Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor/Ismus
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Literatur
Literatur
Bedeutung Armstrong I 116
Äußerungsbedeutung/Armstrong: Die Äußerung von "Hans wird nicht kommen" soll ein zuverlässiges Zeichen dafür sein, dass ich eben das glaube.
I 117
Bedeutung: Dann sind Bedeutungen bloße Abstraktionen aus den von den jeweiligen von Äußerungen bezeichneten Dingen.
I 117
Aber: Armstrong: Bedeutung ist nicht gleich Referenz. These: Äußerungen von Sätzen in der Kommunikationssituation sind genau in derselben Bedeutung Zeichen wie schwarze Wolken ein Zeichen für Regen sind. (>Natürliche Bedeutung).

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Bedeutung Grice I 2 ff
Bedeutung/Zeichnung/Fotografie: Das Foto mit Herrn X in eindeutiger Stellung mit Frau Y bedeutet nichts! Die Zeichnung mit dem gleichen Gegenstand bedeutet etwas. (>Absicht).
I 4
Def Bedeutungn/Grice: Bsp Masern haben eine "natürliche Bedeutung". Sie sind Anzeichen, natürliche Zeichen und werden erkannt, nicht verabredet. Sie sind erforschbar und keine Konvention. Def Bedeutung: Eine nicht-natürliche Bedeutung ist eine Äußerung, ein Zeichen, eine Verabredung, Konvention, Metaphern und unbewusste Regelmäßigkeiten.
>Konventionen, >Metaphern, >Regularität, >Zeichen, >Äußerungen.

II 17
Bedeutung/Grice: Bedeutung folgt nicht aus Absicht: Bsp Ein Täter kann falsche Spuren zurücklassen.
I 8
Absicht braucht Vorstellung über die Wirkung. Hörer-Bedeutung: Was der andere meiner Ansicht nach tun sollte, kann nicht die Bedeutungen liefern. Eine Abweichung braucht gute Gründe.
I 36
Sprecher-Bedeutung: Die Sprecher-Bedeutung kann bei ein- und demselben Satz verschieden sein. >Sprecherbedeutung.

III 85
Anführungszeichen sind semantisch wichtig.
Avramides I 2
Bedeutung/Grice (1957): neu: Avramides: Das Bemerkenswerteste an diesem "neuen Zugang" ist der unbewusste Gebrauch der Begriffe Intention und Glauben. Zirkulär: Wenn man die unerwünschten Fälle von vornherein ausschließen wollte, wäre dies zirkulär. Vorgeschichte: Stevenson: Bedeutung braucht Konstanz - sonst ist sie bloß ein Geräusch. Lösung: Gewohnheiten der Sprecher.
I 4
Grice/Avramides: Avramides geht es dabei mehr darum zu verstehen, wie Äußerungen zu ihrem Inhalt kommen. Intentionen müssen dazu in Begriffen des Inhalts erklärt werden, nicht umgekehrt. Dies lässt immer noch die Frage offen, wie Intentionen und Glaubenseinstellungen zu ihrem Inhalt kommen.
I 5
Grice: in der Tradition Austin/Searle, später Wittgenstein: Sprache muss im Kontext des Verhaltens betrachtet werden.
I 10
Bedeutung/Grice/Avramides: These: Wir beginnen mit Sprecher-Bedeutung in einer Situation und liefern eine Analyse in Begriffen von psychischen Zuständen des Sprechers und des Hörers.
Avramides I 11
Fundamental: "S meint in einer Situation, dass p" - dabei hat Grice den Begriff des "Meinens" hinreichend geklärt.
Grice III 90
Situations-Bedeutung/Grice: Die Situations-Bedeutung kann geäußert und gemeint und trotzdem falsch sein.
I 95
Bedeutung/Praxis/Grice: Die bekannte Praxis des Sprechers ist nicht eindeutig für Bedeutung. Der Satz kann noch andere Bedeutungen haben. S kann noch andere Mittel haben. Wir brauchen einen Begriff wie "S hat in seinem Repertoire..."
Newen I 77
Bedeutung/Grice/Newen/Schrenk: Entscheidend ist die Sprecherabsicht. Dabei gibt es 5 Stufen:
1. das Verhalten,
2. die psychologische Theorie über Wünsche usw., 3. die Theorie der subjektiven Äußerungsbedeutungen:
a) für Hörer und
b) für Sprecher,
4. die intersubjektive Bedeutung (konventionale Äußerungsbedeutung,
VsGrice: hat keine Theorie der Konventionen) und
5. Kompositionalität.
>Kompositionalität.
Newen I 80
Natürliche Bedeutung/Grice: Bsp "Diese Flecken bedeuten Masern": hier kann es keinen Irrtum geben! Sonst sind es andere Flecken. Kommunikation: Jegliche Bedeutung in der Kommunikation ist eine nicht-natürliche Bedeutung. Bei der nicht-natürlichen Bedeutung kann es zu Irrtümern kommen.
Schiffer I XIII
Bedeutung/Grice: (1957)(1): Die Ausdrucks-Bedeutung ist in Begriffen der Sprecher-Bedeutung zu finden. Diese ist letztlich rein psychologisch.

1. H. P. Grice Meaning. The Philosophical Review, Vol. 66, No. 3. (Jul., 1957), pp. 377-388

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Erklärungen Flusser I 11
Erklärung/Interpretation/Flusser: Bsp Eine Wolke wird erklärt, indem man auf ihre Ursachen verweist, ein Buch wird interpretiert, indem man auf sein Bedeutung hinweist. Vgl. >Natürliche Bedeutung, >Nicht-natürliche Bedeutung, >Interpretation, >Zeichen, >Symptome.
Man kann alles humanisieren. Man kann nicht von gleichen Phänomenen sprechen, wenn andere Aspekte hervortreten. Eine gedeutete Wolke ist nicht die des Meteorologen, ein interpretiertes Buch hat nichts mit Literatur zu tun.
>Deutung, >Beschreibungsebenen, >Stufen/Ebenen.

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996
Grice Avramides I 26
Grice/Avramides: Grice' Werk sollte als Begriffsanalyse verstanden werden, nicht als Reduktionismus, nicht als Physikalismus. - Er will die Philosophie des Geistes mit Frege und Davidson versöhnen. >Philosophie des Geistes, >Gottlob Frege, >Donald Davidson, >Paul Grice.
I 42f
Grice/Avramides: These: Das Problem der Satz-Bedeutung (Bedeutung der gesamten Äußerung) hat Vorrang vor dem der Bedeutung von Teiläußerungen. >Satzbedeutung, >Wortbedeutung, >Teilsätze, >Kompositionalität, >Frege-Prinzip, >Subsententiales.
Äußerung/Grice: Äußerung wird bei Grice weit aufgefasst, auch Signale usw.
Pointe: Damit rangiert die Analyse in einer Situation vor der zeitlosen (der Standard-Bedeutung).
>Situation, >Situation/Psychologie, >Sprecherbedeutung, >Sprecherintention.
Nur damit kann er "x bedeutet etwas" als "S meint etwas (in einer Situation) mit x" äquivalent setzen.
1. Version: ...eine Antwort des Hörers wird induziert...
2. Version:... zusätzlich: Der Hörer muss die Intention des Sprechers erkennen.
I 44
3. Version: ...zusätzlich: Das Erkennen der Sprecher-Intention muss als Grund für den Glauben des Hörers fungieren. Vs: Da gibt es immer noch viele Gegenbeispiele.
I 45
GriceVsGrice: Gegen-Beispiel: Es ist ein Unterschied, ob ich spontan die Stirn runzele in einer Situation, oder um einer Person mein Missfallen auszudrücken. Pointe: Es wird exakt dieselbe Information übermittelt, egal ob der Sprecher die Intention zur Kommunikation hat oder nicht.
Dann gibt es keinen Grund, zwischen natürlicher und nicht-natürlicher Bedeutung zu unterscheiden.
>Natürliche Bedeutung/Armstrong.
Der Unterschied hat mit dem zu tun, was derjenige der die Stirn runzelt erwarten kann, dass der Hörer glaubt. - Aber ohne Intention keine Bedeutung - nicht-natürliche Bedeutung (ohne Intention) ist niemals hinreichend für eine Antwort.
I 46
Bsp Daumenschrauben bedeuten gar nichts.
I 67
Grice/Avramides: Bisher ist die Analyse noch nicht hinreichend für zeitlose (linguistische) Bedeutung, nur für Sprecher-Bedeutung. Bedeutung/Grice: ist außerhalb der Sprache genauso gut anzutreffen wie innerhalb.
I 68
Zeitlose Bedeutung/Grice: Disjunktion von Feststellungen darüber, was Leute mit x bewirken wollen - auch Winken usw. aber nicht Praxis (diese ist nicht hinreichend (sie kann eine zweite Bedeutung haben), nicht notwendig (es kann Alternativen geben) - sondern "Prozedur im Repertoire". >Praxis, >Sprachverhalten, >Sprachgemeinschaft, >Konvention.
I 111
Reduktionistischer Griceaner/Loar: riskiert Denken ohne Sprache. >Denken ohne Sprache.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Grice Millikan I 52
Sprache/Millikan: in diesem Kapitel: welche Relationen gibt es zwischen 1. der stabilisierenden Funktion eines Sprachmusters
2. ihren buchstäblichen Gebrauch
3. den Sprecherintentionen.
Stabilisierungsfunktion/Millikan: nächstes Kapitel These: ein Aspekt der Wortbedeutung, der syntaktischen Form ist die fokussierte Stabilisierungsfunktion.
>Terminologie/Millikan.
buchstäblicher Gebrauch/Millikan: korrespondiert keiner Stabilisierungsfunktion (s.u.).
Gricesche Intention/MillikanVsGrice/Millikan: These: die Griceschen Intentionen sind überhaupt nicht das, was Sprachgebrauch und Verstehen antreibt.
>Grice.
Stabilisierungsfunktion/Sprache/Millikan: wenn Sprachmuster wie Wörter oder syntaktische Formen Stabilisierungsfunktion haben, so sind diese direkte Eigenfunktionen von reproduktiv festgelegten Familien (rfF) 1. Stufe, von denen diese Muster auch Elemente sind.
Funktionen: von Wörtern usw. sind historisch erworben indem sie sowohl Äußerungen als auch Reaktionen beim Hörer hervorriefen.
Intention/Sprecherintention/Pointe: diese Funktionen hängen aber nicht von den Sprecherintentionen ab!
Direkte Eigenfunktion: hat ein Wort-Token nämlich sogar dann, wenn es von einem Papagei hervorgebracht wird. Denn das Token ist Element einer rfF dadurch, dass es eine direkte Eigenfunktion hat.
>Sprecher-Intention.
Intention/Zweck: liefert eine abgeleitete Eigenfunktion.
Abgeleitete Eigenfunktion: liegt aber über und jenseits der direkten oder stabilisierenden Funktion. Dabei kann sie dieselbe Funktion sein, wie die direkte, muss es aber nicht. Jedenfalls ist sie nicht die eigene Funktion des Sprachmusters, nicht seine Eigenfunktion.
Stabilisierungsfunktion/Sprache/Millikan: obwohl aber die Stabilisierungsfunktion unabhängig von Zweck und Sprecherintention ist, ist sie nicht unabhängig von Zwecken, die Sprecher überhaupt ganz allgemein haben können.
I 53
Hier wird es wieder eine „kritische Masse“ von Fällen des Gebrauchs geben.
I 63
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat. Gricesche Intentionen/MillikanVsGrice/Millikan: sind also überflüssig. Und sie helfen auch nicht, nichtnatürliche Bedeutung von weniger interessanten Dingen zu unterscheiden.
Wir brauchen jedenfalls keine Griceschen Intentionen zu beachten, die nur potentiellen und nicht aktualen Modifikationen des Nervensystems unterliegen.
>Intention/Grice.
I 65
VsMillikan: man könnte einwenden, dass man Gründe für eine Handlung haben könnte, ohne dass diese Gründe in der Anatomie aktiviert sind. Millikan: wenn ich aufhöre, etwas zu glauben, werde ich entsprechende Handlungen unterlassen.
Gricesche Intentionen/Millikan: die einzige interessante Frage ist, ob sie aktual innen verwirklicht sind, während man spricht.
Bsp Millikan: der Sergeant sagt: „Wenn ich das nächste Mal „Halt“ sage, halte nicht an!“
Ein ähnliches Bsp gibt es von Bennett.
Problem: das Training war so effektiv, dass der Soldat es nicht schafft, nicht anzuhalten.

Millikan I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Millikan II
Ruth Millikan
"Varieties of Purposive Behavior", in: Anthropomorphism, Anecdotes, and Animals, R. W. Mitchell, N. S. Thomspon and H. L. Miles (Eds.) Albany 1997, pp. 189-1967
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Merkmale Schiffer Avramides I 69
Natürliche Merkmale/Schiffer/Avramides: (nicht-konventionelle) können Verschiedenes kommunizieren - (stärker vom Kontext abhängig) - nicht-natürliche Bedeutungen (>Bedeutungnn, >Konvention)) haben eine spezifizierte Bedeutung - (weniger stark vom Kontext abhängig - Bedeutungnn ist notwendig für zeitlose Bedeutung. >Meinen, >Zeichen/Armstrong.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Phänomene Armstrong I 115
Zeichen/Naturgesetze/Armstrong: Für das Gravitationsgesetz gibt es kein Zeichen! Phänomene sind nur Indizien! ((s) Vgl. >Symptome, >Kriterien, >Zeichen, >Natürliche Bedeutung.)
I 115
Bezeichnetes/Armstrong: das Bezeichnete ist, wie das Zeichen, immer ein partikulärer Sachverhalt. Es gibt kein Zeichen für Allgemeines! ((s) Also auch nicht für das Gelten von Naturgesetzen.)

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Zeichen Austin I 226
Zeichen/Anzeichen: Ein (natürliches) Zeichen von etwas kann unfehlbar oder unzuverlässig sein. Aber nur ein (künstliches) Zeichen für etwas kann richtig oder falsch sein. Vgl. >Natürliche Bedeutung/Armstrong.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung Grice, P.H. Avramides I 10
Bedeutung/Grice/Avramides: These wir beginnen mit Sprecherï·"Bedeutung in einer Situation und liefern eine Analyse in Begriffen von psychischen Zuständen des Sprechers und des Hörers. Diese Begriffe rekonstruieren wir dann als zeitlose Bedeutung, Wortï·"Bedeutung und Satzï·"Bedeutung. - I 11 Dabei wird folgende Satzform als fundamental unterstellt: "S meint in einer Situation, daß p".
Meinen/Avramides: dabei hat Grice den Begriff des "Meinens" hinreichend geklärt. - I 43 Bedeutung/Sprecherï·"Bedeutung /Grice: These "x bedeutet etwas" (in einer Situation) ist grob äquivalent zu:
"S meint etwas (in einer Situation) mit x". (Grice 1957) - I 46 nichtï·"natürliche Bedeutung/Grice: These ist niemals hinreichend dafür, daß eine Ã"usserung die Tendenz hat, eine spezifische Antwort hervorzurufen. Die Ã"usserung muß mit einer bestimmten Intention hervorgebracht werden. - I 95 Def Bedeutung/Grice/Avramides: der Gricesche Zugang zu Bedeutung ist genau der, daß These Bedeutung eine bestimmte Konfiguration von Glauben und Intentionen ist.
Fod/Lep IV 166
Grice: These Bedeutungen sind von Inhalten von prop Einst ererbt
Meggle I 7
These Grice: x bedeutet (zeitunabhängig) etwas, S meint mit x (zeitunabhängig) etwas. Bei Explikation folgt aus "bedeutet dasselbe": "versteht". - I 19 These Die Sprecherï·"Situationsï·"Bedeutung läßt sich mit Rekurs auf Sprecherï·"Intentionen explizieren ï·" zeitunabhängige Bedeutung und angewandte Bedeutung lassen sich durch Rekurs auf den Begriff der Sprecherï·"Situationsï·"Bedeutung explizieren.
Newen/Schrenk I 77
Bedeutung/Grice/Newen/Schrenk: These das entscheidende Merkmal ist das subjektive Meinen (die Absicht) des Sprechers. Die Hintergrundannahme, daß diese letztlich naturalistisch auf Hirnzustände reduzierbar sei, arbeitet er nicht aus. 5 Stufen der Behandlung von Sprachverhalten:
1. Beschreibung des Verhaltens der Mitglieder einer Sprachgemeinschaft.
2. psychologische Theorie über die Mitglieder, Zuschreibung von Wünschen, Überzeugungen, usw. also eine Theorie der prop Einst.
I 78
3. Theorie der subjektiven Ã"ußerungsbedeutungen a) für den Hörer, b) für den Sprecher. Das führt zu einer interpretativen BT. 4. Intersubjektive Bedeutung, die sogenannte konventionale Ã"ußerungsbedeutung.
Problem: Grice hat keine Theorie über Konventionen.
I 79
5. Satzbedeutungen komplexer Sätze werden aus den Bedeutungen der Teile erschlossen. (>Kompositionalität).

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989