| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Absolutheit | Absolut: etwas, das nicht von Bedingungen abhängig ist. Gibt es absolute Ruhe, absolute Geschwindigkeit? Gegenbegriff: relativ. |
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| Absolutheit | Field | III 48 Absolute Ruhe/Newton/Field: Absolute Ruhe hielt Newton für möglich und nötig, um absolute Beschleunigung zu definieren (Eimerexperiment). Absolute Beschleunigung/Newton: Absolute Beschleunigung wird zur Erklärung der Gesetze der Mechanik gebraucht. Beschleunigung kann nur durch absolute Geschwindigkeit erklärt werden. Dazu brauchen wir einen absoluten Ruhepunkt. FieldVs: Das geht nicht, weil die Theorie selbst kein Bezugssystem herausgreifen kann. >Bezugssystem. III 49 MachVsNewton: Theoriewechsel braucht keinen Ruhepunkt. FieldVsMach/FieldVsTheoriewechsel: Es wäre besser Beschleunigung ohne numerische Geschwindigkeit und Ruhepunkt zu definieren. Faber: FieldVsTensoren: Diese sind willkürlich. Lösung/Field: Die Lösung ist Gleichzeitigkeit. Pointe: Selbigkeit des Orts über die Zeit ist absolute Ruhe! Vs: Das geht nicht innerhalb der Newtonschen Theorie! Lösung: Die Lösung hier ist ein Raumbegriff ohne Struktur (intrinsisch). Lösung: > affine Geometrie (diese dann auch für Newton). IV 419 Relativismus/absolut/Field: Aussagen über Rechtfertigung relativ zu einem System sind absolut wahr oder falsch. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Gegenstände | Quine | I 102 Goodman: "Kaninchenheit": ist ein diskontinuierliches Raum-Zeitsegment, das aus Kaninchen besteht. >Universalien/Quine. I 372f Gegenstände der propositionalen Einstellungen eliminiert: Thomas glaubt (Cicero hat...): nicht mehr Form "Fab" a = Thomas, b = ( ), sondern: "Fa" wobei "F" ein komplexer Ausdruck ist - "glaubt" ist nicht mehr Term, sondern Operator. I 402 Existenz: erwächst nicht aus Dichotomie von "Einzelding" und "Universale". Es kommt nicht darauf an, ob es sie gibt "Äquator", "Nordpol". Die Verknüpfung mit Reizen ist ein schwaches Argument für die Vorrangstellung physikalischer Gegenstände, macht die Termini aber allen Positionen zugänglich. I 412 Gegenstand: das, was singuläre Terme bezeichnen, benennen, als Werte annehmen. (Aber singuläre Termini eliminiert!). Bsp "Schimmer", nicht aber: "Schimmrigkeit". >Bezeichnen/Quine. >Universalien/Quine. I 438 Ideale Gegenstände werden nicht zugelassen, wohl aber geometrische Gegenstände!(Es besteht keine Identität ohne Lokalisierung.) I 435 Relativität: zusätzliche Dimension: Raum-Zeit: Punkt-Momente sind absolut verschieden, unabhängig von der relativen Bewegung des Gesichtspunkts. II 30 Gegenstand/Quine: das Raumzeit-Stück, kann auch verteilt oder verstreut sein. (Nominalismus, Goodman) >Nominalismus/Goodman. II 23 Physikalische Gegenstände sind trügerisch. Besser sind Raum-Zeit-Stücke, "Raum" und "Orte an sich": sind unhaltbar, sonst gäbe es absolute Ruhe und absolute Bewegung. Vierstellige Koordinaten reichen aus. Die Ontologie der reinen Mengenlehre - keine physikalischen Gegenstände mehr. II 156 ff Gegenstand (physikalisch)/Quine: beliebig verstreut und beliebig herausgegriffen. Bsp Tascheninhalt, einzelne Münze zu verschiedenen Zeitpunkten, Kombination mit Eiffelturm, R-Z-Punkte, alles mögliche - ist nicht so stark körperorientiert. Identifizierung wie von einer möglichen Welt zur anderen: ohne Inhalt, solange keine Anweisungen gegeben sind - Wert einer Variable. VI 32 Gegenstand/Ontologie/Quine: Körper konstituieren sich als ideelle Knoten in den Zentren einander überschneidender Beobachtungssätze. Problem: Beobachtungssätze sind nicht dauerhaft, daher ist die Vergegenständlichung (Reifizierung) immer schon eine Theorie. VI 34 Frage: was soll als echte Vergegenständlichung gelten und nicht bloß als theoretisch nützliche (wie Klassen) VI 35 Abstrakte Gegenstände: es ist sinnlos, von dauerhaften Reizphasen zu sprechen. Lösung: Pronomen und gebundene Variablen. VsSinguläre Termini: sind oft nicht referierend. Es muss unspezifizierbare irrationale Zahlen geben. Lösung: gebundene Variable statt singulärem Term. VI 38f Vergegenständlichung/Reifizierung/Quine: erstmals bei prädikativer Verbindung von Beobachtungssätzen, statt ihrer bloßen Konjunktion. "Das ist ein blauer Kiesel": verlangt eine Einbettung des Kiesels ins Blaue. VI 41 Abstrakte Gegenstände/Modallogik/Putnam/Parsons: Modaloperatoren können abstrakte Gegenstände einsparen. QuineVsModallogik: stattdessen Quantifikation (Postulieren von Gegenständen). Damit straffen wir die Wahrheitsfunktion. >Quantifikation/Quine; >Wahrheitsfunktionen/Quine. VII (d) 69 Gegenstand/Quine: ein Gegenstand kann unverbunden sein: Bsp USA mit Alaska. XII 36 Eigenschaften/Identität/Quine: Problem: (anders als bei Gegenständen) Eigenschaften sind letztlich auf Synonymie innerhalb einer Sprache gegründet. Es ist somit eine eher sprachabhängige Identität. V 39 Wir verzichten letztlich auf strenge Individuation von Eigenschaften und Propositionen. (Anderes Begriffsschema.) Frege dito: (Grundgesetze): Identität nicht auf Begriffe ausdehnen. XII 68 Gegenstand/Theorie/Quine: was ein Gegenstand letztlich ist, kann man nicht sagen. Es ist immer nur in Bezug auf eine Theorie (letztlich Gesamttheorie, d.h. Sprachgebrauch). Es ist aber falsch, zu sagen, dass Rede über Dinge immer nur innerhalb eines größeren Bereichs sinnvoll wäre. Das entspräche der falschen These, dass kein Prädikat auf alle Dinge zuträfe. Es gibt universelle Prädikate. >Prädikate/Quine. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Raum | Field | III 35 Leerer Raum/Field: Ein leerer Raum wäre ohne Raumzeit-Punkte sinnlos ((s) nur für den Platonismus?). >Platonismus >Raumzeit, >Raumzeit-Punkte. III 35 Raum/Zeit/Field: Quantifikation über Raum-Zeit-Punkte ist etwas anderes als die Quantifikation über bloße Raum-Punkte, wenn ein Raum-Punkt etwas sein soll, das in der Zeit existiert. Denn das führt zur falschen Frage, ob ein Raum-Punkt mit demselben Punkt in der Zeit identisch sei. Das wiederum führt zur falschen Frage, ob es absolute Ruhe gäbe. >Absoluter Ruhepunkt, >Absolutheit. >Zeit. III 36 Regionen/Punkte/Field: Lösung für die Nominalisten: Individuenkalkül/Goodman: Regionen als Summen von Punkten anzunehmen - dann gibt es aber keine leeren Regionen. Die Region braucht dann nicht zusammenhängend oder messbar zu sein. >Relationismus, >Substantivalismus. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |
| Vierdimensionalismus | Field | III 36 Raum/Quantifikation/Vierdimensionalismus/Zeitscheiben/Field: Wir können über Punkte oder Regionen quantifizieren, ohne Verpflichtung auf absolute Ruhe. Lösung: Wir betrachten eine Aussage über den Raum als eine Abkürzung für eine Aussage über jede Zeitscheibe. Zeitscheibe/Field: Die Zeitscheibe wird durch die Relation der Gleichzeitigkeit generiert. Bsp der Satz, dass der Raum euklidisch ist, ist ein Satz darüber, dass jede Zeitscheibe der Raum-Zeit euklidisch ist. Pointe: Dann sind die Objekte im Bereich der Quantoren wirklich Raumzeit-Punkte und nicht mehr bloße Raum-Punkte. >Reichweite, >Domänen, >Raumzeit, >Raumzeitpunkte, >Quantoren, >Quantifikation, >Ontologie, >Mathematische Entitäten. |
Field I H. Field Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989 Field II H. Field Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001 Field III H. Field Science without numbers Princeton New Jersey 1980 Field IV Hartry Field "Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67 In Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994 |