auf Armstrong: Ähnlichkeit zwischen Universalien 1978b(6),§16.2,§21, 1989b(7): §5.111997 §4.1). Letztlich LewisVs.
Natürlichkeit/Lewis/Schwarz: (2001a(8),§4,§6): schlägt Test für Natürlichkeit vor, der auf Ähnlichkeit zwischen Einzeldingen beruht.: Koordinatensystem: „intrinsische“ und „extrinsische“ Achse. Eine Eigenschaft ist dann um so natürlicher, je dichter und kompakter die entsprechende Region ist.
Problem: 1. das setzt graduelle Ähnlichkeit voraus und kann daher auch nicht gut zur Definition gradueller Natürlichkeit verwendet werden.
2. die pnE kommen ziemlich unnatürlich heraus, denn die Instanzen gleichen einander oft nicht stark. Bsp wenn eine bestimmte Masse Eigenschaft perfekt natürlich ist, dann bilden alle Dinge mit dieser Masse eine perfekt natürliche Klasse, egal wie unähnlich sie einander sind.
SchwarzVsLewis: er zeigt Unterscheidungen zwischen natürlichen und weniger natürlichen Eigenschaften in verschiedenen Bereichen, zeigt aber nicht, dass die Unterscheidung immer dieselbe ist.
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: könnte auch von Interessen und biologischer Ausprägung abhängen. Und dennoch können die verschiedenen Arten von Natürlichkeit auf verschiedene Weise – durch perfekte Natürlichkeit bestimmt sein. Das heißt aber nicht viel, weil bei Lewis alles per definitionem durch die Verteilung der pnE bestimmt ist. ((s) >Mosaik).
Schwarz I 122
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: nicht sinnvoll anzunehmen, sie sei objektiv, unabhängig davon, wie natürlich sie uns erscheint. Lewis hat objektive Natürlichkeit als metaphysische Grundlage für qualitative, intrinsische Ähnlichkeit und Verschiedenheit eingeführt, dafür dass manche Dinge sich gleichen wie Eier und andere nicht. (s.o. 5.2). Intrinsische Ähnlichkeit: sowie qualitativer Charakter und Duplikation: diese Begriffe sollen nach Lewis unsere vertrauten Begriffe sein.
SchwarzVsLewis: wenn objektive Natürlichkeit aber zur Unterscheidung unserer Meinungen über Ähnlichkeit zu erklären, kann man nicht mehr sinnvoll in Frage stellen, ob die Unterscheidung eben dies leistet.
Also: zwar gibt es mögliche Wesen (oder Welten) deren Prädikate relativ unnatürliche Eigenschaften ausdrücken und sich deshalb über Naturgesetze irren, ohne dass sie den Irrtum entdecken können. Doch wir können a priori sicher sein, dass wir nicht zu ihnen gehören.
Problem: die anderen Wesen können ihrerseits glauben, a priori sicher zu sein, dass ihre physikalischen Prädikate relativ natürlich sind.
Lösung: aber sie (und nicht wir) unterlägen dabei einem Irrtum, vorausgesetzt, „natürlich“ bedeutet in ihrem Mund dasselbe wie bei uns. ((s) aber genauso könnten wir bloß glauben, keinem Irrtum zu unterliegen. Bzw. wir wissen gar nicht ob wir „wir“ oder „die“ sind.).
Schwarz: hier zeigt sich eine Spannung in unserem Begriff der Naturgesetze (NG):
a) einerseits ist klar, dass wir sie empirisch erkennen können,
b) andererseits sollen sie in einem starken Sinn objektiv sein, unabhängig von unseren Standards und Begriffen.
Problem: Wesen mit anderen Standards können mit denselben empirischen Daten zu ganz anderen Urteilen über NG kommen.
Schwarz I 134
Ereignis/SchwarzVsLewis: vielleicht besser: Ereignisse doch als die Regionen selbst oder die Dinge in den Regionen: dann kann man Bsp den Flug von der Rotation des Balls unterscheiden. Dem scheint Lewis später auch zugeneigt gewesen zu sein. (2004d)(9). Lewis: Bsp der Tod eines Menschen der in einen völlig leeren Raum geworfen wird, wird nicht durch etwas verursacht, das in diesem Raum geschieht, weil da ja nichts ist. Wenn aber Ereignisse Klassen von Raumzeiten Regionen sind, könnte ein Ereignis auch eine leere Region enthalten.
Def Qua Ding/Lewis/Schwarz: spätere Theorie: “Qua-Dinge” (2003)(10): Bsp „Russell qua Philosoph“: (1986d(9a.),247): Klassen von Gegenstücken – dagegen:
LewisVsLewis: (2003)(10) Russell qua Philosoph und Russell qua Politiker und Russell sind identisch. Dann liegt der Unterschied in kontrafaktischen Kontexten an der durch die jeweilige Beschreibung bestimmte Gegenstück Relation. Das sind dann intensionale Kontexte. (ähnlich 1971(11)). kontrafaktische Asymmetrie/Lewis/Schwarz: Lewis’ Analyse setzt Ähnlichkeit zwischen MöWe voraus.
HorwichVsLewis: (1987(12),172) sollte erklären, warum er an dieser barocken Abhängigkeit interessiert ist.
Problem/SchwarzVsLewis: bisher liefert die Analyse immer noch falsche Ergebnisse Bsp Verursachung späterer durch frühere Ereignisse.

Schwarz I 139
Konjunktive Ereignisse/SchwarzVsLewis: er sieht nicht, dass dasselbe auch für konjunktive Ereignisse gilt. Bsp seien A,B,C,D beliebige Ereignisse, so dass A B verursacht und C D. Wenn es ein Ereignis B & C gibt, das genau dann eintritt, wenn sowohl B als auch C geschehen, dann ist A die Ursache von D: ohne A wäre B nicht geschehen, also auch nicht B & C. Ebenso wäre D nicht geschehen, ohne B & C. Da Verursachung transitiv ist, verursacht folglich jede beliebige Ursache jede beliebige Wirkung. Anmerkung: nach Voraussetzung wäre D ohne C nicht geschehen, aber vielleicht ist die nächste mögliche Welt (MöWe), in der B & C fehlt, eine, in der C trotzdem stattfindet? Nach Lewis soll die nächste MöWe aber eine sein, wo die fehlende Ursache völlig ausgelöscht ist.
Schwarz: man kann sicher nicht alle konjunktiven Ereignisse ausschließen. Bsp ein Gespräch oder Bsp ein Krieg setzt sich aus vielen Ereignissen zusammen und kann dennoch als Ganzes Ursache oder Wirkung sein. Lewis (2000a(13),193) gebraucht sogar ziemlich unnatürliche Konjunktionen von Ereignissen, um Einwänden zu entgehen: Bsp Konjunktion aus dem Gehirnzustand einer Person und einer Entscheidung einer anderen Person.
Abwesenheit/Lewis/Schwarz: weil Lewis keine harmlosen Entitäten findet, die als Abwesenheiten in Frage kommen, leugnet er ihre Existenz: sie sind keine Ereignisse, sie sind überhaupt nichts, da gibt es nichts relevantes. (2000a(13), 195).
SchwarzVsLewis: aber wie passt das mit den Mooreschen Tatsachen zusammen? Wie kann eine Relation instantiiert sein, deren Relata nicht existieren?
Mooresche Tatsachen/Schwarz: Bsp dass Abwesenheiten oft Ursachen und Wirkungen sind. Etwas, das zu bestreiten nur Philosophen in den Sinn kommt.
I 142
Einfluss/SchwarzVsLewis: Problem: Beeinflussung vergangener Ereignisse durch zukünftige. Bsp Hätte ich schon vor einer halben Minute aus der Tasse getrunken, dann wäre jetzt ein bisschen weniger Tee in der Tasse, und je nachdem, wie viel Tee ich vor einer halben Minute getrunken hätte, wie warm der Tee damals war, wohin ich die Tasse dann stellte, je nachdem wäre auch die jetzige Situation ein wenig anders. Nach Lewis’ Analyse ist mein zukünftiges Teetrinken daher eine Ursache dafür, wie der Tee jetzt vor mir steht. Da die Vorkommnisse des Trinkens einander wahrscheinlich sehr ähnlich sind, ist der Einfluss um so größer. Er ist aber im Gegensatz zum Mond nicht kausal.
Schwarz I 160
Wissen wie/SchwarzVsLewis: es ist nicht ganz korrekt, dass der phänomenale Charakter kausal wirkungslos sein muss, wenn die Mary und Zombie Argumente durchgehen. Für kausale Wirksamkeit reicht es aus, wenn Mary auf ein phänomenal anderes Erlebnis anders reagiert hätte ((s) >Kontrafaktisches Konditional, >kontrafaktisch). Dualismus/Schwarz: das kann man als Dualist akzeptieren. Dann kann man phänomenal Eigenschaften wie fundamentale physikalische Eigenschaften verstehen. Dass es dann (wie oben Bsp Ladung 1 und Ladung 1 tauschen ihre Rollen in möglichen Welten (MöWe)): möglich ist, dass in verschiedenen MöWe die phänomenalen Eigenschaften ihre Rollen getauscht haben, bedeutet nicht, dass sie kausal irrelevant sind! Im Gegenteil: ein Teilchen mit getauschter Ladung würde sich anders verhalten.
Lösung: denn eine mögliche Welt (MöWe), in der das Teilchen eine andere Ladung hat und diese Ladung eine andere Rolle spielt, ist unserer wirklichen Welt sehr unähnlich! Weil dort andere Naturgesetze herrschen. ((s) Ist hier wesentlich, dass außer der geänderten Ladung auch noch zusätzlich die Rollen getauscht wurden? s.o.: >Quidditismus)
SchwarzVsLewis: dieser muss nur akzeptieren, dass Unterschiede in fundamentalen Eigenschaften sich nicht immer in kausalen Unterschieden wiederfinden. Mehr muss man auch nicht akzeptieren, um Mary den Erwerb neuer Information zuzugestehen.

Schwarz I 178
Gehalt/Individuation/Lösung/LewisVsStalnaker: (1983b(2),375,Fn 2, 1986e(3),34f) eine Person kann manchmal mehrere verschiedene Meinungssysteme haben! Bsp Split Brain Patienten: Zur Erklärung von Handbewegungen auf einen Gegenstand zu, den der Patient zu sehen leugnet. Dann kann man Rechnen und logische Folgerung als Zusammenführen getrennter Überzeugungsfragmente auffassen.
Wissen/Glauben/notwendige Wahrheit/Allwissenheit/SchwarzVsLewis/SchwarzVsFragmentierung: Problem: auch innerhalb von Lewis’ Theorie ist Fragmentierung nicht so leicht zu bekommen, weil die Alltagspsychologie sie nicht bevorzugt.
Schwarz I 179
Bsp bei inkonsequentem Verhalten oder bei Lüge nehmen wir nicht ein fragmentiertes Überzeugungssystem an. Wir nehmen eher an, dass jemand seine Überzeugungen ändert oder jemand absichtlich in die Irre führen will. Bsp wenn jemand nicht den besten Schachzug vollzieht, muss das nicht an Fragmentierung liegen. Man sollte echte Unkenntnis kontingenter Wahrheiten statt scheinbare Unkenntnis notwendiger Wahrheiten annehmen. Fragmentierung hilft auch nicht bei mathematischen Wahrheiten, die in jedem Fragment wahr sein müssen: Frieda lernt nichts neues, wenn sie endlich herausfindet, dass 34 die Wurzel aus 1156 ist. Dass sie den entsprechenden Satz vorher bestritt, lag an einer Beschränkung ihrer kognitiven Architektur.
Wissen/Schwarz: wie auch immer unser Gehirn funktioniert, ob in Form von Karten, Sätzen oder neuronalen Netzen – es bedarf gelegentlich einigen Aufwands, die gespeicherte Information abzurufen.
Allwissenheit/VsMöWe/Gehalt/VsLewis/Schwarz: der Einwand der logischen Allwissenheit ist der häufigste Einwand gegen die Modellierung mentalen und sprachlichen Gehalts durch MöWe bzw. mögliche Situationen.
SchwarzVsVs: hier tritt bloß ein Problem besonders hervor, das alle anderen Ansätze genauso betrifft.

Schwarz I 186
Wert/Moral/Ethik/VsLewis/Schwarz: größter Nachteil seiner Theorie: ihr latenter Relativismus. Was Leute unter Umständen wünschen, ist kontingent. Es gibt mögliche Wesen, die nicht Glück wünschen. Viele Autoren haben die Intuition, dass Werturteile objektiver sein sollten. Lösung/Lewis: nicht nur wir, sondern alle möglichen Personen sollten unter idealen Bedingungen dasselbe wertschätzen. Bsp wenn dann jemand Sklaverei gutheißt, sollte es daran liegen, dass ihm die Sache nicht wirklich klar vor Augen ist. Moralische Meinungsverschiedenheiten wären dann prinzipiell immer lösbar. ((s) >Kognitive Defizienz/Wright).
LewisVsLewis: das trifft unsere Intuitionen zwar besser, aber es gibt leider keine so definierten Werte,. Leute mit anderen Dispositionen sind möglich.
Analogie zur Situation bei objektiver Wschk (s.o. 6.5): es gibt nichts, was all unsere Annahmen über echte Werte erfüllt, aber es gibt etwas, was dem nahe kommt, und das ist gut genug. (1989b(14),90 94).
Wert/wirkliche Welt/WiWe/Lewis: es ist auch völlig offen, ob es in der WiWe Leute mit völlig anderen Wert Dispositionen gibt. D.h. aber nicht, dass wir sie nicht überzeugen könnten.
Relativismus/Werte/Moral/Ethik/Lewis/Schwarz: Lewis heißt eine andere Art Relativismus allerdings willkommen: Wunsch Inhalte können perspektivisch sein. Das Schicksal meiner Nächsten kann mir mehr am Herzen liegen als das von Fremden. (1989b(14), 73f).

Schwarz I 232
Wahrmacher Prinzip/ SchwarzVsLewis: hier ist etwas faul, das WP ist von Anfang an falsch formuliert: wir wollen nicht „die Welt wie sie ist“ als Wahrmacher, weil das keine Erklärung ist, wir wollen erklären, wie die Welt die Wahrheit macht, wie etwa die Gegenwart Sätze über die Vergangenheit wahr macht.
Schwarz I 233
Erklärung/Schwarz: sollte notwendige Implikation und Analyse auseinander halten. Für reduktive Metaphysik ist notwendige Implikation nur bedingt interessant. SchwarzVsLewis: das übersieht er, wenn er schreibt: „Eine Supervenienz-These ist im weiteren Sinne reduktionistisch“. (1983,29).
Anderswo sieht er den Unterschied: Bsp LewisVsArmstrong: dieser hat einen ungewöhnlichen Begriff von Analyse: für ihn ist sie nicht Suche nach Definitionen, sondern nach Wahrmachern“.


1. David Lewis [1979a]: “Attitudes De Dicto and De Se”. Philosophical Review, 88: 513–543.
2. David Lewis [1983b]: “Individuation by Acquaintance and by Stipulation”. Philosophical Review, 92:
3–32.
3. David Lewis [1986e]: On the Plurality of Worlds. Malden (Mass.): Blackwell
4. David Lewis [1984b]: “Putnam’s Paradox”. Australasian Journal of Philosophy, 61: 343–377
5. David Lewis [1983c]: “New Work for a Theory of Universals”. Australasian Journal of Philosophy,
61: 343–377.
6. David M. Armstrong [1978b]: Universals and Scientific Realism II: A Theory of Universals. Cambridge: Cambridge University Press 7. David M. Armstrong [1989b]: Universals: An Opinionated Introduction. Boulder: Westview Press
8. David Lewis [2001a]: “Redefining ‘Intrinsic’ ”. Philosophy and Phenomenological Research, 63: 381-398
9. David Lewis [2004d]: “Void and Object”. In [Collins et al. 2004], 277–291
9a. David Lewis [1986d]: “Events”. In [Lewis 1986f]: 241–269
10. David Lewis [2003]: “Things qua Truthmakers”. Mit einem Postscript von David Lewis und Gideon
Rosen. In Hallvard Lillehammer und Gonzalo Rodriguez-Pereyra (Hg.), Real Metaphysics:
Essays in Honour of D.H. Mellor, London: Routledge, 25–38.
11. David Lewis [1971]: “Counterparts of Persons and Their Bodies”. Journal of Philosophy, 68: 203–211.
12. David Lewis [1987]: “The Punishment that Leaves Something to Chance”. Proceedings of the Russellian Society, 12: 81–97.
13. David Lewis [2000a]: “Causation as Influence”. Journal of Philosophy, 97: 182–197. Gekürzte Fassung von [Lewis 2004a]
14. David Lewis [1989b]: “Dispositional Theories of Value”. Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 63: 113-137.
15. Paul Horwich [1987]: Asymmetries in Time. Cambridge (Mass.): MIT Press

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Wünsche Überzeugung Nagel Vs Materialismus III 30
Objektivität/Realität/Nagel: mit der akzeptierten Einschränkung, dass wir die spezifische Qualität einer jeden Erlebnisperspektive nur von innen her erfassen können, geben wir den Gedanken on einer Welt, wie sie in Wirklichkeit unabhängig von der Erscheinung für irgendeinen von uns an sich beschaffen ist, gerade nicht auf. Nagel. die Welt, wie sie ist, enthält auch Erscheinungen und es gibt keine privilegierte Perspektive, sie zu erfassen.
Das ist die Negation des Idealismus in bezug auf das Bewusstsein.
Die Welt ist weder meine Welt noch ist sie unsere (nicht einmal auf die psychische Welt trifft das zu)!
NagelVsMaterialismus: basiert letztlich auf einer Art Idealismus: dem Idealismus der Objektivität
Objektivität/Nagel: ist nicht die Wirklichkeit, sie ist nur eine Möglichkeit, die Wirklichkeit zu verstehen. ((s) >Searle: Realismus als Methode und Bedingung, Hypothesen zu bilden).
III 31
Sie ist aber dennoch sinnvoll, weil die Suche nach einem objektiven Verständnis die einzige Möglichkeit ist, unsere Erkenntnis zu erweitern. Sonst müsste man auch auf die Mathematik verzichten, weil sie nicht vollständig sein kann.

Rorty IV 64
NagelVsMaterialismus/Rorty: lässt das »Bewusstsein« außer Acht, also die Art, wie die Dinge aus dem Inneren des Menschen betrachtet aussehen. RortyVsNagel: der »Blick von innen« lässt zwar einige, aber nicht alle inneren Ursachen des Verhaltens erkennen. Diese Ursachen können unter »mentalen« Beschreibungen aufgezeigt werden. Das Ich des Menschen sind nicht Organe und Teilchen, sondern größtenteils seine Überzeugungen und Wünsche.
IV 65
Introspektion/Rorty: die Fähigkeit zur Berichterstattung hängt nicht davon ab, dass etwas »dem Bewusstsein gegenwärtig« sei, sondern davon, dass der Gebrauch von Worten lehrbar ist! (Bsp man muss wissen was Fieber ist, um feststellen zu können, dass man es hat). »Bewusstsein«/Rorty: statt Bewusstsein sollten wir »Ich« sagen: das
Def »Ich«/Rorty: besteht aus den geistigen Zuständen des Menschen.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wünsche Überzeugung Newen Vs Moore, G.E. New I 131
Metaethik/Newen: soll klären, welchen Status ethische Aussagen haben - nicht, welche Art von Ethik die richtige ist. Moore: ist Utilitarist. Moore pro Utilitarismus.
Gut/Moore/Newen: 1. These: man macht niemals eine rein empiriche Behauptung, wwenn man sagt, etwas sei gut.
2. gut ist keine natürliche Eigenschaft, also eine nichtnatürliche.
3. dafür benötigen wir moralische Intuition.
Def richtige Handlung/Moore/Newen:
I 132
Diejenige, durch die mehr Gutes als durch jede Alternativhandlung hervorgebracht wird. "richtig": ist also weiter analysierbar.
Naturalistischer FehlSchluss/Moore/Newen: die falsche Absicht, Werteeigenschaften empirisch zu definieren. Damit werden zwei Welten durcheinandergebracht. Die natürliche und die nichtnatürliche.
gut/Moore: da die Substitution in "Was wir alle Wünschen, Wünschen wir alle" durch "Was wir alle Wünschen ist gut" nicht trivial ist, kann "gut" nicht dasselbe bedeuten wie "was wir alle Wünschen".
I 133
NewenVsMoore: daraus kann man aber nicht schließen, dass "gut" eine nichtanalysierbare und nichtempirische Eigenschaft ist. Paradox der Analyse/Moore/Newen: (Lösung s.o. I 15) ein Begriffszusammenhang gilt notwendigerweise und er ist informativ, wenn er nicht Teil der üblichen Sprachkompetenz ist, sondern erst durch systematische Untersuchungen begrifflicher Zusammenhänge erkannt werden ann. Diese Möglichkeit gilt - wie für alle Ausdrücke - auch für "gut".
I 133/134
gut/Moore/StevensonVsMoore/Newen: Angenommen, Moore habe gezeigt, dass "gut" keine natürliche Eigenschaft sei. Daraus folgt aber nicht, dass es eine nichtnatürliche Eigenschaft ist. Es würde voraussetzen, dass "gut" überhaupt eine beschreibbare Eigenschaft ist. Moore hat zwar recht, dass entsprechende Aussagen keine empirischen sind, aber daraus folgt nicht, dass sie nichtempirische wären.
Wert/Werte/Stevenson: These: Werteaussagen sind überhaupt keine Behauptungen, die wahr oder falsch sind, sie drücken keine Meinungen und Überzeugungen aus, sondern sie dienen dazu, Haltungen hervorzurufen. Diese These wurde Emotivismus genannt.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Wünsche Überzeugung Rorty Vs Quine, W.V.O. I 191
Instrumentalismus/RortyVsQuine: Quines Wissenschaftsbegriff ist immer noch merkwürdig instrumentalistisch:
I 192
»Stimuli« und »Setzungen«. Gleichwohl transzendiert Quine beide Unterscheidungen, wenn er einräumt, dass Reizungen der Sinnesorgane in gleichem Maße »Setzungen« sind wie alles übrige. RortyVsQuine: Er ist aber noch nicht ganz im Stande, auf die Unterscheidung zwischen dem Gegebenen und dem Postulierten zu verzichten. >Instrumentalismus.
I 222
Referenz/Rorty: wenn wir ohne Referenz auskommen, dann können wir auch gut ohne eine Ontologie auskommen. Quine würde dem beipflichten. >Referenz, >Ontologie.
I 223
Klarheit/Quine: alle Unklarheiten (indirekte Rede, propositionale Einstellungen usw.) eliminieren. RortyVsQuine: die Sache hat einen Haken: woher wissen wir, worin »Dunkelheit« und »Klarheit« bestehen?
I 225
RortyVsQuine: hängt die Konventionalität von einer speziellen Unbestimmtheit der Übersetzung ab, so können wir nicht - wie Quine vorhin - sagen, die physikalische Theorie sei eine »konventionelle Angelegenheit, die uns nicht von der Wirklichkeit aufdiktiert wird«. RortyVsQuine: Unstimmigkeiten:
1. es gibt so etwas wie eine Ontologie.
2. kein Satz hat einen besonderen, unabhängigen erkenntnistheoretischen Status.
3. es gibt nicht so etwas wie eine direkte Bekanntschaft mit Sinnesdaten oder Bedeutung.
4. demnach berühren sich Erkenntnistheorie und Ontologie an keiner Stelle.
5. dennoch lässt sich eine Unterscheidung treffen zwischen den Teilen unseres Meinungsnetzes, die Tatsachen ausdrücken, um solchen die dies nicht tun. Und die Ontologie stellt sicher, dass wir diesen Unterschied aufzudecken vermögen. >Holismus.
RortyVsQuine: wenn Quine zusammen mit (1) bis (4) auch noch (5) vertreten möchte, so muss er der Unterscheidung zwischen dem »Tatsächlichen« und dem »Konventionellen« einen Sinn geben.
I 226
Quine kann das nur, indem er die Elementarteilchen als das paradigmatisch »Tatsächliche « herausgreift und erklärt, verschiedene Meinungen änderten die Bewegungen der Teilchen nicht. RortyVsQuine: seine Entscheidung für die Physik und gegen die Psychologie ist rein ästhetisch. Darüber hinaus funktioniert es noch nicht einmal, denn verschiedene biochemische Theorien werden mit dem gleichen Bewegungsverlauf derselben Elementarteilchen kompatibel sein.
I 231
RortyVsQuine seine Überzeugung, die symbolische Logik müsse irgendwelche »ontologischen Implikationen« haben, bringt ihn immer wieder dazu, aus der »die Idee der Idee« mehr zu machen als nötig.
I 250
Def Beobachtungssatz/Quine: ein Satz, über den alle Sprecher in derselben Weise urteilen, wenn sie denselben begleitenden Reizen ausgesetzt sind. Ein Satz, der innerhalb einer Sprachgemeinschaft gegenüber Unterschieden in vergangenen Erfahrungen nicht empfindlich ist. RortyVsQuine: schließt Blinde, Geistesgestörte und gelegentliche Abweichler aus.

IV 24
RortyVsQuine: wenn wir mit Kuhn die platonische Unterscheidung zwischen episteme und doxa untergraben, wenden wir uns auch gegen den Holismus von Quine. Wir werden jetzt nicht mehr versuchen »das Ganze der Wissenschaft« gegen »das Ganze der Kultur« abzugrenzen. Vielmehr gehören alle unsere Überzeugungen und Wünsche zum selben Quineschen Netz.

VI 212
RortyVsQuine: die Probleme werden nicht von Dichotomien des Seins aufgeworfen, sondern von Kulturimperialisten, von Leuten wie Quine und Fichte, die an monotheistischem Größenwahn leiden.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wünsche Überzeugung Searle Vs Reduktionismus II 325
SearleVsReduktionismus: es gibt tatsächlich geistige Vorgänge, die sich nicht auf andere reduzieren lassen. (ähnlich Putnam, Quine usw.) Bsp Kitzel, Jucken, Schmerzen, Hoffnungen, Überzeugungen, Befürchtungen, Wünsche, Erlebnisse des Handelns, Gedanken, Gefühle usw. Umso erstaunlicher, dass das von der Mehrheit der Philosophen verneint wird!
II 326
Schmerz/Searle: ist irreduzibel. Niemand kam je durch eine gründliche phänomenologische Untersuchung zu der Ansicht, z.B. dass sei eigener quälender Schmerz nicht existiert.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wünsche Überzeugung Peacocke Vs Reduktionismus Avramides I 92
Reduktionismus/Peacocke/Grice/Avramides: Peacocke scheint das Scheitern der oberflächlichen epistemischen Asymmetrie (eA) mit dem Scheitern der reduktiven Interpretation der Griceschen Analyse gleichgesetzt zu haben: Aber er ist vorsichtiger als Platts. PeacockeVsReduktionismus: Grice ist interessanter ohne.
"actual language relation"/Peacocke: es ist eine irreführende Vorstellung, daß es nur eine Art von Reduktionismus ist, die die Motivation für eine Suche nach der "actual language relation" erbringen kann, die kein semantisches Vokabular gebraucht. Das ist falsch.
Angenommen, wir können sehr genau bestimmte Überzeugungen und Wünsche zuschreiben, bevor wir die Sprache eines Individuums übersetzen könnten: dann wären immer noch gleichzeitige Zuschreibungen von prop Einst und Redeweisen notwendig. Und um das zu erreichen, ist es nicht notwendig, dass genau bestimmte prop Einst vor dem Verstehen der Sprache zuschreibbar sind. (Peacocke 1976,S167).
Avramides: Peacocke scheint hier reduktive Interpretation und oeA miteinander zu verbinden.

Peacocke I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Peacocke II
Christopher Peacocke
"Truth Definitions and Actual Languges"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Wünsche Überzeugung Sellars Vs Ryle, G. I XXXIII
Propositionen/Gedanken/RyleVs: "Kategorienverwechslung": als Überzeugungen, Wünsche oder Motive sind Gedanken keine Raum zeitlich lokalisierbaren Ereignisse oder Zustände. Daher können sie nicht als Antezedensbedingungen oder Ursachen von Handlungen auftreten. SellarsVsRyle: er hatte vorgeschlagen, mentale Prädikate wie "überzeugt sein", "glauben" usw. als Ausdrücke für Dispositionen zu begreifen, ohne jedoch in Rechnung zustellen, dass es dafür wiederum eine Erklärungsinstanz gibt, sei es nach Art des Freudschen Ich oder Über Ich.
Überzeugung/Ryle: überzeugt sein heißt, sich auf bestimmte Weise zu verhalten.
I XXXIII
Disposition/Erklärung/Erscheinen/Sellars: geht einen Schritt weiter als Ryle, indem er fragt, wie man auch noch die Verhaltensdispositionen selbst erklären kann. Sein Krawattenverkäufer John entwickelt eine Art von Theorie, die sich spezifisch auf das verbale Verhalten einer Gemeinschaft Rylescher Vorfahren bezieht.
I 77
Innere Episode/Kategorienfehler/SellarsVsRyle: innere Episoden sind keineswegs ein Kategorienfehler, sie lassen sich sogar sehr wohl mit den Mitteln des intersubjektiven Diskurses "aussprechen". Und zwar durch eine kritische Auseinandersetzung mit inneren Episoden ganz anderer Art, nämlich mit Gedanken.
I 79
Episode/Tradition: moderner Empirismus: a) Gedanken sind verbale oder linguistische Episoden. SellarsVs: es gibt nicht genug Sprachverhalten um alle Gedanken zu erklären.
b) Denken/Tradition: sei jede Form von „intelligentem Verhalten“ sowohl sprachlich als auch nichtsprachlich.
RyleVs: eigentlich gar keine Episoden, sondern hypothetische oder gemischt hypothetisch kategorische Tatsachen über dieses oder anderes Verhalten. ((s) Das scheint von Ryle zu sein, Ryle wird hier aber von Sellars nicht explizit erwähnt).
SellarsVs: Problem: immer wenn wir einen Bestandteil von nicht gewohnheitsmäßigem Verhalten als intelligent bezeichnen, scheinen wir es dann für notwendig zu erachten, dabei auf ein Denken Bezug zunehmen. (Versteckte Zirkel. VsRyle).
I 88
Kategorienfehler/Sellars: Bsp davon auszugehen, dass es sich bei der Brennbarkeit von Holz sozusagen um ein latentes Brennen handelt. SellarsVsRyle: dennoch ist nicht jede nicht beobachtbare Episode die Folge von Kategorienfehlern.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Wünsche Überzeugung Davidson Vs Tradition Frank I 677
Subjektvität/Tradition/Davidson: der Begriff des Subjektiven scheint durch den Externalismus auseinanderzufallen: auf der einen Seite die wahren inneren Zustände über die der Geist seine Autorität behält, auf der anderen die gewöhnlichen Zustände des Glaubens, Wünschens, Meinens der Absicht, die durch ihre externen Verbindungen zur sozialen Umwelt verunreinigt sind. In Analogie dazu gibt es den Experten für Sonnenbrand, der nicht erkennen kann, ob die Sonne oder eine andere Ursache verantwortlich ist.
Def "Sunnenbrand"/Terminologie/Davidson: ist genauso beschaffen wie eine Sonnenbrand, nur muss die Sonne nicht am Entstehen beteiligt gewesen sein: "Sonne oder andere Ursache", Disjunktion.
Pointe: der Experte kann einen Sunnenbrand - aber nicht einen Sonnenbrand - durch einfaches Hinschauen erkennen.
DavidsonVsTradition: diese Lösung funktioniert für Sonnenbrand weil es - im Gegensatz zu Objekten des Geistes - nicht erforderlich ist, dass es einen ganz besonderen Jemand gibt, der, indem er bloß hinsieht (Autorität der ersten Person), erkennen kann, ob der Zustand vorliegt oder nicht.
Mentale Zustände/DavidsonVsTraditionVsMythos des Subjektiven: hier ist die Lösung sogar einfacher: natürlich haben die Menschen Überzeugungen, aber diese sind keine Entitäten, die dem Geist vorschweben.
Frank I 678
Ontologie/Davidson: interessiert uns hier nicht. Wir werden immer einen unbegrenzten Vorrat von Objekten brauchen, die uns dabei helfen, Einstellungen zu beschreiben (Externalismus), Überzeugungssätze sind demnach relational. Aber diese Objekte sind keine "psychologischen Objekte".


Donald Davidson (1987) : Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and
Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Wünsche Überzeugung Searle Vs Tradition II 28
Überzeugung/SearleVsTradition: sie ist eben nicht eine Art Bild! Sie ist einfach eine Repräsentation, d.h. sie hat einen propositionalen Gehalt, der die Erfüllungsbedingungen festlegt und einen psychischen Modus, der die Ausrichtung festlegt.
II 49
SearleVsTradition: Überzeugungen und Wünsche sind nicht die grundlegenden intentionalen Zustände. Man kann sich seines Wunsches oder seiner Überzeugungen auch schämen.
II 160
Tradition: man hat niemals ein Verursachungserlebnis. SearleVsTradition: man hat nicht nur häufig ein Verursachungserlebnis, sondern jedes Wahrnehmungs oder Handlungserlebnis ist in der Tat genau ein solches Verursachungserlebnis!
SearleVsHume: er hat eine falsche Stelle gesucht, er suchte eine Kraft.

II 190
Bsp Skifahren: traditionelle Auffassung: zunächst: Wort auf Welt Verursachungsrichtung. Man leistet der Anweisung Folge, das Gewicht auf den Talski zu legen.
II 191
Bei zunehmender Geschicklichkeit ändert sich das. Die Anweisungen wirken unbewusst, aber immer noch als Repräsentation. Bewusst machen wird in Zukunft hinderlich wie beim Tausendfüßler. SearleVsTradition: die Regeln werden nicht verinnerlicht, sondern sie werden immer unwichtiger! Sie werden nicht unbewusst "fest verdrahtet" sondern sie gehen in Fleisch und Blut über.
II 192
Vielleicht werden Sie als Nervenbahnen realisiert und machen die Regeln einfach überflüssig. Die Regeln können sich in den Hintergrund zurückziehen. Der Anfänger ist unflexibel, der Fortgeschrittene flexibel. Das macht die kausaler Rolle der Repräsentation hier überflüssig! Der Fortgeschrittene folgt nicht den Regeln besser, erfährt anders Ski!
Der Körper übernimmt das Kommando und die Intentionalität des Fahrers wird auf den Rennsieg konzentriert.
II 192/193
Hintergrund/Searle: befindet sich nicht an der Peripherie der Intentionalität, sondern durchdringt das ganze Netzwerk intentionaler Zustände.
II 228
Name/Gegenstand/direkte Rede/Zitat/Tradition/Searle: Bsp der Sheriff äußerte die Worte »Mr. Howard ist ein ehrlicher Mann«.
II 231
Nach der traditionellen Auffassung beinhaltet die wörtliche Rede hier überhaupt keine Wörter! (Sondern Namen.)
II 232
SearleVsTradition: natürlich können wir mit Wörtern über Wörter sprechen. Außerdem werden hier keine neuen Namen geschaffen, die syntaktische Position erlaubt häufig nicht einmal die Einsetzung eines Namens.
II 233
Bsp Gerald sagte, er werde Henry. (Ungrammatisch).
II 246
de dicto/intensional/SearleVsTradition: Bsp "Reagan ist derart, dass Bush ihn für den Präsidenten hält." Searle: der Fehler bestand darin, aus der Intensionalität von de dicto-Berichten auf die Intensionalität der berichteten Zustände selbst zu schließen. Doch aus dem Vorhandensein zweier verschiedener Berichttypen folgt einfach nicht, dass es zwei verschiedene Arten von Zuständen gibt.

III 165
Realismus/Tradition/Searle: die alte Streitfrage zwischen Realismus und Idealismus handelte von der Existenz der Materie oder von Objekten im Raum und Zeit. Der traditionelle Realismus beschäftigte sich mit der Frage, wie die Welt in Wirklichkeit ist. Realismus/SearleVsTradition: das ist ein tiefgreifendes Missverständnis! Der Realismus ist keine These darüber, wie die Welt tatsächlich ist. Wir könnten uns völlig im Irrtum darüber befinden, wie die Welt in allen ihren Einzelheiten ist, und der Realismus könnte immer noch wahr sein!
Def Realismus/Searle: der Realismus ist die Ansicht, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt, die von allen menschlichen Repräsentationen logisch unabhängig ist. Er sagt nicht, wie die Dinge sind, sondern nur, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt. (Dinge hier nicht nur materielle Gegenstände).

V 176
Prädikat/Bedeutung/Searle: aber ist die Bedeutung des Prädikatausdrucks eine sprachliche oder eine nichtsprachliche Entität? Searle: sie ist in einem ganz gewöhnlichen Sinne eine sprachliche Entität. Kann aus der Existenz einer sprachlichen Entität die Existenz einer nichtsprachlichen Entität folgen?
Existenz/Sprache/Universalien/SearleVsTradition: aber die Behauptung, dass irgendwelche nichtsprachlichen Entitäten existieren, kann niemals eine Tautologie darstellen.

IV 155
Hintergrund/Searle: was bedeutet "Anwendung" von Hintergrundannahmen? Der Bedeutungsbegriff soll für uns gewisse Aufgaben erledigen. Nun kann derselbe Gegenstand zu verschiedenen Zeiten relativ zu verschiedenen Koordinatensystem von Hintergrundannahmen verstanden werden, ohne mehrdeutig zu sein.
((s) Er ist in der jeweiligen Situation eindeutig).
IV 156
SearleVsTradition: hier geht es auch nicht um die Unterscheidung Performanz/Kompetenz.
IV 157
Es gibt keine scharfe Trennung zwischen der Kompetenz eines Sprechers und seinem Wissen über die Welt.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Wünsche Überzeugung Identitätstheorie Vs Verschiedene Lanz I 281
IdentitätstheorieVsKritiker: drei Repliken: 1. kein Kategorienfehler, sondern das Ungewohnte der wissenschaftlichen Neuigkeit. Viele wissenschaftliche Neuerungen begannen ihre Karriere als angebliche Kategorienfehler. Bsp manche fanden die Behauptung, Röntgenstrahlen gingen durch den Körper, sinnlos. Strahlen werden doch von Körpern reflektiert und nicht durchgelassen! Also quasi Widerspruch zur Definition. (Fälschlich).
2. Replik schlägt verbesserte Formulierung der Identitätsthese vor: sie identifizieren nicht mentale Objekte (Empfindungen, Gedanken, Vorstellungsbilder) mit neuralen Objekten, sondern Sachverhalte!
These der Sachverhalt, daß einer das denkt oder dies empfindet, ist identisch mit dem Sachverhalt, daß sich sein Körper in dem oder dem Zustand befindet! So beziehen sich die psychologischen Ausdrücke nicht auf mentale Objekte, sondern adverbiale Modifikationen von psychischen Personenzuständen, die nichts anderes sind als physische Zustände ihres Körpers.
3. Replik: es handelt sich um den Def eliminativen Materialismus: worüber wir mit psychologischen Ausdrücke reden, darüber werden wir mit Hilfe verbesserter Theorien mit nichtpsychologischen Ausdrücke sprechen lernen. Der Glaube an die Existenz mentaler Phänomene wird genauso verschwinden wieder Glaube an Hexen.
PutnamVsIdentitätstheorie. (Funktionalismus).
FodorVsIdentitätstheorie. (Fodor ist auch Psychologe). (Funktionalismus). Lager
Identitätstheorie: die Identitätstheorie identifiziert Typen mentaler Zustände mit physikalistisch charakterisierten Typen von Zuständen des Gehirns.
Danach muss ein bestimmter Typ von Geisteszustand (z. B. »Schmerzen haben«) immer in derselben neuralen Struktur realisiert sein!
FunktionalismusVsIdentitätstheorie: das ist empirisch unplausibel:
1 das Gehirn hat die Fähigkeit, Schädigungen seiner Teile zu kompensieren, indem andere Teile die ausgefallenen Funktionen übernehmen. (Split-Brain).
2. Zwei Wesen könnten physiologisch sehr unterschiedlich realisiert sein (Roboter, Marsmenschen) und dennoch die selben Überzeugungen, Wünsche und Erwartungen haben.
Split-Brain VsMaterialismus (Funktion kompensiert).
Funktionalismus (Marsmenschen, Roboter) VsMaterialismus. Lanz I 287
FodorVsIdentitätstheorie: die Koextensivität der Prädikate ist bestenfalls ein Zufall, aber niemals ein Gesetz:

Pauen I 108
IdentitätstheorieVs semantischen Physikalismus/Pauen: bestreitet die Übersetzbarkeit der Aussagen und Vokabulare. IdentitätstheorieVsMaterialismus/Pauen: hält an der Realität des Bewusstseins fest. Sonst würde angesichts der postulierten Identität ja letztlich die Existenz des Gehirns bestritten.
I 109
IdentitätstheorieVsEpiphänomenalismus/Pauen: macht ohne Aufwand die kausale Wirksamkeit mentaler Prozesse deutlich, weil sie eben immer auch physische Prozesse sind. IdentitätstheorieVsInteraktionismus/Pauen: kann auf eine Erweiterung der Physik verzichten, schließlich können immer die neuronalen Prozesse der Forschungsgegenstand sein.

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Reduktionismus Pro Sellars: schon Ansätze zu einer reduktionistischen Theorie, die zu einer reinen neurophysiologischen Erklärungen von mikrophysikalischem Verhalten kommen will. (Lager: Churchland, Dennett, Papineau, Stich).
Kaum jemand würde allerdings heute noch behaupten, daß Gedanken, Überzeugungen oder Wünsche zu etwas wie ein neurophysiologisches Korrelat im Zentralnervensystem besitzen.
(Putnam und Burge vertreten hier allerdings eine gegenteilige Auffassung! Sie sind der Meinung, daß das, was den Gehalt eines Gedankens oder einer Überzeugung ausmacht, durch externe soziale bzw. kausale Faktoren bestimmt wird). I XXXVI

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Intentionalit Dennett, D. I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These: Die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik an" "Quasi-Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen ï·" SearleVsDennett: nur Als-Ob-Intentionalität . -DennettVsSearle: irgendwo muss man anfangen - die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen.
I 282 a
Auch zu uns gehören Teile, die nur "Halb-Intentionalität" haben.
II 147
Person/Intentionalität/Dennett: These: Personwerdung ist der Übergang von einem intentionalen System 1. Ordnung (Überzeugungen und Wünsche, aber nicht über Überzeugungen und Wünsche) zu einem
intentionalen System 2. Ordnung (Überzeugungen über eigene und fremde Überzeugungen).
Intentionales System 3. Ordnung: ist in der Lage zu wollen, daß jemand glaubt, daß es etwas will.
Bedeutung Grice, P.H. Avramides I 10
Bedeutung/Grice/Avramides: These wir beginnen mit Sprecherï·"Bedeutung in einer Situation und liefern eine Analyse in Begriffen von psychischen Zuständen des Sprechers und des Hörers. Diese Begriffe rekonstruieren wir dann als zeitlose Bedeutung, Wortï·"Bedeutung und Satzï·"Bedeutung. - I 11 Dabei wird folgende Satzform als fundamental unterstellt: "S meint in einer Situation, daß p".
Meinen/Avramides: dabei hat Grice den Begriff des "Meinens" hinreichend geklärt. - I 43 Bedeutung/Sprecherï·"Bedeutung /Grice: These "x bedeutet etwas" (in einer Situation) ist grob äquivalent zu:
"S meint etwas (in einer Situation) mit x". (Grice 1957) - I 46 nichtï·"natürliche Bedeutung/Grice: These ist niemals hinreichend dafür, daß eine Ã"usserung die Tendenz hat, eine spezifische Antwort hervorzurufen. Die Ã"usserung muß mit einer bestimmten Intention hervorgebracht werden. - I 95 Def Bedeutung/Grice/Avramides: der Gricesche Zugang zu Bedeutung ist genau der, daß These Bedeutung eine bestimmte Konfiguration von Glauben und Intentionen ist.
Fod/Lep IV 166
Grice: These Bedeutungen sind von Inhalten von prop Einst ererbt
Meggle I 7
These Grice: x bedeutet (zeitunabhängig) etwas, S meint mit x (zeitunabhängig) etwas. Bei Explikation folgt aus "bedeutet dasselbe": "versteht". - I 19 These Die Sprecherï·"Situationsï·"Bedeutung läßt sich mit Rekurs auf Sprecherï·"Intentionen explizieren ï·" zeitunabhängige Bedeutung und angewandte Bedeutung lassen sich durch Rekurs auf den Begriff der Sprecherï·"Situationsï·"Bedeutung explizieren.
Newen/Schrenk I 77
Bedeutung/Grice/Newen/Schrenk: These das entscheidende Merkmal ist das subjektive Meinen (die Absicht) des Sprechers. Die Hintergrundannahme, daß diese letztlich naturalistisch auf Hirnzustände reduzierbar sei, arbeitet er nicht aus. 5 Stufen der Behandlung von Sprachverhalten:
1. Beschreibung des Verhaltens der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft.
2. psychologische Theorie über die Mitglieder, Zuschreibung von Wünschen, Überzeugungen, usw. also eine Theorie der prop Einst.
I 78
3. Theorie der subjektiven Ã"ußerungsbedeutungen a) für den Hörer, b) für den Sprecher. Das führt zu einer interpretativen BT. 4. Intersubjektive Bedeutung, die sogenannte konventionale Ã"ußerungsbedeutung.
Problem: Grice hat keine Theorie über Konventionen.
I 79
5. Satzbedeutungen komplexer Sätze werden aus den Bedeutungen der Teile erschlossen. (>Kompositionalität).

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Inhalt Lewis, D. Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: These ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schw I 171
Naturalisierung des Gehalts-œ/Repräsentation/Schwarz: These daß mentale Repräsentationen soweit satzartig sind, daß man ihren Inhalt kompositional erklären kann. (vgl. Fodor 1990).
Satz-Bedeutung Lewis, D. Grover II 158
Bedeutung/Lewis/Grover: (Lewis 1972):Wahrheitsbedingungen, die durch Abbildungen von Umständen (mögliche Welt, MöWe) und Kontexten auf Wahrheitswerte repräsentiert werden, erfassen die Satz-Bedeutung.
Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.

Grover I
D. L. Grover
Joseph L. Camp
Nuel D. Belnap,
"A Prosentential Theory of Truth", Philosophical Studies, 27 (1975) pp. 73-125
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Glauben Loar, B. Schiffer I 15
Glauben/Loar: (1981): geniale Theorie nach der Glauben eine Relation zu einem Satz in der öffentlichen Sprache des Zuschreibenden ist, aber in der die semantischen Eigenschaften, die den Inhalt bestimmen, nicht in der öffentlichen Sprache definiert sind, sondern im Tarski-Stil.
I 275
Tarski-Stil/W-Def/Schiffer: geht nicht von irgendeiner Rolle aus (Übersetzung: prescinds from any role), die der Ausdruck in der Kommunikation haben kann: wenn "T" für eine Sprache definiert ist, dann beinhaltet [s ist T] nichts über den Gebrauch von s in irgendeiner Population von Sprechern. (Tarski 1956).
I 15
Individuation/Glauben/Loar/Schiffer: Loars Sicht macht es notwendig, daß Überzeugungen auf der Basis von interpersonal zuschreibbaren funktionalen Zuständen individuiert werden. ((s) Also eigentlich unverträglich mit Tarski).
I 19
Funktionalismus/Schiffer: These: was ein physikalisches Zustands-Token zu einem Glauben, daß so und so macht, ist, daß er ein Token eines physikalischen Zustands-Typs ist, mit einer bestimmten funktionalen Rolle. ((s): Glauben: Token - Rolle: gehört zu Typ.
Glauben/Loar: als Funktion (im mengentheoretischen Sinn), die Propositionen auf interne physikalische Zustände abbildet. Diese inneren physikalischen Zustände haben funktionale Rollen, die durch diese Propositionen angegeben werden, auf eine Weise, die von einer psychologischen Theorie angegeben wird, in der Glauben Wünsche usw. theoretische Konstrukte sind. (Loar 1981).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Hintergrund Searle, J.R. I 198
Gegenüber meinen früheren Büchern gibt es entscheidende Ã"nderungen. Die These vom Hintergrund bezog sich ursprünglich auch auf die vom Sprecher gemeinte Bedeutung, ja sogar auf alle Formen der Intentionalität, sprachlich oder nicht sprachlich. Sie besagt folgendes: intentionale Phänomene wie Bedeutung, Meinen, Verstehen, Bedeuten, Glauben, Wünschen und Erleben funktionieren nur im Zusammenspiel mit einer Menge von Hintergrundfähigkeiten, die selbst nicht intentional sind.

I 200
Die These vom Hintergrund ist nun eine sehr starke Behauptung: 1. intentionale Zustände funktionieren nicht autonom
2. es ist ein Netzwerk anderer intentionaler Zustände erforderlich.
3. sogar das Netzwerk reicht nicht aus. Es funktioniert nur im Zusammenhang mit einer Menge von Hintergrundfähigkeiten.
4. diese Fähigkeiten sind keine weiteren intentionale Zustände oder Bestandteile irgend eines intentionale Zustand.
5. derselbe intentionale Gehalt kann verschiedene Erfüllungsbedingungen festlegen.
Bsp Hintergrund: man denke an Wittgensteins Bsp mit dem Bild des bergauf gehenden Mannes. Es könnte als Bild eines bergab rutschenden Mannes interpretiert werden.
Nietzsche war vielleicht nicht der erste aber er war sich bewußt: der Hintergrund muß nicht so sein wie er ist.
Bourdieus Begriff des Habitus (1979) ist eng verwandt mit meinem Begriff des Hintergrunds.
I 214
These vom Hintergrund: neu: alle bewußte Intentionalität: Denken, Wahrnehmen, Verstehen usw. ï·" legt Wahrheitsbedingungen nur in Bezug auf gewisse Fähigkeiten fest, die dem betreffenden Bewußtseinszustand weder angehören noch angehören könnten. Der tatsächliche intentionale Gehalt für sich genommen reicht nicht aus, und die Erfüllungsbedingungen festzulegen. Neu wie alt: immer noch bedarf es zur Interpretation von Gedanken, Überzeugungen usw. immer noch einer Menge von Hintergrundvermögen.
Aber neu: einem derartigen Netzwerk kommt keine wirkliche vorhandene Realität zu!
VI 142
Searle These: der Begriff der wörtlichen Bedeutung hat überhaupt nur relativ zu einer Menge von Hintergrundannahmen eine Anwendung.
VI 147
wenn gewisse Hintergrundannahmen fehlen, hat der Satz keine bestimmten Wahrheitsbedingungen ï·"das ist eine schwächere These als die von der Kontextfreiheit der wörtlichen Bedeutung ï·"