| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Dispositionen | Lewis | V 223 Disposition: Etwas, das eine kausale Rolle einnimmt, ist nicht selbst Ursache. Bsp Der Besitz von Antikörpern ist keine Ursache, sondern ist selbst die Immunität. Immunität korrespondiert mit Disposition. V 224 Bsp Ein anderer Patient hat Anti-Körper zur Bildung von Anti-Körpern. Dann zwei gibt es Eigenschaften. Disjunktion: "die eine oder andere" (Lewis pro). Aber diese existentiellen Eigenschaften als Basis der Disposition sind nicht kausal. Echtes Ereignis: ist der Besitz der Anti-Körper. Immunität: ist kein Ereignis und daher auch nicht kausal erklärungsbedürftig. >Kausale Rolle. |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 |
| Erklärungen | Lewis | I (b) 36 Erklärung/Gesetz/Lewis: Problem: Mein Verhalten wird immer nur durch Einzeltatsachen-Prämissen erklärt. Lösung: Die Gesetze werden von diesen Einzeltatsachen-Prämissen impliziert. Die Zuschreibungen können nur wahr sein, wenn etwas die für z.B. Wünsche notwendige kausale Rolle innehat. Diese Rolle können nur Zustände innehaben, die in der richtigen Weise mit dem Verhalten kausal verbunden sind. >Kausalerklärung/Lewis, >Einzelfallverursachung/Lewis, >Verhalten, >Zuschreibung, >Kausale Rolle/Lewis. --- V 218 Erklärung/Sylvain Bromberger: Eine Erklärung ist etwas, das Zeit, Sprache, Sprecher usw. braucht. Lewis: Es ist auch etwas, das vielleicht nie gegeben werden kann. V 219 Lewis: Auch Dinge können etwas erklären. V 220 Ereignismuster können unter verschiedenen Kennzeichnungen beschrieben werden. Es gibt auch negative Information, Bsp über arktische Pinguine, dass es keine arktischen Pinguine gibt. V 211 Lewis: These: Es gibt keine nicht-kausalen Erklärungen. V 221 Nicht-kausale Erklärung/LewisVs: 1. Bsp Brechungsindex. Fermat: Jedes Licht muss dem kürzesten Weg folgen. Der Brechungsindex ist teil des Glases, den das Licht noch nicht erreicht hat. Das Muster der alternativen Wege ist Teil der Erklärung, aber nicht Teil der Kausalgeschichte. Die Erklärung besteht in einer relationalen Information 2. Nicht-kausal: Sternkollaps kommt an ein Ende, um das Pauli-Prinzip nicht zu verletzen. 3. Nicht-kausal: Besitz von Anti-Körpern verursacht nicht Immunität. Die Immunität besteht im Besitz von Anti-Körpern. Lösung/Lewis: Der Besitz ist eine Disposition. Diese nimmt eine kausale Rolle ein. Lösung/Lewis: Was erklärt wird ist, dass etwas den Patienten beschützt. V 232 Wahrscheinlichkeit/Erklärung/Peter Railton/Lewis: "deduktiv-nomologisches Modell probabilistischer Erklärung". Man muss es von Fetzers Modell unterscheiden: für beide sind covering laws universelle Generalisierung über Einzelfall-Chancen. Vgl. >Erklärung/Railton. FetzerVsRailton: wie bei Hempel: Eine Erklärung ist induktiv, nicht deduktiv. Erklärung: funktioniert wie Argument. LewisVsFetzer: aber: Eine gute Erklärung ist nicht notwendig ein gutes Argument. LewisVsFetzer/LewisVsRailton: Beide wollen eine Erklärung, auch wenn das Ereignis extrem unwahrscheinlich ist, aber in dem Fall ist eine gute Erklärung ein sehr schlechtes Argument. Wahrscheinlichkeit/Erklärung/Hempel: Eine Erklärung weicht von seine deduktiv-nomologischen Modell ab. V 238 Erklärung/Einheit/Lewis: Erklärung ist kein Ding, von dem man Einheitlichkeit fordern kann - eher etwas, von dem man mehr oder weniger haben kann. LewisVsWhite, Morton: Dann ist auch eine Deshalb-Antwort keine Existenzaussage. V 269 Erklärung/Lewis: Eine Erklärung formt sich teils kausal, teils aus nicht-kausalen Informationen. |
Lewis I David K. Lewis Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989 Lewis I (a) David K. Lewis An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (b) David K. Lewis Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972) In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis I (c) David K. Lewis Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980 In Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989 Lewis II David K. Lewis "Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 Lewis IV David K. Lewis Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983 Lewis V David K. Lewis Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986 Lewis VI David K. Lewis Konventionen Berlin 1975 LewisCl Clarence Irving Lewis Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970 LewisCl I Clarence Irving Lewis Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991 |
| Erste Person | Freud | Frank I 640 Autorität der Ersten Person/Davidson: von Freud abgesehen gibt es wenig, was die Autorität der ersten Person bedrohen könnte. >Vgl. >Privilegierter Zugang, >Unkorrigierbarkeit, >Immunität. Donald Davidson (1984a): First Person Authority, in: Dialectica 38 (1984), 101-111 |
Freud I S. Freud Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Ich | Anscombe | Frank I 76 Ich/Anscombe/Schaede: komplizierte Argumentation: 1. Wenn es für den Ausdruck "ich" eine Referenz gibt, d.h. eine singuläre Entität existiert, auf die sich "ich" unmittelbar bezieht, dann hat, wenn überhaupt, Descartes recht. VsDescartes: seine Theorie vermag jedoch spezifische Eigenarten des Ausdrucks "ich" nicht zu erklären: z.B. die Immunität gegen Fehlidentifikation. >Fehlidentifikation, Unkorrigierbarkeit. Also hat Descartes Unrecht, also hat Elisabeth Anscombe recht. Anscombe These: "Ich" hat überhaupt keinen Referenten! Gang der Argumentation: Zunächst wird Descartes' Position so stark wie möglich gemacht, um am Schluss einige knappe, fast essayistische Bemerkungen zu Anscombes eigener Position zu machen. I 77 Ich/Anscombe: Warum muss es eigentlich gewiss sein? Bsp John Smith könnte selbst nicht wissen, dass er John Horatio Auberon Smith ist, der irgendwo erwähnt wird. Er könnte diesen Text nun zitieren und von sich selbst sprechen, ohne es zu wissen! Beim Gebrauch von "ich" ist nur die Referenz spezifiziert (jeweils der Sprecher) nicht aber die (wechselnde) Bedeutung! >Referenz, >Bedeutung. Frage: Funktioniert "ich" wie eine Eigenname? Aus logischer Sicht, (wo die Bedeutung nicht interessiert) syntaktisch ja! Bsp Aber nur ein Idiot würde mit "Ich" unterzeichnen. Unkorrigierbarkeit (Immunität gegen Fehlidentifizierung): ist noch nicht durch die Selbstbezüglichkeit gesichert. I 82 "ich"/Anscombe: die Eigenart dieses Ausdrucks liegt in seiner strikten Situationsbezogenheit. Daraus folgt, dass "ich" nicht emphatisch zu einem "Ich" substantiviert werden sollte! Es bleibt die Frage: implizieren "ich" Gedanken Gedanken mit "hier" und "dieses", oder ist die Implikation gerade umgekehrt? Frank I 99 Ich/Körper/Anscombe: "ich" wird nicht durch den Körper identifiziert: Bsp Der Bischof könnte das Knie der Dame für sein eigenes halten, aber wird er die Dame selbst für sich halten? Frank I 100 Dann müsste das, wofür "ich" steht, das Cartesische Ego sein. >cogito. Angenommen, es wäre mein Körper: Bsp Ich befinde mich in einer Situation (Wassertank mit lauwarmem Wasser, bewegungsunfähig), so dass ich meines Körpers quasi beraubt bin. Dennoch kann ich immer noch denken: "Ich will nicht zulassen, dass so etwas noch einmal geschieht". Vgl. >Gehirne im Tank. Das Ich ist also nicht mit dem Körper identisch. Das Denken ist gerade das, was vom cogito garantiert wird. I 101 Ich/Anscombe: bei "Ich" gibt es nur den Gebrauch! Ich/Ambrose Bierce: ("The Devil's Dictionary"): ...die Vorstellung von zwei, die ich sind, ist schwierig, aber feinsinnig. I 102 Ich/Anscombe: These Lösung: "Ich" ist weder ein Name noch überhaupt ein anderer Ausdruckstyp, dessen logische Rolle es ist, zu referieren. (Ich hat keine Referenz). I 103 Ich/Logik/Anscombe: dabei akzeptieren wir immer noch die Regel des Logikers, dass der Satz wahr ist, wenn die Prädikate wahr sind. Aber das ist eben keine hinreichende Beschreibung von "ich". Denn sie differenziert nicht zwischen "ich" und "A". Die Wahrheitsdefinition des ganzen Satzes determiniert nicht die Bedeutung der einzelnen Satzglieder. Demnach rechtfertigt die logische Regel nicht die Vorstellung, dass "ich" aus dem Munde von x ein anderer Name für x sei. Aber die Regel meint, dass die Frage: "wessen Behauptung?" alles entscheidend sei. So könnte z.B. ein Übersetzer das "ich" des Autors wiederholen. >Zitat, >Indirekte Rede. Daraus folgt: "Ich bin E.A" ist überhaupt keine Identitätsbehauptung. Eine Identitätsbehauptung wäre: "Dieses Ding ist E.A." Aber es gibt außerdem noch die Proposition: "Ich bin dieses Ding hier". Vgl. >Quasi-Indikator, >Er/Er selbst. |
Anscombe I G.E. M. Anscombe "The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36 In Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Menschenrechte | Internationale Politische Theorie | Gaus I 293 Menschenrechte/Internationale Politische Theorie/Brown: (...) eine Darstellung universeller Prinzipien, die auf den Rechten des Einzelnen und nicht auf den Rechten von Gemeinschaften beruhen, wurde durch die UN-Charta von 1945 und insbesondere durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde, eingeführt. Es gibt, wie zu erwarten, eine sehr umfangreiche Literatur über das internationale Menschenrechtsregime (...) (Dunne and Wheeler, 1999)(1). (...) Ein wichtiges Merkmal des Menschenrechtsregimes [ist folgendes:] obwohl es vorgibt, den Staaten universelle Standards aufzuzwingen, war es bis vor kurzem selbst statistisch in Ursprung und Funktionsweise. Es umfasst von Staaten abgegebene Erklärungen, von ihnen unterzeichnete und ratifizierte Pakte und ihnen untergeordnete Institutionen. Nur in einem Fall, dem der Europäischen Menschenrechtskonvention, kann man sagen, dass es wirksame Mechanismen gibt, um sicherzustellen, dass die Staaten ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen. Interventionen/Probleme: In den letzten zehn Jahren haben sich Praktiken herausgebildet, die diese Situation in Frage gestellt haben. 1) In erster Linie haben es Gruppen von Staaten gelegentlich auf sich genommen, im Interesse ihrer Einwohner gewaltsam in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzugreifen; 2) Zweitens haben radikalere Entwicklungen im Völkerrecht begonnen, das Prinzip der souveränen Immunität zu untergraben. Was die erste dieser Veränderungen - humanitäre Interventionen - betrifft, so war die Bilanz der 1990er Jahre gemischt (Mayall, 1996(2); Moore, 1998(3)). (...) obwohl es in diesem Bereich völkerrechtliche Entwicklungen gegeben hat, mag es verfrüht sein, von einer sich herausbildenden Norm der humanitären Intervention zu sprechen, wie es Nicholas Wheeler (2000)(4) im besten Buch zu diesem Thema tut. >Ungleichheiten/Internationale Politische Theorie. Gaus I 295 Wirtschaftliche Rechte/Soziale Rechte: Wirtschaftliche und soziale Rechte werden oft als "zweite Generation" beschrieben, politische Rechte als "erste". Rechte der "dritten Generation" sind die Rechte der Völker, die so allgemeine Begriffe wie das Recht auf Selbstbestimmung, aber auch spezifischere Gruppen von Rechten wie die der indigenen Völker umfassen (Crawford, 1988)(5). Probleme: Hier gibt es ein begriffliches Problem; der Begriff der Menschenrechte ist mit der Förderung universeller Standards und der Gleichbehandlung verbunden, aber die Rechte der Völker können nur dann sinnvoll sein, wenn sie ein Recht auf Anderssein befürworten. Indigene Völker fordern zum Beispiel das Recht, nach ihren eigenen Sitten und Gebräuchen regiert zu werden, was mit universellen Normen nicht leicht zu vereinbaren ist; dies ist ein in der Politik des Multikulturalismus wohlbekanntes Thema (Kymlicka, 1995(6); Parekh, 2000)(7) (...). In internationalen Gaus I 296 Beziehungen jedoch tritt dieses Problem am deutlichsten im Zusammenhang mit einer umfassenderen Herausforderung des Menschenrechtsbegriffs zutage: dem Argument, dass das internationale Menschenrechtsregime auf spezifisch westlichen Werten beruht, ein Argument, das von einer Reihe ostasiatischer Staaten am deutlichsten artikuliert wird und daher oft als "asiatische Werte"-Debatte bezeichnet wird (Bauer und Bell, 1999(8); Bell, 2000(9)). Religion/Familie: Das Kernargument ist, dass die in der Erklärung von 1948 und in der Folge identifizierte Menschenrechte mit einem spezifisch westlichen Begriff des Individuums und der öffentlichen Sphäre zusammenhängen; asiatische Werte, so wird argumentiert, orientieren sich an der Familie und dem Kollektiv, betonen Pflichten und Verantwortlichkeiten statt Rechte und legen einen größeren Schwerpunkt auf die Religion. 1. Dunne, T. and N. Wheeler, eds (1999) Human Rights in Global Politics. Cambridge: Cambridge University Press. 2. Mayall, J., Hrsg. (1996) The New Interventionism. Cambridge: Cambridge University Press. 3. Moore, J., Hrsg. (1998) Hard Choices: Moral Dilemmas in Humanitarian Intervention. Lanham, MD: Rowman and Littlefield. 4. Wheeler, N. J. (2000) Saving Strangers. Oxford: Oxford University Press. 5. Crawford, J. , Hrsg. (1988) The Rights of Peoples. Oxford: Clarendon. 6. Kymlicka, W. , Hrsg. (1995) The Rights of Minority Cultures. Oxford: Oxford University Press. 7. Parekh, B. (2000) Rethinking Multiculturalism. Basingstoke: Palgrave. 8. Bauer, J. and D. A. Bell, eds (1999) The East Asian Challenge for Human Rights. Cambridge: Cambridge University Press. 9. Bell, D. (2000) East Meets West: Human Rights and Democracy in East Asia. Princeton, NJ: Princeton University Press. Brown, Chris 2004. „Political Theory and International Relations“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications |
Gaus I Gerald F. Gaus Chandran Kukathas Handbook of Political Theory London 2004 |
| Regulierung | Hilton | Henderson I 82 Regulierung/Hilton/Henderson/Globerman: Ökonomische Theorien zur Regulierung: Einer der wichtigsten Beiträge der UCLA-Schule zu unserem Verständnis des Regulierungsprozesses besteht darin, dass sie zeigt, wie sich Regulierungsbehörden verhalten. Eigeninteresse: Anstatt als allwissende Förderer des sozialen Wohls zu agieren, handeln die Regulierungsbehörden in ihrem eigenen Eigeninteresse. Solange sie in ihren Positionen sind, versuchen sie insbesondere, die politische Unterstützung zu maximieren, was sich in einer sichereren Anstellung, einem größeren Budget der Behörde und höheren Gehältern sowie einer größeren Immunität gegenüber der Kontrolle durch den Gesetzgeber niederschlägt. >Regierungspolitik, >Interventionen, >Interventionismus. George Hilton: Hilton (1973)(1) war einer der ersten Wissenschaftler, der darauf hinwies, dass Regulierungsbeamte nach ihrem Ausscheiden aus der Behörde von ihren Erfahrungen in der Regulierung profitieren können. Er stellte fest, dass nur wenige Menschen eine Karriere als Regulierer machen. Eigeninteresse: Aufgrund ihrer relativ kurzen Amtszeit machen sie sich Gedanken darüber, was sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt tun werden. Wenn Regulierungsbehörden lukrative Arbeitsplätze anstreben, dann sind freundschaftliche Beziehungen zu Organisationen, die regelmäßig vor der Regulierungsbehörde auftreten, insbesondere zu Unternehmen, die der Regulierung unterliegen, für die Regulierungsbehörden wohl wertvoller als der Aufbau eines Rufs als sachkundige und effektive Regulierungsbehörden. Regulatorische Vereinnahmung: Frühe Kritiker des Regulierungsprozesses betonten das Konzept der „regulatorischen Vereinnahmung“, wonach die finanziellen Interessen der zu regulierenden Unternehmen die Regulierungsentscheidungen diktieren. Konzentrierte Vorteile/verteilte Kosten: Abgesehen von den potenziellen Interessen der Regulierungsbehörden an einer künftigen Beschäftigung in der regulierten Branche war die grundlegende Logik hinter dieser Sichtweise der Regulierung das Paradigma des konzentrierten Nutzens bei verteilten Kosten. Erzeuger/Verbraucher: Die Erzeuger sind in der Regel in konzentrierten Gruppen organisiert, während die Verbraucher in viel größeren, verstreuten Gruppen leben. Die Erzeuger haben individuell viel zu gewinnen, wenn sie den Regulierungsprozess dominieren, während die Verbraucher als Einzelpersonen weniger zu verlieren haben. Selbst wenn eine Regulierung den Verbrauchern mehr schadet als sie den Produzenten Vorteile bringt, werden die Produzenten die Regulierungsdebatte dominieren. Es kann sogar sein, dass die Verbraucher überhaupt nicht vertreten sind und nicht einmal über die Vorschriften Bescheid wissen. 1. Hilton, George (1973). The Basic Behavior of Regulatory Commissions. American Economic Review 62, 1/2: 47-54. |
Hilton I George W. Hilton John F. Due The Electric Interurban Railways in America Redwood City: Stanford University Press 2000 Henderson I David R. Henderson Steven Globerman The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019 |
| Rollen | Peacocke | I 109ff Konstitutive Rolle: 1. Sortal, 2. psychischer Zustand 3. Relation zwischen 1. und 2. >Sortale, >Psychische Zustände, >Rollen, >Konstitutive Rolle. Belege: Sensitivität für Belege ist nicht von entwickelten Begriffen abhängig. >Begriffe, >Sprachgebrauch, >Referenz. Von zwei Beschreibungen ist die uninformative die konstitutive Rolle. >Beschreibung. Konstitutive Rolle: "Die Person, die diese Wahrnehmungen hat": das erklärt die Immunität gegen Fehlidentifikation. >Immunität, >Unkorrigierbarkeit, vgl. >Apprehension, >Apperzeption. Konstitutive Rolle von "jetzt": "die Zeit, wo diese Einstellung (Glaube, Gedanke usw.) sich ereignet". >Lokalisation. Statt trivialer Identität "Ich bin ich": konstitutive Rolle "ich bin die Person mit diesen Zuständen". >Prädikation. I 122 Konstitutive Rolle/Ich/Peacocke: Die Konstitutive Rolle bringt gerade den Unterschied zur trivialen Identität: "ich bin die Person mit diesen Zuständen" statt "ich bin ich". >Identität, >Selbstidentifikation. |
Peacocke I Chr. R. Peacocke Sense and Content Oxford 1983 Peacocke II Christopher Peacocke "Truth Definitions and Actual Languges" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |
| Selbstbewusstsein | Shoemaker | Frank I 37f Selbstbewusstsein/Shoemaker: Selbstbewusstsein ist immun gegen Fehlidentifizierung. >Vertauschte Spektren, >Qualia, >Unkorrigierbarkeit, >Fehlidentifikation, >Immunität. Shoemaker pro Qualia; VsBlock. >Qualia/Block, >Qualia/Shoemaker. Selbstreferenz impliziert nicht Selbstidentifizierung. >Selbstbezüglichkeit. Frank I 65 Selbstbewusstsein/Shoemaker: radikal verschieden vom Wahrnehmungsbewusstsein. - Ich kann aus keinem Objekt, auch nicht aus dem Spiegel lernen, dass das Präsentierte ich selbst bin, es sei denn, ich hätte das schon zuvor gewusst. >Selbstidentifikation, >Selbstwissen, >Selbst, >Ich, >Wahrnehmung, vgl. >Er/Er selbst, >Quasi-Indikator. |
Shoemaker I S. Shoemaker Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Selbstidentifikation | Evans | Frank I 504ff Unkorrigierbarkeit/Evans: Eine Auffassung ist idealistisch, wenn sie von der Selbstkonstruktion der Welt durch uns ausgeht. Andererseits ist die Möglichkeit, uns selbst als objektive Personen zu identifizieren, nicht verifikationistisch auszuschlachten. >Unkorrigierbarkeit. I 515 Immunität/Evans: Immunität gegen Fehlidentifikation ist eine direkte Folge der demonstrativen Identifizierung - aber es geht nicht um "Identifizierung". - Fehler: zu glauben, die Immunität erstrecke sich nicht auf körperliche Merkmale. I 518 Selbstidentifikation/Evans: logische Form/Struktur: wenn wir [Ich bin F] so betrachten, als beruhe es auf [b ist F] und [ich bin b], dann geraten wir in Schwierigkeiten. I 545 Identifikation/Selbstidentifikation/Ich/Evans: beruht auf Lokalisierung im Raum. I 557ff Selbstidentifikation/SI/Evans: Man kann sich nicht selbst als "Träger des Schmerzes" identifizieren (zirkulär). - Zuerst muss Schmerz durch eigenes Erleben gelernt werden. - ((s) Entsprechend mit anderen körperlichen Erfahrungen: Körper identifiziert nicht das Selbst/ich.) Evans: Die Vorstellung, die ich mit meinem Namen verbinde, erlaubt mir keine Selbstidentifikation. - Selbstidentifikationen: sind gemischt und nicht zerlegbar (in körperlich/geistige Komponenten) - sonst zirkulär. - Es ist nicht widersinnig, dass man sich nicht selbst identifizieren kann. >Selbstwissen, >Selbstzuschreibung. Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell,Oxford/NewYork 1982, 204-266 |
EMD II G. Evans/J. McDowell Truth and Meaning Oxford 1977 Evans I Gareth Evans "The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Evans II Gareth Evans "Semantic Structure and Logical Form" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Evans III G. Evans The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Skeptizismus | Anscombe | Frank I 79 Ich/Descartes/Anscombe: pro: die conception von "Ich" kann kein "Selbst" sein und sie muss garantieren, dass der Referent notwendigerweise präsent ist. Hier zeigt sich, wie leistungsfähig der Ansatz von Descartes ist. Die Konzeption ist das "Denken von Gedanken". >Ich, >cogito, >R. Descartes. Ich/Anscombe: Irrtumsimmunität: 1. Der Sprecher muss existieren, 2. Der Referent muss existieren, 3. Der Referent existiert als genau der, der gemeint ist. >Meinen, >Referenz. Ich/Körper/AnscomeVsDescartes: Bsp Ich bin gefesselt in einem großen Wassertank und kann mich nicht bewegen. Dabei denke ich: "Ich will nicht zulassen, da mir das noch einmal passiert". So wird deutlich, dass ein Körper nicht Referent von "ich" sein kann, sondern eine cartesische res cogitans. >Körper, >res cogitans. Problem: Das cartesische Ego erfüllt zwar die Kriterien der garantierten Referenz,... Frank I 80 ...aber löst nicht das Problem von Locke: wer garantiert, dass der referentielle Gegenstand in verschiedenen "ich" Gedanken derselbe ist? >Ich, >Person/Locke. AnscombeVsDescartes: Er kann nicht einmal sicher sein, dass "Ich" nicht gleichzeitig auf etliche Denker referiert! Ich/Skeptizismus/Anscombe: Lösung: "Ich" bezieht sich auf gar nichts! Damit ist es irrtumsimmun. Das folgt aus dem Scheitern der Logik bei der Bestimmung der Bedeutung und dem Scheitern Descartes' bei der Bestimmung des Referenten. Frage: Warum ist niemand früher auf diese Lösung gekommen? Wegen der "grammatischen Illusion eines Subjekts". Die Fragen nach Bedeutung und Referenten des "ich" sind aber sinnlos! >Bedeutung, >Grammatik. |
Anscombe I G.E. M. Anscombe "The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36 In Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Täuschungen | Frith | I 30 Wasserfalltäuschung/Täuschung/Illusion: Bsp Hier bleiben Objekte stehen, doch wir sehen sie noch immer in Bewegung. Es gibt auch die umgekehrte Täuschung. I 37 Täuschung/Illusion/Frith: Bsp Jemand, der taub ist, kann von der Illusion geweckt werden, laute Musik zu hören. I 39 Falsches Wissen/Frith: Bsp Epilepsie: kann zu falschem Wissen führen. >Illusion. I 40 Aura: lässt den Betroffenen Stimmen und Laute hören. Auch Bsp Erlebnisse aus der Vergangenheit. I 41 Dies kann zu falschem Wissen führen. I 47 Schizophrenie/Frith: typisches Merkmal: Bsp Die Leute glauben fest, sie hätten Erlebnisse gehabt, die sie aber nicht hatten. I 49 Illusion/Schizophrenie/Frith: Die Leute hören Stimmen, die ihnen Befehle erteilen und Handlungen kommentieren. Das Gehirn kann also eine falsche mentale Welt erschaffen. Es geht nicht um die physische Welt. >Schizophrenie. These: Auch das völlig normal funktionierende Gehirn kann uns etwas Falsches erzählen. I 51 Gehirn/Welt/Realität/Wahrnehmung/Frith: These: Selbst wenn unser Gehirn normal funktioniert, haben wir keinen direkten Zugang zur Welt. >Welt/Denken. I 83 Bewegung/Wahrnehmung/Täuschung/Illusion/Frith: Bsp Die Hand soll eine gerade Linie zeichnen, die auf dem Computerbildschirm erscheint. Die Hand selbst ist aber nicht sichtbar. Der Computer kann selbst Verzerrungen herbeiführen. Pointe: Man weiß nicht, was die Hand gerade tut. Die Grenze ist außerhalb des Körpers und endet am Zeiger, den ich über den Bildschirm bewege. Bsp Personen sehen eine Hand im Spiegel ohne zu wissen, dass es die Hand eines Helfers ist. I 85 Bewusste Handlung: Das Sich-Bewusst-Werden: Hier liegt die Grenze innerhalb des Körpers und endet an dem Punkt, wo ich die Absicht habe, eine senkrechte Linie zu zeichnen. >Handlungen. I 89 Täuschung/optische/Illusion: Bsp Ein Ziel in einem Rahmen wird kurz gezeigt, dann nochmals, wobei das Ziel geblieben ist, der Rahmen aber etwas gewandert ist. Die Person glaubt, dass das Ziel, aber nicht der Rahmen gewandert ist. Pointe: Nur die Sehrinde kommt zu dem Schluss, dass der Rahmen geblieben ist, wenn die Person zeigen soll, wo sie das Ziel vermutet, zeigt sie die korrekte Stelle. Die Zeigebewegung wird von der Bewegung des Rahmens nicht beeinflusst. Wissen: Die Hand „weiß“, dass sich das Ziel nicht bewegt hat. I 90/91 Gehirn/Frith: Das Gehirn sagt uns nicht, wenn sich unser Körper anders bewegt, als wir beabsichtig haben (bei normalen Menschen). I 209 Def Schizophrenie/Frith: Schizophrenie ist keine Persönlichkeitsspaltung, sondern die Spaltung verläuft zwischen den Teilen einer Persönlichkeit. Zwischen Emotion und Wissen. >Emotion, >Wissen. I 210 Diagnose: Es gibt keine körperlichen Anzeichen für Schizophrenie. Die Diagnose beruht auf dem, was der Patient dem Arzt erzählt. Der Kranke glaubt, seine Handlung würden von fremden Mächten gesteuert. Er halluziniert über fremde Mächte. I 211 Irrtumsimmunität/Immunität/Irrtum Fehlidentifikation/Frith: Irrtumsimmunität scheint im Fall der Schizophrenie nicht zu bestehen. Gedanken/Denken/Frith: Das führt zu der Frage, woher wir wissen, woher unsere Gedanken kommen und dass sie unsere eigenen Gedanken sind. >Gedanken, >Denken. I 235 Täuschung/Frith: Autisten sind meist nicht in der Lage, jemanden zu täuschen. Freundschaft/Gesellschaft/Gemeinschaft: Das ist der Grund dafür, dass Autisten oft allein sind. I 236 Die Fähigkeit zur Täuschung ist eine wichtige Voraussetzung Freundschaften aufrechtzuerhalten. >Freundschaft, >Lüge. |
Frith I Chris Frith Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013 |
| Unkorrigierbarkeit | Evans | Frank I 504ff Unkorrigierbarkeit/Evans: Die These der Unkorrigierbarkeit ist idealistisch, wenn sie von der Selbstkonstruktion der Welt durch uns ausgeht. Andererseits ist die Möglichkeit, uns selbst als objektive Personen zu identifizieren, nicht verifikationistisch auszuschlachten. >Selbstidentifikation, >Selbstwissen. I 515 Immunität/Evans: Immunität gegen Fehlidentifikation ist eine direkte Folge der demonstrativen Identifizierung - aber es geht nicht um "Identifizierung". >Erste Person. Fehler: zu glauben, die Immunität erstrecke sich nicht auf körperliche Merkmale. Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell, Oxford/NewYork 1982, 204-266 |
EMD II G. Evans/J. McDowell Truth and Meaning Oxford 1977 Evans I Gareth Evans "The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208 In Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993 Evans II Gareth Evans "Semantic Structure and Logical Form" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 Evans III G. Evans The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989 Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 |
| Unkorrigierbarkeit | Frith | I 211 Irrtumsimmunität/Immunität/Irrtum/Fehlidentifikation/Frith: Irrtumsimmunität scheint im Fall der Schizophrenie nicht zu bestehen. Gedanken/Denken/Frith: Das führt zu der Frage, woher wir wissen, woher unsere Gedanken kommen und dass sie unsere eigenen Gedanken sind. >Überzeugungen/Donald Davidson, >Denken, >Denken/Hume, >Wissen, >Erste Person, >Subjektivität. |
Frith I Chris Frith Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013 |
| Unkorrigierbarkeit | Peacocke | I 140 Gewissheit/Unkorrigierbarkeit/Peacocke/(s): Die demonstrative Gegebenheitsweise garantiert, dass der Gegenstand Eigenschaften hat, die durch die Wahrnehmung determiniert sind, (nicht, dass er bestimmte Eigenschaften sicher hat) - jedenfalls, dass diese Eigenschaften nicht von weiteren Glaubensannahmen abhängig sind. >Gewissheit, >Eigenschaften, >Beobachtung, >Gegebenheitsweise, >Zeigen, vgl. >Hinweisende Definition. I 140f Unfehlbarkeit/Immunität gegen Irrtum/Wahrnehmung: visuelle Gegebenheit: Bsp "Dieser Mann ist kahl": unfehlbar in Bezug auf "dieser Mann". >Referenz, >Erscheinung, vgl. >Schein/Sellars, Peacocke: Das ist keine Identifikation, nicht von Identität mit irgend etwas abhängig, was gerade nicht gegeben ist. - "Es gibt (in dieser Wahrnehmungssituation) niemand, so dass er kahl wäre, aber dieser Mann nicht". Das ist von der Wahrnehmung als an diesem Ort präsentiert. - Es kann nicht sein, dass die Gegebenheitsweise "dieser Kasten" referiert und gleichzeitig dieser Kasten nicht das Ding ist, das würfelförmig ist. >Referenz. Halluzination: auch in diesem Fall ist der Gedanke "Dummett amüsiert sich" ein Gedanke über Dummett! >Halluzination. I 175 Immunität/Unfehlbarkeit/Tradition/Evans: Das Urteil, ein Urteil mit einem bestimmten Inhalt zu sein, kann dadurch konstituiert werden, dass dieses Urteil auf diesen Zustand antwortet. >Urteile. Ich/Evans: Die Referenz kann fehlschlagen! >Ich, >Selbst-Identifikation, >Selbst-Referenz, vgl. >Quasi-Indikator. |
Peacocke I Chr. R. Peacocke Sense and Content Oxford 1983 Peacocke II Christopher Peacocke "Truth Definitions and Actual Languges" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |
| Völkerrecht | Internationale Politische Theorie | Gaus I 293 Völkerrecht/Internationale Politische Theorie/Brown: Das abschließende Urteil im Fall Pinochet in Großbritannien (1998-2000) stellte fest, dass die Doktrin der "souveränen Immunität" sich nicht auf Handlungen erstrecken durfte, die nach der internationalen Folterkonvention von 1984 verboten sind. Kriegsverbrechertribunale: Der Internationale Strafgerichtshof, der durch das Römische Statut von 1998 eingerichtet wurde, das im April 2002 von den erforderlichen 60 Staaten ratifiziert wurde und am 1. Juli 2002 in Kraft trat, stellt eine noch größere Herausforderung für die westfälischen Souveränitätsnormen dar. >Souveränität/Internationale Politische Theorie. In der Praxis sind die Befugnisse des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) streng begrenzt, aber dennoch halten einige einflussreiche Staaten, darunter China, Indien, Russland und die USA, dies für einen Schritt zu weit. Amerikanische "neue Souveränisten" haben argumentiert, dass Gaus I 294 der IStGH und das Pinochet-Urteil das Völkerrecht weit über seine eigentliche Funktion hinausgeführt, die darin besteht, die Koexistenz zwischen Souveränen zu fördern (Spiro, 2000(1); Rivkin und Casey, 2000-1(2)). Die Schlüsselfrage hier, (...) ist, (...) ob es auf globaler Ebene ein ausreichend tiefes Gemeinschaftsgefühl gibt, um ein Rechtssystem zu unterstützen, das auf Einzelpersonen und nicht auf Staaten basiert. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass zu den Bettgenossen der neuen Souveränisten alle asiatischen Großmächte gehören, von denen nur wenige das Römische Statut unterzeichnet, geschweige denn ratifiziert haben. 1. Spiro, P. J. (2000) 'The new sovereigntists'. Foreign Affairs, 79: 9-15. 2. Rivkin, D. B. and L. A. Casey (2000-1) 'The rocky shoals of international law'. The National Interest, 2: 35-46. Brown, Chris 2004. „Political Theory and International Relations“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications |
Gaus I Gerald F. Gaus Chandran Kukathas Handbook of Political Theory London 2004 |
| Wettbewerb | Alchian | Henderson I 21 Wettbewerb/Eigentumsrechte/Alchian/Henderson/Globerman: (...) schadet der Inhaber [eines] neuen Restaurants dem Inhaber des etablierten Restaurants nicht einfach dadurch, dass er um Kunden konkurriert? Wahrscheinlich schon, obwohl Alchian argumentiert, dass dieser offensichtliche Eingriff in das Eigentumsrecht des etablierten Eigentümers legitim ist. Obwohl die privaten Eigentumsrechte das Privateigentum vor physischen Eingriffen schützen, besteht keine Immunität für den kommerziellen Wert des Eigentums einer Person. Henderson I 22 Niemand sollte erwarten, dass die Gewinne oder sonstigen Vorteile, die er aus seinem Eigentum zieht, vor der Nutzung des Privateigentums anderer geschützt werden, wenn diese Nutzung die Nutzung des Privateigentums des Eigentümers nicht physisch einschränkt. >Eigentumsrechte/Alchian, >Verhalten/Alchian. |
Alchian I Armen A. Alchian William R. Allen Exchange and Production: Competition, Coordination and Control Belmont, CA: Wadsworth 1977 Henderson I David R. Henderson Steven Globerman The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| Ich | Evans, G. | Fra I 485f ich/Evans: 1. kriterienlos, 2. begrenzt zugänglich (nicht jedermann, jederzeit) ï·" 3. Gegebenheitsweise existenzabhängig: ich muß am Ort sein, um "hier" zu sagen, aber Wechseln ist möglich ("neuer Sinn, alte Bedeutung") ï·" I 488 Ichï·"Gedanken sind de re ï·" (brauchen Information) ï·" (VsHume?) ï·" Peacocke I 175 Ich/Evans: These die Referenz von "Ich" kann fehlschlagen! Peacocke: wie ist das mit der absoluten Immunität von "ich habe Schmerzen" verträglich? |
Fra I M. Frank (Hrsg.) Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994 Peacocke I Chr. R. Peacocke Sense and Content Oxford 1983 Peacocke II Christopher Peacocke "Truth Definitions and Actual Languges" In Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976 |