Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Attribute Logik-Texte Re III 210
Attributive Adjektive/Read: was groß für eine Maus ist, ist nicht groß für einen Elefanten - Bsp »groß«, »wenige« , »hoch«, »gut«, »schön«. >Sorites, >Vagheit. Vagheit: Max Black: Vagheit ist nicht Mehrdeutigkeit und auch nicht Allgemeinheit. Es kann schwierig sein, eine Grenze zu ziehen, zwischen dem, was ein Stuhl ist, und was nicht. Hier setzt Vagheit ein und droht der Sorites.
Re III 211
Tarski: Trennung der Sprach-Ebenen: Angenommen, wir wollten sagen, »15 ist wenig« sei weder wahr noch falsch. Nach dem W-Schema ist »»15 ist wenig« ist nicht falsch« äquivalent mit »15 ist wenig«. Also ist »»A« ist weder wahr noch falsch« äquivalent mit »15 ist sowohl wenig als auch nicht wenig«. Das ist ein Widerspruch.
Anwendungsbereich/Penumbra/Read: ihn einen Halbschatten zu nennen bedeutet dass es nicht falsch ist, ihn hier anzuwenden. Es ist dann nicht falsch zu sagen, das 15 wenig ist, und aus demselben Grund nicht falsch zu sagen das 15 nicht wenig ist. Deshalb scheint es, dass es nicht falsch ist zu sagen, 15 sei sowohl wenig als auch nicht wenig, was wiederum ein Widerspruch ist.
Vagheit/Read: die Welt selbst ist nicht vage. Es gibt keine vagen Objekte.

Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Disquotationalismus Disquotationalismus: eine Variante der Wahrheitstheorie, die sich an Tarskis Wahrheitsdefinition anlehnt und davon ausgeht, dass die beiden Seiten des W-Schemas aus derselben Sprache stammen müssen, Bsp "Schnee ist weiß" ist wahr genau dann, wenn Schnee weiß ist. Siehe auch Homophonie, homophone Wahrheitsbedingungen, Wahrheitstheorie, Tarski, Behauptbarkeitsbedingungen.
Fixpunkte Logik-Texte Read III 196
Kripkesche Fixpunkte/Read: 1. Wahrheitsbedingungen und Falschheitsbedingungen trennen (d.h. Falschheit ist nicht gleich Nichtwahrheit) 2. Zwei Satzmengen S1: wahre, S2 falsche Sätze
3. Auf jeder Ebene Bewertung vornehmen, dadurch höhere Stufe - so alle Sätze "aufsammeln".(1)
Fixpunkt/(s): wo Bewertung mit Input identisch.
Read: Erfolg: dann schlägt die Erweiterung fehl. - D.h. die >Metasprache (MS) enthält keine weiteren W-Zuschreibungen als die >Objektsprache (OS).
RE III 197
Kripkesche Fixpunkte/Kripke: die Erweiterung schlägt fehl: Metasprache bringt keine weiteren Wahrheitszuschreibungen - Paradox am Fixpunkt ohne Wahrheitswert - Falschheit nicht gleich Nicht-Wahrheit!
Re III 197
Wahrheitsprädikat/Kripkesche Fixpunkte/Read: wir trennen die W-Prädikate Wahrheit und Falschheit. - Das W-Prädikat wird das Paar (S1,S2) gebildet, wobei S1 die wahren und S2 die falschen Sätze enthält - 1. Stufe: hier hat ein Satz Bsp ""Schnee ist weiß" ist wahr" keinen Wahrheitswert (WW), weil die Bewertung auf dieser Stufe nicht möglich ist - Lösung: schwache Matrizen zur Bewertung von zusammengesetzten Sätzen, von denen ein Teil ohne Wahrheitswert ist. - (A v B) ist ohne Wahrheitswert wenn eins von A oder B keinen Wahrheitswert hat - (>partielle Interpretation, >Wahrheits-Prädikat.)
Re III 198
Fixpunkt/Kripkesche Fixpunkte/Kripke/Read: der Fixpunkt wird durch transfinite Induktion erreicht - rekursiv oder sukzessiv mit Teilbewertungen (partielle Interpretation). - 1. transfinite Stufe: alle endlichen Teilbewertungen von S1 und S2 werden getrennt aufgesammelt. - Pointe: an einem frühen Punkt (vor Hinzufügung aller möglichen Sätze) gelingt es der Neuinterpretation des W-Prädikats nicht mehr, etwas Neues hinzuzufügen. - Sonderfall des Resultats über Fixpunkte normaler Funktionen über Ordinalzahlen. - φ/f: repräsentiert die Operation des Erweiterns durch Aufnahme neuer Interpretationen . Fixpunkt: hier ist f (S1,S2) = (S1,S2).
Re III 200
Unfundierte Aussagen: durch die Trennung von S1 und S2 bleiben einige Aussagen ohne Wahrheitswert. - Bsp "diese Aussage ist wahr" - sie hat keinen Wahrheitswert am minimalen Fixpunkt. - Eine Ebene höher können wir ihm einen willkürlichen Wert geben - aber nicht dem Lügner (siehe Lügner-Paradox). Paradoxie/Kripke: folgt Tarski: sie kann nicht in der eigenen Sprache ausgedrückt werden - die gesamte Diskussion gehört zur Metasprache, ebenso wie die Prädikate: "paradox", "unfundiert". Sie gehören nicht zum semantisch abgeschlossenen Fixpunkt - Tarskis W-Schema funktioniert hier nicht - (...+...).


1. 1. Saul Kripke Outline of a Theory of Truth (1975) in: R.L.Martin (Ed.) Recent Essays on Truth and the Liar Paradox Clarendon Oxf/NY 1984
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997
Konvention W Konvention W: (auch Konvention T) Bestandteil der Wahrheitstheorie von A. Tarski, der die Forderung enthält, dass in dem sogenannten W-Schema Tr(x) <> p mit der Beispielsinstanz „Schnee ist weiß“ ist wahr, genau dann, wenn Schnee weiß ist die rechte Seite der Äquivalenz, also p eine Übersetzung des Ausdrucks x auf der linken Seite in die Metasprache der Theorie ist, wobei die Metasprache u.a. reich genug sein muss, um das Prädikat „ist wahr“ zu enthalten. Daraus folgt eine Ableitbarkeit beliebig vieler weiterer Instanzen des Schemas.
Korrespondenztheorie Logik-Texte Re III 27
Read: VsWittgenstein: 1. die Korrespondenztheorie ist eine realistische Theorie. Der Realismus der Korrespondenztheorie nötigt uns dazu, das Gesetz der Zweiwertigkeit zu akzeptieren. Es kann Aussagen geben, die über die wir im Prinzip nicht sagen können, ob sie wahr oder falsch sind. (> Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl.).
Re III 40
VsKorrespondenztheorie: Die Korrespondenztheorie enthält eine Metaphysik von mit Aussagen korrelierten Tatsachen und Sachverhalten. Das ist ihr fundamentales Missverständnis. Das W-Schema ist in dieser Frage neutral.
Re III 242
Korrespondenztheorie: nach ihr ist das Wahrheitsprädikat ein substanzielles Prädikat, das Aussagen eine relationale Eigenschaft zuweist. Wahre Sätze haben dann eine wirkliche Eigenschaft, die sie von falschen Aussagen unterscheidet. Korrespondenztheorie: Ontologie beinhaltet Tatsachen - Aussagen werden durch Tatsachen wahr gemacht, nicht durch Dinge.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Minimalismus Minimalismus, Philosophie: hier insbesondere minimalistische Wahrheitstheorien. Die These des Minimalismus ist, dass Wahrheit aus dem W-Schema von Tarski Wr(S) <> p (Bsp „Schnee ist weiß“ ist wahr genau dann, wenn Schnee weiß ist) gewonnen werden kann, ohne zusätzliche Gegenstände anzunehmen. Er unterscheidet sich vom Deflationismus darin, dass er Wahrheit keine substantiellen Eigenschaften abspricht. Siehe auch Deflationismus, Disquotationalismus, Inflationismus, Wahrheitstheorie, Wahrheitsdefinition, Wahrheit.
Wahrheit Leeds I 369
Wahrheit/Wahrheitstheorie/WT/natürliche Sprache/Leeds: angenommen, eine natürliche Sprache ohne Funktionssymbole und Kennzeichnungen. Einzige singuläre Termini sind Namen.
Ref in L/RiL: Abbildung von Namen auf Denotationen und Prädikaten auf Extensionen.
Wahrheit in L/WiL: Funktion, die jedem Satz den Wahrheitswert zuschreibt. - Tarski/Leeds: zeigte, dass Ril kanonisch WiL determiniert. - D.h. wenn die RiL gegeben ist, gibt es eine Methode, die W-Def hinzuschreiben. - Jedes W-Schema wird also von einem Referenz-Schema bestimmt.
Problem: bloß zu wissen, dass WiL eins der W-Schemata ist, ist nicht hinreichend für eine Definition von WiL.
Lösung: wenn wir Referenz in L definieren können, dann auch Wahrheit.
I 370
Referenz/Ref-Def/Tarski/Leeds: implizit vorhanden: R-Satz: "Cäsar" referiert auf Cäsar - ((s) Das geht nur, wenn Kennzeichnungen ausgeschlossen sind) - Das wäre eine Standard-Interpretation (SI) für eine natürliche Sprache. - SI-Theorie: These: Jede Sprache hat eine SI.
I 380
Wahrheit/Leeds: Problem: dann ist "Wahrheit" bloß ein künstlicher Begriff für die Möglichkeit, Verallgemeinerungen zu machen. - Pointe: dann ist Wahrheit theoretisch verzichtbar. - Leeds: nicht unmöglich, eine Sprache mit unendlichen Konjunktionen und Disjunktionen zu lernen. - Nützlichkeit: des W-Begriffs: kann ganz ohne Referenz (Bezug auf die Welt!) erklärt werden. - Dann keine Wahrheitstheorie, sondern Theorie des W-Begriffs. - und zwar aus formalen Gegebenheiten der Sprache, nicht aus der Relation Sprache-Welt. - Wahrheit ohne Referenz: Bsp semantischer Aufstieg: "Einige von Freuds Thesen sind wahr, andere falsch".
I 381
Die Tatsache, dass wir die Wahrheit sagen sollten ist ein Datum für die Theorie des W-Begriffs.
I 386
Verallgemeinerung von unendlicher Konjunktion ohne W-Begriff: Bsp die Leute ermahnen, nur Sätze zu sagen, die sie akzeptieren. W-Def/Leeds: dagegen ist die Tatsache, dass Bsp "Alle Menschen sind sterblich" wahr ist, ist eine Konsequenz der W-Def. (Zusammen mit der Tatsache, dass alle Menschen sterblich sind.)

Leeds I
Stephen Leeds
"Theories of Reference and Truth", Erkenntnis, 13 (1978) pp. 111-29
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994
Wahrheitsdefinition Chisholm II 69
Wahrheitsdefinition/Tarski/Chisholm: wie das W-Schema dasteht, drückt der >W-Satz zunächst keinen Bezug auf etwas Nichtsprachliches aus - dazu muss man ihn ersetzen: "x ist wahr" durch "jedes Ding erfüllt x" (> Modell). - ((s) Erfüllung/(s): bringt Weltbezug herein.) W-Schema/Tarski: Wr(S) <> p (Bsp „Schnee ist weiß“ ist wahr genau dann, wenn Schnee weiß ist).
W-Satz/Tarski: Bsp "S ist wahr gdw. p"


Sauer, W. Über das Analytische und das synthetische Apriori bei Chisholm. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Wahrheitsdefinition Logik-Texte III 40
W-Schema/Tarski/Read: metaphysisch neutral, keine mit Aussagen korrelierten Tatsachen.
V 196
W-Schema/Lügner-Paradoxie/Tarski/Sainsbury: das W-Schema läßt die Lügner-Paradoxie zu. - weil es selbst zunächst nicht zwischen Ebenen unterscheidet. - Das zeigt, daß die Alltagssprache nicht kohärent ist.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Wahrheitsdefinition Tarski Berka I 403
Wahrheitsdefinition/W-Def/Tarski: bei künstlichen Sprachen: nicht lösbar, wenn sie Variablen einer beliebig hohen Stufe enthalten - Lösung: Wahrheitsbegriff als undefinierter Grundbegriff - dieser kann in einer "deduktiven Disziplin" eingesetzt werden.(1)
Berka I 477
Wahrheit/W-Def/Sprache/Tarski: wäre die Sprache endlich, brauchte man nur eine Liste, um das Schema auszufüllen. (2)
1. A.Tarski, „Der Wahrheitsbegriff in den Sprachen der deduktiven Disziplinen“, in: Anzeiger der Akademie der Wissenschaften in Wien, mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse 69 (1932) S. 23-25
2. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Horwich I 119
W-Def/Tarski: hat noch weitere interessante Konsequenzen: wir können damit den semantischen Satz vom Widerspruch und den semantischen Satz vom ausgeschlossenen Dritten beweisen - nicht aber die entsprechenden logischen Sätze, weil diese den Term "wahr" enthalten. (Sie gehören zum Aussagenkalkül) - außerdem wird gezeigt, dass Wahrheit niemals mit Beweisbarkeit zusammenfällt - denn es gibt wahre Sätze, die nicht beweisbar sind.(3)
3. A. Tarski, The semantic Conceptions of Truth, Philosophy and Phenomenological Research 4, pp. 341-75

Skirbekk I 156
Wahrheit/Tarski: die W-Def erhalten wir einfach aufgrund der Definition von Erfüllung: Def Erfüllung/Tarski: Erfüllung ist eine Beziehung zwischen einem beliebigen Gegenstand und einer Aussagenfunktionen - ein Gegenstand erfüllt eine Funktion wenn die Funktion eine wahre Aussage wird, wenn die freien Variablen durch den Namen der Gegenstände ersetzen - Schnee erfüllt die Aussagenfunktion "x ist weiß" - Vs: das ist zirkulär, weil "wahr" in der Definition von Erfüllung vorkommt - Lösung: Erfüllung muss selbst rekursiv definiert werden - wenn wir die E haben, bezieht sie sich von selbst auch auf die Aussagen selbst. - Eine Aussage wird entweder von allen Gegenständen erfüllt, oder von keinem.
Skirbekk I 162
Wahrheitsdefinition/Tarski: nicht zirkulär, weil die Bedingungen, unter denen Aussagen der Form "wenn...dann" wahr sind, außerlogisch sind.
Skirbekk I 163
W-Schema/Tarski: richtig: (T) X ist wahr genau dann, wenn p. - falsch: (T") X ist wahr genau dann, wenn p wahr ist. ((s) Vs: hier kommt zweimal »wahr« vor). - Tarski: Verwechslung von Name und Gegenstand) Aussagen und ihren Namen). - ((s) p ist die Aussage selbst, nicht die Behauptung ihrer Wahrheit.) - >Redundanztheorie.
Skirbekk I 169
Wahrheitsdefinition/Tarski: "tatsächlich" kommt nicht vor, weil sie nicht den Inhalt betrifft - auch keine Behauptbarkeitsbedingungen, weil die Definition nicht erkenntnistheoretisch ist - erkenntnistheoretisch wäre "Schnee ist weiß" nicht wahr.(4)

4. A.Tarski, „Die semantische Konzeption der Wahrheit und die Grundlagen der Semantik“ (1944) in. G: Skirbekk (Hg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt 1996

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Skirbekk I
G. Skirbekk (Hg)
Wahrheitstheorien
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt 1977
Wahrheitstheorie Tarski Skirbekk I 144
W-Schema/Tarski: links: Name der Aussage (in Anführungszeichen) - kann auch Kennzeichnung oder Buchstabieren sein. "p": beliebige Aussage
"x": ersetzt den Namen dieser Aussage.
Dann fragen wir nach der logischen Beziehung zwischen den Aussagen "x ist wahr" und "p".
Skirbekk I 145
"p" wird durch eine Aussage ersetzt und "x" durch den Namen dieser Aussage. - Das Schema selbst ist nicht die W-Definition.(1)

1. A.Tarski, „Die semantische Konzeption der Wahrheit und die Grundlagen der Semantik“ (1944) in. G: Skirbekk (Hg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt 1996

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Skirbekk I
G. Skirbekk (Hg)
Wahrheitstheorien
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt 1977

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
W-Schema Tarski Tarski Vs Korrespondenztheorie Read III 40
VsKorrespondenztheorie: Die Korrespondenztheorie enthält eine Metaphysik von mit Aussagen korrelierten Tatsachen und Sachverhalten. Das ist ihr fundamentales Missverständnis. Das W-Schema ist in dieser Frage neutral.
Horwich I 108
Korrespondenz/Wahrheit/Tarski: Übereinstimmung mit der Realität ist eine populäre Formulierung. Wenn wir nun den Ausdruck „Designation“ (bei Tarski = Denotation) nicht nur auf Namen sondern auch auf Sätze ausdehnen, und dann auch von „Tatsachen“ sprechen, können wir Korrespondenz so umformulieren:
Ein Satz ist wahr, wenn er einen existierenden Zustand bezeichnet (designiert).
TarskiVsKorrespondenztheorie: alle diese Formulierungen führen zu Mißverständnissen, weil sie zu vage sind.(1)


1. A. Tarski, The semantic Conceptions of Truth, Philosophy and Phenomenological Research 4, pp. 341-75

Skirbekk I 168
TarskiVsKorrespondenztheorie: "Übereinstimmung mit Wirklichkeit" ist intuitiv unverständlich stattdessen: "Es schneit" ist wahr, wenn es schneit.(2)

2. A.Tarski, „Die semantische Konzeption der Wahrheit und die Grundlagen der Semantik“ (1944) in. G: Skirbekk (Hg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt 1996

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Skirbekk I
G. Skirbekk (Hg)
Wahrheitstheorien
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt 1977

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Instrumentalismus Leeds, St. Horwich I 374
Def naturalistischer Instrumentalismus/NI/Terminologie/Leeds: These, daß die Referenzrelation R (die den Ref-Sätzen von Tarski (primitive Referenz/Field) entspricht) und T (das W-Schema, das durch R determiniert wird) gar keine Wichtigkeit für unsere Theorie des Verhältnisses von Sprache und Welt haben. Bsp Leugnet, daß unsere Theorien funktionieren, weil sie wahr sind. Ist eine Form von Naturalismus. (s.u. Quine ist oft NI).
NI/Leeds: pro.
Ein -žNI-ist-œ glaubt, These daß die Welt aus Atomen, Feldern, Mengen usw. besteht, (den Entitäten der geläufigen Wissenschaft). Aber kann mag skeptisch sein in Bezug auf ihre Existenz. Dieser Skeptizismus hat aber normale wissenschaftliche Gründe, vielleicht glaubt jemand, daß nur -žObservablen-œ wirklich existieren. ((s) Es sind also keine Gründe der Referenz, keine sprachlichen Gründe).

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994