Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff

zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 17 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Anführungszeichen Quine X 33
Anführungszeichen/Quine: an den Anführungszeichen hängt es, ob wir über Worte oder über die Welt reden. Anführungszeichen/Quine: Anführungszeichen erzeugen den Namen eines Satzes, der einen Namen des Schnees enthält, nämlich „Schnee“.
W-Prädikat/Quine: indem wir den Satz wahr nennen, nennen wir den Schnee weiß.
W-Prädikat: das W-Prädikat macht die Anführungszeichen rückgängig.
Satz: einen Satz können wir behaupten, indem wir ihn einfach aussprechen. Daher können wir auf Anführungszeichen und W-Prädikat verzichten.
W-Prädikat/Quine: ein W-Prädikat brauchen wir, wenn wir eine unendliche Menge von Sätzen behaupten wollen, die wir nur definieren können, indem wir über die Sätze sprechen. Bsp „Alle Sätze der Form ‚p oder nicht p’ sind wahr“. Wir brauchen es, um die Bezugnahme auf einen Gegenstand wiederherzustellen, wenn wir für die Verallgemeinerung den semantischen Aufstieg gebraucht haben. >Wahrheitsprädikat/Quine; >Semantischer Aufstieg/Quine.

Anführungszeichen/AZ/Quine: das Tarski Beispiel kann nicht folgendermaßen verallgemeinert werden:

‚p’ ist wahr genau dann wenn p

denn wenn man den Schema Buchstaben ‚p’ in Anführungszeichen schreibt, dann bekommt man den Namen des 16. Buchstabens des Alphabets und keinen allgemeinen Ausdruck für Sätze.

VII (f) 112
Quasi-Anführungszeichen/Quine: sind eckige Anführungszeichen: Schreibweise [,]: nur obere Hälfte: soll einen Ausdruck als Substantiv kennzeichnen. Variablen sind substantivisch, wenn sie den Platz von Namen von Sätzen belegen (griechische Buchstaben). Siehe auch Zitattilgung, Zweite Intention.
III 67
Anführungszeichen/Quine: Anführungszeichen bilden Namen (Bezeichnungen). Bsp wir schreiben "liegt nahe bei" nicht zwischen Mannheim und Heidelberg, sondern zwischen ihren Bezeichnungen (Namen).
III 68
Reim/Quine: "Erden" reimt sich auf "werden". Ohne Anführungszeichen wäre es nicht nur falsch, sondern ungrammatisch und sinnlos. Siehe auch >Implikation/Quine, >Konditional/Quine.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Äquivalenz Lyons I 230
Def Schwach äquivalent/Grammatik/Linguistik/Lyons: sind zwei Grammatiken, wenn sie eine identische Menge von Sätzen erzeugen. Def Stark äquivalent: sind sie, wenn sie den Sätzen außerdem dieselbe strukturelle Beschreibung zuordnen.
Der Unterschied zwischen beiden zeigt sich in den kategorialen Grammatiken, die sich von den oben besprochenen „Ersetzungssystemen“ unterscheiden.


Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Einfach wahr Dummett II 94
"Einfach wahr"/Dummett: nicht reduzierbar. - Wenn ein Satz nicht einfach wahr ist, ist sein W-Satz nicht-trivial: d.h. der W-Satz für den Satz S hat nicht S selbst auf der rechten Seite. (s.u.) >Wahrheitsdefinition.
II 100
Pointe: Kontrafaktische Konditionale können nicht einfach wahr sein heißt: wir können uns kein Bild machen, wie die Fähigkeit aussehen sollte, die Wahrheit festzustellen. >Kontrafaktisches Konditional.
II 95
"Einfach wahr": Modell: Beobachtung; wir wissen, was es für den Baum bedeutet, größer zu sein als der andere.
II 106
Einfach wahr/Dummett: Ein Satz ist einfach wahr, wenn es keine Menge von Sätzen gibt, von denen keiner eine triviale Variante des Originalsatzes ist, deren aller Wahrheit den Originalsatz als wahr bestimmt - dann triviales Tarski-Schema "Schnee ist weiß" ist wahr gdw. Schnee weiß ist. "wahr-kraft-von"/wahr/Dummett: ein Satz der nicht einfach wahr sein kann: Bsp Konjunktion: Diese ist wahr-kraft beider Konjunkte, Disjunktion: wahr-kraft eines der Disjunkte, Allquantifikation: wahr-kraft aller Instanzen. - Das hat manche Philosophen dazu gebracht zu sagen, dass es keine "disjunktive Tatsache" gibt.
Pointe: So kann man den Begriff der Reduktion einer Klasse von Sätzen auf eine andere Klasse charakterisieren.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Erklärungen Hempel Bigelow I 299
Erklärung/Tradition/Gesetze/Hempel/Bigelow/Pargetter: (Vertreter: Hempel u. Oppenheim 1948(1), Hempel 1965(2), Mill 1843/50(3), Jevons 1877(4), Ducasse 1925(5), Feigl 1945(6), Popper 1945(7), Hospers 1946(8)). Hempel/Terminologie/Schreibweise/Bigelow/Pargetter:
O: Ergebnis
L: Gesetze
C: Bedingungen (Mengen von Sätzen, als Prämissen)
Dann könnte „O“ auch als Menge von Sätzen angesehen werden. Wir sprechen aber von zusammengesetzten Sätzen.
Dann haben wir:
L
C
O.
Anfangsbedingungen/Hempel/Bigelow/Pargetter: Anfangsbedingungen werden manchmal gar nicht gebraucht. Manchmal erklären aber die Gesetze allein den Fall nicht: Bsp Dass Halley’s Komet in 60 Jahren wiederkommt, dazu brauchen wir Informationen über bestimmte Tatsachen, es folgt nicht allein aus den Gesetzen. Die Tatsachen sind natürlich kontingent.
Bigelow I 301
Nichtstatistische Erklärung/Hempel: These: Wenn L und C O erklären, dann müssen sie O logisch implizieren (Englisch: "entail"). Sonst haben wir bestenfalls eine Erklärungsskizze, die weitere Annahmen erfordert. Bigelow/Pargetter: Das drückt aber noch nicht ganz die Idee der Erklärung durch „Ableitung aus Gesetzen“ aus: Die Gesetze müssen gebraucht und nicht nur erwähnt werden, d.h. es muss ein Sichverlassen auf Gesetze geben.
BigelowVsHempel/BigelowVsTradition: Pointe: Das sind dann aber nur Scheinerklärungen!
Bigelow I 302
So wie Quacksalber und Magiere oft eine Erklärung unter Berufung auf angesehene Naturgesetze liefern, die sich bei näherem Hinsehen als zirkulär entpuppt. Lösung/Hempel: Um das auszuschließen verlangt er, dass zusätzlich die Prämissen wahr sein müssen und O nicht gefolgt wäre, wenn C alleine ohne die Gesetze (L) gewesen wäre.
BigelowVsHempel/BigelowVsTradition: Daran muss man noch extrem viele Verfeinerungen vornehmen und Sonderfälle betrachten. Das würde Lewis die „Ein Flicken pro Loch“-Methode nennen.

Statistische Erklärung/probabilistisch/Hempel/Bigelow/Pargetter: (Hempel 1965) Hier ist es unmöglich Gesetze zu finden, die das genaue Ergebnis prognostizieren. Es mag aber in bestimmten Fällen sehr wahrscheinlich sein. Oder wahrscheinlicher, wenn die Gesetz wahr sind, als wenn sie nicht wahr wären.
Bigelow I 303
Die statistischen Erklärungen sind so etwas wie Ableitungen aus dem zu erklärenden Ding. Und zwar solche Ableitungen, die aus ungültigen Schlüssen entstehen. Logische Form: Die Konklusion soll wahrscheinlich sein, gegeben die Prämissen.
Varianten: Man kann hohe Wahrscheinlichkeit von vornherein fordern. Oder sie soll höher sein als die von O ohne die Prämissen oder schwächer: Dass O nur zu einem bestimmten Grad wahrscheinlich gemacht werden muss usw. (Lit: Salmon 1982).
Bigelow/Pargetter: Das unterscheidet sich alles nicht wesentlich von der nichtstatistischen Erklärung. Statistische Gesetze gehören ja auch zur Menge der Gesetze.
Erklärung/Bigelow/Pargetter: Mit Hempels Hilfe können wir jetzt aber unseren Begriff von Erklärung etwas erweitern:
Bigelow I 304
Wenn wir die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses erhalten, haben wir damit das Ergebnis selbst auch ein wenig erklärt. Statistische Erklärung/Hempel/Bigelow/Pargetter: Letztlich geht es darum, ob ein Ergebnis herauskommt, oder wahrscheinlich ist. Wir können beide Fälle zusammenfassen.
„Statistisch“/Hempel/Bigelow/Pargetter: „Statistisch“ diente bei ihm nur der Abschwächung der Forderung der logischen Gültigkeit.
Erklärung/Hempel/Bigelow/Pargetter: These: Eine Erklärung ist ein offener Prozess. Das ist wichtig. Sowohl die Anfangsbedingungen können variiert werden, als auch die Gesetze von anderen Gesetzen abgeleitet werden.
Bsp Keplers Gesetze wurden von Newton auf tiefere zurückgeführt. Diese implizieren (Englisch: "entail") dann logisch die Keplerschen.
Bigelow I 305
Offenheit/Hempel: Offenheit besteht darin, dass man vielleicht immer tiefere Gesetze finden kann. Bigelow/Pargetter: Das ist eine Stärke seiner Theorie.

1. Hempel, C. G. and P. Oppenheim 1948: Studies in the Logic of Explanation, S. 15.
2. Hempel, C. G.: "Aspects of Scientific Explanation", in: Aspects of Scientific Explanation in the Philosophy of Science. New York 1965: The Free Press.
3. Mill, J. St.: A System of Logic, 1843.
4. Stevons, W. J: The principle of science: A treatise on logic and scientific method, 2nd edition London 1877: Macmillan Press.
5. Ducasse, C. J.: Explanation, mechanism and teleology. Journal of Philosophy 22. S. 150-5.
6. Feigl, H.: Operationism and Scientific method. Psychological Review 52, 1945, S. 250-9, 284-8.
7. Popper, K. R.: The Open Society and Its Enemies. London 1945.
8. Hospers, J.: On explanation. Journal of Philosophy 43, 1946, S. 337-56.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Gewissheit Leibniz Holz I 50
Def Evidenz/Gewissheit/a priori/Leibniz: die Gewissheit (der Notwendigkeit identischer Sätze A = B) stützt sich weder auf Empirie noch auf Deduktion, sondern auf eine apriorische Einsicht.
I 53
Gewissheit/Beweis/Wahrnehmung/Erfahrung/Leibniz: von der Mannigfaltigkeit, die in einer unendlichen Menge von Sätzen ausgesagt wird, kann man sagen, dass diese Sätze als Grundlage jeder Wahrheitserkenntnis von uns wahrgenommen werden. Vor jeder Beweisbarkeit! Dieser Vorgang der Wahrnehmung (Perzeption) ist es aber gerade, woran ich mich selbst erfahre. (>Ich, Erfahrung, "Ich denke").
Das ist es auch, worin sich das Ich von jedem anderen unterscheidet. (Position in der Kette, Position im Universum).
Darum ist der Satz "varia a me percipiuntur" nicht beweisbar und auch nicht beweispflichtig. Es kann hier nicht weiter auf ein zugrundeliegendes Prinzip zurückgegangen werden.
Die beiden Prinzipien (der Identität und der Varietät) sind nur notwendig, um weitere Sätze zu bilden.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Holz I
Hans Heinz Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Holz II
Hans Heinz Holz
Descartes Frankfurt/M. 1994
Kanonisches Bigelow I 137
Kanonische Modelle/Bigelow/Pargetter gehen mit maximalkonsistenten Mengen von Sätzen um, um Vollständigkeitsbeweise zu liefern. Kanonische Modelle wurden erst nach Hughes/Cresswell 1968 entdeckt, Sie wurden im späteren Werk (Hughes/Cresswell 1984) beschrieben.
Def Vollständigkeitstheorem/Bigelow/Pargetter: ist ein Theorem, das beweist, dass, wenn ein Satz in einer bestimmten Semantik garantiert wahr ist, dieser Satz als Theorem bewiesen werden kann. Wie können wir das beweisen? Wie können wir beweisen, dass jeder solche Satz ein Theorem ist?
Lösung: wir beweisen die Kontraposition des Satzes: Statt:
Wenn a garantiert wahr ist in der Semantik, ist a ein Theorem
beweisen wir
Wenn a kein Theorem ist, ist er nicht garantiert wahr in der Semantik.
Das beweisen wir, indem wir eine Interpretation finden, nach der er falsch ist.
Def kanonisches Modell/Bigelow/Pargetter: liefert eine Interpretation die garantierterweise jedes Nichttheorem falsch in wenigstens einer möglichen Welt macht.
I 138
Wir beginnen damit, dass es einen Satz a geben wird, für den entweder a oder ~a ein Theorem ist. Dieser kann hinzugefügt werden zu den Axiomen, um eine weitere konsistente Menge von Sätzen zu geben. maximal konsistente Menge von Sätzen/Bigelow/Pargetter. es kann bewiesen werden, dass für die Axiomensysteme mit denen wir es zu tun haben, es immer eine maximal konsistente Menge von Sätze gibt.
D.h. eine konsistente Menge von Sätzen, zu denen kein weiterer Satz hinzugefügt werden kann, ohne die Menge inkonsistent zu machen.
D.h. für jeden Satz g ist entweder γ in der Menge oder ~γ.
W: sei dann die Menge aller maximal konsistenten Erweiterungen des Axiomensystems, mit dem wir begonnen haben.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kategorialgrammatik Lyons I 230
Kategoriale Grammatik/Kategorialgrammatik/Lyons: Kategoriale Grammatiken gehen auf Adjukiewicz zurück. Wurden von Bar-Hillel, Lambek und anderen Logikern weiterentwickelt. Fundamentale Kategorien/Grammatik: Satz und Nomen.
Abgeleitete Kategorien: sind alle lexikalischen Einheiten, die keine Nomina sind. Sie sind komplex indem sie gleichzeitig angeben
1. Mit welcher anderen Kategorie das Element sich zu einer Satzkonstituente verbinden kann und
2. Wie sich die Konstituente kategorial klassifizieren lässt.
Bsp Ein Element wie run kann sich mit einem Nomen zu einem Satz verbinden.
I 233
Kategoriale Grammatik/Konstituentenstrukturgrammatik/(Erzeugungsgrammatik)/Lyons: Konstituentenstrukturgrammatik: = Ersetzungsgrammatik
die beiden Arten von Grammatik sind mehr als nur schwach äquivalent (sie erzeugen dieselbe Menge von Sätzen), und sie zerlegen Sätze wie Bsp Poor John ran away in dieselben Komponenten.
I 234
Aber sie sind nicht in jeder Hinsicht äquivalent: denn Das System der Ersetzungsregeln. Enthält zwei Hilfssymbole (NP und VP) zusätzlich zu den vier Endsymbolen, die die lexikalischen Klassen bezeichnen (N, V intr, V tr A und Adv)
Bsp Kategoriale Analyse: legt also fest, dass poor John derselben Kategorie wie John angehört und ran away zur selben wie ran,
Ersetzungssystem: stellt diese Beziehung nicht her.
Äquivalenz: können wir aber zwischen den beiden Systemen herstellen, indem wir N für NP und V intr für VP in den Ersetzungsregeln einsetzen.
Dependenz/Abhängigkeit/Grammatik/Lyons: die beiden Systeme unterscheiden sich hauptsächlich dadurch, dass die kategoriale Grammatik eine Konstituente in jeder Konstruktion als von der anderen abhängig betrachtet. Das kategoriale Zeichen (s.o. Pfeil im Bruch) macht klar, welche die abhängige Konstituente ist, nämlich die mit der komplexeren Klassifikation.
Ersetzungsregeln: stellen die Abhängigkeit der Konstituenten nur teilweise und indirekt dar: Bsp aus einer Regel der Form N > A + N kann gefolgert werden, dass A von N abhängig ist. Das geht aber nicht im Fall von Bsp N > NP + VP.
Die beiden Systeme sind nicht stark äquivalent.
Ein System ist vorzuziehen, wenn es stärker adäquat ist.
I 238
Kategoriale Grammatik/Tradition/Lyons: hier ist der Begriff der Dependenz (Abhängigkeit, ungefähr gleich Subordination) fundamental.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Logik Nagel I 61
Dass "und" durch kontingente Umstände zum Wort für die Konjunktion geworden ist, hat überhaupt keine Konsequenzen für den Status der wahren Aussage, dass p von p und q impliziert wird. Was eine Menge von Sätzen bedeutet, ist von Konventionen abhängig. Was aus einer Menge von Prämissen folgt, ist nicht davon abhängig (formal.)
I 85
Logik/Nagel: logische Urteile gründen sich zwar auf unser Erfassen, aber sie sind kein Urteil über unsere Fähigkeit des Erfassens.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982
Logische Wahrheit Quine X 87
Logische Wahrheit/Quine: immer in Bezug auf eine bestimmte Sprache, wegen grammatischer Struktur (nicht transzendent) - weil dieselbe Sprache (unendliche Menge von Sätzen) durch verschiedene Bildungsregeln oder Lexika erzeugt werden kann. - Abhängigkeit von Sprache und ihrer Grammatisierung.
X 88
Identität/logische Wahrheit/Struktur/Quine: Identität stellt strukturelle Auffassung der logischen Wahrheit (als Strukur-Eigenschaft von Schemata) in Frage, weil sie falsch werden, wenn man statt "=" ein anderes Prädikat einsetzt - (in logischer Wahrheit muss jedes Prädikat durch ein anderes ersetzbar sein).
X 90
Identität/logische Wahrheit/Struktur/Definition/Quine: wenn "=" nicht einfach als Prädikat im Lexikon der Objektsprache, sondern nur als Abkürzung für zusammengesetzte Sätze wie (3) aufgefasst wird, dann sind Gesetze der Identität nichts anderes als Abkürzungen für logische Wahrheiten der Quantorenlogik. - Dann ist die strukturelle Auffassung der logischen Wahrheit gerettet.
X 109
Logische Wahrheit/Einstellung/propositionale Einstellungen/Quine: wenn wir Schemata mit ihnen hätten, könnten wir nicht entscheiden, welche von ihnen gültig sind - Gesetze für Einstellungen sollte keine logischen Gesetze sein, weil propositionale Einstellungen zu inhaltsreich sind.
X 109
Logische Wahrheit/Modalität/Modallogik/Quine: die Modalitäten geben hier mehr her als die Einstellungen: wir können hier Schemata erhalten, die gültig sind: Bsp "~(~p . notw p)". - Außerdem erhalten wir aus jedem gültigen Schema ein weiteres durch Voranstellen von "notwendig" Bsp "notw(p oder ~p)" aus "p oder ~p".
X 127
logische Wahrheit/Carnap: rein sprachlich, weil bei jeder Einsetzung aus dem Lexikon wahr.
X 127ff
Logik/Sprache/Wirklichkeit/QuineVsCarnap: logische Wahrheit nicht rein sprachlich, weil Evidenz genauso wichtig wie die Übersetzung ist. - Bsp Äußerung von "es regnet" wenn es regnet - aber keine logischen Folgen aus Umständen, weil wahre Sätze aus jedem Satz folgen. - Alles Evidente ist von der Übersetzung untrennbar. Semantischer Aufstieg scheint für Sprachlichkeit der Logik zu sprechen. - Vs: das W-Prädikat zeigt die Trennung von der Sprache. - Quine: die Logik ist auf die Welt orientiert und nicht auf die Sprache.
I 133
Dennoch: pro Carnap: wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen - aber das ist kein Unterschied zum Alltagswissen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Löwenheim, Satz v. Putnam V 54 ff
Löwenheim/Referenz/PutnamVsTradition: versucht, Intension und Extension einzelner Ausdrücke durch Bestimmung der Wahrheitsbedingungen (WB) für ganze Sätze festzusetzen.
V 56f
PutnamVsOperationalismus: Bsp (1) "E und eine Katze ist auf einer Matte"- Uminterpretation mit Kirschen und Bäumen, sodass alle Wahrheitswerte (WW) erhalten bleiben. - Ka* auf Ma*: a) einige Ka auf einigen Ma, und einige Ki auf einigen Bäumen, b) dito, aber keine Ki auf einem Baum c) keiner der vorangegangenen Fälle - Def Katze* x ist eine Ka* gdw. a) und x = Ki, oder b) und x = Ka oder c) und x = Ki - Def Matte*: x = Ma* gdw. a) und x = Baum oder b) und x = Ma oder c) und x = Quark - ad c) hier werden alle entsprechenden Sätze falsch - ((s) "Ka* auf Ma* ist die umfassendere (disjunktive) Aussage, und daher in allen Welten a) oder b) wahr.) - Putnam: durch die Uminterpretation wird Katze zu Katze* erweitert - dann könnte es unendlich viele Uminterpretationen von Prädikaten geben, die immer den "richtigen" Wahrheitswert zuordnen - dabei kann man "Empfindungen" sogar als einziges konstant halten. - Referenz ist unbestimmt wegen der Wahrheitsbedingungen für ganze Sätze (>Gavagai). - V 58 Man kann auch "sieht" uminterpretieren (etwa als sieht*), sodass der Satz "Otto sieht eine Katze" und "Otto sieht* eine Katze*" in jeder Welt dieselben Wahrheitswerte haben. - V 61 Welche Eigenschaften extrinsisch/intrinsisch sind, ist relativ zur Entscheidung, welche Prädikate man als Grundbegriff verwendet: Katze oder Katze*. - Eigenschaften sind nicht von sich aus extrinsisch/intrinsisch.
V 286ff
Löwenheim/Putnam: Theorem: S sei eine Sprache mit dem Prädikaten F1,F2,...Fk.I sei eine Interpretation in dem Sinne, dass jedem Prädikat von S eine Intension zugeordnet wird. Dann gibt es eine zweite Interpretation J, die zwar nicht mit I übereinstimmt, aber in jeder möglichen Welt dieselben Sätze wahrmacht wie I. - Beweis: W1,W2, seien alle möglichen Welten in einer Wohlordnung, und Ui sei die Menge der möglichen Individuen, die in der Welt Wi existieren Ri sei die Menge, die die Extension des Prädikats Fi in der möglichen Welt Wj bildet - die Struktur[Uj;Rij(i=1,2...k)] ist das "intendierte Modell" von S den der Welt Wj relativ zu I (d. h.Uj ist der Bereich von S in der Welt Wj, und Rij ist (mit i = 1,2,...k) die Extension des Prädikats Fi in Wj) - J sei die Interpretation von S, die dem Prädikat Fi (i=1,2,...k) folgende Intension zuordnet: die Funktion fi(W), die bei jeder möglichen Welt Wj den Wert Pj(Rij) hat - mit anderen Worten, die Extension von Fi ist in jeder Wj unter der Interpretation J so definiert, daß sie Pj(Rij) ist - da [Uj;Pj(Rij)(i=1,2...k)] ein Modell für dieselbe Menge von Sätzen ist wie [Uj;Rij(i=1,2...k)] (aufgrund des Isomorphismus), sind in jeder möglichen Welt unter J dieselben Sätze wahr wie unter I, und J unterscheidet sich von I in jeder Welt, in der wenigstens ein Prädikat eine nichttriviale Extension hat. -
V 66
Löwenheim/Absicht/Meinen/Putnam: das ist keine Lösung, weil das Haben von Intentionen die Fähigkeit zur Bezugnahme voraussetzt - Intention/Geistzustand: mehrdeutig: Bsp "rein": Schmerz, Bsp "unrein": ob ich weiß, dass Schnee weiß ist, hängt nicht von mir ab wie Schmerzen (>Zwillingserde, ZE) - uneingeklammerte Überzeugung setzt voraus, dass tatsächlich dort Wasser ist! (>Zwillingserde) - Intentionen sind keine geistigen Ereignisse, die Referenz bewirken.
V 70
Referenz/Löwenheim/PutnamVsField: eine Regel "x bezieht sich auf y gdw. x in R zu y steht" hilft nicht: auch wenn wir wissen, dass das wahr ist, könnte die (nach Field physikalische) Relation R jede beliebige Relation sein.
I (d) 102ff
...Bsp wir betrachten den Satz: (1) ~(ER)(R ist Eins-zu-Eins. Der Bereich von R < N. Der Wertebereich von R ist S) - Problem: ersetzen wir S durch die Menge der reellen Zahlen (in der von uns bevorzugten Mengenlehre). Dann wird (1) ein Theorem sein - dann sagt unsere Mengenlehre, dass eine gewisse Menge ("S") nicht abzählbar ist - S muss dann in allen Modellen unserer Mengenlehre (z.B. Zermelo-Fraenkel, ZF) nicht abzählbar sein. + - Löwenheim: sagt nun aber, dass keine Theorie nur nicht-abzählbare Modelle besitzt - Widerspruch. - Das ist noch nicht die eigentliche Antinomie - Lösung: (1) "sagt" nur dann, dass S nicht-abzählbar ist, wenn der Quantor (ER) so interpretiert wird, dass er über alle Relationen von N x S reicht.
I (d) 103f
Wenn wir aber ein abzählbares Modell für die Sprache der Mengenlehre wählen, dann reicht "(ER)" nicht über alle Relationen, sondern nur über Relationen im Modell - dann sagt (1) nur, dass S in einem relativen Sinn nicht-abzählbar ist: endlich/unendlich sind dann relativ innerhalb einer axiomatischen Mengenlehre. - Problem: "nichtintendierte" Modelle, die überabzählbar sein sollen, "in Wirklichkeit" aber abzählbar sind - + absteigend ... Skolem zeigt, dass der Gesamte Gebrauch unserer Sprache (d.h. theoretische und operationale Bedingungen) die "alleinige intendierte Interpretation" nicht festlegen - Lösung: Platonismus: postuliert "magische Bezugnahme". - Realismus: hat keine Lösung. - II 105 Am Ende haben die Sätze der Mengenlehre keinen festen Wahrheitswert.
I (d) 116
Lösung: These: wir müssen Interpretation anders definieren als durch Modelle.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Mögliche Welten Bigelow I 138
Def Mögliche Welt/Bigelow/Pargetter: eine mögliche Welt e, in der ein Satz a wahr ist, ist dann definiert als maximal konsistente Menge die a als Element enthält. Mögliche Welt /(s): sind dann vollständig beschrieben in allen Einzelheiten, nichts ist unerwähnt und kein Detail ist widersprüchlich beschrieben.
Pointe/Bigelow/Pargetter: der Witz dabei ist, dass dann jedes Nichttheorem in irgendeiner möglichen Welt falsch ist. Es wird falsch sein in einer maximal konsistenten Erweiterung. So wird es eine maximal konsistente Erweiterung geben, in der der Satz falsch ist, d.h. eine Welt, in der er falsch ist.
Theorem: ist dann ein Satz, der in allen möglichen Welten wahr ist. Und das ist, was ein Vollständigkeitstheorem zeigen soll.
maximal konsistente Erweiterung/Bigelow/Pargetter: eine konsistente Menge von Sätzen wird durch Hinzufügung entweder von a oder von ~a erweitert, wenn sie dadurch nicht widersprüchlich wird. Maximal konsistent ist die Erweiterung, wenn a (bzw. ~a) der letzte hinzufügbare Satz war.
((s) es kann viele Erweiterungen geben, je nachdem ob ein Individuum in dem hinzugefügten Satz anders beschrieben wird. Das liefert Äquivalenzklassen (s.u.)).

I 206
Def Mögliche Welt/Bigelow/Pargetter: ist eine maximal konsistente Eigenschaft, die alle Dinge und Eigenschaften einer Welt umfasst.
Welt/Eigenschaften/Theorie/Bigelow/Pargetter: wie sehen die bisherigen Theorien in der Philosophiegeschichte aus, in denen man versucht hat, die Welt als ein Aggregat von Eigenschaften zu beschreiben?
Bsp Wittgenstein, Tractatus
Bsp Carnap, Der logische Aufbau der Welt. .
Bigelow/Pargetter: wir könnten als letzte Individuen der Welt Raum-Zeit-Punkte annehmen. Jeder von ihnen kann eine bestimmte Eigenschaft entweder haben oder nicht haben.
Dann können wir Menge geordneter Paare konstruieren
>belegt, x>
Demokritische Welt/Terminologie/Cresswell/Bigelow/Pargetter: so hat Cresswell Welten genannt, die aus solchen Punkten konstruiert sind. (Cresswell 1972, 1973)
Das entspricht ungefähr Russells logischem Atomismus. Ein n-stelliges Prädikat, gefolgt von n Individuen.
Atomismus: wir sollten annehmen, dass solche Atomsätze logisch voneinander unabhängig sind.
I 207
Wenn es nur darum geht, ob ein Punkt belegt oder nicht belegt ist, wird die entsprechende Satzmenge sicher konsistent sein. Buch: ein vollständiges „Buch der Welt“ wäre keine Welt, sondern nur eine Repräsentation.
Eigenschaften: entstehen dann aus Büchern wie folgt_ statt der Atomsätze bilden wir längere Sätze aus Kombinationen von Beschreibungen von Punkten durch gP. Das führt zunächst einfach zu einem längeren Buch.
I 208
Punkte: statt ihrer könnten wir auch Wellen, oder Elementarteilchen nehmen. Eigenschaften: statt der Eigenschaft eines RZ-Punkts, belegt zu sein, könnten wir auch Eigenschaften wie Ladung, Masse usw. wählen. Aus diesen können wir Folgen bilden:

das repräsentiert einen Punkt mit mehreren Eigenschaften. Masse: ist natürlich eine determinable (s.o.), d.h. wir brauchen noch reelle Zahlen um die Proportion anzugeben, die die D-able determiniert. Daher haben wir es mit einer Folge zu tun, die ein Individuum mit seinen Eigenschaften in Beziehung setzt:

wobei ri eine reelle Zahl ist. Def Mögliche Welt /Bigelow/Pargetter eine Menge solcher Folgen
{,>r’1,r’2,…y>,…}
I 209
repräsentiert dann eine mögliche Welt (die viel reicher ist als eine Demokritische Welt).

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Ordinalzahlen Neumann Thiel I 205
Ordinalzahlen/Neumann/Thiel: Heute werden Ordinalzahlen nicht nur anders eingeführt als bei Cantor und Dedekind, sondern auch anders definiert. John v. Neumann: Axiomatischer Aufbau der Mengenlehre. Bei der Grundlegung der Logik werden gewisse Formeln als "ausgezeichnete Formeln" erkannt.
I 206
Die Regeln erlauben uns, unbeschränkt neue junktorenlogische Aussagenschemata zu bilden, bei denen wir ausgezeichnete und nicht a erkennen können. Das verschafft uns aber weder eine wirkliche Übersicht über die Sätze der Junktorenlogik, noch einen systematischen Einblick in ihre Zusammenhänge. Wir müssen bei einem axiomatischen Aufbau unterscheiden zwischen dem logischen Gerüst und den Sätzen selbst.
I 207
Axiomatisierung erlaubt eine potentiell unendliche Menge von Sätzen dadurch, dass sie sie als Folgerungsmenge aus endlich vielen Sätzen darstellt.

NeumJ I
J. v. Neumann
The Computer and the Brain New Haven 2012

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Redundanztheorie Brandom I 433f
Redundanztheorie/Brandom: VsPragmatismus: dieser hat nicht erkannt, dass die Signifikanz der entsprechenden Behauptungen die gleiche sein muss - VsRamsey: Bsp "Die Goldbachsche Vermutung" ist nicht äquivalent mit "Die Goldbachsche Vermutung ist wahr" - Lösung: > Zitattilgung/Brandom, > Menge von Sätzen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Sprache Lyons I 142
Sprache/unendlich/Lyons: die Sätze einer Sprache sind zahlenmäßig unbegrenzt.
I 142
Sprache/unendlich/Lyons: die Sätze einer Sprache sind zahlenmäßig unbegrenzt.
I 147
Sprache/unendlich/Lyons: keine natürliche Sprache kann als endliche Menge von Sätzen betrachtet werden. ((s) Siehe hierzu die Diskussion bei Researchgeate: "Are there infinitely many possible sentences in a natural language?" ).

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Sprache Nagel I 57
NagelVs Primat der Sprache : führt zur Abwertung der Vernunft, Verfallsprodukt der analytischen Philosophie. Abwendung von Frege. Denken ist oft nichtsprachlich. die allgemeinsten Formen des Denkens hängen von keiner Einzelsprache ab.
I 57
Wenn Sprache Denkprinzipien erkennen lässt, liegt das nicht daran, dass Logik Grammatik ist, sondern daran, daß Grammatik der Logik gehorcht.
I 61
Daß »und« durch kontingente Umstände zum Wort für die Konjunktion geworden ist, hat überhaupt keine Konsequenzen für den Status der wahren Aussage, dass p von p und q impliziert wird. Was eine Menge von Sätzen bedeutet, ist von Konventionen abhängig. Was aus einer Menge von Prämissen folgt, ist nicht davon abhängig (formal.)
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. - Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
Rorty VI 144 ff
NagelVsWittgenstein: (laut Rorty): die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens! "Der Gehalt einiger Gedanken geht über jede Form hinaus, die sie im menschlichen Bewusstsein annehmen können." (Pro Unterscheidung Schema/Inhalt!).

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Sprache Quine X 134
Sprache/Carnap/Quine: die Sprache ist bei Carnap wie ein deduktives System dargestellt. 1. Bildungsregeln: Liefern die Grammatik und das Lexikon damit liefern sie die wffs (well formed formulas)
2. Umformungsregeln: liefern die logischen Wahrheiten (auch die mathematischen, generell die analytischen).

VI 17
Ontologie/Sprache/Quine: so weit die Annahme einer wissenschaftlichen Theorie eine sprachliche Angelegenheit genannt werden kann, so kann auch - aber nicht mehr - die Annahme einer Ontologie sprachlich genannt werden.
VI 63
Sprache/Beobachtung/Übersetzung/Quine: die meisten unserer Äußerungen sind gar nicht mit Reizen korreliert, z.B. Junktoren usw.
VI 64
Der Sprachforscher kann ein Archiv von uninterpretierten Sätze anlegen und sie sezieren. Wiederkehrende Segmente kann er als Wörter behandeln. (Analytische Hypothese).
VI 65
Letztendlich hängen wir von sehr dürftigem Datenmaterial ab. Von sukzessiven Äußerungen ist zu erwarten, dass sie etwas miteinander zu tun haben.
Später wir der Übersetzer auf psychologische Hypothesen angewiesen sein. was dürften die Dschungelbewohner am ehesten für wahr halten? Was werden sie wahrscheinlich glauben?
VI 66
Erkennbar rationalen Übersetzungen wird dann der Vorzug gegeben. Eine angebliche Grammatik und Semantik der Eingeborenen aufzustellen wäre aber nichts weiter als schlechte Psychologie. Stattdessen sollte man davon ausgehen, dass die Psyche der Eingeborenen unserer weitgehend gleicht.
VI 67
Wenn der Sprachforscher einen Fehler entdeckt wird er sich fragen, wie weit dieser zurückreicht.
VI 105
Sprache/QuineVsMentalismus: Voraussetzung der Sprache ist, dass Menschen wahrnehmen, dass andere etwas wahrnehmen. Darin liegt nun aber die Verführung, die mentalistische Sprechweise zu überdehnen. >Mentalismus.

VII (b) 26
Definition/Quine: kann zwei entgegengesetzten Zwecken dienen: 1. Abkürzung und praktischen Darstellung (kurze Notation)
2. umgekehrt: Redundanz in Grammatik und Vokabular.
Sparsames Vokabular führt zu längeren Zeichenketten.
Umgekehrt vereinfacht sparsames Vokabular den theoretischen Diskurs über eine Sprache.

Sprache/Quine: durch Gewohnheit sind diese beiden Typen zusammengeschmolzen, die eine als Teil der anderen:
Äußere Sprache: redundant in Grammatik und Vokabular. Ökonomisch in Bezug auf die Länge von Zeichenketten.
Teilsprache "primitive Notation": ökonomisch in Grammatik und Vokabular.
VII (b) 27
Teil und Ganzes sind durch Übersetzungsregeln verbunden. Diese nennen wir Definitionen. sie sind nicht einer der beiden Sprachen zugeordnet, sondern verbinden sie. Aber sie nicht willkürlich. Sie sollen zeigen, wie die primitiven Notationen allen Zwecken dienen können.

VII (c) 61
Sprache/Übersetzung/Whorf/Cassirer/Quine: man kann die Sprache prinzipiell nicht vom Rest der Welt trennen. Unterschiede in der Sprache werden Unterschieden in der Lebensform entsprechen. Daher ist es prinzipiell überhaupt nicht klar, wie man annehmen soll, dass Wörter und Syntax von Sprache zu Sprache wechseln, während der Gehalt (Inhalt) fixiert bleibt.

VII (d) 77
Einführung/Sprache/Allgemeiner Term/Quine: der Gebrauch allgemeiner Termini ist im Lauf der Sprachentwicklung wahrscheinlich dadurch entstanden, dass ähnliche Stimuli ähnliche Reaktionen hervorrufen. Sprache wäre unmöglich ohne allgemeine Termini.
Um sie zu verstehen, muss man bei ihrer Einführung den zusätzlichen Operator "Klasse von" oder " heit" anerkennen. Das zu versäumen war wahrscheinlich der Grund, abstrakte Entitäten anzunehmen.
VII (d) 78
Wissenschaft/Sprache/Quine: wie viel von unserer Wissenschaft wird eigentlich von der Sprache beigesteuert, und wie viel ist eine ursprüngliche (echte) Reflexion der Realität? Um das zu beantworten, müssen wir sowohl über die Welt als auch über die Sprache sprechen! ((s) Und das ist schon die Antwort!)
Quine: und um über die Welt zu sprechen, müssen wir schon ein bestimmtes Begriffsschema voraussetzen, das zu unserer besonderen Sprache gehört.
Begriffsschema/Quine: wir sind hineingeboren, aber wir können es ändern, Stück für Stück, wie Neuraths Schiff.
VII (d) 79
Sprache/Quine: ihr Zweck ist Effizienz in Kommunikation und Voraussage. Eleganz kommt sogar als Selbstzweck hinzu.

X 34/35
Wahrheit/Sprache/Quine: Wahrheit ist von der Sprache abhängig, weil es möglich ist, dass Laute oder Schriftzeichen in einer Sprache mit Bsp „2 < 5“ gleichbedeutend sind und in einer anderen mit „2 > 5“. Bei Bedeutungswandel im Laufe vieler Jahre innerhalb einer Sprache denken wir, dass es sich um zwei verschiedene Sprachen handelt.
Wegen dieser Relativität ist es sinnvoll, nur Tokens Von Sätzen einen Wahrheitswert zuzuschreiben.
Wahrheit/Welt/Quine: der Wunsch nach einer außersprachlichen Grundlage für die Wahrheit entsteht nur, wenn man nicht beachtet, dass das W Prädikat gerade den Zweck hat, die Erwähnung sprachlicher Formen mit dem Interesse an der objektiven Welt zu verbinden.
X 42
Immanent/Sprache/Quine: sprachimmanent sind: Bildungsregeln, grammatische Kategorien, der Begriff des Wortes, bzw. technisch: des Morphems.
ad X 62
Objektsprache/Metasprache/Erwähnung/Gebrauch/(s): die Objektsprache wird erwähnt (es wird über sie gesprochen), die Metasprache wird gebraucht, um über die Objektsprache zu sprechen.
X 87
Sprache/Grammatik/Quine: dieselbe Sprache – dieselbe unendliche Menge von Sätzen kann mit verschiedenen Bildungsregeln aus verschiedenen Lexika erzeugt werden. Daher ist der Begriff (die Definition) der logischen Wahrheit nicht transzendent, sondern (sprach ) immanent. (logische Wahrheit: immer in Bezug auf eine bestimmte Sprache, wegen grammatischer Struktur).
Abhängigkeit von Sprache und ihrer Grammatisierung.

XI 114
Theorie/Sprache/Quine/Lauener: wir müssen nicht schon über eine interpretierte Sprache verfügen, um erst danach eine Theorie zu formulieren. Das ist die Zurückweisen des isolierten Gehaltes von theoretischen Sätzen.
Sprache/Syntax/Lauener: Sprache kann nicht rein syntaktisch als die Menge aller korrekt gebildeten Ausdrücke betrachtet werden, denn ein uninterpretiertes System ist ein bloßer Formalismus. ((s) Ein solcher ist nicht wahrheitsfähig).
XI 115
Sprache/Theorie/ChomskyVsQuine/Lauener: die Sprache einer Person und ihre Theorie sind auf jeden Fall verschiedene Systeme, auch wenn man Quine sonst zustimmen würde.
XI 116
Quine: (dito). Unbestimmtheit der Übersetzung: wegen ihr kann man nicht von einer gegenüber Übersetzungen invarianten Theorie sprechen.
Man kann auch nicht sagen, dass eine absolute Theorie in verschiedenen Sprachen formulierbar sei, oder auch umgekehrt, daß verschiedene (sogar einander widersprechende) Theorien in einer Sprache ausgedrückt werden können.
((s) >Wegen der ontologischen Feststellung, dass ich nicht über Ontologie streiten kann, indem ich dem anderen sagen, dass es die Dinge, die es bei ihm gebe, bei mir nicht gibt, weil ich dann den Selbstwiderspruch aufstelle, dass es Dinge gibt, die es nicht gibt).
Lauener: das entspräche dem Irrum, dass die Sprache die Syntax, die Theorie aber den empirischen Gehalt beisteuere.
Sprache/Theorie/Quine/Lauener: d.h. nicht, dass es gar keinen Gegensatz zwischen beiden gäbe: insofern dennoch zwei verschiedene Theorien in derselben Sprache niederlegt werden, heißt das dann, dass die Ausdrücke nicht in allen Ausdrücken austauschbar sind.
Es gibt aber auch Kontexte, wo die Unterscheidung Sprache/Theorie keinen Sinn hat. Daher ist der Unterschied graduell. Die Kontexte, wo Sprache/Theorie austauschbar sind, sind die, wo Quine von einem Netzwerk spricht.

V 32
Def Sprache/Quine: „Komplex von Dispositionen zu sprachlichem Verhalten“.
V 59
Sprache/Quine: Ideen mögen so oder so beschaffen sein, aber Wörter sind da draußen, wo man sie sehen und hören kann. Nominalismus/Quine: wendet sich von Ideen ab und den Wörtern zu.
Sprache/QuineVsLocke: dient nicht zur Übermittlung von Ideen! (> NominalismusVsLocke).
Quine: es ist wohl richtig, dass wir beim Sprachlernen lernen, wie Wörter mit gleichen Ideen zu verbinden sind (wenn man Ideen akzeptiert). Problem: woher weiß man, dass diese Ideen die gleichen sind?
V 89
Zusammensetzung/Sprache/Tier/Tiersprache/Quine: Tieren fehlt die Fähigkeit, Ausdrücke zusammenzusetzen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Unmögliche Welt Lewis IV 21
Unmögliche Welt/UnMöWe/LewisVs: gibt es nicht. - Problem: die unmöglichen Dinge in ihr zu beschreiben. - 1. konsistente Wahrheiten über sie. - 2. falsche Kontradiktionen über sie. - a) Wahrheit über Schweine, die fliegen können und nicht können. - b) kontradiktorische Falschheit, dass sie dort fliegen können, obwohl es nicht so ist, dass sie dort fliegen können. - Lewis: eine solche Unterscheidung kann nicht getroffen werden. - VsLewis: allenfalls könnte man etwas wie "Wahrheit in der Fiktion" anführen. - LewisVs: das bringt aber nichts.
V 15
Unmögliche Welt/unMöWe/Lewis: wenn wir unter den ähnlichen möglichen Welten keine ähnlichste finden - (Bsp 7 Fuß + e für kleiner werdendes e findet keine Grenze). - Dann können wir immer noch unMöWe annehmen - S sei jede maximale Menge von Sätzen, sodass, für jede endliche Konjunktion C von Sätzen in S A wä>>kö C gilt in i - S ist dann eine vollständige Beschreibung einer - möglichen oder unmöglichen - Möglichkeit, wie die Tatsachen sein könnten wenn A der Fall wäre (gesehen vom Standpunkt von i) - dann müssen wir eine unmögliche Welt postulieren, wo alle Sätze aus S gelten - sie sollte allein von i aus zugänglich (!) sein - sie sollte näher an i sein als jede mögliche Welt - Pointe: aber nicht näher an i als irgendeine mögliche Welt, die ihrerseits näher ist als alle möglichen A-Welten - Unmögliche Welt: hier sind Zugänglichkeit und vergleichbare Ähnlichkeit undefiniert. - die Grenzannahme ist offensichtlich erfüllt. - Die Sätze in einer unmöglichen Welt können inkompatibel sein. - Aber man kann keinen Widerspruch aus ihnen ableiten - denn es kann widerspruchsfreie Teilmengen geben. - Bsp ich bin mehr als 7 Fuß groß - unsere Grenzwelten werden unMöWe sein, wo A wahr ist, aber in denen ..7,1 Fuß.. ..7,01,..7,001 usw. falsch ist. - Pointe: das ist nicht dasselbe wie die mögliche Welt, wo ich infinitesimal mehr als 7 Fuß groß bin: denn es gibt solche Welten, wo physikalische Größen Nicht-Standard -Werte die ihrerseits infinitesimal von natürlichen Zahlen abweichen, annehmen können - Zahlen/Messen/Physik: Bsp physikalische Größen nehmen niemals Nicht-Standard-Werte an. -
V 16
Das ist falsch in jeder möglichen Welt wo ich infinitesimal größer als 7 Fuß bin, aber wahr in den unmöglich-nächsten A-Welten. - LewisVs: es ist schlimm, so etwas anzunehmen, aber man kann es reduzieren auf unproblematischere Mengen von Propositionen oder Sätzen. - V 18 unmögliche Grenzwelten: hier werden unmögliche, aber konsistente unendliche Kombinationen von möglichen wahren Sätzen wahr.
V 15
Unmögliche Welt/Lewis: wird angenommen, wenn infinitesimale Annäherung keine definitiv letzte ähnlichste mögliche Welt liefert. - Vs: statt unmöglichen Welten sollten wir Mengen von Propositionen oder nur Sätzen annehmen.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991