Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Adorno Habermas IV 490
Adorno/Horkheimer/Rationalisierung/Moderne/Habermas: Horkheimer und Adorno hatten die Theorie des Klassenbewusstseins preisgegeben. Das Problem der Verknüpfung der Phänomene der Rationalisierung von Lebensordnungen und der Institutionalisierung zweckrationalen Handelns (siehe Zweckrationalität/Weber) mit der Verdinglichung des Bewusstseins (siehe Verdinglichung/Lukács) gehen sie mit der Kritik der instrumentellen Vernunft an. Diese ist eine Vision einer verwalteten, total verdinglichten Welt, in der Zweckrationalität und Herrschaft miteinander verschmelzen. Die Theorie hat den Vorzug, den Blick auf die systemisch induzierte Verformung von kommunikativ strukturierten Lebenszusammenhängen zu lenken. HabermasVsAdorno/HabermasVsHorkheimer: die Schwäche ihrer Theorie besteht darin, dass sie die Erosion der Lebenswelt auf den Zauber einer zur instrumentellen Vernunft dämonisierten Zweckrationalität zurückführt. Damit verfällt die Kritik der instrumentellen Vernunft demselben Fehler wie die Webersche Theorie, und sie bringt sich zudem zum die Früchte ihres doch auf systemische Effekte gerichteten Ansatzes. (Siehe Instrumentelle Vernunft/Habermas).
IV 558
Adorno/Horkheimer/Marcuse/Gesellschaftstheorie/Methode/Habermas: Horkheimer, Adorno und Marcuse halten an der Freudschen Triebtheorie fest und rechnen mit der Dynamik einer inneren Natur, die auf gesellschaftlichen Druck zwar reagiert, aber gegen die Gewalt der Sozialisation im Kern resistent bleibt. (1) (AdornoVsFromm, HorkeimerVsFromm: Siehe Ich/Fromm.


1. Diese Position hat sich später nicht verändert: vgl. TH.W. Adorno, Soziologie und Psychologie, in: Festschrift Horkheimer, Frankfurt 1955; H. Marcuse, Eros and Civilization, Boston, 1955, der, Verhalten der Psychoanalyse, in: ders, Kultur und Gesellschaft 2, Frankfurt 1965, S. 85ff.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Horkheimer Habermas IV 490
Adorno/Horkheimer/Rationalisierung/Moderne/Habermas: Horkheimer und Adorno hatten die Theorie des Klassenbewusstseins preisgegeben. Das Problem der Verknüpfung der Phänomene der Rationalisierung von Lebensordnungen und der Institutionalisierung zweckrationalen Handelns (siehe Zweckrationalität/Weber) mit der Verdinglichung des Bewusstseins (siehe Verdinglichung/Lukács) gehen sie mit der Kritik der instrumentellen Vernunft an. Diese ist eine Vision einer verwalteten, total verdinglichten Welt, in der Zweckrationalität und Herrschaft miteinander verschmelzen. Die Theorie hat den Vorzug, den Blick auf die systemisch induzierte Verformung von kommunikativ strukturierten Lebenszusammenhängen zu lenken. HabermasVsAdorno/HabermasVsHorkheimer: die Schwäche ihrer Theorie besteht darin, dass sie die Erosion der Lebenswelt auf den Zauber einer zur instrumentellen Vernunft dämonisierten Zweckrationalität zurückführt. Damit verfällt die Kritik der instrumentellen Vernunft demselben Fehler wie die Webersche Theorie, und sie bringt sich zudem zum die Früchte ihres doch auf systemische Effekte gerichteten Ansatzes. (Siehe Instrumentelle Vernunft/Habermas).

IV 558
Adorno/Horkheimer/Marcuse/Gesellschaftstheorie/Methode/Habermas: Horkheimer, Adorno und Marcuse halten an der Freudschen Triebtheorie fest und rechnen mit der Dynamik einer inneren Natur, die auf gesellschaftlichen Druck zwar reagiert, aber gegen die Gewalt der Sozialisation im Kern resistent bleibt. (1) AdornoVsFromm, HorkeimerVsFromm: Siehe Ich/Fromm.


1. Diese Position hat sich später nicht verändert: vgl. TH.W. Adorno, Soziologie und Psychologie, in: Festschrift Horkheimer, Frankfurt 1955; H. Marcuse, Eros and Civilization, Boston, 1955, der, Verhalten der Psychoanalyse, in: ders, Kultur und Gesellschaft 2, Frankfurt 1965, S. 85ff.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Kunst Adorno Grenz I 49
Kunst/Adorno: „Kunst ist unendlich diffizil auch darin, dass sie zwar ihren Begriff transzendieren muss […] dass sie jedoch dort, wo sie dabei Realien ähnlich wird, der Verdinglichung sich anpasst, gegen die sie protestiert… (Ästhetische Theorie(1), p. 159). Kunst/Sinn/Adorno: Die Absage der Kunst an die Sinnkategorie treibe sie dem Positivismus (noch ein Synonym für verdinglichtes Bewusstsein) in die Arme. (Ästhetische Theorie(1), p. 231).
>Abstrakte Kunst, >Sinn.
Grenz I 104
Kunst/HabermasVsAdorno: Adornos Theorie der Autonomie der Kunst, die dieser in der "hermetischen Kunst" repräsentiert sehe, sei eine "defensive" Theorie.(2)
Grenz I 108
Abstrakt/Kunst/Adorno/Grenz: Die Abstraktheit des Bezugs der Kunstwerke zu den vor ihnen vorhandenen und der psychologische Nominalismus, auf dem Adorno beharrt, sind Konsequenzen des Theorems der Geschichtslosigkeit des ideologischen Überbaus. >Geschichte/Adorno.
I Grenz 186
Kunst/Adorno/Grenz: Adorno trennt zwischen dem sozialen Gehalt der Kunstwerke und ihrem als monolithisch aufgefasstem Sosein. >Wahrheit/Adorno, >Wahrheitsgehalt/Adorno.
AdornoVsWirkungsästhetik: Adorno hält an dem Objektivationscharakter der Kunstwerke fest.
>Wirkungsästhetik.
I 187
Entweder ein Kunstwerk ist kommunikativ, dann ist es aber auch gleich ‚krude Propaganda‘, oder es ist wahr als Kritik des Kommunikationssystems. Dann aber ist es gesellschaftlich unwirksam. >Kommunikationsmedien.
I 188
Kunst/Adorno: Kunst ist Praxis als „Bildung von Bewusstsein“ (Ästhetische Theorie(1), p. 361). >Bewusstsein.

1. Th. W. Adorno. Ästhetische Theorie. In: Gesammelte Schriften 7, Rolf Tiedemann (Hg.), Frankfurt/M: Suhrkamp. 1970.
2. J. Habermas. Bewusstmachende oder rettende Kritik: Die Aktualität Walter Benjamins. (1972). In: Jürgen Habermas: Politik, Kunst und Religion. Essays über zeitgenössische Philosophen. Reclam, Stuttgart 1978 (aktuelle Neuauflage 2006) S. 48–95)

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

A X
Friedemann Grenz
Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme Frankfurt/M. 1984
Philosophie Habermas Rorty III 142
HabermasVsAdorno/HabermasVsFoucault: Foucaults und Adornos Polemik gegen die Aufklärung kehrt den sozialen Hoffnungen liberaler Gesellschaften den Rücken. >Aufklärung, >Fortschritt, >Liberalismus, >HabermasVsAdorno, >HabermasVsFoucault.
Rorty III 143
Habermas teilt mit den Marxisten die Annahme, dass die wahre Bedeutung einer philosophischen Meinung in ihren politischen Implikationen besteht. >Marxismus/Habermas, >RortyVsHabermas.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Rationalisierung Habermas III 22
Rationalisierung/Soziologie/Habermas: Das Verständnis rationaler Handlungsorientierungen wird zum Bezugspunkt für das Verständnis aller Handlungsorientierungen. Für die Soziologie bedeutet dies den folgenden Zusammenhang zwischen metatheoretischer und methodologischer Ebene:
a) Auf metatheoretischer Ebene wählt sie Grundbegriffe, die auf den Rationalitätszuwachs der modernen Lebenswelt zugeschnitten sind.
b) Auf methodologischer Ebene wird das Verständnis rationaler Handlungsorientierungen zum Bezugspunkt für das Verständnis aller Handlungsorientierungen (Theorie des Sinnverstehens). Dabei geht es um interne Beziehungen zwischen Bedeutung und Geltung.
>Soziologie, >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Theorie, >Methode, >Handlungen/Habermas.
III 209
Rationalisierung/HabermasVsMarx/VsAdorno/VsHorkheimer/VsWeber/Habermas: Der Rationalitätsbegriff dieser Autoren ist zu eng, um die ihnen vorschwebende umfassende gesellschaftliche Rationalität zu erfassen. >Rationalität/Habermas, >Rationalität/Adorno, >Rationalität/Weber, >HabermasVsAdorno, >HabermasVsMarx, >HabermasVsWeber.
Der Begriff müsste auf derselben Ebene ausgewiesen werden wie die Produktivkräfte, die Subsysteme zweckrationalen Handelns, die totalitären Träger der instrumentellen Vernunft.
>Produktivkräfte/Habermas.
Das geschieht nicht. Der Handlungsbegriff dieser Autoren ist dafür nicht komplex genug.
>Handlungssysteme/Habermas.
Außerdem darf man handlungs- und systemtheoretische Grundbegriffe nicht vermengen: LuhmannVsMarx, LuhmannVsWeber, LuhmannVsAdorno: die Rationalisierung von Handlungsorientierungen und lebensweltlichen Strukturen ist nicht dasselbe wie der Komplexitätszuwachs von Handlungssystemen.(1)
>LuhmannVsWeber, >LuhmannVsAdorno.
III 457
Kommunikatives Handeln/Rationalisierung/HabermasVsWeber/Habermas: erst wenn wir im “Gesellschaftshandeln” zwischen verständigungs- und erfolgsorientiertem Handeln differenzieren, lassen sich die kommunikative Rationalisierung des Alltagshandelns und die Subsystembildung für zweckrationales Wirtschafts- und Verwaltungshandeln als komplementäre Entwicklung begreifen. Zwar spiegeln beide die institutionelle Verkörperung von Rationalitätskomplexen, aber in anderer Hinsicht handelt es sich um gegenläufige Tendenzen. >Kommunikatives Handeln/Habermas, >Kommunikationstheorie/Habermas, >Kommunikation/Habermas, >Kommunikative Praxis/Habermas, >Kommunikative Rationalität/Habermas.
III 459
Rationalisierung/Habermas: Die Paradoxie der Rationalisierung, von der Weber gesprochen hat lässt sich abstrakt so fassen, das die Rationalisierung der Lebenswelt eine Art der Systemintegration ((s) von Teilsystemen mit nichtsprachlichen Kommunikationsmedien wie Geld und Macht) ermöglicht, die mit den Integrationsprinzip der ((s) sprachlichen) Verständigung in Konkurrenz tritt und unter bestimmten Bedingungen ihrerseits auf die Lebenswelt desintegrierend zurückwirkt. >Lebenswelt.

IV 451
Rationalisierung/Moderne/HabermasVsWeber/Habermas: Weber konnte die Legitimationsprobleme, die eine positivistisch ausgehöhlte legale Herrschaft hervorruft, nicht in das Rationalisierungsmuster moderner Gesellschaften einordnen, weil er selbst rechtspositivistischen Auffassungen verhaftet blieb. >Legitimität/Habermas.
Lösung/Habermas: These:

(p) Die Entstehung (…) moderner Gesellschaften erfordert die institutionelle Verkörperung von Moral- und Rechtsvorstellungen posttraditionaler Art, aber

(q) die kapitalistische Modernisierung folgt einem Muster, demzufolge die kognitiv-instrumentelle Rationalität über die Bereiche von Ökonomie und Staat hinaus in andere, kommunikativ strukturierte Lebensbereiche eindringt und dort auf Kosten moralisch-praktischer und ästhetisch-praktischer Rationalität Vorrang erhält.

(r) Dadurch werden in der symbolischen Reproduktion der Lebenswelt Störungen hervorgerufen.

IV 452
Problem: Eine fortschreitend rationalisierte Lebenswelt wird von immer komplexer werdenden formal organisierten Handlungsbereichen wie Ökonomie und Staatsverwaltung zugleich entkoppelt und in Abhängigkeit gebracht. Dies nimmt sozialpathologische Formen einer inneren Kolonialisierung an. Und zwar in dem Maße, wie kritische Ungleichgewichte nur noch um den Preis von Störungen der symbolischen Reproduktion der Lebenswelt (d.h. von „subjektiv“ erfahrenen identitätsbedrohenden Krisen oder Pathologien) vermieden werden können.
IV 486
Die Rationalisierung setzt paradoxerweise beides zugleich frei – die systemisch induzierte Verdinglichung und die utopische Perspektive, aus der der kapitalistischen Modernisierung stets der Makel angehaftet hat, dass sie die traditionalen Lebensformen auflöst, ohne deren kommunikative Substanz zu retten. >Verdinglichung.

1.N. Luhmann, Zweckbegriff und Systemrationalität, Tübingen 1968.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981