Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
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Literatur
Fledermaus-Beispiel Chalmers I 236
Fledermaus-Beispiel/Nagel/Chalmers: ausgerüstet mit dem Ansatz von Crick und Koch erhalten wir möglicherweise sogar mehr Einblick darin, wie es ist, eine Fledermaus zu sein. Funktionale Organisation kann uns etwas sagen über die Art von Information, zu der eine Fledermaus Zugang hat. Die Unterscheidungen, die sie zu treffen in der Lage ist, und damit auch Klassifikationen der hervorstechendsten Dinge in ihrem Wahrnehmungsfeld. Fledermaus/Chalmers: das zeigt natürlich noch nichts über die intrinsische Natur der Erfahrungen der Fledermaus, aber Akins (1993) (1) kann dazu ein Betrag sein.
Chalmers: Cheney/Seyfarth (1990) (2) How Monkeys See the World versucht, solche Fragen über Fledermäuse zu beantworten, indem sie uns in den Geist anderer Spezies versetzen.
I 295
Fledermaus-Beispiel/Chalmers: warum sollten wir nicht annehmen, dass es für einen Thermostaten eine Weise gibt, „wie es ist, ein Thermostat zu sein“?
I 296
Ein solches „Erlebnis“ könnte wie ein Blitz und völlig begriffslos auftreten.
I 298
Für den Thermostaten gibt es einen kanonischen Informationsraum, und damit können wir sagen, er hat die kanonischen Erlebnisse eines Thermostaten.
I 299
Die Erlebnisse eines Thermostats können wir protophänomenal nennen.

1. K. Akins, What is it like to be boring and myopic? In B. Dahlbom (ed) Dennett and His Critics, Oxford 1993.
2. D. L. Cheney and R. M. Seyfarth, How Monkeys See the World, Chicago 1990.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Lernen Dretske I Fred Dretske Minimale Rationalität in D.Perler/M. Wild (Hg.)Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005
I 220
Lernen/Verhalten/Tier/Bewusstsein/Dretske: Bsp Vögel vermeiden bestimmte Schmetterlinge, die sie zu Erbrechen bringen.
I 221
Nun gibt es ungiftige Schmetterlinge, die die Farbe dieser giftigen nachahmen. Nun können wir fragen: warum hat der Vogel ihn nicht gefressen? Wir wissen warum müssen unsere Worte jedoch sorgfältig wählen: weil er nicht will, dass ihm abermals übel wird, aber was er gesehen hat, war kein widerlich schmeckendes Insekt. Keine Erkenntnis hat stattgefunden. Der Vogel denkt (fälschlicherweise) dass das Insekt schlecht schmeckt.
Der Gedanken lenkt sein Verhalten. Ähnliches Kausalverhalten wie beim Thermostat und bei der Pflanze. Es gibt also innerhalb des Vogels etwas, das bedeutet (wie der Bimetallstreifens im Thermostat, dass ein m artiges Insekt anwesend ist, und es wird ein Schalter betätigt.
I 222
Anders als Thermostat und Pflanze: beim Vogel wird die Repräsentation für das Verhalten aber direkt relevant. Zweck: aber ist das Verhalten des Vogels zweckgerichtet? Denkt der Vogel etwas entsprechendes?
Die Bedeutung des internen Elements ist genuin explanatorisch. ((s) aber für uns, nicht für den Vogel).
Denken/Tier/Dretske: für mich klingt das hinreichend nach Gedanken, um nicht darum feilschen zu müssen, was noch fehlt.


Dretske I
Fred Dretske
"Minimal Rationality", in: S. L. Hurley and M. Nudds (Eds.) Rational Animals?, Oxford 2005
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dretske II
F. Dretske
Naturalizing the Mind Cambridge 1997
Panpsychismus Chalmers I 297
Panpsychismus/Chalmers: wenn wir einem Thermostaten Erlebnisse zugestehen (blitzhafte Informationszustandsänderungen), dann gibt es vielleicht überall Bewusstsein, oder bewusste Zustände? Vielleicht in einem Stein? Aber ein Stein entspricht nicht einem Thermostat. Wir können sagen, das der Stein Subsysteme enthält, die bewusst sind.
I 298
Bewusstsein/Chalmers: wenn wir annehmen, dass sehr einfache Systeme sehr einfache Phänomenologie haben, macht es weniger unverständlich, Bewusstsein als eine einheitliche Eigenschaft des Universums anzunehmen. Erlebnis/Chalmers: können Erlebnisse in einem statischen Zustand entstehen? Intuitiv scheint es notwendig zu sein, dass eine Zustandsänderung erforderlich ist, damit ein System ein Erlebnis hat.
Protophänomenal: so können wir die „Erlebnisse“ eines Thermostats nennen.
I 299
Panpsychismus/Chalmers: der Grund, warum ich meine These nicht als Panpsychismus bezeichne ist, dass irreführenderweise suggeriert wird, dass protophänomenale Erlebnisse irgendwie grundlegend wären und komplexe Erlebnisse aus ihnen zusammengesetzt wären, was ich eben nicht glaube. Ich nenne meine These des naturalistischen Dualismus jedoch eine Variante des Panpsychismus.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Rationalität Dretske I Fred Dretske Minimale Rationalität in D.Perler/M. Wild (Hg.)Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

I 213
Def minimale Rationalität/Dretske: verlangt, dass Gedanken, an dem Prozess beteiligt sind, daher ist sie anspruchsvoller als: - biologische Rationalität: Bsp blinzeln - minimale Rationalität: verlangt, dass etwas aus Gründen getan wird, aber nicht, daß es aus guten Gründen getan wird.
I 215
Mit diesem Begriff wird das Normative in Schach gehalten. Es ist ausgeklammert und damit untersuchbar. Rationalität/Dretske: Bsp bei einer plötzlichen Bewegung von etwas in Richtung auf meine Augen blinzle ich. Ich kann gar nicht anders.
Ich glaube, dass eine Möglichkeit, diesen Gegenstand in mein Auge zu bekommen, darin besteht, zu blinzeln (plötzlich die Augen zu schließen).
Pointe: aber obwohl ich dies glaube und obwohl ich mein Auge schließe, schließe ich meine Augen nicht, weil ich dies denke! Meine Gründe, sie zu schließen, sind nicht der Grund, warum ich sie schließe!
Obwohl ich genau das tue, von dem ich denke, dass es mir das Gewünschte bringt, ist mein Verhalten keine zweckgerichtete Handlung. Es stellt nicht die
"minimale Rationalität" dar.
Def Minimale Rationalität/Dretske: verlangt, dass Gedanken, an dem Prozess beteiligt sind, daher ist sie anspruchsvoller als:
biologische Rationalität: Bsp blinzeln.
minimale Rationalität: verlangt, dass etwas aus Gründen getan wird, aber nicht, dass es aus guten Gründen getan wird!
Sie verlangt auch kein Begründen. Obwohl das Verhalten durch einen Gedanken erklärt werden muss, muss es nicht durch diesen Gedanken rationalisiert werden.
I 214
Nicht einmal unter idealen Bedingungen muss das entsprechende Verhalten zur Überlebensfähigkeit beitragen. Es kann sie sogar herabsetzen. Bsp "Ich suche unter der Laterne, weil es hier heller ist, obwohl ich das Schlüsselbund woanders verloren habe".
Das lässt sich durch das erklären, was man denkt.
I 215
Bsp Terrorist: Selbstmordattentäter: ihm ist das Paradies im Jenseits mit 40 Jungfrauen versprochen worden. Außerdem sei sein Tun der Sache dienlich. Ist sein Verhalten rational? Es steigert nicht die Überlebensfähigkeit, aber es ist minimal rational, weil sich das Verhalten aus dem erklärt, was der Terrorist glaubt und will.
Mit diesem Begriff wird das Normative in Schach gehalten. Es ist ausgeklammert und damit untersuchbar.
I 216
Rationalität/Dretske: wenn nichts von dem, was Sie tun, durch das, was sie denken, erklärbar ist, dann sind Sie kein rationales Wesen, sondern ein Hochstapler. Bsp man könnte auch sagen, dass eine Sprinkleranlage gescheit ist, weil sie das Feuer löscht, das sie sonst zerstören würde (Überlebenswert!).
Pointe: wenn ich das täte, wäre ich rational, aber die Sprinkleranlage ist deswegen nicht rational! Denn es ist nicht der Grund, weswegen sie es tut! Sie hat keine minimale Rationalität.
Bsp wenn ich schwitze und mich damit abkühle, habe ich auch keine minimale Rationalität. Das Verhalten ist nicht von Gedanken kontrolliert. Es mag klug sein, das zu tun, aber ich bin nicht klug, weil ich es tue.
Es ist nicht genug, dass mein Verhalten von einer inneren Repräsentation verursacht wird.
Unterschied: a) von einem Ereignis, das B bedeutet (repräsentiert) verursacht zu werden
b) durch die Tatsache, erklärt zu werden, dass es B bedeutet (repräsentiert). ((s) de dicto).
I 217
Bsp Thermostat: wenn wir das täten, was er tut, die Temperatur im Raum konstant halten, gälten wir als rational. Der Thermostat ist es nicht. Der Bimetallstreifen hat eine Doppelfunktion:
1. er repräsentiert die Raumtemperatur,
2. er ist ein Schalter.
I 218
Sein Verhalten erklärt sich nicht durch Gedanken, die er über Temperatur hat. Bsp Mikrophon: können wir nicht als folgsam betrachten, bloß, weil es tut, was wir ihm sagen. z.B. "Vibriere schnell!". Nicht, was ich sage, ist für das Verhalten des Mikrophons relevant.
Unterschied:
a) Verursachung durch ein Ereignis,
b) Erklärung durch die Tatsache, dass es die Bedeutung B hat. (s.o.).




Dretske I
Fred Dretske
"Minimal Rationality", in: S. L. Hurley and M. Nudds (Eds.) Rational Animals?, Oxford 2005
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dretske II
F. Dretske
Naturalizing the Mind Cambridge 1997
Referenz Dretske Brandom I 600
Referenz/Triangulation: will diese Schwierigkeiten vermeiden durch Betrachtung des Kreuzungspunkts zweier Ketten. Auch Dretske: Bsp Thermostat: man kann nicht sagen: ob das System auf die Temperatur des Raumes, auf die des Bimetallstreifens, auf die Krümmung des Bimetallstreifens, oder auf das Schließen des Kontakts reagiert. (> Messen). Der Blick auf die praktischen Folgen hilft nicht weiter. Hat nun der Thermostat einen zweiten Sensor, etwa ein Quecksilberthermometer, das einen Kontakt entsprechend schließt und ggf. die Heizung an und abstellt, so kreuzen sich die beiden Kausalketten an zwei Stellen: stromaufwärts bei der Änderung der Raumtemperatur, und stromabwärts bei der Reaktion, die Heizung an oder abzuschalten.
I 951
Da sich die beiden Ketten an zwei Punkten schneiden, muss man sie sich wohl gekrümmt vorstellen. Vielleicht nicht ganz glücklich. DB. BrandomVsDretske: löst das wirklich das Problem? Wird nicht immer noch auf den nächstliegenden, wenn auch disjunkten Reiz reagiert? Das Schließen des Bimetallstreifens oder des Quecksilberkontaktes?
I 601
Begriff: Bloßes unterscheidendes Reaktionsvermögen (>VURD, Brandom) reicht nicht, um die Anwendung von Begriffen zu erkennen! Rationalistische Ergänzung: die inferentielle Rolle der Reaktion ist entscheidend.

Dretske I
Fred Dretske
"Minimal Rationality", in: S. L. Hurley and M. Nudds (Eds.) Rational Animals?, Oxford 2005
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dretske II
F. Dretske
Naturalizing the Mind Cambridge 1997

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Sorites Chalmers I 296
Sorites/Bewusstsein/Chalmers: um nicht in die Verlegenheit zu kommen, sagen zu müssen, ein System mit n Elementen habe kein Bewusstsein, aber eins mit n+1 Elementen habe Bewusstsein, nehmen wir einfach an, dass ein einfacher Thermostat so etwas wie Erlebnisse hat, bzw. dass es für ihn eine Weise gibt, „wie es ist, ein Thermostat zu sein“.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Teleologie Braithwaite Wright I 28
Teleologie/Gleichgewicht/Homöostase/Feedback/Kybernetik/Nagel/Braithwaite/Wright, G. H.: Bsp Regelung der Temperatur eines Systems durch einen Thermostaten. Hier wird das Steigen oder Fallen der Temperatur als „Defekt“ bzw. „Korrektur“ eines Teilsystems betrachtet. Der Wirkungs-Faktor des zweiten Systems verleiht der Wirkungsweise des Ursache-Faktors des ersten Systems einen „Anschein von Teleologie“. Beide Systeme funktionieren jedoch nach Kausalgesetzen. Rosenblueth/Wiener/Bigelow: These: Zielgerichtetheit lässt sich generell mit Hilfe einer solchen Verkettung von Kausalsystemen erklären.
Wright I 29
Braithwaite: (R. B. Braithwaite, Scientific Explanation, Cambridge, 1953 Kap X): These: teleologische Erklärungen, sowohl von intentionalen zielgerichteten Tätigkeiten, als auch von zielgerichtetem Verhalten allgemein lass sich auf (Formen von) Kausalerklärungen reduzieren. Ernest Nagel: (E. Nagel, The Structure of Science, 1961, Kap XII). Vorsichtiger als Braithwaite: These Nagel sieht teleologische Erklärungen in der Biologie als „reduzierbar“ auf Kausalerklärungen. (Wright: dies ist eine vorsichtige Wiedergabe von Nagels Ansicht).


Braith I
R. B. Braithwaite
Scientific Explanation Cambridge, MA 1968

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Teleologie Wiener Wright I 157
Teleologie/Wiener/Bigelow/Wright, G. H.: Bigelow und Wiener wollen „teleologisches Verhalten“ auf „zielgerichtete Reaktionen, die durch trial and error kontrolliert sind“ beschränken. Damit wird es gleichbedeutend mit Verhalten, das durch negatives Feedback kontrolliert wird. (A. Rosenblueth, N. Wiener and J. Bigelow „Behavior, Purpose and Teleology“, 1943, S. 23-24.). (Siehe auch Feedback/Wright, G. H.).
Wright I 28
Teleologie/Gleichgewicht/Homöostase/Feedback/Kybernetik/ Wright, G. H.: Bsp Regelung der Temperatur eines Systems durch einen Thermostaten. Hier wird das Steigen oder Fallen der Temperatur als „Defekt“ bzw. „Korrektur“ eines Teilsystems betrachtet. Der Wirkungs-Faktor des zweiten Systems verleiht der Wirkungsweise des Ursache-Faktors des ersten Systems einen „Anschein von Teleologie“. Beide Systeme funktionieren jedoch nach Kausalgesetzen. Rosenblueth/Wiener/Bigelow: These: Zielgerichtetheit lässt sich generell mit Hilfe einer solchen Verkettung von Kausalsystemen erklären.

WienerN I
Norbert Wiener
Cybernetics, Second Edition: or the Control and Communication in the Animal and the Machine Cambridge, MA 1965

WienerN II
N. Wiener
Mensch und Menschmaschine Frankfurt/M. 1952

WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Unbewusstes Chalmers I 299
Unbewusstes/Chalmers: nur ein kleiner Teil der Information menschlicher Kognition scheint der Information bewusster Erlebnisse zu korrespondieren. Das meiste ist unbewusst. Wenn das Zwei-Aspekte-Prinzip uneingeschränkt gilt, dann ist die „unbewusste „Information in Erlebnissen realisiert, aber nicht in unseren Erlebnissen! (>Panpsychismus, > Thermostat), z.B. wenn wir annehmen, dass einzelne Neuronen von mir Erlebnisse haben können wie ein Thermostat.
I 300
Das Gesamtsystem meines Gehirns ist dann nur ein System aus einer Menge von Systemen, und zwar das, das die globale Kontrolle hat. Die Evolution hat solche Systeme dazu geformt, eine kohärente kognitive Struktur auszubilden. Gehirn: wenn wir das annehmen, können wir auch annehmen, dass verschiedene Mengen von Erfahrungen in einer Menge von Informationsräumen stattfinden. Dann habe ich vielleicht eine Anzahl verwandter aber leicht unterschiedlicher phänomenaler Verwandter die aus Prozessen in meinem Gehirn entstammen.
Das folgt nur aus dem unbeschränkten Zwei-Aspekte-Prinzip. Die Alternative ist, dieses Prinzip zu beschränken, sodass die Menge der physikalisch realisierten Informationsräume vermindert wird, am besten durch eine Beschränkung der Weise, wie Information verarbeitet wird.
I 301
Kriterium: für eine „echte“ Informationsverarbeitung könnte die Stärke des Signals sein, oder die Art der Verursachung.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
ThermostatThermostat Verschiedene Vs Dennett, D. I 400
VsDennett These "ich bin der Bursche, der bekanntermaßen leugnet, daß die Menschen Farben oder Schmerzen wahrnehmen und der glaubt, daß Thermostaten denken - man braucht nur meine Kritiker zu fragen."




ThermostatThermostat Nozick Vs Determinismus II 314
Determinismus/Nozick: wird oft so ausgedrückt, dass wir bis vor unserer Geburt zurückgehen müssten, um die Gründe für unsere Handlungen zu finden. Das soll unsere Entscheidungsfähigkeit ausschließen.
Wir kontrollieren unsere Handlungen dann nicht. Aber ist unser Begriff von Kontrolle transitiv?
Selbst wenn, daraus folgt nicht, dass nur das erste Ereignis und nichts dazwischen in der Kette das letzte Ereignis kontrolliert.
Bsp selbst wenn ich selbst einen Thermostat konstruiere, ihn baue und ihn installiere,
II 315
ist es immer noch der Thermostat selbst, der die Temperatur im Haus kontrolliert! NozickVsDeterminismus: niemand hat je behauptet, dass, weil der Determinismus wahr sei, Thermostate nicht die Temperatur kontrollierten.
Daher wäre, selbst wenn es Gründe für meine Handlungen gibt, die bis vor meiner Geburt zurückreichen, nicht ausgeschlossen, das ich mich in neuen Kausalketten befinde. Diese könnte ich sehr wohl kontrollieren.
Gründe: dass sie existieren, ist nicht unter der Kontrolle einer Person, aber die Tatsache, dass sie ihre Handlungen verursachen, ist es!

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
ThermostatThermostat Brandom Vs Dretske, Fred I 600
Dretske: Bsp Thermostat: man kann nicht sagen: ob das System auf die Temperatur des Raumes, auf die des Bimetallstreifens, auf die Krümmung des Bimetallstreifens, oder auf das Schließen des Kontakts reagiert. (> Messen) Der Blick auf die praktischen Folgen hilft nicht weiter. Hat nun der Thermostat eine zweiten Sensor, etwa ein Quecksilberthermometer, das, einen Kontakt entsprechend schließt und ggf. die Heizung an- und abstellt, so kreuzen sich die beiden Kausalketten an zwei Stellen: stromaufwärts bei der Änderung der Raumtemperatur, und stromabwärts bei der Reaktion, die Heizung an- oder abzuschalten.
BrandomVsDretske: Löst das wirklich das Problem? Wird nicht immer noch auf den nächstliegenden, wenn auch disjunkten Reiz reagiert? Das Schließen des Bimetallstreifens oder des Quecksilberkontaktes?
II 12
Begriff/BrandomVsDretske, Fodor, Millikan: nicht semantische Kontinuität zum Nicht- oder Vorbegrifflichen, sondern strikte Diskontinuität.
II 144
Semantische Theorie: Dretske, Millikan, Fodor. BrandomVs: dort am schwächsten, wo sie sich der Frage widmen, was Repräsentationen, die es verdienen, Überzeugungen genannt zu werden, sich von anderen Indikatorzuständen unterscheidet. >Lager.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
ThermostatThermostat Verschiedene Vs Stalnaker, R. II 215
VsInformations-theoretischer Ansatz/VsStalnaker: 1. es ist kontrovers, ob der Ansatz reduktionistisch sein kann. a) Muss man Glaubenszustände von einfacheren Zuständen wie denen von Thermostaten unterscheiden.
b) Wir brauchen einen nicht-zirkulären Begriff von normalen Bedingungen.
2. Betrifft die Identitätsbedingungen für propositionale Inhalte:
VsInformations-theoretischer Ansatz: dieser liefert nur grobkörnige Individuation von Inhalten ((s) Über Wahrheitsbedingungen).
Problem: x kann P glauben, ohne Q zu glauben, auch wenn P und Q notwendig äquivalent sind.
StalnakerVsVs: das reicht aber für unsere Zwecke. Und feinkörnigere Inhalte legen immer noch wahrheitskonditionale (informationale) Inhalte fest.