Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Evolution Kauffman Dennett I 303
Selbstorganisation/Evolution/Kauffman/Dennett: Hauptvertreter: Durch Simulation können wir heute komplexe Evolutionsszenarien nachbauen und Gesetzmäßigkeiten erkennen, die Darwin verschlossen bleiben mussten. Ordnung/Evolution/Dennett: nicht jede Ordnung bietet die Möglichkeit zur Evolution oder Selektion: Bsp Varianten von Conways "Spiel des Lebens".
Selbstorganisation/Kauffman: es ist nicht nur wahrscheinlich, sondern fast sicher, dass die Evolutionsfähigkeit selbst eine Evolution durchmacht, sie entwickelt sich, weil das ein erzwungener Zug im Gestaltungsspiel ist.
Entweder man findet den Weg, der zur Evolutionsfähigkeit führt, oder man gelangt nirgendwohin, aber diesen Weg zu finden, ist kein Kunststück, er ist offensichtlich. Es dürfte überraschend einfach sein.
Dennett I 306
Selbstorganisation/Kauffman/Dennett: bei Kauffmans Gesetzen handelt es sich nicht um solche der Form, sondern der Gestaltung, die Zwangsläufigkeiten der Metatechnik.
I 30
Evolution/Kauffman These: wenn das Band des Lebens noch einmal abgespielt würde, dann sähen die einzelnen Verzweigungen am Stammbaum des Lebens zwar möglicherweise anders aus, doch die Muster der Verzweigungen, die zunächst stark divergieren und dann immer mehr zu einem Ausfeilen von Details werden, folgen wahrscheinlich einer tieferen Gesetzmäßigkeit . Mag auch die Evolution ein historischer Prozess sein, sie verlief dennoch zugleich gesetzmäßig.
In den Phänomenen der Artbildung und des Artensterbens spiegelt sich höchstwahrscheinlich die spontane Dynamik einer Gemeinschaft von Arten wider.


Kau II
Stuart Kauffman
At Home in the Universe: The Search for the Laws of Self-Organization and Complexity New York 1995

Kauffman I
St. Kauffman
Der Öltropfen im Wasser. Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und Gesellschaft München 1998

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Funktionen Dennett I 276
Funktion/Kausalität/Dennett: kausale Kräfte zu haben, ist noch keine Funktion. - Frage: ob die ersten Nucleotide schon eine Funktion hatten. - Funktion: ist mehr als Kausalität. - Frage: haben die "Glider" im "Spiel des Lebens" eine Funktion oder bewegen sie sich einfach? (> Game of Life, Conway).
I 575
Bedeutung/Funktion/Dennett: Bsp Getränkeautomat und Bsp Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion - wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen. - Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten - das beweist das Beispiel der Zwillingserde. - Sonst muss man Essentialismus postulieren. - PutnamVsDennett: Bedeutung hat mehr mit Referenz als mit Funktion zu tun. - Funktion weist der Bedeutung keine richtige kausale Rolle zu.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Interpretation Dennett I 237
Artefakt/Interpretation/Spiel des Lebens/Conway/Dennett: Frage: sind die "Eater", "Glider" usw. gestaltete Gegenstände oder natürliche Gebilde? Der einfachste Glider erwächst offensichtlich aus den Regeln, es musste ihn niemand bilden. - ((s) >Game of Life/Conway; > Objet ambigu/Valery).
Fodor IV 137
Interpretationstheorie/Dennett/Fodor/Lepore: (Brentano: These: Das Intentionale kann nicht auf das Physische zurückgeführt werden). Dennett: D.h. ontologisch gesehen gibt es solche Dinge wie Glauben, Wünsche, intentionale Phänomene gar nicht!
Interpretation: Intentionen sind allerdings unverzichtbar als Elemente der Interpretation (epistemisch). ((s) D.h. dass Intentionalität (bzw. ihre Zuschreibung) nur über Interpretation (des Verhaltens) zugänglich ist.
IV 138
Intentionale Zuschreibung/Dennett: Eine solche Zuschreibung ist immer falsch. (Weil es ontologisch keine Intentionalität gibt (bloß als epistemisch nützliche Begriffe). Vs intentionaler Realismus.
Pripzip der Nachsicht/Fodor/Lepore: das Prinzip der Nachsicht muss intrinsisch holistisch sein, das akzeptiert auch Dennett.

Interpretationstheorie:/Fodor/Lepore: nach Dennett gibt es zwei Schulen:
1. Def Projektivismus/Dennett: Man schreibt dem anderen die internen Zustände zu, die man selbst in entsprechenden Umständen hätte.
2. Def Normativismus/Dennett: Man schreibt dem anderen interne Zustände zu, die er in den Umständen haben sollte.
IV 139
Zwischen dem Normativismus und dem Holismus gibt es natürlich enge Beziehungen.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Psychologie James Diaz-Bone I 29
JamesVsPhysiologische Psychologie (Lotze).
I 44
Psychologie/James: "Provisorischer Wissensbestand".
I 50f
Psychologie/James: James gewinnt Erkenntnisse über die Verfassung des Universums aus der metaphysischen Re Interpretation der (materiellen) Ergebnisse der Psychologie.
Chalmers I 13
Psychologie/William James/Wilhelm Wundt/Chalmers: Wilhelm Wundt und William James hatten auf kartesische Weise psychologische Theorien entwickelt, die durch Selbstbeobachtung das Verhalten erklären und die Phänomenologie zum Schiedsrichter der Psychologie machten. Damit lehnten sie die Psychologie als autonomen Bereich ab.
Corr I 8
Psychologie/William James: Im Laufe der Geschichte der Psychologie haben Beobachter eine Dichotomie zwischen denen festgestellt, die rigorose wissenschaftliche Methoden hervorheben, einerseits und denen, die offener für subjektive Erfahrungen und eine ganzheitliche Untersuchung der Person sind: das, was William James (1902(1)) den "Hartgesottenen" und den "Zartgebliebenen" nannte (1984). Es spiegelt eine größere intellektuelle Kluft zwischen Wissenschaft und Humanismus wider, die sich sowohl auf den Inhalt als auch auf die Methoden der Persönlichkeitstheorie und -forschung auswirkt. Wie James bereits sagte, spiegeln die beiden Pole wohl die Persönlichkeiten derjenigen auf jeder Seite der Dichotomie wider (Conway 1992(2); Feist 2006)(3). A. Der "hartgesottene" Pol, der in experimentellen Labors nach dem Vorbild von Wilhelm Wundt gut vertreten ist, fand seinen Einfluss in der Persönlichkeit durch Verhaltensforschung, mit der Arbeit von John B. Watson und später B. F. Skinner.
B. Skinner: Der andere Pol, der zärtliche oder humanistische, blieb ebenfalls bestehen. So nahm Gardner Murphy in den 1950er Jahren eine integrativere Haltung ein, und es wuchs eine humanistische Psychologiebewegung, die 1962 mit der Gründung der Association for Humanistic Psychology mit Abraham Maslow, Carl Rogers und Rollo May als Gründungsmitglieder ihren Einzug hielt.


1. James, W. 1902. The varieties of religious experience; a study in human nature; being the Gifford lectures on natural religion delivered at Edinburgh in 1901–1902. New York: Modern Library
2. Conway, J. 1992. A world of differences among psychologists, Canadian Psychology 33: 1–24
3.Feist, G. J. 2006. How development and personality influence scientific thought, interest, and achievement, Review of General Psychology 10: 163–82

Susan Cloninger, “Conceptual issues in personality theory”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press.

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018