Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Kennzeichnungen Kripke I 36
Kennzeichnung wird erfüllt: Ein Gegenstand als einziger erfüllt die Kennzeichnung (Sekt-Bsp "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse". In Wirklichkeit hat er Mineralwasser im Glas, d.h. es ist eine fehlgeschlagene Kennzeichnung.) Scheinbare Kennzeichnung: Das Heilige Römische Reich (ist weder heilig noch römisch) ist ein verkappter Eigenname.
III 353
Kennzeichnungen/substitutionale Quantifikation: Kennzeichnungen dürfen nicht in der Substitutionsklasse auftreten. Eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür, dass jeder Satz der referentiellen Sprache seinen Wahrheitswert behält, ist, dass, wann immer (Exi)f wahr ist ( wenn nur xi frei ist), wird eine Substitutionsklasse f" von f wahr sein (>Bedingung (6)). Das geht nicht mit einer bestimmten Kennzeichnung, selbst wenn (6) erfüllt ist.
III 369
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: ψ(ixφ(x)) wobei φ(x) atomar ist, wie folgt analysiert: (Ey)(x)(y = x ↔ φ(x)) u ψ(y)) (Wessel: "genau einer": (Ex)(P(x) u (y)(P(y) > x = y)) "Es gibt höchstens ein Ding": (x)(y)(x = y). Das ist mehrdeutig, wenn es mehr als eine Kennzeichnung gibt: Reihenfolge der Eliminierung.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Namen Quine I 230
Mehrdeutigkeit: der Name Paul ist nicht mehrdeutig, kein allgemeiner Term sondern ein singulärer Term mit Verbreitung. - Mehrdeutigkeit Handlung/Gewohnheit: Schlittschuhläufer, Lieferung (Handlung, Objekt).
I 316
Ein Name ist ein allgemeiner Term, der nur auf einen Gegenstand zutrifft. - Ryle: x ist selbst eine Eigenschaft! - Mittelalter: Sokrates , Mensch , sterblich: auf gleicher Stufe - schließt Wahrheitswertlücken, beansprucht keine Synonymie.
VII (a) 12f
Namen/Quine: sind immer eliminierbar - die Sprache braucht keine.
VII (d) 75f
Namen/Quine: Frege: müssen substituiert werden können - auch bei abstrakten Entitäten möglich.
VII (i) 167
Eigennamen/Quine: können als Kennzeichnungen analysiert werden - dann können wir alle singulären Termini eliminieren, soweit die Theorie betroffen ist.
VIII 24ff
Namen/Quine: sind konstante Ersetzungen von Variablen.
X 48
Name bezieht sich immer nur auf einen Gegenstand - Prädikat: auf viele. - Wir ersetzen sie in der Standardgrammatik durch Prädikate: zunächst: "a=" statt "a", dann Prädikat "A". - Aus dem Satz "Fa" wird dann "Ex(Ax . Fx)".
X 48
Namen/Quine: über sie kann nicht quantifiziert werden, deshalb sind sie eine andere Kategorie als Variablen - Namen können durch Variablen ersetzt werden, aber nicht immer umgekehrt.
X 124
Namen/Logik/substitutionale Quantifikation/Quine: Problem: es gibt nie genug Namen für alle Gegenstände der Welt: Bsp wenn eine Menge von keinem offenen Satz bestimmt wird, hat sie auch keinen Namen. - Sonst Bsp Name: "a", Bestimmung: "x ε a". - Bsp Irrationale Zahlen können nicht auf ganze Zahlen zurückgeführt werden. - ((s) >Substitutionsklasse).
Lauener XI 39
Namen/allgemeiner Term/Quine/Lauener: Namen werden eliminiert, indem sie als allgemeine Termini rekonstruiert werden. Als "=a" - dann: Pegasus/Wahrheitswert: dann ist "Pegasus fliegt". "(Ex)(X = c ∧ Fx)" falsch, weil Pegasus nicht existiert. (Es gibt kein c, die Konjunktion ist falsch). (>Einhorn-Beispiel, >Nichtexistenz). - Logischer Status eines Eigennamens hängt nicht von der Art der Einführung, sondern nur von der Relation zu anderen Ausdrücken ab.
XII 78
Namen/Quine: zeichnen sich dadurch aus, dass sie für Variablen eingesetzt werden dürfen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Q XI
H. Lauener
Willard Van Orman Quine München 1982
Paradoxien Kripke III 368
Paradoxien/Kripke: Paradoxien leiten sich immer daraus her, das die Substitutionsklasse für einen substitutionalen Quantor in einer substitutionalen Sprache L aus allen Sätzen von L selbst besteht, und damit auch solche, die die substitutionale Quantifikation selbst enthalten.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Referentielle Quantifikation Referentielle Quantifikation: Ausdruck für die normalerweise in der Prädikatenlogik verwendete Form der Quantifikation („Es gibt mindestens einen Gegenstand x mit der Eigenschaft …“ oder „Für alle Gegenstände x gilt…“). Hier wird also über Gegenstände etwas ausgesagt, wobei ihre Existenz vorausgesetzt wird. Im Gegensatz dazu geht es bei der substitutionalen Quantifikation um sprachliche Ausdrücke („Es gibt einen wahren Satz, der…“). Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Arten der Quantifikation ist nun der, dass bei der möglichen Ersetzung eines sprachlichen Ausdrucks durch einen anderen Ausdruck eine sogenannte Substitutionsklasse angenommen werden muss, die es im Fall von Gegenständen nicht geben kann, da der alltägliche Gegenstandsbereich nicht in Klassen eingeteilt ist. Bsp Man kann einen Tisch durch irgendeine Kiste ersetzen, nicht jedoch das Wort Tisch durch ein gerade verfügbares Wort. Siehe auch substitutionale Quantifikation, Quantifikation, Substitution, Inferenzen, Implikation, stärker/schwächer.
Referentielle Quantifikation Kripke III 377
Referentielle Quantifikation/Interpretation/KripkeVsSubstitutionalismus: Der Punkt ist, dass ein uninterpretiertes formales System genau das ist, was es ist: uninterpretiert! Dann ist es einfach unmöglich, nach der "richtigen Interpretation" zu fragen!
III 378
1. Kripke: Sicher gibt es bestimmte formale Systeme, die wohl referentielle Interpretation aber nicht substitutionale Interpretation erlauben. Bsp Quine: Wenn (Ex)φ(x) beweisbar ist aber ~φ(t) (Negation!) für jeden Ausdruck t beweisbar, der für x eingesetzt werden kann, so dass ein bedeutungsvoller Satz φ(t) entsteht, ist es offensichtlich unmöglich, dem System eine substitutionale Interpretation zu geben, aber wenn die Formationsregeln standardmäßig sind, und es formal konsistent ist, ist eine referentielle Interpretation möglich.
((s) Obwohl die referentielle Interpretation "ontologisch stärkere Annahmen" macht!).
Wenn ~φ(t) beweisbar ist für jeden Ausdruck in einer Klasse C, während ((s) gleichzeitig) (Ex)φ(x) beweisbar ist, ist es unmöglich, alle Theoreme wahr sein zu lassen und den Quantor als ersetzbar mit der Substitutionsklasse C zu interpretieren.
Diese Bedingungen sind hinreichend, aber zeigbar nicht notwendig, damit eine Theorie erster Stufe keine substitutionale Interpretation erhält, die alle Theoreme wahr macht.
2. Wie steht es mit dem konversen Problem? (Referentielle Interpretation ausgeschlossen aber substitutionale erlaubt):
Die autonyme Interpretation (s.o. Abschnitt 3, wo jeder Term sich selbst denotiert) könnte eine negative Antwort nahelegen. Und das wird ein Grund dafür sein, dass viele mathematische Logiker die substitutionale Quantifikation nicht als selbständiges modell-theoretisches Thema behandeln wollten.
KripkeVs: Dennoch kann es Fälle geben, wo die substitutionale Quantifikation geeigneter ist als die referentielle Quantifikation.
Bsp Wenn die Substitutionsklasse auf Sätzen von L0 besteht, führt eine referentielle Interpretation mit Sätzen als Substituten zu philosophischem Streit: Gehen die Variablen über Propositionen, über Sätze oder über Wahrheitswerte? Sind die Entitäten im Bereich, der von den Sätzen denotiert wird?
Verknüpfungen/Kripke: Verknüpfungen spielen jetzt nicht eine dreifache Rolle: als
a) Satzverknüpfungen, b) Funktionssymbole, c) Prädikate. Aber in Freges System spielen sie eine solche dreifache Rolle!

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Substitutionale Quantifikation Substitutionale Quantifikation: bei der substitutionalen Quantifikation geht es um die Feststellung, ob sprachliche Ausdrücke für einen Sachverhalt gebildet werden können. Bsp „Es gibt einen wahren Satz, der…“. Im Gegensatz dazu wird bei der referentiellen Quantifikation – der normalerweise in der Prädikatenlogik angewendeten Form der Quantifikation - etwas über Gegenstände ausgesagt. Bsp „Es gibt mindestens einen Gegenstand x mit der Eigenschaft …“ oder „Für alle Gegenstände x gilt…“. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Arten der Quantifikation ist nun der, dass bei der möglichen Ersetzung eines sprachlichen Ausdrucks durch einen anderen Ausdruck eine sogenannte Substitutionsklasse angenommen werden muss, die es im Fall von Gegenständen nicht geben kann, da der alltägliche Gegenstandsbereich nicht in Klassen eingeteilt ist. Bsp Man kann einen Tisch durch irgendeine Kiste ersetzen, nicht jedoch das Wort Tisch durch ein gerade verfügbares Wort. Siehe auch Referentielle Quantifikation, Quantifikation, Substitution, Inferenzen, Implikation, Stärker/schwächer, Logik, Systeme, Semantischer Aufstieg.
Substitutionale Quantifikation Kripke III 325ff
Substitutionelle (substitutionale) Quantifikation/sQ/Kripke: Die substitutionale Quantifikation ist ontologisch neutral, vielleicht rein linguistisch. Wahrheit und Erfüllung sind hier definiert. Gegensatz: Der Gegensatz zur substitutionalen Quantifikation ist die referentielle Quantifikation/rQ. Sie bezieht sich auf Objekte (Welt). Die referentielle Quantifikation bietet keine Erfüllung, nur Wahrheit. Wallace/Tharp: These: Es gibt keinen Unterschied zwischen substitutionaler Quantifikation und referentieller Quantifikation (KripkeVsWallace/VsTharp).
III 330
Substitutionale Quantifikation: Formeln, die keine Sätze sind, erhalten hier keine semantische Interpretation, sie haben nur eine Hilfsfunktion. Referentielle Quantifikation: hier definieren solche Formeln Relationen und werden von Sequenzen "erfüllt".
III 367
Form/Kripke: Die Form muss den Satz beinhalten. Wohlgeformt/wff/Kripke: Problem: T(a) ↔ x wird nicht-wohlgeformt wenn x durch Symbolketten ersetzt wird, die keine Sätze sind und daher keine Form ist. Substitutionale Quantifikation/(s): Die substitutionale Quantifikation braucht eine Substitutionsklasse: eine Menge wahrer Sätze der erweiterten Sprache aus der Menge der wahren Sätze der Ausgangssprache (diese muss eindeutig sein, d.h. die einzige solche Menge). Die referentielle Quantifikation braucht das nicht.
III 332
Substitutionsklasse/SK/Kripke: Die Substitutionsklasse darf keine bestimmten Kennzeichnungen enthalten.
III 349
Substitutionale Quantifikation/Kripke: Die substitutionale Quantifikation interpretiert Formeln gar nicht. Es gibt aber Erfüllung, wenn es eine Denotationsrelation gibt, aber nur bei Transparenz.
III 352
Substitutionale Quantifikation/Kripke: Bsp Cicero/Tullius: dramatischer Unterschied: (Sx1)((Sx2)(x1 = x2 ∧ f(x1) ∧ ~f(x2)) wahr (nicht interpretiert), aber dasselbe mit (Ex1)(Ex2)... falsch (Standard-Q.). Wenn Opazität aus der Metasprache eliminiert werden soll, dann müssen ihre referentiellen Variablen auch über Denotate von Ausdrücken ((s) Gegenstände) gehen, nicht nur über Ausdrücke. Dann ist (substitutionale) Quantifikation in opake Kontexte möglich.
III 352
Substitutionale Quantifikation/Quantifikation in opake Kontexte/Kripke: Bsp R(a): Quantifikation in opake Kontexte kann dann explizit definiert werden, wenn es in der Metasprache geeignete Prädikate gibt: R(a) gilt nur, wenn entweder: a) a eine Formel der Form P(t) ist (Pseudoprädikat: "wurde sogenannt wegen seiner Größe") und d(t) benannt wird durch den Term t wegen der Größe von d(t), oder b) a ist eine Formel der Form Q(t) und d(t) ist fett. Damit ist R(a) als primitive Notation eliminiert und die Metasprache enthält nur referentielle Quantifikation, ohne Opazität. Metasprache: Die Metasprache müsste dafür aber erweitert werden, sodass die referentiellen Variablen nicht nur über Ausdrücke allein, sondern auch über die Denotate dieser Ausdrücke gehen.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Substitutionale Quantifikation Quine V 140
Substitutionale Quantifikation/sQ/Quine: ist für andere grammatische Kategorien als nur sing Term offen. Hat aber andere Wahrheitsbedingungen. - Referentielle Quantifikation/refQ: hier brauchen die Gegenstände nicht einmal durch Namen angebbar zu sein.
V 141
Sprachlernen/Spracherwerb: zuerst sQ: aus Relativpronomen. - später: refQ: wegen kategorischer Sätze. - sQ: wäre absurd: dass jeder eingesetzte Name, der "Fx" verifiziert, auch "Gx" verifiziert- absurd: daß jeder Apfel oder Kaninchen einen Namen oder eine singuläre Kennzeichnung haben müsste. - Die meisten Gegenstände haben keine Namen.
V 140
sQ/refQ/Wahrheitsbedingungen/Quine: referentielle Allquantifikation: kann durch einzelnen Gegenstand falsifiziert werden, auch wenn dieser nicht mit Namen angebbar ist. - Die gleiche substitutionale Allquantifikation: bleibt dagegen wahr. - Existenzquantifikation: referentielle: kann wegen eines nicht angebbaren Wertes wahr sein. - Die gleiche im substitutionalen Sinn: gilt nicht, mangels eines angebbaren Beispiels.
V 146f
sQ/Quine: Problem: Blinder Fleck: substitutionale Allquantifikation: Bsp keiner der Einsetzungsfälle ist abzulehnen, aber einige verlangen Enthaltung. - Existenzquantifikation: Bsp keinem der Fälle ist zuzustimmen, in einigen aber Enthaltung angebracht.- dann weder zustimmen noch sich enthalten. (Entspricht der Alternation).
V 175
Zahlen/Klassen/Quantifikation/Ontologie/substitutionale Quantifikation/Quine: zunächst Einsetzungs-Quantifikation über Zahlen und Klassen. - Problem: Zahlen und Klassen sind dann nicht eliminierbar. - Kann auch als Gegenstands-Quantifikation (refQ) genommen werden, wenn man zulässt, dass jede Zahl einen Nachfolger hat. - ((s) bei sQ müsste jeder einen Namen haben.) Klassenquantor wird zum Gegenstands-Quantor, wenn man die Vertauschung der Quantoren zulässt (Allquantifikation/Existenzquantifikation - EQu/AQu). - Damit wurde das Gesetz der Einer-Teilklassen eingeführt.
X 124
Substitutionale Quantifikation//Einsetzungs-Quantifikation/Quine: verlangt Namen für die Werte der Variablen. - refQ/(s) spricht höchstens von Gegenständen. Def Wahrheit/sQ/Barcan/Quine: Einsetzungs-Quantifikation ist wahr gdw. mindestens einer ihrer Fälle, der durch Weglassen des Quantors und Einsetzen eines Namens für die Variable gewonnen wird, wahr ist. - Problem: fast nie genug Namen für die Gegenstände einer nicht allzu beschränkten Welt. - Bsp keine Gödelnummern für irrationale Zahlen. - Dann kann sQ falsch sein, weil es keinen Namen für den Gegenstand gibt, die referentielle Quantifikation aber gleichzeitig wahr - also beide nicht extensionsgleich.
X 124
Namen/Logik/sQ/Quine: Problem: nie genug Namen für alle Gegenstände der Welt: Bsp wenn eine Menge von keinem offenen Satz bestimmt wird, hat sie auch keinen Namen. - Sonst Bsp Name "a", Bestimmung: "x ε a". - Bsp irrationale Zahlen können nicht auf ganze Zahlen zurückgeführt werden. - ((s) >Substitutionsklasse).
XII 79f
Substitutionale Quantifikation//Quine: hier sind die variablen Platzhalter für Wörter beliebiger syntaktischer Kategorien (außer Namen) - Pointe: dann gibt es keine Möglichkeit, Namen vom übrigen Vokabular und echt referentielle Variablen
XII 80
von anderen zu unterscheiden. (Ununterscheidbarkeit). Substitutionale Quantifikation//Quine: Problem: angenommen unendlicher Bereich benannter Gegenstände. - Dann ist es möglich, für jedes Einsetzungsergebnis eines Namens die Wahrheit einer Formel zu zeigen und gleichzeitig die Allquantifikation der Formel zu widerlegen. - (>jeder/alle). - Dann haben wir gezeigt, dass der Bereich mindestens einen namenlosen Gegenstand hat. - ((s)(> nicht genug Namen). - Daher QuineVsSubstitutionale Quantifikation: Bsp angenommen, der Bereich enthalte die reellen Zahlen. - Dann sind nicht alle benennbar, aber die unbenannten lassen sich nicht separieren. - Die Theorie kann immer verstärkt werden, um eine bestimmte Zahl zu benennen, aber nicht alle. - Referentielle Quantifikation: spricht sich selbst namenlose Gegenstände zu. - Trick: (s.o.) jedes Einsetzungsergebnis mit Namen wahr, aber Allquantifikation falsch machen. ((s) Damit sind unendlich viele Gegenstände gesichert). - Eine Theorie der reellen Zahlen muss auf referentieller Quantifikation basieren.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Vokabular Kripke III 335
Sprache/Davidson: Davidsons Kriterium: Eine Sprache darf nicht unendlich viele Grundbegriffe haben. Kripke: Sonst kann sie nicht "erste Sprache" sein.
III 338
KripkeVsDavidson: W müssen nur verlangen, dass nur endlich viele Axiome "neues" Vokabular enthalten. (schwächer).
III 338
Wahrheitstheorie/WT/Kripke: (hier): Bedingung: i) Die Axiome definieren Wahrheit implizit (d.h. wir nehmen an, dass die referentiellen Variablen intendierte Bereiche haben und die substitutionalen Variablen intendierte Substitutionsklassen (das definiert implizit eine Mengen von Wahrheiten von L).
ii) a) Die neuen Axiome müssen eine wahre Interpretation im alten Vokabular (mit der intendierten Interpretation) haben...
b) Es muss ein Äquivalenz-Schema für jeden geschlossenen Satz aus der Objektsprache geben, der nur altes Vokabular enthält. Vorteil: Die Ontologie enthält keine Mengen von Ausdrücken der Metasprache.
ii a): Ist die Forderung, dass es eine Interpretation der neuen Prädikate gibt, die die alten enthält.
ii b): Garantiert, dass T(x) eine einzige Extension enthält (Einzigkeit).
Tarski:Tarski braucht nur i) für seine explizite Wahrheitsdefinition (nur altes Vokabular).
III 249
i) Ist erfüllt (ohne vorausgesetzten Wahrheitsbegriff) durch (4)-(6) im alten Vokabular.
III 347
Wahrheitstheorie/Davidson//Kripke: Auch die Metasprache darf semantisches Vokabular enthalten! Die Übersetzung wird ja auch dann garantiert, wenn beide Seiten semantisches Vokabular enthalten. Kripke: Bei Tarski ist dies ganz anders: Wahrheit und alle semantischen Termini sind explizit in nicht-semantischem Vokabular definiert.
---
Frank I 32
Psychisch/physisch/Kripke/Frank: Psychisch/physisch lehrt die Verschiedenheit der logischen Subjekte des Physischen und des Psychischen. Körperliches schreibe ich mit in einem naturalistischen Vokabular zu (syntaktische Strukturen), Psychisches in einem mentalistischen (semantische Strukturen).

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Zahlentheorie Kripke III 383f
Substitutionale Quantifikation/Zahlentheorie/KripkeVsWallace: Die Objektsprache sollte substitutional geschrieben werden. Die Substitutionsklasse besteht dann aus den Zahlennamen: 0,0",0"",... - die Metasprache braucht referentielle Variablen über Ausdrücke der Objektsprache. Könnten wir sie durch Gödelnummern ersetzen? Antwort: Nein! Denn die ganze Frage war ja, ob eine Ontologie der Zahlen in der Metasprache gebraucht wurde, zusätzlich zur Ontologie der Ausdrücke - wir können diese Frage gar nicht stellen, wenn wir Ausdrücke mit Zahlen identifizieren. Die beiden haben die falsche Frage gleich zweimal gestellt: 1. Indem sie die Objektsprache-Variablen als referentiell über Zahlen behandelt haben anstatt als substitutionale mit Zahlennamen als Substituten.
2. Indem sie die referentiellen Variablen der Metasprache als über Gödelzahlen gehend aufgefasst haben anstatt über Symbolketten der Objektsprache. Normalerweise ist Identifikation von Ausdrücken mit ihren Gödelnummern harmlos. Hier aber müssen wir Zahlen und Ausdrücken unterscheiden.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984