Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Atomsätze Popper I 117
Atomsätze/Atomismus/PopperVsWittgenstein/Tractatus: hier soll jeder »sinnvolle Satz« logisch auf "Elementarsätze" zurückführbaren sein. Alle sinnvollen Sätze seien "Bilder der Wirklichkeit". Sein Sinnkriterium stimmt somit mit dem induktionslogischen Abgrenzungskriterium überein. Das scheitert am Induktionsproblem. >Induktion, >Protokollsätze, >Elementarsatz, >Atomismus.
I 117
Der positivistische Radikalismus vernichtet mit der Metaphysik auch die Naturwissenschaft: auch die Naturgesetze sind auf elementare Erfahrungssätze logisch nicht zurückführbar. Nach Wittgensteins Sinnkriterium sind auch die Naturgesetze sinnlos, d. h. keine echten (legitimen) Sätze. Das ist keine Abgrenzung, sondern eine Gleichsetzung mit der Metaphysik.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Induktion Popper I 110
Induktionsprinzip: es aus der Wissenschaft streichen zu wollen, hieße nichts anders, als die Entscheidung über Wahrheit und Falschheit der Theorien aus der Wissenschaft herauszunehmen. Das Induktionsprinzip kann nur ein allgemeiner Satz sein. Versucht man, es als einen "empirisch gültigen" Satz aufzufassen, so tauchen sofort dieselben Fragen nochmals auf, die zu seiner Einführung Anlass gegeben haben. Wir müssten um es zu rechtfertigen, induktive Schlüsse anwenden: Regress.
I 115
Induktion/Popper: wir lehnen sie ab, weil es kein geeignetes Abgrenzungskriterium gibt. Kein Kennzeichen des empirischen, nicht-metaphysischen Charakters eines theoretischen Systems. Abgrenzungskriterium: es wird ein Vorschlag für eine Festsetzung sein. Allein Sache des Entschlusses. Das ist nur zu rechtfertigen durch die Analyse seiner logischen Konsequenzen: Fruchtbarkeit, >Erklärungskraft usw.

Schurz I 15f
Induktion/PopperVsInduktion/Schurz: Popper These: Wissenschaft kann gänzlich ohne Induktion auskommen. -viele Autoren VsPopper. Theoretische Termini/Popper: Problem: weil Beobachtungssätze theoriebeladen sind, ist die Grenze zwischen >Beobachtungsbegriffen und >theoretischen Termini nicht scharf.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
Kriterien Popper Flor II 479
Kriterium/Popper: These: Es gibt kein Sinnkriterium! Das Falsifikationsprinzip besagt nicht, dass alle anderen Aussagenarten erkenntnismäßig sinnlos oder leer sind. Auch Basissätze sind kritisierbar. Ihre Annahme ist nicht durch unsere Erlebnisse begründet! >Protokollsätze, >Sinn/Wissenschaft.
Flor II 480
Falsifizierbarkeitsprinzip = Abgrenzungsprinzip.
I 118
Abgrenzungskriterium/Popper: Ein Abgrenzungskriterium wird ein Vorschlag für eine Festsetzung sein. Allein eine Sache des Entschlusses. Das ist nur zu rechtfertigen durch die Analyse seiner logischen Konsequenzen: >Fruchtbarkeit, >Erklärungskraft usw.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Flor I
Jan Riis Flor
"Gilbert Ryle: Bewusstseinsphilosophie"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Flor II
Jan Riis Flor
"Karl Raimund Popper: Kritischer Rationalismus"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A.Hügli/P.Lübcke Reinbek 1993

Flor III
J.R. Flor
"Bertrand Russell: Politisches Engagement und logische Analyse"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Flor IV
Jan Riis Flor
"Thomas S. Kuhn. Entwicklung durch Revolution"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
AbgrenzungskriteriumAbgrenzungskriterium Popper Vs Induktion Schurz I 50
Induktion/Schurz: 1. Methodische Induktion: aus Beobachtungen. PopperVsInduktion: Induktion ist nicht die zentrale Methode der Gewinnung von Hypothesen und Theorien. Verwechslung von Entdeckungs und Begründungszusammenhang. Wie Hypothesen gewonnen werden, vielleicht sogar durch Raten, ist für den Begründungszusammenhang ganz irrelevant. Daher ist methodische Induktion entbehrlich.
2. Logische Induktion/Carnap: nicht der Entdeckung sondern der Begründung: Methode der Feststellung des Bestätigungsgrades.
Schurz I 51
PopperVs: eine Theorie kann sich als wahrheitsnäher als eine andere herausstellen, das zeigt aber nicht, dass es nicht eine dritte, noch wahrheitsnäherer Theorie gibt. D.h. es gibt keinen Absolutheitsanspruch für Theorien. Wahrheitsnähe = Wahrscheinlichkeit. Es gibt keinen begrenzten sprachlichen Möglichkeitsraum, der alle möglichen Alternativtheorien enthält.
Das gilt aber nur für logische Hypothesen!
empirische Hypothesen: hier ist es möglich, eine endliche Liste aller möglichen Alternativhypothesen aufzustellen.
Popper: konkurrierende Theorien kann man nur komparativ bewerten. (s.u.).
Schurz I 52
3. Epistemische Induktion/Musgrave/Schurz: wenn eine Theorie bisher erfolgreicher war, ist es wahrscheinlich, dass sie auch in Zukunft erfolgreicher sein wird. Hier geht es nicht um Objekthypothesen sondern um eine epistemische Metahypothese über Bewährungsgrad. Die epistemische Induktion ist unverzichtbar,. Ohne sie wäre die Poppersche Methode der Bewährungsproben sinnlos. Bisheriger Erfolg wäre irrelevant für zukünftiges Handeln.
I 14/15
Abgrenzungskriterium/Schurz: gegenüber der Metaphysik. Problem: Prinzipien, die isoliert betrachtet keine empirischen Konsequenzen haben, können zusammen mit anderen theoretischen Sätzen neue empirische Konsequenzen haben.
I 15
Falsifikation/Asymmetrie/Popper: gilt bei strikten (ausnahmslosen Allsätzen): sie können durch keine endlichen Menge von Beobachtungen verifiziert aber durch ein einziges Gegen Bsp falsifiziert werden. LakatosVsPopper: Theorien werden nie aufgrund eines einzigen Gegen Bsp verworfen, sondern angepasst.
PopperVsInduktion/Antiinduktivismus/Popper: These: Wissenschaft kann gänzlich ohne Induktion auskommen. >Induktion/Popper.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
AbgrenzungskriteriumAbgrenzungskriterium Hempel Vs Popper, K. II 111
Def empiristisches Sinnkriterium/Hempel: (2.1) vorläufig: Forderung nach prinzipieller vollständiger Falsifizierbarkeit: statt Verifizierbarkeit: Eine Aussage hat einen empirischen Sinn genau dann, wenn ihre Negation nicht analytisch ist und aus einer endlichen logisch konsistenten Klasse von Beobachtungsaussagen logisch folgt.
(> Popper, Abgrenzungskriterium, empirische Wissenschaft wird gegen Mathematik, Logik abgegrenzt).
HempelVs: 1. das schließt reine Existenzbehauptungen wie "Es gibt wenigstens ein Einhorn" usw., aus. außerdem gemischte Aussagen (Existenz und Allquantifikation).
Denn keine von diesen kann durch eine endliche Menge von Beobachtungen schlüssig falsifiziert werden. (HempelVsPopper)
2. Bsp eine Konjunktion aus einer vollständig falsifizierbaren Aussage S und einer nicht vollständig falsifizierbaren Aussage N ist absurderweise vollständig falsifizierbar.
Grund: wenn die Negation von S die Folge einer Klasse von Beobachtungsaussagen ist, dann ist die Negation von S u N a fortiori die Folge derselben Klasse.
Bsp "Alle Schwäne sind weiß und das Absolute ist vollkommen".
3. Beobachtungsprädikat: die Behauptung: "Alle Dinge haben die Eigenschaft p" ist dann signifikant.

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982