| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Feinkörnig/grobkörnig | Fodor | IV 167 Feinkörnig/Fodor/Lepore: Für Freges Unterscheidung Intension/Extension muss die Individuation feinkörniger sein als die Individuation von Extensionen (>Morgenstern/Abendstern). Für Bsp Zwillingserde/Putnam: Die Zwillingserde darf nicht so feinkörnig sein wie die Orthographie: sonst wäre "unverheirateter Mann" ungleich "Junggeselle" (>enger/weiter Inhalt). IV 169 Feinkörnig/Fodor/Lepore: Bsp so feinkörnig wie Orthographie: Dann werden nicht nur Morgenstern und Abendstern unterschieden, sondern auch unverheirateter Mann/Junggeselle. ((s) Anders als die Unterscheidung Objektsprache/Metasprache). Frege: Die Unterscheidung Intention/Extension braucht feinkörnigere Unterscheidungen. Putnam: Bsp Zwillingserde: Die Zwillingserde braucht weniger feinkörnige. Eng synonyme Ausdrücke müssen als extensional unterschieden behandelt werden, Bsp Wasser/Zwasser (Zwillingserdenwasser). >Zwillingserde. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Indexwörter | Burge | Frank I 684 Indexwörter/indexikalische Spezifikation/mentale Zustände/Zwillingserde/Burge/Bruns: a) Die mentalen Zustände werden mit indexikalischen Ausdrücken identifiziert: Bsp "Dies ist Wasser". (Individuation). b) Sie werden nichtindexikalisch identifiziert: Bsp "Wasser ist eine Flüssigkeit". Fazit: Wenn nichtindexikalisch, dann können sie nicht zur Verhaltenserklärung benutzt werden, weil sie ihren Inhalt nicht individuieren. BurgeVsPutnam: zwar behandelt er keine Glaubenszustände, sein Argument funktioniert aber nur, weil er Terme, die natürliche Arten ausdrücken, wie indexikalische Terme analysiert. Frank I 685 Burge These: Auch bei der Individuation nichtindexikalischer mentaler Zustände muss auf externe Gegenstände Bezug genommen werden. "Antiindividualismus" (= Externalismus). Enge Inhalte genügen nicht zur Individuation sie müssen vielmehr selbst durch "weite Inhalte" individuiert werden. >Individuation, >Enger/weiter Inhalt. Inhalt/Zwillingserde/Burge/Bruns: Wenn es auf der Zwillingserde kein Aluminium gibt, hat Hermanns Überzeugung, dass Aluminium ein Metall ist, einen anderen Inhalt. (DavidsonVs: Man kann "Mond" auch verstehen, ohne ihn jemals gesehen zu haben). Weder er noch sein Doppelgänger kennen die atomare Struktur von Aluminium bzw. Zwillingserden-Aluminium. >Zwillingserde. Burges Argument hängt nun ganz davon ab, ob wir bereit sind, den beiden dennoch Überzeugungen über die entsprechenden Leichtmetalle zuzuschreiben. Frank I 707 "hier"/Zwillingserde/Burge: Bsp ich weiß, dass ich hier (anders: auf der Erde!) bin. Mein Wissen beinhaltet mehr als das bloße Wissen, dass ich weiß, dass ich da bin, wo ich bin. Ich habe die normale Fähigkeit, über meine Umgebung nachzudenken. Und ich habe dieses Wissen, weil ich meine - und nicht andere vorstellbare Umgebungen wahrnehme. Tyler Burge (1988a): Individualism and Self-Knowledge, in: The Journal of Philosophy 85 (1988), 649-663 |
Burge I T. Burge Origins of Objectivity Oxford 2010 Burge II Tyler Burge "Two Kinds of Consciousness" In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Inhalt | Brandom | I 662 Def Inhalt/Gleichheit/Frege: Zwei Urteile haben denselben Inhalt genau dann, wenn die Folgerungen, die aus dem einen in Verbindung mit verschiedenen anderen gezogen werden können, immer auch aus dem anderen in Verbindung mit denselben anderen Urteilen folgen. BrandomVsFrege: Das ist eine Allquantifikation über Hilfshypothesen - eine solche Forderung würde die Unterschiede auslöschen, denn es lässt sich immer eine solche Menge finden: nach Frege haben nämlich zwei beliebige Urteile die gleichen Konsequenzen, wenn sie mit einer Kontradiktion verbunden werden. I 731 Enger Inhalt/BrandomVs: (nur vom Individuum abhängig): kaum kohärente Geschichte möglich, die nur ein Individuum berücksichtigt - außerdem sollten die Geschichten bei ähnlichen Individuen gleich sein - aber immer verschiedener Kontext möglich. >Enger/weiter Inhalt. |
Bra I R. Brandom Expressive Vernunft Frankfurt 2000 Bra II R. Brandom Begründen und Begreifen Frankfurt 2001 |
| Inhalt | Searle | I 66 Weiter Inhalt: Kausalbeziehungen zur Welt gehen über die Wörter hinaus. Daher sind Bedeutungen nicht im Kopf (nicht Searle!) (Putnam pro, aber nicht pro "weiter Inhalt" (Begriff von Fodor)). >Enger/weiter Inhalt, >Bedeutungen "nicht im Kopf". II 26 f Erfüllungsbedingungen: Erfüllungsbedingungen werden von propositionalem Gehalt festgelegt. Es gibt keinen Wunsch oder Überzeugung ohne Erfüllungsbedingungen (daher kein Regress). >Erfüllungsbedingungen/Searle, >Regress. II 141 Intentionaler Gehalt/Searle: Der intentionale Gehalt der Handlungsabsicht ist nicht, dass sie die Handlung verursachen soll, sondern vielmehr, dass sie die Bewegung des Handelnden verursachen soll. Der intentionale Gehalt der Absicht richtet sich auf die Bewegung, nicht auf die Handlung als Ganzes. >Intentionale Gehalte. II 318/319 Namen/Referenz/Pierre Bsp/Searle: Die Bündeltheorie kann mit solchen Fällen zurechtkommen: Bsp London/Londres: Ein zweisprachiger Sprecher, der nicht weiß, dass die beiden identisch sind, sagt London ist hässlich, aber Londres ist schön. Kein Problem: Er verbindet zwei unterschiedliche intentionale Gehalte mit den beiden Namen. >Pierre-Beispiel. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Privilegierter Zugang | Davidson | I (c) 42 Quine: privilegierter Zugang - DavidsonVs. Frank I 630 Autorität der ersten Person/Davidson: ist unbezweifelbar. - Dennoch müssen wir alles in der dritten Person erforschen. - Zwillingserde/Putnam: Dritte-Person-Perspektive: es ist nicht sicher, ob Inhalte der ersten Person erfasst werden. >Zwillingserde. Lösung/Fodor: enger Inhalt: interner Zustand ohne Beziehung zur Außenwelt. - Dagegen weiter Inhalt: mit Beziehungen zur Außenwelt. - DavidsonVsFodor. Vgl. >Enger/weiter Inhalt. Donald Davidson (1984a): First Person Authority, in: Dialectica 38 (1984), 101-111 |
Davidson I D. Davidson Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993 Davidson I (a) Donald Davidson "Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (b) Donald Davidson "What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (c) Donald Davidson "Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (d) Donald Davidson "Epistemology Externalized", Ms 1989 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson I (e) Donald Davidson "The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54 In Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993 Davidson II Donald Davidson "Reply to Foster" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Davidson III D. Davidson Handlung und Ereignis Frankfurt 1990 Davidson IV D. Davidson Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990 Davidson V Donald Davidson "Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Reichweite | Geach | I 118 Reichweite: Tradition: tmesis, logisch unteilbarer Operator: Bsp entweder oder: Bsp "entweder beides: jung und dumm oder böse - bzw. entweder jung oder dumm und böse". I 144 Reichweite: Problem bei Kennzeichnungen, nicht bei Namen. >Kennzeichnungen, >Namen. Bsp Es ist chronologisch möglich, dass Cäsar der Vater von Brutus war. Kennzeichnung: Cäsar = Mann der Brutus nicht zeugte. - Dann: Enge Reichweite: logische Unmöglichkeit, der ganze Satz wird falsch. Weite Reichweite: jemand, der unter anderem als Nichtzeuger von Brutus beschrieben wird... Der Satz bleibt wahr. >Enger/weiter Inhalt, >Enge/weite Reichweite. |
Gea I P.T. Geach Logic Matters Oxford 1972 |