Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Atomismus Wittgenstein Hintikka I 25
Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: These: alle logischen Formen lassen sich aus den Formen der Gegenstände aufbauen.
I 175
Logische Unabhängigkeit/Elementarsatz/Atomismus/Wittgenstein/Hintikka: (1931) Die Suche nach der logischen Unabhängigkeit der Elementarsätze gibt Wittgenstein schließlich auf. - Sie war ein regelrechter Fehlschlag. - Grund: Farbattribute (Farbprädikate) sind nicht unabhängig! - Bsp Rot ist im Grade q1r vorhanden und Rot ist im Grade q2r vorhanden , dann folgt: wenn q2>q1 folgt q1r aus q2r. - Später Vs: geht auch nicht bei unreinen und undurchsichtigen Farben.
I 176
Atomismus/mittlere Periode/Wittgenstein/Waismann/Hintikka: neu: Atomsätze werden nicht mehr einzeln mit der Welt verglichen, sondern als Satzsysteme - ("holistisch"). - WittgensteinVsAtomismus: mittlere Periode. - Neu: ich lege die ganze Farbskala zugleich an. - Das ist der Grund, warum ein Punkt nicht mehrere Farben haben kann. >Messen/Wittgenstein. - Wenn ich ein Satzsystem an die Wirklichkeit anlege, so ist damit gesagt, dass immer nur ein Sachverhalt zu einer Zeit bestehen kann.
II 138
WittgensteinVsAtomismus//WittgensteinVsTractatus: Zwei Fehler: 1. Das Unendliche als Zahl anzunehmen und anzunehmen, dass es unendlich viele Sätze gäbe.
2. Es gibt Aussagen gibt, die Grade von Qualitäten ausdrücken - Atomismus; verlangt aber, dass wenn p und q im Widerspruch stehen, sie weiter analysiert werden können, bis sich t und ~t ergeben.
II 157
Atomismus/Atomsatz/WittgensteinVsRussell: bei der Analyse von Atomsätzen stößt man nicht auf "Einzeldinge", nicht wie bei einer chemischen Analyse. -
IV 14
Atomismus/Substanz/Tractatus/Wittgenstein: hätte die Welt keine Substanz, ((s) = unveränderliche Gegenstände), wären die Atomsätze nicht von einander unabhängig.
ad IV 36ff
Tractatus/Atomismus/Wittgenstein/(s): Atome: undefinierte Gegenstände, quasi materielle Dinge, (Laute), Urzeichen - offen, ob Ding (Sache) oder immateriell, übersetzt werden nur Bestandteile des Satzes. - Damit sind sie offen für Bedeutungstheorie, die sich gleichzeitig aus Komplex von Dingen, Sachverhalten wie aus Verbindung von Wörtern herleite, aber (4.0312) die Logik der Tatsachen läßt sich nicht vertreten - die logischen Konstanten (und, oder, nicht) vertreten nicht. - Stellvertreter: Zeichen für Gegenstand - interne Eigenschaften: im Satz, anders als die Relationen zur Welt (extern). WittgensteinVsRussell, VsFrege: Verwechslung >Erwähnung / >Gebrauch: >außen/innen.
VII 122
Atomismus/Atomsatz/Wahrheitswert/Wahrheitsfunktionen/WaFu/Naturgesetze/Tractatus/Tetens: die Wahrheitswerte (WW) der Atomsätze determinieren die Wahrheit aller übrigen Sätze mit logischer Notwendigkeit, auch die der Naturgesetze. - Dann jedoch sollte man auch nicht davon reden, etwas sei naturgesetzlich oder kausal möglich, unmöglich oder notwendig. - (6.37) - Naturgesetze sind die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze. - Daher kann die Welt als Ganzes nicht erklärt werden.
VII 124
Naturgesetze: sind nicht das Letzte, das ist der logische Raum.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Atomsätze Atomsatz: (auch Elementarsatz): soll einzelne Tatsachen (Sachverhalte) darstellen bzw. abbilden. Das führt zu dem Problem, wie Tatsachen abgegrenzt werden können. Siehe auch Elementarsatz, Protokollsatz, Basissatz.
Atomsätze Dummett III (a) 24
Atomsatz/atomarer Satz/Elementarsatz/Behauptung/Dummett: Ein atomarer Aatz verhält sich ganz anders als das Konditional: hier ist Missbrauch möglich. - (Vgl. >Nichtexistenz, >Existenzsätze, >Einhorn-Beispiel).
III (a) 25f
Atomsatz/Dummett: zwei verschiedene Arten des Falschseins: a) wenn das Prädikat nicht zutrifft. - b) wenn der Gegenstand nicht existiert. (>Pegasus-Beispiel, >Rundes Quadrat), >Einfach wahr/Dummett.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Atomsätze Hacking I 243
Atomsatz/atomarer Satz/Elementarsatz/Wittgenstein,früh: laut Hacking: Bsp die Schreibmaschine steht auf dem Tisch, das ist von keiner Darstellung abhängig. Es ist entweder wahr oder falsch. HackingVsWittgenstein, früh: Einfache Atomsätze sind überhaupt keine Darstellung.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Atomsätze Kripke III 344
Atomsatz/atomarer Satz/Elementarsatz/Wahrheit/Kripke: Davidson verlangt nur, dass atomare Wahrheit, nicht Wahrheit allgemein, charakterisierbar sei. (> Effektivität). Bsp Die Zahlentheorie ist entscheidbar für Atomsätze, aber nicht für Sätze im Allgemeinen.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Atomsätze Mates I 117
Atomare Aussage/atomarer Satz/Elementarsatz/Gültigkeit/Mates: eine atomare Aussage kann nicht gültig sein, also auch keine Tautologie.

Mate I
B. Mates
Elementare Logik Göttingen 1969

Mate II
B. Mates
Skeptical Essays Chicago 1981
Atomsätze Popper I 117
Atomsätze/Atomismus/PopperVsWittgenstein/Tractatus: hier soll jeder »sinnvolle Satz« logisch auf "Elementarsätze" zurückführbaren sein. Alle sinnvollen Sätze seien "Bilder der Wirklichkeit". Sein Sinnkriterium stimmt somit mit dem induktionslogischen Abgrenzungskriterium überein. Das scheitert am Induktionsproblem. >Induktion, >Protokollsätze, >Elementarsatz, >Atomismus.
I 117
Der positivistische Radikalismus vernichtet mit der Metaphysik auch die Naturwissenschaft: auch die Naturgesetze sind auf elementare Erfahrungssätze logisch nicht zurückführbar. Nach Wittgensteins Sinnkriterium sind auch die Naturgesetze sinnlos, d. h. keine echten (legitimen) Sätze. Das ist keine Abgrenzung, sondern eine Gleichsetzung mit der Metaphysik.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Bezeichnen Fodor II 117
Theorie der Bezeichnung/formale Sprachen/Fodor: die Bezeichungstheorie der formalen Semantik gibt das Bezeichnen im konkreten Sprachgebrauch nicht angemessen wieder. Daher tauchen die wirklichen Probleme in den formalen Sprachen gar nicht auf. - Bezeichnungstheorie: ist zweiteilig:
1. Eine Gruppe von Regeln gibt die Designate für die einzelnen Konstanten und Prädikate im Vokabular an.
2. Eine zweite legt durch eine rekursive Definition für die Sätze den Begriff "wahr-in-L" fest. - In dieser zweiten Gruppe gibt es meist eine Regel, die eine notwendige und hinreichende Bedingung für die Wahrheit jedes Elementarsatzes festlegt. ("Schnee ist weiß genau dann, wenn...").
Bezeichnung/Fodor: das kann die Probleme der Bezeichnung in natürlichen Sprachen nicht erfassen. - Bsp "Ich möchte Papst sein": bezeichnet den Papst nicht. - Bsp "Ich möchte den Papst treffen": bezeichnet den Papst. - Bsp "Das karierte Kleid": kann das dunklere Kleid bezeichnen.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Bivalenz Dummett II 103
Bivalenz, Prinzip der/PdB/Wahrheit/Dummett: Das Prinzip der Bivalenz setzt den Begriff der Wahrheit schon voraus - und das ist transzendental im Fall von unentscheidbaren Sätzen. - Es geht über unsere Fähigkeit hinaus, zu erkennen, was eine Manifestation wäre.
II 103f
Unentscheidbarkeit/Anti-Realismus/Dummett: (ohne Bivalenz) Die Bedeutungstheorie wird dann nicht mehr rein beschreibend in Bezug auf unsere aktuale Praxis sein.
III (a) 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen"... DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: Dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet - Vs: wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten.
VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte.
VsRedundanztheorie: Wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.

III (b) 74
Sinn/Bezug/Bivalenz/Dummett: Zweiwertigkeit: Problem: Nicht jeder Satz hat einen solchen Sinn, dass wir ihm im Prinzip, wenn er wahr ist, als wahr erkennen können (Bsp >Einhörner, >Goldbachsche Vermutung). - Aber Freges Argument hängt gar nicht von Zweiwertigkeit ab.
III (b) 76
Zweiwertigkeit sollte allerdings doch für Elementarsätze gelten: Wenn hier der semantische Wert die Extension ist, muss aber nicht entschieden werden können, ob das Prädikat zutrifft oder nicht - die Anwendung kann vielleicht nicht effektiv entschieden werden, aber das (undefinierte) Prädikat kann verstanden werden, ohne den Wahrheitswert zuteilen zu können. - Daher Unterscheidung von Sinn und semantischem Wert. >Semantischer Wert.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Erfüllung Tarski K.Glüer Davidson zur Einführung Hamburg 1993
II 24ff
...Die > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/details.php?id=262595&a=$a&autor=Tarski&vorname=Alfred&thema=Rekursion">Rekursive Methode scheitert jedoch bei Quantoren. Bsp "Kein Baum ist groß und klein" kann nicht als zwei vollständige Elementarsätze analysiert werden. - Die meisten komplexen Sätze die mit Variablen, Junktoren, Prädikaten gebildet sind, müssen als Verbindungen offener Sätze gedeutet werden. Offene Sätze haben aber keinen Wahrheitswert. Tarski führt deshalb den Begriff "Erfüllung" ein: Def Erfüllung: Relation zwischen (geordneten) Folgen von Gegenständen und offenen Sätzen. Hier funktioniert die rekursive Methode: für elementare Sätze wird definiert, welche Gegenstände 2 sie erfüllen, und es werden Regeln angegeben, nach denen sich für alle Zusammensetzungen offener Sätze ermitteln lässt, welche Gegenstände sie erfüllen.
Aussagesätze werden als Sonderfall offener Sätze bestimmt. Sie enthalten entweder keine freien Variablen, oder sie wurden mit Hilfe von Quantoren geschlossen. - Bei wahren Aussagen ist die Erfüllung einfach: denn ob eine geordnete Folge von Gegenständen einen Satz erfüllt, hängt nur von der freien Variablen ab, die er enthält.
Bsp "Der Mond ist rund" enthält keinerlei freie Variablen. Damit ist die Art der Gegenstände der jeweiligen folge völlig irrelevant und es kann per Definition bestimmt werden, ob ein solcher Satz wahr ist, wenn er von allen Folgen erfüllt wird - oder von keiner. - Etwas verwickelter ist es bei quantifizierten Aussagen: Bsp "Alle Sterne sind rund." oder "Es gibt mindestens einen Stern, der rund ist." auch hier wird die Erfüllung derart definiert, dass entweder alle Folgen einen Satz erfüllen, oder keine. So wird deutlich, dass es absurd wäre, Wahrheit geschlossener Sätze mit der Erfüllung durch keine Folge von Gegenständen zu assoziieren. Ein Satz wie "Alle Sterne sind rund" ist wahr wenn es bestimmte Gegenstände gibt, die "X ist rund" erfüllen: alle Sterne. Tarski: eine Aussage ist wahr, wenn sie von allen Gegenständen erfüllt wird, sonst falsch".

Berka I 399
Teildefinition/Erfüllen/Tarski. Bsp Johann und Peter erfüllen die Aussagenfunktion (AF) "X und Y sind Brüder", wenn sie Brüder sind.(1)
1. A.Tarski, „Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik“, in: Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique, Paris 1935, Bd. III, ASI 390, Paris 1936, S. 1-8

Horwich I 119
Erfüllung/Tarski: hier ersetzen wir die freien Variablen der Aussagenfunktion durch Namen von Objekten und sehen, ob wir wahre Sätze erhalten - das geht aber nicht, wenn wir Erfüllung gebrauchen, um Wahrheit zu definieren - Lösung rekursive Prozedur - Regeln für die Bedingungen, unter denen Objekte eine zusammengesetzte AF erfüllen - für ganze Sätze gibt es Erfüllung auch: dann wird ein Satz entweder durch gar kein Objekt erfüllt oder durch alle - Erfüllung: hat als Relation immer eine Stelle mehr - Bsp "ist größer als": ist eine Funktion zwischen einer Relation und Paaren von Objekten - daher gibt es viele Erfüllungsbegriffe. Lösung: "unendliche Sequenz". - Dann ist Erfüllung eine binäre Relation zwischen Funktionen und Sequenzen (Folgen) von Objekten. - Der Grund für diese indirekte W-Def ist, dass zusammengesetzte Sätze aus mehreren Aussagenfunktionen zusammengesetzt sind - nicht immer aus vollständigen Sätzen - daher gibt es keine rekursive Definition.
Horwich I 139
Erfüllung/Antinomie/Tarski: für die Erfüllung können wir auch eine Antinomie konstruieren: Bsp Die Aussagenfunktion X erfüllt nicht X - jetzt betrachten wir die Frage, ob dieser Ausdruck, der sicher eine Aussagenfunktion ist, sich selbst erfüllt oder nicht.(2)
2. A. Tarski, The semantic Conceptions of Truth, Philosophy and Phenomenological Research 4, pp. 341-75

Skirbekk I 146
Semantisch: bezieht sich auf Aussagen - Erfüllung, Bezeichnung: bezieht sich auf Gegenstände.
Skirbekk I 156
Wahrheit/Tarski: die W-Def erhalten wir einfach aufgrund der Definition von Erfüllung: - Def Erfüllung/Tarski: E ist eine Beziehung zwischen beliebigen Ggst und Aussagenfunktionen. - Ein Gegenstand erfüllt eine Funktion wenn die Funktion eine wahre Aussage wird, wenn die freien Variablen durch den Namen der Gegenstände ersetzen - Schnee erfüllt die Aussagenfunktion "x ist weiß" - Vs: das ist zirkulär, weil "wahr" in der Definition von Erfüllung vorkommt. Lösung: Erfüllung muss selbst rekursiv definiert werden - wenn wir die Erfüllung haben, bezieht sie sich von selbst auch auf die Aussagen selbst. - Eine Aussage wird entweder von allen Gegenständen erfüllt, oder von keinem.(3)

3. A.Tarski, „Die semantische Konzeption der Wahrheit und die Grundlagen der Semantik“ (1944) in. G: Skirbekk (Hg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt 1996

Tarski I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Skirbekk I
G. Skirbekk (Hg)
Wahrheitstheorien
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt 1977
Form Wittgenstein Hintikka I 74
Def Form/Tractatus/Wittgenstein: 2.0141 die Möglichkeit seines Vorkommens in Sachverhalten ist die Form des Gegenstands.
I 139
Form/Satz/Wittgenstein/Hintikka: schon im Elementarsatz sind alle logischen Operationen enthalten - denn "fa" sagt dasselbe wie "(Ex)fx.x=a". - d.h. wir brauchen keinen Identitätsbegriff - Argument und Funktion sind bereits alle logischen Konstanten.
I 145
Die einzige logische Konstante ist das, was alle Sätze gemein haben.
IV 13
Form/Tractatus: die Möglichkeit seines Vorkommens in Sachverhalten ist die Form des Gegenstands - 2.0141 - der Gegenstand ist einfach.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Identität Wittgenstein Hintikka I 22
Def Sinn des Satzes/Tractatus: (4.2:) seine Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung mit den Möglichkeiten des Bestehens und Nichtbestehens der Sachverhalte. Hintikka: daraus ergibt sich, dass die Identität der Bedeutung zweier Ausdrücke sprachlich nicht behauptet werden kann. (6.2322)
I 140 Anmerkung
Hintikka: ...für Wittgenstein geht es hier um die Entbehrlichkeit des Identitätsbegriffs. Er hätte auch sagen können, dass dieser Begriff in den anderen Elementarsätzen bereits vorhanden ist.
I 364
Erlebnis/Empfindung/Identität/Wittgenstein: der Vergleich zwischen Erlebnissen im Hinblick auf ihre Identität gehört nicht zu den primären, sondern zu den sekundären Sprachspielen. In einem bestimmten sekundären Sprachspiel kann die Beziehung z.T. durch das mögliche Belegmaterial geprägt sein.
II 338
Identität/Relation/Notation/WittgensteinVsRussell: Russells Schreibweise löst Verwirrung aus, weil sie den Eindruck erweckt, die Identität sei eine Beziehungen zwischen zwei Dingen. Diese Verwendung des Gleichheitszeichens müssen wir von seiner Verwendung in der Arithmetik unterscheiden, wo wir es als Teil einer Ersetzungsregel auffassen können. WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise erweckt fälschlich den Eindruck, es gebe einen Satz wie x = y oder x = x. Man kann das Identitätszeichen aber abschaffen.
II 338/339
Identität/logische Form/Satz/Wittgenstein: in meiner Schreibweise ist weder (Ex,y) x=y, noch (Ex) x=x ein Satz. Falls es ein Ding gibt, warum soll man das dann durch eine Aussage über ein Ding zum Ausdruck bringen?
Was verlockt uns zu der Annahme, es sei eine fundamentale Wahrheit, dass ein Ding mit sich selbst identisch ist? Dem Satz der Identität bin ich damit eigentlich noch nicht gerecht geworden.
II 416
WittgensteinVsRussell: er war darauf aus, neben der Liste noch eine weitere "Entität" zu erhalten, also lieferte er eine Funktion, die die Identität verwendet, um diese Entität zu definieren.
II 418
Identität/Substitution/Gleichheitszeichen Wittgenstein: Bsp "a = a": hier hat das Gleichheitszeichen einen speziellen Sinn - denn man würde ja nicht sagen, dass a durch a ersetzt werden kann. - Gleichheitszeichen: sein Gebrauch ist auf Fälle beschränkt, in denen eine gebundene Variable vorkommt.
IV 103
Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben. - Sondern dass man das schon an den beiden Seiten sieht.
VI 179
Identität/Wittgenstein/Schulte: bei sich überschneidenden Schattenbildern ist die Frage sinnlos , welches nach der Trennung A bzw. B sei.
VI 183
Schmerz/Identität/Kriterien/Wittgenstein/Schulte: welches Kriterium für Identität? Nun, einfach, der der dort sitzt oder eine beliebige Beschreibung. Aber für meine Schmerzen? Kein Kriterium!

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Intensionen Wittgenstein II 343
Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln.
II 416
Intension/Extension/Mathematik/Wittgenstein: in der Alltagssprache kann man Intension und Extension nicht austauschen - Bsp ich hasse den Mann auf dem Stuhl - ich hasse Herrn Schmitz - dagegen in der Mathematik: hier gibt es keinen Unterschied zwischen "die Wurzeln der Gleichung x² + 2x +1 = 0 "und "2" - dagegen Unterschied: Körper zu zählen ((s) Extension, auch Hinschreiben) ist etwas anderes als sie mit einem Gesetz zu bestimmen ((s) Intension) - Wittgenstein: Gesetz und Extension sind völlig verschieden - ((s) Physik).
III 136 - 139
ElementarsatzVsIntension - (Wahrung der formalen Logik) - Intension/Sinn/Tractatus/Flor: irrelevant - es geht immer um Extension.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Komplex/Komplexität Wittgenstein Tugendhat I 163
Komplex/Wittgenstein: Bsp nicht: roter Kreis als Komplex aus Röte und Kreisförmigkeit.
Hintikka I 53
Mittlere Periode/Wittgenstein/Hintikka: Relationen und Eigenschaften zu den Gegenständen gerechnet. PG: "Dies ist die Wurzel des schlechten Ausdrucks: die Tatsache sei ein Komplex von Gegenständen. Bsp Es wird hier, dass ein Mensch krank ist, verglichen mit der Zusammenstellung zweier Dinge."
Hintikka: eine so weitgehende Änderung der Auffassung ist so unwahrscheinlich, dass man davon ausgehen sollte, dass im Tractatus die Gleichsetzung von "Gegenständen " mit Individuen oder Einzeldingen abgelehnt wird.
I 68
Tractatus: verzichtet auf alle im Sinne unabhängiger Entitäten aufgefassten komplexen logischen Formen, Es bleibt nicht übrig als die Formen der Gegenstände (keine komplexen logischen Sätzen entsprechende Formen).
I 68
Ding/komplexer Gegenstand/Terminologie/Wittgenstein: ein komplexer Gegenstand ist eben ein Ding die komplexen Gegenstände kennen wir aus der Anschauung und wissen aus der Anschauung, dass sie komplex sind.
I 138 ff
Frege/Logik/Satz/Hintikka: im Tractatus gibt es einen Bruch mit der Fregeschen Tradition: die Logik Freges gilt als Theorie der komplexen Sätze. Wittgenstein untersucht die einfachsten Bestandteile der Welt und ihrer sprachlichen Stellvertreter.
I 148 ff
Wahrheitsfunktion/Tractatus/Hintikka: Hauptthese des Tractatus: (u.a.) "Der Satz ist eine Wahrheitsfunktion der Elementarsätze". Wittgenstein/Hintikka: muss also nachweisen, dass wahrheitsfunktionale Operationen (zur Bildung komplexer Sätze aus Atomsätzen) keinen Einfluss haben auf den Bildcharakter.

II 39
Komplexität/Wittgenstein: daaa einem allgemeinen Satz unendlich viele Spezialfälle zukommen, macht ihn nicht komplexer, als wenn ihm nur drei oder vier Spezialfall entsprechen. Ein Satz mit vier Spezialfällen ist wohl komplexer als einer mit dreien, aber bei unendlich vielen Spezialfällen ist es eine Allgemeinheit von anderer logischer Art.
II 314
Einfach/Einfachheit/komplex/zusammengesetzt/Sinn/sinnlos/Wittgenstein: Angenommen, es würde gefragt, ob ein gezeichnetes Quadrat zusammengesetzt oder einfach sei, d.h. ob es aus Teilen bestehen oder nicht.
II 315
Bsp "Ist dieser gleichförmig weiße Gegenstand zusammengesetzt oder einfach?" Die Antwort lautet: "je nachdem."
III 139
Elementarsatz/Wittgenstein/Flor: Der Begriff des Elementarsatzes ist wichtig als absoluter Begriff: sonst Mehrdeutigkeit: was in einen Zusammenhang als einfacher Satz auftritt, könnte in einem anderen Zusammenhang komplex sein. Das hieße weiter, dass intensionale Zusammenhänge zwischen Sätzen nicht mehr ausgeschlossen werden könnten.
III 142
Es muss eine absolute Unterscheidung zwischen dem Einfachen und dem Komplexen geben.
IV 31
Komplex/Tractatus: 3.3442 das Zeichen des Komplexes löst sich auch bei der Analyse nicht willkürlich auf.
IV 86
Komplex/Tractatus: 5.5423 einen Komplex wahrnehmen heißt wahrnehmen, daß sich seine Bestandteile so und so zueinander verhalten. Das erklärt, warum man einen gezeichneten Würfel auf zweierlei Art als Würfel wahrnehmen kann.
Vexierbild: hier sehen wir wirklich zwei verschiedene Tatsachen.
W VII 75
Komplex/Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus: nicht das komplexe Zeichen "aRb" sagt, dass a in Relation R zu b steht, sondern dass "a" in einer Relation zu "b" ((s) Anführungszeichen!) steht, sagt, dass aRb. (Hier keine Anführungszeichen!) (3.1432) - ((s) Auflösung des Zeichens in seine Bestandteile: die Relation auf der Zeichenebene sagt etwas aus über die Relation auf der Ebene der Wirklichkeit). >Atomismus, >Atomsatz.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Logische Konstanten Wittgenstein Hintikka I 139
Logische Konstanten/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Strukturelemente, die häufig als logische Konstanten bezeichnet werden, und als Hauptwerkzeug zur Bildung komplexer Sätze aus einfachen gelten, werden nicht unbedingt gebraucht.
I 140
logische Konstanten/Wittgenstein/Hintikka: wo Zusammengesetztheit ist, da sind Argument und Funktion, das sind bereits alle logischen Konstanten. Tractatus: 5.441 "Hier zeigt sich, dass es "logische Gegenstände" "logische Konstante" (im Sinne Russells und Freges) nicht gibt. Denn: alle Resultate von Wahrheitsoperationen mit Wahrheitsfunktionen sind identisch, welche ein und dieselbe Wahrheitsfunktion von Elementarsätzen sind“.

II 79
Sheffer-Strich/Notation/Wittgenstein: macht die Interne Relation sichtbar. - WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise macht nicht deutlich, dass pvq aus p.q folgt.
VI 95/96
Logische Konstanten/Elementarsatz/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein/Schulte: neu: Vorrang des Satz-Systems gegenüber dem Einzelsatz - früher Wittgenstein: VsLogische Konstanten - (diese verbinden keine Gegenstände, das gilt noch immer) - aber falsch: dass die Verknüpfungsregeln etwas mit der inneren Struktur der Sätze zu tun hätten. - Neu: sie bilden einen Teil einer umfassenderen Syntax.
IV 70
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.4 "logische Gegenstände" oder "logische Konstanten" im Sinne Russells gibt es nicht.
IV 71
logische Konstanten/Tractatus: 5.441 dieses Verschwinden der scheinbaren logischen Konstanten tritt auch ein, wenn "~(Ex) . ~fx" dasselbe sagt, wie "(x).fx" oder "(Ex).fx.x =a " dasselbe wie "fa".
IV 79
Logik/Symbol/Zeichen/Satz/Tractatus: 5.515 es muss sich an unseren Symbolen zeigen, dass das, was durch "v" "u" usw. (logische Konstanten) verbunden ist, Sätze sein müssen. (logische Form).
IV 80
"p" und "q" setzt ja selbst das "v" ,"~" usw. voraus! Wenn das Zeichen "p" in "p v q" nicht für ein komplexes Zeichen steht, dann kann es allein nicht Sinn haben.
Wenn aber "p v p" keinen Sinn hat, dann kann auch "p v q" keinen Sinn haben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Namen Wittgenstein Wolf II 14
Bündeltheorie/Namen: Eine Bündeltheorie der Namen wurde von Wittgenstein und Searle vorgeschlagen. >Wesentliche Eigenschaften, >Bündeltheorie/Kripke.
Wolf II 150
Namen/Wittgenstein: ich gebrauche den Namen N ohne feste Bedeutung - Philosophische Untersuchungen §79.
Wittgenstein I 302/303
Name/Gegenstand/Konvention/Wittgenstein/Hintikka: solange die Verknüpfungen zwischen Sprache und Welt unanalysierte Namensrelationen sind, sind die möglichen Verbindungen der Symbole nur durch ihre eigene Natur bestimmt - durch ihr eigenes Wesen - Namensbeziehungen sind zwar konventionell - aber die Natur der Zeichen sagt sich selbst aus - verwandeln wir Zeichen in Variable, sind sie nur noch von der Natur des Satzes abhängig. - > Logische Form - sinnlose Verbindungen müssen aber durch Konvention verboten werden. - Sie werden nicht durch die Symbole selbst ausgeschlossen. - Damit wird die Widerspiegelung aufrechterhalten. - Wittgenstein/spät: VsWiderspiegelung - spät: VsNamensrelation.
Hintikka I 22
Namen/Existenz/Grenze/Wittgenstein/Hintikka: in einer logisch gebildeten Sprache müssen alle Namen etwas bezeichnen. Man kann aber nicht angeben, wie viele Gegenstände es gibt
I 51
Gegenstand/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: zu den verbreiteten Missverständnissen über den Tractatus zählt die Vorstellung, dass das, was er "Gegenstände" nennt, keine Relationen und Eigenschaften umfasst. Hintikka: das terminologische Gegenstück dieses Irrtums ist: Namen seien logisch gesprochen samt und sonders singuläre Termini, sodass Prädikate (einschließlich der Symbole für Beziehungen) nicht unter diesen Begriff fallen können (fälschlich).
I 60 ff
Zeichen/Relation/Benennen/Tractatus/Wittgenstein: Nicht das komplexe Zeichen "aRb" sagt, dass a in einer gewissen Beziehung zu b steht, sondern dass "a" in einer gewissen Beziehung zu "b" steht, sagt, dass aRb. (3.1432) Anführungszeichen sic!) - Doch Wittgenstein will auf etwas anderes hinaus: Die Anzahl der Namen, die im Elementarsatz vorkommen, muss laut Tractatus dieselbe sein wie die der Gegenstände in der durch den Satz dargestellten Sachlage. Um welche Sachlage es sich handelt, ist allerdings nicht allein durch die Namen a und b bestimmt. Copi: (fälschlich) meint, dass Wittgenstein durch die Formulierung "in gewisser Beziehung" im Grunde vom Relationszeichen abstrahiert und eine existentielle Generalisierung vollzieht. (HintikkaVsCopi).
I 71
Namen/Existenz//Wittgenstein: "Ich will 'Name' nur das nennen, was nicht in der Verbindung "X existiert" stehen kann. Und so kann man nicht sagen "Rot existiert", weil, wenn es Rot nicht gäbe, überhaupt nicht von ihm geredet werden könnte. Namen/Existenz//Wittgenstein: die Existenz eines Gegenstands geht daraus hervor, dass sein Name in der Sprache gebraucht wird. Für die logischen Schlussregeln ist dann für eine wohlgebildete Sprache vorauszusetzen, daß die Individuenkonstanten nicht ohne Bezug sind.
I 85
Gegenstand/Name/Sprache/Sokrates/Theaitet/Hintikka: für die Urelemente, aus denen alles zusammengesetzt ist, gibt es keine Erklärung. Alles was an und für sich ist, kann man nur mit Namen bezeichnen, eine andere Bestimmung ist nicht möglich. Weder es sei, noch, es sei nicht. So ist auch die Sprache eine Verflechtung von Namen.
I 127
Elementarsatz: besteht nicht aus einer Reihe von Namen für Einzeldinge, die durch zusätzliche Verknüpfung zusammengehalten werden, sondern er besteht aus einer Reihe von "Namen" für Gegenstände, die verschiedenen aber zusammenpassenden logischen Typen angehören.
I 149
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: "Namen sind Punkte, Sätze, Pfeile, sie haben Sinn. Der Sinn wird durch die beiden Pole wahr und falsch bestimmt."
II 84
Name/Bedeutung/Wittgenstein: die Bedeutung der Wörter "Professor Moore" ist nicht der Träger - 1. Die Bedeutung geht nicht spazieren - 2. Dieselben Wörter kommen auch in einem Satz vor wie Bsp "Professor Moore existiert nicht" - Bedeutung wird innerhalb der Sprache festgelegt - durch Erklärungen.
II 88
Zahl/Wittgenstein: die Zahlen in einem Musterbuch sind die Namen der Muster.
II 365
Name/Gegenstand/Wittgenstein: zwischen beiden gibt es keine wirkliche Beziehung.
VI 71
Namen/Elementarsatz/Wittgenstein/Schulte: die Namen im Elementarsatz sind ganz anderer Art als Eigennamen. Sie sind Urzeichen, die durch keine Definition näher bestimmt werden können - sie können aber durch Erläuterungen erklärt werden - Erläuterungen sind Sätze, die Urzeichen enthalten - anders als ein Code gehorchen Elementarsätze keinen Verabredungsregeln.
VI 172
Namen/WittgensteinVsFrege/Schulte: spät: der Träger ist nicht die Bedeutung des Namens.
IV 22
Name/Tractatus/Wittgenstein: der Name bedeutet den Gegenstand. (3.203).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

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L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Naturgesetze Wittgenstein Hempel I 98ff
Naturgesetz/Wittgenstein: weil sie nicht gänzlich verifiziert werden können, sind sie keine Aussagen sondern nur Anweisung für die Bildung von Aussagen.
W II 99
Naturgesetze/NG/kausale Notwendigkeit/Wittgenstein: die Naturgesetze/ stehen nicht außerhalb der Phänomene - sie gehören zur Sprache und zu unserer Beschreibung der Dinge - wenn man sie diskutiert, kann man nicht davon absehen, wie sie sich physikalisch manifestieren.
IV 109
Naturgesetz/NG/Erklärung/Tractatus/Wittgenstein: 6.371 Naturgesetze sind keine Erklärungen der Naturerscheinungen - Tractatus 6.372 So bleiben sie bei den Naturgesetzen stehen, wie die älteren bei Gott.
II 131
Rechtfertigung/Naturgesetze/Wittgenstein: Naturgesetze kann man rechtfertigen, Regeln der Grammatik nicht.
II 163
Naturgesetze/Gesetz/Wittgenstein: 2. Hauptsatz der Thermodynamik/Wittgenstein: es steht nicht a priori fest, dass die Welt im Laufe der Zeit immer mehr an Ordnung verliert. Es ist eine Sache der Erfahrung.
II 164
Es ist jedoch nicht Sache der Erfahrung, dass es zu einer Gleichverteilung von Nüssen und Rosinen kommen muß, wenn man sie durcheinander wirbelt! Davon, dass etwas mit Notwendigkeit geschieht, gibt es keine Erfahrung. Das setzt man eine andere Kraft voraus, um die Trennung zu erklären. (Z. B. spezifisches Gewicht). Naturgesetze/Hertz/Wittgenstein: Hertz hat gesagt, wo etwas nicht seinen Gesetzen entspreche, müsse es unsichtbare Massen geben, um es zu erklären.
WittgensteinVsHertz: diese Aussage ist weder richtig noch falsch, aber sie kann praktisch oder unpraktisch sein.
Hypothesen wie das Reden von "unsichtbaren Massen" und "unbewussten geistigen Ereignissen" sind Normen des Ausdrucks.
Naturgesetze//Wittgenstein: wir glauben es mit einem Naturgesetz a priori zu tun haben, während es sich um eine Ausdrucksnorm handelt:
Bsp So als würde man sagen "Eigentlich fährt jeder nach Paris,
II 165
einige kommen zwar nicht an, aber alle ihre Ortsveränderungen sind Vorbereitungen auf die Fahrt nach Paris."
IV 105
Kausalität/Gesetz/Naturgesetz/Tractatus: 6.32 das Kausalitätsgesetz ist kein Gesetz, sondern die Form eines Gesetzes.
IV 108
Kausalität/Form/zeigen/sagen/Tractatus: 6.36 wenn es ein Kausalitätsgesetz gäbe, so könnte es lauten: "Es gibt Naturgesetze". Aber freilich kann man das nicht sagen, es zeigt sich.
VII 122
Zivilisation/WittgensteinVsZivilisation/WittgensteinVsModerne//Tetens: glaubt, alles erklären zu können und glaubt, es sei alles Wichtige erklärt, sobald die Tatsachen im Prinzip wissenschaftlich erklärt sind. Es ist eine Illusion dass die Welt erklärt sei, wenn wir die Naturgesetze kennen.
VII 123
Def Naturgesetze/Tractatus/Tetens: sind die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze. Daher kann die Welt als Ganzes nicht erklärt werden. Weder durch die Logik noch durch die Naturgesetze. Die Naturgesetze erklären auch nicht die Naturerscheinungen. (> Tractatus 6.317).
VII 124
Die Naturgesetze sind auch nicht das Letzte. Das ist der logische Raum, der Raum aller möglichen Verteilungen der Wahrheitswerte auf die Elementarsätze.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982
Prädikate Wittgenstein II 80
Prädikate/Wittgenstein: der Gebrauch von Prädikaten ist in der Logik immer irreführend, da er nun einmal auf verschiedene "Arten" von Termini usw. hindeutet, die durch Prädikate differenziert werden, z. B.: "formal bestätigt", "interne Beziehungen". Bei der Beschreibung durch Prädikate muss die Möglichkeit bestehen, dass sie anders ausfällt!
II 82
Erfahrung/Wittgenstein: wird nicht durch Prädikate von dem unterschieden, was nicht Erfahrung ist. Es ist ein logischer Begriff, nicht ein Begriff wie "Stuhl" oder "Tisch".
II 157
Einzelding/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente ("individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt-Prädikat-Sätze und zweistellige Relationen ergeben. WittgensteinVsRussell: das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus.
II 306f
Prädikat/WittgensteinVsRussell: Bsp "Mann" sollte man nicht als Prädikat verwenden - sonst würde das Subjekt zum Eigennamen. - "Mann" als Prädikat: höchstens bei einer verkleideten Frau.
II 307
"Mann" als Prädikat kann seinem Träger nicht abgesprochen werden.
Hintikka I 64
Farbprädikate/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: deren Inkompatibilität verstößt auf den ersten Blick gegen Wittgensteins Grundsatz von der Unabhängigkeit von Elementarsätzen.
I 65
Hintikka: aber aus der logischen Einfachheit der Farben folgt nicht, dass sie keine "logische Form" haben, die nur einige Verbindungsmöglichkeiten zulässt und andere nicht. Das Problem ist nur, einen angemessenen Symbolismus zu entwerfen, der den Spielraum wiedergibt.
I 71
Def Existenz/Wittgenstein: Prädikat höherer Ordnung und wird nur durch den Existenzquantor artikuliert. (Frege dito).
I 72
Hintikka: viele Philosophen meinen, dass das nur eine technische Umsetzung der älteren Idee sei, dass die Existenz kein Prädikat sei.
I 156 ff
Phänomenologie/Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: häufig wird die Ansicht vertreten, eine phänomenalistische oder phänomenologische Interpretation des Tractatus werde unmöglich gemacht durch das Phänomen der Farbeninkompatibilität und auch sonst durch jede andere augenscheinliche Abhängigkeit zwischen einfachen phänomenalistischen Prädikaten der gleichen Art. (HintikkaVs) Farben/Prädikate/Farbeninkompatibilität/Hintikka: Nach dieser Auffassung können sich "rot" und "grün" nicht auf einfache Gegenstände beziehen, denn andernfalls wären die beiden Elementarsätze "Dies ist Rot" und "Dies ist grün" die sich ja wechselseitig ausschließen nicht unabhängig voneinander
Das geht aber nicht nach 2.062: "Aus dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Sachverhaltes kann nicht auf das Bestehen oder Nichtbestehen eines anderen geschlossen werden."
I 170
Form/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein versteht unter Form etwas, was durch eine passende logische Notation verdeutlicht werden kann. Z.B. der Unterschied zwischen zwei-stelligem und ein-stelligem Prädikat. In 5.55 ff macht Wittgenstein geltend, dass sich solche Unterschiede der Form nicht a priori vorhersagen lassen.
I 172
Farbe/Farbwörter(Farbbegriffe//Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: klar ist jedenfalls, dass er eisern daran festhält, dass Farbzuschreibungen keine Subjekt Prädikat Form haben.
VI 70
Elementarsatz/Tractatus/Schulte: keine gewöhnlichen Sätze, sie sind dadurch charakterisiert, dass sie nicht in Widerspruch zueinander geraten können. (Tractatus4.211). 1. Damit ist zum ersten Mal gesagt, dass sie keine logischen Partikel enthalten, denn sonst müssten sie in Widerspruch zueinander stehen!
2. Ihre Bestandteile weisen keine Komplexe auf, sonst würde die Ableitung eines Widerspruchs möglich.
Demnach kommen in Elementarsätzen keine Prädikate ("Tisch", "Links von") vor!
Was bleibt übrig?
"Der Elementarsatz besteht aus Namen". (Tractatus 4.22).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Qualitäten Wittgenstein Hintikka I 113
Qualität/Wittgenstein: zumindest manche Aussage, in der einer erlebten Qualität ein Grad zugeschrieben wird, ist zugleich ein atomarer Satz. Elementarsatz/Wittgensteins Bsp für Elementarsätze: "Hier ist grün". (> Sätze/Strawson, Aussagen/Strawson, Zuschreibung/Strawson).

I 202
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis des "Logischen Aufbaus": Reihen von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden - anders als Sinnesdaten. - CarnapVsRussell: individuelles Erlebnis muss hinzukommen: "Empfindung". - Hintikka: diese ähneln den Gegenständen Wittgensteins. - Unterschied: Carnap: ephemer, psychologisch - Wittgenstein: nichtzeitlich, Substanz der Welt - Empfindung/Carnap: gehört zur Psychologie, Qualität: zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie. - Phänomenologie/Carnap: holistische Analyse der Erfahrung.
I 202 ff
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis von Carnaps "Aufbau" ist eine Reihe von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden.
I 203
Aber nicht einmal Qualitäten gleichen den Sinnesdaten, der Russellschen Konzeption. CarnapVsRussell/CarnapVsSinnesdaten/Carnap: individuelles Erlebnis muss hinzukommen.
Carnap: "Wollen wir die beiden gleichartigen Bestandteile der beiden Elementarerlebnisse unterscheiden, so müssen wir sie nicht nur ihrer Qualität nach bezeichnen, sondern die Angabe des Elementarerlebnisses, zu dem sie gehören, hinzufügen.
Erst ein so bezeichneter Bestandteil ist im eigentlichen Sinn ein individueller, wir wollen ihn im Unterschied zum nur der Qualität nach bestimmten Bestandteil, wie er in der Qualitätsklasse repräsentiert wird, "Empfindung" nennen."
Diese "Empfindungen" ähneln demnach den Gegenständen Wittgensteins. Doch nach Carnap sind sie ephemer, subjektiv und zeitgebunden,
während die Tractatus-Gegenstände die nichtzeitliche "objektive" Substanz der Welt bilden.
Dementsprechend Carnap: "Die Empfindungen gehören zum Bereich der Psychologie, die Qualitäten zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie."
Phänomenologie/Carnap/Hintikka: bei Carnap auf eine holistische Analyse der Erfahrung beschränkt.

II 138
Atomismus/VsAtomismus/Selbstkritik/WittgensteinVsTractatus: es war ein Irrtum, dass es Elementarsätze gäbe, in die sich alle Sätze zerlegen lassen. Dieser Irrtum hat zwei Wurzeln: 1. Dass man die Unendlichkeit als Zahl auffasst, und annimmt es gebe eine unendliche Anzahl von Sätzen.
2. Aussagen, die Grade von Qualitäten zum Ausdruck bringen. ((s) Sie müssen nicht jeden anderen Satz ausschließen. Daher können sie nicht unabhängig sein).

III 141
Def Sachverhalt/Tractatus/Wittgenstein/Flor: Kombination von einfachen Gegenständen ohne Qualitätsmerkmale! Die Sachverhalte sind voneinander völlig unabhängig. Bsp Im Tractatus gibt es wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt noch für einen Gegenstand! Mit der Wiedergabe sämtlicher Gegenstände im Verhältnis ihrer Positionen sind auch sämtliche Sachverhalte abgedeckt.
III 142
Es muss eine absolute Unterscheidung zwischen dem Einfachen und dem Komplexen geben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

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L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

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Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Sachverhalte Wittgenstein Dummett I 160
Wittgenstein/Sachverhalt: stellt sogar den "Sachverhalt" in Frage: sobald wir gesehen haben, dass es eine Vielzahl von Umständen gibt, die zu der Äußerung "mit einem Schlag verstand er" führen können, werden wir geheilt sein von dem Drang, uns auf einen unabhängig denkbaren "Sachverhalt" zu berufen, durch den eine solche Aussage wahr gemacht werden könnte.
Chisholm II 166
Sachverhalt/Wittgenstein: keine Tatsache - er liegt zwischen Tatsachen in Abstraktion von ihrem Bestehen und Komplexen - ein Atomsatz ist wahr, wenn ein korrespondierender Komplex existiert.
Wittgenstein VI 70
Def Sachverhalt/Tractatus/Schulte: Verbindung von Gegenständen (Sachen, Dingen). Dass sich Dinge in bestimmter Weise verhalten, ist eine Def Tatsache. - Sachverhalt: entspricht Elementarsatz - Tatsache: entspricht dem logischen Produkt von Elementarsätzen.
Hintikka I 67 ff
Sachverhalt/Gegenstand/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: 2.03 Im Sachverhalt hängen die Gegenständen ineinander wie die Glieder einer Kette.
2.031 Im Sachverhalt verhalten sich die Gegenstände in bestimmter Art und Weise zueinander.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Wittgenstein/Früh: wenn der Satz ein sprachliches Gegenstück zum Sachverhalt ist, dann:
I 68
"Wohlgemerkt, jene Verbindung ist keine Relation, sondern nur das Bestehen einer Relation."
I 73 ff
Existenz/Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: anders als Frege fasst Wittgenstein im Tractatus eine Ontologie der möglichen Sachverhalte ins Auge. Nach Wittgenstein hat es kaum Sinn, von einer möglichen Existenz zu reden. D.h. dass wir die tatsächlichen Gegenstände so auffassen müssen, als existiere jeder mit Notwendigkeit!
Natürlich glaubt Wittgenstein nicht, er könne sagen, dass Gegenstände notwendig existieren. Eben darin liegt nach ihm die Transzendentalität der Gegenstände und diese macht wie er meint, den Kern der Transzendentalität der Logik aus (6.13).
Dennoch ist klar, dass Wittgenstein die wichtige, aber nicht ausdrückbare Voraussetzung der notwendigen und notwendig vollständigen Existenz der Gegenstände tatsächlich macht.
Folge: nicht nur alle tatsächlichen Sachverhalte, sondern darüber hinaus alle möglichen Sachverhalte müssen so aufgefasst werden, als seien sie aus denselben Gegenständen aufgebaut.
Mögliche welt//Tractatus/Wittgenstein: 2.022 "Es ist offenbar, dass auch eine von der wirklichen noch so verschiedene Welt etwas - eine Form - mit der wirklichen Welt gemein haben muss.
2.023 „Diese feste Form besteht eben aus den Gegenständen."

III 141
Def Sachverhalt/Tractatus/Wittgenstein/Flor: Kombination von einfachen Gegenständen ohne Qualitätsmerkmale! Die Sachverhalte sind voneinander völlig unabhängig. Bsp Im Tractatus gibt es wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt noch für einen Gegenstand! Mit der Wiedergabe sämtlicher Gegenstände im Verhältnis ihrer Positionen sind auch sämtliche Sachverhalte abgedeckt. Sämtliche Welten.
III 142
Es muss eine absolute Unterscheidung zwischen dem Einfachen und dem Komplexen geben. Ontologie/Tractatus/Wittgenstein/Flor: muss in der Angabe einer absoluten Bestimmung des Denkbaren und Möglichen bestehen.
Bildtheorie Tractatus/Wittgenstein/Flor: ein Elementarsatz verkörpert einen Sachverhalt dadurch, dass er die gleiche logische Form hat. Jedem Element im Bild entspricht ein und nur ein Element des in dem Bild dargestellten Sachverhalts. Die Elemente des Elementarsatzes, die Namen, entsprechen bestimmten Gegenständen des Sachverhalts. Der Name steht stellvertretend für den Gegenstand. (Stellvertreter!).
Die Konfiguration der Bildelemente entspricht der Konfiguration der Gegenstände im Sachverhalt. Durch eine bloße Gruppierung lässt sich kein Sachverhalt herstellen. Eine solche Gruppierung ist auch nicht wahr oder falsch.
III 149
Sinn/Zeigen/Tractatus/Wittgenstein/Flor: da alle Sachverhalte ein Teil der möglichen Welten sind, kann der Sinn der Welt nicht selbst ein Sachverhalt, ein Teil der möglichen Welt sein.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Sätze Wittgenstein Hintikka I 53
Einfacher Satz/Elementarsatz/Atomsatz/Wittgenstein/Tractatus/Hintikka: ein Satz der Form "(Ex,y,R).xRy" ist unanalysierbar.
I 128
Satz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: das wichtigste, was über diese Sätze gesagt werden kann sind freilich ihre Wahrheitsbedingungen (WB). Wann sind sie wahr? 3.1432: Der Satz "aRb" sei dann wahr, wenn die Beziehung in der Welt, die dem "R" entspricht, ...wenn der Komplex übereinstimmt mit der Konfiguration der Gegenstände die von diesen drei sprachlichen Entitäten dargestellt (benannt) wird. >Abbildung/Sellars.
Allgemeiner: 3.21: Der Konfiguration der einfachen Satzzeichen entspricht die Konfiguration der Gegenstände in der Sachlage."
4.024 Einen Satz verstehen heißt, wissen was der Fall ist, wenn er wahr ist.
Hintikka: das gibt Anlass zu mehreren hochinteressanten Fragen:
I 128/129
1. Wittgenstein verfügt über einen anderen Ausdruck für die Beziehung zwischen dem Elementarsatz den dem durch ihn dargestellten Sachverhalt. "Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit, der Satz ist ein Modell der Wirklichkeit, so wie wir sie uns denken." (4.01)
"Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit, denn ich kenne die von ihm darstellte Sachlage, wenn ich den Satz verstehe."
Hintikka: die Bildbeziehung, die den Satz zu verstehen hilft (Elementarsatz) ist genau dieselbe wie die Beziehung, welche den Satz wahr macht.
2. Bild/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die "Bilder" sind im Tractatus eigentlich nicht sonderlich bildhaft. Eher das, was die Mathematiker "isomorphe Darstellung" oder Abbildung nennen.
Bild/Satz/Zeichen/Wittgenstein: "Offenbar ist, dass wir einen Satz wie "aRb" als Bild empfinden. Hier ist das Zeichen offenbar ein Gleichnis des Bezeichneten."
Bild/Wittgenstein/Hintikka: es kann sein, dass die ganze Bildtheorie von Russells Principia Mathematica angeregt worden ist.
I 130
3. Es ist ersichtlich, dass die Isomorphiebedingung kaum Sinn hat, solange die Entitäten der verschieden logischen Typen Individuen, Eigenschaften oder Beziehungen in der Sprache nicht durch Ausdrücke desselben Typs dargestellt werden: Individuen durch Individuen, Relationen durch Relationen, usw.
I 287
Bild/Satz/Realität/Wittgenstein/Hintikka: spät: der Satz ist nun nicht mehr ein Bild der Welt - sondern eine Vorschrift zur Herstellung von Bildern - auch keine Basis von eindeutigen Namensrelationen mehr - ein Sprachspiel verknüpft immer mehrere Ausdrücke mit der Welt. - I 292 Tractatus: Bildrelation vorgängig - später: erst aus Sprachspielen heraus.
I 294
Satz/Wittgenstein/Hintikka: für Sätze gibt es keine hinweisende Definition - statt dessen muss die Struktur artikuliert sein - dabei geht es nicht um eine Ähnlichkeit - der Satz ist ein Bild ohne Ähnlichkeit. - Dass er ein Bild von etwas ist, besteht in der Intention. - I 298 WittgensteinVsTractatus: "Übereinstimmung mit der Form" war ein Irrtum. - I 301 Zum Satz gehört alles, was zur Projektion gehört. Aber nicht das Projizierte. - ((s) Also auch die Vorschrift.)
II 44
Satz/Wittgenstein: jeder Ausdruck, der sinnvoll negiert werden kann, ist ein Satz.
II 232
Satz/Wittgenstein: es gibt keinen allgemeinen Begriff des Satzes - sie haben nicht alle etwas gemeinsam - statt dessen Familienähnlichkeit.
VI 117
Scheinsätze /Tractatus/Schulte: sind unsinnig, weil sie formale Begriffe wie "Gegenstand", "Satz" oder "Zahl" und andere nicht durch Variablen andeuten, sondern als "eigentliche" Begriffswörter zu gebrauchen beanspruchen. - (Freilich verwendet Wittgenstein sie dauernd, weil sie auch zu Einsichten verhelfen) - sie sind unsinnig, weil der formalen Begriff mit dem Gegenstand bereits gegeben ist - man kann nicht beides gleichzeitig einführen. - Bsp "1 ist eine Zahl" - (4.12721 )
IV 21
Satz/Tractatus/Wittgenstein: im Satz ist der Sinn noch nicht enthalten - wohl die Form seines Sinnes - nicht aber dessen Inhalt.

W II
L. Wittgenstein
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W III
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Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

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L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Schlussfolgerungen Wittgenstein II 78
Schluss/Schlussfolgerung/Folgerung/Inferenz/Wittgenstein: der Schluss ist der Übergang von einem Satz zum anderen, ein Übergang, zu dessen Rechtfertigung man zum Beispiel sagt, dass eins aus dem anderen folgt. Sie ist ganz verschieden von anderen Beziehungen, bei denen das Gegenteil stets denkbar ist. Die Folgebeziehung und ähnliche Relationen sind interne Beziehungen. Was den Schluss rechtfertigt ist, dass man die interne Beziehung sieht. Zur Rechtfertigung des Schlusses bedarf es keiner Schlussregeln, denn andernfalls benötigte man noch eine Regel, unendlicher Regress.
II 320
Konklusion/Wittgenstein: muss nicht immer mit der Prämissen mitgedacht werden - aber sie ist auch keine Entdeckung.
IV 62
Schließen/Schlussfolgerung/Folgebeziehung/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 5.132 die "Schlussgesetze", die bei den beiden die Schlüsse rechtfertigen sollen, sind sinnlos und wären überflüssig. 5.133 Alles Folgern geschieht a priori.
5.134 aus einem Elementarsatz lässt sich kein anderer folgern.
(s) Schließen: aus Sätzen, nicht aus Sachlagen.
5.135 Auf keine Weise kann aus dem Bestehen irgendeiner Sachlage auf das Bestehen einer,
IV 63
von ihr gänzlich verschiedenen Sachlage geschlossen werden. Kausalität: 5.136 einen Kausalnexus, der einen solchen Schluss rechtfertigt, gibt es nicht.
5.1361 Die Ereignisse der Zukunft können wir nicht aus den gegenwärtigen erschließen.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Semantischer Wert Dummett III (b) 53
Def semantischer Wert/Frege/Dummett: (für den Elementarsatz) dasjenige der Merkmale, dessen Besitz hinreichend und notwendig ist, um jeden komplexen Satz gemäß seiner Zusammensetzung aus Elementarsätzen als wahr oder nicht wahr zu bestimmen. - Der semantische Wert eines Elementarsatzes ist nichts anderes als sein Wahrheitswert - semantische Interpretation: direkte Zuordnung der semantischen Werte der verschiedenen Ausdrücke zu den Schemabuchstaben (nicht der Ausdrücke selbst!). - Semantischer Wert: = Referenz! - Semantischer Wert eines Prädikats: Extension - das ist nicht dasselbe wie der Sinn.
III (b) 54
Semantischer Wert: eines singulären Terms: Einzelding.
III 225
Semantischer Wert/Schulte: soll eine angenommene "Natur" des Bezugsgegenstands vermeiden.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Sinn Frege Dummett III 56ff
Sinn/Frege: Sinn hat zwei Argumente. 1. Der Satz ist die kleinste Einheit. 2. Wahrheit spielt die entscheidende Rolle bei der Erklärung der Bedeutung. Sinn: Der Sinn ist Bestandteil der Bedeutung und relevant für Wahrheit oder Falschheit. Die Bedeutung eines Satzes als solche bestimmt nicht die Wahrheit. Der Sinn bestimmt also nur die Wahrheitsbedingungen. Die Wahrheit hängt auch von der Beschaffenheit der Welt ab. Wenn der Sinn den semantischen Wert bestimmt, ist der Beitrag der Welt bereits vorausgesetzt.
Dummett III 64
Sinn/Bezug/Frege: 1. Das Argument (Ein Satz ist die kleinste Sinneinheit) hat zwei Prämissen: a) alles prädikative Wissen beruht auf propositionalem Wissen. b) Für bestimmtes prädikatives Wissen gibt es mehr als nur eine Proposition. Daher ist keine bloße Kenntnis des Bezugs möglich.
Dummett III 74
Sinn/Dummett: Sinn entsteht nicht nur durch eine Verifikationsmethode, sondern durch Begreifen, welche Umstände verwirklicht sein müssen (Bsp Goldbachsche Vermutung). Sinn/Bezug/Bivalenz/Dummett: Zweiwertigkeit: Problem: Nicht jeder Satz hat einen solchen Sinn, dass wir ihm im Prinzip, wenn er wahr ist, als wahr erkennen können (Einhorn, Goldbachsche Vermutung), aber Freges Argument hängt gar nicht von Zweiwertigkeit ab.
Dummett III 76
Zweiwertigkeit gilt allerdings doch für Elementarsätze: Wenn hier der semantische Wert die Extension ist, muss aber nicht entschieden werden können, ob das Prädikat zutrifft oder nicht. Die Anwendung kann vielleicht nicht effektiv entschieden werden, aber das (undefinierte) Prädikat kann verstanden werden, ohne den semantischen Wert (hier: Wahrheitswert) zuteilen zu können. Daher gibt es eine Unterscheidung von Sinn und semantischem Wert.
Dummett III 133
Sinn/Frege/Dummett: Der Sinn wird durch die Gegebenheitsweise (GW) konstituiert, ist aber nicht mit ihr identisch.
Frege V 100f
Bedeutung/Sinn/Frege/Husted: Wenn beide gleich wären, könnte ein Satz nichts mitteilen, was jeder, der den Namen versteht, nicht bereits wüsste. Die Bedeutung eines Namens: ist der Gegenstand. Dass ein Name für einen Gegenstand steht ist eine Folge, nicht Teil des Umstands, dass er einen Sinn hat.
V 103
Frege: Der Sinn des Satzes ist gleich der Wahrheitsbedingung: was müsste der Fall sein, wenn der Satz wahr wäre? > Sinn/Dummett, > Verstehen/Wittgenstein. Verstehen: wissen, was der Fall sein muss.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Tatsachen Wittgenstein Wright I 278
Gehalt/Inhalt/Wittgenstein: alles Inhaltliche ist weich geworden .. Keine einschlägigen Tatsachen .
Chisholm II 175
Tatsache/Wittgenstein/Simons: kein Gegenstand. (Wie Russell)
Wittgenstein II 31
Tatsache/Denken/Welt/Ogden/Richards/Russell: These Relation zwischen Satz und Tatsache extern. - WittgensteinVs: sie ist intern.
II 83
Einzelnes/Wittgenstein: nur Ereignisse - Tatsachen - sind einzelnes.
II 113
Tatsache/Negation/Wittgenstein: es gibt keine positiven oder negativen Tatsachen - positiv und negativ beziehen sich auf die Form der Sätze und nicht auf die Tatsachen.
II 391
Tatsachen/Wittgenstein: beinhalten stets etwas zeitliches, - mathematische Fakten oder Sätze dagegen nicht.
III 148
Tatsache/Tractatus/Wittgenstein/Flor: zwischen Tatsache kann es keine Zusammenhänge geben. - (Weil es keinen Zusammenhang zwischen Elementarsätzen gibt). - Ein Gegenstand kann in mehreren Tatsachen vorkommen. - Aber weder eine Tatsache noch ein Gegenstand kann sich ändern.
IV 16
Negative Tatsache/Tractatus/Wittgenstein: das Nichtsbestehen ist eine negative Tatsache. - 2.06 -

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Unabhängigkeit Wittgenstein Hintikka I 175
logische Unabhängigkeit/Elementarsatz/Atomismus/Wittgenstein/Hintikka: (1931) die Suche nach der logischen Unabhängigkeit der Elementarsätze gibt Wittgenstein schließlich auf. - Das war ein regelrechter Fehlschlag. - Grund: Farbattribute (Farbprädikate) sind nicht unabhängig! - Bsp Rot ist im Grade q1r vorhanden und Rot ist im Grade q2r vorhanden . - Dann folgt: wenn q2>q1 folgt q1r aus q2r - später Vs: geht auch nicht bei unreinen und undurchsichtigen Farben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Welt/Denken Wittgenstein III 144
Sprache/Wirklichkeit - Denken/Welt: das eigentliche Verhältnis zwischen Sprache (Denken) und Wirklichkeit kann nicht selbst Teil der Wirklichkeit sein! Grund: ein Abbild A muss die gleiche Form haben wie der Sachverhalt S. der der ist nun ein Bild B, welches das Verhältnis zwischen A und S als Abbildungsverhältnis wiedergeben sollte, so müßte es ebenfalls diese Form besitzen. Dann aber wäre es entweder nur mit A identisch, oder es wäre das Abbild eines anderen Sachverhaltes von gleicher Form. Bsp ein Maler kann einen anderen Maler malen, er einen Baum malt. Wie aber sollte man den bloßen Umstand, daß der Maler den Baum malt, bildhaft stellen können? Das Bild zeigt einen Maler, er einen Baum malt. Aber welche Bindestriche auf dem Gemälde bilden eben diesen Umstand ab?
Daher heißt es im Tractatus: ein Satz zeigt seinen Sinn. (> Zeigen/sagen/Sinn: >Abbildtheorie/Wittgenstein, Sinn/Wittgenstein, Zeigen/Wittgenstein). Es ist einem abbildenden Elementarsatz nicht möglich, den Sinn eines Elementarsatzes abzubilden. Das ist nicht zu verwechseln mit unserer Möglichkeit anzugeben, was durch einen Satz ausgedrückt wird.
Rorty IV 41
Sprache/Welt/Wittgenstein/Rorty: nach Wittgenstein muss jede Vorstellung, die wir uns von einer unabhängigen Realität machen können, innerhalb der Grenzen unserer Lebensform bleiben - NagelVsWittgenstein: (mit Kripke): Wittgenstein kann nicht mit dem Realismus in Einklang gebracht werden. - ((s) Aber Th. Nagel wie Wittgenstein: wir können nicht in die Welt der Fledermaus eintreten.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Tractatus Wittgenstein I 25
Tractatus-These: alle logische Formen lassen sich aus den Formen von Gegenständen aufbauen. Unmöglich, das spezifische Wesen eines Gegenstands anzugeben, ebenso unmöglich, die logische Form eines Satzes anzugeben, denn die besteht ja aus den unausdrückbaren Formen einfacher Gegenstände. Wittgenstein These: Theorie der Zurückführbarkeit aller logischen Formen auf die der einfachen Gegenstände plus These der Unausdrückbarkeit dieser Gegenstände selbst.
I 134
Tractatus/Hintikka: These: im Tractatus hat man es mit einer Vielfalt möglicher Tatsachen zu tun, so daß es eigentlich eine Modallogik ist.
I 149
These 6 des Tractatus: daß sich eine beliebige Wahrheitsfunktion von Elementarsätzen wiedergeben läßt als das Resultat der wiederholten Anwendung einer spezifischen Wahrheitsfunktion, nämlich der gleichzeitigen Verneinung einer Reihe gegebener Sätze. 6. Die allgemeine Form der WaFu ist [p^, x^, N (x^)]. I 161 These: die logische Form sei die Form der Wirklichkeit. These alle logischen Sätze lassen sich am Symbol allein erkennen.
I 162
These: wir können nichts Unlogisches denken.