Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
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Literatur
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Funktionalismus Tarski Berka I 454
Def Anführungsfunktion/Tarski: der im Tarski-Schema (oder Varianten) auftretende Ausdruck ""p"" (Anführungszeichen doppelt) muss als Funktion angesehen werden, deren Argument eine Aussagenvariable und der Werte konstante Anführungsnamen von Aussagen sind. - Damit werden die Anführungszeichen zu selbständigen Worten (wie das Wort "Name") mit der syntaktischen Rolle von Funktoren - Problem: "für beliebige p und q - ist p gdw. p, so ist "p" identisch mit "q"" steht in krassem Widerspruch zur üblichen Verwendung von Anführungszeichen - Lösung., Funktoren müssten hier intensional aufgefasst werden.
I 455
VsAnführungsfunktion: mit variablem Argument: führt zur Lügner-Paradoxie, sogar ohne den Ausdruck "wahre Aussage" - Bsp "die Aussage Seite 13 oben". Problem: Voraussetzung für Anführungszeichen: ist die Aussage "p" mit der Aussage "q" identisch, so p dann und nur dann, wenn q.(1)


1. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Namen Tarski Berka I 451
Def Anführungsname/Tarski: jeder Name einer Aussage (oder sogar sinnlosen Ausdrucks) der aus Anführungszeichen und dem Ausdruck besteht, und der eben das durch den betrachteten Namen Bezeichnete ist - Bsp der Name ""es schneit"". - ((s) Anführungszeichen doppelt). Pointe: gleichgestaltete Ausdrücke dürfen nicht identifiziert werden! - Daher sind Anführungsnahmen allgemeine, nicht individuelle Namen (Klassen von Zeichenreihen).
I 453
Syntaktisch einfacher Ausdruck - wie z.B. ein Buchstabe - hat dann keine selbständige Bedeutung. - ((s) s.u. I 454 Hier sind es zusammengesetzte Ausdrücke, die eine Bedeutung haben.)
I 451
Def strukturell-deskriptiver Name/Tarski: (andere Kategorie als die Anführungsnamen): beschreiben, aus welchen Worten der durch den Namen bezeichnete Ausdruck und aus welchen Zeichen jedes einzelne Wort besteht und in welcher Ordnung diese aufeinander folgen - das geht ohne Anführungszeichen. Methode: für alle Buchstaben und anderen Zeichen Einzelnamen (keine Anführungsnamen) einführen. - Bsp für die Buchstaben: "f", "j", "P" usw.die Bezeichnungen: Ef, Jott, Pe, iks (ohne Anführungszeichen) - Bsp dem Anführungsnamen ""Schnee"" (Anführungszeichen doppelt) entspricht der strukturell-deskriptiver Name: "Wort, das aus den sechs aufeinanderfolgenden Buchstaben Es, Ce, Ha, En, E und E besteht" - (Buchstabennamen ohne Anführungszeichen).
I 451
Semantisch mehrdeutig/Russell/Tarski: Bsp "Name", "Bezeichnen": a) in Bezug auf Gegenstände - b) auf Klassen, Relationen, usw.
I 464
Name/Übersetzung/Metasprache/Objektsprache/MS/OS/Tarski: Unterschied: ein Ausdruck der Objektsprache kann in der Metasprache a) einen Namen erhalten, oder
b) eine Übersetzung.
I 496
Namen/Variablen/Konstanten/Tarski: Variablen repräsentieren Namen - Konstanten sind Namen. (> Repräsentation, > Stellvertreter). - Für jede Konstante und jede Variable der Objektsprache (mit Ausnahme der logischen Konstanten des Aussagenkalküls) lässt sich eine fundamentale Funktion bilden, die dieses Zeichen enthält (die Aussagenvariablen kommen in den fundamentalen Funktionen weder als Funktoren noch als Argumente vor). Aussagenvariable: jede ((s) einzelne) von ihnen wird als selbständige fundamentale Funktion betrachtet.(1)


1. A.Tarski, Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, Commentarii Societatis philosophicae Polonorum. Vol 1, Lemberg 1935

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
Syntax Schröter Berka I 415
Zeichenreihen/Schröter: wenn sie gleich gestaltet sind, sollen hier nicht als verschieden (individuell) gelten. - Daher sprechen wir immer als eine Menge von Zeichenreihen, die mit einer gegebenen Zeichenreihe gleich gestaltet sind.(1) - ((s) Tarski: >Anführungsname ist immer allgemein: Klasse gleich gestalteter Reihen, nicht individueller Name.)

1. K. Schröter, Was ist eine mathematische Theorie?, Jahresbericht der deutschen Mathematikervereinigung 53 (1943), 69-82

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983