Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Aspekte Searle VI 169
Def primärer Aspekt/Searle: Wenn nichts den primären Aspekt erfüllt, so hatte der Sprecher nichts im Sinn (er dachte bloß, er hätte es), Bsp Halluzination. Die Feststellung kann nicht wahr sein. Def sekundärer Aspekt/Searle: Für jeden beliebigen vom Sprecher zum Ausdruck gebrachten Aspekt gilt: Der Sprecher versucht, mit ihm über den Gegenstand zu sprechen, der seinen primären Aspekt erfüllt, ohne dass er jedoch selbst als zu den Wahrheitsbedingungen gehörig gemeint ist, die der Sprecher machen will.
Zu jedem sekundären Aspekt muss es einen primären geben.
VI 169/170
Bsp Der Mann mit dem Champagner im Glas da drüben. Auch wenn es Wasser ist, steht der Mann immer noch da drüben. >Sektbeispiel.
Der sekundäre Aspekt kommt in den Wahrheitsbedingungen nicht vor.
Bsp Wir schauen beide den gleichen Mann an, auch wenn er gar nicht Smiths Mörder ist.
Bsp Auch wenn Shakespeare gar nicht existierte kann ich sagen: "Shakespeare hat die Figur der Ophelia nicht so überzeugend gestaltet wie die Hamlets" (Sekundärer Aspekt).
Searle: Diese Aussage kann auch wahr sein.
---
II 75
Aspekt/Searle: Der Aspekt hat keine Zwischeninstanz wie Sinnesdaten. ((s) Daher droht auch kein Regress wie bei allen Zwischeninstanzen.) Searle: Es gibt einen Morgenstern Aspekt und einen Abendstern Aspekt der Venus.
Wenn es sich nicht um einen Fall von Wahrnehmung handelt, wird der intentionale Gegenstand zwar immer unter irgend einem Aspekt repräsentiert, aber was repräsentiert wird, das ist der Gegenstand und nicht der Aspekt!
II 76 ff
Hase-Enten-Kopf/Wittgenstein: Der Hasen-Enten-Kopf zeigt verschiedene Anwendungen des Wortes "sehen". SearleVsWittgenstein: Wir sehen nicht nur Gegenstände, sondern auch Aspekte, wir lieben Personen, aber auch Aspekte. ---
III 185
Repräsentation: Jede Repräsentation ist an gewisse Aspekte gebunden, an andere nicht. >Hase-Enten-Kopf.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Attributiv/referentiell Donnellan I 183
Def referentiell/Donnellan: soll den Hörer in die Lage versetzen, denjenigen herauszugreifen, von dem der Sprecher redet. - Bsp Der Mörder von Schmidt ist wahnsinnig : jedenfalls, der, der da vor Gericht randaliert, auch wenn er gar nicht der Mörder ist. - Hier schlagen leere Kennzeichnungen nicht fehl. - ((s) Die Kennzeichnung kann auch falsch sein und identifiziert dennoch die Person.) attributiv/Donnellan: "wer auch immer es ist" Bsp abwesender Mörder kann irgendjemand sein, aber auf jeden Fall der Mörder. - ((s) Die Kennzeichnung muss zutreffen).
>Kennzeichnungen.
I 191
referentiell/Donnellan: hier ist es wahrscheinlich, dass der Sprecher glaubt, dass die Referenz erfüllt ist. Eine falsche Beschreibung würde die Zuhörer irreführen. - Attributiv/Donnellan: hier gibt es nicht dieselbe Möglichkeit einer falschen Beschreibung: Wer immer es ist kann man nicht falsch beschreiben, der Sprecher glaubt eine Disjunktion: der oder der oder der... - attributiv gebrauchte Kennzeichnungen können fehlschlagen und dennoch etwas Wahres aussagen. Bsp Das Abgeordnetenhaus (korrekt Repräsentantenhaus) enthält Vertreter zweier Parteien. - Das ist kein Problem, wenn klar ist, was der Sprecher meint, man kann ihn verbessern. >Meinen.
I 195
Absicht/Intention/Meinen/Donnellan: es geht nicht darum, was jemand sagen wollte - sonst könnte man jede Beschreibung nehmen - dennoch entscheidet die Intention über referentiellen oder attributiven Gebrauch.
I 199
Sekt-Bsp/Donnellan: attributiv kein Problem. >Sekt-Beispiel.
I 202ff
Referentiell/Donnellan: könnte man auch schwache Referenz nennen: was auch immer Echte Referenz: attributiv. -
I 202
Problem der Aussage/Donnellan: Bsp (Linsky): ihr Ehemann ist nett zu ihr (im Café, aber er ist nicht ihr Ehemann) - referentiell wahr. attributiv: wenn der phi ist psi , aber es gibt keinen phi, dann ist es nicht korrekt zu sagen: er sagt von ihm... (de re).
Aber referentiell: er hat von dem so Beschriebenen korrekt gesagt, dass er ... ((s) ebenfalls de re).
Kripke: eben nicht wie die Unterscheidung de re/de dicto - Bsp Wenn der Beschriebene außerdem der Präsident des Colleges ist, ist es wahr vom Präsidenten, dass er nett ist.
Referentiell: hier braucht der Sprecher nicht einmal zuzustimmen.
I 18
Namen/Kennzeichnung/Donnellan: a) referentielle Verwendung: die Referenz kann gelingen, auch wenn die Kennzeichnung nicht zutrifft: Bsp Der Mann vor Gericht ist gar nicht der Mörder, aber er ist richtig bestimmt als derjenige, der sich wild gebärdet.
b) attributive Verwendung: "wer immer es war" liegt vor, wenn wir keine bestimmte Person im Auge haben. ((s) > Rolle, funktionale Rolle: was auch immer es ist.)
>Rolle, >Funktionale Rolle.

Chisholm II 109
Donnellan/referentiell/attributiv/Brandl: lässt sich die Unterscheidung nicht schon damit erklären, dass einmal durch Zeichen, ein andermal durch Sprecher Bezug genommen wird? Nein, dann hätte die referentielle Verwendung nur auf ein Problem der Pragmatik aufmerksam gemacht. Dann hätte Russell seine Theorie nur einfach pragmatisch erweitern können. Brandl: man kann die Unterscheidung ref/att noch verschärfen, wenn man sie auf genau jene Kennzeichnungen anwendet, mit denen der Sprecher von vornherein klarstellt, dass er sich nicht auf einen ganzen Bereich von Gegenständen bezieht.

Newen I 94
Referentiell/prädikativ/singulärer Term/Kennzeichnung/Name/Strawson: These: Eigennamen/Demonstrativa: werden weitgehend referentiell gebraucht.
Kennzeichnungen: haben maximal prädikative, also beschreibende Bedeutung (können aber auch gleichzeitig referieren).
Ad Newen I 94
referentiell/(s): ein Objekt herausgreifend - attributiv/(s): Eigenschaften zuschreibend.
Newen I 95
Attributiv/Donnellan/(s): in Abwesenheit des fraglichen Gegenstands - referentiell/(s): in Anwesenheit des fraglichen Gegenstands.
Newen I 95
DonnellanVsRussell: Dieser hat die referentielle Verwendung übersehen. - Er betrachtet nur die attributive, weil Kennzeichnungen/Russell: sind für ihn synkategorematische Ausdrücke, die selbst nicht referieren können. >Synkategorematisch.
Newen I 96
Referentiell/Kennzeichnung/KripkeVsDonnellan: Der referentielle Gebrauch von Kennzeichnungen hat mit der Semantik von Kennzeichnungen überhaupt nichts zu tun. - Referentieller Gebrauch ist zwar möglich und mit ihm kann Kommunikation gelingen, aber er gehört in die Pragmatik. - Pragmatik: untersucht das, was gemeint wird (kontextabhängig). - Nicht die kontextunabhängige Semantik. Lösung/Kripke: Unterscheidung Sprecher-Referenz und semantische Referenz.
>Sprecherreferenz, >Semantische Referenz.
Dagegen semantische Bedeutung: wird durch die Russellschen Wahrheitsbedingungen angegeben: der Mörder von Schmidt ist wahnsinnig gdw. der Mörder von Schmidt wahnsinnig ist.
>Wahrheitsbedingungen.

Donnellan I
Keith S. Donnellan
"Reference and Definite Descriptions", in: Philosophical Review 75 (1966), S. 281-304
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Attributiv/referentiell Searle IV 101
Attributiv/Tradition/Grammatik: Attributiv sind relative Ausdrück wie "groß" oder "heiß". Searle: Dies erfordert Hintergrund: Alle großen Frauen sind ähnlich in Bezug auf die Größe. Attributiv/Searle: Das Gemeinte und die Satzbedeutung sind dasselbe.
IV 161
Referentiell/Donnellan/Searle: Sprecher S hat über e gesprochen, gleichgültig ob e tatsächlich F ist. Man kann dann auch mit anderen Ausdrücken als "der F" berichten. Attributiv: Hier gäbe es keine Entität e, dem Sprecher hätte nicht einmal vorgeschwebt, dass es sie gibt. Attributiv: Die Aussage kann dann nicht wahr sein.
IV 164
Donnellan: Bsp "Der Sieger, wer immer es ist": Hier wird im attributiven Sinn eigentlich über gar nichts gesprochen. Referentiell/attributiv: Referentiell und attributiv liefern keine Unterscheidung zwischen Überzeugungen.
IV 165ff
Referentiell/attributiv/SearleVsDonnellan: statt dessen: Aspekte: Man kann sich den Aspekt aussuchen, unter dem man von einem Gegenstand spricht. Primärer Aspekt: Wenn nichts ihn erfüllt, hatte der Sprecher nichts im Sinn (Halluzination). Sekundärer: für jeden beliebigen Aspekt gilt: S versucht, mit ihm über den Gegenstand zu sprechen, der seinen primären Aspekt erfüllt, ohne dass er selbst zu den Wahrheitsbedingungen gehörend gemeint ist. >Aspekt/Searle, >Wahrheitsbedingungen.
Sekt-Beispiel: ("der Mann mit dem Sekt ist böse") die Identifikation funktioniert auch wenn Wasser im Glas ist. Searle: Dann kann die Aussage auch wahr sein. Die Bedeutung ändert sich nicht, wenn kein anderer Aspekt die Rolle des primären einnehmen könnte.
IV 175
Referentiell/Searle: Referentiell bringt einen sekundären Aspekt. Attributiv bringt einen primären Aspekt.
IV 176
Beide Lesarten können intensional und extensional sein. >Intension, >Extension.
IV 175
Das Meinen ist entscheidend. Unterschied Satz/Feststellung: Eine Feststellung ist entscheiden, aber nicht ein Satz (was wörtlich gesagt wurde). >Meinen, >Intention, >Sprecherintention.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Erfüllung Kripke I 35
Eine Kennzeichnung wird erfüllt, d.h. ein Gegenstand als einziger erfüllt die Kennzeichnung (> Sekt-Beispiel: "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse." - Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas).
I 123
Es ist im Allgemeinen nicht der Fall, dass die Referenz eines Namens durch bestimmte Identifizierung der Merkmale, durch bestimmte Eigenschaften, die der Referent als Einziger erfüllt und von denen der Sprecher weiß oder meint, dass sie zutreffen, bestimmt wird. ---
III 374
Erfüllungsbedingungen: Erfüllungsbedingungen muss man verstehen, um offene Sätze zu verstehen. Daher sind Intensionen bei offenen Sätzen (mit referentiellen Variablen) unverständlich.
III 380
Def Erfüllung/Kripke: "(Exi) rabbit (xi)" gdw. es gibt ein s" das von s an höchstens der i-ten Stelle abweicht das erfüllt "rabbit (xi)" - (rein formal). > Offener Satz > Intension.
III 393
Wahrheit/Erfüllung/Definierbarkeit: Wahrheit kann in einer Metasprache definierbar sein (für eine gegebene referentielle Objektsprache), aber Erfüllung nicht, weil die entsprechende Ontologie nicht in der Metasprache erreichbar ist. Bsp Die Menge der wahren Sätze wird in verschiedenen Metasprachen definierbar sein, deren Ontologie die der ganzen Zahlen ist (z.B. In der Metasprache die Wahrheit für die Objektsprache als einfaches Prädikat nehmen). Erfüllung: Erfüllung wird nicht definierbar sein, außer wenn die Ontologie der Objektsprache gerade die der ganzen Zahlen ist.
III 403
Erfüllung: Erfüllung ist eine Relation zwischen Ausdrücken und anderen Gegenständen: > Denotation.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Kennzeichnungen Kripke I 36
Erfüllung/Kennzeichnung/Kripke;: Eine Kennzeichnung wird erfüllt: Ein Gegenstand als einziger erfüllt die Kennzeichnung (Sekt-Bsp "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse". In Wirklichkeit hat er Mineralwasser im Glas, d.h. es ist eine fehlgeschlagene Kennzeichnung.) >Sektbeispiel, >Erfüllung, >Erfüllbarkeit, >Referenz, >Existenz.
Scheinbare Kennzeichnung: Das Heilige Römische Reich (ist weder heilig noch römisch) ist ein verkappter Eigenname.
>Eigennamen/Kripke.
III 353
Kennzeichnungen/substitutionale Quantifikation: Kennzeichnungen dürfen nicht in der Substitutionsklasse auftreten. Eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür, dass jeder Satz der referentiellen Sprache seinen Wahrheitswert behält, ist, dass, wann immer (Exi)f wahr ist ( wenn nur xi frei ist), wird eine Substitutionsklasse f" von f wahr sein (>Bedingung (6)). Das geht nicht mit einer bestimmten Kennzeichnung, selbst wenn (6) erfüllt ist.
III 369
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: ψ(ixφ(x)) wobei φ(x) atomar ist, wie folgt analysiert: (Ey)(x)(y = x ↔ φ(x)) u ψ(y)) (Wessel: "genau einer": (Ex)(P(x) u (y)(P(y) > x = y)) "Es gibt höchstens ein Ding": (x)(y)(x = y). Das ist mehrdeutig, wenn es mehr als eine Kennzeichnung gibt: Reihenfolge der Eliminierung.
>Elimination.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Kennzeichnungen Prior I 124
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Prior: a) "das Soundso φt"
b) "X denkt, dass das Soundso φt".
In a) und b) hat die Kennzeichnung dieselbe Bedeutung egal ob der Gegenstand existiert oder nicht existiert - in b) hat der Satz sogar denselben Wahrheitswert.
>Wahrheitswert, >Nichtexistenz, >Denken, >Gedanken.
I 148
Theorie der Kennzeichnungen /Russell: singuläre Namen: "Das einzige Ding, das φt". >Namen, >Singuläre Termini.
Geach: Diese Analyse hat zwei Teile:
a) Explizit prädikativer Gebrauch: "x ist das einzige Ding, das φt"
b) Gebrauch als scheinbares Subjekt: kann als Explikation eines impliziten prädikativen Gebrauchs erklärt werden: "Das einzige Ding das φt, ψt."
>Prädikation, >"Genau ein".
a) Als "Etwas, das.."
b) "Wenn etwas...".
Prior: Lösung für Nichtexistentes - Problem: unterschiedliche Reichweite:
a) Als Teil eines komplexen Prädikats: "Etwas ist beides das-einzige-Ding-das-φt und nicht ψt".
b) Als Teil eines komplexen Satzes: "Es ist nicht der Fall dass..".
Kennzeichnungen: sind sinnvoll: "der φ-er existiert nicht" nicht bei logischen Eigennamen "dies".
>Reichweite, >Enge/weite Reichweite.
I 152
Sekt-Bsp/PriorVsRussell: Russell hat übersehen, dass Kennzeichnungen auch anders gebraucht werden können: "der Mann da drüben" sagt nicht von etwas aus dass es "Mann ist" oder dass es "drüben ist". - Wenn es wahr ist, dass derjenige klever ist, dann auch, wenn es eine verkleidete Frau ist - Zuschreibung verlangt keine korrekte Identifikation - es wird nur verlangt, dass es "der einzige..." ist. >Kennzeichnungen/Russell.

Erklärung/(s):
Sekt-Beispiel: "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse" – Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas.
>Referenz, >Wahrheitswert/Prior, >Meinen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003