Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Definitionen Logik-Texte Hoyningen-Huene II 56
Definition/Wahrheitswert-Tabelle/Junktor/HH: die Tafeln definieren die Junktoren nur, wenn man sie mathematisch auffasst - nicht, wenn man sie extensional auffasst.
Hoyningen-Huene II 93
Definition/Hoyningen-Huene: synthetisch: hier wird ein Begriff geschaffen (Abkürzung) - kann nicht w/f sein - analytisch: beschreibende oder lexikalische Definition): hier wird ein vorhandener Begriff analysiert - Bsp Junggeselle unverheiratet - Explikation: zwischen analytischer und synthetischer Definition. - Diese kann fruchtbarer sein.
Re III 40
Die Definition der Wahrheit ist verschieden von den Adäquatheitsbedingungen.
Re III 265
Tonk/PriorVsBenap: man darf eine Verknüpfung nicht einführen und dann erst Bedeutung festlegen. - Das kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: "analytische Gültigkeit" kann das nicht zeigen BelnapVsPrior:(pro analytisch Gültigkeit): darf nicht in Existenz hinein definieren, erst zeigen, wie es funktioniert. - > klassische Negation ist illegitim - > negationsfreies Fragment) - (> Peircesches Gesetz.) Wenn P,dann Q oder, wenn Q nur wenn P, dann R.
Sal IV 252
Einige Wörter müssen auf nichtsprachliche Weise definiert sein
Sal IV 254
Def Kontextdefinition: viele logische Wörter werden durch Kontextdefinition erklärt. Bsp "Alle F sind G" ist gleich "Nur F sind G" Das ist eine Definition des Worts "nur".
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Verknüpfungen Logik-Texte Re III 268ff
Tonk/Prior: Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung zuweisen. - Das kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: analytische Gültigkeit kann das nicht zeigen.
Re III 269
Die Bedeutung, selbst die der logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen. BelnapVsPrior: (pro analytische Gültigkeit): man darf nicht in Existenz hinein definieren, wir müssen erst zeigen, wie es funktioniert.
Re III 271
Klassische Negation: ist hier illegitim. >Negation. Negationsfreies Fragment: >Peircesches Gesetz: Wenn P, dann Q, nur wenn P, nur wenn P.
Re III 273
ReadVsBelnap: die wahre Meinungsverschiedenheit liegt jenseits von Konstruktivismus und Realismus. - Belnaps Bedingung (konservative Erweiterung) kann nicht zeigen, dass die klassische Negation illegitim ist.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
Peircesches GesetzPeircesches Gesetz Prior Vs Belnap, Nuel Brandom I 198
"tonk": (Belnap) PriorVsBelnap: Bankrott von Definitionen der inferentiellen Rollen im Stile Gentzens."Netzkarte für beliebige Folgerungen". (>Bsp "boche"/Dummett, >konservative Erweiterung). Prior:"tonk":Verknüpfung nicht erst einführen und dann Bedeutung - kann nicht zur Folge haben, dass ein anderes Paar von Aussagen äquivalent ist. - Pointe: "analytische Gültigkeit" kann das nicht zeigen. BelnapVsPrior:(pro analytische Gültigkeit): darf nicht in Existenz hinein definieren, erst zeigen, wie es funktioniert - > klassische Negation ist illegitim - >negationsfreies Fragment. - (Peircesches Gesetz: Wenn P,dann Q oder, wenn Q nur wenn P, dann R)
Read III 269
Prior: These: es ist absurd, eine »analytische Gültigkeit« anzunehmen, eine "carte blanche", eine Möglichkeitsverknüpfung einzuführen und ihnen dann eine Bedeutung zu geben indem man sie einfach festlegt. Sein bekanntes Beispiel war "tonk". Absurd: wie kann die einfache Einführung einer neuen Verknüpfung zur Folge haben, dass ein beliebiges Paar von Aussagen (ohne "tonk") äquivalent ist?
Wenn wir erführen, was "tonk" bedeutete, würden wir sehen, dass die eine oder andere Folgerung nicht wahrheitserhaltend ist. Aber und das ist Priors Pointe:
der Vertreter der Ansicht der analytischen Gültigkeit kann das nicht sagen, denn er hat keine unabhängige Erklärung der Bedeutung von "tonk" bezüglich der er zeigen könnte, dass die Folgerungen ungültig sind.
Bedeutung: die Bedeutung, selbst die logischer Verknüpfungen, muss unabhängig sein von und vor der Bestimmung der Gültigkeit der Folgerungsstrukturen! (>BelnapVsPrior).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997
Peircesches GesetzPeircesches Gesetz Read Vs Belnap, Nuel Read III 270
Belnap: wir haben nicht gezeigt, und können es nicht zeigen, dass es eine solche Verknüpfung gibt. Dasselbe gilt für "tonk". Read: Ein Problem bleibt: wieso gibt es hier überhaupt eine Analogie zwischen Definitionen und Verknüpfungen. Es kann nicht immer falsch sein, eine Sprache durch neue Verknüpfungen zu erweitern. Man könnte sich Rechenregeln für »konservative« Erweiterungen von Sprachen vorstellen. Die alten Regeln müssen fortbestehen.
III 271
Peircesches Gesetz: (> Peirce): »Wenn P, dann Q,oder wenn Q nur wenn P,dann R« ist negationsfrei, aber dennoch nicht, wie der Konstruktivist behauptet, Teil des negationsfreien Fragmentes. (>Gentzen).
Das Gesetz kann innerhalb des klassischen Kalküls nicht bewiesen werden, ohne die klassische Negationsregeln zu benutzen.
Der entscheidende Schritt in allen Fällen liegt sichtlich darin, dass die Folgerung »Wenn P dann Q, oder R« aus »Wenn P dann Q oder R« (Achtung: hier fehlt das Komma!) zugelassen wird. Ein Schritt, der die Einrichtung der multiplen Konklusion, die LK vorsieht, erlaubt und die Einrichtung des einzelnen Schlusses nicht.
III 273
(Peircessches Gesetz: Wenn P,dann Q oder, wenn Q nur wenn P, dann R) Der Konstruktivist erhebt gegen einen solchen Schritt Einwände, denn er führt eine Disjunktion auf einer Weise ein, die nicht garantiert, daß man weiß, welches Disjunktionsglied die Rechtfertigung ist.
ReadVsBelnap: Die wahre Meinungsverschiedenheit liegt jenseits von Konstruktivismus und Realismus. Belnaps Bedingung (konservative Erweiterung) kann nicht zeigen, dass die klassische Negation illegitim ist.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997