Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
Literatur
Absicht Davidson Brandom I 375
Absicht/Davidson/früh: Absicht bezieht sich nicht auf eine Sache oder einen Zustand. - Später Vs - Searle: für intentionales Handeln gibt es nur "Handlungsabsichten". - Für reines Beabsichtigen: auch "vorausgehende Absicht".
Glüer II 183
Intention/Absicht/Sprache/Bedeutung/Davidson/Glüer: Davidson spricht selbst davon, dass der Sprecher mit seinen Äußerungen nur das meinen kann, was der Interpret in der Lage ist, auch herauszubekommen. Da er von Fehlern spricht, kann er nur von einem im Großen und Ganzen zu befolgenden Hintergrund von "richtigem" Sprachverhalten ausgehen.
Glüer II 110
In der Terminologie propositionalen Einstellungen kann es keine Definition des Begriffs des intentionalen Handelns geben. Möglichen abweichenden Kausalketten (Bsp unabsichtliches Zittern führt Wirkung herbei) kann man nicht entgehen.
Glüer II 112
Erklärung/Kriterium/Intention/Absicht/Handlungserklärung/Davidson/Glüer: nur folgendes Kriterium ist möglich: (K2) Handlung x ist intentional unter der Beschreibung d nur dann, wenn
der Akteur einen Primärgrund g für x unter der Beschreibung d hat und
g x auf die richtige Weise verursacht.

Bloße Absichten sind nichtrealisierte Handlungsentscheidungen. Sie erfordern die Annahme eines intermittierenden Ereignisses zwischen dem Haben des Primärgrundes und der Handlung.
>Intentionen, >Handlungen, >Erklärungen, >Bedeutung, >Sprache, >Willensakte.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Beschreibungstheorie Evans I 313f
Beschreibungstheorie/Namen/Evans: "x ist der einzige φ-er, und alles, was sonst noch φ-et ist identisch mit x". ((s) Vgl. >"Genau einer").
Vgl.
Berka I 121
Def 1/Eins/Zahl/logische Form/Hilbert:
1(F) : (Ex)[F(x) & (y)(F(y) > ≡ (x,y)].

Hilbert: "Es gibt ein x, für das F(x) besteht, und jedes y, für das F(y) besteht, ist mit diesem x identisch".

Vgl.
Cresswell I 179
Bestimmter Artikel/Theorie der Kennzeichnung/Russell: "der" erfordert, dass ein Satz Bsp "der φ ist ψ" vorausgesetzt, dass "der φ" weite Reichweite hat, beinhaltet (entails) dass es genau ein φ gibt.
Vgl.
Prior I 61
Def "genau ein"/logische Form/Prior: zu sagen, dass genau ein Individuum φt heißt zu sagen, dass für ein x, x ft und für jedes x und y, wenn x φt und y φt, dann ist x dasselbe Individuum wie y. - Nur mit "φ-en" statt "F" (Prädikat). Eigenschaft/Prädikat/Prior: dieser benutzt "φ-en" (einstellige Verben) statt "F" (Eigenschaft) - aber auch: "Eigenschaft, zu φ-en" - "Die Eigenschaft des ()-ens" bildet aber kein Substantiv aus einem Verb! - sondern ist Teil des ganzen Funktors: "..ist dasselbe wie.." oder Funktors: "was immer ()t,()t".
Es ist keine Eigenschaft, weil sonst falsche Gleichsetzung folgt: "Eigenschaft, die auf nichts angewendet wird": dies könnte dann fälschlich Meerjungfrauen und Pegasi gleichsetzen.

Evans I 313f
EvansVs: Die Situation für propositionale Einstellungen wird fälschlich so dargestellt, als gleiche sie der Situation, in der der Gegenstand nicht existiert. (Vgl. >Nichtexistenz)
I 313
Referenz/Bedeutung/allgemeiner Term/EvansVsBeschreibungstheorie: Wir verwenden ständig allgemeine Termini, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, dass wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allgemeinen Termini enthalten.
I 315
Namen/Kausaltheorie/Kripke/Evans: Kripkes Kausaltheorie sieht ungefähr so aus: Die Kausalkette ist nur dann referenzbewahrend, wenn der Sprecher intendiert, den Namen für dasselbe Ding zu verwenden, für das es derjenige verwendet hat, von dem er den Namen gelernt hat. Evans: Frage: ist es hinreichend, daß diese Verwendung eine so beschriebene kausale Folge ist?
Bsp (Evans) Eine Gruppe von Leuten unterhält sich in der Kneipe über einen bestimmten Louis, von dem S noch nie gehört hat. Er fragt "Was hat Louis denn getan?" Klar, daß er damit einen bestimmten Mann bezeichnet!
I 316
Er könnte sogar bei einer späteren Gelegenheit fortfahren, sich auf ihn zu beziehen. VsBeschreibungstheorie: Mit ihr ist das schwer zu vereinbaren, weil der Informationsbrocken, den S aufschnappte, irgendeine Einstellung einschließen könnte und auf jemand anders viel besser passen könnte. Sie hat keine Erklärung dafür, warum es unmöglich ist, daß andere Beschreibungen gegenüber dieser überwiegen.
VsKausaltheorie: Sie kann in diesem Fall wohl die richtige Antwort sicherstellen. Aber: sie kann nicht ausschließen, dass S zu jedem zukünftigen Zeitpunkt, wie fremd die Thematik und wie verwirrt der Sprecher sein mag, einen bestimmten Franzosen - vielleicht Louis XIII: bezeichnen wird, solange es eine kausale Verknüpfung zu jener Unterhaltung in der Kneipe gibt.
>Kausaltheorie der Namen, >Eigennamen, >Kennzeichnungen, >Nichtexistenz.
I 321
EvansVsBeschreibungstheorie: Wenn wir nun gleichzeitig dächten, dass der Name denjenigen bezeichnet, der von Elhannan erschlagen wurde, dann zeigt das, dass die Bedingungen der Beschreibungstheorie nicht notwendig und nicht hinreichend sind. >Hinreichendes, >Bedingungen.
I 321/322
EvansVsKripke: Das ist die Auffassung, für die Kripke hätte argumentieren sollen, aber nicht argumentiert hat. EvansVsBeschreibungstheorie: Sie unterscheidet nicht zwischen den Gedanken:
a) dass das Bezeichnete von der Absicht des Sprechers bestimmt ist, und
b) dass der Gegenstand die Beschreibungen erfüllt.
EvansVsBeschreibungstheorie: Punkt b) ist die Schwäche: das "Passen auf" ist absurd, wenn es im Fall eines von seiner Gemeinschaft isolierten Sprechers nur durch ein Bündel von Beschreibungen, das der Sprecher assoziiert, auf dieses Ding besser als auf alles andere passen soll.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Bezug/Referenz Kripke I 71
Referenz/Kripke: Der Referent des Namens ist nicht durch eine Beschreibung, sondern durch eine "kausale" Kommunikationskette bestimmt. >Kausaltheorie der Eigennamen.
I 109
Kripke: Das Relevante ist die tatsächliche Kette der Kommunikation, nicht die Art und Weise, wie der Sprecher zu seiner Referenz gekommen ist.
I 123
Taufe: Eine Taufe ist eine richtige Kausalkette, aber: es gibt weitere Bedingungen und keine persönliche Kenntnis. Es ist im allgemeinen nicht der Fall, dass die Referenz eines Namens durch bestimmte Identifizierung der Merkmale, durch bestimmte Eigenschaften, die der Referent als Einziger erfüllt und von denen der Sprecher weiß oder meint, dass sie zutreffen, bestimmt wird.
>Meinen, >Sprecher-Referenz, >Sprecher-Bedeutung.
I 147f
Referenz: "Wasser ist H2O", "Licht ist ein Photonenstrom", oder "Wärme ist die Bewegung von Molekülen": Wenn ich auf Wärme referiere, dann referiere ich nicht auf eine innere Empfindung, die jemand vielleicht hat, sondern auf eine äußeres Phänomen, das wir durch den Empfindungssinn wahrnehmen. Es verursachte die charakteristische Empfindung, die wir die Wärmeempfindung nennen.
I 149
Referenz: Was Licht ist, legen wir durch die Tatsache fest, dass es dasjenige in der Außenwelt ist, dass unsere Augen auf eine bestimmte Weise affizieren.
I 154
Im Falle von Eigennamen kann die Referenz auf verschiedene Weise festgelegt werden. Festlegung der Referenz: Die Festlegung der Referenz geschieht a priori (kontingent) - nicht synonym.
Bedeutung: Die Bedeutung ist analytisch (notwendig).
Definition: Die Definition legt Referenz fest und drückt a priori Wahrheit aus.
>Definition/Kripke, >Eigennamen/Kripke, >Bedeutung/Kripke.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Bilder Flusser Blask I 26
Bild/Flusser: These: Der Mensch vergisst, dass er es war, der die Bilder erzeugte. Imagination ist in Halluzination umgeschlagen. >Vorstellung, >Halluzination.

Flusser I 111 ff
Bild/Flusser: Spezifische Definition: mit Symbolen bedeckte Fläche. Def Bild: Ein Bild ist eine Reduktion der "konkreten" vierdimensionalen Verhältnisse auf zwei Dimensionen.
Bsp Höhlenmalereien von Lascaux lassen sich als "prospektive Projektionen" betrachten: Ihre Absicht war wohl nicht "konkrete Sachlagen" darzustellen (etwa eine Anatomiestunde) sondern gewünschte Sachlagen zu entwerfen: einer Jagdmagie zu dienen. Sie wollen nicht zeigen, wie Ponies sind, sondern was man tun muss um sie zu jagen.
Andererseits ist an einer Straßenkarte wenig Magie: Sie zeigt nicht wie Straßen sein sollen, sondern wie sie tatsächlich sind. Und dennoch hat sie einen "Wert" Sie zeigt dem Fahrer, was er tun soll, um in die Stadt zu kommen. Dann sind sie "gute Bilder"
I 112
Bsp Lascaux: Die Höhlenmalereien sind "gute Bilder" wenn sie zu Jagdglück verhelfen, und das tun sie, wenn sie die Anatomie der Ponies richtig wiedergeben. Viele Bilder sind gefällig gestaltete Flächen, weder Straßen noch Ponies, und diese meint man gemeinhin mit Bildern.
I 135
Bild/Flusser: Def Technobilder/Flusser: Bilder, die nicht Szenen, sondern Texte bedeuten:
Bsp Gleichungen, die zu Atombomben führen, bestehen aus unvorstellbaren Symbolen. Daher kann der Text, den diese Gleichungen bilden, nicht als bedeutungslos angesehen werden. aber die Atombombe selbst ist in einem seltsamen Sinn unvorstellbar.
Und dasselbe gilt für den Fernsehapparat, das Auto, kurz für die meisten unserer Produkte der Technik. Wenn solche Texte funktionieren, führen sie zu noch wahnsinnigeren Codes.
I 137 ff
Technobilder: Wir glauben Filme zu kritisieren, Fernsehprogramme zu verstehen: das ist ein gefährlicher Irrtum. Die Entschlüsselung ist viel schwieriger.
traditionelles Bild: Szene < Bild < Mensch

Technobild: Szene > Bild > Mensch

Traditionelle Bilder sind von Menschen gemacht, Technobilder sind von Apparaten gemacht.
I 138
Im traditionellen Bild ist die Kausalkette zwischen Szene und Bild durch den Menschen unterbrochen. Bei Technobild ist die Kausalkette nicht unterbrochen, das Technobild ist direkte Folge der Szene, allerdings kann nicht von einer Kausalkette zwischen Wirklichkeit und Bild gesprochen werden. Der naive Glaube, man müsse nicht erst lernen, Kinoplakate oder Werbung zu entziffern, trägt zu der Verfremdung bei, die diese Bilder bewirken.

Technischer Text ↔ Apparat Operator ↔ Technobild

>Verfremdung, >Verstehen, >Interpretation, >Deutung.
I 139
Def Technobild/Flusser: Technobilder sind Flächen, die mit Symbolen bedeckt sind, welche Symbole linearer Texte bedeuten. >Symbole, >Texte.
Bsp Die Röntgenaufnahme des gebrochenen Arms ist für den Arzt zugleich Landkarte und auch Modell , wie der Arm zu behandeln ist, also "prospektiv" und sie ist "schön" insoweit sie wahr und gut ist.
Die Spezifität der Technobilder ist weder in der Methode der Erzeugung (durch Apparate) noch in dem Material (Kathodenröhren) zu suchen.
Technobilder sind wie alle Bilder Symbole, aber sie bedeuten nicht wie traditionelle Bilder Szenen, sondern sie bedeuten Begriffe.
Def Technobild: bedeutet Begriffe, bedeutet Texte.
>Begriffe.
Insofern sind auch traditionell erzeugte Bilder, insoweit sie Begriffe bedeuten, Technobilder: Blueprints, Diagramme, Kurven in Statistiken usw.
Seltsame Verwandtschaft von Technobildern mit Ideogrammen: beide sind Bilder, die Begriffe bedeuten. Allerdings hat "Begriff" in beiden Fällen nicht die gleiche Bedeutung.
>Meinen, >Bedeutung.
Bsp Man "fühlt" dass die Zahl "2", also ein Ideogramm eine ganz andere Art von Symbol ist, als z.B. die Fotografie eines BH in der Werbung, also ein Technobild, obwohl beide Begriffe bedeuten. Das Wesentliche der Technocodes zerrinnt immer zwischen den Fingern.
Ideogramme Übersetzung in alphabetischen Code. "Zwei und zwei ist vier" und 2+2=4: der erste scheint die Beschreibung des zweiten zu sein. Wir haben die Tendenz, in ideogrammatische Codes, obwohl sie linear sind, Bilderschriften zu sehen. "2+2=4"ist aber nicht das Bild einer linearen Sachlage! LL Er ist die Beschreibung einer Szene!
>Zahlen, >Ziffern.
I 141
Ideogramme: sind nicht Bilder sondern Symbole vom Typus "Buchstabe". Def Szene: ist nichtlinear.
Def Text: ist linear.
Def Ideogramme: Begriffe, welche Bilder bedeuten.
Ideogramme sind wie Technobilder übersprachlich. Bsp Sie können auch mit "Two and two makes four" und "Kauf einen BH!" oder Buy a bra!" übersetzt werden.
Traditionelle Bilder sind "untersprachlich". Sie werden besprochen. Menschen können sich zwar mit Bildern verständigen, trotzdem ist der Glaube falsch, sie seien "allgemein verständlich".
I 143
Technobilder: Die Übersetzung von Technobildern liegt in einer ganz anderen Richtung jenseits der gesprochenen Sprache als die Übersetzung von H20 in "water". Bsp "P" . "Parken erlaubt" / "Parking permitted" auf den ersten Blick ähnlich, aber diese neuartige Codeart muss das Alphabet mit der Zeit vernichten.
>Übersetzung.
Selbst wenn das "P" durch das Piktogramm eines Wagens ersetzt wird. Es könnte auch durch eine Reproduktion der Mona Lisa ersetzt werden.
>Konvention.
Die Art wie wir lernen, sie zu befolgen ist eine andere Art, als die nach der wir mathematische Formeln oder alphabetische Texte lernen.
>Lernen.
I 146
Technobilder bedeuten Texte. Bsp Die Fotografie im Elektronenmikroskop bildet physikalische Texte ab, der Film Verhältnisse aus einem Filmskript, die statistische Kurve bildet Verhältnisse ab, die ökonomische Texte im Hinblick auf eine ökonomische Tendenz aufstellen. Technocodes
a) Plakate: sind direkt verständlich
b) Röntgenaufnahme: muss entschlüsselt werden.
Bsp Wenn wir bei einer roten Ampel auf die Bremse drücken, tun wir nicht so, als ob wir einen Text läsen, sondern als ob wir ein Bild sähen, wo ein Fuß ein Bremspedal drückt.
>Code/Flusser und Technologie/Flusser.
I 162
Technobild/Flusser: Nur Archäologen oder Biologen, Astronomen oder Physiker verwenden Technobilder "richtig", nämlich als Symbole von Begriffen. Bild/Flusser: Videokunst liefert keine Technobilder, weil sie dort nicht Bilder für Begriffe sind.
I 163
Irrglaube: Technobilder seien Codes der Massenmedien. Die Gesellschaft ist nur an Technobildern, die amphitheatralisch ausgestrahlt werden, interessiert und wird von der Kunst-Diskussion völlig kalt gelassen.
>Gesellschaft, >Kunst, >Ästhetik.

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996

Blask I
Falko Blask
Jean Baudrillard zur Einführung Hamburg 2013
Carnap-Satz Lewis I (b) 29
Carnap-Satz/Carnap-Konditional/Lewis: Der Carnap-Satz besagt, dass im Falle der Realisierung der Theorie T die theoretischen Termini die Bestandteile einer Realisierung von T benennen (Anmerkung: Carnap hat die Fälle im Auge, wo die A-Termini einer Beobachtungssprache angehören). Ex T(x) > T(t).
Ramsey-Satz: hat denselben Gehalt wie die Theorie in traditioneller Terminologie.
---
Schwarz I 220
Theorie/Lewis/Schwarz: Um das Carnap-Konditional zu widerlegen, müsste man feststellen, dass es Dinge gibt, die die Theorie erfüllen, dass dies aber keine Elektronen sind, das kann sich gar nicht herausstellen. Bsp dass nicht Homer die Odyssee geschrieben hat, sondern ein anderer Grieche gleichen Namens. Keine Entdeckung über DNA, Kausalketten, Prototypen oder Sprachgebrauch kann das Carnap-Konditional widerlegen. Das Carnap-Konditional taugt aber nicht für Definitionen, weil es nur hinreichende Bedingungen angibt. Vgl. >Ramsey-Satz.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Determinismus Inwagen Pauen I 273
Determinismus/Peter van Inwagen/Pauen: Der Determinismus ist keine Implikation des Physikalismus. Das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen. Damit ist nicht gesagt, dass das Verhältnis Ursache/Wirkung stets deterministisch sein muss.
Das Prinzip der physischen Determination macht keine Aussage über die Notwendigkeit bestimmter Kausalketten, sondern fordert nur, dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt.
van Inwagen: Der Determinismus steht also für die These, dass sich aus einer vollständigen Beschreibung und Kenntnis der Zustand der Welt zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt ableiten lasse.
>Anfangsbedingungen.
Pauen: Es ist mehr als umstritten, dass der Determinismus auf unsere physische Realität zutrifft.
---
Lewis V 296
Determinismus/VsWeicher Determinismus/VsKompatibilismus/van InwagenVsLewis: (gegen den weichen Determinismus, den ich vorgebe, zu vertreten): Bsp Angenommen zur reductio, dass ich hätte meine Hand heben können, obwohl der Determinismus wahr wäre.
Dann folgt aus vier Prämissen, die ich nicht leugnen kann, dass ich eine falsche Konjunktion HL hätte hervorbringen können, aus einer Proposition H über einen Zeitpunkt vor meiner Geburt und eine gewisse Proposition über ein Gesetz L.
Prämisse 5: Wenn ja, dann hätte ich L falsch machen können.
Prämisse 6: Aber ich hätte L nicht falsch machen können (Widerspruch).
LewisVsInwagen: 5 und 6 sind nicht beide wahr. Welche wahr ist, hängt davon ab, was Inwagen mit "hätte falsch machen können" meint. Allerdings nicht in der Alltagssprache, sondern in Inwagens künstlicher Sprache. Aber auch da kommt es nicht darauf an, was Inwagen selbst damit meint!
Worauf es ankommt ist, ob wir dem überhaupt einen Sinn geben können, der alle Prämissen ohne Zirkularität gültig macht.
Inwagen: (mündlich): dritte Bedeutung für "hätte falsch machen können": Gilt nämlich dann und nur dann, wenn der Handelnde die Dinge so hätte arrangieren können, dass sein Tun plus die ganze Wahrheit über die Vorgeschichte zusammen die Falschheit der Proposition implizieren.
Dann sagt Prämisse 6, dass ich die Dinge nicht hätte so arrangieren können, so dass ich prädeterminiert war, sie nicht so zu arrangieren.
Lewis: Es ist aber gar nicht instruktiv zu sehen, dass der weiche Determinismus die so interpretierte Prämisse 6 ablehnen muss.
V 297
Falsifikation/Handlung/Willensfreiheit/Lewis: provisorische Definition: Ein Ereignis falsifiziert eine Proposition, nur dann, wenn es notwendig ist, dass wenn das Ereignis geschieht, dann die Proposition falsch ist. Aber mein Akt des Steinewerfens würde nicht selbst die Proposition falsifizieren, dass das Fenster in der Wurflinie intakt bleibt. Alles was wahr ist, ist, dass mein Akt ein anderes Ereignis hervorruft, das die Proposition falsifizieren würde.
Der Akt selbst falsifiziert kein Gesetz. Er würde nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz falsifizieren.
Alles was wahr ist ist, dass meinem Akt ein anderer Akt vorausgeht. Das Wunder und dieser falsifiziert das Gesetz.
Schwach: Sagen wir, ich wäre in der Lage eine Proposition im schwachen Sinne falsch zu machen gdw. ich etwas tue, die Proposition falsifiziert wäre (aber nicht notwendig durch meinen Akt und nicht notwendig durch irgendein Ereignis, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde). (Lewis pro "Schwache These" (weicher Determinismus)).
Stark: Wenn die Proposition entweder durch meinen Akt selber oder durch ein Ereignis falsifiziert wird, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde.
Inwagen/Lewis: Der erste Teil seiner These steht, egal ob wir die starke oder die schwache These vertreten:
Wenn ich meine Hand hätte heben können, obwohl der Determinismus wahr ist und ich sie nicht gehoben habe, dann ist es im schwachen und im starken Sinn wahr, dass ich die Konjunktion HL (Propositionen über die Vorgeschichte und die Naturgesetze) hätte falsch machen können.
Aber ich hätte die Proposition L falsch machen können im schwachen Sinn, obwohl ich sie nicht im starken Sinn hätte falsch machen können.
Lewis: Wenn wir den schwachen Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 6.
Wenn wir den starken Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 5.
Inwagen vertritt beide Prämissen, indem er analoge Fälle erwägt.
LewisVsInwagen: Ich glaube, dass die Fälle nicht analog sind: Sie sind Fälle, in denen der starke und der schwache Fall gar nicht divergieren:
Prämisse 6/Inwagen: Er fordert uns auf, die Vorstellung zurückzuweisen, dass ein Physiker ein Teilchen schneller als das Licht beschleunigen könnte.
LewisVsInwagen: Aber das trägt nichts dazu bei, die Prämisse 6 im schwachen Sinn zu stützen,...
V 298
...denn die zurückgewiesene Vermutung ist, dass der Physiker ein Naturgesetz im starken Sinn falsifizieren könnte. Prämisse 5/Inwagen: Hier sollen wir die Vermutung zurückweisen, dass ein Reisender eine Konjunktion von Propositionen über die Vorgeschichte und einer über seine zukünftige Reise anders falsifizieren könnte, als durch Falsifikation des nicht-historischen Teils.
LewisVsInwagen: Weisen Sie die Vermutung ruhig ganz zurück, das trägt nichts dazu bei, Prämisse 5 im starken Sinn zu stützen. Was würde folgen, wenn man Konjunktion derart im starken Sinn falsifizieren könnte? Dass man den nicht-historischen Teil im starken Sinn falsifizieren könnte? Das ist es, was Prämisse 5 im starken Sinn stützen würde.
Oder würde bloß folgen, (was ich denke), dass man den nicht-historischen Teil im schwachen Sinn zurückweisen könnte? Das Bsp des Reisenden hilft hier nicht, weil eine Proposition über zukünftige Reisen sowohl im schwachen als auch im starken Sinn falsifiziert werde könnte!
>Vgl. >Stärke von Theorien.

Inwagen I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Determinismus Pauen Pauen I 274
Determinismus/Van Inwagen/Pauen: Das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen. - Es geht nicht um Notwendigkeit bestimmter Kausalketten sondern nur um die Forderung: dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt. These: Aus einer vollständigen Beschreibung lassen sich spätere Zustände ableiten.
>Anfangsbedingungen, >Stufen/Ebenen, >Beschreibungsebenen, >Beschreibung, >Kausalität, >Kausalerklärung, >Kausale Abhängigkeit, >P. van Inwagen.
Pauen: Der Determinismus ist mehr als umstritten.
I 275
Determinismus/Handlungsfreiheit/G.E. Moore: Der Determinismus berechtigt uns nicht zu der Feststellung, dass nichts anderes hätte geschehen können. >Freiheit, >Willensfreiheit, >Handlungen, vgl. >Anomaler Monismus.
Mehrdeutigkeit von "können":
a) mögliche Handlungen
b) physikalische Unmöglichkeit.
G.E. Moore: im Sinne von a): ist es möglich zu sagen "ich hätte mich anders entscheiden können".("Konditionalanalyse").
VsMoore: Bsp psychischer Zwang würde von ihm fälschlich als "frei" bezeichnet.
>Zwang.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Empfindungen Pinker I 186/86
Empfindung/Empfindungsfähigkeit/Pinker: wir verstehen sie nicht, aber das hindert uns nicht, den Geist zu verstehen. Empfindungsfähigkeit ist weit oberhalb der Kausalketten der Psychologie und der Gehirnforschung angesiedelt.
>Geist, >Wahrnehmung, >Denken, >Gefühl, >Psychologie, >Kausalität, >Natur, >Empfindung, >Emotionssystem.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Erklärungen Bigelow I 274
Modalität/Erklärung/Bigelow/Pargetter: In die Erklärung der Modalitäten kann die Verursachung als lokales Merkmal (...)eingehen. Am besten in der Semantik möglicher Welten. >Modalitäten, >Verursachung, >Mögliche Welten, >Semantik möglicher Welten.
I 275
Verursachung/Bigelow/Pargetter: ist immer ein Input für eine Erklärung, nie ein Output. Probabilistische Theorie/Verursachung/Bigelow/Pargetter: pro: Eine Probabilistische Theorie zeigt, dass es fehlgeleitet ist, Verursachung als undefinierten Grundbegriff zu gebrauchen. Verursachung schreit vielmehr nach Erklärung. Wir müssen mehr über die Kausalrelation herausfinden. Und dazu trägt die probabilistische Theorie bei.
>Kausalrelation, >Wahrscheinlichkeit.
BigelowVsprobabilistische Theorie: allerdings verbindet sie Verursachung zu eng mit modalen Begriffen und kehrt die Prioritäten um.
Pro: Dennoch gibt es oft Verbindungen zwischen Verursachung und Modalität.
Modalität/Erklärung/Bigelow/Pargetter: These: Die Erklärung geht von der Verursachung zur Modalität.
Aber Verursachung darf nicht als unerklärter Grundbegriff genommen werden.
>Grundbegriffe.
I 286
Verursachung/Bigelow/Pargetter: ihre Erklärung bereitet vier Probleme:
I 287
1. makroskopische Kräfte: wie plausibel ist es, dass sie auf fundamentalen Kräften supervenieren, und damit auf grundlegenden physikalischen Ursachen? >Supervenienz.
2. Wie kann die Wahl von Kräften statt anderer physikalischer Ingredienzien gerechtfertigt werden?
>Kräfte.
3. Wie erklären wir die Verbindung zwischen Verursachung und verschiedenen modalen Begriffen?
4. Kräfte und Ursachen: welche Art von Universalien höherer Stufe sind sie?
>Ursachen, >Universalien.
I 287
Kräfte/Bigelow/Pargetter: Es gibt einen Unterschied zwischen den von uns angenommenen fundamentalen Kräften, und den makroskopischen Kräften, denen wir im täglichen Leben begegnen. Def Kausalrelation/Bigelow/Pargetter: (s.o.) als Aggregat geeigneter fundamentaler Kräfte.
>Kausalrelation.
Problem: Stimmt die Supervenienzthese der makroskopischen auf fundamentalen Kräften?
Fundamentalkräfte: bleiben gleich, auch wenn die speziellen Teilchen und ihre Felder wechseln. Sie haben eine starke Erklärungskraft Bps ermöglichen sie uns, Kräfteparallelogramme usw. zu zeichnen.
I 288
Def Verursachung/Lewis/Bigelow/Pargetter: definiert David Lewis durch Kausalketten. Kausalkette/Bigelow/Pargetter: Die Kausalkette braucht dann bei jedem Glied eine grundlegende Verursachung, die kontrafaktische Konditionale erfordert, für die Endglieder wird es eine abgeleitete Kausalrelation geben.
>Kontrafaktisches Konditional.
Es wird immer viele parallel verlaufende solche Ketten geben, mit verschiedenen Verbindungen untereinander. Das kann zu einem komplexen Netzwerk führen.
Erklärung/Bigelow/Pargetter: der metaphysische Apparat, den wir einsetzen erhebt nicht den Anspruch, adäquat für die Gesamtheit der Kausalrelationen zu sein. Wohl aber für einzelne.
>Metaphysik.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Erklärungen Davidson Glüer II 99 ff
Erklären/Davidson: heißt Neubeschreiben. These: Handlungserklärungen können als singuläre Kausalaussagen interpretiert werden. D.h. im Gegensatz zur "logical-connection-These" als Aussagen über zwei distinkte Ereignisse!
Vorsicht: Zwar sei es richtig, dass Handlungserklärungen keine unabhängige Beschreibung der Ursache ermöglichen, aber es sei eben die Beschreibung der Ursache, für die das gelte, nicht die Ursache selbst! >Ursache, >Gründe, >Grund/Ursache, >Motive, >Beschreibung/Davidson.
Glüer II 112f
Handlungserklärung/DavidsonVsAristoteles: Der praktische Syllogismus kann nicht mit abweichenden Kausalketten (Bergsteiger-Bsp) umgehen, und auch nicht mit bloßer Absicht (Unterlassen, intermittierendes Ereignis) und Willensschwäche. >Willensschwäche.
Glüer II 114
Intention/Davidson: Form: Urteil: "x ist vollziehenswert". Willensschwäche/Davidson. irrationales Urteil - Lösung: Handlung und Intention trennen.
Glüer II 115
"all things-considered"-Urteil: ist nur für ein allwissendes Wesen möglich.
Glüer II 138
Handlungserklärung/mental/physisch/DavidsonVsReduktionismus: intentionalistisches Vokabular ist prinzipiell irreduzibel. - Es gibt keine strikten Gesetze zur Vorhersage von Handlungen. - (> Anomaler Monismus)
Horwich I 456
Wahrheit/Erklärung/Davidson/Rorty: Wahrheit ist keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet wahr ist.)
Auch das Vorliegen der Wahrheit braucht keine Erklärung.
Falsch: Bsp "Er fand das Haus nicht, weil seine Überzeugung über seine Lokalisierung falsch war." Richtig: (ohne Wahrheit): "Er glaubte, dass es an --- lag".
Erklärung: Details dessen, was wahr oder falsch war, nicht die Wahrheit selbst.
Wenn Wahrheit selbst eine Erklärung wäre, müsste sie eine Ursache für etwas sein.
Erklärung: nicht: "Er tat das richtige", sondern die Angabe der Umstände. >Umstände.
"Wahrheit" als Erklärung wäre wie tertia (Bsp "intendierte Interpretation", "Begriffsschema") ein leerlaufendes Rad.
Putnam dito. Vgl. >Begriffsschema.

Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in:
Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Externalismus Davidson Glüer II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: Hier geht es um richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie. Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: Es geht um ganze Sätze und um Interpretation.
Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt. - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet).

I (a) 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung. Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro).

I (d) 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person. Radikale Interpretation: Der Interpret muss anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I (d) 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a) sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) -
b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig.
Burge: Kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen.
DavidsonVsBurge: Das schützt nicht vor Irrtum.

Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genauso wenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Donald Davidson (1984a): First Person Authority, in: Dialectica38 (1984),
101-111

Frank I 663
Externalismus/Autorität: Wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann: VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar.
VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss.
Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen.
DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums.
DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: All das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.
Donald Davidson (1987). Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and
Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gavagai Brandom I 576
BrandomVsQuine: Sätze über Kaninchenteile prädizieren zurechtgestutzte Eigenschaften und zwar unter Heranziehung der verschmolzenen Gegenstände, zu denen sie gehören.
I 578ff
Gavagai/BrandomVsQuine: Wenn man singuläre Termini für (Kaninchen-) Teile gebrauchen will, muss es Prädikationen von ihnen geben, die sie nicht bloß durch die Ganzheiten hindurch adressieren, in denen sie vorkommen. - Wenn "Gavagai" ein echtes Sortal sein soll, dann muss die Sprache Gegenstände individuieren können, die es sortiert - es muss einen Begriff geben für "dasselbe Gavagai" (im abgeleiteten Schema). - Keine natürliche Sprache kann so nichtautonom sein, dass sie eine reichere Metasprache (des Theoretikers) braucht - das können nur künstliche Sprachen. Zu >Reichhaltigkeit, >Semantische Geschlossenheit, >Sortale.
I 580
Lösung/Brandom: Es geht um Richtigkeit von Inferenzen, nicht Oberflächenreize. >Richtigkeit, >Reize, >Inferenzen. VsQuine: Da keine natürliche Sprache in diesem Sinne nichtautonom sein kann. - Das kann nur eine künstliche Sprache sein, deren Gebrauch in einer reicheren Metasprache festgelegt ist. - Dann ist der Weg der umstandslosen Übersetzung vorzuziehen.
BrandomVsQuine: hier geht es um Richtigkeit von Inferenzen, nicht um Quines dürre Grundlage aus Oberflächenreizen.
Gavagai: Wie will man entscheiden, ob die Kaninchenfliege oder das Aufleuchten des hellen Stummelschwanzes die Äußerung auslöst? Man kann es nicht wissen, es kommt nicht auf die VURDs und die entsprechenden Kausalketten an, sondern auf deren inferentielle Rolle. >Inferentielle Rolle.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Geldmenge Keynesianismus Mause I 22f
Geldmenge/Keynesianismus/KeynesianismusVsFisher: Aus Sicht neuerer keynesianischer Ansätze könnte der Geschäftsbankensektor (…) jene Geldmenge bereitstellen, die von der rechten Seite der Gleichung
M x V = Y real x P Y = Y nom.


M: Geldmenge – V: Umlaufgeschwindigkeit – P: Preisniveau – T: Transaktionen – Y: Bruttoinlandsprodukt

– also von der produzierten Menge und den herrschenden Preisen – benötigt wird, indem er die Giralgeldproduktion entsprechend reduziert oder ausweitet. In diesem Fall kehrt sich die Kausalkette vollständig um; sie verläuft nun in der Fisherschen Verkehrsgleichung von rechts nach links. Sofern dies der Fall ist, müssen andere Erklärungen für beobachtbare Konjunktur- bzw. Inflationsschwankungen geliefert und die Ausrichtung der Geldpolitik entsprechend angepasst werden.
>Irving Fisher.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Gerichtsverfahren Sozialpsychologie Parisi I 125
Gerichtsverfahren/Schiedsrichterentscheidungen/Sozialpsychologie/Nadler/Mueller: (...) jeder einzelne Geschworene hört die von den Anwälten vorgetragenen Beweise und Argumente sowie die Anweisungen des Richters. Geschichten-Modell: Nach dem "Story Model of Juror Decision-Making" (Bennett, 1978(1); Pennington und Hastie, 1981(2)) machen die Geschworenen den Sinn der Beweise in der Verhandlung aus, indem sie diese in einer narrativen Weise organisieren. Anstatt passiv die enorme Menge an komplexen Beweisen wortwörtlich aufzunehmen
Parisi I 126
sowie mehrdeutige Informationen, die in einer Verhandlung gegeben werden, verarbeiten die Geschworenen die Informationen aktiv, indem sie den Rahmen ihres vorhandenen Wissens nutzen, um Lücken zu füllen und Geschichten aus den Beweisen zu konstruieren. Die Geschworenen erstellen eine Erzählung, die die verschiedenen zuverlässigen Beweise erklärt, und kommen dann zu einer Entscheidung, indem sie die am besten passende Geschichte den Urteilskategorien zuordnen. Kriterien/Evaluierung: Um konkurrierende Geschichten zu bewerten, verwenden Juroren mehrere Kriterien. Die am meisten bevorzugte Geschichte erklärt die größte Menge an Beweisen, ist in sich konsistent und lässt keine Lücken in der Kausalkette der Ereignisse, und ist plausibel im Lichte dessen, was der Juror über die Welt glaubt (Pennington und Hastie, 1981)(2).
"Lautes Denken": Dieses Modell wurde durch Beobachtungen des "lauten Denkens" von Scheinjuroren (Pennington und Hastie, 1986)(3) sowie durch Experimente zur Untersuchung von Urteilen in Scheinstraf- und Scheinzivilprozessen (Huntley und Costanzo, 2003(4); Pennington und Hastie, 1992(5)) unterstützt.
Entscheidungsprozesse: Neuere experimentelle Untersuchungen zum kohärenzbasierten Denken haben ergeben, dass der Prozess der Entscheidungsfindung oft bidirektional ist (Holyoak und Simon, 1999)(6). Die Entscheidungsaufgabe, mit der Juroren konfrontiert werden, ist kognitiv komplex, weil sie die Berücksichtigung von Informationen erfordert, die umfangreich, widersprüchlich und mehrdeutig sind (D. Simon, 2004)(7).
Informationsverarbeitung: Um die große Menge an komplexen Informationen zu verarbeiten, die in einer Verhandlung präsentiert werden, rekonstruieren die Geschworenen die Informationen in einfachere mentale Repräsentationen, denen ihr kognitives System Kohärenz auferlegt (D. Simon, 2004)(7).
Schemata/Glauben/Überzeugungen: (...) die Geschworenen bringen ihre Alltagsvorstellungen von rechtlichen Kategorien wie Unzurechnungsfähigkeit, Selbstverteidigung und Vorsatz mit in den Gerichtssaal, und diese bestehenden Schemata beeinflussen, wie die Geschworenen Beweise bewerten und rechtliche Urteile fällen (Finkel, 2005(8); Finkel und Groscup, 1997(9); Robinson und Darley, 1995(10)). Selbst nachdem sie Anweisungen über die Definitionen von Straftaten wie Einbruch oder Raub erhalten haben, lassen die Geschworenen ihre Alltagsvorstellungen von diesen Delikten in ihre Entscheidungen einfließen.
Parisi I 127
Vorhersage: (...) (Kalven und Zeisel, 1966)(11) (...) fanden heraus, dass ein Mehrheitsvotum der Geschworenen im ersten Wahlgang das endgültige Urteil in über 90% der Fälle vorhersagte, und sie stellten die Hypothese auf, dass sich die Beratung oft darauf konzentrierte, die Mitglieder der Minderheit zu überzeugen, ihr Votum zu ändern. Nachfolgende Forschungen wollten die Beziehung zwischen der Präferenz vor der Beratung und dem endgültigen Urteil genauer untersuchen. Tatsächlich scheinen unmittelbare Abstimmungen vor der Beratung nur in einer kleinen Minderheit der Fälle aufzutreten (Devine et al., 2004(12); Diamond und Casper, 1992(13); Diamond et al., 2003(14); Hastie, Penrod, und Pennington, 1983(15); Sandys und Dillehay, 1995)(16). Wenn der erste Wahlgang stattfindet und jeder Geschworene seine Präferenz verbal äußert, können die frühen Präferenzen die späteren Abstimmungen beeinflussen (J. H. Davis et al., 1988)(17). Die Gewissheit und das Vertrauen der Geschworenen in ihre Ansichten kann schwach sein, bevor die Beratungen beginnen, so dass einige erst dann beginnen, sich stark zu einer Seite zu neigen, nachdem umfangreiche Beratungen stattgefunden haben (Hannaford-Agor et al., 2002)(18). Um den Einfluss des Jury-Beratungsprozesses zu verstehen, ist es daher wichtig, die Präferenzen der einzelnen Juroren vor der Beratung zu messen. >Verhandlungen/Sozialpsychologie.

1. Bennett, W. L. (1978). "Storytelling in Criminal Trials: A Model of Social Judgment." Quarterly Journa1 ofSpeech 64(1): 1-22. doi:10.1080/0033563 7809383408.
2. Pennington, N. and R. Hastie (1981). "Juror Decision-making Models: The Generalization Gap." Psychological Bulletin doi: 10.103 7 3-2909.89.2.246.
3. Pennington, N. and R. Hastie (1986). "Evidence Evaluation in Complex Decision Making." Journal of Personality and Social Psychology 51 (2):242-258. doi:10.1037/0022-3514.51.2.242.
4. Huntley, J. E. and M. Costanzo (2003). "Sexual Harassment Stories: Testing a Story-me-
diated Model of Juror Decision-making in Civil Litigation." Law and Human Behavior 27(1): 29-51.
5. Pennington, N. and R. Hastie (1992). "Explaining the Evidence: Tests of the Story Model for Juror Decision Making." Journal of Personality and Social Psychology 62(2): 189—206.
doi:10.1037/0022-3514.62.2.189.
6. Holyoak, K. J. and D. Simon (1999). "Bidirectional Reasoning in Decision Making by Constraint Satisfaction." Journal of Experimental Psychology: General 128(1): 3-31.
doi:10.1037/0096-3445.128.1.3.
7. Simon, D. (2004). "A Third View of the Black Box: Cognitive Coherence in Legal Decision
Making." University of Chicago Law Review 71(2): 511-586.
8. Finkel, N. J. (2005). Commonsense Justice: Jurors' Notions of the Law. Cambridge, MA: Harvard University Press.
9. Finkel, N. J. and J. L. Groscup (1997). "Crime Prototypes, Objective versus Subjective Culpability, and a Commonsense Balance." Law and Human Behavior 21 (2):209-230.
10. Robinson, P. H. and J. M. Darley (199 5).Justice, Liability, and Blame: Community Views and the Criminal Law. Boulder, CO: Westview Press.
11.Kalven, Harry, jr. And Hans Zeisel (1967). „The American Jury“. In: 24 Wash. & LeeL. Rev. 158 (1967),https://scholarlycommons.law.wlu.edu/wlulr/vol24/iss1/18
12. Devine, D. J., K. M. Olafson, L. L. Jarvis, J. P. Bott, L. D. Clayton, and J. M. T. Wolfe (2004).
"Explaining Jury Verdicts: Is Leniency Bias for Real?" Journal of Applied social Psychology 34(10): 2069-2098.
13. Diamond, S. S. andJ. D. Casper (1992). "Blindfolding the Jury to Verdict Consequences: Damages, Experts, and the Civil Jury." Law and society Review 26(3): 513 - 563. doi:10.2307/3053737.
14. Diamond, S. S., N. Vidmar, M. Rose, and L. Ellis (2003). "Juror Discussions during Civil Trials: Studying an Arizona Innovation." Arizona Law Review 45: 1.
15. Hastie, R., S. Penrod, and N. Pennington (1983). Inside the Jury. Cambridge, MA: Harvard
University Press.
16. Sandys, M. and C. Dillehay (1995). "First-ballot Votes, Predeliberation Dispositions, and Final Verdicts in Jury Trials." Law and Human Behavior 19(2): 175-195. doi:10.1007/ BF01499324.
17. Davis, J. H., M. F. Stasson, K. Ono, and S. Zimmerman (1988). "Effects of Straw Polls on Group Decision Making: Sequential Voting Pattern, Timing, and Local Majorities." Journal of Personality and Social Psychology 5 5(6): 918—926. doi:10.1037/0022-3514.55.6.918.
18. Hannaford-Agor, P., V. Hans, N. Mott, and T. Munsterman (2002). "Are HungJuries a Problem National Center for State Courts, available at https://www.ncjrs.gov/pdfilesl/
nij /grants/1993 72.pdf

Nadler, Janice and Pam A. Mueller. „Social Psychology and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press


Parisi I 131
Gerichtsverfahren/rassische Voreingenommenheit/Sozialpsychologie/Nadler/Mueller: (...) viele Anwälte versuchen, (...) Geschworene auf der Grundlage ihrer Annahmen auszuwählen, dass schwarze Geschworene weniger wahrscheinlich Angeklagte, insbesondere schwarze Angeklagte, für schuldig befinden (Bonazzoli, 1998(1); Kerr et al., 1995(2)). In der Tat bieten Verhaltensforschung und Neuroimaging eine gewisse Unterstützung für diese Intuitionen, indem sie nahelegen, dass wir eher in der Lage sind, uns einzufühlen oder die Perspektive von Personen einzunehmen, die uns ähnlich sind (Cialdini et al., 1997(3); M. H. Davis et al., 1996(4); N. Eisenberg und Mussen, 1989(5); J. P. Mitchell, Macrae und Banaji, 2006(6); siehe jedoch Batson et al., 2005(7) für einen alternativen Verhaltensmechanismus). Schwarzes-Schaf-Effekt: Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sich Menschen in manchen Situationen von Mitgliedern der "Ingroup", die schlechte Handlungen begangen haben, distanzieren wollen, das ist der "Schwarzes-Schaf-Effekt" (J. Marques et al., 1998(8); J. M. Marques, Yzerbyt und Leyens, 1988)(9). >Todesstrafe/Sozialpsychologie.

1. Bonazzoli, M. J. (1998). "Jury selection and Bias: Debunking Invidious Stereotypes through Science." Quinnapiac Law Review 18:247.
2. Kerr, N. L., R. W. Hymes, A. B. Anderson, and J. E. Weathers (1995). "Defendant-Juror Similarity and Mock Juror Judgments" Law and Human Behavior 19(6):545-567. doi:10.1007/BF01499374.
3. Cialdini, R. B., S. L. Brown, B. P. Lewis, C. Luce, and S. L. Neuberg (1997). "Reinterpreting the
Empathy-Altruism Relationship: When One into One Equals Oneness." Journal of Personality and social Psychology 73(3): 481-494. doi:10.1037/0022-3514.73.3.481.
4. Davis, J. H. (1996). "Group Decision Making and Quantitative Judgments: A Consensus Model," in E. H. Witte and J. H. Davis, Hrsg., Understanding Group Behavior, Bd. 1: Consensual Action By Small Groups, 35—59. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates, Inc.
5. Eisenberg, N. and P. H. Mussen (1989). The Roots of Prosocial Behavior in Children. Cambridge: Cambridge University Press.
6. Mitchell, J. P., C. N. Macrae, and M. R. Banaji (2006). "Dissociable Medial Prefrontal Contributions to Judgments of Similar and Dissimilar Others." Neuron 50(4): 655-663.
doi:10.1016/j.neuron.2006.03.040.
7. Batson, C. D., D. A. Lishner, J. Cook, and S. Sawyer (2005). "Similarity and Nurturance: Two Possible Sources of Empathy for Strangers." Basic and Applied social Psychology 2 15-25.
8. Marques, J., D. Abrams, D. Paez, and C. Martinez-Taboada (1998). " The Role of Categorization and In-group Norms in Judgments of Groups and their Members." Journal of Personality and social Psychology doi:10.1037/0022-3514.75.4.976.
9. Marques, J. M., V. Y. Yzerbyt, andJ.-P. Leyens (1988). "The 'Black Sheep Effect': Extremity of Judgments Towards Ingroup Members as a Function of Group Identification." European Journal of Social Psychology 18(1): 1—16. doi:10.1002/ejsp.2420180102.

Nadler, Janice and Pam A. Mueller. „Social Psychology and the Law“. In: Parisi, Francesco (Hrsg.) (2017). The Oxford Handbook of Law and Economics. Bd. 1: Methodology and Concepts. NY: Oxford University Press

Parisi I
Francesco Parisi (Ed)
The Oxford Handbook of Law and Economics: Volume 1: Methodology and Concepts New York 2017
Handlungen Davidson Glüer II 108
Handlung ist beschreibungsabhängig - Ereignisse sind beschreibungsunabhängig! >Ereignisse/Davidson.
Bsp Mary schoss auf den Einbrecher und tötete ihren Vater.
Handlung: ist nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp). - Stattdessen: Primärgrund und richtige Verursachung.
Glüer II 109 f
Davidson kann gerade auf der Basis der Anomalismusthese (vgl. >Anomaler Monismus) für einen Monismus argumentieren: Monismus ergibt sich aus der Kombination zweier weiterer Prämissen aus der Handlungstheorie: (KI) Prinzip kausaler Interaktion. Zumindest einige mentale Ereignisse interagieren kausal mit physischen Ereignissen. (unbestreitbar)
(NK) Prinzip des nomologischen Charakters der Kausalität: Ereignisse, die in Ursache-Folge-Relation stehen, fallen unter strikte Gesetze.

Brandom I 724
Handlung/Davidson: ist ein Akt, wenn es eine Beschreibung gibt, unter der er intentional ist - Brandom: zweierlei intentionale Erklärung: a) was versucht wurde - b) was gelungen ist.
I 726
Erfolg/Problem: Nicole tötete das Tier (Kuh statt Hirsch) vor sich erfolgreich - beschreibungsabhängig - I 727 sie glaubte von einer Kuh (de re), ein Hirsch zu sein - falsch de dicto: sie glaubte "die Kuh ist ein Hirsch" ("dass die Kuh..") >de re, >de dicto.
I 728
Referenz: Nicole hatte (ohne es zu realisieren) in Bezug auf die Kuh die Absicht, sie zu schießen. - Es geht um den Gehalt der Festlegung nicht um die Art der Festlegung. - Wie bei Überzeugungen.
I 957
Akkordeoneffekt/Erfolg/Davidson: Bsp Auch wenn das Pulver nass war, gelang es, den Finger zu krümmen - so gibt es in jeder Handlung Erfolg.
I 958
Bsp Bergsteiger: Lösung/Brandom: Berufung auf VURD (Verlässlich unterscheidende Reaktionsdispositionen): Es braucht nichts zu geben, was ich beabsichtigte und was mir auch gelang. >VURDs.
I 729
Bsp ich greife nach dem Brot und verschütte den Wein.
I 957
Absicht: heißt nicht zu wollen, dass ein Satz wahr werde (de dicto) - Absichten entsprechen nicht den eingegangenen sondern den anerkannten Festlegungen - Davidson: Muskelkontraktion braucht nicht Teil der Absicht zu sein - Brandom: aber intentional kann ich meine Muskeln nur in dieser Weise kontrahieren, indem ich nach dem Brot greife - man kann den Gehalt der Absicht damit de re angeben - damit kann man den Erfolg oder Misserfolg festlegen.
Glüer II 92
Quine: seine Ontologie beinhaltet nur physikalische Objekte und Klassen. - Handlung ist kein Gegenstand. DavidsonVsQuine: Handlung ist Ereignis und Referenzobjekt.
Glüer II 96
Handlung/Ereignis/adverbiale Analyse/Davidson/Glüer: Problem zwei Arten von Adverbien widersetzen sich: 1. Bsp "beinahe" getroffen: synkategorematisch, nicht eliminierbar - 2. Bsp "gut", "groß", "klein" kann evtl. weggelassen werden. MontagueVsDavidson: Ereignisse sind überflüssig, "Modifier-Theorie".
KimVsDavidson: wir müssen Ereignisse nicht als individuierte Individuen auffassen, sondern mit Eigenschaften identifizieren - ((s) also umgekehrt).
Glüer II 110
Handlung/Davidson: nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp). >Propositionale Einstellungen.
Statt dessen: Primärgrund und richtige Verursachung - ((s) Weil z.B. eine abweichende Kausalkette eine Absicht überlagert und unwirksam macht. - Bsp Bergsteiger) - ((s) Etwas wird noch nicht Handlung, weil es gewollt ist, richtige Verursachung muss hinzukommen.)

>Intentionen, >Erklärungen, >Bedeutung, >Sprache.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Handlungen Pauen I 282
Akteurskausalität/Chisholm/Pauen: (Chisholm 1978(1), Im Anschluss an Kant): Um von einer Handlung sprechen zu können, muss das Subjekt Urheber einer Kausalkette sein können. "Unbewegter Beweger". >Handlungsfreiheit.
PauenVsChisholm: Problem: Erziehung und Vererbung sowie Wünsche und Bedürfnisse stellen die Autonomie in Frage.
>Willensfreiheit, >Freiheit, >Zweite Natur, >Vererbung, >Kultur, >Wünsche, >Intentionalität, >I. Kant.

1. R. Chisholm (1978). Is There A Mind-Body Problem? Philosophic Exchange Vol. 9 Nr. 1.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Idiolekt Putnam I (a) 34
Bedeutung/Putnam: Es ist dieselbe Bedeutung von "Quine" auch wenn die >Kausalketten ganz verschieden sind (trotz Idiolekt).
I (a) 32ff
Idiolekt/Putnam: (Kripke): Der Gebrauch von >Namen ist auch bei völlig falschen Überzeugungen möglich. Putnam pro: Wissen muss Referenz im Idiolekt nicht festlegen. Der Gebrauch von Namen ist gemeinschaftlich. Theoretische Termini könnte man dann als Eigennamen von Größen auffassen. Dann sind auch falsche Kennzeichnungen möglich, ohne Zerstörung der Referenz.
Kausalkette: Es geht um ein Einführungsereignis; die physikalische Größe muss dabei keine signifikante Rolle gespielt haben.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Intentionalität Davidson Glüer II 65 ff
Intentionalität/Davidson: richtige Kausalketten sind notwendig für Intentionalität.
Glüer II 110
Davidson: richtige Kausalketten sind notwendig für Intentionalität. >Kausalkette, >Kausaltheorie der Referenz.
Glüer II 135 ff
Den intentionalistischen Prädikaten wohnt essentiell Normativität inne.
Davidson I (b) 26
intentionale Zustände/Davidson: Analogie zum >Messen: intentionale Zustände werden angenommen, aber nicht als Entitäten (ebenso ist Gewicht keine Entität für sich, sondern Eigenschaft des Gegenstands). - Intentionen müssen nicht im Gehirn wohnen, wie Gewichte nicht im Gegenstand wohnen. - Sie brauchen keine physiologische Rolle zu spielen, genau wie Zahlen keine physikalische Rolle spielen. - Daher: wenn das Subjekt hier keine Entitäten findet, folgt nicht, dass es nicht weiß, was es denkt.
>Intentionen, >Handlungen, >Erklärungen, >Bedeutung, >Sprache.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Intentionalität Kripke I 113
Kausalkette/Kripke: Wenn der Name "von Glied zu Glied" weitergegeben wird, dann muss der Empfänger des Namens wohl intendieren, ihn mit derselben Referenz zu verwenden. Wenn ich "Napoleon" höre, und beschließe, dass dies ein hübscher Name für mein Erdferkel wäre, dann erfülle ich diese Bedingung nicht. Ich kann damit eine neue Verknüpfung aufstellen und diese anderen Leuten übermitteln. Sie ist aber sonst keine Verknüpfung des erforderlichen Typs. >Sprecher-Bedeutung, >Sprecher-Intention, >Sprecher-Referenz, >Referenz, >Kausaltheorie der Eigennamen, >Kausaltheorie der Referenz, >Gebrauch, >Benennen, >Sprachverhalten.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Intentionen Davidson Glüer II 116
Intention/Davidson/Glüer: Eine Intention ist ein unkonditioniertes Urteil - Gegensatz: Pro-Einstellung: ist ein konditioniertes Urteil: Bsp "Wenn Süßes nicht schädlich ist, dann ..."
Glüer II 101
Handlung/Intention/Davidson/Glüer: Es gibt keine Subklasse der intentionalen Handlungen. Vielmehr sind laut Davidsons Identitätsthese alle Handlungen intentional! Ein Geschehen aber, für das es keine Beschreibung gibt, die es als aktives Tun eines Akteurs kennzeichnet, ist überhaupt keine Handlung, sondern ein bloßes Ereignis.
Glüer II 110
Kausalität/Intention/Absicht/Kausalkette/Davidson/Glüer: Es gibt keine Möglichkeit, den "deviant causal chains" (abweichende Kausalketten") zu entkommen. In der Terminologie propositionalen Einstellungen kann es keine Definition des Begriffs des intentionalen Handelns geben.
II 112
Erklärung/Kriterium/Intention/Absicht/Handlungserklärung/Davidson/Glüer: nur folgendes Kriterium ist möglich: (K2) Handlung x ist intentional unter der Beschreibung d nur dann, wenn
der Akteur einen Primärgrund g für x unter der Beschreibung d hat und
g x auf die richtige Weise verursacht.
Intention/Handlung/SearleVsDavidson: schlägt vor, zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden:
a) "prior intentions" und
b) "intentions in action".
Def intentionale Handlung/Searle: besteht nur, wenn das erste das zweite verursacht.
(s) Also wenn die Absicht vor Beginn schon feststand.
Searle: weitere Bedingung:"planbare Regulatrität". Planbarkeit hängt aber vom Rest der Überzeugungen ab, und ist daher nie vollständig explizierbar.
Handlung/bloße Absicht/Unterlassen/Davidson/Glüer: bloße Absichten sind nichtrealisierte Handlungsentscheidungen. Sie erfordern die Annahme eines intermittierenden Ereignisses zwischen dem Haben des Primärgrundes und der Handlung.
Hier muss eine dritte handlungsrelevante propositionale Einstellung eingeführt werden: die Intention.
Glüer II 113/114
Def Intention/Davidson/Glüer: handlungsanweisende Urteile, logische Form: syllogistische Konklusion. x ist vollziehenswert. Extrem eng mit Handlungen verknüpft. Problem: Dilemma: auch die Relation von Grund und Intention kann nicht syllogistisch konzipiert werden, ohne in die dargestellten Kontradiktionen zu geraten.


Avramides I 5
Sprache/Davidson/Avramides: Sprecher muss die Intention haben, die Worte zu gebrauchen, so dass der Satz wahr ist, wenn der Zustand so ist, wie der Satz sagt.
>Absicht, >Handlungen, >Erklärungen, >Bedeutung, >Sprache, >Willensakte.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Investitionsfalle Keynesianismus Mause I 225
Def Investitionsfalle/Keynesianismus: In der sogenannten Investitionsfalle haben Zinsänderungen keinerlei Einfluss auf die Investitionsnachfrage. Hier wird daher die Möglichkeit einer sogenannten Feinsteuerung der Konjunktur durch die Geldpolitik skeptisch betrachtet. In post-keynesianischen Modellen (1) herrscht Skepsis hinsichtlich der Zinsreagibilität der Investitionsnachfrage. Im Extremfall wirkt die Geldpolitik nicht nur abgeschwächt und mit Zeitverzögerungen, sondern ist völlig unwirksam. Im Sinne der neukeynesianischen Theorie eröffnet sich aufgrund der umgekehrten Kausalkette überhaupt kein monetärer Transmissionskanal.
>Zinsen, >Geldpolitik, >Keynesianismus, >J.M. Keynes.

1. Michal Kalecki, In Collected works of Michal Kalecki, Hrsg. Jerzy Osyatinski. Oxford 1973.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Kausalerklärung Lewis V 214
Kausalgeschichte/Kausalerklärung/Lewis: Nicht alles in einer Kausalgeschichte ist eine Ursache. Bsp Eine scharfe Kurve ist nicht selbst ein Grund. Sie verursacht das Herumreißen des Steuers. Es gibt mehrere, konvergierende Kausalketten. Sie können Baumstruktur haben. Kausalketten sind dicht. "Ursache"/Alltagssprache: Die Ursache ist unklar. Sie ist kontextabhängig. Gesamtursache/Mill: Lewis pro: Die Gesamtursache ist eine Ursache.
>Erklärung/Lewis, >Kontext.
V 217
Geschlossen: Alles, von dem ein Ereignis in der (Vor-) Geschichte abhängt, ist selbst ein Ereignis in der (Vor-) Geschichte, aber nicht umgekehrt: Eine Kausalgeschichte muss nicht geschlossen sein. Erklärung: Information über Kausalgeschichte. >Information/Lewis.
V 230f
Kausalerklärung/Erklärung/Zufall/Warum-Frage/Lewis: Beides ist legitim: a) Zufallsereignisse zu erklären,
b) zu leugnen, dass wir erklären können, warum dieses ein Ergebnis liefert anstelle eines anderen. Dabei geht es nicht um relative Wahrscheinlichkeit. Die aktuale Kausalgeschichte unterscheidet sich überhaupt nicht von der nicht-aktualisierten, die das andere Ergebnis gehabt hätte, wenn es passiert wäre. Es gibt keine Eigenschaften, die die aktuale Geschichte von einer nicht-aktualen unterscheidet.
>Aktualität/Lewis.
V 327
Kausale kontrafaktische Konditionale/Lewis: Kausale kontrafaktische Konditionale können zu Mustern kausaler Abhängigkeit oder Unabhängigkeit gehören. Wir erhalten sie, wenn wir von der Sprache zu Propositionen übergehen. >Kausale Abhängigkeit/Lewis, >Kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis.
---
Bigelow I 320
Erklärung/Hempel/Lewis/Bigelow/Pargetter: pro: Hempels Erklärungen sind im Großen und Ganzen korrekt, schöpfen aber nicht alle Fälle aus. Einzelfallverursachung/Einzelereignis/Lewis: (1986e)(1): Einzelereignisse müssen nicht nach Hempels Art erklärt werden.
Probabilistische Erklärung/Bigelow/Pargetter: Hier gilt, dass eine Ursache nicht unbedingt die Wahrscheinlichkeit der Wirkung erhöht. Wenn man das Gegenteil annimmt, muss man annehmen, dass die Erklärung selbst die Ursache ist. Und zwar, weil die Erklärung das Ergebnis wahrscheinlicher macht.
BigelowVsProbabilistische Erklärung (s.o.). Stattdessen: Ansatz von Lewis:

Kausalerklärung/Lewis/Bigelow/Pargetter: (1986e)(1) 5. Stadien:
1. Naturgesetze nehmen wir als Input für eine Theorie von kontrafaktischen Konditionalen.
I 321
2. Man gebraucht kontrafaktische Konditionale, um eine Relation zwischen Ereignissen zu definieren, nämlich kontrafaktische Abhängigkeit. 3. Man gebraucht kontrafaktische Abhängigkeit, um Verursachung durch zwei Prinzipien zu erklären:
(1) These: Kontrafaktische Abhängigkeit ist Verursachung.
(2) Die Ursache einer Ursache ist eine Ursache.
Verursachung/Lewis: Verursachung ist transitiv.
4. Lewis konstruiert eine Kausalgeschichte eines Ereignisses. (Baumstruktur: Dabei kann es sein, dass entferntere Ursachen nicht durch kontrafaktische Abhängigkeit verbunden sind. D.h. eine andere Ursache hätte an die Stelle treten können. Tatsächlich ist es aber die Ursache.
5. Def Kausalerklärung/Lewis: Die Kausalerklärung ist alles, was Information über die Kausalgeschichte liefert. Diese kann auch partiell sein. Bsp mütterliche Linie, väterliche Linie. Bsp Information über einen zeitlichen Abschnitt des Baums: Das entspricht der Erklärung von Hempel.
I 322
Kausalerklärung/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: Unsere Theorie ist ähnlich hat aber auch Unterschiede. Siehe Kausalerklärung/Bigelow.

1. David Lewis [1986e]: On the Plurality of Worlds. Malden (Mass.): Blackwell.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kausalgesetze Cartwright I 10
Asymmetrie: Kausalgesetze sind asymmetrisch: Wirkung und Ursache können nicht vertauscht werden. - Dagegen symmetrisch: Assoziationsgesetze/Hume: Bsp Länge des Schattens/Höhe des Masts. Fraassen: These: Die erklärungsmäßigen Asymmetrien sind nicht echt. - Es gibt keine Tatsache darüber, was was erklärt. - CartwrightVsFraassen.
Assoziation/CartwrightVsHume: ist nicht hinreichend, um Bsp bei der Malariabekämpfung effektive von uneffektiven Strategien zu unterscheiden. >Assoziation, >Symmetrien.
I 30
Kausalgesetz/Kausalerklärung/Cartwright: Kausalgesetze sind nicht transitiv - d.h. die Kausalkette muss nicht durch ein einziges Kausalgesetz bestimmt sein. >Transitivität.
I 32
Kausalgesetz/Cartwright: etwas, das immer der Fall ist ((s) universelles Vorkommnis, universelle Tatsache, "Permanenz") kann nicht Konsequens eines Kausalgesetzes sein. - ((s) Das ist hier eine Konvention). - alternativ: universelle Tatsache: alternativ könnte man sagen, dass alles die Ursachen einer universellen Tatsache ist. Def universelle Tatsache/Cartwright/(s): Wahrscheinlichkeit = 1.
I 36
Kausalgesetze/Cartwright: Der Grund warum wir sie für die Charakterisierung von Effektivität brauchen ist, dass sie die richtigen Eigenschaften herausgreifen, auf die wir unsere Bedingungen anwenden.
I 43
Effektive Strategie/Cartwright: kann nur mit Annahme von Kausalgesetzen gefunden werden. Partition: die richtige ist die, die dadurch determiniert ist, welche Kausalgesetze es gibt. - Ohne Kausalgesetze kann man nicht die richtigen Faktoren herausgreifen.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

CartwrightR I
R. Cartwright
A Neglected Theory of Truth. Philosophical Essays, Cambridge/MA pp. 71-93
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

CartwrightR II
R. Cartwright
Ontology and the theory of meaning Chicago 1954
Kausalität Dennett I 577ff
Bsp Zwei schwarze Kisten/Dennett: Wenn man an der Box A den Knopf a drückt, leuchtet an der Box B das rote Licht auf. Drückt man den Knopf b, leuchtet das grüne Licht. Das gelbe leuchtet offenbar nie. Im Inneren von B findet man einen Supercomputer. Man stellt fest, dass jeder Schritt eine klare Kausalkette ohne Geheimnisse bildete. Rätselhaft ist allerdings: der Rechner liefert immer das gleiche Ergebnis, durchläuft aber nicht dieselbe Folge von Zwischenstufen. Die Box prüft die Überzeugungen der anderen wenn sie die gleichen hat: rot, sonst grün. unverständlich: gelb (z.B. eine manipulierte Botschaft).
Erklärung der Konstrukteure: Es handelt sich um ein "Expertensystem mit Trivialinformationen ("Welterfahrungen").
Die Erbauer der Kisten beharren aber darauf, dass keinerlei Aussicht besteht, die kausale Gesetzmäßigkeit zu ergründen, mit der die ganze Geschichte begonnen hat, ohne semantische (oder auf den Geist bezogene) Begriffe zu verwenden. >Ursache/Dennett.
I 628
Grund/Darwin/Kausalität/Dennett: Frage: kann es Gründe geben, die erkannt werden, ohne dass ein bewusster Geist sie erkennt? Antwort: Ja! Die Selektion ist der "blinde Uhrmacher", der aber dennoch erzwungene Züge, und andere gute Tricks findet. (Vgl. R. Dawkins, Der blinde Uhrmacher, München 2008).

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kausalrelation Lewis V 187
Kausalkette/Störung/Wissen/Ethik/Lewis: Eine Kausalkette sollte unempfindlich sein gegen Störung. Wissen/Bennett: Jemand, der die Kausalkette (die durch eine "Zufallsmaschine" gestört wird) besser überblickt, tötet. Jemand, der sie nicht überblickt, tötet nicht (Lewis dito).
---
Schwarz I 151
Kausalbeziehungen/Schwarz: Kausalbeziehungen bestehen nicht zwischen Eigenschaften oder Zustandstypen. >Eigenschaft/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Kausaltheorie der Namen Cresswell II 152
Kausaltheorie/Namen: pro Devitt: Devitt ist einer der härtesten Vertreter der Kausaltheorie. - Dennoch gebraucht er den Begriff "d-chain": Beschreibungskette. ((s) Die Kausalkette soll auf die Taufe (Namensverleihung) eines Gegenstands zurückgehen, während eine Beschreibungskette davon abweichen kann. Eine Beschreibung kann Missverständnisse und Fehlidentifikationen enthalten.)
>Michael Devitt, >Kausalkette, >Beschreibung, >Kennzeichnungen.
II 153
These: In opaken Glaubenskontexten referiert ein Name auf die geeignete Beschreibungskette. >Opazität, >Glauben.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Kausaltheorie der Namen Devitt Cresswell II 152
Kausaltheorie/Namen: Cresswell pro Devitt: Devitt ist einer der härtesten Vertreter der Kausaltheorie. - Dennoch nimmt er "d-chains" an: Beschreibungsketten:
II 153
These: In opaken Glaubenskontexten referiert ein Name auf die geeignete Beschreibungskette. Eine Beschreibungskette ist von einer >Kausalkette zu unterscheiden. >Namen, >Kausalität, >Kausaltheorie der Referenz, >Referenz, >Opazität, >Opake Kontexte, >Identifikation.

Devi I
M. Devitt
Realism and Truth Princeton 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Kausaltheorie der Namen Stalnaker I 211
Kausalkette/Stalnaker: Wenn die Kausalkette Teil der deskriptiven Semantik (Teil des semantischen Gehalts) ist, dann wird damit gesagt, wie - gegeben diese deskriptive Semantik - die Referenten durch die Tatsachen festgelegt sind. >Kausalkette, >Kausalität, >Namen, >Tatsachen.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Kausaltheorie der Referenz Davidson II 185 (Anmerkung)
Externalismus/Kausaltheorie/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam//Glüer: mögliche Missverständnisse: weder Davidsons Externalismus noch seine Charakterisierung okasioneller W-Äquivalenzen verpflichten ihn auf eine Kausaltheorie der Referenz, wie sie z.B. von Kripke, Putnam und Devitt vertreten wird. Externalismus/Kripke/Devitt/Putnam: bei jenen hängt erfolgreiche Referenz davon ab, ob Gegenstand und Äußerung des Wortes durch die richtige Kausalkette verbunden sind.
>Referenz, >Externalismus.
((s) Für W-Äquivalenzen siehe >Zitattilgungsschema.)

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kausaltheorie des Wissens Brandom I 310ff
Kausaltheorie des Wissens/GoldmanVs/Scheunenfassaden: klassische KT: Wissen aus falschen Gründen kein Wissen - Goldman: Bewohner der echte-Scheunen-Provinz drückt echtes Wissen aus - das des Bewohners der Fassenden-Provinz kein echtes Wissen - Problem: bloßer Zufall, ob echte Scheune - der Unterschied der Umstände hat Einfluss, auch wenn diese kausal irrelevant sind - Quantität: wenige (unerkennbare) Spatzenattrappen machen aus einem verlässlichen Beurteiler keinen unverlässlichen, wohl aber, wenn es viele Attrappen gibt - Verlässlichkeit ist der richtige Begriff für das Scheunen-Bsp - ((s) Die Methode ändert sich aber nicht angesichts vieler Attrappen.) >Verlässlichkeitstheorie.
I 312
Goldman: unterstreicht die Möglichkeit des Gerrymandering: es hängt davon ab, ob man sich im Zentrum oder am Rand der Provinz befindet, um Werte zuzuteilen. >Gerrymandering.
II 149
Wissen/kausale Wissenstheorie/Goldman/Brandom: eine objektive Wahrscheinlichkeit lässt sich nur relativ zu einer Bezugsklasse spezifizieren - die Welt selbst greift aber keine solchen Klassen heraus - so ist die Wahl der Referenzklasse ihrerseits nicht durch naturalistisch spezifizierbare Tatsachen objektiv festgelegt. >Referenzklassen.
II 149 f
Scheunenfassaden/Goldman/Brandom: VsKausaltheorie - Wegbereiter der Verlässlichkeitsheorien - die Kausalkette muss eine ideale sein - Bsp Schalen von Provinzen mit jeweils geänderten Praktiken: Fälschung/echte...usw - dann ist es völlig von der Wahl der Bezugsklasse abhängig, ob es sich beim Anblick einer echten Scheune um Wissen handelt - maximal verlässlich: die engste Bezugsklasse. Internalismus/Zwillingserde: könnte behaupten, dass die internen Zustände gleich seien - Goldman/Brandom: insgesamt ist das Vorhandensein von Fälschungen (Scheunenfassaden) in der Umgebung kausal unerheblich.
II 152
Brandom: die Umstände sind extern! ((s Widerspruch zu oben) - BrandomVsQuine: Goldman stützt aber nicht die naturalisierte Erkenntnistheorie, weil das Wissen unabhängig von der Wahl der Bezugsklasse ist - eine Argumentstelle bleibt also unausgefüllt. - Es hängt davon ab, wie wir den Überzeugten beschreiben: als einen Angehörigen des Landes, des Bundesstaates, usw. Und das wären gerade die naturalistisch formulierbaren. - Def Naturalistische Blinde Fleck der Verlässlichkeitstheorien/Brandom: ob ein Beobachter verlässlich ist, oder nicht, ist abhängig von der Wahl der Bezugsklassen (Scheunen-Provinz), und damit von externen Umständen, die mit dem betrachteten Objekt nichts zu tun haben. >Umstände.
II 155
Verlässlichkeitsheorie: Ein guter Grund für eine Überzeugung ist nicht von guter Inferenz zu trennen - Unterschied: Wissen/Berechtigung zum Wissen. >Wissen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kausaltheorie des Wissens Goldman Brandom I 310ff
Wissen/Kausaltheorie/Scheunen-Beispiel/Alvin Goldman/Brandom: Die Kausaltheorie des Wissens soll die Unbrauchbarkeit einer Analyse zeigen, die die kognitive Autorität nicht-inferentieller Beobachtungsberichte ausschließlich an Merkmalen der Kausalkette festmachen will.
I 310ff
Def Kausaltheorie des Wissens/Brandom: Eine Beobachtung gilt als Wissen, wenn sie durch genau das auf die richtige Weise verursacht ist, von dem sie handelt. (GoldmanVsKausaltheorie des Wissens)
Bsp Scheunen: In einer bestimmten Provinz sind täuschend echte Fassaden von Scheunen aufgebaut. Jeder, der von dem Hobby der Einheimischen nichts weiß, wird überzeugt sein, echte Scheunen und nicht nur Fassaden zu erblicken.

I 311
Goldman: Die Behauptung eines Bewohners der "Echte-Scheunen-Provinz" drückt echtes Wissen aus, die eines Bewohners der "Scheunenfassaden-Provinz" drückt kein Wissen aus. Hier ist es bloßer Zufall, wenn er tatsächlich auf eine echte Scheune blickt.
1. Man muss über die kausale Vorgeschichte einer Überzeugung hinausgehen.
2. Der Unterschied der Umstände hat Einfluss auf die Beurteilung der Berechtigung (auch wenn sie kausal irrelevant sind).
Das kann mit Begriffen der Verlässlichkeit aufgrund der Umstände erklärt werden. (Wahrscheinlichkeit, Quantität).
>Verlässlichkeitstheorie, >Wahrscheinlichkeit, >Umstände, >Wissen, >Gewissheit.
I 312
Bsp Quantität: Jemand baut täuschend echte Spatzenattrappen. So lange es nur einige wenige Exemplare dieser Gattung von Attrappen gibt, bin ich weiterhin ein verlässlicher Beurteiler von echten Spatzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich irre, hängt aber nicht von meiner Sehschärfe ab, sondern von der Häufigkeit des Vorkommens von Attrappen! Verlässlichkeit: Verlässlichkeit liefert genau den Begriff, der gebraucht wird, um Fälle wie das Scheunen-Beispiel zu erklären.
I 312
Goldmans Beispiel unterstreicht die Möglichkeit des Gerrymanderings: Es kommt darauf an, ob man sich in der Scheunen-Provinz, in der Fassaden-Provinz, oder an der Grenze zwischen beiden befindet, um der Wahrscheinlichkeit der Wahrheit von Behauptungen Werte zuzuteilen. >Gerrymandering.
I 312/313
Verlässlichkeit/Goldman: Die Verlässlichkeit ist eine objektive Eigenschaft, sie beruht nicht auf der Wahrnehmungsfähigkeit, sondern auf objektiven Wahrscheinlichkeiten. Die Metapher von den Grenzen wird konkret! >Objektivität.

Gold I
Alvin I. Goldman
Reliabilism and Contemporary Epistemology: Essays Oxford 2015

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kontrafaktisches Konditional Lewis V 5
Kontrafaktisches Konditional/Lewis: Es gibt ein variabel striktes Konditional, wenn es eine nähere Welt (>mögliche Welten) gibt, die ferneren außer Betracht lassen.
V 5f
Kontrafaktisches Konditional/Negation/Lewis: Von "wäre" durch "könnte" (oder "könnte nicht"): mit logischem Antezedens und negiertem Konsequens. Von "könnte": mit "wäre" mit gleichem A und negiertem Konsequens.
V 8
Kontrafaktisches Konditional: Analyse 0: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder A-Welt gilt, sodass __".
Analyse 1: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in der nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist, wenn es eine gibt. A wä>>wä C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 1 1/2: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in einer bestimmten, willkürlich gewählten nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 3: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn eine (zugängliche) AC-Welt näher an i ist als irgend eine A~C-Welt. Def A wäre>>könnte C ist wahr in i gdw. für jede (zugängliche) A~C-Welt es eine AC-Welt gibt, die mindestens so nah an i ist und es (zugängliche) A-Welten gibt.
V 10
Kontrafaktisches Konditional/Negation: hier: Durch "könnte" ist das kontrafaktische Konditional im Hinterglied. Bsp ~(A wäre>>wäre C) ↔ A wäre>>könnte ~C ((s) "könnte" = "müsste nicht"). Das taugt für Analyse 2: "...wahr in jeder nächsten Welt"...
Dann: Bizet/Verdi: "müsste nicht Franzose" und "müsste nicht Nicht-Franzose"...usw. wären alle wahr.
Falsch: "müsste nicht Franzose-und-Italiener...": Das ist in Ordnung. ((s) Erklärung: Es geht darum, in welchem Fall Bizet und Verdi Landleute gewesen wären. Problem: Es lässt sich keine "Ähnlichste Welt" angeben.)
V 14
Def Ein kontrafaktisches Konditional korrespondiert mit einem variabel strikten Konditional, d.h. wenn es nähere mögliche Welten gibt, die ferneren außer Betracht zu lassen (s.u. V 22, s.o. V 5).
V 18
Kontrafaktisches Konditional: Ich gebrauche das kontrafaktische Konditional, wenn das Antezedens vermutlich falsch ist. Kontrafaktische Konditionale sind eher wie das materiale Konditional. Solche mit wahrem Antezedens sind nur wahr, wenn auch das Konsequens wahr ist. Problem: Die Äußerungsbedingungen von kontrafaktischen Konditionalen mit wahren Antezedens sind schwierig zu bestimmen. Sie sind nämlich unangemessen! Angenommen, jemand hat unwissentlich ein solches geäußert, dann ist beides triftig: a) A, ~C , ergo ~(A wä>wä C): falsch, weil A aber dennoch nicht C ,
b) A, C, ergo A wäre>wäre C.: wahr, weil A und tatsächlich C. Pointe: Das hängt von der Angemessenheit von "weil" ab. Lewis: Mir scheint a) angemessener (sollte als wahr genommen werden).
Def Zentrierungs-Annahme: Eine Zentrierungs-Annahme wird damit so geschwächt: Jede Welt ist selbst-zugänglich und wenigstens so ähnlich mit sich selbst, wie irgendeine andere Welt mit ihr ist. Damit ist a) gültig, aber b) ungültig.
Zentrierungs-Annahme: (s.u. V 42): Wenn sie verletzt wird, würden Welten, die in einer nicht-beachteten Hinsicht abweichen, als identisch mit der wirklichen Welt zählen.
V 18
Wahrheitswert/WW/kontrafaktisches Konditional: Wenn man die Wahrheitswerte in kontrafaktischen Konditionalen unterscheiden möchte, kann man das tun, indem man die vergleichende Ähnlichkeit von Welten ausdehnt, sodass sie auch gewisse unmögliche Welten (unMöWe) umfassen, in denen nicht allzu unmögliche Antezedenzien wahr sind. Vs: Aber die sind noch schlimmer als die unmöglichen Grenzwelten (s.o.). >Wahrheitswert, >Unmögliche Welt/Lewis.
V 25
Kontrafaktisches Konditional/Axiome: System C1 das kontrafaktische Konditional impliziert die Implikation: A wäre>>wäre B . > . A > B. - ((s) D.h. das kontrafaktische Konditional ist stärker als die Implikation AB > A wäre>>wäre B.). D.h. aus der Konjunktion folgt das kontrafaktische Konditional.
V 62
Kontrafaktische Konditionale brauchen Ähnlichkeit von Welten, um vergleichbar zu sein. Analyse 1/A1: (VsLewis) ohne Ähnlichkeit. Kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: Kontrafaktische Abhängigkeit ist immer kausal und damit teils in zeitlicher Ordnung bestehend.
V 62
Kontrafaktisches Konditional: Das Antezedens wird normalerweise als falsch angenommen mit einem wahr angenommenem Konsequens.
V 95/96
Kontrafaktisches Konditional: Vorteil: Das kontrafaktische Konditional ist nicht wahrheitsfunktional aufgebaut. Entweder beide, Antezedens und Konsequens oder keins von beiden gilt in einer möglichen Welt.
V 179
Kontrafaktische Konditionale sind nicht transitiv. Daher gibt es keinen bestimmten Verlauf der Erhöhung oder Verminderung von Wahrscheinlichkeiten durch eine Kausalkette.
V 284
Rückwärts/Kontrafaktisches Konditional: Es gibt eine kontrafaktische Abhängigkeit in der Rückwärtsrichtung, aber ohne kausale Abhängigkeit: falsch: "Wenn die Wirkung eine andere gewesen wäre, wäre die Ursache eine andere gewesen".
V 288
Probabilistisches kontrafaktisches Konditional/Lewis: Form: Wenn A der Fall wäre, gäbe es die und die Chance für B. >Mögliche Welt/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kräfte Bigelow I 282
Kräfte/Bigelow/Pargetter: (Lit: Bigelow, Ellis Pargetter 1988)(1) These: Kräfte sind Relationen und eine Unterart von Kausalrelationen.
Hier: Stärkere These: Alle Ursachen supervenieren auf Kräften. Kräfte sind Relationen höherer Stufe zwischen Strukturen, die Einzelereignisse involvieren und ihre Eigenschaften.
>Supervenienz, >Stärker/schwächer, >Stärke von Theorien, >Stufen, >Ereignisse.
Kräfte/Tradition. Vermittler zwischen Ursachen und Wirkungen.
>Kräfte, >Ursache, >Wirkung.
Vermittlung/mittlere Position/Zwischenposition/
BigelowVsTradition/HumeVsTradition: Problem: Regress: Wenn F als Vermittler zwischen C und E gebraucht wird, warum wird dann nicht ein weiterer Vermittler zwischen F und E? Voraussetzung für dieses Argument ist allerdings: die Annahme, dass C, E und F Entitäten derselben Art sind.
Falsche Lösung: anzunehmen, dass Kräfte „unmittelbare Ursachen“ seien. Denn diese würde wieder unmittelbare Ursachen brauchen.
>Regress.
Falsche Lösung: Kräfte als dispositionale Eigenschaften zu konstruieren: entweder Dispositionen eines Gegenstands für Veränderungen oder eines Felds für irgendwelche Effekte.
>Dispositionen.
Disposition/Bigelow/Pargetter: Die Disposition ist nicht selbst Teil einer Kausalkette. Also können wir mit ihr auch keine Lücke in der Kette schließen. Daher droht hier auch kein Regress.
Dennoch haben Dispositionen einfach nicht die richtige ontologische Kategorie für Kräfte. Wir können eine vollständige Kausalerklärung geben, ohne Dispositionen zu erwähnen. Denn die Verursachung wird durch die physikalische Basis der Dispositionen gegeben.
>Ontologie.
I 283
Disposition/Bigelow/Pargetter: Disposition superveniert, aber nimmt nicht am Kausalprozess teil. Sie können aber da sein, wenn sie nicht aktiv sind, während Kräfte das nicht können. Kräfte: nehmen dagegen Teil am Kausalprozess. Wenn sie nicht aktiv sind, existieren sie nicht – anders als Dispositionen.
>Instanziierung.
Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter (1988)(1): These: Kräfte konstituieren Kausalrelationen. Sie sind nicht selbst Ursachen, aber eine Relation zwischen Ursache und Wirkung. Als Gemeinsames zwischen ganz verschiedenen Phänomenen. Sie sollten auch das Gemeinsame von Gesetzen zeigen, wie unterschiedlich diese auch formuliert sein sollten.
Gesetz/Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter: Umgekehrt können ähnlich aufgebaute Gesetze ganz verschiedene Kräfte involvieren, Bsp Proportion des umgekehrten Quadrats.

Neu/Bigelow/Pargetter: Neuerdings identifizieren wir eine Instanz einer Kausalrelation nicht mehr mit einer einzelnen Kraft (s.u.). Neu: verschiedene fundamentale Kräfte setzen sich zusammen, um grundlegende Ursachen zu bilden.
Die anderen Argumente behalten wir bei:
Kräfte und grundlegende Ursachen müssen Relationen höherer Stufe zwischen Ereignissen sein, denn als Relation 1.Stufe würden sie eine Humesche Welt unmöglich machen.
>Humesche Welt.
Eigenschaftskomplex/Bigelow/Pargetter: Eigenschaftskomplexe sind das, was von Kräften in Relation gesetzt wird. Jeder hat als Konstituenten eine Anzahl von Eigenschaften und Relationen 1. Stufe. Alle werden auch in einer Humeschen Welt da sein. Nur in der aktualen Welt gibt es die zusammenhaltenden Kräfte, und diese sind externe Relationen.
>Wirkliche Welt.
I 284
Aktuale Welt/Bigelow/Pargetter: Selbst in unserer Welt kann es andere Instanzen dieser Eigenschaftskomplexe geben, die nicht in diesen Kausalrelationen zueinander stehen. Und zwar wegen der lokalen Natur der Kausalrelationen.
I 284
Lager: Kräfte: realistische Sicht: Bigelow/Pargetter, Ellis 1988(1): entweder die Komponenten, oder die resultierende Kräfte sind real – (nicht beide, sonst doppelte Verursachung). Vs: Cartwright 1980(3), 1983(4)).
>N. Cartwright.

Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter: entweder, die Komponenten von Kräften sind real - oder die resultierende Kräfte sind real.
Bsp Es kann eine resultierende Kraft von 0 geben, weil sich Kräfte neutralisieren, die von 0 abweichen.
Problem: Die Komponenten und die resultierende Kräfte können nicht alle real sein, sonst hätten wir Überdetermination oder doppelte Verursachung.
>Überdetermination.
Realistische Sicht: muss sich von Fall zu Fall entscheiden, ob sie die Komponenten oder die resultierenden Kräfte als real ansieht.
Bsp Wir müssen manchmal verschiedene relative Stärken von Komponenten annehmen, um eine resultierende Kraft zu erklären.
Realität/Bigelow/Pargetter: Die Realität der Komponenten wird uns manchmal von unseren Überlegungen aufgezwungen. Bsp drei Protonen, abgeschirmt von Interferenz von außen, ein in der Mitte einer Linie zwischen den beiden anderen. Die vorausgesagte Bewegung der äußeren nach außen wird Kräfte involvieren, die sowohl zwischen den beiden äußeren als auch zwischen diesen und dem in der Mitte bestehen. Dennoch verlangt das Prinzip von Kraft und Gegenkraft (hier: Aktion und Reaktion) dass das mittlere Proton Gegenkräften ausgesetzt ist, die zusammen dazu führen, dass es in Ruhe bleibt.
I 285
Dagegen: Bsp In einer Situation kann ein Teilchen nur senkrecht zu einer realen Kraft wandern. Lösung: Dabei nehmen wir zwei fiktive Kräfte an, die senkrecht zueinander stehen. Dies wird uns in der Situation aufgezwungen. Die Wahl ist willkürlich, ebenso die Orthogonalität. Und nicht alle können real sein, denn sonst hätten wir Überdetermination. In dieser Situation ist die resultierende Kraft real, nicht die Komponenten.
Kausalrelation/Lösung/Bigelow/Pargetter: Weil manchmal die resultierende Kraft als real angenommen werden muss, manchmal dagegen die Komponenten (abhängig von der physikalischen Situation) sollte die Kausalrelation als Relation höherer Stufe zwischen Aggregaten von Kräften erklärt werden.
>Kausalrelation.
Kräfte/Quantenmechanik/Bigelow/Pargetter: In der QM gebraucht man keine Kräfte. Bsp man sagt nicht, dass ein Photon eine Kraft auf ein Elektron ausübt.
>Quantenmechanik.
Bigelow/Pargetter: Wir behandeln diese Fälle aber als analog, weil sie uns ähnlich genug erscheinen. (siehe Heathcote 1989)(2).
Feld/Bigelow/Pargetter: Auch bei der Relation zwischen Feld und Partikel erlauben wir uns, von Kräften und Verursachung zu sprechen.
I 286
Aber wird sprechen lieber als Interaktion zwischen zwei Feldern als zwischen Feld und Partikel. >Felder.
Quantenmechanik/Bigelow/Pargetter: „Interaktionen“ sind hier die legitimen Erben der traditionellen „Kräfte“.
Feld/VsBigelow/Bigelow/Pargetter: Es gibt auch Fälle, wo ein Feld nicht mit einem Partikel interagiert, aber dennoch produziert wird. Das scheint gegen unsere Theorie zu sprechen. Wenn ein Feld aus einem Teilchen entsteht, kann man nicht von Kräften sprechen. Ein elektrisches Teilchen übt keine Kraft auf sein eigenes elektrisches Feld aus. Dennoch verursacht es eben dieses Feld.
BigelowVsVs: Das ist kein Fall von Verursachung. Das Argument setzt eine Trennung von Partikel und Feld voraus, die von niemand angenommen wird. Es besteht eher eine Einheit. Das Feld ist Teil des „Wesens“ des Teilchens. Das wäre aber noch zu prüfen im Licht der weiteren wissenschaftlichen Entwicklung.
>Wesen, >Raumzeit, >Raumkrümmung.

1. Bigelow, J. Ellis, B., and Pargetter, R. (1988). Forces. Philosophy of Science 55. pp. 614-30.
2. Heathcote, A. (1989). A theory of causality: Causality = Interaction (as defined by quantum field theory). Erkenntnis 31 pp.77-108.
3. Cartwright, N. (1980). Do the laws of physics state facts? Pacific Philosophical Quarterly 61, pp.343-77.
4. Cartwright, N. (1983). How the laws of physics lie. Oxford: Clarendon Press.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Leistungsfähigkeit Revelle Corr I 406
Leistung/Revelle/Ressourcentheorie/Kognitionspsychologie/Matthews: Humphreys-Revelle-Theorie: Humphreys und Revelle (1984)(1) beschrieben getrennte Ressourcenpools für den anhaltenden Informationstransfer (SIT; ähnlich der Aufmerksamkeit) und für das Kurzzeitgedächtnis (STM). Erregung führt in ihrem Modell zu einer erhöhten Verfügbarkeit von SIT-Ressourcen, aber zu einem Verlust von STM-Ressourcen. Die Ausrichtung des Araousal auf die Aufgabe ist von der Erregung zu unterscheiden und beeinflusst nur die SIT-Ressourcen. Eigenschaften, die Erregung und Anstrengung beeinflussen, haben dann unterschiedliche Auswirkungen auf qualitativ unterschiedliche Aufgaben, wodurch eine große Schwäche der traditionellen Erregungslehre überwunden wird. Kausalkette:

Persönlichkeitseigenschaften - (Erregung oder Anstrengung) - Verfügbarkeit von Ressourcen > Leistung

Corr I 407/408
VsRevelle/VsHumphreys siehe > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/suche.php?x=3&y=12&volltext=VsRessourcentheorie">VsRessourcentheorie. Weitere Probleme:
Die Theorie von Humphreys und Revelle (1984)(1) führt die Wechselwirkungen zwischen Extraversion und Erregung auf Unterschiede in der Verfügbarkeit von Ressourcen zurück. Daher sollten diese interaktiven Effekte in erster Linie bei anspruchsvolleren Aufgaben zu finden sein, bei denen die Ressourcen stark begrenzt sind, und nicht bei einfachen Aufgaben, die nur eine geringe Aufmerksamkeitsleistung erfordern. Eine Überprüfung der Ergebnisse (Matthews 1997)(2) konnte diese Vorhersage nicht bestätigen. Tatsächlich waren die interaktiven Effekte von Extraversion und Erregung auf die Leistung bei eher einfachen, routinemäßigen Kodieraufgaben am zuverlässigsten, im Gegensatz zu anspruchsvollen, ressourcenbeschränkten Aufgaben (Matthews 1997(2); Matthews und Harley 1993(3)). Alternative Mechanismen wie automatische Aktivierungsprozesse könnten eine bessere Erklärung bieten, wie in einer Studie untersucht wurde, die den Effekt mit Hilfe neuronaler Netze modellierte (Matthews und Harley 1993)(3).

1. Humphreys, M. S. and Revelle, W. 1984. Personality, motivation and performance: a theory of the relationship between individual differences and information processing, Psychological Review 91: 153–84
2. Matthews, G. 1997. Extraversion, emotion and performance: a cognitive-adaptive model, in G. Matthews (ed.), Cognitive science perspectives on personality and emotion, pp. 339–442. Amsterdam: Elsevier
3. Matthews, G. and Harley, T. A. 1993. Effects of Extraversion and self-report arousal on semantic priming: a connectionist approach, Journal of Personality and Social Psychology 65: 735–56


Gerald Matthews, „ Personality and performance: cognitive processes and models“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018
Mentalesisch Schiffer I 73
Sprache des Geistes/Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt - (über den Inhalt von Gedanken). Fodor: Intentionale Eigenschaften mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Repräsentationen sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind .
Neuronaler Zustand: existiert auch, wenn er falsch ist.
Ein neuronaler Zustand ist in Gegenstand, da mit Wahrheitswerten versehen..
Schiffer: noch kein System, noch nicht sprachähnlich.
Harman: These: innere Repräsentationen haben satzähnliche Struktur.
>Mentale Repräsentation.
Lewis: Sprache des Gehirns von synaptischen Verbindungen und neuronalem Feuern.
"Starke These der Gededankesprache"/Strong thesis of the language of thaught/SLT..
Andere Theorie: semantische Eigenschaften werden aus intentionalen Eigenschaften ererbt. - (VsSLT) - SLTVs: kurz/(s): mentale Repräsentation bestimmt Intentionalität - diese erklärbar ohne öffentlichen Inhalte.
SchifferVs: Das ist gar nicht erfüllbar.
I 76
Mentalesisch/Relationstheorie/Schiffer: welche Relation von Sätzen in Mentalesisch zu Sätzen in Englisch? >Relationstheorie.
Problem: mentalesischer Satz "s" darf nicht durch Bedeutung in Englisch spezifiziert werden (zirkulär) - außerdem Vs Kernthese der SLT (semantische Eigenschaften der öffentlichen Sprache sind ererbt von intentionalen Eigenschaften der mentalen Zustände).
>Mentale Zustände.
I 282
Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung hier nicht Frage von Konvention und Intention - anders als öffentliche Sprache. >Konvention, >Intention, >Alltagssprache.
Lösung/manche Autoren: begriffliche Rolle in Mentalesisch.
Öffentliche Sprache: Hier haben Sätze eine begriffliche Rolle nur, wenn sie auch gedacht, nicht nur gesprochen werden.
Problem: Wir brauchen eine nicht-semantische Relation zwischen mentalen Repräsentationen und öffentlichen Sätzen. - Zum Glück muss der innere Code dabei nicht erwähnt werden. - Bsp "Zustand mit demselben Inhalt".
Problem: Der Sprecher könnte Satz nur unter Zusatzannahmen glauben. - Diese nur mit Referenz auf Inhalt. - Das geht nicht in der Starken These der language of thaught.
Fazit: Ein neuronaler Satz kann nicht ohne Referenz auf den Inhalt als Glaubensobjekt angenommen werden.
>Glaubensobjekte, >Inhalt.
I 78
Mentalesisch/Schiffer: Relationstheorie verlangt komplexe Eigenschaft, F die alles hat, was bedeutet z.B. "Flundern schnarchen". Problem: Die Theorie darf nichts über die intentionalen Eigenschaften mentaler Zustand oder Bedeutung in öffentlichen Sprachen voraussetzen.
I 79
Mentalesisch/Relationstheorie/Glauben/Fodor/Schiffer: für die Zuschreibung von Wahrheitswerten von Situationen auf Sätze. - Dazu werden Eigenschaften am Ende der Kausalkette gebraucht. >Relationstheorie.
Problem: Quantifikation über Eigenschaften als semantische Werte geht letztlich über Propositionen.
>Proposition, >Quantifikation.
Lösung: SLT kann Propositionen zusammen mit begrifflichen Rollen zur Individuation von Inhalten gebrauchen.
Wahrheitsbedingungen durch M-Funktion auf mögliche Situationen. - Zusätzlich physikalistische Bedingung C.
Problem: Der Ansatz braucht eine Theorie der Repräsentationen - (darin sind mentale Repräsentationen nur Spezialfall).
Wahrheitsbedingungen: Formel: a ist die Wahrheitsbedingung für s in x’ innerem Code gdw. unter optimalen Bedingungen x s glaubt, wenn und nur wenn a besteht.
Damit können wir ein Muster von neuronalem Feuern mit der Anzeige einer Fliege für einen Frosch zu identifizieren.
Problem: Das geht nur unter optimalen Bedingungen!
SchifferVsFodor: Dann ist jeder allwissend und unfehlbar.
I 87
Mentalesisch/Prinzip der Nachsicht/Schiffer: das Prinzip der Nachsicht gibt es nicht für Mentalesisch - dieses müsste in Begriffen von Propositionen erklärt werden.
I 83-90
Relationstheorie/Mentalesisch/Schiffer: Problem: konkurrierende Zuschreibungsfunktionen für Wahrheitsbedingungen ("M-Funktionen"). Falsche Lösung: "größerer Überlebenswert" schließt falsche Zuschreibungsfunktionen nicht aus - Bsp Gewicht/Masse.
I 189
Starke These der language of thaught/SLT/Mentalesisch/Schiffer: These: 1. Das Gehirn ist ein Computer, wir sind informations-verarbeitende Systeme mit einem inneren neuronalen Code.
Schiffer: dem kann ich zustimmen.
2. Es gibt eine computationale Relation R für jeden Glauben, den man haben kann, sodass man diesen Glauben hat gdw. man R zu dieser Formel hat.
Schiffer: Das geht, aber nur mit substitutionaler Quantifikation. - Bsp "Nodnol si yggof": Mentalesisch für London ist neblig - dann bedeutet der Satz das, aber nicht kompositional.
Pointe: Dann ist der Glaubens-Inhalt nicht reduzierbar. (SchifferVsReduktionismus.)
((s) Mentaler Inhalt ist irreduzibel (Schiffer pro Brentano)).
Bsp Wissen-wie kann nicht in anderen Begriffen analysiert werden - es gibt keine Tatsache die macht, dass etwas dieser Glaube ist. - ...+ +
>Wissen wie, >Nonfaktualismus.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Modelle Meadows Brocker I 550
Modelle/Simulation/World3/Wachstum/Meadows: Für die Ausarbeitung seines Modells „World3“ dienten Meadows die Vorarbeiten von Jay W. Forrester, der am MIT das World-2-Modell entwickelte (Forrester 1971(1)). Meadows: stellte fünf makroökonomische Größen ins Zentrum der Untersuchung: Bevölkerung, Nahrungsmittelproduktion, Industrieproduktion, Rohstoffvorräte und Umweltverschmutzung (2). Alle fünf Größen zeichnen sich durch exponentielles Wachstum aus.
Problem: Schon die Nahrungsmittelproduktion ist nur linear steigerbar.
Brocker I 553
World3-Modell: ist aus 4 Schritten konstruiert: 1. Die Wechselwirkung der 5 Grundgrößen wird in rückgekoppelten Regelkreisen beschrieben. Diese kann positiv (sich verstärken) oder negativ sein.
2. Diese Wechselwirkungen werden definiert, so dass sich 99 Variablen ergeben, die in mehr als hundert prinzipiell gleichartigen Kausalketten verknüpft sind. (3)
3. Diese Daten wurden im Computer für die 200 Jahre zwischen 1900 und 2100 durchgerechnet. Dabei wurden die Eingaben mehrfach variiert, um das Verhalten des Systems zu beobachten.
4. Maßnahmen, die zu der damaligen Zeit vorgeschlagen wurden, wurden probeweise in das System eingebracht. (4)
Resultate: A. Die Kurven der ersten siebzig Jahre bis zur damaligen Gegenwart waren in allen Durchläufen identisch, danach gingen sie auseinander und dokumentierten, wie das Modell auf unterschiedliche der eingespeisten quantifizierten Annahmen reagierte. Das »Systemverhalten tendiert eindeutig dazu, die Wachstumsgrenzen zu überschreiten und dann zusammenzubrechen«, schrieben die Verfasser, wobei der Zusammenbruch »infolge Erschöpfung der Rohstoffvorräte« erfolgen würde(5).
Brocker I 555
B: Die verschiedenen Szenarien (Annahmen über Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelressourcen, Technologien usw.) zeigten den Klimawandel als das vordringlichste globale Umweltproblem. Alle Durchläufe mit Varianten mündeten in Systemzusammenbrüchen Dies würde letztlich zu einem Sinken der Bevölkerungszahl und einer Abnahme der industriellen Kapazität führen (6).
VsMeadows: Die Resultate waren zu erwarten, da die Anlage ((s) der Simulation) so gewählt war, dass exponentiell wachsende Faktoren (Bevölkerung und industrielle Produktion) mit begrenzten Faktoren (Nahrungsmittel, Rohstoffvorräte,
Brocker I 556
Absorptionsfähigkeit von Schadstoffen) interagierten. Unter diesen Annahmen musste die Modellwelt zwangsläufig früher oder später kollabieren. Das Ergebnis war letztlich in der der Fragestellung enthalten.
Brocker I 559
VsMeadows: Sein Modell habe den Preismechanismus außer Acht gelassen. Dieser werde dafür sorgen, dass knappe durch reichlich vorhandene Güter ersetzt würden. VsMeadows: Seine Datenbasis sei zu schmal für weitreichende Aussagen.
VsMeadows: Es fehle eine regionale Differenzierung, was zu einer vorschnellen Globalisierung der Probleme führe. Letztlich werde dadurch das Problem entpolitisiert.
VsMeadows: neuere Kritik: der prognostizierte Ressourcen- und Nahrungsmittelmangel sei ausgeblieben.

1. J.W. Forrester, Word Dynamics, 1971
2. Vgl. Donella H. Meadows/Dennis L. Meadows/Jørgen Randers/William W. Behrens III, The Limits to Growth. A Report for the Club of Rome’s Project on the Predicament of Mankind, New York 1972. Dt.: Dennis Meadows/Donella Meadows/Erich Zahn/Peter Milling, Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Stuttgart 1972, S. 15
3. Ebenda S. 108, Diagramm des Weltmodells: S. 88-91.
4. Ebenda S. 76-77.
5. Ebenda S. 111.
6. Ebenda S. 17.
Patrick Kupper, „Dennis Meadows u. a., Die Grenzen des Wachstums“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

PolMeado I
Dennis L. Meadows
Dynamics of Growth in a Finite World Cambridge 1973

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Namen Geach I 46f
Eigennamen/Geach: Namen haben eine direkte Referenz, Namen haben keine Teile (Aristoteles: syntaktisch einfach) (Geach pro). Kennzeichnung: indirekte Referenz, Vermittlung anderer Zeichen, Kennzeichnungen können zusammengesetzt sein.
I 143
Kalkül des natürlichen Schließens/Gentzen/Geach: Hier gibt es "mögliche Namen". >Existenzeinführung. Aber nicht Quantifikation über sie.
GeachVsQuine: so kann er Namen nicht mehr als "verdeckte Kennzeichnungen" auffassen.
>Namen/Quine, >Kennzeichnungen/Quine, >Theorie der Kennzeichnungen/Russell.
I 155
Namen/Geach: Nicht die Kenntnis der Kausalkette ist wichtig, sondern ihre Existenz. - Das Recht einen Namen zu gebrauchen, kann bestehen auch wenn man das nicht weiß. >Kausaltheorie der Namen.
Russell: ein Eigenname muss etwas benennen (Geach pro).
>Namen/Russell.
GeachVsRussell: Dann gibt es aber einen Fehlschluss auf: "Nur ein Name, der etwas benennen muss, ist ein Name".
Ebenso falsch: Fehlschluss von "Was man weiß, muss sein" auf "Nur was so sein muss, kann gewusst werden".
>Wissen, >Wahrheit.
I 162
Quasi-Namen/Geach: Diese gibt es z.B. in Lexika, für fremde Gottheiten. - Quasinamen erscheinen nur in Objektposition nach intentionalen Verben. - Keine "Existenz 2. Grades". - Es gibt kein Identitätskriterium um zu entscheiden, ob verschiedene Völker denselben Gott verehren. >Identitätskriterien, >Glaubensobjekte.
I 208
Namen/Geach: Ob etwas ein Eigenname ist, hängt nicht davon ab, wem er verliehen wird. - Quasianführung ist kein Name! >Quasi-Anführung.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Namen Searle II 288
Namen/Searle: Namen setzen irgendeine andere Repräsentation voraus. Sie haben keinen expliziten intentionalen Gehalt. >Intentionale Gehalte.
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: Die Kausaltheorie übertreibt Analogie zwischen Bezugnahme und Wahrnehmung, übergewichtet die parasitären Fälle und setzt einen allwissenden Beobachter voraus. Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse. >Kausaltheorie der Eigennamen.
II 291 ff
Namen/Mill: Namen haben keine Konnotation, nur Denotation. Frege: Die Bedeutung eines Namens wird durch Kennzeichnung erfasst. >Kennzeichnungen, >Konnotation.
II 292
Namen/SearleVsKripke: Eine Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht. Eine Kausalkette ist nicht rein, sie ist selbst deskriptivistisch. Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: Intentionaler Gehalt legt Referenz fest: "Der Entdecker, egal wie der heißt".. Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde, Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war".

Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (>Beschreibung/Kripke) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: Referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?

Wolf II 168
Namen/Searle: Die Bedeutung bei Namen bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen. Wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen (Strawson dito). Vgl. >Bündeltheorie.
Zink: Dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen. Lösung/Zink: Lokalisierung. >Zink.

Searle V 145
Namen/SearleVsMill: Es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien. >Eigenname/Mill.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben, sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden.
V 245
Namen/SearleVsRussell: Wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. Tractatus: Der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung. - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen/Mill: Namen haben keinen Sinn. FregeVsMill: Bsp Dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. FregeVs, SearleVs. Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen. Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information.
V 256
Namen/SearleVsFrege: Namen sind nicht völlig eindeutig. Bsp Morgenstern/Abendstern sind eigentlich auf der Grenze zur Kennzeichnung. SearleVsKripke: Namen sind nicht starr, sonst wären sie wie logische Äquivalente. Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.
>Prädikation, >Ostension.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Naturalisierte Erkenntnistheorie Stroud I 209
Skeptizismus/naturalisierte Erkenntnistheorie/ET/Stroud: Der Skeptizismus wird unvermeidlicher, je mehr wir die externe (distanzierte) Position einnehmen und Belege betrachten. >Erkenntnistheorie, >Empirismus, >Belege.
Es gibt keine unabhängige Information über die Welt - Bsp Raum mit Monitoren.
Vgl. >Farbenforscherin Mary.
Gehirne im Tank/GIT/Stroud: KantVsDescartes: Eine solche Unterscheidung zwischen Sinneserfahrung und anderem Wissen würde uns von der Welt abschneiden.
>Gehirne im Tank.
I 211
QuineVs: Das gilt nur für die traditionelle Erkenntnistheorie. Lösung: wir müssen nur eine "distanzierte" Position vermeiden.
Vgl. >Naturalismus, >Naturalisierte Erkenntnistheorie/Quine.
QuineVsKant: So geht auch die Untersuchung des allgemeinen menschlichen Wissens!
>Wissen/Quine.
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: Die Naturalisierte Erkenntnistheorie leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts. - Damit wird das Innen/außen-Problem vermieden. >Innen/außen.
I 214
QuineVsKant: Es gibt kein a priori-Wissen. >a priori, >a priori/Quine.
I 250
Naturalisierte Erkenntnistheorie/NE/Wissen/Unterbestimmtheit/Skeptizismus/StroudVsQuine: Naturalisierte Erkenntnistheorie muss erklären: wie verursachen entferntere Ereignisse nähere? - Wie wird unser überschießender Glaube verursacht? - Aber das würde sie nicht erklären - (wie die "Lücke" zwischen Daten und Wissen überbrückt wird.) Vgl. >"Magerer Input"/Quine.
Stroud: Die Naturalisierte Erkenntnistheorie würde es deshalb nicht erklären, weil es gar keinen Sinn macht zu sagen, dass hier in einer Kausalkette eine Lücke klafft. - Dann kann man auch nicht von Unterbestimmtheit reden - dass ein Ereignis ein anderes "unterbestimmt". ((s) Es gibt keine "Ursache, die nicht hinreichend" wäre.)
>Unterbestimmtheit durch die Daten.
Unterbestimmtheit/Quine: Bsp Wahrheiten über Moleküle sind unterbestimmt durch Wahrheiten über alltägliche Dinge.
Lücke/Stroud: Quine hat mit einer Lücke zu tun, weil er von Information ((s) Inhalt) spricht, nicht von bloßen Ereignissen.
>Wissen/Quine.
I 251
Input/Quine/StroudVsQuine: Der einzelne Input ist nicht "mager" - ((s) nur als Massenterm). - Er ist nicht mager, wenn er als Ereignis aufgefasst wird. - Also können wir bei Ereignissen nicht von Unbestimmtheit reden! >Unbestimmtheit, >Ereignisse,
StroudVsQuine: Problem: Wenn der Input zu mager ist, erfordert der Übergang zum Überfließenden Output Bewusstsein. - Der "Beleg" muss auch einer sein!
>Bewusstsein.
I 253
Naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/StroudVsQuine: Wir können nicht alle unsere Überzeugungen als "Projektionen" betrachten. Und wir dürfen keine epistemische Priorität ((s) dass Sinneseindrücke näher an uns sind als die äußeren Gegenstände) annehmen. >Überzeugungen, >Wissen, >Welt/Denken, >Wahrnehmung, >Belege, >W.V.O. Quine.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Notwendigkeit Kripke I 46
Notwendig/nicht a priori: Bsp Goldbachs Vermutung: Goldbachs Vermutung wird sich dann mit Notwendigkeit herausstellen. Ich würde jedoch vorschlagen, dass es keine notwendige Tatsache ist, das Aristoteles die logische Summe der Eigenschaften besitzt, die ihm gewöhnlich zugeschrieben werden. Kripke (VsTradition): Molekülbewegung ist notwendig mit Wärme identisch! Wir haben es entdeckt, aber es hätte nicht anders sein können.
>Goldbachsche Vermutung, >notwendig a posteriori.
I 116
Physikalische Wahrheiten sind notwendig: Bsp Wärme = Molekülbewegung - aber dies ist keine Analogie zu Geist-Gehirn-Identitäten.
>Identitätstheorie/Kripke, >Schmerz/Kripke.
I 116
Def Notwendigkeit/Kripke: Notwendig sind solche Identitätsbehauptungen, in denen beide Ausdrücke starr designieren. Bsp "Wasser ist H20". Wasser hätte nicht etwas anderes sein können. Es ist für Wasser wesentlich, dass es der Stoff mit der atomaren Struktur ist. Wo es kein H20 gibt, gibt es kein Wasser.
>Starrheit.
---
Frank I 121f
Notwendig/Kripke: Notwendig sind Verbindungen, die mit zwei oder mehr starren Bezeichnungsausdrücken gebildet werden, Bsp dass Schmerz sich so anfühlt, wie es sich für uns anfühlt. Tradition: Der Gehirnzustand könnte auch ohne Schmerz auftreten.
I 122
Notwendig/wesentliche Eigenschaften/KripkeVsTradition: Die Art des Herausgreifens beim Schmerz (durch Erlebnis) und beim Gehirnzustand (Konfiguration von Molekülen) ist in beiden Fällen essentiell und nicht akzidentiell. Der Gehirnzustand könnte durch kontingente Tatsachen herausgegriffen werden, aber nicht der Schmerz. ---
Kripke I 144
Notwendige Eigenschaften müssen nicht zur Bedeutung gehören! (Das Periodensystem wurde später entdeckt). Wissenschaftliche Entdeckungen ändern nicht die Bedeutung! Bedeutung erwächst nicht aus Eigenschaften!
>Bedeutung/Kripke, >Eigenschaft/Kripke.
---
Stalnaker I 188
Notwendig a posteriori/Kripke/Stalnaker: Klassische Fälle sind z.B. Aussagen, die Namen enthalten Bsp Hesperus = Phosphorus (s.u.: Sie wurden durch verschiedene Kausalketten festgelegt). Aussagen über natürliche Arten: Bsp Das Atomgewicht von Gold ist 79. >Morgenstern/Abendstern, >Natürliche Art.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Notwendigkeit Stalnaker I 18
Notwendig a posteriori/Jackson: Notwendig a posteriori ist ein Resultat von relativ oberflächlichen linguistischen Tatsachen. Es entsteht aus einer optionalen beschreibenden Semantik, die zufällig natürliche Sprachen charakterisiert: ein Mechanismus der Festlegung von Referenten. >Notwendig a posteriori, >Referenz.
StalnakerVsJackson: Als Teil der Metasemantik sind die Referenz-festlegenden Mechanismen nicht optional. Sie sind Teil der Darstellung, wieso interne Zustände überhaupt repräsentational sein können.
>Repräsentation, >Mentaler Zustand.
I 53
Notwendige Proposition/Lewis/Stalnaker: Nach Lewis gibt es nur eine einzige notwendige Proposition: die Menge aller möglichen Welten (MöWe). >Notwendigkeit/Lewis.
Um zu wissen dass sie wahr ist, d.h. ob sie die wirkliche Welt innerhalb dieser Menge ist, dafür braucht man keine Tatsachen über die modale Realität zu kennen. Notwendige Wahrheit wird nicht durch Tatsachen wahr gemacht.
>Tatsachen, >Wahrmacher, >Wirkliche Welt/Lewis.
I 64
Metaphysisch notwendig/metaphysische Möglichkeit/Lewis/Louis/Stalnaker: Metaphysisch notwendig bedeutet: wenn man einen Bereich aller Möglichkeiten hat, kann man dann darüber quantifizieren. Die Modaloperatoren sind dann die Quantoren. >Metaphysische Möglichkeit.
Irrtum: Man kann sich dann auch irren, aber nur darüber, wie man einen Satz verstehen muss - nicht darüber, wie eine mögliche Situation beschaffen sein müsste.
>Verstehen, >Situationen.
I 189
Notwendig a posteriori/kontingent a priori/Stalnaker: Angenommen, der Erfinder hieß Judson, dann sind beide Sätze, sowohl "Judson erfand den Reißverschluss" als auch "Julius erfand den Reißverschluss" beide notwendig und beide kontingent. >Referenz/Stalnaker.
Beide sind kontingent, weil die Aussage über Judson a priori äquivalent ist mit der über Julius. Sie sind auch notwendig, weil die Aussage "Julius ist Judson" eine Aussage mit zwei starren Designatoren ist. Dabei ist die Referenz durch verschiedene Kausalketten festgelegt.
>Namen, >Starrheit, >Kennzeichnungen, >Kontingenz.
I 201
Notwendigkeit/Quine/Kripke/Stalnaker: Vor Quine und Kripke hielt man alle Notwendigkeiten für verbal bzw. begrifflich. >de dicto, >Notwendigkeit/Kripke, >Notwendigkeit/Quine, >de re.
Quine: Man muss überhaupt skeptisch sein in Bezug auf Notwendigkeit, Analytizität und a priori. Kripke/Stalnaker: Erst Kripke zog Empirie und Begrifflichkeit auseinander, indem er Beispiele fand für kontingent a priori und notwendig a posteriori. Dadurch entstand die Trennung epistemisch/metaphysisch.
>epistemisch/ontologisch, >Metaphysik.
I 202
Def nomologisch notwendig/mögliche Welt/Stalnaker: In der möglichen Welt x heißt wahr in allen möglichen Welten, die dieselben Gesetze wie die Welt x haben ((s) relativ auf Welt x). Naturgesetze/Stalnaker: These: Naturgesetze (NG) sind kontingent. Sie gelten nicht in allen Welten.
>Naturgesetze, >Mögliche Welten.
Einige Autoren: Naturgesetze seien metaphysisch notwendig.
Logik/Stalnaker/(s): Die Logik kann nicht zeigen, was metaphysisch möglich ist.
>Metaphysische Möglichkeit.
I 204
Notwendigkeit/begrifflich/metaphysisch/Stalnaker: Die ganze Unterscheidung beruht auf einer Verwechslung einer Eigenschaft von Propositionen mit einer Eigenschaft der sprachlichen und mentalen Repräsentationen. Proposition: Die Kontingenz oder Notwendigkeit der Proposition hat nichts mit unseren Begriffen und ihren Bedeutungen zu tun.
>Begriffe, >Propositionen.
Möglichkeiten: Die Möglichkeiten wären dieselben, selbst wenn wir nie daran gedacht hätten. Begrifflich möglich: Begrifflich möglich sind einfach metaphysische Möglichkeiten, die wir uns vorstellen können.
>Vorstellbarkeit.
I 205
Notwendig a posteriori/Kripke/Stalnaker: Die Notwendigkeit rührt daher, dass die sekundäre Intension notwendig ist. Der a posteriori-Charakter kommt daher, dass die primäre Intension eine kontingente Proposition ist. >Intensionen/Stalnaker.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Realismus Hacking I 47
Realismus/Hacking: Ich bin Realist. Dass es Elektronen gibt, glaube ich, weil man sie "versprühen" kann (Experiment). >Ontologie, >Experimente.
I 52
Theorien-Realismus/Russell/Hacking: Der Theorien-Realismus hat gezeigt, dass theoretische Entitäten bloße logische Konstruktionen sein können. Bsp Quark ist ein Kürzel für einen komplexen Ausdruck. ((s) Quarks sind nicht einzeln zu haben.) >Theoretische Entitäten.
I 54
Theorien-Realismus: These: Theorien sind unabhängig von unserem Wissen wahr/falsch. >Wahrheitswerte, >Bivalenz.
Anti-Realismus: These: Theorien sind bestenfalls gerechtfertigt, aber nie glaubhaft.
>Antirealismus.
I 69
Elektronen existieren nicht, weil sie Bausteine sind, sondern weil sie in bestimmten Kausalketten stehen - Bausteine erklären nichts. >Kausalrelationen, >Kausalerklärungen.
I 234
Realismus/Hacking: Die ganzen Probleme mit dem Realismus ergeben sich nur, weil wir über alternative Darstellungssysteme verfügen. >Repräsentation.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Referenz Dretske Brandom I 600
Referenz/Triangulation: Triangulation betrachtet den Kreuzungspunkts zweier Ketten [z.B. Blicke von Lehrer und Lernendem]. >Triangulation. Auch Dretske: Bsp Thermostat: man kann nicht sagen: ob das System auf die Temperatur des Raumes, auf die des Bimetallstreifens, auf die Krümmung des Bimetallstreifens, oder auf das Schließen des Kontakts reagiert. (> Messen). Der Blick auf die praktischen Folgen hilft nicht weiter. Hat nun der Thermostat einen zweiten Sensor, etwa ein Quecksilberthermometer, das einen Kontakt entsprechend schließt und ggf. die Heizung an und abstellt, so kreuzen sich die beiden Kausalketten an zwei Stellen: stromaufwärts bei der Änderung der Raumtemperatur, und stromabwärts bei der Reaktion, die Heizung an oder abzuschalten.
I 951
Da sich die beiden Ketten an zwei Punkten schneiden, muss man sie sich wohl gekrümmt vorstellen. Vielleicht nicht ganz glücklich. DB. BrandomVsDretske: löst das wirklich das Problem? Wird nicht immer noch auf den nächstliegenden, wenn auch disjunkten Reiz reagiert? Das Schließen des Bimetallstreifens oder des Quecksilberkontaktes?
I 601
Begriff: Bloßes unterscheidendes Reaktionsvermögen (>VURD, Brandom) reicht nicht, um die Anwendung von Begriffen zu erkennen! Rationalistische Ergänzung: die inferentielle Rolle der Reaktion ist entscheidend.

Dretske I
Fred Dretske
"Minimal Rationality", in: S. L. Hurley and M. Nudds (Eds.) Rational Animals?, Oxford 2005
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dretske II
F. Dretske
Naturalizing the Mind Cambridge 1997

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Sprache des Geistes Schiffer I 73
Sprache des Geistes/Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt - (über den Inhalt von Gedanken). Fodor: Intentionale Eigenschaften mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Repräsentationen sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind .
Neuronaler Zustand: existiert auch, wenn er falsch ist.
Ein neuronaler Zustand ist in Gegenstand, da mit Wahrheitswerten versehen..
Schiffer: noch kein System, noch nicht sprachähnlich.
Harman: These: innere Repräsentationen haben satzähnliche Struktur.
>Mentale Repräsentation.
Lewis: Sprache des Gehirns von synaptischen Verbindungen und neuronalem Feuern.
"Starke These der Gededankesprache"/Strong thesis of the language of thaught/SLT..
Andere Theorie: semantische Eigenschaften werden aus intentionalen Eigenschaften ererbt. - (VsSLT) - SLTVs: kurz/(s): mentale Repräsentation bestimmt Intentionalität - diese erklärbar ohne öffentlichen Inhalte.
SchifferVs: Das ist gar nicht erfüllbar.
I 76
Mentalesisch/Relationstheorie/Schiffer: welche Relation von Sätzen in Mentalesisch zu Sätzen in Englisch? >Relationstheorie.
Problem: mentalesischer Satz "s" darf nicht durch Bedeutung in Englisch spezifiziert werden (zirkulär) - außerdem Vs Kernthese der SLT (semantische Eigenschaften der öffentlichen Sprache sind ererbt von intentionalen Eigenschaften der mentalen Zustände).
>Mentale Zustände.
I 282
Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung hier nicht Frage von Konvention und Intention - anders als öffentliche Sprache. >Konvention, >Intention, >Alltagssprache.
Lösung/manche Autoren: begriffliche Rolle in Mentalesisch.
Öffentliche Sprache: Hier haben Sätze eine begriffliche Rolle nur, wenn sie auch gedacht, nicht nur gesprochen werden.
Problem: Wir brauchen eine nicht-semantische Relation zwischen mentalen Repräsentationen und öffentlichen Sätzen. - Zum Glück muss der innere Code dabei nicht erwähnt werden. - Bsp "Zustand mit demselben Inhalt".
Problem: Der Sprecher könnte Satz nur unter Zusatzannahmen glauben. - Diese nur mit Referenz auf Inhalt. - Das geht nicht in der Starken These der language of thaught.
Fazit: Ein neuronaler Satz kann nicht ohne Referenz auf den Inhalt als Glaubensobjekt angenommen werden.
>Glaubensobjekte, >Inhalt.
I 78
Mentalesisch/Schiffer: Relationstheorie verlangt komplexe Eigenschaft, F die alles hat, was bedeutet z.B. "Flundern schnarchen". Problem: Die Theorie darf nichts über die intentionalen Eigenschaften mentaler Zustand oder Bedeutung in öffentlichen Sprachen voraussetzen.
I 79
Mentalesisch/Relationstheorie/Glauben/Fodor/Schiffer: für die Zuschreibung von Wahrheitswerten von Situationen auf Sätze. - Dazu werden Eigenschaften am Ende der Kausalkette gebraucht. >Relationstheorie.
Problem: Quantifikation über Eigenschaften als semantische Werte geht letztlich über Propositionen.
>Proposition, >Quantifikation.
Lösung: SLT kann Propositionen zusammen mit begrifflichen Rollen zur Individuation von Inhalten gebrauchen.
Wahrheitsbedingungen durch M-Funktion auf mögliche Situationen. - Zusätzlich physikalistische Bedingung C.
Problem: Der Ansatz braucht eine Theorie der Repräsentationen - (darin sind mentale Repräsentationen nur Spezialfall).
Wahrheitsbedingungen: Formel: a ist die Wahrheitsbedingung für s in x’ innerem Code gdw. unter optimalen Bedingungen x s glaubt, wenn und nur wenn a besteht.
Damit können wir ein Muster von neuronalem Feuern mit der Anzeige einer Fliege für einen Frosch zu identifizieren.
Problem: Das geht nur unter optimalen Bedingungen!
SchifferVsFodor: Dann ist jeder allwissend und unfehlbar.
I 87
Mentalesisch/Prinzip der Nachsicht/Schiffer: das Prinzip der Nachsicht gibt es nicht für Mentalesisch - dieses müsste in Begriffen von Propositionen erklärt werden.
I 83-90
Relationstheorie/Mentalesisch/Schiffer: Problem: konkurrierende Zuschreibungsfunktionen für Wahrheitsbedingungen ("M-Funktionen"). Falsche Lösung: "größerer Überlebenswert" schließt falsche Zuschreibungsfunktionen nicht aus - Bsp Gewicht/Masse.
I 189
Starke These der language of thaught/SLT/Mentalesisch/Schiffer: These: 1. Das Gehirn ist ein Computer, wir sind informations-verarbeitende Systeme mit einem inneren neuronalen Code.
Schiffer: dem kann ich zustimmen.
2. Es gibt eine computationale Relation R für jeden Glauben, den man haben kann, sodass man diesen Glauben hat gdw. man R zu dieser Formel hat.
Schiffer: Das geht, aber nur mit substitutionaler Quantifikation. - Bsp "Nodnol si yggof": Mentalesisch für London ist neblig - dann bedeutet der Satz das, aber nicht kompositional.
Pointe: Dann ist der Glaubens-Inhalt nicht reduzierbar. (SchifferVsReduktionismus.)
((s) Mentaler Inhalt ist irreduzibel (Schiffer pro Brentano)).
Bsp Wissen-wie kann nicht in anderen Begriffen analysiert werden - es gibt keine Tatsache die macht, dass etwas dieser Glaube ist. - ...+ +
>Wissen wie, >Nonfaktualismus.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Starrheit Evans Stalnaker I 198
"ddieses" (sic)/"dthat"(sic): ist ein starrmachender Operator: der Gegenstand soll damit als derselbe in allen möglichen Welten festgelegt sein. Starrheit/Evans: Bsp Julius/Reißverschluss/Evans/Stalnaker: Das Beispiel "Der Erfinder des reißverschlusses, wir nennen ihn Julius" - kann man zweifach interpretieren:
a) Als Abkürzung eines komplexen singulären Terms "ddieses [der Erfinder des Reißverschlusses]".
Dann ist "Erfinder des Reißverschlusses" Teil der Bedeutung. - Und es ist eine logische Wahrheit, dass er ihn erfand.
b) Als Festlegung: dass Julius der Name der Person sei.
Dann wäre es eine semantische ((s) nicht-logische Verbindung) zwischen Name und Person. - Dann wäre die Rolle der Kennzeichnung, die Referenz festzulegen.
Bsp Jemand schnappt den Namen auf:
a) Dann versteht er die Äußerung nicht - dann "ddieses [die Person, auf die Stalnaker bei der Gelegenheit referierte]"
b) Wenn die semantischen Eigenschaften von "Julius" Teil der historischen Kausalkette sind, braucht der kompetente Sprecher gar nichts darüber zu wissen. Vgl. >Operatoren.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Starrheit Stalnaker I 81
Nichtstarrheit/nicht-starr/Prädikat/Stalnaker: nichtstarre Prädikate: Nichtstarre Prädikate korrespondieren mit verschiedenen intrinsischen Eigenschaften in verschiedenen möglichen Welten. >Prädikate, >Mögliche Welten, >Intrinsisch.
I 185
Starrheit/Stalnaker: Setzt die Starrheit Querweltein-Identität voraus? >Querweltein-Identität.
I 197
ddieses/dthat/Kaplan/starrmachender Operator/Stalnaker: (Kaplan 1978)(1): Ddieses bezieht den Gegenstand immer zurück auf die wirkliche Welt (WiWe) (starr machen). Der Referent ist dann in jeder möglichen Welt der ursprüngliche aus der wirklichen Welt. >Dthat/Kaplan.
I 198
Bsp Julius/Reißverschluss/Evans/Stalnaker: Das Beispiel Julius kann man zweifach interpretieren: a) Als Abkürzung eines komplexen singulären Terms "ddieses [der Erfinder des Reißverschlusses]". Dann ist "Erfinder des Reißverschlusses" Teil der Bedeutung. Und es ist eine logische Wahrheit, dass er ihn erfand.
b) Als Festlegung: dass Julius der Name der Person sei. Dann wäre es eine semantische ((s) nicht logische Verbindung) zwischen Name und Person.
Dann wäre die Rolle der Kennzeichnung, die Referenz festzulegen. Bsp jemand schnappt den Namen auf: Fall
a) dann versteht er die Äußerung nicht. Dann "ddieses [die Person, auf die Stalnaker bei der Gelegenheit referierte]".
ad b) Wenn die semantischen Eigenschaften von "Julius" Teil der historischen Kausalkette sind, braucht der kompetente Sprecher gar nichts darüber zu wissen.
>Semantische Eigenschaften.

1. Kaplan, David. 1978. Dthat. In Peter Cole (ed.), Syntax and Semantics. Academic Press. pp. 221--243

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Ursachen Dennett I 577ff
Bsp Zwei schwarze Kisten (Kausalität): Manche Autoren sagen, Wahrheit und Unwahrheit seien semantische Eigenschaften und als solche völlig abstrakt, so dass sie nichts verursachen können. Hier das Beispiel:
I 577ff
Bsp Zwei schwarze Kisten/Dennett: Wenn man an der Box A den Knopf a drückt, leuchtet an der Box B das rote Licht auf. Drückt man den Knopf b, leuchtet das grüne Licht. Das gelbe leuchtet offenbar nie. Im Inneren von B findet man einen Supercomputer. Man stellt fest, dass jeder Schritt eine klare Kausalkette ohne Geheimnisse bildete. Rätselhaft ist allerdings: der Rechner liefert immer das gleiche Ergebnis, durchläuft aber nicht dieselbe Folge von Zwischenstufen. Die Box prüft die Überzeugungen der anderen. wenn sie die gleich hat: rot, sonst grün. unverständlich (z.B. manipulierte Botschaft): gelb.
Erklärung der Konstrukteure: Es handelt sich um ein "Expertensystem mit Trivialinformationen ("Welterfahrungen").
Die Erbauer der Kisten beharren aber darauf, dass keinerlei Aussicht besteht, die kausale Gesetzmäßigkeit zu ergründen, mit der die ganze Geschichte begonnen hat, ohne semantische (oder auf den Geist bezogene) Begriffe zu verwenden.
>Kausalrelation, >Beschreibungsebenen, >Zuschreibung, >Semantik.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Ursachen Lewis V 159
Ursache/Lewis: heutzutage: Ursache kann nur ein unverzichtbarer Teil von etwas sein, aber niemals ein Ganzes. Eine Mengen von Gesetzes-Propositionen und eine mengen von Tatsachen-Propositionen müssen zusammen implizieren C > E. Wobei E die Proposition ist, dass e existiert und C, dass c existiert. ((s) Diese sind allgemeine Aussagen.)
V 167
Ursache/Lewis: Ein Ereignis ist Ursache eines anderen, wenn eine Kausalkette existiert, die vom einen zum anderen führt. Kausalkette: Wir erhalten eine Kausalkette, wenn wir >kausale Abhängigkeit (die eigentlich nicht transitiv ist) transitiv machen.
V 191f
Ursache/Unterlassung/Lewis: Unterlassen kann eine Ursache sein. Dafür brauchen wir eine andere Art von kontrafaktischen Konditionalen. Auch Schlaf ist dann ein Ereignis. Unterschied: a) ein Ereignis als nicht gegeben anzunehmen und b) es qua Unterlassung wegzudenken.
V 201f
Verhinderung/Ursache/Lewis: Problem: Wie kann eine frühe Verhinderung eine Ursache sein (für das Ausbleiben)? Lösung: Zwischenereignis zwischen zu früh und zu spät. So unterscheiden wir die echte Ursache von der verhinderten Alternative. Eine späte Verhinderung ist schwieriger. Die Verhinderung muss nach der letzten Alternative kommen. Lewis: Das ist nicht die Weise, wie wir mögliche Welten sehen. Besser: common sense.
V 326
Backtracking: Bsp Von verschiedenen Wirkungen auf verschiedene Ursachen schließen. ---
Schwarz I 139
Ursache/Verursachung/Armstrong: Abwesenheit ist keine echte Ursache. LewisVsArmstrong: Sie ist doch eine Ursache, bloß so alltäglich, dass sie ignoriert wird. Problem: Im Vakuum gibt es dann unzählige Abwesenheiten.
I 140
Lösung/Lewis: Abwesenheiten sind überhaupt nichts, da gibt es nichts. Problem: Wenn Abwesenheit bloß eine leere Raumzeit-Region ist, warum gäbe es dann ohne sie gerade Sauerstoff und nicht Stickstoff? > Lösung/Lewis: "Einfluss", leichte Erhöhung der Wahrscheinlichkeit.
I 141
Kontrafaktische Abhängigkeit: gibt es auch zwischen dem Wie, Wann und Wo des Geschehens. >Kontrafaktische Abhängigkeit

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Verursachung Croft Gärdenfors I 163
Verursachung/Croft/Gärdenfors: (Croft, 1991, p. 269) Checkliste für ein „idealisiertes kognitives Modell eines einfachen Ereignisses“: (i) Einfache Ereignisse sind Segmente des kausalen Netzwerkes.
(ii) Einfache Ereignisse involvieren Individuen, die mit anderen Individuen interagieren (Kraftübertragung).
(iii) Kraftübertragung ist asymmetrisch, mit getrennten Teilnehmern
(iv) Einfache Ereignisse nicht nichtverzweigte Kausalketten
(v) Einfache Ereignisse sind unabhängig, d.h. sie können vom Rest des kausalen Netzwerks isoliert werden.
Gärdenfors: mein eigenes Modell erfüllt die meisten dieser Bedingungen. Dennoch:
I 165
GärdenforsVsCroft: seine Kriterien decken nicht alle Aspekte von Verursachung ab: auch die Veränderungen am Objekt (patient) müssen berücksichtigt werden.

Croft I
William Croft
Radical Construction Grammar: Syntactic Theory in Typological Perspective Oxford 2001
Verursachung Gärdenfors I 163
Verursachung/Vektordarstellung/Linguistik/Gärdenfors: (vgl. Wolff, 2007, 2008, 2012) (1)(2)(3): wir unterscheiden zwischen Kräften und Zustandsveränderung. Dann haben wir einen Resultatvektor und einen Kraftvektor. Die Vektordarstellung von Kräften liefert eine natürliche Verräumlichung von Verursachung, die das Modell mit anderen Anwendungen des Conceptual Space (Begriffsraums) vereinigt. Bsp Identitätsvektor: hat eine Länge von Null. Das heißt aber nicht, dass der Kraftvektor gleich Null sein muss. (Siehe Croft, 1991, p. 269)(4): Verursachung/Croft/Gärdenfors: (Croft, 1991, p. 269)(4) Checkliste für ein „idealisiertes kognitives Modell eines einfachen Ereignisses“:
(i) Einfache Ereignisse sind Segmente des kausalen Netzwerkes.
(ii) Einfache Ereignisse involvieren Individuen, die mit anderen Individuen interagieren (Kraftübertragung).
(iii) Kraftübertragung ist asymmetrisch, mit getrennten Teilnehmern
(iv) Einfache Ereignisse nicht nichtverzweigte Kausalketten
(v) Einfache Ereignisse sind unabhängig, d.h. sie können vom Rest des kausalen Netzwerks isoliert werden.
Gärdenfors: mein eigenes Modell erfüllt die meisten dieser Bedingungen. Dennoch:
I 165
GärdenforsVsCroft: seine Kriterien decken nicht alle Aspekte von Verursachung ab: auch die Veränderungen am Objekt (patient) müssen berücksichtigt werden.

1. Wolff, P. (2007). Representing causation. Journal of Experimental Psychology: General, 136, 82–111.
2. Wolff, P. (2008). Dynamics and the perception of causal events. In T. Shipley & J. Zacks (Eds.), Understanding events: How humans see, represent, and act on events (pp. 555–587). Oxford: Oxford University Press.
3. Wolff, P. (2012). Representing verbs with force vectors. Theoretical Linguistics, 38, 237–248.
4. Croft, W. (1991). Syntactic categories and grammatical relations: The cognitive organization of information. Chicago: University of Chicago Press.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Verursachung Lewis V 36
Verursachung/kontrafaktische Analyse/Lewis: (andernorts): 1. Relation Ursache/Wirkung hängt von der Kausalkette ab.
2. Eine Kausalkette ist eine bestimmte Art von kontrafaktischen Abhängigkeiten.
3. Dies ist keine Rückwärtsverursachung!
>Kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis, >Kontrafaktisches Konditional/Lewis, vgl. >Kausale Abhängigkeit/Lewis, >Kausalität/Lewis, >Ursache/Lewis, >Kausalerklärung/Lewis.
V 181
Verursachung/Lewis: Bsp Angenommen, wir haben zwei redundante Systeme, eins produziert den Effekt mit geringerer Wahrscheinlichkeit. Ich schalte auf dieses um. Dann habe ich den Effekt dennoch verursacht. Falsch: Es ist falsch, anzunehmen, dass es verschiedene Weisen gäbe, wie die Welt sein könnte (verschiedene kontrafaktische Konditionale). Lewis: Das wäre eine metaphysische Last. Es geht nicht um eine versteckte Eigenschaft, die vorhanden sein könnte oder nicht.
V 183
Es gibt nur eine Weise, wie die Welt ist. Die beiden kontrafaktischen Konditionale sind wahr oder falsch durch eine willkürliche Auflösung einer semantischen Unbestimmtheit. Das ist aber keine Eigenschaft der Welt. Vgl. >Mögliche Welt/Stalnaker.
V 195
Redundante Verursachung/Lewis: Eine redundante Verursachung sind mehrere Ursachen, die auch einzeln hinreichend gewesen wären. Es ist schwer zu entscheiden, ob die Wirkungen verschiedene Ereignisse gewesen wären. Def fragil: ist ein Ereignis, das ein anderes gewesen wäre, wenn es Bsp zu einer anderen Zeit gewesen wäre. Ereignisse dürfen nicht zu fragil sein. Sonst haben wir normale Verursachung in redundanten Fällen. Ob Redundanz vorliegt, mag auch von den Standards der Fragilität abhängen. Unentscheidbar: Es ist unentscheidbar, ob Bsp eine verschobene Aufführung dieselbe ist.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Wissen Goldman II 149/150
Alvin Goldman/Wissen/BrandomVsGoldman: Goldmans Theorie bereitete den Verlässlichkeitstheorien den Weg, ist aber in Bezug auf naturalisierte Erkenntnistheorie ein zweischneidiges Schwert. >Naturalisierte Erkenntnistheorie, >Verlässlichkeitstheorie.
Für sein Beispiel ist es wichtig, dass wir annehmen, dass die Kausalkette eine ideale ist.
II 151-155
Bsp Scheunenfassaden: Man kann sich die Fassaden-Provinz als eingebettet in ein Land mit echten Scheunen, dieses wiederum eingebettet in einen Staat mit Fassaden, diesen eingebettet in einen Kontinent mit echten, diesen auf einem Planeten mit Fassaden, diesen wiederum eingebettet in ein Planetensystem mit echten Scheunen usw. vorstellen. Ob es sich bei dem Anblick einer echten Scheune um Wissen handelt, ist dann völlig abhängig von der Wahl der Bezugsklasse. Maximal verlässlich ist dann die engste Bezugsklasse.
Vieles spricht gegen echtes Wissen. Das offenbart die Unangemessenheit des klassischen Rechtfertigungsinternalismus.
Aber Bsp Zwillingserde/ZE/Brandom: Ein moderner Internalist könnte behaupten, dass die "internen Zustände" gleich seien. Alles, was sie gemeinsam haben ist, dass das Subjekt sie nicht auseinander halten kann.
>Internalismus, >Externalismus, >Zwillingserde.
McDowell: Aber diese Tatsache muss nicht als hinreichend zur Identifikation ihrer Gehalte aufgefasst werden!
>Gehalt, >Inhalt, >Identifikation.
Goldman/Brandom: Insgesamt zeigt sich, dass das Vorhandensein von Scheunenfassaden in der Umgebung kausal unerheblich ist.
II 152
Scheunenfassaden/Goldman: Der Kandidat ist kein verlässlicher Wahrnehmer von Scheunen. Brandom: Das besondere an diesem Fall ist, dass die Umstände extern sind.
>Umstände.
BrandomVsGoldman: "Goldmans Einsicht" stützt aber nicht die naturalisierte Erkenntnistheorie, weil das Wissen völlig abhängig von der Wahl der Bezugsklasse ist. Eine Argumentstelle bleibt also unausgefüllt.
>Wissen, >Kausaltheorie des Wissens.
Es hängt davon ab, wie wir den Überzeugten beschreiben: als einen Angehörigen des Landes, des Bundesstaates, usw. Und das wären gerade die naturalistisch formulierbaren Tatsachen. Sie führen dann zu unterschiedlichen Urteilen über die Verlässlichkeit des Beobachters.
Brandom: Situationen wie die des Beispiels können durchaus entstehen. Daraus folgt der
Def Naturalistischer Blinder Fleck der Verlässlichkeitstheorien/Brandom: Ob ein Beobachter verlässlich ist, oder nicht, ist abhängig von der Wahl der Bezugsklassen (Scheunen-Provinz), und damit von externen Umständen, die mit dem betrachteten Objekt nichts zu tun haben.
>Referenzklassen, >Blinder Fleck.

Gold I
Alvin I. Goldman
Reliabilism and Contemporary Epistemology: Essays Oxford 2015
Wissen Putnam McGinn I 180
Domestizierungstheorien des Wissens: neuere Variante: Die neuere Variante bezieht sich auf den Externalismus bezüglich des Bewußtseinsinhalts: Geist und Welt können so auseinanderklaffen, wie der Skeptiker annehmen möchte (Putnam, Davidson). >Terminologie/McGinn.
---
Putnam I (a) 31
Wissen/Putnam: Franklin wusste etwas anderes über Elektrizität als wir. Hier muss keine Intension geteilt werden. Es gibt verschiedene Kausalketten. >Bedeutungswandel, >Theoriewechsel, >Intension.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Zeit Flusser I 119
Zeit im Bild/Flusser: Zeit im Bild lässt sich zu Kreisen umbiegen: Die Zeit im Bild ist ein Strom, der auf der Oberfläche fließt, um deren Elemente zusammenzuhalten. Bsp H O H (in einem Rahmen) bedeutet eine Szene, innerhalb derer die kreisende Zeit die Elemente räumlich anordnet.
I 120
Man kann sie auf zwei Seiten räumlich auseinander rollen: "H2O" : dann sind Wasserstoff und Sauerstoff Ursachen, 2. 2H + O , dann sind sie Folgen des Wassers. Bei der ersten Erklärung steht die vom Bild gemeinte Szene als Endpunkt eines synthetischen, bei zweiten eines analytischen Prozesses. Beide Erklärungen ordnen die Elemente zeitlich.
>Analytizität/Synthetizität, >Meinen.
I 121
Dabei geht aber die im Bild ursprünglich enthaltene Information verloren, welche das räumliche und gerade nicht prozessuale Verhältnis betrifft. Die beiden Erklärungen sind gewissermaßen Profanierungen des ursprünglich Heiligen. >Raum, >Prozesse.
Die Ordnung des Bildes ist nämlich keine erklärende Ordnung wie die des Textes, sondern eine totale Ordnung.
>Erklärung, >Ordnung, >Bilder/Flusser.
I 132
Zeit/Flusser: Was immer die erlebte Zeit sein mag, sie kann nicht linear sein: sie kommt von allen Seiten. Sie kann nicht von der Vergangenheit der Zukunft zufließen, denn es ist die Zukunft und nicht die Vergangenheit, die ankommt. Die Gegenwart kann nicht ein Punkt auf einem Strahl sein, denn sie ist ja der Ort, an dem alle Zeit sich sammelt, eben gegenwärtig wird.
>Gegenwart, >Vergangenheit, >Zukunft.
Andererseits kann die historische Zeit auch nicht abstrakter sein als die magische, denn sie kann ebenso gut wie die magische unser konkretes Erleben vorprogrammieren.
>Magisches Denken.
Man kann an sie ebenso gut wie an die magische glauben. Empfänger einer textlichen Botschaft (linear) leben in einer ganz anderen Welt als die der magischen Stimmung.
>Text/Flusser.
Sie erleben die Welt nicht mehr als "Szenen" sondern als "Ereignisse" und das heißt: sie erleben die Zeit als unwiderruflich.
>Ereignisse.
I 214 ff
Zeit/Zeiterlebnis/Flusser: Im linearen Bewusstsein wird die Zeit als Strom erlebt, der aus der Vergangenheit in Richtung Zukunft fließt, historische Vergangenheit unwiderruflich vorbei. Für technoimaginäres Bewusstsein ist das der pure Wahnsinn.
a) Sobald man sich ein Bild vom Begriff der historischen Zeit macht, wird erkennbar, dass sie in umgekehrter Richtung strömt: von der Zukunft in Richtung Vergangenheit: was ankommt ist nicht gestern, sondern morgen.
b) Gegenwart wird als Zentrum der Zeit ersichtlich. Zeit wird als Tendenz zur Vergegenwärtigung erkennbar.
Für das historische Bewusstsein ist die Gegenwart ein Punkt auf einer Linie, daher ist die Gegenwart unwirklich, sobald sie ist, ist sie nicht mehr.
>Geschichtsschreibung, >Geschichte.
I 215
Wirklich ist für das historische Bewusstsein nur das Werden. Für die Technoimagination (TI) ist eine solche Ontologie ein typisches Beispiel für Wahnsinn.
>Terminologie/Flusser.
Erste Konsequenz: Für die Technoimagination ist nur die Gegenwart wirklich, weil diese der Ort ist, an dem das nur mögliche (die Zukunft) ankommt, um verwirklicht, (eben gegenwärtig) zu werden.
Zweite Konsequenz: Die Vergangenheit ist ein Loch in der Gegenwart. Allerdings tritt die Vergangenheit nicht als "dritte Zeitform" (neben Gegenwart und Zukunft) sondern als Aspekt der Gegenwart auf. als "Gedächtnis".
I 216
Dritte Konsequenz: "Politisierung" der Zeit: Ich bin konstant, die Welt ist variabel. Der Versuch, die Gegenwart so zu erweitern dass andere mit mir zusammen in ihr sein können. Vierte Konsequenz: Historische Kausalketten werden sinnlos: Die Zukunft kommt an, sie "folgt" nicht aus etwas. Bsp Vögel bauen keine Nester "weil" sie von genetischer Information dafür programmiert sind, sondern beim Nestbau stellt sich heraus, dass Vögel eine genetische Information haben.
Bsp Die Französische Revolution führt nicht zur Russischen Revolution, sondern in der Russischen Revolution wird ersichtlich, dass die Französische eine inneren Widerspruch besaß.
Obgleich wir dieses neue Zeiterlebnis "haben", haben wir nicht das Bewusstsein dieses Habens.
I 217
Es kündigt sich eine neue, unfortschrittliche Zukunft an. Der Fortschritt ist in der Vergangenheit "aufgehoben".
>Fortschritt.

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996
Zufall Vollmer II 47
Def Zufall/Vollmer: post hoc-Ereignis - ohne Energieübertragung. >Kausalität, >Wirkung, >Ursache, >Energie, >Ereignisse.
II 66
Zufall/Vollmer: echte Zufälle: Bsp Dass die Scheibe des Mondes gerade genau die Sonne verdeckt. - Unabhängige Kausalketten; es wäre sinnlos, nach einer Erklärung zu suchen. >Erklärungen, >Kausalerklärung.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Externalismus Kausalkette Dav II 18
Def Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie
I 8
Externalismus Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird,bestimmen zugleich den Inhalt dieser Überzeugung. Das ist nicht der Gedanke, die Natur gewährleiste daß unsere einfachen Urteile immer richtig sind, sondern, daß die kausale Geschichte solcher Urteile ein konstitutives Hauptmerkmal ihres Inhalts liefert.
I 139
Externalismus: Vs „Die Intension bestimmt die Extension“.
Externalismus Kausalkette Pro Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie. Davidson II 185
Externalismus Kausalkette Versus Davidson I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges. Davidson Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.

Davidson I 72f
Externalismus: pro: Putnam, Burge, Davidson (modifiziert: Triangulation setzt Alltagssituation stärker in den Mittelpunkt) - Vs: Searle - Quine: nicht eindeutig Vertreter des Externalismus -
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie Externalismus/DavidsonVsKripke, DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.


Frank I 661ff
aber Davidson pro Volkspychologie, VsStich.

Donald Davidson (1987) : Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and
Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Tier versteht Kausalit Kausalkette Pro Perler/Wild
I 376
Kausalität/Tier/Lager: Rumbaugh, Hillix: Primaten verstehen gewisse Kausalkette. Dickinson: sogar Ratten! Vs: Tomasello: nur Menschen verstehen Kausalität.
Dickinson, Balleine: befassen sich mit Erkennungsregeln - Tomasello: mit Reaktionsbandbreite.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Zeitreise Bennett, J. Lewis V 187
Bennett/Lewis: These dann ist es tatsächlich so, daß derjenige, der die Kausalkette besser vorhersagen kann, töten kann, während der, der sie nicht vorhersehen kann, nicht tötet! (Lewis pro).

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Namen Devitt, M. Newen/Schrenk I 105
Namen/Devitt/Newen/Schrenk: These die Standardbedeutung eines Namens ist das kausale Netz, das durch die skizzierte Kausalkette der Kommunikation gebildet wird.
Namen Evans, G. I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, daß die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, daß sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muß man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muß man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 323
Evans: These: es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers - nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Staln I 189
Namen/Bsp Evans/Stalnaker: sicher ist "Julius" kein richtiger Name, aber richtige Namen funktionieren genauso, weil ihre Referenz und was mit ihnen gesagt wird, von den Tatsachen abhängt.
I 190
Genauso wurden Bsp Hesperus/Phosphorus durch verschiedene Kausalketten (oder historische Ketten) festgelegt.
Zeitreise Lewis, D. V 67
Zeitreisen/Lewis: These: Zeitreisen sind möglich.
V 187
Bennett/Lewis: These: Dann ist es tatsächlich so, dass derjenige, der die Kausalkette besser vorhersagen kann, töten kann, während der, der sie nicht vorhersehen kann, nicht tötet! (Lewis pro).
Ursache Lewis, D. V 179
Effekt/Lewis: These: Ursachen machen Effekte wahrscheinlicher. Aber das ist in der Analyse der kausalen Abhängigkeit geschrieben, nicht der der Verursachung selbst. Verursachung: besteht, wenn es eine Kausalkette gibt, Direktheit ist nicht notwendig. Es ist auch nicht notwendig, daß das erste Glied die Wahrscheinlichkeit des Effekts am Ende erhöht.
V 186
Verursachung/Unempfindlichkeit/Individuation/Lewis: These die richtige Weise der Verursachung sollte durch Unempfindlichkeit gegen Störung (Umstände) herausgefunden werden.
Schw I 129
Kausalität/kontrafaktisches Konditional/KoKo/Lewis/Schwarz: (Causation, 1973, damals revolutionär, hält seitdem "eine mittlere philosophische Industrie in Gang"): These: das zweite (verursachte) Ereignis hängt kontrafaktisch vom ersten Ereignis ab.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Namen Burkhardt, A. Wolf I 358
Namen/Burkhardt: auch sie sind vor allem konventionalisierte Zeichen. Nicht der Träger ist in erster Linie die Bedeutung, sondern "was immer konventionalisiert wird". Namen/Burkhardt: können auch appellative Funktion haben: Bsp "Einstein ist der Kopernikus des 20. Jahrh.". Vorstellungen über Eigenschaften.
I 358/359
Namen/Bedeutung/Burkhardt: These so läßt sich die Bedeutung doch in Referent und Sinn aufteilen. So ist alles Subjektive getilgt. Die eine oder die andere Seite kann dominieren, der Sinn kann an die Stelle des Referenten treten. Bsp "Aristoteles" oder "Moses" hat zwar wahrscheinlich früher ein Individuum bezeichnet, heute entsprechen die Namen für uns aber eher Kennzeichnungen. (Wie Russell) "Homer": "der die Ilias schrieb, wer immer das gewesen sein mag".
I 363
Namen/Bedeutung/Burkhardt: meine These hat den Vorteil, daß sie Russells Problem der Nichtexistenz löst: sie ließe sich nicht sinnvoll verneinen, wenn der Träger die alleinige Bedeutung wäre!II 365 These in den meisten Fällen ist der Träger die Bedeutung (wie Frege) aber wenn die Kausalkette zu weitreichend ist, tritt der Sinn an die Stelle. (Intension, Beschreibung, Kennzeichnung).

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993