Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Autor/Ismus
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Regularität Regularität, Philosophie: Regelmäßigkeit; Der Ausdruck wird meist im Zusammenhang mit Erwägungen zur Kausalität gebraucht. Es ist die Frage, ob die Feststellung von Regelmäßigkeiten hinreichend ist für die Formulierung von Naturgesetzen. Gegner der Regularitätstheorie verlangen, dass zusätzlich zur Beobachtung positiver Fälle eine formale Festlegung auf noch nicht eingetretene Fälle eingegangen wird. Dazu wird z.B. ein kontrafaktisches Konditional aufgestellt. Bsp Wenn A der Fall wäre, wäre B der Fall, wobei angenommen wird, dass der Fall A (noch) nicht eingetreten ist. Siehe auch Kausalität, Naturgesetze, Gesetze, Kontrafaktische Konditionale, Irreale Bedingungssätze, Ursache, Wirkung, Induktion.
Regularität Armstrong II 42 (b) ff
ArmstrongVsHume/ArmstrongVsRegularität: 1. Regularität aufgrund von Naturgesetzen (NG) ist nicht von Zufall zu unterscheiden: Bsp jede Kugel Uran ist kleiner als 1 Km, jede Kugel Gold auch, letzere aber zufällig. 2. Naturgesetze unterstützen kontrafaktische Konditionale, Regularitäten (Regelmäßigkeiten) nicht.
3. Die Regularitäts-Theorie macht aus der Induktion eine irrationale Prozedur.
4. Wahrscheinlichkeit: Problem: jede Verbindung von F"s und G"s kann auch aufgrund eines bloß wahrscheinlichen Gesetzes bestehen: obwohl die Verteilung eine Manifestation des Naturgesetzes ist, ist sie nicht mit ihm identisch.
Lösung: Naturgesetz: Verbindung von Typen von Zuständen.
Lösung: ad 1: Eigenschaften statt Regularität: die Eigenschaften des Goldes/Urans.
ad 2: Universalien machen die Zahl der Instanziierungen irrelevant (ungleich Regularität).
ad 3: durch Universalien wird Induktion zur Abduktion (Schluss auf die Beste Erklärung).
ad 4. Verbindungen zwischen Eigenschaften (Universalien) können in unterschiedlicher Stärke auftreten, dann sind deterministische Naturgesetze ein Grenzfall.
II (b) 45
Regularität/Tooley: eine Regularität ist eine molekulare Tatsache: Konjunktion: dieses F ist ein G und dieses...und... Dagegen: Naturgesetze als Verbindung zwischen Eigenschaften (Universalien): das führt zu atomaren Tatsachen: die Zahl der Instanzen ist irrelevant. > Armstrong: das ist die Lösung für nicht-aktuale Situationen als Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen. >Wahrmacher, >Kontrafaktische Konditionale, >Regularitätstheorie, >Naturgesetze, >Tatsachen.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Regularität Castaneda Frank I 243
Erkenntnis/Empirie/Theorie/Castaneda: Abnorme Fälle sind Daten für die reale Unterscheidung von Strängen, die normalerweise zusammengehen. >Unterscheidungen, >Koreferenz, >Kovarianz, >Invarianz, >Identifikation, vgl. >Induktion, >Erkenntnis, >Belege, >Wissen, >Gewissheit.


Hector-Neri Castaneda (1989): Self-Consciousness, I-Structures and
Physiology, in: Manfred Spitzer/Brendan A. Maher (eds.) (1989): Philosophy and Psychopathology, Berlin/Heidelberg/New York 1989, 118-145

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Regularität Chisholm II 42/43
Gleichförmigkeit/Hume: Gleichförmigkeit der Welt: Sowohl der Glaube an eine gleichförmige als auch der an eine ungleichförmige Welt (in der die Prognosen nicht eintreffen) beziehen sich auf einen kontingenten Tatbestand der Wirklichkeit. - Daher kein logischer Nachweis. Empirie: setzt wiederum Gleichförmigkeit schon voraus.
Für die Gleichförmigkeitsthese selbst lässt sich also nie feststellen, ob sie zu Erfolg oder Misserfolg führt.
Rutte: Wer an universale Gleichförmigkeit glaubt, muss durch Raten vorgehen, wer rät, glaubt nicht an Gleichförmigkeit aber an eine Methode für den Erfolg - Widerspruch. >Methode.
II 45
Gleichförmigkeit der Welt/Rutte: Ein Glaube an sie sollte beibehalten werden. - Ein Übergang zu ihr ist allerdings methodisch nicht zu rechtfertigen. Vgl. >Rationalismus/Chisholm.

Rutte, Heiner. Mitteilungen über Wahrheit und Basis empirischer Erkenntnis, mit besonderer Berücksichtigung des Wahrnehmungs- und Außenweltproblems. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Regularität Fraassen I 211
Regularität/Fraassen: Regularitäten (Regelmäßigkeiten) gibt es praktisch nicht! >Einfachheit. Bsp Dinge, die unter Ihrer vollständigen Kontrolle sind. - Bsp Inhalt der Hosentasche ist keine Regularität.
Es gibt auch keine grundlegenderen Regularitäten. - Wir müssen aber erklären, warum die Dingen ungefähren Regularitäten gehorchen.
These: die größere Einheitlichkeit wird die wahrere sein! (>Abstufung)
Lösung: Postulierung von Mikrostrukturen. >Mikrostruktur.
I 213
Nur beobachtbare Regularitäten müssen erklärt werden. >Beobachtbarkeit, >Unbeobachtbares, >Phänomene, >Experimente, >Theoretische Entitäten, >Theoretische Termini, >Erklärung.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Regularität Genz II 303
Gleichförmigkeit/Hume: Wir unterstellen eine Gleichförmigkeit von Vergangenheit und Zukunft. Physik/Theorie/Erklärung/Genz: Wir nehmen aber mehr als bloße Gleichförmigkeit an, wenn wir Warum-Erklärungen geben.
Die Physik hofft auch auf einen bestimmten Ausgang von Experimenten, die noch nie angestellt wurden. Bloße Gleichförmigkeit reicht da nicht.
Erwartung/Genz: Erwartung wird durch Verständnis der Vergangenheit begründet. Besser als durch Regelmäßigkeiten. Daher gibt es auch kein "Problem der Induktion".
>Vorhersage, >Induktion/Genz, >Induktion.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Regularität Lewis II 198
Regularität/Lewis: Es gibt immer eine alternative Regularität, die dieselbe Funktion hätte erfüllen können, wenn der ganze Prozess nur anders begonnen hätte.
II 224
Regularität/Lewis: Regeln der Syntax und der Semantik sind nicht einmal Regularitäten.
II 234
Kommunikation/Lewis: Kommunikation hängt nicht nur von Wahrhaftigkeit ab, sondern auch von Nützlichkeits- und Relevanzprinzipien. Diese Regularitäten sind jedoch keine unabhängigen Sprachkonventionen. Sie sind Nebenprodukte. >Konvention/Lewis.
---
V XI
Naturgesetze/Lewis: Naturgesetze sind wenigstens ausnahmslose Regularitäten. Nicht alle Regularitäten sind natürlich Gesetze. Def Naturgesetze/Ramsey: Gesetze sind die, die in die Wahrheitssysteme eingehen (Engl. "buy into") die in Strenge und Einfachheit unübertroffen sind. Das genügt für die Humesche Supervenienz.
>Humesche Supervenienz.
Einfachheit/Lewis: Was einfach ist, ist sicher nicht kontingent. Und was es an Regularitäten gibt (oder Kandidaten für Wahrheitssysteme), superveniert wohl auf dem Arrangement von Qualitäten.
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V XIII
Wahrscheinlichkeit/Lewis: Wahrscheinlichkeiten sind von Anfang an im Spiel. Wenn Ramsey sagt, dass Gesetze Regularitäten sind, die in die besten Systeme eintreten, dann ist die Frage: Welche Art von Systemen?
>Wahrscheinlichkeit/Lewis.
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V 70
Zeit/Lewis: Im Leben der normalen Menschen gibt es eine Regularität: Bsp Haar wächst, und zwar relativ zur externen Zeit. Zeitreisender: Hier gibt keine Regularität zur externen Zeit, aber es gibt eine Weise, Koordinaten seiner Reisestadien zuzuweisen und zwar nur eine, sodass die Regularitäten, so wie sie seiner Zuschreibung entsprechen, mit denen zusammenpassen, wie sie normalerweise in Bezug auf die externe Zeit angenommen werden:
Das ist die persönliche Zeit des Zeitreisenden: Bsp auch sein Haar wächst usw. aber es ist nicht wirklich Zeit, es spielt nur dieselbe Rolle in seinem Leben, wie die Rolle, die es im Leben eines normalen Menschen spielt (funktional, nicht operational).
>Zeitreise/Lewis.
V 122
Gesetz/Naturgesetze/NG/Lewis: Das ist eine Art Regularitätstheorie der Gesetzesartigkeit, aber eine kollektive und zugleich selektive: Kollektiv: weil Regularitäten ihren Status als Gesetz nicht aus sich selbst erwerben, sondern durch ein System, innerhalb dessen sie entweder Axiome oder Theoreme sind.
Selektiv: weil nicht jede Regularität es wert ist, ein Gesetz genannt zu werden.
Gesetze müssten mindestens folgende Eigenschaften haben (angesichts des Zufalls).
V 123
(1) Einfachheit, Strenge und deren Balance können nur angesichts konkurrierender Hypothesen bestimmt werden. Aber ich will Gesetzesartigkeit nicht von der Art des Zugangs abhängig machen! Dennoch: Unsere Gesetze wären anders, wenn unser Zugang anders wäre, zumindest in dem Sinn, dass wir unsere Standards fixiert halten können und fragen können, wie die Gesetze in kontrafaktischen Situationen wären. >Einfachheit.
(2) Bei diesem Zugang kann man nicht sagen, ob bestimmte Verallgemeinerungen gesetzesartig sind, ob sie wahr oder falsch sind, und ob die Gesetze gerade die wahren gesetzesartigen sind.
Drei Möglichkeiten: Etwas kann falsch, zufällig wahr, oder gesetzesartig wahr sein.
(3) Ich sage nicht, dass die konkurrierenden Systeme von Wahrheiten vollständig aus Regularitäten bestehen müssen. Dennoch sollten die Regularitäten in den besten Systemen ((s) > Beste Erklärung) Gesetze sein.
Gesetze sollten Einzeldinge nicht erwähnen, selbst nicht den Urknall, aber solche Gesetze sollten auch nicht a priori ausgeschlossen sein.
(4) Einfachheit: Um sie vergleichen zu können, dürfen wir unseren Theorien nicht erlauben, einfach mit besonders trivialen Begriffen formuliert zu werden.
V 124
D.h. dass die Theorie nicht alle Eigenschaften gleich machen darf! Echt einfache Systeme dürfen nur solche genannt werden, die wirkliche natürliche Eigenschaften möglichst einfach integrieren. Dann ist es aber auch nutzlos zu sagen, dass natürliche Eigenschaften solche sind, die in Gesetzen vorkommen ((s) zirkulär).
(5) Wie steht es mit einer Regularität, die in einigen, aber nicht allen Systemen vorkommt? Drei Möglichkeiten:
1. Es ist kein Gesetz (Man kann den Durchschnitt nehmen).
2. Es ist ein Gesetz (Vereinigung).
3. Es ist unbestimmt ob es ein Gesetz ist.
Lewis pro 1. Ich hoffe aber, dass die Natur so gütig ist, uns letztlich das richtige System zu zeigen.
Ich hoffe auch, dass einige Systeme völlig außerhalb der Diskussion liegen. Dann wird es auch keine Rolle spielen, ob die Standards selbst unbegründet sind.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Regularität Quine V 19
Ursache/Regularität/QuineVsHume: Problem: man kann bei der Regularität auch gerade die beiden Einerklassen nehmen, die aus a und b bestehen. Dann erliegt man dem Trugschluss post hoc ergo propter hoc. Siehe Kausalität/Hume. Dispositionen: hier gibt es das gleiche Problem.

XI 112
Kausalität/QuineVsRegularität/QuineVsHume/Lauener: Bsp zu welcher Art von Ereignissen gehört das Schreien der Gänse auf dem Kapitol und zu welcher das Gerettetsein Roms?

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Regularität Tooley Armstrong II 42 (b) ff
ArmstrongVsHume/ArmstrongVsRegularität: 1. Regularität aufgrund von Naturgesetzen (NG) ist nicht von Zufall zu unterscheiden: Bsp Jede Kugel Uran ist kleiner als 1 Km, jede Kugel Gold auch, letztere aber zufällig. 2. Naturgesetze unterstützen kontrafaktische Konditionale, Regularitäten (Regelmäßigkeiten) nicht.
3. Die Regularitäts-Theorie macht aus der Induktion eine irrationale Prozedur.
4. Wahrscheinlichkeit: Problem: jede Verbindung von F"s und G"s kann auch aufgrund eines bloß wahrscheinlichen Gesetzes bestehen: obwohl die Verteilung eine Manifestation des Naturgesetzes ist, ist sie nicht mit ihm identisch.
Lösung: Naturgesetz: Verbindung von Typen von Zuständen.
Lösung: ad 1: Eigenschaften statt Regularität: die Eigenschaften des Goldes/Urans.
ad 2: Universalien machen die Zahl der Instanziierungen irrelevant (ungleich Regularität).
ad 3: durch Universalien wird Induktion zur Abduktion (Schluss auf die Beste Erklärung).
ad 4. Verbindungen zwischen Eigenschaften (Universalien) können in unterschiedlicher Stärke auftreten, dann sind deterministische Naturgesetze ein Grenzfall.
Armstrong II (b) 45
Regularität/Tooley: eine Regularität ist eine molekulare Tatsache: Konjunktion: dieses F ist ein G und dieses...und... Dagegen: Naturgesetze als Verbindung zwischen Eigenschaften (Universalien): das führt zu atomaren Tatsachen: die Zahl der Instanzen ist irrelevant.
Armstrong: das ist die Lösung für nicht-aktuale Situationen als Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen.
>Wahrmacher, >Kontrafaktische Konditionale, >Regularitätstheorie, >Naturgesetze, >Tatsachen.

Tooley I
M. Tooley
Time, Tense, And Causation Oxford 2000

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kausalerklärung Regularität Versus Vollmer I 104
Kausalität/Hume: bloß Nacheinander - Lösung: Regularität, die Typen von Ereignissen betrifft - keine Einzelereignisse - Kant/Vollmer: gibt zu, daß Hume recht hat.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Naturgesetze Armstrong, D.M. Lewis V XII
Naturgesetze/Lewis: ich widerspreche den "unHumeschen Gesetzemachern" (z.B. Armstrong): sie können ihr eigenes Projekt nicht durchführen. Def Naturgesetze/Armstrong: These N sei eine "gesetzmachende Relation" (lawmaker relation), dann ist es eine kontingente Tatsache, und eine, die nicht auf dem AvQ superveniert, welche Universalien in dieser Relation N stehen. Aber es ist dennoch irgendwie notwendig daß, wenn N(F,G) es eine Regularität geben muß, daß alle F"s G"s sind.
Lewis/Schw I 118
Dretske-Tooley-Armstrong-Theorie: These NG beruhen auf fundamentalen Beziehungen zwischen Universalien, also Eigenschaften. Weil Regularitäten logisch unabhängig von lokalen Ereignissen sind, können sich mögliche Welten mit denselben lokalen Ereignissen gut in ihren Naturgesetzen unterscheiden: was hier eine bloße Regularität ist, mag dort eine Universalien-Beziehung sein. Universalien-Beziehung: ist grundlegend und unanalysierbar. Es genügt nicht zu sagen, es bestehe eine Beziehung zwischen Fs und Gs, weil alle Fs Gs sind. Das wäre die Regularitäts-Theorie.
Schurz I 239
NG/Armstrong: These: sind Implikationsbeziehungen zwischen Universalien. Daher kein Bezug auf Individuen. (1983) Maxwell-Bedingung/Wilson/Schurz: (Wilson 1979)

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
Regularitäts-Th. Brandom, R. I 314
Regelmäßigkeitstheorie/Brandom: These ihre Lücke soll geschlossen werden mit dem sozialen (im Ich -Du -Sinn) Betrachten von Einstellungen als richtig oder unrichtig - RT: unterscheidet implizit zwischen relevanten und irrelevanten Bezugsklassen -versucht Status zu naturalisieren
Naturgesetze Drestke, F. Schwarz I 118
Dretske-Tooley-Armstrong-Theorie: These. Naturgesetze (NG) beruhen auf fundamentalen Beziehungen zwischen Universalien, also Eigenschaften. Weil Regularitäten logisch unabhängig von lokalen Ereignissen sind, können sich mögliche Welten mit denselben lokalen Ereignissen gut in ihren Naturgesetzen unterscheiden: was hier eine bloße Regularität ist, mag dort eine Universalien-Beziehung sein. Universalien-Beziehung: ist grundlegend und unanalysierbar. Es genügt nicht zu sagen, es bestehe eine Beziehung zwischen Fs und Gs, weil alle Fs Gs sind. Das wäre die Regularitäts-Theorie.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Wissenschaft Fraassen, B. van I 34
Wissenschaft/Fraassen: ihr geht es nicht um Erklärung als solche, sondern um neue Aussagen über beobachtbare Regularitäten.
I 39
Wissenschaft/Fraassen: ist ein biologisches Phänomen: eine Aktivität einer Art von Organismen, die ihre Interaktion mit der Umwelt erleichtert. Und das führt mich dazu, dass wir hier eine ganz andere Art von Erklärung brauchen.
Erklärung Fraassen, B. van I 23
Erklärungskraft/Kriterium/Theorie/Fraassen: wie gut ist Erklärungskraft als Kriterium für die Wahl einer Theorie? Auf jeden Fall ist sie eins. Fraassen: These die unbeschränkte Forderung nach Erklärung führt zur unvermeidlichen Forderung nach verborgenen Variablen. (VsReichenbach/VsSmart/VsSalmon/VsSellars).
Wissenschaft/Erklärung/Sellars/Smart/(Salmon/Reichenbach: These sie ist unvollkommen, solange irgendeine Regularität unerklärt bleibt. (FraassenVs).
I 100
These Erklärung ist nicht eine zusätzliche Eigenschaft jenseits von empirischer Adäquatheit.
I 134
Def Erklärung/Fraassen. These eine Erklärung ist nicht dasselbe wie eine Proposition oder Liste von Propositionen, auch kein Argument, sondern eine Antwort auf eine Warum-Frage. Auch wenn Erklärungen natürlich Propositionen sind. Eine Theorie der Erklärung muß also eine Theorie der Warum-Fragen sein.
I 213
Erklärung/Regularität/Fraassen: These es sind nur Regularitäten der beobachtbaren Phänomene, die erklärt werden müssen!
Konvention Lewis, D. Cresswell I 23
Lewis: Konvention der Wahrhaftigkeit und des Vertauens: in L: These darauf basiert der meiste Sprachgebrauch.
I 24
Wir nehmen an, die Sprecher versuchen, wahre Sätze zu äußern und erwarten dasselbe von den anderen.
Lew II 206
Lewis These solche Konventionen (der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens) liefern uns die gewünschte Verbindung von Sprachen einerseits und Sprache verwendenden Populationen.
V 345
Conventions (1969)
Soziale Konventionen/Lewis: Regularitäten zur Lösung laufender Koordinationsprobleme. Situationen wechselseitig abhängiger Entscheidungen, in denen gemeinsames Interesse vorherrscht. Konventionen/Lewis: werden anderen Arten von Regularitäten gegenübergestellt:
zur Kommunikation: können als Konvention beschrieben werden, wahrhaftig zu sein, in Bezug auf bestimmte Zuschreibung von Wahrheitsbedingungen (WB) zu Sätzen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Naturgesetze Lewis, D. V XII
Naturgesetze/NG/Lewis: ich widerspreche den "unHumeschen Gesetzemachern" (z.B. Armstrong): sie können ihr eigenes Projekt nicht durchführen. Def Naturgesetze/Armstrong: These N sei eine "gesetzmachende Relation" (lawmaker relation), dann ist es eine kontingente Tatsache, und eine, die nicht auf dem Arrangement von Qualitäten (AvQ) superveniert, welche Universalien in dieser Relation N stehen. Aber es ist dennoch irgendwie notwendig daß, wenn N(F,G) es eine Regularität geben muß, daß alle F"s G"s sind.
V 11
Dann sind NG Verallgemeinerungen von dem, was wir für besonders wichtig halten - dann sollte Konformität mit NG wichtig sein für die Ähnlichkeitsrelation zwischen MöWe (>Ähnlichkeitsmetrik).
Humesche Superven. Stalnaker, R. I 103
Humesche Supervenienz/Materialismus/Stalnaker: These Gesetze und Kausalkräfte supervenieren auf Regularitäten.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Naturgesetze Tooley, M. Lewis/Schw I 118
Dretske-Tooley-Armstrong-Theorie: These: Naturgesetze (NG) beruhen auf fundamentalen Beziehungen zwischen Universalien, also Eigenschaften. Weil Regularitäten logisch unabhängig von lokalen Ereignissen sind, können sich mögliche Welten mit denselben lokalen Ereignissen gut in ihren Naturgesetzen unterscheiden: was hier eine bloße Regularität ist, mag dort eine Universalien-Beziehung sein. Universalien-Beziehung: ist grundlegend und unanalysierbar. Es genügt nicht zu sagen, es bestehe eine Beziehung zwischen Fs und Gs, weil alle Fs Gs sind. Das wäre die Regularitätstheorie.