Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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de dicto Lewis IV 144
Wissen de dicto/Lewis: Bsp Enzyklopädie - richtet sich auf die Welt und liefert Wissen über die Welt, nicht über den Leser (de se). Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust findet sich in Bibliothek wieder. - ((s) Ähnlich: > Bsp Zwei Verirrte Wanderer haben zufällig denselben Wanderführer - dann finden sie den Weg nicht allein mit Hilfe dieses Wanderführers.) - Die eigene Biographie liefert Lingens die Lokalisation im logischen Raum, aber nicht in der Raumzeit. - Man kann die Lücke aber schließen. - Bsp Landkarte: wird erst benutzbar, wenn der rote Punkt "Sie sind hier" entfernt ist.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Glaubensobjekte Lewis IV 134
Glaubensobjekte/Lewis: wir sollten Eigenschaften statt Propositionen als Glaubensobjekte zuschreiben - diese funktionieren in mehr Fällen. - Proposition: Menge von möglichen Welten - d.h. eine Region im logischen Raum - dagegen Eigenschaften: Mengen von Individuen.
IV 138
Einstellungen/Glauben/Glaubensobjekte/Relationstheorie/Lewis: statt Propositionen als Glaubensobjekte: - Selbstzuschreibung von Eigenschaften - Bsp räumliche (nicht logische) Lokalisation: ist keine Proposition: Bsp Ich bin im 6. Stock der Stanfordbücherei. - Das ist keine Eigenschaft, die einer Proposition entspricht. - Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust muss sich selbst als Mitglied einer Subpopulation identifizieren, deren Grenzen nicht mit den Grenzen von möglichen Welten übereinstimmen - mit der Subpopulation, deren einziges Mitglied er selbst ist. Propositionales Wissen/Lewis: Wissen aus Wahrnehmung "ich nehme wahr" entspricht keiner Proposition. - Grund: es gibt mögliche Welten, in denen jemand diese Wahrnehmungssituation hat und jemand anderes sie ((s) gleichzeitig) nicht hat.
IV 139
Selbstzuschreibung einer Eigenschaft: ist >de se, nicht >de dicto.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Individuation Nozick II 71ff
Ich/selbst/Individuation/Nozick: Bsp drei völlig Bandagierte mit Gedächtnisverlust: X wird sterben, Y wird leben, Z hat 50/50-Chance": müssen in getrennte Zimmer geschoben werden: "derjenige, der jetzt meine Stimme hört" - nicht hinreichend: Lokalisation: (wegen Blindheit), Lebensgeschichte: (wegen Gedächtnisverlusts), physikalische Beschreibung (dito). - Name: nicht hinreichend zur Individuation: Bsp Oedipus - Hervorbringer des Tokens: nicht hinreichend: Mundhöhle und Stimmbänder sind auch relevant. - Bewusstsein: nicht hinreichend: z.B. Gott deckt das auch ab.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Landkarten-Beispiel Lewis IV 144
Wissen de dicto/Lewis: Bsp Enzyklopädie - richtet sich auf die Welt und liefert Wissen über die Welt, nicht über den Leser (de se). Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust findet sich in Bibliothek wieder - (> Beispiel: Zwei verirrte Wanderer). - Lingens liest in der Bibliothek seine eigene Biographie. Diese liefert die Lokalisation im logischen Raum, aber nicht in der Raumzeit. - Man kann die Lücke aber schließen. - Bsp Landkarte: wird erst benutzbar, wenn der rote Punkt "Sie sind hier" entfernt ist.
Erklärung/(s):
Bsp Zwei verirrte Wanderer treffen sich. Zufällig haben sie das gleiche Wanderbuch. Dann werden sie allein mithilfe dieses Buchs nicht ihre Lokalisation herausfinden. - Grund: in dem gedruckten Buch werden die Wanderer nicht identifiziert - z.B. als derjenige, der von Westen und derjenige, der von Osten gekommen ist. – Lösung: modernes Navigationssystem: registriert den Weg. Und identifiziert darüber den Benutzer, der das Gerät in der Hand hält. - Unterscheidung: >propositionales Wissen / >nicht-propositionales Wissen).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Mögliche Welten Lewis IV 147
Zentrierte mögliche Welten/MöWe/de re/de se/Quine/Lewis: Bsp eine Katze, die von einem Hund gejagt wird, will aufs Dach in Sicherheit - de dicto: sie will einen Zustand, der die Klasse aller möglichen Welten ist, wo sie aufs Dach kommt - Problem: Querwelteinidentität: Frage: welche der vielen Gegenstücken in vielen möglichen Welten ist sie selbst? - Lösung/Quine: zentrierte Welt: Paare aus einer Welt und einem bezeichneten Raumzeit-Punkt darin, der gewünschte Zustand ist dann eine Klasse zentrierter Welten - keine zentrierte Welt gehört zu zwei Klassen (gewünschten und gefürchteten MöWe).
QuineVs: letztlich besser geteilte Theorie: hier sind die Objekte von "einfachen Einstellungen" Klassen von Reizmustern, die komplexeren sind linguistisch.
Eigenschaft/Lewis: entspricht einer Klasse zentrierter Welten, genauer gesagt einer Eigenschaft von Raumzeit-Punkten, aber auch einer Eigenschaft von Katzen.
IV 148
MöWe/Quine/Lewis: Lewis: große Einzeldinge (konkret) - Quine: abstrakte Entitäten - gewisse Klassen von Klassen von Quadrupeln von reellen Zahlen - (Raumzeit-Punkte) - Stalnaker: pro Quine: entspricht besser unsere Alltagssprache: "wie es hätte sein können".
IV 149
Situation/mögliche Welt/Lewis: es kann innerhalb einer möglichen Welt auch noch Alternativen geben - also Unterscheidung Situation/mögliche Welt. - LewisVsStalnaker: nicht Propositionen als Glaubensobjekte (Wunschobjekte) sondern Einstellungen de se - Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust findet im Buch heraus, dass es zwei Leute gibt, die mit ihm identisch sein können - a) im 6. Stock in Stanford - b) im Untergeschoss einer andere. Bibliothek 3km weit weg. - Zwei mögliche Situationen (Möglichkeiten) in derselben möglichen Welt. Lösung: Eigenschaft statt Proposition - die Propositionen gelten für beide Personen gleich.
V 42
Zentrierungsannahme/mögliche Welten/Lewis: wenn sie verletzt würde, würden Welten, die in einer nichtbeachteten Hinsicht abweichen, als identisch mit der wirklichen Welt zählen.
V 262
Mögliche Welt/Gleichheit/Identität/ Lewis: es ist eine unabhängige und schwierige Frage, ob zwei Mögliche Welten, die exakt in ihrer Geschichte übereinstimmen, auch in jeder anderen Hinsicht übereinstimmen - Bsp in ihren Wahrscheinlichkeiten, Gesetzen, modalen Wahrheiten, Kontrafaktische Konditionale - Lewis: das interessiert hier aber nicht. Gesamtgeschichte/Supervenienz: superveniert auf der Geschichte der Ereignisse, was immer sonst noch umgekehrt auf der Gesamtgeschichte supervenieren mag.
Schwarz I 216
Mögliche Welt/Lewis: keine Menge gewöhnlicher Sätze - davon gibt es zu wenig in der Sprache. Lewis:Gegenstücke, These: mögliche Welten sind real. (KripkeVs)(PutnamVs).

I 59
Mögliche Welt/Lewis: man kann recht unbeschwert und metaphysisch arglos und ohne besondere ontologische Vorbehalte über mögliche Welten reden.
II 214
Die Annahme von möglichen Welten erspart Trennung Objekt-/Metasprache - Wahrheit und Analytizität sind nicht in derselben Sprache definierbar.
II 214
Def Mögliche Welt(VsLewis): Der Begriff einer möglichen Welt ist selbst durch Rekurs auf semantische Termini zu erklären. Mögliche Welten sind Modelle der analytischen Sätze einer Sprache bzw. Diagramme oder Theorien solcher Modelle.
II 214
LewisVs: Mögliche Welten können nicht durch Rekurs auf semantische Termini erklärt werden. Mögliche Welten existieren und sollten nicht durch ihre sprachlichen Repräsentationen ersetzt werden. Eine solche Ersetzung funktioniert nicht richtig: zwei in der repräsentierenden Sprache ununterscheidbare Welten erhalten (fälschlich) ein und dieselbe Repräsentation zugeordnet.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Person Simons I 207
Person/Körper/Simons: Bsp Operation: Person existiert nicht während ihr - Operation wird am Körper durchgeführt - nach Gedächtnisverlust + unbegrenzter Lernfähigkeit: neue Person/alter Körper - (Simons pro Locke) - andererseits: Person: a) Träger von Rechten
b) Substrat von Wandel, gesteuert von psychologischen Gesetzen.
ann eher
Def Person = Kapazität zu charakteristischen Prozessen, nicht aktuelle Ausübung der Kapazität. - Person bleibt Person wenn sie schläft.
I 211
Person stirbt/Körper bleibt. Koinzidenz: aber niemals hat die Person Teile, die der Körper nicht hat, insbesondere keine immateriellen Teile.

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987
Phänomene Stalnaker I 269
Def Phänomenale Information/Terminologie/Lewis/Stalnaker: Phänomenale Information sei - jenseits physikalischer Information - eine irreduzible andersartige Information. Die beiden sind voneinander unabhängig. Stalnaker: Es ist die Art Information, die Jacksons Farbenforscherin Mary erwirbt. Sie ist mit der bescheidenen Sicht kompatibel. Lewis: These: Phänomenale Information ist nicht, was Mary fehlt.
I 271ff
Phänomenale Information/Selbst/Subjektivität/Stalnaker: Bsp Mary weiß in ihrem Zimmer, dass der Schatz auf einem riesigen Soldatenfriedhof in der 143. Reihe in südlicher Richtung und in der 57. Reihe in westlicher Richtung liegt. Problem: Dann weiß sie immer noch nicht, dass der Schatz "hier" ist. Problem: Auch wenn sie davor steht, kann sie sich verzählt haben. ((s) Dann weiß sie nicht, welche Proposition der Satz ausdrückt.) Im Zimmer: Im Zimmer kann sie sich auch nicht täuschen. Objektiver Inhalt: Der objektive Inhalt ist schon im Zimmer möglich zu lernen. Subjektiver Inhalt: Der subjektive Inhalt kann nicht als zeitlose Proposition mit "hier" ausgedrückt werden.
I 274
Phänomenale Ununterscheidbarkeit: Phänomenale Ununterscheidbarkeit ist im Zusammenhang mit Farben möglich, aber nicht bei möglichen Welten (MöWe).
I 274
Phänomenale Information/Selbstidentifikation/Stalnaker: Bsp Person mit Gedächtnisverlust: Rudolf Lingens weiß nicht mehr, ob er Lingens ist oder Gustav Lauben. Fehler: Es ist ein Fehler anzunehmen, dass es dann eine mögliche Welt geben müsste, die genau so wäre wie die wirkliche Welt, nur dass die Erfahrungen von Rudolf Lingens mit denen von Gustav Lauben vertauscht wären. Selbst wenn ein solcher interpersoneller Vergleich zwischen möglichen Welten verständlich wäre, ist das nicht damit vereinbar, dass Selbst-Lokalisierung eine irreduzible Information ist.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Propositionen Lewis Frank I 17
Proposition/Lewis: die Menge von möglichen Welten (MöWe), in denen diese Proposition gilt - Def Eigenschaft/Lewis: die Menge der (aktuellen oder nicht-aktuellen) Wesen, denen diese Eigenschaft zukommt - Proposition/Lewis/Frank: nun lässt sich zwischen jeder Proposition und der Eigenschaft, eine Welt zu bewohnen, in der die Proposition gilt, eine Eins-zu-Eins-Entsprechung herstellen - sie erlaubt es, auf Propositionen als die Gegenstände der Einstellungen zu verzichten - es gibt nun aber Einstellungen, die sich nicht als E zu Propositionen analysieren lassen: in denen wir uns selbst in Raum und Zeit lokalisieren - Bsp Gedächtnisverlust: jemand stößt auf seine eigene Biographie und kann sich selbst dennoch nicht zuordnen. - ((s) weil Proposition = Menge von möglichen Welten, dann - Bsp "ich bin hier" in jeder möglichen Welt wahr - daher kein Wissen.) - Frank I 329 - Proposition: Menge von möglichen Welten, in denen sie wahr sind (extensional) - Vorteil: nicht-perspektivischer Zugang. - ((s) nicht jeder in seiner eigenen möglichen Welt.) - Frank I 355 Propositionen: haben nichts Intersubjektives an sich - daher Subjektivität der Bezugnahme der ersten Person problematisch.
Lewis IV 137
Proposition/Lewis: teilt die Bevölkerung in Bewohner von Welten, in denen sie gilt, und solche, in denen sie nicht gilt - durch Glauben rechnet man sich dann selbst einer zu und lokalisiert sich in einer Region des logischen Raums - wenn Quantifikation über mehrere mögliche Welten hinweg (querweltein) möglich ist, gibt es eine große Population über Welten und Zeiten hinweg.
IV 142
Bsp Heimson glaubt ich bin Hume /Perry/Lewis: Selbstzuschreibung einer Eigenschaft, keine leere Proposition Heimson ist Hume - alle Propositionen, die für Hume wahr sind, sind auch wahr für Heimson, weil beide in derselben Welt wohnen. - Lewis: also glaubt Heimson dasselbe wie Hume, indem er eine wahre Proposition glaubt - das Prädikat "glaubt, Hume zu sein" trifft auf beide zu.
IV 142
Heimson-Bsp VsPropositionen als Glaubensobjekte - sonst wäre "ich bin Hume" entweder beide Male wahr oder beide Male falsch - ((s) Unterschied Proposition/Aussage.) IV 145 Proposition: in einer geteilten Welt ist jede Propositionen entweder wahr oder falsch - daher sind individuelle Wunschobjekte eher Eigenschaften (die selbst zugeschrieben werden können) als Propositionen.
IV 146
Proposition: keine Proposition: Bsp "es gibt etwas, was ich jetzt wünsche und ich werde es auch noch wünschen wenn ich es habe, nur werde ich dann zufriedener sein" - keine Proposition, weil sie auf Zeitabschnitte vorher und nachher zutrifft - ein Zeitabschnitt von mir wird nicht glücklich sein in einer Welt zu leben, in der es irgendwann so weit ist. - Lösung: der Wunsch nach der Eigenschaft, zeitlich später lokalisiert zu sein - Lokalisierung im logischen Raum statt Proposition: Bsp der Kreuzfahrer will eine Region im logischen Raum ohne vermeidbares Unglück - das sind Eigenschaften.
V 160
Proposition: keine linguistische Entität - keine Sprache hat genug Sätze, um alle Propositionen auszudrücken - wahrheitsfunktionale Operationen mit Propositionen sind Boolesche Operationen über Mengen von möglichen Welten. - Inklusion, Überlappung usw.
ad Stechow 42
((s) > Sprache/unendlich/Lewis/(s): die Menge der Propositionen ist größer als die Menge der Sätze, weil sie der Potenzmenge der möglichen Welten entspricht.) Siehe: "Gibt es unendlich viele mögliche Sätze in einer natürlichen Sprache?"

Frank I 329ff
Proposition/Lewis: Menge von möglichen Welten, in denen sie wahr sind (extensional) - Vorteil: nicht-perspektivischer Zugang. - ((s) Nicht jeder hat seine eigene mögliche Welt.)

Hector-Neri Castaneda (1987b): Self-Consciousness, Demonstrative Reference,
and the Self-Ascription View of Believing, in: James E. Tomberlin (ed) (1987a): Critical Review of Myles Brand's "Intending and Acting", in: Nous 21 (1987), 45-55

James E. Tomberlin (ed.) (1986): Hector-Neri.Castaneda, (Profiles: An
International Series on Contemporary Philosophers and Logicians,
Vol. 6), Dordrecht 1986

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Selbstidentifikation Anscombe Frank I 103
Gedächtnisverlust/Selbstidentifikation/Ich/Anscombe: jemand der sein Gedächtnis verloren hat, hat nicht den Gebrauch von "ich" vergessen.
Frank I 108
Selbstbewusstsein/Selbstidentifikation/Henry James/Anscombe: Bsp Geschichte vom "armen Baldy" der aus der Kutsche fiel und sein Selbstbewusstsein verlor: dieser fragt selbst: "Wer ist aus der Kutsche gefallen? Armer Baldy".

G. Elizabeth M.Anscombe (1975a): The First Person, in:
Samuel Guttenplan (ed.) (I975): Mind and Language: Wolfson College
Lectures 1974, Oxford 1975,45-65

Anscombe I
G.E. M. Anscombe
"The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36
In
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Wissen wie Chalmers Chalmers I 142
Wissen-wie/Qualia/Intension/primäre/sekundäre Intension/LoarVsJackson/ LoarVsMaterialismus/Loar/Chalmers: Loar (1990)(1) geht in seiner Kritik tiefer als Horgan (1984b)(2), Tye (1986)(3), Churchland (1985)(4), Papineau (1993)(5), Teller (1992)(6), McMullen (1985)(7): die Beispiele mit Wasser/H2O, Superman/Clark Kent usw. erlauben immer noch, dass die physikalischen bzw. phänomenalen Begriffe unterschiedliche primäre Intensionen haben. Bsp Wärme und z.B. mittlere kinetische Energie designieren dieselbe Eigenschaft (sekundäre Intension) aber führen gleichzeitig verschiedene Eigenschaften (primäre Intensionen) ein! Aber das wird nicht a priori gewusst. Pointe: dann war Marys Wissen über die phänomenalen Eigenschaften von Farben
I 143
schon ein Wissen über physikalische bzw. funktionale Eigenschaften, aber sie konnte die beiden zuvor nicht verbinden. VsJackson/Chalmers: Weitere Einwände: (Bigelow/Pargetter (1990): BigelowVsJackson, PargetterVsJackson: selbst für ein allwissendes Wesen gibt es eine Lücke zwischen physikalischem und indexikalischem Wissen (siehe Beispiel: Rudolf Lingens mit Gedächtnisverlust liest in der Bibliothek seine eigene Biografie).
I 144
ChalmersVsBigelow/ChalmersVsPargetter/ChalmersVsLoar: der Mangel an phänomenalem Wissen ist ein ganz anderer als der an indexikalischem Wissen. Wissen/Indexikalität/Nagel/Chalmers: (Nagel 1983)(9): es gibt hier eine ontologische Lücke.
ChalmersVsNagel: wir können viel direkter argumentieren: es gibt keine vorstellbare Welt, in der die physikalischen Fakten sind wie in unserer Welt, in der jedoch die indexikalischen Fakten sich von unseren unterscheiden.



1. B. Loar, Phenomenal states. Philosophical Perspectives 4, 1990: pp. 81-108
2. T. Horgan, Jackson on physical information and qualia. Philosophical Quarterly 34, 1984: pp. 147-83
3. M. Tye, The subjective qualities of experience. Mind 95, 1986: pp. 1-17
4. P. M. Churchland, Reduction, qualia and the direct introspection of brain states. Journal of Philosophy 82, 1985: pp. 8-28
5. D. Papineau, Philosophical Naturalism, Oxford 1993
6. P. Teller A contemporary look at emergence. In: A. Beckermann, H. Flohr and J. Kim (Eds) Emergence or Reduction? Prospects for Nonreductive Physicalism, Berlin 1992
7. C. McMullen, "Knowing what it's like" and the essential indexical. Philosophical Studies 48, 1985: pp. 211-33
8. J. Bigelow and R. Pargetter, Acquaintance with qualia. Theoria 56, 1990: pp. 129-47
9. Th. Nagel, The objective self. In. C. Ginet and S. Shoemaker (eds) Knowledge and Mind: Philosophical Essayys. New York 1983.


Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Wissen wie Loar Chalmers I 142
Wissen-wie/Qualia/Intension/primäre/sekundäre Intension/LoarVsJackson/ LoarVsMaterialismus/Loar/Chalmers: Loar (1990) geht in seiner Kritik tiefer als Horgan (1984b), Tye (1986), Churchland (1985), Papineau (1993), Teller (1992), McMullen (1985): die Beispiele mit Wasser/H2O, Superman/Clark Kent usw. erlauben immer noch, dass die physikalischen bzw. phänomenalen Begriffe unterschiedliche primäre Intensionen haben. Bsp Wärme und z.B. mittlere kinetische Energie designieren dieselbe Eigenschaft (sekundäre Intension) aber führen gleichzeitig verschiedene Eigenschaften (primäre Intensionen) ein! Aber das wird nicht a priori gewusst. Pointe: dann war Marys Wissen über die phänomenalen Eigenschaften von Farben
I 143
schon ein Wissen über physikalische bzw. funktionale Eigenschaften, aber sie konnte die beiden zuvor nicht verbinden. VsJackson/Chalmers: Weitere Einwände: (Bigelow/Pargetter (1990): BigelowVsJackson, PargetterVsJackson: selbst für ein allwissendes Wesen gibt es eine Lücke zwischen physikalischem und indexikalischem Wissen (siehe Bsp Rudolf Lingens mit >Gedächtnisverlust liest in der Bibliothek seine eigene Biografie).
I 144
ChalmersVsBigelow/ChalmersVsPargetter/ChalmersVsLoar: der Mangel an phänomenalem Wissen ist ein ganz anderer als der an indexikalischem Wissen. Wissen/Indexikalität/Nagel/Chalmers: (Nagel 1983): es gibt hier eine ontologische Lücke.
ChalmersVsNagel: wir können viel direkter argumentieren: es gibt keine vorstellbare Welt, in der die physikalischen Fakten sind wie in unserer Welt, in der jedoch die indexikalischen Fakten sich von unseren unterscheiden.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014