Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
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Kripkes Wittgenstein Schulte Sch I 160
Kripkes Wittgenstein/SchulteVsKripke: das Paradox entsteht, weil man einen Wegweiser in praktisch jeder Richtung interpretieren könnte. - VsKripke: Fehler anzunehmen, dass es hier überhaupt eine Interpretation gäbe. - Stattdessen. Abrichtung: kein Schlüsseziehen zwischen dem Erblicken des Zeichens und der Reaktion. - Lösung: Handeln im Rahmen einer Praxis. Siehe auch >Privatsprache, >Regelfolgen.

Schulte I
J. Schulte
Wittgenstein Stuttgart 2001

Schulte II
J. Schulte
U. J. Wenzel
Was ist ein philosophisches Problem? Frankfurt 2001

Schulte III
Joachim Schulte
"Peter Frederick Strawson"
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Logik Wittgenstein Hintikka I 138
Frege/Logik/Hintikka: seine Logik gilt als Theorie der komplexen Sätze - dagegen Wittgenstein: einfachste Bestandteile der Welt - logische Konstanten eliminieren! - Sie vertreten nicht.
I 205
Logik/Wittgenstein/Hintikka: kein anderer Autor als Wittgenstein ist je auf den Gedanken gekommen, mit der Logik habe es letztlich keine weitere Bewandtnis, als was uns in der Erfahrung durch die einfachen Gegenstände gegeben ist. - Alle Phänomenologie ist bloß Logik. - HusserlVs - Husserl: Möglichkeiten sind durch Hintergrundüberzeugungen motiviert.
II 160
Logik/WittgensteinVsFrege: 1. Es ist ziemlich willkürlich, was wir als Satz bezeichnen - daher bedeutet Logik bei mir etwas anderes als bei Frege. 2. VsFrege: Alle Wörter sind gleich wichtig - Frege: These: "Wort", "Satz", "Welt" seien wichtiger.
II 238
Logik/willkürlich/Wittgenstein: die Regeln der Logik sind insofern willkürlich, dass sie für größere Ausdruckskraft eliminiert werden können. - Bsp Satz vom ausgeschlossenen Dritten (SaD) außer Kraft - jedenfalls wird "Widerspruch" in verschiedenen Bedeutungen gebraucht - ebenso doppelte Negation. - Manche Autoren: "die Anwendung ist anders". WittgensteinVs: man kann von einem Zeichen gar nicht unabhängig von seinem Gebrauch reden. - ((s) Dann ist es ein anderes Zeichen - dagegen s.u. II 328 der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gilt universell.
II 327
Logik/Wittgenstein: sie ist keine Naturwissenschaft, sondern ein Kalkül - in ihr kann man zwar Erfindungen machen, aber keine Entdeckungen.
II 333
Logik/WittgensteinVsCarnap: man kann keine Logik für alle Fälle konstruieren - weil man beider Konstruktion nicht von der Anwendung abstrahieren kann.
VI 85
Logik/Tractatus/Wittgenstein/Schulte: nicht wir drücken mit den Zeichen aus, was wir wollen - sondern in der Logik sagt die Natur der naturnotwendigen Zeichen selbst aus - (6.124).
VI 89
Logik/Grenze/Wittgenstein/Schulte: der Logik ziehe ich durch den Gebrauch der Sprache freilich keine Grenze - sie ist sozusagen das gemeinsame Gerüst "meiner" und "deiner" Sprache.
VI 118
Logik/Wittgenstein: sagen/zeigen: Logik sagt nichts aus, sie zeigt etwas über Notwendigkeit, - grammatische Sätze (über die Sprache) fallen daher aus dem Sprachspiel heraus - > Abrichtung: keine sagbaren Regeln sondern blindes Folgen. AbrichtungVsErklärung, stattdessen: Beschreibung. >Erklärung/Wittgenstein Zeigen/Wittgenstein.
IV 101
Logik/Tractatus: (6.1264) jeder Satz der Logik ist ein in Zeichen dargestellter modus ponens - (Und den kann man nicht durch einen Satz ausdrücken).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Regelfolgen Wittgenstein Newen/Schrenk I 35
Regelfolgen/Wittgenstein/Newen/Schrenk: ist eine Kompetenz - ohne Begründung oder Überlegung. Regel: nicht festgesetzt, sondern etwas, an das wir uns gebunden fühlen. - VsWittgenstein: Problem: Unbestimmtheit der Verwendungsweisen. ((s) Für die philosophische Diskussion über Wittgensteins Theorie des Regelfolgens siehe >Kripkes Wittgenstein.)

Stegmüller IV 120
Regelfolgen/Wittgenstein: Behauptbarkeitsbedingungen für privates Regelfolgen unmöglich, da Gemeinschaft nicht vorhanden.
Hintikka I 243
Regel/Philosophische Untersuchungen/Wittgenstein: Regelfolgen ist nichts weiter als Handeln in Übereinstimmung mit einer Regel. Diese Ansicht lehnt Wittgenstein zunächst entschieden ab: im Blauen Buch verwirft er die Anschauung, das Lehren der Sprache sei ein bloßer Drill.
Beim logisch durchdachten Sprachgebrauch gilt, "dass die Regel in das Verstehen, Gehorchen etc. einbezogen ist, wenn das Symbol für die Regel Teil der Berechnung bildet."
Vs: Problem: damit gibt sich Wittgenstein auf die Dauer nicht zufrieden, weil es zum Regress führt.. Woher wissen wir denn, dass wir den Zeichen richtig folgen? Was heißt es, dem Zeichenausdruck einer Regel zu folgen?
I 244
Später, Philosophische Untersuchungen §§ 143-242: einer Regel folgen ist analog dem: einen Befehl befolgen. Man wird dazu abgerichtet und man reagiert auf ihn in bestimmter Weise.
Problem: wie, wenn nun der eine so, der andere anders auf Befehl und Abrichtung reagiert? Wer hat dann Recht? Die gemeinsame menschliche Handlungsweise ist das Bezugsystem (d.h. nicht Handlungsweise, die der ganzen Menschheit gemeinsam wäre, im Gegenteil, seine Schriften enthalten viele Hinweise, dass Wittgenstein in Bezug auf Sprache und Kultur Relativist ist.)
Mit dieser letzten Bemerkung gibt Wittgenstein eine andere Antwort als im Blauen Buch oder den Philosophischen Bemerkungen.
Regel/Regelfolgen/spät/Wittgenstein/Hintikka: neu: besteht der Verdacht, daß jemand der Regel nicht wirklich folgt, sondern nur ((s) zufällig) in Übereinstimmung mit ihr handelt, will Wittgenstein später nicht die Frage aufwerfen, ob dem Betreffenden eine bestimmte Zeichenformulierung vorschwebt, oder welche Rolle eine bestimmte Kodifizierung der Regel spielt. Darauf will er mit der späten Formulierung hinaus: "Gott, wenn er in unsere Seelen geblickt hätte, hätte dort nicht sehen können, von wem wir sprachen."
I 245
Ob ich vielleicht aus Angst statt entsprechend der Regel handle (mit gleichem Resultat) stelle ich nicht fest, indem ich in meine Seele blicke, sondern: indem ich frage: "Ist er überhaupt dazu abgerichtet worden, Befehlen Folge zu leisten? Letztlich kann sich die Antwort nur aus dem gemeinschaftlichen Rahmen der Verhaltensweisen ergeben, die dem anderen und mir gemeinsam sind. Sprachspiel/Wittgenstein/Hintikka: diesen umfassenderen Horizont nennt Wittgenstein nun Sprachspiel. Nur vor diesem Hintergrund lassen sich Fragen des Regelfolgens sinnvoll stellen.
Die Aufgabe der tatsächlich gespielten Sprachspiele lässt sich nicht durch Regeln erfüllen, insoweit es bei diesen auf ihren sprachlichen oder symbolischen Ausdruck ankommt.
I 257
Das Regelfolgen lässt sich nur in Bezug auf Sprachspiele begreifen. Bestimmte psychologische Wörter bringen keine Bewusstseinsvorgänge zum Ausdruck: z.B. "verstehen", in dem Ausdruck "eine Regel verstehen". >Bewusstsein.
I 267
Das Regelfolgen basiert nicht auf Kriterien.
I 311
Regelfolgen/Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen § 202: "Der Regel folgen" ist eine Praxis. Und der Regel zu folgen glauben ist nicht der Regel folgen."
II 111
Regelfolgen/Wittgenstein: "Regeln befolgen" ist ein mehrdeutiger Ausdruck. 100 Striche auf der Tafel sind im Gesichtsraum 101 Strichen ganz gleich.
II 121
Regelfolgen/Regel/Spiel/Wittgenstein: wenn man die Regeln für ein Spiel festsetzt, dann folgt man ihnen beim Spielen nicht wirklich. Schach spielt man nicht mit ständiger Bezugnahme auf die Regeln. Man kann aber nicht sagen, entweder sei man bloß ein Papagei oder man schlage die Regeln nach. Die Sache ist viel komplizierter. Weshalb nennt man primitive Spiele ohne Regeln Spiele?
II 265
Reihe/Folgen/Wittgenstein: Wissen, wie die Fortsetzung geht, ist niemals nur das Sehen einer Formel - zusätzlich braucht man die Erfahrung, dass er die Reihe fortsetzt.
VI 161
Regelfolgen/Wittgenstein/Schulte: ist eine Praxis, daher kann man einer Regel "nicht privat folgen". sonst wäre "der Regel zu folgen glauben" dasselbe wie tatsächlich der Regel zu folgen.
VI 194
Regelfolgen/privat/Wittgenstein/Schulte: es ist nicht sinnvoll zu sagen, ein Mensch sei ein einziges Mal einer Regel gefolgt. Sie müsste schon Bestandteil einer institutionalisierten Praxis sein. Aber es ist schon so, dass einige Autoren, z.B. Descartes eine ähnliche Position vertreten haben (>Privatsprache/Wittgenstein).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Spracherwerb Wittgenstein Hintikka I 264
Sprachlernen/Spracherwerb/Sprache/Lernen/Wittgenstein/Hintikka: bringt man einem Kind ein Wort bei, so lehrt man es ein neues Verhalten - Bsp neues Schmerzverhalten: "Schmerz" zu gebrauchen. - Das Wort ersetzt das Schreien und beschreibt es nicht. - Der Gebrauch beruht aber nicht auf Kriterien, genauso wenig wie Weinen.
II 159
Sprachlernen/Spracherwerb/Farbe/Regeln/Spiel/Wittgenstein: wenn das Kind die Farbwörter verwechselt, hat es das Spiel nicht begriffen, es hat gegen die Regeln verstoßen. Wenn es das Wetter nicht richtig errät, hat es einen Fehler gemacht. Diese beiden Fälle verhalten sich zueinander wie Schachspielen unter Nichtbeachtung der Regeln einerseits, und Schachspielen und Verlieren andererseits.
II 204
Sprache/Lernen/Sprachlernen/Spracherwerb/Augustinus: sagte, er habe Latein gelernt, indem er die Namen der Dinge lernte. Wittgenstein: nehmen wir an jemand lernte so die Sprache. Das wäre eine vollständige Sprache. Denn bei der Betrachtung können wir nicht feststellen, dass etwas fehlt.

VI 143
Abrichtung/Sprachlernen/Spracherwerb/Wittgenstein/Schulte: wem eine Technik fremd ist, kann noch nicht einmal die richtigen Fragen stellen. - Der eingeübte Gebrauch lässt sich dann aber auch nicht mehr in Frage stellen. - Abrichtung: wir lernen nicht eine beliebige Anzahl Grundfarben. - Nichtsprachliches ist Bedingung für das Verständnis des Sprachlichen.
VI 159
Zeichen werden nicht interpretiert, sondern gekannt - praktische Fähigkeit.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Zeichen Wittgenstein Stegmüller IV 79
Übermäßige Tatsache /Wittgenstein: (PU § 192): Kripke: gradlinige Lösung: Auffinden einer übermäßigen Tatsache: diese soll als endliches Faktum die potentiell unendlichen künftigen Verwendungen eines Zeichens eindeutig festlegen. - Das ist unmöglich.
Wittgenstein II 48
Zeichen/Symbol/Wittgenstein: ein Zeichen kann unsinnig sein. - Ein Symbol kann nicht unsinnig sein. - Auch Tonfall und Ausdruck gehören zum Symbol. - unvollständiges Symbol: Bsp "Ich bin hungrig" an die Tafel geschrieben.
VI 159
Zeichen/Wittgenstein/Schulte: Zeichen werden nicht interpretiert, sondern gekannt. Das ist eine praktische Fähigkeit. - > Abrichtung.
VI 177
Def Symptom/Wittgenstein: eine Erscheinung, die erfahrungsgemäß mit der Erscheinung zusammen auftritt, die unser definierendes Kriterium ist. - Bsp Symptom: entzündeter Hals. - Kriterium: Angina-Bazillus. - Das Schwanken der Grammatik zwischen beiden lässt es so scheinen, als gäbe es nur Symptome. - Bedeutung: ist nicht nur durch gemeinsames Auftreten (wie bei einem Symptom) gesichert. - Statt dessen: wir brauchen die Methode der Verifikation.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960