Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Klassen Quine I 289
Klassenabstraktion zurückgeführt auf sing Kennzeichnungen: (iy)(x)(x aus y genau dann, wenn ..x..) - statt: x^(..x..)- geht nicht für intensionale Abstraktion Unterschied Klassen/Eigenschaften: Klassen identisch mit gleichen Elementen - Eigenschaften noch nicht identisch, wenn sie den gleichen Dingen zukommen.

II 29
Klassen: man könnte alle Klassen in ihr Komplement umdeuten: "kein Element von.." - man würde nie etwas merken! - unterste Schicht: jeder Relativsatz, jeder allgemeine Term bestimmt eine Klasse.
II 100
Russell (PM) Klassen sind Dinge: sie dürfen nicht mit dem Klassenbegriff verwechselt werden - Allerdings: Paradoxa gelten auch für Klassen-Begriffe und Aussagenfunktionen nicht nur für Klassen. Unvollständige Symbole (Erklärung durch Gebrauch) - sollen Klassen wegerklären.

VII (a) 18
Klassen/Quine: vereinfachen unseren Zugang zur Physik. - Sie sind dennoch ein Mythos!
VII (f) 114
Klassen/Quine: keine Ansammlungen oder Kollektionen! Bsp die Klasse der Steine in einem Haufen kann nicht mit dem Haufen identifiziert werden: sonst könnte auch eine andere Klasse mit demselben Haufen identifiziert werden: z.B. die Klasse der Steinmoleküle in dem Haufen - Theorie der Gültigkeit appelliert an Klassen, aber nicht die einzelnen Sätze - Prädikate keine Namen von Klassen, Klassen Extension von Prädikaten - Klassen werden als präexistierend angenommen (s.u.).
IX 21
Klassen/Relationen/Quine: sind reale Objekte wenn Werte von gebundenen Variablen
IX 23
Klasse/Individuen/Quine: alles ist Klasse! wenn wir Individuen als identisch mit ihrer Einerklasse auffassen (d.h. nicht elementlos)
IX 223
Klassen/Quine: Quantifikation über Klassen ermöglicht Begriffe, die sonst außerhalb unserer Reichweite lägen.
XIII 24
Klasse/Menge/Quine: wir Menschen sind geizig und so veranlagt, dass wir niemals zwei Wörter für dieselbe Sache gebrauchen, oder wir verlangen eine Unterscheidung, die dem zugrunde liegen müsste.
XIII 25
Bsp ape/monkey: unterscheiden wir nach Größe, während Franzosen und Deutsche nur ein Wort dafür haben. Problem: wie soll das Wörterbuch (Lexikon) den Unterschied zwischen „Bier, was richtigerweise so genannt wird“ und „Ale, was richtigerweise so genannt wird“ erklären.
Bsp mengen/klassen/Quine: hier verhielt es sich ähnlich.
Klasse/Mathematik: einige Mathematiker behandeln Klassen als etwas von gleicher Art wie Eigenschaften (Quine pro, s.o.) Mengen als etwas robusteres, wenn auch immer noch abstraktes.
Klassen: können Mengen als Elemente enthalten, aber nicht andere Klassen. (siehe Imprädikativität).
Paradox/Paradoxien/Quine: führen dazu, dass einige Elementbeziehungen keine Mengen festlegen können. Dennoch können sie immer noch Klassen festlegen!.
von Neumann: legte 1925 ein solches System fest. Es vereinfacht Beweise und stärkt das System, wenn auch auf die Gefahr von Paradoxa hin.
Problem: es erfordert fantasievolle Unterscheidungen und Verdopplungen, Bsp für jede Menge muss es eine koextensive Klasse geben.
Lösung/Quine. (Quine 1940): einfach die Mengen mit den koextensiven Klassen identifizieren.
XIII 26
Def Klassen/Def Mengen/QuineVsNeuman: neu: Mengen sind dann Klassen einer bestimmten Art: Eine Klasse ist eine Menge wenn es ein Element einer Klasse ist. Eine Klasse ist eine Def äußerste Klasse/Quine: wenn sie kein Element von einer Klasse ist.
Russellsche Paradoxie/Quine: einige Autoren haben gedacht, durch die Unterscheidung von Klassen und Mengen hätte sie gezeigt, daß die Russellsche Antinomie eine bloße Verwirrung sei.
Lösung/einige Autoren: Klassen seien selbst keine so substantiellen Objekte, dass sie als Kandidaten für Elemente nach einer Enthaltenseinsbedingung in Frage kämen. Mengen wohl. Aber
Mengen: seien nie als definiert durch Enthaltenseinsbedingungen aufgefasst worden. Und sie seien von Anfang an durch Prinzipien regiert worden, die Zermelo später explizit machte.
QuineVs: das sind ganz verderbliche Annahmen! In Wirklichkeit waren Mengen von Anfang an Klassen, egal wie sie genannt wurden. Vagheit eines Worts war auch Vagheit des anderen Worts.
Mengen/Cantor/Quine: sicher, die ersten Mengen bei Cantor waren Punktmengen, aber das ändert nichts.
QuineVsTradition/Quine: es ist ein Mythos zu behaupten, dass Mengen unabhängig von Klassen ersonnen worden wären, und später dann von Russell mit ihnen verwechselt worden wären. Das ist wieder der Fehler, in einem Unterschied zwischen Wörtern auch einen Unterschied in der Sache zu sehen.
Lösung/Quine: wir brauchen nur Mengen und äußerste Klassen, um die Vorteile von von Neumann genießen zu können.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Mengen Quine IX 21
Ontologie/Klassen/Mengen/Relationen/Quine: Klassen und Relationen als Werte von quantifizierbaren Variablen müssen als reale Objekte angesehen werden.
IX 219f
Menge/Quine: die Eigenschaft, eine Menge zu sein, bedeutet nur, dass Ez(x ε z). ((s) Es gibt etwas, wovon x ein Teil ist). - Dann Ey∀x(x e y ↔ (∃z(x ε z) ∧ Fx)). - Da ∃z(x ε z) x ε Uϑ. - Noch knapper: a ∩ Uϑ ε ϑ. - Uϑ ist dann die klasse aller Mengen. - Der Witz ist, dass ϑ ε ϑ (sofern es äußerste Klassen gibt), also ist Uϑ immer noch die umfassendste Klasse, die existiert. - Die Bedingung, eine Menge zu sein: ∃y(z ε y).
III 318
Mengen/Klassen/von Neumann/Quine: (...) Klassen sind nicht Mengen.
IX 228
Menge/Neumann/Quine: eine Klasse ist eine Menge, wenn sie nicht größer als eine gewisse Menge ist (Mengen können Element sein, Klassen nicht).
IV 418
Ontologie/Quine: Maßstäbe der ontologischen Zulässigkeit: zwei Prinzipien. 1. Keine Entität ohne Identität.
2. Ontologische Sparsamkeit.
Quine zufolge gibt es physische Gegenstände und Mengen.

V 149
Klasse/Menge/Quantifikation/Quine: klassisch ist die Quantifikation über Klassen eine Gegenstands Quantifikation (referentielle Q.). Klasse: abstrakte Termini für Klassen sind singuläre Termini.
Enthaltensein/Epsilon/Quine: „ε“ ist ein zwei stelliges Prädikat oder relativer allg Term. „Ist ein Element von“. (Stammt von der Prädikationskopula „ist ein“).
Schreibweise/(s): hier eigentlich nicht Epsilon).
Frage/(s): ist die Relation selbst oder das Zeichen der allg Term?
Jetzt ergibt sich der Satz der Komprehension:
V 150
Komprehension/Quine:
(1) (EZ)(x)(x ε Z . ≡ Fx)

Der Satz der Komprehension ordnet jeder Element Beziehung eine Klasse zu.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Vollständigkeit Quine X 80
Vollständigkeitssatz/deduktiver/Quantorenlogik/Quine:
(B) Ein Schema, das von jedem Modell erfüllt wird, ist beweisbar.

Satz (B) lässt sich für viele Beweismethoden beweisen. Stellen wir uns eine solche vor, so folgt (II) aus (B).

(II) Wenn ein Schema von jedem Modell erfüllt wird, dann ist e bei allen Einsetzungen von Sätzen wahr.
X 83
Beweisverfahren/Beweismethode/Quine: einige vollständige beziehen sich nicht notwendig auf Schemata, sondern lassen sich auch direkt auf die Sätze anwenden,
X 84
Die aus dem Schema durch Einsetzen hervorgehen. Solche Methoden erzeugen wahr e Sätze direkt aus anderen wahren Sätzen. Dann können wir Schemata und Gültigkeit beiseitelassen und logische Wahrheit als Satz definieren, der durch diese Beweisverfahren erzeugt wird.
1. VsQuine: das pflegt Protest auszulösen: die Eigenschaft, „durch eine bestimmte Beweismethode beweisbar zu sein“ sei an sich uninteressant. Interessant sei sie erst aufgrund des Vollständigkeitssatzes, der die Beweisbarkeit mit der logischen Wahrheit gleichzusetzen erlaubt.
2. VsQuine: wenn man logische Wahrheit indirekt durch Bezug auf eine geeignete Beweismethode definiert, entzieht man damit dem Vollständigkeitssatz den Boden. Er wird inhaltsleer.
QuineVsVs: die Gefahr besteht gar nicht: Der Vollständigkeitssatz in der Formulierung (B) hängt nicht davon ab, wie wir logische Wahrheit definieren, denn sie wird gar nicht erwähnt! Ein Teil seiner Bedeutung liegt aber darin, dass er zeigt, dass wir logische Wahrheit durch die bloße Beschreibung der Beweismethode definieren können, ohne etwas von dem zu verlieren, was die logische Wahrheit erst interessant macht.

X 100
Scheintheorie/Mengen/Klassen/Relation/Quine: verkappte reine Logik. Mathematik: beginnt, wenn wir die Elementbeziehung "ε" als echtes Prädikat mit hinzunehmen und Klassen als Werte der quantifizierten Variablen. - Dann haben wir den Bereich der vollständigen Beweisverfahren verlassen. - Logik: Quantorenlogik vollständig. - Mathematik: unvollständig.
X 119
Intuitionismus/Quine: gewann Auftrieb durch Gödels Unvollständigkeitsbeweis.
XIII 157
Prädikatenlogik/Vollständigkeit/Gödel/Quine: Gödel bewies ihre Vollständigkeit 1930.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
mengen/klassen Quine Quine Vs Typentheorie III 315
Typentheorie/Quine: U1, U2... usw. logische Typen. Sinnlos sind Ausdrücke wie „x e x“ usw. „e2 darf nur zwischen Variablen von aufeinander folgendem Typ stehen.
III 316
Damit vermeiden wir eine Verwechslung von Konstanten. Bsp die Zahl 12, die die Klasse a der Apostel enthält, identifizieren wir nicht mit der Zahl 12, die eine gewisse Klasse  enthält, die aus einem Dutzend Klassen besteht. Denn die eine ist vom Typ U2, die andere vom Typ U3. Jeder Typ hat eine neue Zahl 12. ((s) Anderswo: deswegen VsTypentheorie: unendlich viele Zahlen 1,2,3 usw.).
Zahl/Existenz/Ontologie/Quine: dass es diese Zahlen gibt, hängt dann nicht länger davon ab, ob es so viele Individuen gibt.
Typentheorie/TT/Russell/Quine: Grund: wir können ohne die Trennung der Typen einen falschen Satz ableiten: wenn wir das Schema (A) zu (A ’) vereinfachen:
(A’) (Ey)(x)(x ε y . ↔ Fx)
Wenn wir dann für « F » das Prädikat « [1] e [1] » einführen : erhalten wir die
Russellsche Antinomie/Russellsche Paradoxie/logische Form:
(1) (Ey)(x)[x ε y . ↔ ~x ε x)]
(2) (x)(x ε y . ↔ ~(x ε x)] (1) y
(3) y ε y . ↔ ~(y ε y) (2)
(4) (Ey)[y ε y . ↔ ~y ε y)].
Lösung/Zermelo/VsTypentheorie/Quine : einfacher : einige Prädikate haben Klassen als Extension, andere nicht. (A’) wird damit für einige, aber nicht alle Sätze als gültig angesehen. Bsp das Prädikat „[1] e [1]“ hat keine Klasse als Extension.
Zermelo: hier wird (A’) für den Fall angenommen, in dem der Satz an der Stelle von „Fx“ die Form einer Konjunktion „x ε z . Gx“ hat. Dann wird aus (A’):
(Ey)(x)( x ε y . ↔ . x ε z . Gx).
Das nennt Zermelo das Def Aussonderungsaxiom.
Zu jeder gegebenen Klasse z liefert dieses Gesetz andere Klassen, die sämtlich Teilklassen von z sind. Aber für sich allein liefert es zunächst keine nicht leeren Klassen z. (...)
III 318
Schichten/geschichtet/Zermelo: (...) mengen/klassen/Von Neumann/Quine: (...) Klassen sind nicht Mengen...
III 319
Axiome/stärker/schwächer/Quine: (...) man kann Stärke oder Schwäche anstreben.
VII (e) 91
QuineVsTypentheorie: unnatürliche und unbequeme Nachteile: 1. Allklasse: weil die TT nur uniforme Typen als Elemente einer Klasse zulässt, führt die Allklasse V zu einer unendlichen Serie von Quasi Allklassen, jede für einen Typ.
2. Negation: ~x hört auf, alle Nichtelemente von x zu umfassen, und umfasst nur noch diejenigen Nichtelemente, die der nächstniedrigeren Stufe angehören!
VII (e) 92
3. Nullklasse: sogar sie führt entsprechend zu unendlich vielen Nullklassen. ((s) Für jede Stufe eine eigene Nullklasse). ((s) Absurd: man kann nicht verschiedene Nullklassen unterscheiden.) 4. Boolsche Klassenalgebra: ist nicht länger auf Klassen im allgemeinen anwendbar, sondern ist auf jeder Stufe reproduziert.
5. Relationenkalkül: entsprechend. auf jeder Stufe neu zu etablieren.
6. Arithmetik: die Zahlen hören auf, einheitlich zu sein! auf jeder Stufe (Typ) erscheint eine neue 0, neue 1 ,neue 2, usw.!
Quine: statt dessen Gegenvorschlag:
QuineVsTypentheorie: Lösung: stattdessen: Variablen mit unbegrenzter Reichweite, nur in einem Punkt überlebt der Begriff der hierarchischen Formeln, in dem wir Zahlen für Variablen schreiben und, ohne jeden Bezug zur Typentheorie, ersetzen wir R3 durch das schwächere:
R3’ Wenn  hierarchisch ist und nicht "x" enthält, dann ist
(Ex)(y) ((y ε x) ↔ φ) ein Theorem.
Negation: ~x enthält dann wieder alles, was nicht zu x gehört.
Nullklasse: es gibt nur eine Nullklasse.
Allklasse: es gibt ebenso nur eine Allklasse, die absolut alles enthält, einschließlich sich selbst.
Relation, Arithmetik, Zahlen: alles kommt auf diese Weise wieder in Ordnung.
VII (e) 93
Einziger Unterschied zwischen R3 und R3’: in R3’ fehlt eine Garantie für die Existenz solcher Klassen wie: y^ (y ε y), y^~(y ε y) usw.
Im Falle einiger nichthierarchischer Formeln ist die Existenz entsprechender Klassen immer noch durch abwegige Konsequenzen zu demonstrieren: R3’ ergibt:
(Ex)(y) ((y ε x) ↔ ((z ε y) l (y ε w)))
und daraus ergibt sich durch die anderen Regeln durch Einsetzen die Subsitutionsinferenz
(1) (Ex)(y) ((y ε x) ↔ ((z ε y) l (y ε z)))
Was die Existenz einer Klasse y^ ((z ε y) l (y ε z)) behauptet, deren erzeugende Formel nicht hierarchisch ist.
Aber vermutlich können wir deren Existenz nicht beweisen. (Aus solchen folgt u.a. die Russellsche Paradoxie).
Innerhalb eines Systems können wir solche Widersprüche explizit nutzen, um ihre Existenz ad absurdum zu führen.
Dass (1) zeigbar ist, zeigt wiederum, dass die Ableitungsstärke unseres Systems "NF" (New Foundations, Quine) die Principia Mathematica übertrifft.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
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Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
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From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
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From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
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From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
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From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987